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Oberheffen

die der

Zum Großkonzert

der fünf Musikkorps des Reichsheeres ist die Volkshatte geheizt.

"tteichslustschuhbun d, Ortsgruppe Gießen.

Gemeinschaftsfahrl nach Frankfurt zum Besuch der großen Luftschuhausstellung.

Da sich wider Erwarten für den geplanten Son­de r.zug nicht genügend Interessenten gemeldet haben, soll eine Gesellschaftsfahrt für Sonntag, 17. März, vorgesehen werden. Abfahrt ab Gießen 12.34 Uhr (D=3ug), Rückfahrt ab Frankfurt a. M 19.54 Uhr (Eilzuq). Fahrpreis bei genügender Beteiligung einschließlich Zuschlag und Eintrittsgeld für die Ausstellung 3,30 Mark. Von den bereits für den Sonderzuq gemeldeten Teilnehmern wird durch unsere Blockwarte der Mehrbetrag von 0,90 Mark in den nächsten Tagen erhoben.

Weitere Anmeldungen können noch bis Mittwoch, 13. März, mittags 12 Uhr, auf unserer Geschäfts­stelle Lindenplgtz 1, 1. Stock, erfolgen. Alle Teil­nehmer werden auf die letzte Bekanntmachung in der Samstag-Nummer vom 16 März hinaewiesen.

Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Gießen.

1 Gau-Sängerfest des Sängergaues Nassau.

19. bis 21. Juli in Wiesbaden.

Das in der Zeit vom 19. bis 21. Juli d. I. in Wiesbaden stattfindende 1. Gau-Sängerfest des Sängergaues Nassau verspricht ein Fest größten Ausmaßes zu werden. Die durch die einzelnen Ausschüsse begonnenen Vorbereitungs­arbeiten find bereits so weit vorgeschritten, daß sich ein ungefährer Uaberblick über den Verlauf des Festes heute schon ermöglichen läßt.

Am Freitag, 19. Juli, findet um 20 Uhr im Kur­haus das Begrüßungskonzert des Sänger­kreises Groß-Wiesbaden statt. An dem Konzert be­teiligen sich etwa 2000 Sänger, die in drei Grup­pen Romantik, Volkslied und Neuzeit zu Gehör bringen werden. Voraussichtlich wird das Be­grüßungskonzert durch ein Präludium des bekann­ten Wiesbadener Kirchenmusikdirektors U tz einge­leitet werden.

Für Samstag, 20. Juli, find die großen Chor-

Um nun möglichst alle typischen Ausdrücke und Wendungen unserer Gießener Mundart zu er­fassen, werden alle Gießener Volksgenossen, be­sonders die eingesessene Bevölkerung, zur Mit- arbeit aufgerufen.

Auch die Schulen aller Art haben Gelegenheit, durch Feststellung und Sammlung aller bei den Schulern auftretenden mundartlichen Eigentüm­lichkeiten unsere Arbeit wirksam zu unter­stützen. Dabei wäre es wertvoll, wenn bei einem festgestellten Ausdruck dieser sofort in den Lehrkör­pern zur Sprache gebracht würde. Es lassen sich dann oft leicht hessische Abarten und das Verbrei­tungsgebiet feststellen.

Herr Oberstudiendirektor Dr. R o l o f f an der Studienanstalt hat sich zur Sammlung und Bear­beitung des Sprachschatzes unserer heimischen Mund­art bereit erklärt, an ihn bittet der Ortsringleiter Dr. Michel alle Beobachtungen einzusenden. Das Ergebnis der Sprachschatzsammlung wird zu gege­bener Zeit unter Nennung der Mitarbeiter der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Hof 21, eintreffen. Die Beförderungskosten bis Ham­burg sind vom Absender zu trugen. Mit der Frei­gebühr muß bei der obne-hmen'den Postanstalt für Verpackung und Verladung im Seehafen eine Reichs­mark durch Aufkleben von Freimarken auf die Paketkarte entrichtet werden. Weiterbeförderung der Pakete von Hamburg auf dem Seewege erfolgt kostenlos.

