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Lin Gedenkblait für die ausscheidenden Soldaten

Inseln des Deutschtums

Bildung des den Herbst-

kui

In der kurzen Zeit seiner hiesigen diplomatischen Tätigkeit hat sich der Gesandte o. Mackensen sowohl in den weitesten ungarischen Kreisen, als auch unter

VI.

Die Gesandtschaft in Vudapest.

Äon unserem ständigen v.H.-Berichterstaiier. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Budapest, Ende August 1935.

Der Oberbefehlshaber des Heeres teilt mit, daß den nach Erfüllung der aktiven Dienstpflicht ehrenvoll zur Entlassung kommenden Soldaten ein einheitliches Gedenkblatt ausgehändigt werden soll. Die Kosten für das Blatt (75 Rpf.) haben die Soldaten selbst zu tragen. Das Gedenkblatt erscheint in far­bigem Druck und zeigt die Soldaten jeweils in den Farben der verschiedenen Waffengattungen. Die Ausgabe dieses Gedenkblattes, das u. a. auch von dem Reichskriegsminister und dem Oberbefehlshaber des Heeres unterzeichnet ist, erfolgt am 12. Oktober, dem ersten Entlassungszeitpunkt. (Kunstverlag Andelfinger. Scherl-Bilderdienst-M)

Prag.

Daß die Wahlpropaganda politischer Parteien durchaus nicht immer mit erlaubten Mitteln geführt wird, ist ja längst bekannt. Mitunter kann man aber auch, als Nichtbeteiligter, recht ergötzliche Sze­nen dabei erleben. So trug es sich in den verschie- densten Wahllokalen eines böhmischen Wahlkreises wiederholt zu, daß zu einer Versammlung der Par- Lei A die Partei B eine alte Frau schickte, die sich die Rede des Kandidaten ruhig anhörte, um dann aber sich zum Wort zu melden, worauf sie die An­wesenden schluchzend beschwor, dem Kandidaten ja nicht ihre Stimme zu geben, da er keineswegs feine Versprechungen einhalten werde. Sie müsse es ia wissen, da sie seine Mutter sei, die der Kandidat erbarmungslos ins Unglück gestoßen habe. Der Redner wies entrüstet diesen Vorwurf von sich fort, er kenne dieses Weib gar nicht, das ihm hier die Wähler abspenstig machen wolle; worauf sich die Mutter" den AusdruckWeib" verbat und dann wieder einen Beweis für die Hartherzigkeit des Sohnes" sehen wollte.Jeder andere Kandidat , so trumpfte die alte Frau auf,vielleicht der von der Partei B, aber nicht dieser mißratene Sohn! Die Wählerschar war gänzlich verstört durch diese Diskussion, es entstand ein großes Durcheinander und Stimmengewirr im Saal, bis schließlich ein alter Mann auf die Rednertribüne kletterte, sich mit mächtiger Stimme Ruhe erbat und schließlich die arme alte Frau anschrie:Heute muß ich erfah­ren, daß du ein uneheliches Kind hast, wo wir schon seit 35 Jahren miteinander verheiratet sind? Und unter schallendem Gelächter wies er nach, daß man einer solchen verderbten Person, die für die Partei B werbe, nicht zuhören solle. Dagegen trete er für die Partei C, die einzig richtige, auf und bitte jetzt um Gehör für eine Propagandarede. Es war offensichtlich, daß sowohl derEhemann" als auch dieMutter" von ihren Parteien gedungen waren, um sich gegenseitig und auch den Kadidaten der Partei A totzureden.___________________________

seinen deutschen Landsleuten einen sicher nicht häufig erlebten Grad von Achtung, Anerkennung und Sympathie erworben. Sein kluges und männ­liches Auftreten, feine freimütige, gewinnende Art und fein wirklich seltenes Verständnis für das schicksalhafte Ringen des ungarischen Volkes um die Befreiung von den Fesseln des Weltkrieges haben ihm eine ungewöhnliche Vertrauensstellung bei allen maßgebenden Persönlichkeiten des Landes ge­sichert. Die deutsche Gesandtschaft steht ohne jede Überheblichkeit kann das ruhig ausgesprochen werden im diplomatischen Leben der ungarischen Hauptstadt an erster Stelle. In den langen Mona­ten der schweren Erkrankung des Gesandten zeigte die geradezu überwältigende Fülle von Freund­schafts- und Sympathie-Beweisen die ungewöhnliche Stellung Mackensens. Nicht um persönliche Erfolge und um persönliches Ansehen geht es hier. Jeder deutsche Gesandte ist heute in allererster und ent­scheidender Weise der Vertreter des Führers und Reichskanzlers, der Vertreter des gesamten Volkes. Jede Anerkennung und Ehrung, die er sich ge­winnt, gilt dem gesamten Volke, gilt dem inter­nationalen Ansehen und der internationalen Stel­lung Deutschlands. Das ist zweifellos die Auf­fassung, die für den Gesandten v. Mackensen allein maßgebend ist. Dem ungarischen Reichsverweser v. Horthy, diesem alten Seeoffizier der K. u. K. Marine, der wärmste Sympathie und Achtung für Deutschland empfindet und wie die meisten der heute leitenden ungarischen Staatsmänner durch Weltanschauung, Erziehung und Bildung aufs engste mit dem deutschen Kulturkreis verknüpft ist, ist der deutsche Gesandte in guter Freundschaft oer- bunt) en.

