Schweden eine andere Frau, Annastina, die Tochter eines berühmten skandinavischen Malers, dem guten Trautchen ihren Mann wegnimmt. Als wollte der Himmel Toni noch einmal warnen, stirbt ihm in dem Augenblick, da er noch zwischen den beiden Frauen schwankt, sein einziges Kind. Trautchen, die Mutter, nimmt diesen harten Schlag als eine Strafe Gottes für vieles hin, was sie im Leben falsch gemacht hat und erhebt sich zu menschlicher und fraulicher Größe. Tom aber verpaßt seine Läuterung — er ist schon zu sehr der schönen Annastina verfallen. Sie fuhrt ihn auf einen Berg und zeigt ihm die Herrlichkeiten der Welt. Das alles will sie ihm schenken. Er wird der große Maler, in dessen Atelier die hohen und höchsten Herrschaften aller Länder aus und eingehen; die Preise, die er für seine Bilder verlangen kann, steigen, aber der Betrieb, in den er gerät, das Haus, das er machen muß, verschlingen stets mehr, als er verdient. So heißt es denn arbeiten und immer rastloser arbeiten, und je mehr er schafft, desto weniger Freude macht ihm das Schaffen. Mählich zerbröckelt ihm seine Kunst, sein Glück, seine Gesundheit und schließlich fein Leben unter den Fingern. Er stirbt eines frühen Todes. So klingt dieses Buch, das so lustig und witzig begann, in tiefen Lebensernst aus. Aber wie auf Toni Gwinners Gesicht ein Lächeln davon zeugt, daß dieser starke Mann in der Minute des Abscheidens erkannte, worauf es ankommt, und so doch noch zu seiner Kraft fand, so schwebt auch über jeder Seite dieses Romans dies starke Lächeln über falsch und hohl gewordene Ideale. Hinter der Erzählung dessen, was der arme Toni falsch gemacht hat, steht ohne Moralpredigt, aber deshalb n.icht minder deutlich, die Lehre, wie man es richtig macht, ein freudiges Bekenntnis zum Leben und der Urkraft, die es beweat, der Liebe.
— D i e Werftzum GrauenHecht. Roman von Hans Joachim von Reitzen ft ein. (Verlag Ullstein, Berlin. Gebunden 4 Mark.) — (211) — Mit ständig steigender Spannung liest man diesen neuen Roman des Autors von „Oberwachtmeister Schwenke". Schauplatz dieser stimmungsvollen Erzählung ist Potsdam; Ortsbestimmung: eine Auto- Reparaturwerkstatt und eine danebenliegende Bootswerft. In prächtiger Art hat Reitzenstein die Menschen und die Verhältnisse gezeichnet, zahlreich sind die dichterischen Feinheiten, geschlossen die Sprache und lebenswahr besonders die Schilderung der neuen Jugend in ihrer Zuversicht, in ihrer Zielsetzung, in ihrem Wunsch, sich ihren Platz an der
Sonne durch keinerlei üble Kompromisse zu erobern. Mit großer Freude wird man dieser reizenden Dichtung, die übrigens auch verfilmt wird, einen bevorzugten Platz im Bücherschrank geben. B.
— „M änner am Mee r". Roman von L. A. Strong. (Aus dem Englischen.) Propyläen-Verlag, Berlin. — (408) — Ein schwerblütiger, leidenschaftlicher, spannender Roman unter Fischern an der Küste Schottlands. Er ist schlicht, im besten Sinne einfältig, rauh und gewaltig; darin gleicht er der Natur, in der seine Handlung sich abspielt. Diese unbarmherzige Natur der schottischen Seeküste mit ihrem wilden Meer, ihren tobenden Stürmen und ihren dichten Nebeln bildet die Menschen, die ihr ein karges Dasein abringen müssen. So werden die Gestalten dieses Romans zu Sinnbildern einfacher, menschlicher Eigenschaften, guter wie böser, über sich selbst erhoben durch religiöse Inbrunst, durch ihre Liebe und ihre Treue zu Heimat und Familie, aber auch zerrissen von ihren Trieben und Lastern. An der artfremden Pflegetochter Mary zerbricht das alte Fischergeschlecht der Macraes, das feit Generationen auf feiner Scholle sitzt. Das ist in einem Satz das Schicksal der „Männer am Meer". Das Buch fesselt durch die klare und energische Führung der Handlung, durch schöne Landschaftsstimmungen und nicht zuletzt durch feine gepflegte Sprache.
