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her.

Die

Achtung! Wanderwartek

Nachdruck verboten!

10 Fortsetzung.

weh hat.

13. Kapitel.

Auf der Spur des Fremden.

Bettina überquerte den alten Ritterplatz und ihr Suchen begann schon hier. Ihr Blick spähte eifrig umher, aber sie sah nur Leute, die sie kannte, ihn, den sie suchte, sah sie nicht.

Sie dachte: Das ist ja auch Blödsinn, wenn ich mir einbilde, er stände hier draußen irgendwo be­reit und warte nur darauf, von mir gesucht zu werden!

Sie wandte den Schritt in der Richtung der nahen Rheinpromenade.

So oft sie auch, von Kind an, schon den Weg von heute gegangen, der an den Rhein führte, hätte sie der Anblick des herrlichen Stromes, doch stets mit neuem Entzücken erfüllt. Die schmale Straße machte einen scharfen Bogen und dahinter sah man ganz plötzlich den Rhein und das wundervolle gegenseitige Bergufer mit einer der malerischsten Ruinen des ganzen Stromes. Aber heute, wohl zum erstenmal in ihrem Leben, empfand sie nichts bei dem plötzlichen Auftauchen des gewohnten und doch immer wieder freudig begrüßten Landschafts­bildes. Ihre Gedanken waren zu sehr mit anderen Dingen beschäftigt.

Nun hatte sie die Promenade erreicht. Ein Damp­fer war eben angekommen und eine Reisegesellschaft brachte Leben und Bewegung in die Montagsstille, die eben noch über Hotels, Terrassen und dem gan­zen Ufer des Städtchens gelegen. Lachen und lau­tes Sprechen glitt vorbei an Bettinas Ohr und sie sah viele vergnügte Leutchen die Terrassenstufen eines nahen Hotels emporsteigen. Eben trat aus dem Hotel ein kleiner Herr, er trug den weichen schwarzen Schlapphut in der Hand und sein etwas verstrudelter Lockenschopf schimmerte silbergrau.

Konrad Wilderling!

Bettina blieb stehen, denn Wilderling winkte ihr schon zu. Sie nahm sich vor, ihm zu erklären, sie hätte große Eile, er brächte es sonst vielleicht fertig, ihr sehr ausführlich von seinem gestrigen Sonntag

scheu Volkes durch Jahrhunderte und Jahr- laufende hindurch erhallen bleibt und klaff en- haß und Klaffendünkel für immer aus- gerollel sind. Ich wünsche deshalb, daß der Jungarbeiter in der Hiller-Jugend sl e h t und marschierl und als ihr treuester Fahnen­träger den Weg in die Zukunft bahnen hilft!

** Iustizpersonalie. In den Ruhestand ver­setzt wurde auf seinen Antrag der Justizinspektor bei dem Amtsgericht Gießen Karl Allendörfer mit Wirkung vom 1. November 1935.

* A l s Rechtsanwalt beim Landge­richt Gießen ausgeschieden. Bon der Pressestelle des Landgerichts in Gießen wird uns mitgeteilt: Der Rechtsanwalt Dr. Leopold Katz da­hier hat seine Zulassung als Rechtsanwalt bei dem Landgericht Gießen aufgegeben und ist demgemäß in der Liste der bei diesem Gericht zugelassenen Rechtsanwälte gelöscht worden.

In der Hitler-Jugend hat sich die deutsche Jugend zu einer unerschütterlichen Einheit und Kamerad­schaft zusammengefunden. Die Hitler-Jugends ist damit der Garant dafür, daß die durch Adolf Hiller begründete Einheltdesganzendeut-j

wie zu helfen, denn sie zweifelte nicht daran, daß ihm eine Gefahr drobte, aber sie wußte jetzt wenig- tens, was sie zunächst tun muhte. Das Haus verlassen, den Käufer des Amethystanhängsrs suchen. Das Städtchen war nur klein, vielleicht traf sie ihn unten am Rhein.

