Oberheffen.
Der Führer als Pate:
♦ Dauernheim, 7. Jan. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat bei dem zehnten Kinde des Posthelfers W. Wolf IV. von hier die Ehrenpatenschaft übernommen.
Weihnachtsfeier auf dem Felde.
§ Münzenberg, 6.Januar. (Verspätet eingegangen.) Am Weihnachtsabend bereiteten hiesige Bauern und Bäuerinnen dem hiesigen Schäfer Otto K u l l m e r eine seltene Weihnachtsfeier auf dem F e l d e , die um ihr^r Seltenheit und ihres schönen Sinnes und Wertes willen noch reichlich nachträglich berichtet werden darf.
Mit einem geschmückten Weihnachtsbaum zog eine stattliche Schar Münzenberger und Münzenbergerinnen zur Schäferhütte, zur Herde, zu den Hürden, zum Schäfer auf das Feld. Das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht" klang auf und ein hiesiger Bauersmann hielt diese Ansprache: „Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr in der Stadt Davids." Darauf fuhr der Bauer mit seinen Worten fort: „Das ist ein Stück des Weihnachtsevangeliums vom heutigen Tage, das uns alle angeht, aber für den Hirten noch ganz besonders wohlklingende Töne in sich birgt. Seit Menschengedenken war es Sitte, daß der Schäfer mit seiner Herde vor Weihnachten noch in seine Heimatgegend zurückkehrte. In diesem durch die Trockenheit entstandenen Notjahr (Mangel an Futter für das Vieh) war es anders. Um seinen Bauern die Futtervorräte strecken zu helfen, hatte der hiesige Schäfer Otto K u l l m e r freiwillig das Opfer auf sich genommen, mit seiner Herde noch über Weihnachten hinaus auf unseren Fluren zu bleiben. Bauer und Schäfer, Schäfer und Bauer, zwei geschichtlich unzertrennbare Faktoren! Wenn wir ein Gemarkungsbild an unseren Augen vorüberziehen lassen, bleibt es unvollständig, wenn der Schäfer mit seiner Herde fehlt."
Der Schäfer dankte für die erhebende, selten schöne Feier, wies auf die Wichtigkeit der Schafzucht gerade im Dritten Reich hin und schloß mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Volk, Vaterland und Führer. Mit „O du fröhliche, o du selige Weihnachtszeit" schloß die Weihnachtsfeier auf dem Felde bei den Hürden.
Landkreis Gießen.
* Rödgen, 8. Jan. Der 37 Jahre alte Landwirt Wilhelm Balser von hier erlitt, als er mit dem Ausputzen von Obstbäumen beschäftigt war, einen Unfall. Die Leiter brach, der bedauernswerte Mann stürzte zu Boden und brach einen Fuß. Er mußte zur Behandlung nach Gießen gebracht werden.
' Großen-Buseck, 7. Januar. Der hiesige Alice-FrauenvereinvomRotenKreuz
hat unserer Kirche eine schöne, weißleinene Altardecke gestiftet, die zum ersten Male am Sonntag Epiphanias den Altar schmückte. Für die hochherzige Stiftung, die eine wertvolle Bereicherung unserer Altarbekleidung darstellt, sei auch an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt!
Z Lollar, 7. Januar. Von der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Sängeroereinigung, die am Samstagabend in der „Linde" sta'ttfand, und einen recht guten Besuch aufzuweisen hatte, ist folgendes erwähnenswert: Nach dem Vortrag der beiden Männerchöre „Mahnung" und „Vesper" eröffnete der Vereinswalter Erich E f p i ch die Versammlung. Bei dem von ihm vorgetragenen Jahresrückblick betonte er die stete Bereitschaft der Sängerschar, bei Veranstaltungen der NS.-Gliederungen nach den ihr zur Verfügung stehenden Kräften mitzuwirken und erkannte lobend an, daß sich hierbei alle Sänger vollzählig beteiligten. In diesem Zusammenhang erwähnte er, daß Ende Januar oder Anfang Februar ein Liederabend von der „Sängeroereinigung" durchgeführt werde, dessen Reinertrag dem Winterhilfswerk zu- gesührt wird. Der Vereinswalter sprach dabei die Erwartung aus, daß in anbetracht des gemeinnützigen edlen Zweckes die Veranstaltung die regste Anteilnahme finden möge. Bei der nun folgenden Ehrung verdienter Sänger zeigte es sich, daß in diesem Jahre eine recht stattliche Zahl von Sängern auszuzeichnen war. Außer zwei Sänger, Heinrich E s p i ch und Peter Freudenberger, die auf eine fünfundvierzigjährige Tätigkeit als Sänger zurückblicken können, und dafür herzliche Glückwünsche und je ein Geschenk erhielten, wurde für fünfundzwanzigjährige Sängertätigkeit die silberne Ehrennadel verliehen an: August Rudolf, Wilhelm Sehrt, Karl K l i n k e l, Heinr. Wagner, Wilhelm Ruß, Peter Kreuter, Fritz Rohrbach, Ludwig K l i n k e l, Heinr Scharf und Fritz Müller. Da nach den neuen, der heutigen Zeit entsprechenden Satzungen der Vorstand auf drei Jahre bestimmt ist, erübrigte sich in die-- fern Jahre eine Neubesetzung. Mit dem Vortrag des Chorwerkes „Weihe des Gesangs" wurde die harmonisch verlaufene Versammlung beendet.