— Der Prinz und sein Schatten. Roman von Horst Wolfram Geißler. (Verlag Scherl, Berlin. Gebunden 3,80 Mark.) — (165) — Im Mittelpunkt dieses interessanten Romans steht das märchenhafte, wunderbare Leben des Prinzen Eugen, des edlen Ritters und Helden zahlreicher Schlachten. Um dieses Leben herum rankt sich das Getriebe und Geschehen jener Zeit mit ihren vielfältigen Erscheinungsformen und Ereignissen. Es ist ein Heldenzeitalter, eine Zeit der hohen Politik, und in dieser Zeit wächst die Größe des Prinzen Eugen ins Gigantische. Mit dem klaren Blick des Politikers erkennt er die gemeinsamen Interessen und die Zusammengehörigkeit aller Deutschstämmigen, als leidenschaftlicher Stratege kämpft er in großen Feldzügen gegen die Türken im Osten und gegen die von Westen hereinbrechenden Feinde. Ein ganzes Jahrhundert wird hier von dem Dichter lebendig gemacht: Diplomaten und Krieger mit ihren Frauen und Liebchen, Kaiser und Könige, Raufbolde und Vagabunden und der ganze Troß, dessen endloser Zug die Straßen Europas bevölkert. München, Wien, Paris, die Pfalz sind der Schauplatz der packenden Handlung. Das Buch bereitet dem aeschichtlich interessierten Leser eine besondere Freude.
Wirtschaft.
Kleinere Zufuhren am südwestdeutschen Kartoffelmarkt.
Fwd. Arn Kartoffelmarkt lassen die Zufuhren von Frühkartoffeln allmählich nach. Dagegen setzen in Süddeutschland schon stärkere Belieferungen mit mittelfrühen Sorten ein, die der Sicherung des Eitzenbedarfes zugutekommen. Während der Ge- treibeernte wurden im Wiesbadener Gebiet die Zufuhren kleiner, weil auch die Erzeuger vielfach immer noch einen dringend nötigen Regen ab* warten wollten. Der rhein-mainische Markt ist zur Zeit nicht sehr reichlich mit Kartoffeln beliefert. Auf Grund der allgemein günstig veranschlagten Ernte hofft man in Kürze mit einer Besserung des Angebotes, das zur Zeit für gelbe runde Kartoffeln auf 4,40 Mark ab Bezirksvertriebsstelle lautet, rechnen zu können. Die Kleinhandelspreise in Frankfurt a. M. bewegen sich zwischen 6 bis 8 Pfennig je Pfund. Ab Großmarkthalle Frankfurt am Main wurden Erstlinge zu 6 Mark je Zentner abgegeben.
Rhein-Mainische Börse.
rNillagsbörse freundlich.
Frankfurt a. M., 6. Aug. Die Börse war am Aktienmarkt überwiegend weiter leicht be- festigt, doch vollzog sich diese Bewegung bei denkbar kleinsten Umsätzen. Die Auftragserteilung der Kundschaft am hiesigen Platz blieb sehr klein, auch die Börse selbst war infolgedessen am Geschäft nur wenig interessiert. Erhöhtes Interesse zeigte sich auch heute wieder für die meisten Elektroaktien, in denen einige Kundenorders zur Ausführung gelangten. Insbesondere für Tarifwerte bestand Nachfrage, so für Bekula mit 140 bis 141 (140), Licht & Kraft mit 136,75 (135,75), die übrigen Papiere zogen durchschnittlich 0,50 bis 0,75 v. H. an. Chade-Aktien A bis C waren weiter angeboten und gaben auf 285,50 (186,50) und Lit. D auf 282 (284,50) nach. Montanaktien notierten bei kleinem Umsatz meist 0,25 bis 0,50 v. H. freundlicher, Buderus verloren 0,50 v. H. Mansfelder blieben gesucht und erhöhten sich auf 114 (112,75) Autoaktien waren weiterhin beachtet, viel Beachtung fand der Geschäftsbericht des Reichsoerbandes der Automobil-Industrie. Daimler 99,40 (99,25), Adlerwerke 105,75 (105,50), Auto-
Union ca. 100 (zuletzt etwa 97). Zellstoff- und Papierwerte lagen uneinheitlich: Waldhof plus 1,50 vH., dagegen Aschaffenburger und Feldmühle je minus 0,50 v. H. Etwas niedriger eröffneten Hanfwerke Füssen (— 1 o. H.), Iunghans (— 0,90 v. H.), Hoesch Eisen (— 1 v. H ), Nordd. Lloyd (— 0,13 v. H.). Bis zu 0,50 v. H. befestigt waren noch u. a. Reichsbank, Braubank (plus 0,75 v. H.), Cement Heidelberg, Jul. Berger, AKU. und Feinmechanik Zetter. AG. für Verkehrswesen plus 1,13 v. H. Don chemischen Werten lagen IG. Farben ruhig und mit 158 unverändert, Scheideanstalt blieben gesucht und erhöhten sich auf ca. 242 (240), Deutsche Erdöl gaben 0,50 v. H. nach.