Ein Dolksschädling vor Gericht.

LPD. Herborn, 7. März. Ein Einwohner aus Odersburg (Dillkreis) hatte sich vor dem Amtsge­richt Herborn zu verantworten. Der Angeklagte, der sich in einem auswärtigen Gefängnis in Unter­suchungshaft befindet, war auf seinen Antrag hin wegen der weiten Entfernung vom Erscheinen im Haupttermin befreit worden. In der Zeit vom No­vember 1933 bis März 1934 werden dem Ange­klagten neun Betrugsfälle und fünf Falle des versuchten Betruges, begangen in Münchhausen, Nenderoth, Odersberg, Gießen, Elsoff, Driedorf, Burg, Herborn, Mademühlen und Holzhausen zur Last gelegt. Es handelt sich meist um kleinere Beträge, die der Angeklagte erschwindelte. Ferner war er bei einem alten hilflosen Menschen in Odersberg eingebrochen und hatte das letzte Geld des armen Mannes gestohlen, um sich dafür Schnaps zu kaufen. Später hatte er diesen sogar noch bedroht mit den Worten, er werde ihm den Hals abschneiden. Der Anklagevertreter forderte für einen solchen Volksschädling, rote es der Angeklagte sei, eine nachdrückliche Bestrafung. Das Gericht ver­urteilte den Angeklagten zu einer Gesamtgefängnis­strafe von zehn Monaten und zwei Wochen.

Der grüne

StreifenExtra fein"

und der Name Snorr auf den gelb- braunenSuppemvürfeln bürgen für den reinen, unverdeckten Geschmack. Die Smorr Suppen enthalten alle erforderlichen Zutaten richtig auf­einander abgestimmt! Sie können über 1 Monat lang jeden Tag eine andere &norr Suppe kochen ; denn es gibt 34 Sorten, also für jeden Ge­schmack das Richtige! 1 Würfel -» 2 reichliche Teller = 10 Pfennig. Schon feit 50 Jahren, T&WVi Suppen - gute Suppen!

**DieZahlungrückst8ndlgerStroM» und Gasgelder vom Monat Januar wird von der Direktion der städtischen Werke in einer Be­kanntmachung in unserem heutigen Anzeigenteil angemahnt. Interessenten seien besonders daraus hingewiesen.

** Paketnachsendung für Kreuzer ,,E m d e n". Privatpakete für die Besatzung des KreuzersEmden" können bis zu einem Höchst­gewicht von zehn Kilo mit dem DampferSmyrna ab Hamburg, 16. März, Ankunft in Alexandrien am 3. April, nachgesandt werden. Die Pakete müssen bis 14. März 1935 bei Matthias Rohde & Co. Fracht­kontor G. m. b. H , Hamburg 1, Gertruden - Kirch-

Trauerkundgebung für Giaatsmmister Gchemm Der Nationalsozialistische Lehrer- bund im Kreise Gießen gedenkt am morgi­gen Samstag in einer Feierstunde des verstorbenen Staatsministers Hans Schemm, des Reichsamls- leiters des NS. - Lehrerbundes. Die Trauerkund­gebung findet vormittckgs um V2II Uhr im Saale des (Safe Leib statt. Neben der Kreisleitung der NSDAP, sind die Behörden und die Dozenten der Universität eingeladen. Die Kundgebung erfährt durch ernste musikalische Darbietungen des Orchesters des NSLB. eine Vertiefung des feierlichen Charak­ters. Die Erzieher erscheinen im dunklen Anzug, oder in Uniform. Es wird als Ehrenpflicht ange­sehen, daß alle Erzieher im Kreise Gießen an dieser Kundgebung teilnehmen.