§ Mainzlar, 8. Jan. Heute feiert die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Rollshausen, geb. Roth, in geistiger und körperlicher Frische ihren 8 9.. G e b u r t s t a g.
§ Lumda, 7. Jan. Im Anschluß an die Saar- kundgebung am Sonntagabend fand die Weihe her Kyffhäuserfahne im Saale des Bürgermeisters Schultheiß statt. Der Führer des Kriegervereins, Kamerad Fabel, eröffnete die Feier, indem er der Toten gedachte, die für Deutschlands Freiheit fielen; das Lied vom guten Kameraden erklang zu ihrem Gedächtnis. Dann gab er einen kurzen Ueberblick üb-m die 37jährige Geschichte des Vereins, von dessen Gründern noch acht am Leben sind. Er wies auf die alte Fahne hin, die nun grade 25 Jahre dem Verein in guten und bösen Tagen ooranflatterte. Seine kernige Ansprache schloß er mit der Mahnung zur Treue: „Treue ist das Mark der Ehre, und ohne Ehre kein Vaterland". Dann nahm der Bezirksführer, Lehrer Roth aus Grün
berg, die Weihe der neuen Fahns vor. In geschichtlichen Bildern aus der deutschen Geschichte deutete er die Farben der Fahne und sprach dann über die Bedeutung der Fahne, die das Symbol der Treue, der Pflicht, der Kameradschaft und der Opferbereitschaft fei. Als leuchtendes Vorbild treuer Pflichterfüllung stellte er den Kameraden zwei Führergestalten vor Augen, den Heimgegangenen Generalfeldmarschall von Hindenburg und unseren Volkskanzler Adolf Hitler. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer schloß Kamerad Roth die Weiherede. Die Kapelle Horst (Grünberg) verschönte die Feier durch schneidige Marschweisen; alte Krieger trugen Gedichte über ihr Fronterlebnis vor.
In. Lang-Göns, 6. Jan. In der hiesigen Turnhalle sand heute abend eine Saarkundge- bung unserer Gemeinde statt. Neben den Formationen der Partei waren zahlreiche Einwohner der Einladung gefolgt, um so ihre enge Verbundenheit mit unfern deutschen Brüdern an der Saar zu bekunden. Durch den Umbau unseres großen Lautsprechers war die Uebertragung der Rede des Stellvertreters des Führers eine äußerst klare und gute, auch die anschließende Uebertragung der Musik. Beide Gesangvereine „Frohsinn" und „Germania" sangen gemeinsam das Lied „Nun schweige mir jeder von seinem Leid ..." und fanden lebhaften Beifall. Das Schlußwort sprach Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Karl Wenzel. Er betonte, daß der 13. Januar mit goldenen Buchstaben dereinst in der deutschen Geschichte eingemeißelt werden würde. Wir könnten wieder stolz darauf fein, uns Deutsche zu nennen. Alle Erfolge und Fortschritte verdankten wir schließlich aber nur dem Führer und Reichskanzler. Ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil und das Horst-Weffel- Lied beschlossen die Feier. Ein gemütliches Beisammensein, das durch Chorvorträge der Gesangvereine verschönt wurde, schloß sich an. Zuletzt sammelten die SA.-Führer noch einen schönen Betrag, der der Winterhilfe für die Saar zugute kommt.
er. Äirklar, 7. Jan. Die N S. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete am Samstagabend im Saalbau Düringer unter Mitwirkung des Gießener Stadttheaters einen Bunten Abend. Der geräumige Saal war schon lange vor Beginn dicht besetzt; auch aus den Nachbargemeinden waren viele Volksgenossen herbeigekommen. Nach einleitenden Worten folgte das wirklich bunte Programm. Einen Höhepunkt bedeutete es, als die gesamte Schuljugend mit Weck und Würstchen beschenkt wurde. Die Künstler des Stadttheaters verstanden es, diesen Abend für die Landbevölkerung zu einem wahren Erlebnis zu gestalten; es waren Stunden der wahren, echten Freude.
