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Spannung im Aegäischen Meer

Oer Dodekanes als Keil zwischen Italien und Griechenland.

Von Athen aus gesehen.

Von unserem CR.-öerichterstatter.

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Athen, Februar 1935.

vernommen werden. Denn jede Beteuerung der Freundschaft gleicht einer tauben Nuß, wenn sie der gegenseitigen Achtung entbehrt, und wenn diese Achtung wieder die Elemente vermissen läßt, ohne die sie nichts weiter als eine Phrase bleibt. Deutschland und Japan haben in der Nachkriegszeit allen Nationen gezeigt, daß man wieder zuein- anderfinden kann, und daß es möglich ist, sich in diesen schweren Zeiten gegenseitig zu nützen, wenn man sich als gleichberechtigt behan­delt. Diesen wichtigen Zug im deutsch-japanischen Verhältnis vermissen wir noch immer in der Ein-

Ein Schulungshaus des Außenpolitischen Amtes der ASOBp.

DNB. Berlin 7. Febr. In Gegenwart des Stellvertreters des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, des Staatssekretärs Lammers, des Reichs- ftlhrers der SS., Himmler, von Vertretern der Heeres- und Marineleitung und vieler Behörden und Parteidlenftstellen fand die feierliche Einwei- Yung des Schulungshauses des Außen- politischen Amtes der NSDAP, statt. Dieses Haus wird als Internat zunächst etwa 80

in der auch Generalfeldmarschall von ______o

einige ruhige Jahre verleben konnte, ehe ihn die Pflicht in das höchste Amt des Reiches berief.

Generaloberst von Linsingen ist in Hildesheim ge­boren. Er entstammt einer alten Beamtenfamilie. Alter Tradition getreu, wurde er im Kadettenkorps erzogen und trat im Jahre 1868 in die preußische Armee ein. Er nahmam Feldzug 1870/71

töet Sprachgrups hMgherbeizusul i Me nicht w er aufrui \W W, daß unb iljnhe ist. Die

sprucht Italien, aus reinerMenschenfreundlichkeit- den Dedokanes für sich behalten zu haben.

Der Friedensvertrag von Lausanne vom 24. I Juli 1923 bestimmt in Artikel 16, daß die Rege­lung der Dodekanesfrage den Interessenten anheim­gestellt wird. 1929 fuhr Veniselos nach Rom und schloß den griechisch-italienischen Pakt ab, wobei Veniselos erklärte, daß es, wie es zwischen Eng­land und Griechenland keine Cypernfrage, so auch zwischen Italien und Griechenland keine Dode­kanesfrage mehr gäbe. Er versicherte weiter, daß Italien weder durchJtalisierung", noch durch Bedränaung der Einwohner des Dodekanes das griechische Nationalempfinden stören würde.

Die letzten Ereignisse auf Kalymnos beweisen Idas Gegenteil. Die Italiener scheinen sich in die Religions- und Kirchenfrage einzumischen und nehmen auch sonst den Einwohnern des Dodekanes gegenüber eine Haltung ein, die sich um das grie­chische Nationalempfinben nicht im geringsten küm- mert. Der Erfolg ist, daß die antiitalienische Welle in Griechenland hochgeht, daß auf den Athener Straßen und Plätzen der RufNieder mit Italien" erschallt. Im ganzen Lande finden Demonstrationen gegen Italien statt, die freie Selbstentscheidung der Bevölkerung des Dodekanes wird gefordert,bannt sie den Weg zum Mutterland zurück­find e".

sen Ehrentag feiern konnten, ist am 10. Februar Generaloberst o. Linsingen an l __

wird diesen Tag in Hannover verleben, der Stadt,

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Generaloberst von Linsingen.

Zum 85. Geburtstag des Führers der deutschen Sudarmee.

