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Mittwoch, 8. Mai M5

Ilr.106 Zweiter Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Aus dem Reiche der Krau.

Der Frühling als Arzt.

Wenn der Winter zu Ende gegangen ist, machen sich bei den meisten Menschen allerlei Beschwerden bemerkbar, die ihren Grund in der uns in den ver­gangenen Monaten aufgezwungenen Lebensweise haben: zu reichliche Fleischnahrung, Mangel an frischem Gemüse, oft verkürzter Schlaf, vermehrter Alkoholgenuß usw. Die dadurch hervorgerufene Uebersäuerung des Blutes macht uns zu schaffen, und ohne eigentlich krank zu sein, fühlen wir uns in unserem Befinden beeinträchtigt. Wir nennen den Zustand meist Frühjahrsmüdigkeit und machen die neue Jahreszeit für das verantwortlich, was die abgelaufene verschuldet hat. Gerade der Frühling ist es, der uns natürliche Heilkräfte zur Ueberwin- dung unserer Beschwerden in reicher Fülle dar­bietet und als ein milder, heilender Arzt uns zu neuer körperlicher Frische verhilft. Schon unsere Vorfahren wußten um den Wert sog.Früh- l i n g s k u r e n", einer Reinigung des Blutes durch Tee aus verschiedenen Heilkräutern und Genuß von Brunnenwässern mit Wirkung auf Nieren, Magen oder den Verdauungsapparat. Längere Zeit hat man diese Frühlingskuren als überwundenen altmodischen Brauch abgelehnt. Es war dann aber gerade die ärztliche Wissenschaft, die diese Heil­kräfte, wie sie in Schafgarbe, Hagebutten, Pfeffer­minze, Enzian und ähnlichen Wiesen- und Strauch­blättern ruhen, aufs neue entdeckte. Die moderne Ernährungslehre war es, die mit der Lehre von den Vitaminen, die in Gemüse und Obst auf­gespeichert sind, die Bedeutung und Wirkung einer gemüse- und obstreichen Ernährung wissenschaftlich begründete. Im Zuge dieser Untersuchungen sind auch unsere Würzkräuter: Zwiebel, Petersilie u. a. wieder zu Ehren gekommen und ihre regere Ver­wendung in der Küche wird von Aerzten dringend empfohlen.

Eine wirklicheFrühlingskur", die eine völlige Umstimmung des Körpers erzielen soll, beginnt schon am Morgen. Man steht so früh auf, daß zu einigen Atemübungen am offenen Fenster Zeit bleibt. Die vermehrte Sauerstoffmenge, die wir durch das Tiefatmen den Lungen und dem Blut zuführen, befreit uns von den winterlichen Schlacken. Einige gymnastische Uebungen bringen Muskeln und Gelenke in Bewegung und die Haut­atmung die Uebungen geschehen natürlich in leichtester Kleidung unterstützt die Wirkung der Atem- und Bewegungsübung. Wer an Verdau­ungsstörungen leidet, trinke vor Beginn dieser Morgengymnastik ein Glas frisches Wasser in wenigen Tagen schon wird er die günstige Wirkung dieses einfachen Mittels feststellen können. Das Frühstück leitet man am besten mit einem Glas Obstsaft ein, oder gibt ihn in die Haferflockensuppe, die für einige Zeit am besten den gewohnten Kaffee oder Tee ersetzt. Dazu Vollkorn-Butterbrot mit ge­hackten grünen Kräutern, Schnittlauch, Kerbel oder dergleichen. Daß das Mittagessen mehr als bisher mit Gemüsen, leichten Eierspeisen und Obst bestellt ist, versteht sich im Frühjahr von selbst. Wesentlich unterstützt wird eine solche Kur durch täglichen Genuß von Weißkäse, dem ebenfalls gehackte Kräu­ter beigegeben werden, Radieschen ufw. Als Ge­tränke, sofern noch besonderes Bedürfnis danach besteht, empfehlen sich selbst ausgeprobte Mischun­gen deutscher Heilkräuter, Tfelschalentee, Brombeer- und Erdbeerblätter u. dgl. Eine solche Frühlings- kur ein paar Wochen durchgeführt, jagt alle Be­schwerden fort, verhilft zu neuem Wohlgefühl und steigert die geistige und körperliche Leistungs­fähigkeit.