Der Rentenmarkt lag nach wie vor still, aber freundlich. Altbesitzanleihe 111,75 (111,65), späte Reichsschuldbuchforderungen 97,13 (97), Zins, oergütungsscheine 90,75 bis 90,80 (90,75). Kommu- nal-Umfchuldung bröckelten noch etwas ab. Industrie-Obligationen und fremde Werte lagen zunächst noch still.
Im Verlaufe hielt die freundliche Grundstimmung an, das Geschäft bewegte sich aber bei im allgemeinen wenig veränderten Kursen in weiterhin Heinen Bahnen. Scheideanstalt tarnen mit 241 (240), Accumulatoren mit 186 (l. K. 184,50), Rhein. Braunkohlen mit 223,40 (222,50) zur Notiz. ZG. Farben und einige Elektrowerte bröckelten um Bruchteile eines Prozentes ab. Am Kassamarkt kamen Schriftgießerei Stempel nach Geldstreichung mit 69 (am 3. August 65) wieder zur Notiz.
Das Rentengeschäft war auch in der zweiten Börsenstunde geringfügig und Kursveränderungen tra. ten nicht ein. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe etwas gefragt, die Kurse lagen indes behauptet. Franks. Hyp. Gold 96,65 (96,50), Pfälz. Hyp. Bank Liquid. 101,40 (101,25). Stadtanleihen wiesen kaum Abweichungen auf. Industrie-Obligationen notierten etwas uneinheitlich. Auslandsren- ten lagen sehr still. — Tagesgeld unverändert 2,75 vom Hundert.
Abendbörse behauptet.
Trotz der anhaltenden Geschäftsstille blieb die Tendenz auch an der Abendbörse freundlich. Die Kurse lagen auf der etwas höheren Mittagsbasis gut behauptet. Nur ganz vereinzelt ergaben sich minimale Veränderungen. Scheideanstalt gingen
Aus -en preußischen Nachbargebieten.
Kreis Wetzlar.
ch Fellingshausen, 6. August. Am vorigen Sonntag konnten wir ein selten schönes M i ssionsfest feiern. Im Gottesdienst wies der Festprediger, Pfarrer Herbert von Oberhörlen, auf die besonderen Aufgaben und Segenskräfte hin, die von Anfang an bis auf den heutigen Tag der Mission aus den ihr entstehenden Leidenszeiten und Schwierigkeiten erwachsen. Zn der Nachversammlung, zu der sich am Waldrand am Fuß des Dünsbergs eine große Zahl von Besuchern auch aus der Umgegend versammelt hatte, sprach der weitbekannte Bauersmann und Dolksschrift- steller Heinrich Naumann aus Nanzhausen unter beständiger Bezugnahme auf feine achtundsieb^itz- jährige Lebenserfahrung über den Segen der Helligen Schrift, besonders auch des Alten Testaments', für das einzelne Menschenleben und für das gesamte Volks- und Gemeindeleben, für die heimatliche Kirche und für die Mission. Es war ein ernstes, die Herzen aller Anwesenden packendes Wort des alten Bauersmannes und Volksfreundes. Pfarrer Hömel’ Rodheim zeigte in feiner Ansprache die tiefen Gründe und hohen Ziele der christlichen Mission. Der Festprebiger des Gottesdienstes rief den Anwesenden noch einmal ins Gewissen, daß jeder Einzelne ein lebendiger Stein im Aufbau der Kirche Jesu Christi zum Setzen unseres Volkes fern müsse. Während dieser Ansprachen und der schon vorgetragenen Lieder des Gemischten Chors und des Posaunenchors von Rodheim konnte das Auge sich weiden an dem wunderbaren Rundblick der weiten, im Sonnenglanz sich ausbreitenden Erntefelder und Fluren bis zu den fernen Höhen des Taunus. In einer Abendversammlung berichtete ,Her alte Naumann" noch einmal über altes und neues aus dem Leben des hessischen Dorfes und feiner Bauern. Der Tag wird allen Teilnehmern unvergeßlich fein.
* Dornholzhausen, 6. Aug. Die 17jährige Landwirtstochter Erna Keil von hier erlitt einen Bruch des linken Unterschenkels und mußte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden.
Festnahne eines Morphinisten.
Er fälschte Rezepte.
Frankfurt a. M., 6. Aug. (LPD.) Seit einigen Wochen erschien bei hiesigen Aerzten ein Mann, der über heftige Gallenkoliken klagte und um sofortige Behandlung bat. Während der Sprech- stunden erspähte er günstige Gelegenheiten und st a h l bei den Aerzten Rezeptformulare. Mit sehr gutem Geschick füllte er selbst diese Formulare aus, indem er sich Morphium verschrieb und versuchte, es an Hand der von ihm gefälschten Rezepte in hiesigen Apotheken zu bekommen. Bei einem solchen Versuch wurde er in einer Apotheke f e ff g e n o m m e n. Es zeigte sich, daß es sich um einen schwersüchtigen Morphinisten handelte. Während der polizeilichen Vernehmungen zeigten sich bei ihm Abstinenzerscheinungen. Er mußte schließlich in die Heilanstalt verbracht werden, da er eine Gefahr für sich und seine Umgebung bildete.