Wieder kann einer der alten Heerführer des Welt­krieges seinen 85. Geburtstag feiern. Nachdem vor kurzem der Generalfeldmarschall v. Mackensen und die Generäle L i tz m a n n und Gronau die-

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Berlin, 7. Febr. (DNB.) Der Führer unv Reichskanzler empfing heute den neuernann­ten kaiserlich-japanischen Botschafter, Grafen K i n t o m o M u s h a k o j i, zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens und des Abbe­rufungsschreibens seines Vorgängers. Der Botschaf­ter wurde nach dem üblichen Zeremoniell durch den Chef des Protokolls, Gesandten Graf Basse- w i tz, abgeholt und im Wagen des Führers zum Hause des Reichspräsidenten" geleitet. Das Personal der Botschaft folgte in besonderen Wagen. Im Vorhof des Reichspräsidentenhauses er­wies eine Ehrenwache des Heeres dem Botschafter die vorgeschriebenen militärischen Ehren­bezeugungen durch Präsentieren des Gewehrs und durch Trommelwirbel. An dem Empfang nahmen außer den Herren der Umgebung des Führers und Reichskanzlers der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, teil.

Der Votschaster

überreichte die kaiserlichen Handschreiben dem Füh­rer und Reichskanzler mit einer Rede in seiner Landessprache, die in Uebersetzung wie folgt lautete:

Herr deutscher Reichskanzler!

Es ist mir eine besondere Ehre und lebhafte Freude, Eurer Exzellenz das kaiserliche Handschrei­ben überreichen zu dürfen, durch welches SM. der Kaiser, mein allergnädigster Herr, mich als Aller- höchstihren außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter bei Eurer Exzellenz zu beglaubigen ge­ruhen.

Freundschaftliche Beziehungen zu der großen deutschen Kulturnation sind in Japan gewissermaßen Tradition. Als Beispiel führe ick) meine Familie an. Mein Vater wurde im Jahre 1870 von unserer damaligen Regierung nach Berlin entsandt und hat sich hier vier Jahre hin­durch a l s einer der ersten japanischen Studenten auf deutschem Boden dem Studium der Rechtswissenschaft gewidmet. Ich selbst bm zum ersten Mal im Jahre 1909 als Bot-

f t s a tt a d) d nach Berlin gekommen und bis 1913 geblieben: ich habe damals bei dem hohen Stand des deutschen Geisteslebens, der deutschen Kunst und der deutschen Musik unauslöschliche Ein- drucke gewonnen: die jugendlichen Erlebnisse blei- den bei jedem Menschen immer in frischer und schöner Erinnerung und so habe ich auch später immer gern an Berlin zurückgedacht. Eure Exzellenz werden danach ermessen, mit wel- rlr 9S,eube 'ch nunmehr dem Befehl meines kaiser- llchen Herrn gefolgt und zum zweiten Male hierher gekommen bin. Und lassen Sie mich hinzufügen:

2ch bin um so lieber hierher gekommen, als ich hier Gelegenheit habe, «unmittelbar zu beob­achten. wie Deutschland sich unter der klugen und energischen Leitung seines großen Führers auf feine alte Kraft besinnt und nach Jahren schwerer Not und leidvoller Prüfung wieder neuen Lebensmut gewonnen hat.

Hieran schloß sich eine längere Unterhal­tung. Alsdann stellte der Botschafter dem Führer und Reichskanzler die 12 Mitglieder seiner B o t s ch a f t vor. Beim Verlassen des Hauses er- wies die Ehrenwache dem Botschafter die gleichen militärischen Ehrenbezeugungen wie bei seiner Ankunft. Die Rückfahrt nach der Kaijerlich-