LehttomnitdieschöneSpargelzeit

Von Liselotte Winkler.

Die Spargelzeit ist für Feinschmecker die beste Zeit im Jahre. Wenn dieses köstliche Gemüse nicht allzu teuer ist, ist auch die Hausfrau beglückt, denn sie weiß dann eigentlich immer, was sie kochen soll. Spargel kann man immer essen, versichert ihr jedes einzelne Familienglied.

Zunächst ein paar Winke für den Spargeleinkauf. Man soll darauf achten, daß man möglichst kurze Spargel bekommt. Die Köpfe dürfen noch nicht blau und grün und am unteren Ende sollen die Spargel nicht holzig sein. Außerdem aber soll man möglichst ungewaschenen Spargel kaufen; er sieht zwar'nicht so appetitlich aus wie der blendend weiße, der oft viele Stunden im Wasser gelegen hat, dafür aber ist auch sein Aroma erhalten geblieben.

Beim Schälen soll man sorgfältig zu Werke gehen, denn alle holzigen und strähnigen Bestandteile müs­sen unbedingt vor dem Kochen entfernt werden; man hat sonst nur die halbe Freude beim Essen. In diesem Punkte ist übermäßige Sparsamkeit übel angebracht.

Die meisten essen den Spargel am liebsten auf die einfachste Weise bereitet, nämlich in Salzwasser, dem man immer ein Stückchen Butter zusetzt, ab­gekocht und dann mit zerlassener Butter zu Tisch gegeben. Man ißt rohen oder gekochten Schinken dazu; auch hartgekochte, ausgeschnittene Eier sind eine gute Beigabe.

Gibt es viel Spargel, und bringen wir ihn täglich auf den Tisch, so wollen wir aber natürlich in der Bereitung einmal Abwechslung haben.

Zunächst das Spargelkochwasser. Man sollte es niemals weggießen, sondern es zur Bereitung der wohlschmeckenden Spargelsuppen verwenden. Man schwitzt zwei Löffel Mehl in zwei Löffeln Butter und füllt mit dem Spargelwasser auf. Dann schmeckt man mit Salz ab und kann die Suppe noch mit einem gut verquirlten Ei abziehen. Auf gleiche Weise bereitet man auch eine Soße, in die man Spargel hineingeben kann, wenn man kleinere und weniger ansehnliche Spargel gekauft hat, die man nicht im Ganzen als Stangenspargel verwenden kann, sondern die man als Bruchspargel zubereiten muß. Dieser Bruchspargel ist auch geeignet zur Bereitung von Salaten.

Der abgekochte Spargel wird, wenn man ihn als Salat verwenden will, sobald er erkaltet ist, mit einer guten Mayonnaise überzogen. Auf einfachere Weise bereitet man ihn zu, indem man eine Marinade aus Essig, ein wenig Spargelwasser, Salz, Pfeffer, vielleicht ein klein wenig Zucker und etwas Salatöl herstellt und dieses über die Spargel gibt. Man kann auch feingewieate Kräuter ver­schiedener Art hin^ingeben.

Köstlich ist ein Spargelfrikassee, das man bereitet, indem man in Stücks zerlegtes Kalbfleisch

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ist der stehende Kragen angeschnitten.

H.

Sie sparen sich viel Zeit und geistigs Kraft.