Auch brauchte sie frische Luft, der Aufenthalt hier im Laden war unerträglich.

Sie nickte zu dem Rat der Mutter.

Ich werde spazierengehen, Mutter, das wird mir guttun, sollte ich etwas später Heimkommen, sei mir nicht böse."

Ein Lächeln der Mutter, ein kurzer Gruß und Bettina eilte in ihr Zimmer hinauf. Etwas ver­wundert hörte Frau Hochwald, daß Bettina die Treppe hinaufstürmte, als ob es oben brenne und sie etwas retten müsse. Die allzugroße Hast paßte eigentlich gar nicht zu jemand, der starkes Kopf-

die den Zweck hat, alle noch außenstehenden jungen Volksgenossen für ihre Ziele und ihre Arbeit zu gewinnen, wird von der Wehrmacht auf das wärmste begrüßt. Sie erblickt in der Hitler- Jugend eine wertvolle Vorschule für die allgemeine Dienstpflicht, die sich be­kanntlich auf ein Jahr beschränkt. Dies läßt alle Bestrebungen, der Wehrmacht einen innerlich vor- gebildelen Nachwuchs zur Verfügung zu stellen, be­sonders dankenswert erscheinen. Die jungen Volks­genossen, die in der Hitler-Jugend zu Gehorsam, Ordnung, Straffheit, Kameradschaft und Bescheiden­heit erzogen worden sind, werden sich leichter an den strengen soldatischen Dienst gewöhnen, als diejenigen Wehrpflichtigen, die nicht durch diese Schule ge­gangen sind. Der Truppe wird dadurch ein wesent­licher Teil ihrer Aufgaben erleichtert, und die so gewonnene Zeit kann der rein militärischen Aus­bildung zugute kommen.

In diesem Sinne wünscht das Generalkommando IX. Armeekorps der Werbeaktion der Hitler-Iugend im Gebiet 13 (Hessen-Nassau) einen guten und er­

hell Hitler! Becker Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront. Gruß des Wehrkreis- kommandeurs an die HI. Werbeaktion der Hitler-Jugend,

folgreichen Verlauf.

heil Hitler! Dollmann

Generalleutnant, Kommandierender General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX.

zu erzählen. Die Sonntage liebte er ja über alles. Den freien Tag, fröhliche Kumpane, Wein und Gesang.

Er drückte ihr die Hand.

Wollen Sie ein bißchen Luft schnappen, Bet­tina?" Er wartete keine Antwort ab und wies auf das Hotel, aus dem er eben gekommen.Hab da drinnen zwei Unterrichtsstunden abgesagt bei den Wirtskindern, heute nachmittag möchte ich faulenzen. Habe Besuch aus Berlin erhalten. Der Sohn mei­ner Kusine Diendorf. Ein vielbeschäftigter, noch junger Arzt."

Bettina brachte ein Lächeln fertig.

Da möchte ich Sie aber gar nicht aufhalten, Herr Wilderling."

Er strich das Haar von der kantigen Stirn zu­rück.

Aufhalten, Sie mich? Sie halten mich nie auf. Und wenn SIs nichts Besonderes vorhaben, beglei­ten Sie mich ein Stückchen. Ich muß ins Hotel ,Zur Krone', da ist nämlich Dr. Diendorf abgestiegen. Er war gestern bei mir, aber ich bin doch Sonntags nicht zu Haufe. Er hatte feine Karte hinterlassen, daß er mich heute mittag erwartet. Soll ein froher Mittag und Nachmittag, vielleicht auch Abend werden."

Bettina nahm eine Ausrede zu Hilfe. Sie müsse etwas für ihren Vater besorgen und in entgegen» gefegter Richtung gehen.

Schade!" bedauerte er,ich hätte mich so gern noch ein bißchen mit Ihnen unterhalten. Hab ein feines neues Lied, hätte es Ihnen unterwegs vor« gefummt!" Er reichte ihr die Hand.Also müssen wir uns trennen, Bettina."