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1911 brach der türkisch-italienische Krieg aus, der am 22. April 1912 zur B e ° setzung von Rhodos und später der übrigen Inseln des Dodekanes durch die Italiener führte. General Ameglio versicherte im Namen Italiens feierlich, daß die türkische Herrschaft über die Dodekanes für immer aufgehört habe und in Zukunft die Autonomie den Inseln geschenkt würde. Auf dieses Versprechen, so erklärte der General dem Bischof von Rhodos persönlich, könn- ten sich die Dodekanesier verlassen, wie auf das Evangelium selbst. Jedoch bereits am 18. Oktober desselben Jahres gab Italien den Dodekanes an die Türkei zurück unter der Bedingung, daß vorher die Türkei die Friedensbedingungen über die Cyrenaika und Tripolis erfülle. Infolge dieses Ab­kommens konnten die Griechen in den Balkast- kriegen den Dodekanes nicht wie die übrigen grie­chischen, noch zur Türkei gehörenden Inseln besetzen, em Zustand, der bis zum Ausbruch des Weltkrieges dauerte.

In dem Geheimvertrag vom 26. April 1915 wurde in London nach Artikel 8 den Italienern die völlige Souveränität über den Dodekanes zuqe- prochen. Am 30. Dezember 1918 reklamiert Veni- elos auf Grund der berühmtenl4 Punkte des Prä­sidenten Wilson den Dodekanes für Griechen- l a n d. Monate vergingen, doch niemand beschäftigte sich mit dem Dodekanes. Erft am 29. Juli 1919 wird ein Abkommen Tittoni-Veniselos abgeschlossen, m dem nach Artikel 5 Italien die Inseln, die es im Aegäischen Meere besetzt hat, an Griechen­landabtritt. Nur die Insel Rhodos bleibt unter italienischer Souveränität, erhält aber dafür eine lokale Autonomie: die Gemeinden auf Rhodos 9"den das Recht, eigene Schulen zu unterhalten, j ebenso ihre Kirchenfragen im Einvernehmen mit dem orthodoxen Patriarchen von Konstantinopel zu regeln. Griechenland übernimmt es, Italien für alle von den Italienern errichteten Gebäude und Einrichtungen eine Entschädigung zu bezahlen und beim Patriarchen von Konstantinopel seinen Ein- siuß geltend zu machen, damit der Thron des Metropoliten von Rhodos durch eine den Italienern genehme Person besetzt werde.

Im italienisch-griechischen Vertrag von S ö v r e s vom 10. August 1920 verzichtet Italien zu­gunsten Griechenlands im Artikel 1 auf die Inseln Stampasia, Charki mit Alimnia, Scarpanto, Cassos, Episcopi, Nisyros, Calymnos, Seros, Patmos, Lip-

Symi und Kos, behält dagegen nach Artikel 2 J}t)0Ö05, dem zwei Monate nach Unterzeichnung dieses italienisch-griechischen Vertrages lokale Auto­nomie zugesichert wird. Weiter verpflichtet sich Italien die Einwohner von Rhodos durch freie Entscheidung über das Schicksal ihrer Insel be­stimmen zu lassen, für den Fall, daß England ; Griechenland zurückgibt. Man denkt

m Artikel 7 sogar an die Archäologie, und Griechen- land muß Italien versprechen, daß das italienische archäologische Institut in Athen noch 15 Jahre nach Unterzeichnung des Vertrages in den Inseln des Dodekanes Ausgrabungen durchführen kann und bei solchen dem italienischen vor anderen fremden der Vorzug gegeben wird. Hinsichtlich sn^?"^^astellorizo (auch Megisti genannt) exi­stiert noch em besonderes Schreiben an Veniselos Dom 10. August 1920, in dem die Italiener, denen

reichung des Beglaubigungsschreibens in Rede und Gegenrede aufrichtige Freundschaft gewünscht und die gegenseitige Achtung erneut zum Grundsatz des Verhältnisses Deutschlands zu Japan und umgekehrt gemacht wurde, dann möchten wir daraus die Hoff­nung ableiten, daß diese Worte auch im Ausland