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Besonders im Kinderzimmer sind sie überflüssig. Zuviel Staub sammelt sich unter dem Schrank, in dessen Flocken die Kleinen freilich begeistert, aber wenig hygienisch nach Bällen und Kreiseln suchen. Geben wir sie den Kindern als Bauklötzer. Ja, aber beim Aufwischen, der Schmutzrand am weißen Möbel! Da streichen wir eben die unterste Leiste mit einer kräftigen, bunten, dauerhaften Farbe das machen die Jungen gerne selbst und wachsen sie tüchtig mit Bohnerwachs ein, bann trotzen sie

Hose ist der Bluse mit den breiten Aufschlägen an­gearbeitet, die Aufschläge können verschieden weit auseinandergeklappt werden. Zum Wassersport kann der Badeanzug bereits unter Bluse und Hose getragen werden, während für den Gang durch die Stadt oder die Gaststätte der Rock mit dem breiten Gürtel dazu kommt. Der Rock ist seitlich ganz offen, er hat daher einen sehr breiten Ueberschlag.

Das Wanderkleidchen (Figur Mitte) ist aus

knitterfreiem, grün-weiß gemustertem Leinen mit kleinem, weißen Bubikragen. Dem Kleid kann, was für heiße Tage sehr praktisch ist, eine kurze Hose aus dem Material des Anzuges eingearbeitet sein.

Der Hosenrockanzug (rechts) in weißem oder pastellfarbenem Leinen wird durch die kurze, weite Jacke ergänzt, die ebenso wie der breite Leinengürtel mit Schnürverschluß und das Halstuch zum Farbton des Kleides abgestimmt wird. Gut sieht etwa ein weißes Kleid mit blauer Jacke aus, aber ebenso hübsch ist auch umgekehrt ein blaues Kleid mit weißer Jacke. Dem Raglanärmel der Jacke

Muiierglück.

Gedanken einer jungen Fran.

Es ist ein wahres Glück, Mutter zu sein. Manche Frauen haben Angst, Mutter au werden, einmal vor dem Tag der Geburt selbst, ein andermal wegen des Geldes. Es sind beides zwei wichtige Punkte. Aber mit Glaube und Hoffnung läßt sich alles überwinden.

Ich selbst bin eine junge schmale Frau, und der Lohn meines Gatten ist sehr gering. Aber trotz­dem war mein sehnlichster Wunsch, ein Kind zu besitzen. Dieser Wunsch ging in Erfüllung, und mein kleines Mädchen ist nun ein Vierteljahr alt. Es hat uns wahres Glück und große Freude ins Haus gebracht.

Wie schnell verflossen die Monate, der Tag der Geburt nahte. Es war ein schwerer Tag für mich, ich hatte viel mitzumachen. Doch wenn der Wille stark ist, ist auch das Herz stark. Man kann alles überwinden. Und ist erst einmal der kleine Erden­bürger da, ja dann, meine Lieben, vergißt sich alles wieder. Ich kann es niemandem genug schildern wie Überaus schön die Gefühle der Mutter sind Kein Mensch ahnt vorher, wie glücklich das Mutter­herz schlägt, wenn es über ein so junges, zartes Wesen wacht. Wenn sich die Augen öffnen, wenn sie sich schließen, wenn das Kind lacht, wenn es strampelt, gebadet wird und was noch alles, das sind Momente, die, gerade bei einem ersten Kinde, das Mutterherz immer wieder von neuem beglücken Wenn die ersten Laute zu hören sind, die ersten Griffe nach der Flasche zu sehen sind, wenn der Liebling alles an sich reißt, was greif­bar ist, o welch' eine Freude ist das für die Mutter. Wenngleich sich alle freuen, Papa und Großeltern, die Mutterfreude ist besonders groß.

Dabei vergißt sich bestimmt alles, die Tage vor und nach der Geburt. Wir leben dann nur in der Gegenwart mit unserem Liebling und denken, was wird das nächste sein, was unser kleiner Erden­bürger tut. Ich selbst warte nun auch mit Seby- sucht auf das Sitzen, Laufen und Sprechen Wie oft wird man da noch zu lachen haben Immer neue Freude warten auf die Mutter.