Er seufzte.Vielleicht wird es heute auch gar nicht so nett, wie ich es erhoffe. Heute kam nämlich ein Brief von meiner Kusine an, in dem sie es mir dringend ans Herz legt, ihren Jungen, der mich nebenbei bemerkt ,Onkel' betitelt, so gut es ginge, aufzuheitern. Er wäre sehr mit feinen Nerven her­unter, schreibt sie, weil er durch einen Unglücksfall, dicht vor der Hochzeit, seine von ihm vergötterte Braut verloren, die zugleich seine junge Pflege­schwester gewesen." Er seufzte wieder.Eine trau« riqe Geschichte, wer weiß, ob ich den armen Kerl, den ich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe, überhaupt aufheitern kann." Er nickte Bettina zu. Auf Wiedersehen."

Bettina machte wohl ein paar Schotte in der Richtung, in der sie angeblich zu tun hatte aber dann wandte sie sich mit raschem Entschluß um, ging schon wieder an Wilderlings Seite.

Ich habe es mir überlegt", erklärte sie,Vaters Auftrag hat Zeit, ich möchte Sie doch lieber de- ^GHreute sich.Sie sind natürlich gespannt auf mein neues Lied, nicht wahr?"

Sie nickte:3a, das bin ich!"

Mochte er ihr vorsummen, was er wollte, sie muhte sich indessen darüber schlüssig werden, aus

Aufruf!

An die gesamte HL. des Gebietes Heffen-Tiaffau!

Als am Abend des 28. September schlagartig überall im Gebiet dieFanale der Jugend" auf­flammten, da war das der machtvolle Beginn unse­rer großen Aktion, die 14 läge lang die Öffent­lichkeit in ihren Bann schlägt.

HL. an die Front!"

In gewaltiger Arbeit und täglich gesteigerter Anspannung aller Kräfte wollen wir diese Aktion zum Endsieg der nationalsozialistischen Jugend im Gebiet Hessen-Nassau führen. Die Krönung soll die gewaltige Abschlußkundgebung in Limburg am 13. Oktober sein. Dieser Tag steht unter der Parole:

HL. zieht nach Limburg!

Oer Neichsjugendführer spricht!

Die nationalsozialistische Jugend wird an diesem Tag in einer gewaltigen Demonstration ein Be­kenntnis zum Glauben der jungen Nation ablegen. Ein Volk zu sein, das ist die Religion unserer Zeit!

Jungen und Mädel, zeigt am 13. Oktober, daß die Jugend Adolf Hitlers ein unerschütterliches Bollwerk der deutschen Zukunft ist.

Jungen und Mädel, wir wissen, daß ihr alle am 13. Oktober dabei sein möchtet, aber es wird sich technisch nicht ermöglichen lassen. Darum meldet euch sofort bei euren zuständigen Führern und Führerinnen zur Teilnahme.

Eltern! Gebt euren Jungen und Mädeln, der Jugend Adolf Hitlers, die Erlaubnis, am 13. Okto­ber mit nach Limburg zu marschieren.

HL. auf nach Limburg!

Heil Hitler!

Die Führerin des Obergaues 13 des BDM.: Else Riese, Gauführerin.

Der kommiss. Führer des Gebietes 13, Hessen-Nassau: P o 11 h o s s, Oberbannführer.

Landesobmann Willi Becker an die HI.

Das Telephon schrillte. Sie nahm mechanisch den Hörer ab, sagte mechanisch:Hier Goldschmiede­meister Hochwald. Wer dort?"

Gretels Stimme antwortete:Du, Bettina, ich befinde mich am anderen Ende der Stadt bei der Schneiderin. Nebenan im ,Hirsch' wartet Hansi- bruder mit unjerm Wagen. Weißt, du, ich mochte heute gar nicht mehr den Umweg zu euch machen und werde den Rahmen erst übermorgen abholen. Vielleicht ist die Gravierung auch noch gar nicht ^Sie ist noch nicht einmal angefangen, Vater tarn eben erst zurück", antwortete Bettina und at­mete ein wenig freier.

