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Tag der nationalen Solidarität im Kreise Gießen

Am Tag der nationalen Solidarität sammeln:

Ortsgruppe Lollar:

Ortsgruppenleiter K. Petrasch, Bürgermeister Böhm, 1. Beigeordneter Hermann Schwalm, 2. Bei­geordneter Martin Toubert, Obertruppführer Speh- rer, Scharführer Weisel, Stammführer K. Schmal­bach, Scharführer Karl Moos, Fliegerstützpunktfüh­rer E. Skraback, komm. Rektor Brasch, Ortsgruppen­geschäftsführer W. Mattern, Arbeitsfrontortswalter K. Hofmann, Ortsbauernführer W. Schwalm, NS.- Hago-Ortswalter E. L. Weimer, Presseamtsleiter A. Rau, Propagandaleiter S). Algeyer, Blockwart W. Fuchs, Dr. Schlapp, Arzt, Dr. Dietz, Arzt, Be­triebsführer E. Jantzen, Betriebsführer I. Lemmer, Bahnhofsvorsteher Gg. Schäfer, Oberbahnmeister Hch. Struck, Rechtsanwalt Dr. Schneider, Apotheker Welker.

Ortsgruppe Ettingshausen:

Ortsgruppenleiter Weber, stellvertr. Ortsgruppeü- leiter Diehl, Bürgermeister Opper, Propagandaleiter Simon, Kassenleiter Erb, Beigeordneter Opper, Orts­bauernführer Joy, Gemeinderechner Launsbach, Blockleiter Löffler, SS.-Mann Keil.

Münster:

Bürgermeister Heß, Zellenleiter Fach, Zellen- walter der NSV. Biedenkopf, Gemeinderechner Müller.

Oueckborn:

Zellenleiter Albert, Bürgermeister Horst, Funk- wart Weißhaupt, Zellenwalter der NSV. Jochum, Pfarrer Grünewald, Blockleiter Paul, Zellenwalter der DAF. Schmidt, Gemeinderechner Schillinger.

Geilshausen: ,

Ortsgruppenleiter Pg. Seipp, Ortsgruppenpropa­gandaleiter Pa. H. Wagner, Kassenleiter Pg. Lud­wig Kriep, SA.-Truppführer H. Müller.

Lumda:

Zellenleiter Pg. Willi Kaus, Blockleiter Pg. Wilh. Hopp, Bürgermeister Pg. E. Schultheis, Pg. Franz Neubecker.

Odenhausen:

Zellenleiter und Bürgermeister Pg. W. Konrad, SA.-Truppführer Pg. Reinheimer.

Großen-Vuseck:

Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Pg. Rebholz, SA.-Sturmführer Opper vom Sturm 9/116, ver­schiedene Unterführer, SA.-Sturmführer Fuhr, HJ.- und BDM.-Standortführer bzw. -führerin, sämt-

Wer fein Volk liebt, beweist es einzig durch Opfer, die er für dieses zu bringen bereit ist."

Volksgenosse, handle am 7. Dezember nach diesen Worten des Führers!

Der Tag der nationalen Solidarität ist der sichtbare Ausdruck für die deutsche Volks­gemeinschaft. Volksgenosse, beweise deine Solidarität durch dein Opfer!

liche politischen Leiter, Kaufmann Wilhelm Rühl, Rektor Hch. Jnderthal, Lehrer W. Jung, Musik­lehrer Konrad Nicolai, verschiedene Partei- und Volksgenossen.

Während der Sammlung in den Straßen wird eine Kapelle Musikstücke und Märsche zu Gehör bringen.

Burkhardsfelden:

Zellenleiter Pg. Hofmann, Bürgermeister Pg. Keil, Blockleiter Pg. Gans u. a.

Oppenrod:

Zellenleiter Pg. Launspach, Bürgermeister Pg. Kloos u. a.

ÄerReichsbenissweltkamps derHI.nnd derDAI.

Aufruf zur Eröffnung in Gießen.

Wir rüsten zum dritten Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend. Der dritte Reichsberufswett­kampf wird durch die freiwillige Teilnahme der ge­samten werktätigen deutschen Jugend zur

Olympiade der Arbeit!