Kreis Friedberg.
+ Butzbach, 7. Jan. Gestern abend fand im Saale des „Hessischen Hofes" eine Saarkundgebung statt, die • einen starken Besuch aufzuweisen hatte. Den musikalischen Teil des Abends hatte die SA.-Kapelle übernommen. Mit dem Einmarsch der Fahnen wurde die Veranstaltung eingeleitet.'Ortsgruppenleiter Schneider wies in kurzen Worten auf die Bedeutung des Abends hin. Im Anschluß daran erfolgte die Uebertragung der Saarkundgebung aus dem Sportpalast in Berlin.
Der Vorsitzende des hiesigen Saarvereins, Prokurist Mayer, sprach anschließend über die Ereignisse, die das Saarland seit dem Inkrafttreten des Der- sailler Schanddiktates hat erdulden müssen. 81 saardeutsche Frauen und Männer werden aus Butz« bach zur Abstimmung fahren. Der Redner „schloß seine Ausführungen mit einem „Sieg Heil!" auf das Vaterland, das Saarland und den Führer Adolf Hitler. Das Saarlied erklang. Nach einer kurzen Pause brachte der Ortsgruppenleiter noch einige parteiamtliche Mitteilungen zur Kenntnis.
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Ne°chswirtfchast5mirnster unö preußische Minister für Wirtschaft unö Heb eit über öar
Saarjahrbuch
Das Jahrbuch 1935 ist von erprobten Kämpfern des Saarlandes, von Arbeitern, Wirtschaftsführern, Journalisten und Künstlern geschaffen worden. Sein Erlös — es kostet 1 Mark und ist in jeder Buch- Handlung zu haben — fließt dem Winter- Hilfswerk der Saar zu, das in der Laupt- fache mit diesen Mitteln aufgebaut wird.
Ich richte an jeden Beamten, Angestellten und Arbeiter den Appell, mitzuhelfen, daß dieses neue Jahrbuch jeden Volksgenossen an das Schicksalsjahr unserer Saar mahnt und ihn über ihre großen Aufgaben unter-
i.V. Posse
0117
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 10. Januar, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt
In tiefem Schmerz: Rosa Müller Liselotte Müller Magrit Müller.
Gießen (Landgrafenstraße 6), den 8. Januar 1935.
Mein herzensguter, treusorgender Gatte und lieber Vater, Bruder und Schwager
Wilhelm Müller
ist nach kurzem schweren Leiden im Alter von 62 Jahren in die Ewigkeit abgerufen worden.
Nach kurzer, schwerer Krankheit ist gestern unser langjähriger Prokurist
Herr Wilhelm Müller
J. Kann Söhne,
Gießen, 8. Januar 1935.
01161
von uns gegangen. Er hat sich in 36jähriger Tätigkeit als zuverlässiger und wertvoller Mitarbeiter besonders bewährt. Seine selbstlose, hingebungsvolle Pflichterfüllung, sein bescheidenes Wesen und sein lauterer Charakter sichern ihm ein ehrendes Andenken.
Uß.Reichsliähii
Unser önOemrainlng beginnt wieder am 9. Jan. 1935 Montag,8 bis 10 Damen 0104 Mittwoch, 8 b. 10 Herr. • Leicbtathl. Freitag, 6 bis 7 SchüL-Leichtathl. Leitung: Svort- lehrer Fischer. »tWet
Gießen. 9oD Weg.Erkrankung Mittw och,9.Jan. um 19.30 Uhr nicht „Alt Wien" sondern als 13.Vorstellung i. Mittwoch-Abon. Gewöhn!. Preise
Christa, ich erwarte dich« Lustspiel von Möller u. Lorenz
Nachruf.
Wir beklagen schmerzlich das Ableben unseres hochgeschätzten Prokuristen
Herrn Wilhelm Müller
\yir verlieren in dem Dahingeschiedenen einen Vorgesetzten der uns durch seinen lauteren Charakter und seine unermüdliche Schaffensfreude stets ein Vorbild war. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken voller Dankbarkeit bewahren.
Angestellte und Arbeiter der Firma J. Kann Söhne
Gießen, 8. Januar 1935.
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