Sie hatte nun wenigstens Zeit gewonnen, konnte Nachdenken, was sie tun sollte, tun mußte.

Gretel lachte:Dann auf Wiedersehen über­morgen!" .. Ä .

Auf Wiedersehen!" gab Bettina zuruck und legte den Hörer auf seinen Platz.

Sie stand wie von schwerem Traum umfangen. Die gräßliche Ahnung bedrängte sie jetzt immer schwerer, löste solche Angst in ihr aus, daß es ihr war, als müsse sie laut um Hilfe rufen. Sie preßte die Hände an die Schläfen und die Frage, was sie tun sollte, lag wie ein scharfer Stein iy ihrem ge­marterten schmerzenden Kopf.

Eben trat die Mutter ein, deren Schritt im Hin­terzimmer Bettina gar nicht gehört hatte. Sie ließ zusammenfahrend die Hände sinken, als die Mutter fragte:Was ist dir denn, Bettina? Du stehst ja da wie eine Statue."

Bettinas Blick glitt an der Mutter vorbei. Sie konnte doch nicht antworten: Mutter, ich bange ent­setzlich um Hans Syden! Ich liebe ihn nicht, well er mich gedemütigt bat, aber ich ängstige mich jeinetroegen doch so sehr, daß ich fast ersticke vor n$as konnte sie nicht antworten und deshalb half sie sich mit der Ausrede, sie hätte starkes Kopfweh

Aengstlich hafteten Frau Hochwalds Augen auf mi|erabe( aus, Mädel, Leg- dich ein Stündchen in deinem Zimmer aufs Sofa oder mach einen kleinen Spaziergang vor Tlfch, Lor halb zwei essen wir ja nie. Ich bleibe hier, Mm- chen wird allein in der Küche fertig.

Bettina war es, als zerreiße jäh das schmerzende Dämmern in ihrem Kopf. Sie wußte Zwar noch nicht, was sie hm tonnte, nm Hans Syden irgend-

Wieseck, Gasthaus Braun. Allgemeine .Körperschule, für Frauen und Männer. Von 19.45 bis 20.45 Uhr, Großen-Buseck, Gasthaus Wagner.

Donnerstag: Allgemeine Körperschule, für Frauen und Männer. Don 16 bis 18 Uhr, Unioer- sitätssportplatz. Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26.

Freitag: Allgemeine Körperschule, für Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Lollar, Kantine der Firma Buderus.

Samstag: Waldlauf, für Frauen und Män­ner. Von 17 bis 18.30 Uhr, Universitätssportplatz.

Achtung! Schwimmkurse Dienstags!

Die beiden Schwimmkurse Dienstags mußten je­weils eine halbe Stunde vorverlegt werden. Die Zeiten liegen jetzt wie folgt: Von 20 bis 21 Uhr, Volksbad; von 21 bis 22 Uhr, Dolksbad. Die Zeiten der beiden Freitags-Kurse bleiben wie bis-

welche Weise He Dr. Diendorf sprechen konnte. Es gab für sie nicht den geringsten Zweifel, der Käufer des Amethystanhängers war Dr. Diendorf aus Berlin. Sie wollte das Bild Hans Sydens von ihm zurückfordern und verhindern, daß er es je­mand zeigte und auf die Weise herausbrächte, wen es darstellte.

Ob sie es aber noch verhindern konnte? Vielleicht hatte er es schon jemand gezeigt. Die meisten Leute hier im Städtchen kannten Hans Syden. Er brauchte es nur dem Besitzer der ,Krone' zeigen und erhielt jede gewünschte Auskunft. Er hatte sie wahrscheinlich schon.

Angst drückte ihr das Herz zusammen, und ihre Gedanken wirbelten wie toll umher.

Konrad Wilderling aber sang ziemlich laut, denn die Promenade war jetzt menschenleer.