Bei manchen Frauen ist aber die Hauptsache die Kleidung, das Vergnügen. Manche davon wäre eher in der Lage, ein Kind zu ernähren als ich, dann aber leidet ja das andere not! Im Herzen würden sie sicher gliücklicher sein, ein Kindchen zu besitzen, als immer für andere Sachen Geld zu haben. Einmal kommt auch ein anderer Tag. Ehe­gatte und Eltern nehmen Abschied vom Leben für immer. Sei es früh, fei es spät, zu jeder ZeU sind wir glücklich darüber, wenigstens in unserem Kinde Trost und Hoffnung zu finden. Im Falle der Rot und Krankheit haben wir eine Stütze. Ein Kind ist ja dem Mutterherzen am engsten verbunden. Ein Kind zu haben, das ist ein Stolz, ein Glück für ein Mutterherz, auch eine überaus große Freude für den Vater und die Großeltern, ja auch für bie Urahnen, wie sie gerade in meinem Falle noch vorhanden sind. E. K

Alles aus Seinen ist die Parole für sommerliche Kleidung, besonders für jegliche Art von Sportkleidung. Besonders praktisch ist eine Verbindung von Bluse mit kurzer Hose und abnehmbarem Rock (Figur links). Die

Wie bewahren Sie Rezepte auf?

Vielleicht doch noch als lose Zettel in irgendwel­chen Schubladen, als sprengende Einlagen im Koch­buch oder am Spieß, der sie ruiniert. Ein Ehemann schlug neulich vor, sie endlich auf eine Kartei zu übertragen. Welche Hausfrau aber kann sich hin­setzen und all die nützlichen Winke, die sie sammelt, auf Karteikarten abschreiben? So sehr sonst Karteien zu befürworten sind, hier versagen sie.

Gute Dienste tun dagegen Aktendeckel, die keine metallene Lochvorrichtung haben, sondern nur einen selbsttätig klemmenden Rücken, den man auseinan- derbiegt, und der nach dem Einlegen der Papiere sich wieder schließt und die von selbst zusammenfaßt. Da legt man große und kleine Zeitungsausschnitte, auch einmal einen bebilderten Artikel, einen beschrie­benen Zettel, eine kurze Notiz nacheinander hinein. In einer ruhigen Stunde wird alles sauber heraus­genommen und alphabetisch oder nach Rubriken ge­ordnet, wobei die Kinder besonders gern zu helfen pflegen.

Warum so schreibfaul?

Da plagen Sie sich jedesmal beim Einziehen eines neuen Gummibandes, beim Einkauf der Kinder- fachen, bei der Erweiterung des Hemdenschnittes und bei tausend ähnlichen Gelegenheiten mit stets neuem Nachdenken, Probieren, Ausmessen. Legen Sie in Ihr Nähkästchen ein paar Zettel:Max Schuhnummer 38, Frieda 57 Zentimeter Weite der Hosenschnur. Zum Hemd so und soviel Zentimeter zugeben". Und sehen Sie einfach dort nach.

Bekommen Sie eine neue Haushaltshilfe, so reden Sie nicht tagelang auf sie ein, bis sie die Zeitein­teilung, die Ordnung in den Schränken, den Wo­chenplan begriffen hat. Dafür bekommt sie drei Zettel in die Hand gedrückt und an den ersten Ta­gen besondere freie Zeit, um sie durchzustudieren. Vorerst lasse man sie darin sich selbst zurechtfinden auf die Gefahr, daß nicht alles am ersten Tage wie am Schnürchen läuft.

Der Garten gibt dem Tätigkeitsdrang des Kin­des großen Spielraum. Kinder brauchen eine Be­tätigung, die alle Fähigkeiten beansprucht. Im Garten kann sich das Kino richtig ausarbeiten, mit Harke und Spaten kann man sich so richtig müde arbeiten. Aber auch der Gemeinschaftssinn wird geweckt, das Verantwortungsgefühl, denn die Natur läßt sich nicht durch kleine Mätzchen be­trügen. Hier muß sorgfältig gearbeitet werden, sonst hat alles keinen Sinn.