Wir rufen in diesem Jahre auch die an- und un­gelernten Jungarbeiter(innen) zur Teilnahme auf. Eine einheitliche Aufgabenstellung soll den Teilneh­mern die Möglichkeit geben, sich im Leistungskampf zu messen, Die vollbrachte Leistung verpflichtet doppelt:

Der Wellkampfteilnehmer(in) soll durch feine Arbeit Wut, Vertrauen und Freude für den täglichen Lebenskampf erhalten. Die Höherfüh­rung des deutschen Facharbeiternachwuchses soll richtung- und zielgebend fein.

In der Freiwilligkeit zur Teilnahme am Reichs­berufswettkampf tritt in sichtbarer Form der Wille der deutschen Jugend zum Grundsatz der selbstlosen Einsatzbereitschaft und der Leistung hervor.

Der Reichsberufswettkampf ist das Ideal der HI.! Drum Jugend des Führers: An die Front!

Heil Hitler!

Leitung Berufswettkampf Kreis Gießen.

Gez.: Heid, Bann-Sozialstellenleiter der HI..

Gez.: Dr. Richard Schmidt, Kreisjugendwalter der DAF., Stammführer.

Dem Kreisausschuh

gehören an: Adam, Rektor der gewerblichen Be­rufsschule, Gießen; Ebe, in Firma Schunk & Ebe, Windhof; Friedrich, Führer des NS. Deutschen Studentenbundes; Gros, Amtsgerichtsrat; H e y - der, Leiter der Dogtschen Privat-Handelsschule;

I a k o b e r, SS.-Standartenführer; Jantzen, Dir. der Buderusschen Eisenwerke, Lollar; K l o st er­mann, Prooinzial-Direktor, Kreisleiter der NSDAP.; Klös, Kreisamtsleiter der NSV.; Köhler, Kommerzienrat in Firma Buderussche Eisenwerke; Dr. Kruse, Leiter der öffentlichen Handelslehranstalt; Lüdke, Generalleutnant, Di­visionskommandeur; Dr. Lung, Oberlandwirt­schaftsrat; L i ch, Erika, Untergau 116, Sozialrefe­rentin; List, Dr., Oberregierungsrat, Leiter des Arbeitsamtes Gießen; Lösch, Oberfeldmeister, Standortführer des Arbeitsdienstes. Lutter, Regierungsrat, SA.-Standartenführer; Mertes, Abt. für Arbeitsführung uni) Berufserziehung in der DAF.; Metzger, W. Kreisbauern- führer, Röthges; Meusel Polizeidirektor; Na­gel, Motorstandartenführer; N e b e l i n g , Schul­rat, Kreisobmann des NS. Lehrerbundes; Finke, Dr., Oberstaatsanwalt i. V.; Pauly, Dr., Präsident der Industrie- und Handelskammer; Pfähler Dr., Prof. Rektor der hessischen Lan­des-Universität; Pfeffer, Führerin des Unter­gaues 116 des BDM.; Rehberg, Direktor der Tonwerke Abendstern; Rinn, L., Generaldirektor; Schimmel, Kreisamtsleiter der NS.-Haao; Schmidt, Oberregierungsrat, Vorsteher des Fi­nanzamtes; Schön, H., Kreissachbearbeiterin der Mütterschulung; Schreiber, Führer des Bannes 116 der HI.; Schroth, Direktor der Didier­werke Mainzlar; Schunk, in Firma Schunk & Ebe, Windhof; Stein, Kreisbetriebsgemeinschafts­leiter des Handwerks; Stühle r, Kreishandwerks­meister; Thüre, Präsident des Landgerichts; Wagner, Kreiswalter der DAF. Gießen; Weit­zel, Rektorin; Wendel, Dr., Direktor; W r e d e, I., Kreisfrauenschaftsleiterin.

Aus der provinzialhaupistadi.

Krippenlicht.

Von Reinhold Braun.

Krippenlicht! Ein seltsames Wort und doch auf dem deutschen Gemüt gewachsen. Es kündet von Zartheit und Heimatlosigkeit, vom Leuchten im Winkel, von der Freundlichkeit des Durchscheinens. Das Stille und Bedachte ist in dem Worte, das Innerste von Weihnachten. Als ich einmal in Bethlehem vor der Geburtsgrotte stand, blieb mein Herz unberührt. Es war mir da zuviel Grellheit, zuviel Kunstvolles. An die heimatliche Weihnacht mußte ich denken mit ihrem sanften, lebendigen Licht und an jene Zeit, da ich mit meinerChristla­terne" durch schneevolle Hohlwege und über sturmreiche Felder schritt zur Abendkirche. Wie schlug der Ker­zenschein kleine goldene Bögen um die schreitenden Füße! Man ging in feierlicher Behutsamkeit dahm. Und wenn dann die Entwicklung meines Lebens manchen Zickzack-Weg mt sich brachte, zu der Freude am Krippenlicht fand ich immer wieder zu­rück. Und das war gut. In mancher Behutsamkeit steckt mehr behütende Kraft, als wir anfänglich ahnen.