Wie gefällt Ihnen das, Bettina?" holte sie Wil­derlings Frage aus tief versponnenem Nachdenken.

Sie nickte:Wunderschön!"

Er machte ihr nach:Wunderschön!" Ein Schat­ten lag auf seiner Stirn.Sie werfen mir die Schmeichelei zu, wie man einem Hund einen Kno­chen oder einem Kind ein Stück Schokolade zu wirft. So, da hast du was, aber nun laß mich gefälligst in Ruh."

Er sah sie an, stutzte und blieb stehen, legte ihr dann eine Hand auf den Arm, zwang sie dadurch, ebenfalls stehen zu bleiben.

Jetzt fällt es mir erst auf, daß irgend etwas mit Ihnen los ist, Bettina. Sie haben einen ganz verstörten Zug im Gesicht, der mir an Ihnen neu ist, und die Augenlider blinzeln nervös. Na, na, na, was gibts denn?"

Bettinas Schultern zuckten, es war, als schüttelte sie innerliches Weinen. Es verschlug ihm förmlich den Atem, Bettina so zu sehen, wie er sie noch nie gesehen. Das kluge, gleichmäßige Mädel, das nur beim Singen richtig aus sich herausging.

Er brummelte:Das ist jane schöne Bescherung, Bettina. Um des Heben Himmels willen, was ist denn geschehen? Wenn Sie mit keinem sonst dar­über reden können, vertrauen Sie sich mit an."

Ihre Augen schenkten ihm einen dankbaren Blick und wie ein Hauch kam es über ihre Lippen:Ich werde nicht mehr klug aus mir. Ich weiß um etwas, was böse ausgehen kann für zwei Männer, und was mich eigentlich nichts angeht. Aber ich möchte gern helfen, möchte Unheil verhüten."

Bettina dachte, mit lanoem Hin- und Herreden würde sie nur kostbare Zett vertrödeln. Sie mußte wissen, woran sie war. Ob Dr. Diendorf schon her­ausgebracht hatte, wen das Bild darstellte. Das war zunächst das Wichtigste.

Sie erwiderte hastig:Vielen Dank für Ihr An­gebot, mir helfen zu wollen, ich nehme es an und bitte Sie deshalb, mich jetzt mitzunehmen zu Ihren Verwandten."

Ich hab' wohl falsch verstanden?" (Fortsetzung folgt!)

Am Sonntag, 13. Oktober, findet eine Rad» Wanderung statt nach BraunfelsSieben- MühlentalButzbachGießen. Die Abfahrt erfolgt ' um 7.30 Uhr pünktlich ab Lahnbrücke. Die Heuchel­heimer Teilnehmer schließen sich auf der Durchfahrt an, und zwar am Ausgang von Heuchelheim, Rich­tung Atzbach. Verpflegung ist mitzunehmen. Es wird erwartet, daß sich recht viele Kameraden be­teiligen. Wer einmal an unf-ren Wanderungn teil­genommen hat, ist immer wieder dabei. Führungk Kreiswanderwart Richter.

Aufruf au die Weinhändler.

Fwd. Das Stabsamt des Reichsbauemttihrers teilt mit: Für die Weinwerbewoche sind erhebliche Mengen Wein in den Erzeugergebieten gekauft worden. Der gesamte Empfangshandel drängt auf schnellste Abfertigung der gekauften Weine. Die Weinversandfirmen haben ihr gesamtes Faßmaterial zur Verfügung gestellt. Leider schicken die Wein- Händler erst nach längerer Zeit die entleerten Fäs- ser^zurück. Bei einem Bedarf von ca. 500 Fässern pro Tag ist lediglich ein Eingang von 20 bis 30 Stück zu verzeichnen, und dadurch wird der Erfolg der Weinwerbewoche in Frage gestellt, weil prak­tisch die Verladungen der Paten- und Werbeweine wegen Faßmangels einfach nicht möglich sind. Alle Weinhändler werden hiermit aufgefordert, sofort das Faßmaterial zu entleeren und zurückzusenden.