Ordnung ist die erste Bürgerpflicht tm Garten. Keine Schere, keine Harke darf herumliegen, die Enden vom Bast, den man zum Anbinden der Rosenstöcke brauchte, müssen gleich fortgeräumt werden! Ganz von selber wird das Kind dies tun, wenn es erst die Liebe zum eigenen Grund und Boden hat. Dagmar Köhler.

Der Gatten als Kinder-Erzieher.

Betätigung imFreien schafft frohe Menschen

Unser Garten ist der beste Helfer für die Eltern. Auch wenn er noch so klein ist, auch wenn man denkt, daß er eigentlich zu gar nichts nütze ist, weil das Gemüse, das dort wächst, mal gerade knapp für eine Mahlzeit ausreicht und an dem einen Apfelbaum nie mehr als ein knappes Dutzend Aepfel hängen der Garten ist doch der beste Freund und Helfer -der Eltern! Unsere Kinder brauchen nämlich den Garten so nötig wie das liebe Brot!

Jugend braucht Spielraum, wenn der Frühling kommt, wenn alles ins Freie drängt. Die Wohnung kann den Spielraum nicht geben aber der Garten, der wartet auch auf die wildesten Rangen. Und die Kinder, die in ihrem Betätigungs­drang oft nicht wissen, wohin mit allem Krast- überschuß, die der Mutter und dem Vater gar oft den Kops heiß machen die werden ganz zahm und gefügig, wenn sie nur ihren Platz im Garten haben.

Doch auf die richtige Anleitung kommt es an. Nicht jedes Kind hat von vornherein die richtige Einstellung zur Natur, noch heute läuft ja mancher Erwachsene mit blinden Augen durch Gottes herr­lichen Garten wie soll man da vom Kind alles erwarten? Wer' gleich damit anfängt, die Kinder mit Gartenarbeiten zu überhäufen, begeht einen schweren Fehler, denn die Entdeckerfreude an allen Schönheiten wird überwuchert von Din­gen, die dem Kind lästig sind!

Das soll ein Garten sein? Das ist ja nur ein Stück Wiese!" erklärte der zehnjährige Peter em­pört, als ich ihn das erstemal in Den eben er­worbenen Garten führte. Ich widersprach nicht und ließ ihn ganz ungestört Freundschaft mit dem Stück Wiese" schließen. Nach einer halben Stunde hatten die Kinder schon allerlei Entdeckungen ge­macht, und es war pädagogisch interessant zu be­obachten, wie verschieden die Temperamente meiner drei Kinder sich äußerten.

Der Zehnjährige hatte bald herausgefunden, daß eine Wassertonne mit dem dazugehörigen Zufluß doch ihre Reize hat. Selbstverständlich, daß er sich zunächst einmal richtig naß planschte, Dann aber mit der fast jedem Jungen angeborenen technischen Begabung herausfand, wofür die Wassertonne eigentlich da war.Mutti, muß der Garten nicht gegossen werden? Sieh einmal, hier an Der Wasser­tonne ist Das Gras viel grüner als anDersroo. Viel­leicht roirD es übermorgen so grün, wenn man richtig gießt!" Das achtjährige Mädelchen hat ein Vogelnest entDeckt. Zwar gehört es zum Nachbar- grunDstück aber immerhin ist es riesig inter­essant.Mutti, wollen wir nicht ein Starenkästchen aufhängen, Damit Die Vögel auch in unseren Gar­ten kommen?" UnD Das kleine Vierjährige, unser Nesthäkchen, bringt Das erste Gänseblümchen. Mit leuchtenDen Augen! Freilich ist die Blume nicht sach­gemäß abgepflückt worden, die ungeduldigen Kin- derfinaer haben den Kopf vom Stengel gerissen aber Die Freude leuchtet so, daß ich nichts sagen

Warum überlegen Sie jedesmal neu beim Koffer­packen? Heben Sie die alten, sorgfältig geschriebenen Jnhaltezettel auf, die Raum für Nachträge haben müssen, und fügen Sie nur jedes Jahr hinzu oder streichen Sie ab, was Der Gelsgenbeit, der oorge-

Was die Hausfrau interessiert

Wohin schütteln Sie Ihr Staubtuch aus?