Der nächste Mitarbeiter des Gesandten ist Lega­tionssekretär Dr. Jarl Schnurre. In den lan­gen Monaten der Krankheit des Gesandten von Mackensen lag die Führung der Gesandtschaft in den Händen dieses Diplomaten. Mit großem Derantwor- tungsbewußtsein, Geschick und Intelligenz hat er es verstanden, in den sturmbewegten Wochen des un­garisch-jugoslawischen Konfliktes und während schwe­rer innerpolitischer Krisen Ungarns die Interessen des Reiches in kluger und umsichtiger Weise zu ver­treten

Neben der laufenden diplomatischen Tätigkeit, den zahlreichen täglichen Unterredungen, Besuchen bei den maßgebenden Stellen und der mit der Führung einer Gesandtschaft verbundenen Arbeit gehören außerordentliche gesellschaftliche Verpflichtungen zu dem Aufgabenkreis eines jeden diplomatischen Ver­treters. In Budapest, dieser an geselligem Leben so reichen und lebensvollen Stadt, stellen sich dem Ge­sandten Anforderungen gesellschaftlicher Art von be­sonderem Ausmaße. Das diplomatische Korps, die Mitalieder der Regierung, das hohe Beamtentum, Kunst, Wissenschaft und Presse gehören zu der un­unterbrochenen Reihe seiner Gäste. Die engen wirt­schaftspolitischen Beziehungen zwischen Deutschland und Ungarn bringen es ferner mit sich, daß fast ständig Vertreter der verschiedenen deutschen Amts- stellen in Budapest weilen, die naturgemäß stets Gäste des Gesandten sind. Hinzu kommen die zahl­reichen, besonders in den Sommermonaten ununter­brochen eintreffenden Reichsdeutschen, die die Schön­heiten dieses Landes bewundern wollen und mei-

tuns, wie er nach einem kühnen Sprung ins Wasier imet ertrinkende Arbeiter gerettet habe ... Siehe: | ein Bild kam in die Blätter, er stand im Tages- >efehl, er sollte sogar eine Auszeichnung bekommen. Leider kam es nicht so weit. In einem heftigen Brief an seine Behörde bezweifelte nämlich Mac Calmons ehemalige Verlobte seine Schwimmkünste ... und bei der darauf veranlaßten Prüfung mußte Mac Calmon selbst gerettet werden, sonst wäre er hoffnungslos ertrunken. Er konnte wirklich nicht schwimmen. Mac Calmon ist darauf aus dem Po- lizeidienst entlassen worden.

Der Goldesel bekommt ein Denkmal.

8. N. San Franzisko.

In ein paar Tagen jährt es sich zum 50. Male, daß man in den Felsengebirgen im Quellgebiet des Columbiaflusses auf Gold stieß. Man begeht diesen zweifellos bedeutsamen Tag in den während der letzten Monate wieder aufgeblühten Goldgräber­siedlungen auf eine höchst merkwürdige Art und Weise: Man enthüllt nämlich ein Denkmal. Aber auf dem Sockel steht nicht etwa ein alter Gold­gräber, verwegen und verwittert, wie die ersten aus­sahen, die hier nach Gold suchten. Sondern dort droben thront, wie ein Blick hinter die das Ge­heimnis noch verhüllende Bretterwand verrät, ein Esel. Ein richtiger, mit aller Naturtreue nachgebil­deter Esel von beträchtlichem Umfang und mit rie­senlangen Ohren.

