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Dekorateuren wird immer stärker. Die Nachfrage ist außer nach diesen Kräften noch groß nach guten Buchhaltern, Korrespondenten, Lageristen und Ex­pedienten. Auch Reisende mit guten Fachkennt­nissen und Verbindungen wurden stärker ange­fordert.

Die Erfolge der Lehrstellenvermittlung sind, ob­wohl der allgemeine Einstellungstermin vorbei ist, noch sehr gut. Bei den weiblichen Berufen über­wiegt das Angebot die Zahl der offenen Lehr­stellen.

In der Behördenstellenvermittlung erfolgten Ver­mittlungen insbesondere zu den Dienststellen des Reichsheeres und der Partei und ihren Untergliede­rungen. Erfreulicherweise gelang es hierbei alte Kämpfer unterzubringen.

In der Techniker-Stellenvermittlung waren be­sonders aufnahmefähig die Mafchinen-Jndustrie so­wie das Hoch- und Tiefbaugewerbe. Hochbautech­niker mit Kenntnissen in der Architektur und Kon­strukteure für Eisen- und Brückenbau mit guten statischen Kenntnissen waren gesucht. Nachfrage be­stand nach Tiefbautechnikern und ersten Fachkräften im Werkzeugmaschinen- und Transmissionsbau. Ver­langt wurden Kalkulations-Ingenieure mit Refa- Kenntnissen. Bedarf lag vor an guten Maschinen­zeichnern, Konstrukteuren aus der Maschinen- und Apparate-Jndustrie und Spezialkräften im Ver­brennungsmotorenbau. Eingestellt wurden Kultur­bautechniker mit staatlichen Prüfungen. Die Einsatz­möglichkeiten für Kataster-Techniker und -Hilfstech­niker waren günstig. Geringer Kräftebedarf lag vor in der Textil-Jndustrie und Chemischen In­dustrie.

Für Werkmeister bestand sowohl in Groß- als auch in Mittel- und Kleinbetrieben stärkere Auf­

nahmefähigkeit. Der Bedarf an Kalkulatoren (Refa), Drehermeistern und Spezialisten für Leichtmetall­bearbeitung sowie an Eisenbetonpolierern und Bag- germeistern konnte zum Teil nur dadurch gedeckt werden, daß Fachkräfte von auswärts herangezogen wurden. Unterbringungsmöglichkeiten bestanden für Werkmeister aus dem allgemeinen Maschinen- und Werkzeugmaschinenbau, aus der Autoreparatur so­wie der Schreibmaschinen- und Motorradfabrikation. Das Bekleidungsgewerbe war für Fachkräfte, ins-

Waffersportler,

schützt den deutschen Wald vor Brandgefahr, kocht nicht am Waldesrand ab!

besondere Zuschneider aus der Militärkonfektion, aufnahmefähig. In der Chemischen und Holzindustrie, dem Nahrungs- und Genußmittelgewerbe und in der Industrie der Steine und Erden bestanden Unterbringungsmöglichkeiten.

In der Stellenvermittlung für seemännische An­gestellte war sowohl der Auftragseingang, als auch das Vermittlungsergebnis zufriedenstellend. Jüngere qualifizierte Kräfte stehen nicht mehr zur Verfügung, so daß erfreulicherweise die Einsatzaussichten für ältere Kräfte günstiger werden.

In der landwirtschaftlichen Stellenvermittlung ist die Marktregelung, die sich äußerst günstig aus­gewirkt hat, bisher ohne sichtbaren Einfluß auf den Arbeitseinsatz der Angestellten geblieben.

Bei den weiblichen kaufmännischen Angestellten hielt die starke Nachfrage nach perfekten Steno­typistinnen an. Bei der Stellenvermittlung für Haus-, Garten- und Landwirtschaft gingen Aufträge für weibliche landwirtschaftliche Kräfte ein, wofür Bewerberinnen fehlen. Bei den Gesundheitsfürsorge­rinnen, Kindergärtnerinnen und Hortnerinnen zeigt sich eine gewisse Belebung der Dermittlungstätigkeit.