Mich will dünken, daß es auch gut für unser Volk ist, wenn es das Krippenlicht in feiner Mitte hütet! Denn dieses Licht ist das Wundersamste aus der großen Gottesmitte. Und ohne die Treue zu dieser vermag ein Volt nicht zu bestehen!

Nun sind Jene Tage des Jahres wieder da, an denen wir Lichter anzünden, umständlich, feierlich. Die Dinge der Natur, Wachs und Talg, fommen wieder zu Ehren. Nun find die Stunden wieder gekommen, in denen die Kerze zum sinnbildvollen Lichtauell wird. Und wenn wir dann später das künstliche Lcht von neuem einschalten, dann ist es uns, als schaue uns der harte Alltag ins Gesicht.

Wie wohl tat das Krippenlicht! Die Wunder des inneren Lebens entfalten sich doch am schönsten in solchem Lichte. Je feiner, je schlichter es ist, um so wirksamer vermag es zu dienen. Es hält uns auch die Sicht offen für den Sternenraum...

Dom Kienspan bis zur Bogenlampe! Welch eine gewaltige Entwicklung! Welch eine Summe von Schaffensstunden des erfindenden Geistes! Inmitten dieses Stromes steht das stille, liebreiche Krippen­licht, Sinnbild der Unwandelbarkeit in den großen Dingen des Herzens.

Es gibt Zeiten und Nächte, da der Aufmarsch dröhnen und die Fackel wehen muß. Aber in der Zeit des Advent und der Weihnacht herrscht das Krippenlicht. Da scheinen die Kerzen, und drau­ßen, wo das freie Land sich breitet, ist zuweilen ein leises Wandern, ein Wallen, und Lichter wandern und wallen mit.

Laßt uns das Krippenlicht lieb behalten! Das braucht das deutsche Herz; denn solche Liebe erhält es stark, wach und warm.

Dornotizen.

Tageskalender für Samstag:

NSG.Kraft durch Freude": 16 bis 17.30 Uhr, Waldlauf und Gymnastik auf dem Universitätssport­platz. Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 23 Uhr,Der Vogelhändler". Gloria-Palast, Seltersweg:Der Himmel auf Erden"; 22.45 Uhr, NachtvorstellungLuana". Lichtspielhaus, Bahn­hofstraße:Knox und die luftigen Vagabunden." Deutsche Stenographenschaft: ^0.30 Uhr, im Cafä Leib, Nikolausfeier. Artillerie-Verein: 20.30 Uhr, im Hessischen Hof, Kameradschaftsabend. Kame­radschaftliche Vereinigung ehemaliger Leibgardisten: 14 Uhr, Opferschießen für das WHW., auf dem Schiebstand des Schützenoereins. Fröbel-Semi- nar: 15 bis 19 Uhr, Nikolausmarkt. Turmhaus am Brandplatz: 17 bis 19 Uhr, Weihnachtsausstel­lung der oberhessischen Künstler.

Tageskalender für Sonntag.

DAF., Kreiswaltung Gießen: 10 Uhr im Licht­spielhaus, Bahnhofstraße, Eröffnung der Berufs­erziehungsarbeit des Winterhalbjahres 1935/36 und des Reichsberufswettkampfes der HI. und Oer DAF. Stadttheater: 19 bis 22 UhrDer Vogel­händler". Gloria-Palast, Seltersweg:Der Him­mel auf Erden"; 11 Uhr FrühvorstellungLuana". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Knox und die lustigen Vagabunden". Deutsche Jägerschast, Jagdkreis Gießen: 15.30 Uhr im Caf6 Leib Jäger­appell der Kreisjägerschaft. Matthäus-Gemeinde: 20 Uhr in der Turnhalle am Oswaldsgarten Ge­meindeabend. Lukasgemeinde: 20 Uhr im Lu- kassaal Familienabend mit Lichtbildervortrag des Reichsbahnamtmanns i. R. Dörr. Fröbel-Se- minar: 15 bis 19 Uhr Nikolausmarkt. Kamerad­schaftliche Vereinigung ehem. Leibgardisten: 9 Uhr: Opferschießen für das WHW. auf dem Schießstand des Schützenvereins. Turmhaus am Brand­platz: 11 bis 13 Uhr Weihnachtsausstellung der oberhessischen Künstler.