mand wird diesen weißen, an dem schiefen Ring erkennbaren Pilz mit einem eßbaren verwechseln können. Wenn er aber in geschlossenem Zustande aus dem Waldboden hervorlugt, so ist ein verhäng­nisvoller Mißgriff beim Sammeln weißer Champi­gnons gar leicht möglich. Es fei daher hier noch einmal darauf aufmerksam gemacht, unentwickelte Pilze, deren Merkmale noch nicht erkennbar sind, an Ort und Stelle zu lassen, beim Auslesen der ge­sammelten Beute aber genau jeden Pilz auf Die Färbung der Lamellen zu untersuchen, die beim echten Champignon stets rötlich, beim Knollenblät­terschwamm jedoch ausgesprochen weiß sind. Was sonst an giftigen und verdächtigen Pilzen noch her­vorzuheben ist, beschränkt sich auf Schwefelkopf, Fliegenpilz, Panther- und Perlpilz, Giftreizker, Speiteufel und den nur einmal gefundenen Hexen­pilz. Wir übergehen das bunte Gelichter der viel­farbigen Täublinge, Ritter- und Milchpilze, die alle­samt bei uns kaum als Speisepilze in Betracht kom­men, weil es weit bessere in genügender Menge für den erfahrenen Sammler zur Auswahl gibt. Der letzte Sammelplatz auf der Hochwarte führte noch einmal die Teilnehmer zusammen. Mit Worten des Dankes an den Leiter der Veranstaltung schloß der stellvertretende Führer, Herr Strauch. Dann gings von der durch die wunderschöne Fernsicht be-

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Vornan von Anny von panhnys Urheberrechtsschutz Auswärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68.

kannten Anhöhe nach der bereits erleuchteten Stadt zurück.

Oporfomt »Kraft durch Freude".

Gebührenfreie kdF.-Sportturse!

Das Spvrtamt KdF. hat verschiedene neue Kurse eingerichtet, die während der Herbst- und Winter­monate in verschiedenen Turnhallen zur Durchfüh­rung gelangen. Um allen Volksgenossen die Mög­lichkeit zu geben, die KdF.-Sportkurse kennen zu lernen, werden in dieser Woche nochmals alle of­fenen Sportkurse für neu hinzukom- menbe Teilnehmer kostenlos durchge­führt. Die Kurse werden an folgenden Tagen laufen:

Montag: Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Von 19.45 bis 20.45 Uhr, Großen- Buseck, Gasthaus Wagner.

Dienstag: Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Alte Pestalozzifchule, Wernerwall. Skigymnastik, für Frauen und Männer. Von 20.30 bis 21.30 Uhr, Schillerschule, Schill erstraße.

Mittwoch: Allgemeine Körperschule, für

Frauen und Männer. Don 20.30 bis 21.30 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Fröhliche Gymnastik und Spiele, nur für Frauen. Don 20.30 bis 21.30 Uhr,

Aorrwiizen.

Tageskalender für Montag.

NSG.Kraft durch Freude": 18 bis 19 Uhr Tennis auf den städtischen Tennisplätzen am Schützenhaus; 21 bis 22 Uhr Retten, Reitschule Schömbs, Brandplatz. Lichtspielhaus, Bahnhof- i straße:Der falsche Fufziger".

Tiacherhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme 1935.

Das Kreisamt Gießen hat den Bürgermeistereien des Kreises Gießen folgende Verfügung zur Kennt- , nis gebracht: r,

Der Herr Reichs- und Preußische Minister für < Ernährung und Landwirtschaft hat die Vornahme einer Nacherhebung zur Bodenbenutzungsaufnahme 1935 angeordnet. Die örtliche Durchführung dieser Erhebung in den Gemeinden obliegt in Hessen den Bürgermeistereien, die zentrale Durchführung und Aufarbeitung dem Hessischen Landesstatistischen Amt in Darmstadt.