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teil und zeichnete sich besonders durch die Fort- nähme französischer Geschütze aus. Dafür erhielt er das Eiserne Kreuz 2. Klasse. Seine weitere mili­tärische Laufbahn gestaltete sich glanzvoll. Er wurde Kommandeur der 81. Infanterie-Brigade in Lü­de ck. Danach übernahm er die 27. Division in Ulm, und schließlich wurde er 1909 Komman­dierender General des 2. Armeekorps in S t e t t i n. Hier, an der Spitze seiner Pommern, hat er sich glücklich und wohl gefühlt und hat es verstanden, die pommerschen Truppenteile zu dem schwersten Waffengang der Weltgeschichte zu erziehen. Bemer­kenswert ist, daß Generaloberst von Linsingen einer der wenigen Kommandierenden Generäle gewesen ist, die diese Stellung erreicht haben, ohne jemals I durch die Schule des Generalstabes gegangen zu r sein. Daß ein echter Soldat immer ein echter Sol­dat ist, das wurde bestätigt durch die Bewährung des Generalobersten von Linsingen im Welt­kriege. Er rückte im August 1914 an der Spitze seines Armeekorps ins Feld, wo er an der Marne­schlacht und an den Kämpfen bei Ypern teilnahm. In den ersten Wochen des Jahres 1915 aber wurde er nach den Karpathen geschickt. Er erhielt den Oberbefehl über die aus deutschen, österreichischen und ungarischen Truppen gebildete deutsche Südarmee, die in den Ostbeskiden, östlich des Rupkower Passes in die Front der Verbündeten emgeschoben wurde und die Russen in erbittertem Ringen aus den Karpathen herauswarf. Die Rus- sen wurden bis Zlota Lipa zurückgeworfen, die Kar­pathen, Przemysl zurückgewonnen und später Brest- Litowsk erobert. Der Vormarsch in die Ukraine war die letzte größere Bewegung, die er mit seinen Truppen auszuführen hatte. Generaloberst v. Lin­singen gehört zu den geborenen Führernaturen. Er war seiner Truppe stets ein Vorbild und Beispiel, er wird in der Geschichte der deutschen Armee stets fortleben als ein großer Soldat und ein großer Charakter.

In Athen erinnerte ein Flüchtling vom Dodekanes in derC a s a d ' I t a l i a" den Bürgermeister von Athen und die griechischen Anwesenden an die Bedrückung ihres meerumspülten Vaterlandes. Er wies in würdigen Worten auf das Ungeziemende hin, in. solchen Augenblicken des Schmerzes in einem italienischen Propagandahause Vorträge über Italien anzuhören. Daraus entwickelte sich e i n Tumult, Tränengasbomben wurden geworfen und es kam zu einem Durcheinander, das die Polizei zum Einschreiten zwang. Wenige Tage danach wur­den die Fenster derCasa d'Jtalia" in Athen ein­geworfen. Ein italienischer Professor, der an der Universität in Athen Vorlesungen halten wollte, wurde mit Hochrufen auf den Dodekanes empfan­gen. Sein Vortrag fiel natürlich aus.

Und der Grund zu diesen anti-italienischen Aus­schreitungen? Der Anlaß ist die Dodekanes- frage, die sich stets zwischen Italien und Griechenland schiebt und niemals eine aufrichtige Freundschaft zwischen den Völkern reifen ließ. Von Regierung zu Regierung gibt es zwar keine Mei­nungsverschiedenheiten, die Dodekanesfrage ist näm­lichoffiziell" nicht vorhanden, und die diploma­tischen Beziehungen zwischen Italien und Griechen­land sind denkbar gut. Das hindert aber nicht, daß die V o l k s m e i n u n g anders ist und sich die leidenschaftliche Kritik an Italien auch in der Presse recht breit macht. Sogar die eher als italienfreund­lich anzusprechenden veniselistischen Blätter nehmen kein Blatt vor den Mund, und heftigere Ausdrücke gegen Italien, als sie z. B. die veniselistische Zei­tungPatris" findet, sind überhaupt kaum denk­bar. Spricht doch diePatris" von einerkanni­balischen Politik Italiens auf dem Dodekanes", und sie weist weiter auf dievierzehn Punkte Wilsons" und den mit diesem Schlagwort verübten Betrug hin. Doch nicht nur diese eine Zeitung spricht eine solch? Sprache, fast die gesamte Presse stimmt un­überhörbar in dieses für italienische Ohren wenig angenehme Konzert ein. Das zeigt immerhin deut- uch genug, daß offizielle Freundschaften doch zwei­felhafter Natur sind, solange sie nicht auch vom Volke anerkannt werden.