Der Stadttheaterspielplan vom 8. bis 15. Dezember.

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 8. Dezember, von 19 bis gegen 22 Uhr, außer Abonnement,Der Vogelhändler", Operette von Karl Zeller. Musikalische Leitung: Paul Wal­ter. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Thery Schultheis. Am Nachmittag von 15 bis 17.45 Uhr geht das Weihnachtsmärchen:Der kleine Muck" von W. Burggraf unter der Spielleitung des Märchenonkels Karl V o l ck in Szene. In der Woche vom 8. bis 15. Dezember wird das Weih­nachtsmärchen noch gegeben am Mittwoch, 11. De­zember, am Samstag, 14. Dezember, und am Sonn­tag, 15. Dezember, jeweils außer Abonnement, und mit Spieldauer von 15 bis 17.45 Uhr. Montag, 9. Dezember, von 20 bis 23 Uhr, als Vorstellung der NS.-Kulturgemeinde Ring Deutsche Bühne die OperetteDer Vogelhändler" von Karl Zeller. Die Spielleitung, die musikalische und tänzerische Leitung liegen in den Händen von Paul Wrede, Paul Walter und Thery Schultheis. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. Dienstag, 10. Dezember, Wiederholung des Trauerspiels:Der Stern von Sevilla" von Lope de Vega. Deutsche Uebersetzung und Bearbeitung: Hans Schlegel. Spielleitung: Der Intendant. Die Vorstellung gilt zugleich als 11. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. Mittwoch, 11. Dezember, von 19.30 bis

22.30 Uhr, die Komische OperDer Waffenschmied" von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul W a l - t e r. Spielleitung: Heinz Weiser. Die Vorstel­lung gilt zugleich als 11. Vorstellung im Mittwoch- Abonnement. Freitag, 13. Dezember, von 20 bis gegen 22.15 Uhr, das GesellschaftslustspielDer Mann mit den grauen Schläfen" von Leo Lenz. Spielleitung: Hans v. Spallart. 11. Freitag- Abonnement. Samstag, 14. Dezember, von 20 bis 22 Uhr, einmaliges Tanzgänzspiel Mary W i g m a n mit ihrer Tanzgruppe. Am Flügel Hanns Hasting. Außer Abonnement. Sonn­tag, 15. Dezember, 15 bis 17.45 Uhr, das Weih­nachtsmärchenDer kleine Muck" von W. Burg­graf. Leitung: Karl V o l ck. Außer Abonnement. Don 19 bis 22 Uhr, außer Abonnement, die Ope­retteDer Vogelhändler von Karl Zeller, in der völlig neuen Bearbeitung der Münchener Fassung. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. Tänze: Thery Schultheis.

General von Lettow-Vorbeck in Gießen.

In der Abteilung Gießen des Frauenbundes der Deutschen Kolonial-Gesellsch-oft spricht am kommen­den Montagabend in der Aula General v. Let° tow = 93 o r b e cf. (Siehe heutige Anzeige.)

Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde.

Nächsten Donnerstagabend in der Aula Licht­bildervortrag von Dr. Paul Rohrbach über Kampf und Raum im Pazifik". (Siehe heutige Anzeige.)

Familienabend der Lukas-Gemeinde.

Morgen, Sonntag, im Lukasfaal, Familienabend der Lukas-Gemeinde mit Lichtbilder-Vortrag von Reichsbahnamtmann i. R. Dörr. (Näheres in der heutigen Anzeige.)

Kupferner Sonntag.