Musikalische Darbietungen am Heldengedenktag verboten

LPD. Auf Grund des Reichsgesetzes über Feiertage vom 27. Februar 1934 und des § 6 Verordnung des Herrn Reichsministers für Volks­aufklärung und Propaganda vom 16. März 1934 find am Heldengedenktag verboten: 1. In Räumen mit Schankbetrieb musikalische Darbietungen jeder Art. 2. Alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen, sofern bei ihnen nicht der diesem Tag entsprechende ernste Charakter ge­wahrt ist. Im Zweifelsfällen wird hinsichtlich der und Ziffer 2 genannten Veranstaltungen den Unter­nehmern anheimgestellt, rechtzeitig schriftliche Anfra­gen über die Zulässigkeit ihrer Darbietungen an Die Polizeibehörde zu richten. Die Anfragen müssen eine vollständige Angabe des Programms enthalten. Hierbei ist zu bemerken, daß auch Veranstaltungen ernsten Charakters, die mit musikalischen Darbie­tungen in Räumen mit Schankbetrieb verbunden sind, nicht genehmigt werden können.

Sammlung des Sprachschatzes der Gießener Mundart

Ne^es Oiensthaus des Bannes 116 der HZ.

Die Diensträume der HI. wurden vom Asierweg (Jugendherberge) in das neue Diensthaus des Ban­nes und Jungbannes 116 der HI., Wartweg 19, . verlegt. Alle dienstlichen Angelegenheiten sind daher in der Folge im Hause Wartweg 19 zu erledigen.

Deutsche Arbeitsfront.

NS.-GemeinschaftKraft durch Freude".

Am kommenden Samstag, 9. März, nachts 12.30, also Sonntag früch 0.30 Uhr, treffen sich die M a - deirafahrer der Kreise Gießen, Wetzlar, Unter­lahn, Dillkreis, Biedenkopf, Schotten auf dem Gießener Bahnhof.

Der Zug, der die Teilnehmer nach Hamburg bringt, läuft um 1.07 Uhr in Gießen ein und fährt 1.08 Uhr weiter.

Die Gießeper SA.-Kapelle unter Leitung des Musikzugführer Herrmann, hat es sich nicht nehmen lasten, von 0.45 Uhr bis zur Weiterfahrt des Zuges ein Platzkonzert in der Vorhalle ober am Bahnsteig zu machen.

Die Abfahrt des Madeirazuges ist für uns Gieße­ner die offizielle Eröffnung der diesjährigen Ferien­reisen. Alle Volksgenossen find herzlichst dazu ein­geladen, die ältesten und verdientesten Arbeiter aus den Betrieben Hessen-Nassaus, die an der Madeira- Fahrt teilnehmen, bei der Abfahrt auf dem Gieße­ner Bahnhof zu begrüßen.

Aus dem kreis Gießen nehmen drei Volks­genossen an der Fahrt teil, und zwar aus dem Betrieb Vänninger, Heinrich Weiß aus Gro- ßen-Linden, aus dem Betrieb Poppe & (So. Heinrich Wilh. Buffer, Gießen, aus dem Betrieb Rinn & Eloos Hermann Wobker, Heuchelheim.

Durch den Vertrauensrat der jeweiligen Be­triebe wurden die Glücklichen als die Verdienst­vollsten ausgewählt. Im Fall Popve unterschied unter mehreren das Los. Die Betriebsführer der drei Betriebe haben sich in hochherziger Weife bereilerklart. außer 3 Wochen bezahlten Urlaub noch die Fahrtkosten von 82. Wart und dazu ein Taschengeld zu übernehmen.

noch ein I u g e n d s i n g e n, veranstaltet von der Hitlerjugend, und ferner ein Gemeinschafts-

i n g e n.

Für Sonntag, 21. Juli, ist das große Gau - konzert auf dem FestplatzUnter den Eichen" vorgesehen, an dem voraussichtlich 10 000 Sänger teilnehmen werden. Der Nachmittag bringt einen großen Festzug, zu dem bereits eine große An­zahl Festwagen in Aussicht gestellt ist. Diese Wagen werden jeweils das Gepräge der Landschaft des­jenigen Kreises zum Ausdruck bringen, der den Festwagen stellt.

