Hr 2’4 Drittes Blatt ffltficit« Anzeiger (General-Anzeiger für Merhesie»)
Montag, 7. GNober 1435
Stadt und Land—Hand in Hand.
Die Gießener Volksgenossen feiern gemeinsam mit den Bauern aus der Umgegend den Tag des Erntedankfestes.
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Beim Volkstanz in Lang-Göns.
Ein Mner Erntewagen in Großen-Buseck. - (Ausnahmen [6J: Photo-Pfasf, Sieben.)
Kundgebung auf dem Anger in Großen-Buseck.
Bei Kaffee und Kuchen in Geilshausen.
Lang-Gönser Bevölkerung zur gemeinsamen Erntedankfestfeier Folge zu leisten.
Am Bahnhof hatten sich zahlreiche Ortsbewohner zum Empfang der Gießener* Gäste eingefunden. Mit den beiden Stürmen der SA. und der HI. marschierten die Männer, Frauen und Kinder vom Bahnhof aus zunächst zum Festplatz, wo das geräumige Festzelt im Handumdrehen vollbesetzt war und auch auf dem Festplatze, sowie in der anliegenden Turnhalle viele untergekommen waren. Rasch entwickelte sich allenthalben eine frohgemute Stimmung, die von regen Plaudereien getragen war. Als dann durch den Lautsprecher die Rede des Führers angekündigt wurde und man hörte, mit welch' gewaltiger Begeisterung die Menge den Führer auf dem Bückeberg empfing, verstummte sofort jede Unterhaltung, und alles lauschte mit größter Spannung auf die Rede, die der Führer an das ganze deutsche Volk richtete. Vielfach konnte man dabei die Feststellung machen, daß auch die Hörer in der Feiergemeinschaft in Lang-Göns aus ganzem Herzen den Darlegungen des Führers zustimmten, daß er ihnen mit seinen Worten eine gute und feste Richtschnur für dis Weiterarbeit im Dienste der Nation gab. Voll Begeisterung stimmte die Menge in das vom Führer ausgebrachte Sieg-Heil auf das deutsche Vaterland ein, mit gleicher Begeisterung nahmen die Männer und Frauen dann die dreimaligen Sieg-Heil-Rufe auf den Führer auf.
Sodann begab sich alles in den Ort, zum Teil an den Ortsaüsgang nach Holzheim zu, von wo aus sich ein stattlicher Festzug unter Beteiligung der Politischen Leiter, der SA., SS., HI., BDM. und zahlreicher Volksgenossen unter Mitführung zweier schön ausgestatteter Erntewagen bei flotter Marschmusik durch die Dorfstraßen nach dem Festplatz begab. Hier angekommen entbot der Ortsgruppenleiter Bürgermeister Wenzel den Gästen aus Gießen den herzlichen Willkommengruß der Gemeinde Lang-Göns, erwähnte das Schaffen des deutschen Bauern im Dienste der Volksgesamtheit, würdigte mit herzlichen Worten die Tätigkeit des deutschen Arbeiters der Stirn und der Faust in den Städten, gab dem Danke gegen Gott für den Erntesegen Ausdruck und wies am Schlüsse besonders auf die wunderbare Volksgemeinschaft hin, die wir alle nur dem einen Manne zu verdanken haben, in dessen Händen das deutsche Volk sein Schicksal gut geborgen wissen darf: dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dem die dreimaligen Sieg- Heilrufe der großen Menschenmenge als Gruß und Treuegelöbnis galten. Der Ortsgruppenleiter von Gießen-Süd Pg. Schwarz betonte sodann in einer kurzen Ansprache, daß die Gießener Volksgenossen gerne der Einladung von Lang-Göns gefolgt seien, mit dem Bauer Dank und Freude empfänden im Hinblick auf den Erntesegen, daß sie das schwere Schaffen des Bauern und aller seiner Helfer in der rechten Weise zu würdigen verstünden, aber auch die Gewißheit hätten, daß unsere bäuerlichen Volksgenosseck in gerechter Weise den schaffenden deutschen Menschen in der Stadt in seinem Wirken im Dienste aller bewerten, und daß sie sicher seien, daß auch auf dem Lande die Erkenntnis herrsche, wie eng verbunden alle Berufsschichten und alle Stände unseres Volkes in ihrem Wirken seien und keiner den anderen entbehren könne Am
Schlüsse seiner Rede sprach er den Lang-Gönsern Gastgebern den Dank der Gäste aus.
Nunmehr ging es in die Häuser der Lang-Gönser Volksgenossen, wo man bei Kaffee und Kuchen in bester Weise aufgehoben war. Nach der Kaffeepause fand sich alles wieder auf dem Festplatz ein, wo der BDM. mit reizvollen Darbietungen von Reigen und deutschen Tänzen erfreute, anschließend reichlich Tanzgelegenheit geboten war und im übrigen an mancherlei Erfrischungsmöglichkeiten kein Mangel bestand. Abends weilten die Gießener wiederum in den Lang-Gönser Häusern als gern begrüßte Abendbrotgäste, denen die Lang-Gönser Hausfrauen und ihre Familien in sebr anerkennenswerter Weise bei reichlicher Speise ußd Trank herzliche Gastfreundschaft zuteil werden ließen. Noch während der Heimfahrt im Zuge, ebenso auch unterwegs vom Bahnhof in die Stadt hörten wir von vielen Männern, Frauen und Kindern nur Worte wärmster Anerkennung und höchsten Lobes über die Lang- Gönser Gastfreundschaft.
Gießen-Ost in Großen-Vuseck.