Aus aller Wett.

Drei Todesopfer eines Betriebsunfalles.

In Brake (Oldenburg) ereignete sich auf dem Gelände einer Fettraffinerie ein schwerer B e - triebsunfall, der drei Todesopfer for­derte. In 15 Meter Höhe waren auf einer an vier Stahltrossen aufgehängten Plattform sechs Arbeiter mit Nietarbeiten beschäftigt, als plötzlich eine Stahl- trosse riß. Während es zwei Arbeitern gelang, sich im letzten Augenblick noch festzuklammern, stürzten vier von ihnen in die Tiefe. Drei der Verunglückten ft a r b e n kurze Zeit darauf an den erlittenen schweren Verletzungen. Der vierte Verletzte befindet sich außer Lebensgefahr.

Zwölf Todesurteile

gegen Lifenbahnräuber in der Sowjetunion.

Der Oberste Gerichtshof in Moskau verhandelte gegen eine neunköpfige Bande, die in der Maske von Beamten der OGPU. die Vorortzüge ausgeplündert und außerdem zahlreiche Ueberfälle verübt hatte, wobei auch mehrere Per­sonen ermordet wurden. Vier Banditen wur­den zum Tode verurteilt, die übrigen Angeklagten erhiesten Gefängnisstrafen von drei bis zehn Jah­ren. In ähnlichen Prozessen in Charkow, Woro-1

schilow (früher Stawropol), Sima und Taiga (St* birien) wurden weitere acht Todesurteile ge­fällt.

Fünffacher Giftmord in einer spanischen Ortschaft.

In dem Orte Granja de Escarpe bei Lerida in Spanien legte eine Frau das Geständnis ab, fünf in der letzten Zeit auf rätselhafte Weise gestorbene Verwandte vergiftet zu haben. Als Grund zu ihrer furchtbaren Tat gab die Frau an, daß sie eine Mitgift von 1000 Peseten, die sie an ihre Schwa» gerin abführen sollte, habe für sich behalten wollen. Die Dorfbewohner erregten sich bei Bekanntwerden der Tat derart, daß sie nur mit Mühe davon abge­halten werden konnten, die fünffache Mörderin zu lynchen.

Oefsentlicher Sonntagsdienst.

Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.

Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Tele­fon 02.

Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.

Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr.

Sanitätskolonne: Telefon 2500.

Aerztlicher Sonntagsdienst.

1. Pfingstfeiertag.

Arzt: Frl. Dr. Gürtler; Dr. Malech. Zahnarzt: Dr. Fischer.

Apotheke: Engel-Apotheke.

2. Pfingstfeiertag.

Arzt: Frau Dr. Marx; Dr. Schäffer.

Zahnarzt: Dr. Geyer.

Apotheke: Pelikan-Apotheke.

Lichtspielhaus Gießen

Unser Pfingstfest-Programm: 3412a

Bis 1. Feiertag einschl.

Das große Erlebnis:

Das Mädchen Johanna

mit Angela Sallocker - Gustav Gründgens - Heinrich George.

Wieder ein Ereignis für Gießen!

Ab 2. Feiertag

Ein neuer Millionenfilm in deutscher Sprache:

BENGALI

Die Gefangenen des Mohammed Khan

5 Jahre wurde an diesem sensationellen Filmwerk, das einzigartig in der Welt dasteht, gearbeitet. -

S hielt sich der Forscher Ernst Schoedsack am Kaliber-Paß an der indisch-afghanischen Grenze auf, um die Aufnahmen für den Film Bengali zu machen u. geriet dabei 2mal In Gefangenschaft.

Oper, der Hauptdarsteller, ist ein bekannter Meisterschütze und Reiter und hat sämtliche für die Aufnahmen nötigen Tollkühnheiten allein ausgeführt.

Burke heißt die russische Spionin, die ein­zige weibliche Hauptdarstellerin.