Am Montag, 22. Juli, werden eine Reihe von Sängerfahrten durchgeführt werden.

Das Großkonzert in der Volkshalle.

Das Winterhilfswerk, das großartige soziale Werk unserer Volksgemeinschaft, erfaßt alle Volksgenos- en zu tätiger Mitarbeit. Das Militär hat sich bis­her schon immer nach besten Kräften zur Verfügung gestellt. Am morgigen Samstagabend soll nun eine weitere Schlacht für das WHW. geschlagen werden. Es findet in der Volkshalle ein Großkonzert statt, ür das eine ausgezeichnete Vortragsfolge zusam­mengestellt wurde. Bei diesem Konzert spielen fünf Musikkorps des Reichsheeres, die unter der Leitung unseres hiesigen Obermusikmeisters K r a u ß e zu einem gewaltigen Klangkörper zusammengefaßt wor­den sind. Der Freund guter Musik wird dieses Kon­zert nicht versäumen, um so mehr, als die Veran- taltung dem besten Zwecke dient.

Ausstellung im Fröbel-Senünar.

Das hiesige Fröbelseminar, das sich seit Jahr­zehnten um die Ausbildung junger Mädchen für den Beruf der Kindergärtnerin und der Kinder­hortnerin in den letzten Jahren auch um die Aus­bildung von Hausgehilfinnen verdient gemacht hat, beschließt in diesen Tagen einen zweijährigen Lehr­gang für Kinderhortnerinnen und Kindergärtnerin­nen. Aus diesem Anlaß wurde eine Ausstellung

konzerte in verschiedenen Sälen der Stadt vor­gesehen. Bis heute haben sich bereits 5 Kreise ge­schlossen und etwa 15 Vereine einzeln für Konzerte gemeldet. Auf Grund der eingereichten Vortrags­folgen ist zu sagen, daß die Konzerte für jeden Freund der Männerchorkunst einen großen Genuß bedeuten werden. Der Samstag bringt außerdem

Gemeinderat in Grünberg.

4- Grünberg, 7. März. Vor Eintritt in die Tagesordnung der gestrigen Sitzung des Gemeinde­rats widmete Bürgermeister Wagner dem ver­storbenen Beigeordneten Karl Möller einen ehrenden Nachruf. Der Gemeinderat ehrte das An­denken des Verstorbenen durch Erheben von den Sitzen und eine Minute Schweigen.

fieber die in der vorigen Sitzung schon behandelte Errichtung von Freianschlag st ellen konnte der Bürgermeister mitteilen, daß nach einer Mit­teilung des Kreisamtes die Beschaffung derartiger Stellen nicht in Frage komme, da hier ein Plakat­institut öffentliche Anschlagstellen untethalte.

Das Vermessungsamt Gießen, dem jetzt nach Aushebung des hiesigen Vermessungsamtes Grünberg zugeteilt ist, ersuchte um Anschaffung von Meßgeräten durch die Gemeinde. Das Ansinnen wurde abgelehnt. Hierbei teilte Bürgermeister Wagner mit, daß vorerst mit einer Rückver­legung des Vermessungsamtes nach Grünberg nicht zu rechnen sei.

Einem Gesuch des Studentenwerkes Gie­ßen um Bewilligung eines Jahresbeitrages für 1935 in Höhe von 10 Mark wurde entsprochen.

Nach der jetzt in Kraft tretenden neuen Verkehrs­ordnung für den Kraftfahrzeugverkehr entfallen sämtliche Bestimmungen, die für die Straßen innerhalb der Gemeinden verminderte Ge­schwindigkeiten oorschreiben. Derartige Sonderbe­stimmungen für einzelne Straßen haben nur dann Aussicht auf behördliche Genehmigung, wenn be­sonders gelagerte Verhältnisse vorliegen. Der Ge­meinderat sieht daher vorerst von einer derartigen Beschlußfassung ab. Das seither schon bestehende Verbot des Lastkraftwagenoerkehrs für einige Nebenstraßen bleibt weiter bestehen.