Weshalb man ihn durch ein Denkmal ehrt? Eben damals vor 50 Jahren, als man mit Eifer nach neuen Goldminen fahndete und doch keine fand, lagerten in der Nähe des Columbia-Stromes drei alte Goldgräber. Sie hatten schon alle Hoffnung aufgegeben, in diesem Bereich noch Gold zu finden. Mißmutig hockten sie um ein kleines Feuer, wäh­rend ihr Lastesel sich die Zeit damit vertrieb, hier und da den Boden aufzuscharren. Plötzlich schrie das Tier so steht es jedenfalls im Tagebuch eines dieser Goldgräber laut und unaufhörlichI21". Als man schließlich nachschaute, was es gäbe, stellte man fest, daß das alte Grautier mit den Hufen eine Goldmine aufgekratzt hatte!

Die gestohlenen Spielkarten.

() London.

Recht eigentümliche Dinge gingen kürzlich in Car­diff vor sich. Fast jeden Morgen fanden ehrbare Bürger der Stadt in ihren Türbriefkästen ein wie gerade aus der Fabrik gekommenes funkelnagel­neues Paket mit Spielkarten (Pokerkarten) in der Originalumhüllung, ohne jede Anschrift, ohne jedes Begleitschreiben vor. Zuerst war man geneigt, das für die Reklame einer Spielkartenfabrik zu halten. Als sich jedoch jemand an diese mit einer Nachbe­stellung wandte und dabei auf dieMustersendung" dankend Bezug nahm, kam heraus, daß die Fabrik gar nichts davon wußte. So kam die Sache dann an die Polizei.

Die konnte schon wenige Tage darauf mit der Lösung des Rätsels aufwarten: alle Kartenspiele waren aus dem Lager des Bahnhofsbuchhändlers gestohlen worden. Die Täter hatten sich angesichts der Schwierigkeiten, ihre Beute im freien Handel loszuwerden, und von Reue über ihre Tat gepackt, nicht anders zu helfen gewußt, als auf diese Art und Weise die verfänglichen Indizien loszuwerden. Allerdings kann die Polizei gegen die beiden liebel- täter nicht einschreiten, denn sie sind beide erst sechs Jahre alt!

Auch Italien hat ein Ungeheuer.

Ga. Rom.

Nach dem Ungeheuer vom Loch Neß und dem Tatzelwurm ist jetzt auch in Italien, und zwar bet Monterose in der Nähe Roms einUngeheuer" auigetaucht, das der Zoologie wahrscheinlich un­bekannt ist und bleiben wird.

Das Ungeheuer gleicht einer dicken Schlange und ist etwa drei Meter lang. Das Ungeheuer soll von einer ganzen Reihe von Personen beobachtet wor­den sein. Ja, ein alter Mann aus dem Dorf erklärt sogar, daß er es schon als kleines Kind gesehen hätte. Wie in allen solchen Fällen wird es sich aber auch wohl hier um eine Sinnestäuschung ober aber um ein ganz harmloses und bekanntes Tier handeln, das aus der jetzt herrschendenUnge­heuerpsychose" heraus für ein gefährliches Mon­strum gehalten wurde.

Arme Wähler!

stens gastliche Aufnahme in der Gesandtschaft als eine Selboerständlichkeit beanspruchen. Mit großer Liebenswürdigkeit und Heiterkeit trägt das Ehepaar v. Mackensen diese oft ermüdende und Jiajßr nicht immer leichte Last, stets in großer Öffentlichkeit, fast niemals allein fein zu dürfen. In der Erfül­lung seiner Aufgaben wird der Gesandte v. Macken« sen durch seine Gattin in hohem Maße unterstützt. Gewinnende Einfachheit, natürlicher Scharm und eine höchst anziehende äußere Erscheinung zeichnen diese deutsche Diplomaten-Frau aus.

Die Gesandtschaft am Franz-Josef-Kai ist zugleich dasDeutsche Haus" in Budapest. Jeder Volksgenosse findet dort nicht nur sachliche Hilfe und Rat, sondern darüber hinaus, was vielleicht in der Fremde wichtiger ist, herzliche Aufnahme, Sympathien und Freundschaft und stets hilfsbereites Verständnis. So bildet die Budapester deutsche Ge­sandtschaft den natürlichen Mittelpunkt der äußerst zahlreichen deutschen Kolonie, die in dem Gesandten und seiner Gattin die natürlich gegebenen Förderer, Unterstützer und Helfer in allen Fragen findet. Besonders eng ist die Zusammenarbeit zwischen der Gesandtschaft und der ausgezeichnet organisierten Ortsgruppe der NSDAP. Im Geiste des national­sozialistischen Deutschlands ist und dies kann mit Freude und Genugtuung festgestellt werden das hiesige Auslandsdeutschtum durch engste Bande mit der Heimat und dem großen Geschehen des neuen Deutschlands lebendig verbunden.