Gar nicht. Die Qual Des dadurch verursachten schlechten Gewissens will ich nicht mein Leben lang auf mich nehmen, täglich so unD sooiele Male. Ich wische nie trocken Staub, nie unD nichts. JeDes noch so empfinDliche Möbel verträgt ein mehr oder weni­ger feuchtes LeDertuch. Das ist hygienisch unD be­quem. Damit kann ich auch ruhig einmal meinen KinDern zumuten, mir Die Arbeit Des Staubwischens abzunehmen, unD ich bekomme keinen Streit mit Den Unterwohnern oder gar mit Der Polizei, Die be­kanntlich berechtigt ist, gegen Das Ausschütteln von Staubtüchern unD ähnlichen GegenstänDen aus Den Fenstern einzuschreiten. 5)abe ich nicht, wie etwa im KinDerzimmer oder Schlafzimmer, Wasseranschluß, so stelle ich mir eine flache Emailleschüssel ins Zimmer unD reinige Darin das Staubtuch öfters. Und wische mit beruhigtem Gewissen und viel grünD- licher Staub, als ich es mit Der leiDigen trockenen MethoDe je vermöchte. Ein Paar GummihanDschuhe Dabei zur Schonung Der HänDe finD ein phantasti­scher Luxus, aber wer ihn sich gönnen kann, gut. Sonst tute nachher Wasser, Seife, Bürste und Creme, und die Hände leiden weniger als vom feinen trockenen Staub, der die Poren verstopft. (Hinterher könnte Die gestrenge Schwiegermutter, wie es in Den Memoiren einer klugen Frau beschrie­ben roirD, ruhig mit weißen GlacöhanDschuhen alle Kanten entlang fahren sie roirD mir keinen Schmutzstreifen vorweisen können!)

Warum Füße unter Den Schränken?

zwas sollen wir tragen s

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

mir wollen?"Natürlich, alles, was hier ge­deiht!" Der Kreis ist ja ein bißchen eng gezogen, und die himmelstürmenden Wünsche von Apfel­sinenbäumen und Bananenstauden müssen Schnitt­lauch- und Radieschenträumen weichen. Das Mä­Delchen hat sich für ein Blumenbeet entfchieDen, und mit Feuereifer roerDen Die Sämereien eingekauft. Zum erstenmal geht Dem KinD Das WunDer Der Natur auf. Noch kann es nicht begreifen, Daß aus Dem winzig kleinen Samenkorn einmal eine Blume wachsen soll, aber mit Dem gläubigen Vertrauen Der KinDerseele roirD Das Samenkorn Der ErDe an= vertraut!

Nun muß G e D u l D geübt roerDen, unD Das ist für KinDer schwer. Wie oft kommt es vor, Daß Mutter Den kleinen Gärtner ertappt, wie er mit Dem Finger im Erdreich bohrt, um zu sehen, ob Die Pflanze nicht enDlich kommen will! Aber Dieses Warten ist pädagogisch äußerst mirhtin

ALLES AUS -

leinen!

kann.

Am zweiten Tag schon ist Der kleine verwilderte

©arten unentbehrlich. Die Kinder verlangen selber, daß man ihnen Arbeit zuteilt. Jedes bekommt ein sie lucyng mn «oynerwo.cys ein, uur-i trogen jie. uu,

Stückchen Land. w° essein" Beet anlegen den Wasierspritzern. und das sieht noch dazu lusi,Druckten Mer der Kinder oder der Mode entspricht, darf.Und dürfen wir auch daraus pflanzen- was 1 und froh aus, <®ie fParen und geistige Kraft.