Für die in der letzten Zeit neu in den Dienst der Stadt einaetretenen Beamten und Angestellten wird eine vorläufige Urlaubsregel u n g im An­schluß an diejenige der schon länger tätigen Beam­ten in folgender Weise gutgeheißen Bürgermeister drei Wochen, Schuldiener und Hauptnachtwächter je zehn Tage, Hilfsnachtwächter sieben Tage.

Landkreis Gießen.

< Ruttershausen, 7. März. Heute feierte die hiesige Witwe Elisabethe Klinkel, geborene Hofmann, bei voller geistiger Frische ihren 8 0. Ge­burtstag.

ch Dorf-Gill, 7.März. DieserTage fand im Rathaus eine gut besuchte Bauernversammlung statt, in der der Geschäftsfürer der Viehverwertung, Morr- Butzbach über Nutzviehverwertung sprach. Er betonte in der Hauptsache, daß die Genossen­schaft für gerechte Preise und für erstklassiges, preis­wertes Zuchtvieh garantiere und forderte auf, ge- schloffen für die Verwertung einzutreten. Der stell­vertretende Ortsbauernführer Rudolf Matern, der die Versammlung eröffnet hatte, dankte dem Redner für seine trefflichen Ausführungen. An Edelroeißabzeichen wurden vom BdM. 100 Stück verkauft.

oo Langsdorf, 7. März. Die zur Zeit offen- liegende Gemeinderechnung für das Rechnungsjahr 1933 weist eine erfreuliche Entwicklung unserer finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse auf. Die Einnahmen des ersten Teiles belaufen sich auf 72 784,65 Mark, die Ausgaben auf 59 150,60 Mark. Dem Laien fällt die geringe Rentabilität unseres großen Waldes auf. Er bedurfte eines Zuschusses von 843,52 Mark, wobei allerdings der Wert des unentgeltlich an die Ortsbürger abgegebenen Los­holzes, d. h. etwa 11000 Mark, in Anrechnung zu bringen ist. Beachtenswert ist, daß drei Werke wirtschaftlich-kultureller Art in der Rechnung ihren Niederschlag gefunden haben: durch Notstands­arbeiten wurde einerseits der Arbeitslosigkeit ge­wehrt, anderseits wurden längst notwendige Stra­

ßenbauten verwirklicht. Sodann trat durch die An­schaffung einer Motorspritze verbunden mit der Gründung einer freiwilligen Wehr unser Feuer­löschwesen in ein neuzeitliches Stadium. Endlich wurde durch Rodungen Neuland geschaffen. Im zweiten Teil der Rechnung, der vom Vermögen handelt, betrug die Einnahme 15 004,64 Mark, die Ausgabe 9477,77 Mark. Die vor zehn Jahren kontrahierte Schuld zur Errichtung der Wasser- leitung und Kanalisierung ist zu drei Vierteln ge­tilgt, so daß man von einer guten Vermögenslage sprechen kann. Die Rechnung bietet insgesamt das Bild einer sparsamen und doch weitblickenden Ge­meindeverwaltung.

Kreis Friedberg.

* Gambach, 7. März. Unter großer Anteil­nahme der Bevölkerung wurde der langjährige Gemeinderechner i. R. Heinrich Schmidt ge­stern zu Grabe getragen. Der Verstorbene gehörte jahrzehntelang dem Gemeinde-, Schul- und Kirchen- vorstand unseres Ortes an und ist erst im vorigen Jahre in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Pfarrer Christian gab in seiner Grabrede eilten Einblick in das reich gesegnete Leben des Entschla­fenen, wobei dessen Verdienste in gebührender Weise gewürdigt wurden. Bürgermeister Buß ehrte den Heimgegangenen im Namen der Gemeinde. Der Kriegerverein und der Gesangverein gaben ihrem verstorbenen Mitglied die letzte Ehre.