Der Sonderzug brachte gestern Mittag etwa 400 Volksgenossen aus Gießen - Ost zur Feier des Erntedankfestes nach Großen-Buseck. Von den Häusern wehte die Flagge des Dritten Reiches, die Einwohnerschaft hatte außerdem die Hofeinfahrten mit Girlanden und vielen Herbstblumen prächtig geschmückt. Auf dem Anger vor dem Rathaus, war
Die Kundgebung auf dem Dorfplatz von Geilshausen«
Herzliche Begrüßung in Großen-Linden.
Der gestrige Erntedankfesttag wurde von den Volksgenossen in Gießen und in allen Landorten in schönster Weise gefeiert. Die Straßen unserer Stadt zeigten reichen Fahnenschmuck, mit dem unsere Bevölkerung ihrer freudigen Einstellung auf den Tag sichtbaren Ausdruck verlieh. Um die Mittagsstunden herrschte am Bahnhof starker Verkehr, da um diese Zeit die Volksgenossen aus Gießen mit Sonderzügen hinausfuhren in benachbarte Orte zur gemeinsamen Erntedankfestfeier mit der bäuerlichen Bevölkerung. Am späten Abend herrschte am Bahnhof wiederum großer,Betrieb, da nunmehr die frohgestimmte Heimkehr vor sich ging. Aus zahlreichen Orten des Kreises Gießen und der benachbarten preußischen Kreise liegen uns heute früh Berichte vor, in denen übereinstimmend ein sehr schöner Verlaus des Tages geschildert wird.
Gießen-Aord in Großen-Linden.
Die Ortsgruppe Gießen-Nord war einer Einladung nach Großen-Linden gefolgt und sehr zahlreich erschienen. Das Fest begann mit einem Umzug durch die Ortsstraßen Grohen-Lindens, die mit Fahnen reich geschmückt waren. Der Zug setzte sich zusammen aus dem Radfahrerverein, den Formationen der Partei und der Gemeindevertretung. Es folgte der Erntewagen, eine Gruppe Schnitter und Schnitterinnen, die Ortsvereine und die Hitlerjugend. Viel Spaß bereitete der Spinn- ftubenwagen. Am Schlüsse war eine Bauerngruppe
(Landwirtschaftliche Maschinen und Geräte) und der Spielmannszug des Jungvolks. In der Bahnhofstraße schlossen sich die Gäste an. Der Zug bewegte sich durch die Moltkestraße und Ludwigstraße zum Schulplatz.
Hier sprach der landwirtschaftliche Ortsfachberater Pg. Wilhelm Wenzel, der u. a. sagte: In Einig- ' kett und Geschlossenheit begeht das ganze deutsche Volk zum dritten Male im neuen Reich den deut- chen Erntedanktaa unter der Parole „Ehre dem reutschen Bauern^ Erntedankfest ist im national- ozialistischen Reich ein Fest des ganzen Volkes geworden. An diesem Tage bekennt sich das deutsche Volk überall in tiefem Dank zu der lebenspendenden Arbeit des Bauern. Schwer und hart arbeitet der deutsche Bauer. Wenn jedoch die Ernte vorüber ist, dann feiert der deutsche Bauer das Erntedankfest. Wir danken alle unserem Schöpfer, der uns auch in diesem Jahre wieder unser täglich Brot schenkte. Ueberreich an Mühe ist die Erntezeit, überreich auch an Sorgen aller Art, aber unsere Bauern verzagen nicht. Sie fühlen sich als Glieder einer langen Kette von Geschlechtern und sie spüren, daß der Mensch-eigentlich nur eine einzige Aufgabe hat, sich als ein würdiges Glied dieser Kette zu erweisen, von der er ein Teil ist. So bewahren die Bauern das Erbe der Väter. Ihre Arbeit am Mutterboden ist heiliger Dienst am Volke und Vaterland. Der Boden gab uns das Brot. Voll Dankbarkeit stehen wir heute mit Führer und Volk, gesichert vor Not, in festlicher Erntefreude.
Hierauf begrüßte Bürgermeister Pg. Michel die Gäste und betonte, daß an diesem Tage das ganze deutsche Volk vereinigt sei. Die Worte des Führers sollen wahr werden, daß der Bauernstand die Grundlage des deutschen Volkes ist. Wir wollen weiter zusammenarbeiten, damit wir im nächsten Jahre sagen können: das Band ist noch fester geschlungen worden. Dann können wir dem Führer melden, wir sind wieder einen Schritt weitergekommen. Wir wollen auseinandergehen mit dem Gedanken im Herzen: nur ein Deutschland!
Anschließend wurde die Uebertragung vom Bückeberg gehört. Dann ging es in die Quartiere zum Kaffeetrinken, um nachher in den Gastwirtschaften einige frohe Stunden in wahrer Volksgemeinschaft zu verbringen. Es wurde viel Abwechslung geboten, so daß sich die Gäste sehr wohlfühlten. Beide Gesangvereine halfen durch schön vorgetragene Chöre den Tag verschönern. Der BDM. führte Reigen auf, der Turnverein Großen-Linden zeigte zackige Hebungen am Barren. Abends suchten die Gäste ihre Quartiere wieder auf, um gemeinschaftlich mit ihren Gastgebern zu Nacht zu speisen. Die Abendstunden wurden bei Tanz und fröhlicher Stimmung zugebracht, bis um 10 Uhr die Heimfahrt angetreten wurde. Diese Veranstaltung dürfte dazu beigetragen haben, die Volksgemeinschaft weiter zu vertiefen, wofür alle frohen Gesichter eindrucksvoll Zeugnis ablegten.
Gießen-Söd in Lana-Göns
Mittels Sonderzuges begaben sich Hunderte vo. Volksgenossen und Volksgenossinnen aus dem Orts- । gruppenbereich Gießen-Süd am Sonntagnachmittag : nach dem mit Fahnen reich geschmückten Lang- : Göns, um der gastfreundlichen Einladung der