Wir leben m einer schwierigen Zeit und kein Volk W SS bxr allgemeinen Weltdepression, welche den Wohlstand zerstört sowie Unruhe und Unfrieden w - ?Alge hat, verschont geblieben. Die einzige Möglichkeit, diese Schwierigkeiten zu überwinden, sehe ich durch em einträchtiges, verständ­nisvolles, auf gegenseitige Achtung gegründetes Z u- ' am men arbeiten derNationen gegeben. Ich erachte es als meine vornehmste Aufgabe in diesem Sinne an dem weiteren Ausbau der beiderseitigen Beziehungen, insbeson- d-s Handelsverkehrs zwischen Japan und Deutschland, zu meinem Teil nach Kräften mitzu- Un?xroßr^^ glücklich schätzen, wenn ich h erbei auf das Wohlwollen Eurer Exzellenz und auf Unterstützung durch die maßgebenden deutschen Instanzen rechnen darf. Gleichzeitig beehre ich mich, allerhöchste Handschreiben zu

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Der Rhrer und Reichskanzler

antwortete ihm mit folgenden Worten:

Herr Botschafter!

Der Dodekanes lebte fast ständig, jahrhun­dertelang unter Fremdherrschaft und erfreute sich dennoch einer sehr weitgehenden Autonomie, die eigentlich einer völligen Freiheit gleichkam. Am p'Jl'uar 1523 wurde der Dodekanes türkisch. Auf Rhodos fand eine grausame Schlächterei statt, die Bewohner wurden unmenschlich mißhandelt, da­gegen wurde aber den übrigen zum Dodekanes gehörenden Inseln, mit Ausnahme der Insel Kos, em Regime vom Sultan zugesichert, das eine gänz- lidje und unbeschränkte Selbstverwaltung in ars - ®J3ief)ung gewährleistete. Den Generälen und Adnnralen des ottomanifchen Kaiserreichs wurde verboten, bei einer etwaigen Landung auf diesen gnleln öie Bewohner zu mißhandeln und den türki­schen Beamten der Inseln war strengstens unter» tagt, sich in die Angelegenheiten der Doüekanisier einzumlschen.

Ich habe die Ehre, aus den Händen Eurer Erzel- eic^- mit bem Abberufungsschreiben Ihres hur? h^r0?n9Xr sQS Achten entgegenzunehmen, bunf) das S. M. der Kaiser von Japan Sie zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter bei nur beglaubigt. Es erfüllt mich mit großer Freude, daß Sie, Herr Botschafter, in Erin ne - rung an Ihre frühere Tätigkeit in . rUn und im Gedenken an den Studienauf- r ntx r ^.res verewigten Herrn Vaters in Deutsch­land so herzliche Worte der Anerken- P? 9 Jür D a s D eutsche Reich gefunden haben. Ich danke Ihnen auch für die Würdigung Die Sie Öen Leistungen des deutschen Volkes qe- zollt haben unb bitte Sie, versichert zu sein, baß Ihre Wor e in Deutschlanb bankbaren W i d erb all finben werben. Doll Anerkennung ld) ?er .verbienstvollen Tätigkeit Ihres qe- schätzten Doraangers, ber für ben Ausbau bes neuen Deutschlanb stets reges Interesse unb großes Verstanbnls gezeigt hat. Das beutsche Volk bringt der großen japanischen Nation, ihrer alterwürbigen Kultur unb ihren heroorragenben Leistungen u n - eingeschränkte Bewunberung entgegen. Ich freue mich, feststellen zu können, baß auf ber ©runblage geistiger Verbundenheit auch die politischen unb wirtschaftlichen Vezlehunyen unserer beiben Nationen im Zeichen aufrichtiger Freunbschaft sich entwickelt haben, einer Freunbschaft, bie, wie Sie hervor­heben, schon zur Trabition geworben ist. Ich de» grüße baß Eure Exzellenz es als Ihre vornehmste Aufgabe betrachten, burch ein verstänbnisoolles, auf gegenseitiger Achtung begrünbetes Zusammen­arbeiten an bem weiteren Ausbau ber beiberseiti- gen Beziehungen nach Kräften mitzuarbeiten. Seien Sie überzeugt, daß ich unb bie Reichsregierung von bem gleichen Bestreben geleitet finb unb alles tun werben, um Ihnen bie Aufgaben Ihres hohen Amtes zu erleichtern. Im Namen bes Deutschen Reiches heiße ich Sie, Herr Botschafter, herzlich willkommen.