Kreis Alsfeld.

st Kirtorf, 7. März. In einer Mitgliederver­sammlung der hiesigen Ortsgruppe des Reichs­luftschutzbundes gab der Ortsgruppenleiter Wilhelm Lat her einen Rückblick auf das ver­flossene Jahr. Er konnte dabei mitteilen, daß die Mitgliederzahl der Ortsgruppe bis jetzt auf 110 gestiegen ist. Propagandawart Karl Ramge be­richtete sodann über Feuerschutzmaßnahmen auf Grund der Ausbildung in einem Kursus in Frank­furt. Die NS.-Gaufilmstelle Hessen-Nassau ver­anstaltete hier einen Tonfilmabend, bei dem als Hauptstück der TonfilmHeideschulmeister Urne Karsten", ein Lebensbild aus der Lüneburger Heide, gezeigt wurde. Der Abend wurde in üblicher Weise mit einem Treugelobnis zum Führer geschlossen.

* Ober-Ohmen, 8. März. Der hiesige Män­nergesangverein veranstaltete dieser Tage im Saale des Gastwirts Krebs unter der Leitung des weit und breit bekannten Chormeisters Dau» pert - Ulrichstein ein großes Konzert. Für die Ver­anstaltung war eine ausgezeichnete künstlerische Vor- tragsfolge zusammengestellt. Das Konzert wurde

Das Verhalten beim Auftreten von Gasgeruch.

In jedem Fall, in dem Gasgeruch wahrgenom- men oder auch nur vermutet wird, ist größte Vor­sicht geboten. Wenn der Geruch nicht durch die nachstehenden Maßnahmen alsbald und endgültig beseitigt werden kann man verlasse sich dabei nicht nur auf den eigenen Geruchssinn, sondern ziehe auch andere Personen hinzu, dann be­nachrichtige man sofort den Störungsdienst der technischen Werke. Bei Gasgeruch auf der Straße sowohl wie im Gebäude ist unter allen Umständen Licht und Feuer fernzuhalten-, elektrische Schalter, die sich in einem Raum befinden, dürfen wegen der Funkenbildung nicht betätigt werden. Bis zum Eintreffen sachverständiger Hilfe sorge man durch Oeffnen der Türen und Fenster (namentlich auch der oberen Flügel) für ausgiebige Durchlüftung oller Raume, in denen sich Gasgeruch bemerkbar macht. Besteht die Vermutung, daß das Gas von der Straße her in das Haus einbringt, so ist be­sondere Vorsicht nötig; in diesem Falle sind auch in den anliegenden Häusern alsbald die Keller­fenster zu offnen und in den Keller- und Erd- geschoßräumen die Feuerungen zu löschen. Wenn eine Leitung im Innern des Hauses undicht ist, so muß sofort der vor dem Gasmesser befindliche Absperrhahn bzw. der im Keller- oder Erdgeschoß für das ganze Haus eingebaute Haupthahn ge­schloffen und nachgesehen werden, ob auch alle übrigen Gashahnen an den Gasgeräten geschlossen sind. Das Aufsuchen undichter Stellen an der Gäsleitung mittels Licht ist mit der größten Ge­fahr verbunden und daher streng verboten.

aufgebaut, in der ein Ueberblid über die geleistete Arbeit gegeben wird.