Unzulänglich und ungenügend ist hier nur eins: das Gesandschaftsgebäude am Franz-Josef-Kai selbst. Im Winter, infolge der eisigen Nebel der Donau, kaum zu erheizen, im Sommer einer unerträglichen Hitze ausgesetzt, kleine, völlig unzureichende Raume, in die kaum das Tageslicht bringt, bilden den äußeren, wenig glücklichen Rahmen.

Das nationalsozialistische Deutschland hat seiner Diplomatie neue Impulse gegeben, ihr neuen Rück­halt verliehen und neue Ziele gestellt. Die deutsche Außenpolitik ist nicht mehr, wie in den Jahren des Zusammenbruchs, Objekt der Parteien-Kampfe, ist nicht mehr der Widerschein, der große Kamps um die Weltgeltung des deutschen Volkes, sie wird heute allein von der Führer-Persönlichkeit Adolf Hitlers bestimmt und findet ein einiges, ge- schlossenes und zu allen Opfern bereites Volk. Die deutsche diplomatische Arbeit in Ungarn gliedert sich in diesen großen Rahmen der Gesamt-Ver- iretung deutscher Interessen würdig ein.

Die Geschichte der diplomatischen Vertretung Deutschlands in Ungarn beginnt bald nach dem Zu­sammenbruch des Weltkrieges. In der Vorkriegs­zeit wurden die deutschen Interessen für die gesamte Oesterreichisch-Ungarische Monarchie durch die Wie­ner Botschaft vertreten. In Budapest wurde nur ein Konsulat unterhalten. Mit der Bildung des unabhängigen ungarischen Staates in den Herbst­monaten des Jahres 1918 entstand für das Reich die Notwendigkeit, in Budapest eine eigene Ge- sandschast zu errichten. Am Franz-Josef-Kai, un­mittelbar an der Donau gelegen, wurde ein Ge- fandtschaftsgebäude erworben, in dem sich nunmehr seit bald 15 Jahren die deutsche Budapester Ge­sandtschaft befindet. In einem Lande wie Ungarn, wo weitreichende Interessen und Pläne der euro­päischen Großmächte sich kreuzen und hinter den Kulissen der heute noch untentschiedene Kampf der Großmächte um die Vormachtstellung im Südosten Europas mit voller Schärfe im Gange ist, gewinnt die diplomatische Vertretung für Deutschland beson­dere Bedeutung. Traditionelle, noch aus der Zeit Bismarcks stammende Bindungen, die Schicksals­gemeinschaft des Weltkrieges und enge außenpoli­tische und wirtschaftspolitische Interessen verknüpfen Deutschland und Ungarn miteinander. Die deutsche diplomatische Vertretung in Budapest steht daher zweifellos hier vor Aufgaben von großer und weit- tragender Bedeutung. In dem politischen Kräfte­spiel im südosteuropäischen Raum bildet der kleine ungarische Staat ein bedeutungsvolles Bindeglied, stellt einen wichtigen strategisch-politischen Punkt dar, um den seit langem schon ein scharfer Kampf der Großmächte eingesetzt hat.

Der gegenwärtige Budapester Gesandte Hans- Georg v. Mackensen, der seinen Posten als Nachfolger des heutigen deutschen Botschafters in Madrid Graf Welczeck, seit dem März 1933 inne­hat, hat für seinen Budapester Posten eine Reihe wesentlicher, höchst glücklicher Vorzüge mitgebracht. Es ist zunächst ein besonders günstiger Umstand, daß die diplomatische Vertretung des Reiches in Ungarn in die Hände des Sohnes des Feldmar­schalls v. Mackensen gelegt worden ist. Der greife Feldmarschall gehört heute schon zu den heroischen Gestalten der ungarischen Geschichte. Mit unein­geschränkter Verehrung. Bewunderung und Liebe blickt das ungarische Volk in Erinnerung an seine ruhmreiche Kriegführung während des Welt­krieges an der ungarisch-rumänischen Front auf diesen deutschen Heerführer. Eines der besten unga­rischen Husarenregimenter, das Honved - Husaren­regiment Nr. 13, trägt noch heute den Namen des Feldmarschalls. Alljährlich findet zur Erinnerung an die siegreiche Schlacht von Limanova eine von den hiesigen Mackensen-Husaren veranstaltete Feier

(Souleifer (Sprenger Mitglied der Aka­demie für deutsches CRecbt

LPD. Frankfurt a. M., 6. Sept. Der Präsi- deut der Akademie für deutsches Recht, Reichsmini­ster Dr. Frank, hat, wie dasFrankfurter Volks- blatt" berichtet, im Auftrage des Führers Gauletter Reichsstatthalter Sprenger zum Mitglied der Akademie berufen. In der von Reichsminister Dr. Frank ausgestellten Berufungsurkunde kommt das Verdienst des Gauleiters um die Erneuerung des deutschen Rechts und die Ueberzeugung, daß der Gauleiter sich auch weiter gewissenhaft für das neue, volksverbundene Recht einsetze, zum Ausdnvk.