In allen Gemeinden ist der Anbau von Zwischenfrüchten und von Futterpflanzen zur Samenyewinnung mit Hilfe von Zählbezirkslisten zu ermitteln.

In den gemüsebaulich wichtigsten Gemeinden, und zwar in Gießen und L i ch, findet außerdem eine betriebsweise Befragung der Gemüsebauern und Erwerbsgärtner nach ihrem Anbau mit Hilfe von Betriebsbogen (Haupt- und Nebenbogen) statt.

Die Erhebung dient lediglich volkswirtschaftlich­statistischen Zwecken. Sie hat in keiner Weise mit irgendwelchen steuerlichen Zwecken etwas zu tun, vielmehr unterliegen die Angaben der einzelnen Betriebsinhaber dem Amtsgeheimnis. Die Ergeb­nisse der Erhebung sind für die Kenntnis der Lage der Futter-, Saatgut- und Nahrungsmittelversor- gung nicht zu entbehren. Eine zuverlässige und sorg­fältige Durchführung der Erhebung durch die Bürger­meistereien muß daher abgewartet werden.

Von den Zählpapieren ist lediglich die Urschrift der Gemeindeliste zu den Gemeindeakten zu nehmen; die Reinschrift der Gemeindeliste und sämtliche an­deren Zählpapiere sind spätestens am 21. Oft. 1935 unmittelbar an das Landesstatistische Amt in Darmstadt einzusenden.

Pilz Rundgang durch Gießener Waldungen.

Bevor der Sommer zur Neige geht, schmückt sich der Wald noch einmal mit bunten Farben. Birke und Ahorn, Esche und Eiche, Ulme, Buche, der Vo­gelkirschbaum, kurz der ganze Waldbestand an Bäu­men wetteifert um diese Zett im Schmuck froher Farbentöne. Aus den Hecken und Büschen aber, welche die verschwiegenen Waldwege umsäumen, leuchten die reifenden Früchte von Wildrosen, Weiß- und Schwarzdorn, Pfaffenhütchen und was sonst der Herbst zu bieten vermag. Wer für Naturschon- heit empfänglich ist, kann bann zu dem Schluß kommen, daß die Welt nie schöner fein kann, als an einem warmen Oktobertage, wenn die Sonne Höhen und Täler vergoldet.

Ein schöner Nachmittag war dem Landschafts­bund für Volkstum und Heimat befchieden, als er am Samstag einen Pilzgang in der Richtung nach Annerod zu unternahm. Mehr als 60 Natur- und Pilzfreunde hatten sich eingefunden. Ihre Erwar­tung, Belehrung im Reiche der Waldfeen und Wich­telmännchen zu finden, ^vie sie der Volksglaube mit dem geheimnisvollen Erscheinen und Verschwinden der Pilzflora verbindet, wurde nicht enttäuscht. Weiße und braune Waldchampignons, Steinpilze, echte und falsche Reizker, Rothäubchen, Stock­schwämmchen und zum Schluß ganze Herden der unheimlich aussehenden aber wohlschmeckenden Totentrompete konnten besprochen und gesammelt werden. Nicht weniger wichtig war der Vergleich mit den nicht selten zum Verwechseln ähnlichen Giftpilzen, unter denen der allergiftigste unter ihnen, der Knollenblätterschwamm, in Menge und in allen Entwicklungsstadien zu finden war. Nie-

Winterkurkarten

des hessischen Staatsbades.

LPD. Bad-Nauheim, 5.Okt. In den letzten Jahren bemüht sich die Leitung des Staatsbads, den Kurbetrieb auch während der Winter- monate aufrechtzuerhalten und immer mehr zu beleben. So hat man sich jetzt entschlossen, für die Zeit vom 1. Oktober 1935 bis zum 31. März 1936 Winterkurkarten herauszugeben, die im Preise wesentlich verbilligt sind.

Schlecht gelaunt nervös?

.. auf Kaffee Hag umstellen!