LI , die Höchstleistung aller Möglichkeiten, die der heutige Stand der Tonfilm-Technik bietet.

Vorher: Gutes Beiprogramm und Ufa-Ton-WocheI Täglich 4, 6, 8.30 Uhr. Sonn- und Feiertags 3, 5.30, 8.30 Uhr.

Gesangschule

Am Sonnabend, 15. Juni, nehme ich meinen Unterricht in vollem Umfange wieder auf.

Irmgard Heermann Lonystraße 20.

3466 D-

Stadttheater Gießen

Eröffnung der Sommerspielzeit 1935

Lachen im Theater

Mittwoch, den 12. Juni 1935

Pension Schneller

von Jacoby und Laufs,

in der Berliner Neubearbeitung. 1935 in Berlin über 100 Aufführungen. Sommerpreise: Von 0.30 bis 1.50 KM. Anfang: 20 Uhr - Ende 22,30 Uhr.

Theaterkasse: Dienstag, 11. Juni,von 10-13 Uhr, Mittwoch, 12. Juni, von 10-13 Uhr u. 17-18 Uhr. . _____________________________________3431 D

Oberhessischer Kunstverein

Die

Ausstellung Christian Rohlfs-Hagen

Tagesordnung: Endgültige Beschlußfassi Lesung) über Annahme des Einhi

tzollar, den 8. Juni 1935.

3461D

iung (zweite leitsstatutes.

ist am 1. Pfingstfeiertag geschlossen, am 2. Pfingstfeiertag von 11 -1 Uhr geöffnet. Sie schließt Montag, 17. Juni 3414 D

Der Vorsitzende deS Aufsichtsrates. Taubert.

Sm- und MleWMm°Llu Conor

Die Mitglieder unserer Genossenschaft werden zu der am Samstag, dem 15. Juni 1935,um 21 Uhr bei Gastwirt Otto Nuhn dahier stattsindenden floBeroröentllöien General - Berfammlung ergebenst eingeladen.

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Am 3. Feier* tag, ab 16 Uhr Heinings- schieb

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Militärkonzert

ausgeführt von der gesamten Regiments­kapelle Inf.-Reg. Gießen unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeisters Ernst Krauße. Eintritt RM. 0.30

Am zweiten Pfingstfeiertag

3. Pfingstfeiertag

40 jähr. Stiftungsfest des Gesangvereins Eintracht

im Garten der Gastwirtschaft

Tanz

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1. Feiertag ab 16 Uhr:

Gr. Konzert der SA-Standartenkapelle

Leitung: Musikzugführer B. Herrmann. Volks- tüml. Eintrittspreise (20<$). Familien Ermäßigung

2. Feiertag ab 16 Uhr:

Unterhaltungskonzert u.Tanz.Eintritt frei

3. Feiertag

Großes Konzert der Stahlhel mkapelle Leitung: Musikzugführer Albert Schleuse.

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Der Wirt Der Festausschuß

Oberhessische Viehversicherungs-Anstalt a.6. Samstag, den 15. Juni 1935, nachmittags 3 Uhr, findet in Gießen, Restaurant Faulstich, Bahnhofstraße 59 eine außerordentliche Mitglieder-Versammlung statt.

Tagesordnung: 3428d

1. Genehmigung des Vermögens- und Ver­sicherungsbestandübertragungvertra­ges zwisch.der Deutscher Bauern dienst, Tierversich.-Gesellsch. a. G. in Berlin u. der Oberh.Viehversich'Anst.a.G.,Gießen

2. Beschlußfassungüber die damit verbun­denen u. vorgeschrieben. Formalitäten

Gießen, 3. Juni 1935. Dr. van Bentheim, Direktor

Ala Anzeigen-Aktiengesellschast

Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften

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Jeden Donnerstag Waffeltag

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zum Jahreöfest der evangelischen Erziehungsanstalt zu Arnsburg bei Lich,amPfingstoienstag,dem 11. Juni 1935, nachmittags 2 Uhr Festredner:

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