Die Bemühungen des Frobelfeminars um eine sorgfältige Ausbildung der jungen Mädchen für ihren zukünftigen und ureigenen weiblichen Beruf sind hinlänglich bekannt. Die Ausstellung beweist iieje Bemühung aufs Neue. Vor allem fallen im­mer wieder die Dinge auf, die für das Kinder­zimmer als Spielzeug geschaffen wurden. Sie zeich­nen sich fast durchweg durch eine sehr geschmack­volle, sichere und zweckmäßige Gestaltung aus und tragen außerdem immer eine starke persönliche Note, die die lebhafte Anteilnahme der Schülerin an ihrer Arbeit erkennen läßt. Viel des geschaffenen Spiel­zeuges erscheint unverwüstlich und für Generationen bestimmt. Immer wieder ist gleichzeitig berücksich­tigt, daß mit denkbar geringsten Mitteln Wertvolles und Schönes gestaltet werden soll. Die Ausstellung beweist es, daß dies in den weitaus meisten Fällen gelungen ist. Neben diesem Werkunterricht, neben den Bastelarbeiten, mit denen auch immer eine ver­schieden geartete zeichnerische, selbstschöpferische Ar­beit verbunden ist, wurden die Schülerinnen auch sehr stark zur reinen weiblichen Handarbeit, zur Herstellung von Kinderkleidern, Leibwäsche usw. an- gehalten. Was in dieser Hinsicht in der Ausstellung gezeigt wird, läßt ebenfalls erkennen, daß man mit allem Eifer bei der Sache ist und den Forderungen des täglichen Lebens gerecht wird. Die Ausstellung gibt den Besuchern einen Einblick in das wertvolle Wirken der Schule und wird weite Kreise der hie­sigen Elternschaft interessieren. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, daß das Fröbelsemi­nar demnächst das Arbeitsgebiet insofern erweitert, als ein Mütterschulungskursus veranstaltet werden soll.

vornottzen.

Tageskalender für Freitag. NSLB. Fachschaft Höhere Schule, Biologische Arbeitsge­meinschaft: 17 Uhr, im Lehrerzimmer des Real­gymnasiums Vortrag überOrganismus und Ganzheit in der Biologie" von Studienassessor Trapp. Stadttheater, 20 bis 22.30 Uhr:Fri­scher Wind aus Kanada". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Ferien vom Ich". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Das Privatleben des Don Juan".

Stadttheater Gießen: Heute abend die Spielplan-Neuhoit:Frischer Wind aus Kanada"; eine heitere Begebenheit in vier Tagen von Hans Müller (Nürnberg), der Intendant Hanns König als Spielleiter beschwingtes Tempo, und Albert Krämer als musikalischer Leiter Rhythmus gibt.

Der Reichssender Frankfurt in Gießen. Der Reichsverband deutscher Rundfunk­teilnehmer, Kreisgruppe Gießen, veranstaltet am Samstag, 30. März, 20 Uhr, in der Volkshalle einen großen Bunten Abend, der von Kräften des Reichs­senders Frankfurt bestritten werden wird. Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht.

Die Ausstellung des Fröbelsemi­nar s ist am Samstag und Sonntag in der Zeit von jeweils 11 bis 13 und 15 bis 18 Uhr geöffnet. Auf die heutige Anzeige fei besonders hingemiesen.

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Der Ortsring Gießen des Reich s b u n - des Volkstum und Heimat versendet an eine Mitglieder folgendes Rundschreiben:

Der Reichsbund Volkstum und Heimat sieht eine einer Hauptaufgaben darin, unsere althergebrachten bodenständigen Lebensformen auf ollen Gebieten vor drohendem Untergang zu bewahren. Wie er suy beispielsweise für die Erhaltung unserer typischen Gießener Fachwerkhäuser einsetzt, so plant er nun­mehr auch, den

Sprachschatz der Gießener Mundart

zu sammeln, um auf diese Weise typische Ausdrucke und Wendungen festzuhalten und nicht in Vergessen­heit geraten zu lassen.

So wurde z. B. in einer hiesigen höheren Schule festgestellt, daß den Schülern dex .Merdes- m a n n" (Martinsmann), em Gebackstuck, nicht mehr bekannt war.K e u p s" ist eine typische Bezeich­nung für einen Schlag mit dem Zeigefingerknochel auf' den Kopf.Aalt G e l ä r r" sind baufällige Häuschen, auch jede Art Gerümpel.

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