Der Führer empfängt den neuernannten japanischen Votschaster

Bekundung der traditionellen deutsch-japanischen Freundschaft.

. ^'eser fojufagen paradiesische Zustand währte bis 1821 Trotz seiner von der Türkei garantierten Freiheiten nahm der Dodekanes am griechi - fefjen Freiheitskampf teil und gehörte J,osJum Vertrag von Konstantinopel vom 9. Juli 1832 3 umGri e ch i f ch e n S t a a t". Von diesem Zeitpunkt ab jedoch wurde sie der Türkei zu- ruckgegeben, und r*'"

Mahmut II. völlige Selbstverwaltung und Auto­nomie zugesichert, die mit Unterbrechungen in den Zähren 1867 und 1869 bis zum 27. Juli 1909 wahrte, als die Iungtürken alle Privilegien auf­hoben und den Dodekanes als türkische Provinz behandelten.

Japanischen Botschaft fand unter demselben Zere­moniell wie die Hinfahrt zum Hause des Reichs­präsidenten statt.

Es war nicht unsere Schuld, daß es vor zwanzig Jahren zu einem Bruch des bis dahin freundschaft­lichen Verhältnisses mit Japan kam. Jahre hat es bedurft, bis das Mißtrauen zwischen den beiden Na­tionen verschwand und beide Völker sich wieder bie alte Hochachtung entgegenbrachten. Blicken wir heute, nach bem Amtsantritt bes neuen japanischen Botschafters in Berlin, auf bie letzten Jahre zurück, bann bürfen wir wohl mit gutem Grunb ber Am

sicht Ausbruck verleihen, baß auch sürberhin beide Völker unter der Sonne Platz haben, daß zwischen beiden NaUonen genügend Möglichkeiten eines friedlichen und aufbauenden Warenaustauschs bestehen

wohnern dieser Insel zwei Monate nach der ttaflw nischen Besetzung eine breite Autonomie gewähren. 15 Jahre sind ins Land gegangen, doch diebreite Autonomie" steht noch heute aus. Italien stellte damals bereits den, Einwohnern des Dode» kanes Jnterimspäsie aus, in denen verzeichnet war; wtm Wu*';flR91u\ Dieser Paß gilt bis zur Uebergabe der Insel

Kalymnos (oder eine der anderen an Griechenland 21 ' -f abzutretenden Inseln) an Griechenland".

Nach der Katastrophe in Kleinasien macht daz italienische Außenamt am 8. September 1922 dem griechischen Gesandten in Rom Metaxas die Mit« teitung, alle zwischen Italien und Griechenland ge­schlossenen Abkommen seien wegen der veränderten Lage im Orient hinfällig geworden. Auf Einwendungen des Gesandten meint das italienische Außenamt, daß andernfalls ja die griechischen Ein­wohner des Dodekanesder Rache der Türken aus- geliefert seien". Wie man daraus erkennt, bean«

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