Am morgigen Sonntag haben wir einen Tag, der in der Geschäftswelt besonders vermerkt ist: den Kupfernen Sonntag. Er eröffnet die Reihe der drei Sonntage vor Weihnachten, die sämtlich metallisch klingende Beinamen tragen. Diese Ehren­

namen der Sonntage stammen noch aus jener Zeit, da man in Münzen und nicht so viel in Geldschei­nen zu bezahlen pflegte, als heutzutage. Das Ein­kaufsgeschäft des Christkindes war und ist am dritten Sonntag vor dem Fest noch klein, da fallen nur geringe Münzen, alsokupferne", in die La­denkasse. Am zweiten Sonntag aber sind es schon silberne und am dritten gar goldene, denn an die­sen beiden Sonntagen blüht das Weihnachtsgeschäft. Da eilen die Leute, mit Paketen und Päckchen be­laden, im abendlichen Gewimmel der weihnacht­lichen Straßen dahin; jeder, der in der Lage ist, einmal Christkind zu spielen, möchte ja nicht versäu­men, anderen die große Weihnachtsfreude zu be­reiten.

NSDAP., Gießen-Nord.

Abteilung Hilfskasse.

Betr.: Bezahlung der hilfskassenbeiträge für das 1. Vierteljahr 1936 der SA.-Angehörigen im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Vord.

Am Montag, 9., und Mittwoch, 11. Dezember, in der Zeit von 20.15 Uhr bis 23 Uhr zahlen alle Angehörigen der SA., SA.-Reserve, NSKK., Marine-FA., Reiter-SA. usw., die nicht Parteigenossen sind und im Bereiche der Ortsgruppe Gießen-Nord wohnen, den Hilfskassenbeitrag für das 1. Vierteljahr 1936. Die Kassenstunden sind in der Gewerblichen Berufsschule, Kirchstraße 16, (Eingang durch den Schulhof) im Erdgeschoß. Wer an diesen beiden Abenden nicht bezahlt, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet.

(Sprechstunden für Lungenkranke

Die Sprechstunden der Fürsorgestelle für Lungen­kranke in der Medizinischen Poliklinik, Frankfurter Straße 63, finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Diens-

von 16 bis 17 Uhr statt. Für lungenkranke Kinder finden die Sprechstunden am gleichen Tage und zu der gleichen Zeit in der Universitäts- ? !.n d ce..r klinik statt. Lungenkranke und Krank­heitsgefährdete, die in ärztlicher Behandlung sind,

bedsirfen einer Ueberweisung des Arztes tn die Lungenfürsorgeftelle. Unbemittelte werden unent­geltlich beraten.

ChormeisterGeorgHarnisch 60Zahre alt

Am heutigen 7. Dezember begeht der weit über die Grenzen seiner engeren Heimat hinaus bekannte Chor- und Musikmeister Georg Harnisch m Watzenborn-Steinberg seinen 60. Geburtstag. Seine Laufbahn als Chormeister begann der Jubilar im Jahre 1897 nach Ableistung feiner Militärdienst- pflicht beim 32. Infanterie-Regiment Kassel mit der Uebernahme der Dirigentenstelle des Gesangvereins Jugendfreund" Watzenborn-Steinberg. Seit dieser Zeit steht Herr Harnisch ununterbrochen int Dienste des deutschen Liedes. Während all der Jahre stand er einer Reihe von Männergesangvereinen als erfolgreicher Dirigent vor, und manchen schönen Sieg konnte er mit seinen Sängern bei den frühe­ren Wettstreiten erringen. Auch heute an seinem Ehrentag führt Chormeister Harnisch noch bei fünf Männeraesangvereinen der näheren Umgebung von Gießen Den Dirigentenstab mit sicherer, zielbewuß­ter Hand. Möge dem Jubilar noch eine lange, segensreiche Tätigkeit für das deutsche Lied, das seinem Leben Inhalt gab, beschieden sein.

Das Stadttheater-Wahlabonnement als Weihnachtsgeschenk.

Aus dem Büro des Gießener Stadttheaters wird uns geschrieben:

Je näher das Weihnachtsfest heranrückt, um so eindringlicher beschäftigt man sich mit der Frage: womit soll und kann ich Freude bereiten? Wenn ein Wunschzettel vorliegt, ist man ja den Mühen des Ueberlegens enthoben; es ergibt sich lediglich die Frage, Erfüllung der Wünsche und Geldbeutel mit­einander in Einklang zu bringen. Aber wieviel schwieriger gestaltet sich das Problem des Schen­kens, wenn man nicht weiß, was begehrt oder be­nötigt wird. Da ist die Intendanz des Stadttheaters helfend beigesprungen. Ein Geschenk, gleich ange­nehm für die Dame wie den Herrn, bedeutet z u Weihnachten das Wahlabonnement. Es ist ein Theaterabonnement ohne Bindung an festen Tag und festen Platz. Ohne Dauerabonnenent zu sein, kann man doch durch regelmäßigen Besuch ständiger Theatergast sein und an den Aufführun­gen der Spielzeit teilnehmen. Dieses Wahlabonne­ment umfaßt 16 Vorstellungen zu einem äußerst niedrigen Preis zu 24 Mark, der außerdem sogar noch in vier Raten bezahlt werden kann. Gültig ist das Wahlabonnement an allen Spieltagen in der Woche (Dienstag Mittwoch Freitag); alle Kunstgattungen (Oper, Operette, Schauspiel) können ohne Aufzahlung je nach Geschmack und Belieben des Abonnenten besucht werden. Auch ist es mög­lich, an einem Abend gleichzeitig mehrere Karten zu verwenden. Diese in dieser Spielzeit erstmalig getroffene Neuheit gewährt also weitmöglichste Freiheit des Besuchers und eignet sich in der Art der Benutzung als passendes, wertvolles und äußerst preiswertes Weihnachtsgeschenk. Die Intendanz kommt sogar noch weiter entgegen und ermöglicht den Besuch der Theatervorstellungen an den Fest­tagen auch mit Benutzung des Wahlabonnements. Meldungen und Ausgaben an der Theaterkasse, Jo- hannesstraße 3. (Siehe heutige Anzeige.)

$reuöe kommt vom Tier."

Der bekannte Tierfreund und Tierschriftsteller Paul E i p p e r bereitete gestern abend in der Neuen Aula der Universität den zahlreichen Zu­hörern aus dem Kreise des Goethebundes und des Kaufmännischen Vereins mit feinem Schmalfilm-VortragFreude kommt vom Tier" zwei sehr unterhaltsame Stunden. Er sprach zunächst von der inneren Einstellung zum Tier, die wir als Menschen den lebenden Geschöpfen Gottes entgegenbringen müssen. Er sprach kurz über den Tierschutz und betonte dabei, daß der Tierschutz eine durchaus männliche Angelegenheit sei und Mut verlange. Er wies ferner daraus hin, daß es unsere Pflicht sei, Tiere, Die uns zum großen Teile dienen, vor Unbill zu bewahren. Für Eltern und Erzieher bedeute es eine große und schöne Aufgabe, im Kinde die Liebe zum Tiere zu vertiefen, das Kind und das Tier zusammenzuführen, denn beide verstünden sich ausgezeichnet, da ihnen in ihren Lebensäußerungen manches gemeinsam sei. Mt dieser Liebe des Kindes zum Tier werde die schützerische Liebe für den reifen Menschen vor­bereitet.

Sodann zeigte der Vortragende seinen Schmal­film, der von ihm bzw. seinem Sohne in einer nahezu dreijährigen Arbeit in den deutschen und ausländischen Tiergärten geschaffen worden waren. In einer straffen Zusammenfassung, in raschem Wechsel der Erscheinungen führte der Redner zu­nächst Tiere verschiedenster Arten vor Augen und zwar in so unmittelbaren Lebensäußerungen, daß man seine Helle Freude daran hoben konnte. In prächtigen Bildern sah man, wie sich die Giraffe das Laub von den Bäumen greift, Elefanten Körper­pflege treiben, Urwildpferde in Wiesen und Wald tollen, Antilopen in begeisternd eleganten Sprün­gen durch ihr Revier jagen und Bären mit großen Eifer mit ihren Wärtern, mit Menschen fpielSi, spielend kämpfen und sich füttern lassen.

In den weiteren Filmteilen wandte sich der Red­ner einzelnen Tieren inniger zu. Man (ernte die Seelöwen kennen, wie sie Torpedos gleich durch das Wasser schießen, wie sie aus dem Wasser springen, sich putzen, wie sie fressen und sich sichtlich ihres Daseins freuen. Sehr unterhaltsame Bilder brachte der Film dann von den Pinguinen, die ja für den Kameramann immer ein besonders dankbares Ob­jekt darstellen, da sie keinerlei Scheu zeigen und außerdem in ihrem Gemeinschaftsleben lustige 23er- gleiche zu den Menschen ziehen lassen. Liebreizende Bilder brachte der Film, indem er kleine Kinder in spielerischem Umgang mit Tieren vor Augen führte.

Mit besonderer Herzlichkeit sprach Paul Eipper von den Raubtieren und war bemüht, den Begriff

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