Oie Auslandsorganisation der NSDAP, in Erlangen.

Erlangen, 6. Sept. (DNB.) Als Auftakt für die vom 7. bis 9. September vorgesehene Ar­beitstagung der Auslandsorganisa- Hon der NSDAP, fand Freitag abend der Empfang von 1500 politischen Leitern aus aller Welt statt, mit denen zugleich die Mitarbeiter der Auslandsorganisation aus Berlin und Hamburg, eine große Zahl von politischen Leitern von Bord deutscher Schiffe, der Lehrgang der Schule für Seefahrer und Ausländsdeutsche Altona eintrafen. Erlangen hat sich zum Empfang seiner Ausländsdeutschen festlich geschmückt; alle Straßen und Gassen sind reich beflaggt und die schönsten der altertümlichen Gebäude sind festlich angestrahlt. Ein Sonderzug mit etwa 800 Teil­nehmern an der Arbeitstagung wurde von Gau­leiter Bohle besonders begrüßt. Nach einem Platz­konzert im Schloßgarten erlebten die auslands­deutschen Teilnehmer den Fackelzug und Vorbei­marsch des Marinesturmbannes 111/24. Aus allen Teilen der Welt laufen telegraphische Treue- kundgebunaen ein, die in herzlichen Worten die Verbundenheit des Auslandsdeutschtums mit Führer und Volk zum Ausdruck bringen. Die Lan­desgruppen Argentinien, Brasilien, Bolivien und Peru sowie die ihnen angeschlossenen deutschen Ver­eine, Verbände und Kolonieausschüsse geloben un­verbrüchliche Treue und sagen dem Führer Dank für den Wiederaufbau Deutschlands, an dem das Auslandsdeutschtum unter Einsatz aller Kräfte auch weiterhin mitzuarbeiten verspricht.

Freispruch im Glanzstoffprozeß.

Wuppertal, 6. Sept. (DNB.) In dem Pro. zeh wegen der Vorgänge, die im April und Mai 1933 zur Niederlegung der Aemter der früheren Direktoren der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG., Dr. Blüth- gen, Benrath und Dr. Springorum führ­ten, hat die Große Strafkammer des Wuppertaler Landgerichts nach achttägiger Verhandlung die An­geklagten, das Vorstandsmitglied der Glanzstoff­werke Dr. Herrmann, Direktor Dr. Strube, Abteilungsleiter W e y ch a r d t und das Aufsichts­ratsmitglied, Rechtsanwalt Zahn, von der An­klage des Betrugs und der Erpressung freige­sprochen. Der Staatsanwalt, der ebenfalls gegen sämtliche Angeklagte Freispruch beantragt hatte, hatte in seinem Plädoyer hervorgehoben, daß die Behauptung, die Angeklagten hätten den Rücktritt der früheren Leiter der Glanzstoff-Fabriken unter Hinweis auf die Partei erzwungen, durch die Beweisaufnahme widerlegt worden sei. Auch der Vorwurf, die Angeklagten hätten i m Komplott gehandelt, um für sich persön­lich Kapital herauszuschlagen, sei nicht aufrecht zu erhalten gewesen. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende, daß das Gericht sich bei der Würdigung des Sachverhaltes den Darlegungen der Staatsanwaltschaft angeschlosien habe.

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luty IL4/H.

MAGGI -

MAGGI5 WÜRZE

Tomatensalat 6 feste Tomaten, l kleine Zwiebel, 2 Eßlöffel öl, 1 Eßlöffel Essig, Salz, für 4 Personen. Pfeffer, 1 Teelöffel gehackte Petersilie, 1 Teelöffel Maggi's Würze. Die Tomaten in Scheiben schneiden. Die Zwiebel sowie die Petersilie sehr fein hacken. Zur Soße.- Das Öl in einer Schale mit der Gabel schlagen, dabei den Essig hinein­tropfen lassen: nach Salz, Pfeffer und Maggi's Würze abschmecken, zuletzt Zwiebel und Petersilie darunter geben. Die Tomatenscheiben mit der Soße vermengen und ziehe» lassen Maggi's Würze verleiht dem Salat besonderen Wohlgeschmack.