Storchentragödie.
LPD. Groß-Gerau, 6. Aug. Ein eigenartiges Schicksal ereilte im benachbarten Braunshardt einen der vier Zungstorche des Dorfes, die jetzt ihre ersten Flüae unternehmen. Zn der vergangenen Woche wurde von einem Storchenpaar ein Jung« storch durch Schnabelhiebe derart bearbeitet, daß er mit erheblichen Verletzungen aus dem Nest fiel. Ein Einwohner nahm sich des Jungtieres an, aber schon nach drei Tagen verendete es. Als man den Zungstorch näher untersuchte, fand man, daß ein Stück Kordel um ein Bein des Vogels am oberen Teil so eingeschnürt war, daß der untere Teil des Beines völlig abgestorben war. Das Tier war somit am Fliegenund Laufen behindert und konnte den Horst nicht verlassen. Es ist bekannt, daß der Storch erbarmungslos seine Art* genossen vernichtet, wenn sie nicht gesund und gleich« wertig sind. So geschah es auch hier. Man fragt sich, wie eigentlich die Kordel um das Bein des Jung« storchs gekommen sein mag. Vielleicht wurde sie beim Futterzutragen mit in den Horst gebracht, und das Tier hat sich bann unglücklicherweise darin verwickelt.
um 1 v. H. auf 240 zurück. Auch der Rentenmarkt lag überaus still und ohne bemerkenswerte Kurs- veränderungen. Industrie-Obligationen lagen nicht ganz behauptet.
U. a. notierten: Albesitzanleihe 111,75, Sproz. Stahlverein 99,20, 6prvz. Stahlverein 102,25, JG - Farben-Bonds 130 Br., 4,5proz. Mainz von 1926 93, 4,5proz. Frankfurter Hypotheken-Bank Gold R 8/10 96,65, 5,5proz. Meininger Hyp. Liquidation 101,75, 4proz. Ungarn Gold 9,50, 4proz. Rumänen 5,13, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 184, Adca 80, Commerzbank 90,50, DD-Bank 91, Har- pener 117,75, Kali Aschersleben 134,75, Klöckner 102,50, Mannesmann 93,50 Br., Hoesch 105,13, Rheinstahl 116, Stahlverein 89,13, Aku 62,25, BMW. 127, Bekula 141,13, Bemberg 118,50, Conti Gummi 160, Daimler 98,50, Deutscher Eisenhandel 105,50, Scheideanstalt 240, Deutsche Linoleum 158,75, Licht & Kraft 137, Eßlingen Maschinen 84,50, IG. Farben 157,90, Felten 109,50, Gesfürel 130, Goldschmidt 110,75, Hanfwerke Füssen 90,25, Hoch- 6c Tiefbau 115, Holzmann 93,50, Zunghans 90,75, Mainkraft 100,50, Metallgesellschaft 113,75, Moenus 88,50, Rheaq 140, RWE. 135,50, Schuckert 128,75, Reichsbahn-VÄ. 123,75, AG. für Verkehrswesen 88,75. E.
ZRinbermorft in Gießen.
Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt in Gießen standen 528 Stück Großvieh, 147 Fresser und 125 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: a) Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 380 bis 490 Mark, 2. Qualität 270 bis 350 Mark, 3. Qualität 150 bis 210 Mark; b) Rinder, einhalb- bis dreivierteljährig 90 bis 140 Mark, dreiviertel- bis zweijährig 140 bis 230 Mark, tragend 200 bis 410 Mk.; c) Kälber, bis zu zwei Wochen 29 Mark, bis zu vier Wochen 44 Mark, bis zu 6 Wochen 58 Mark. Marktverkauf schleppend. Nächster Markt 20. August.
Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt.
Frankfurt a. M., 6. Aug. Gemüse: Sehr starkes Angebot von Salat- und Einmachgurken, von Bohnen, Karotten, Kopfsalat und Tomaten gut, im übrigen genügend. Wirsing, Weiß- und Rotkraut ziemlich knapp. Geschäft in Einmach- qurken, Bohnen, Tomaten und Weißkraut gut, im übrigen schleppend. Preise von Tomaten nachgebend, sonst keine wesentlichen Aenderungen. U. a. notierten: Buschbohnen 15 bis 20, Stangenbohnen 20 bis 22, Erbsen 28 bis 30, Gewürzel (großes Bündel) 25 bis 30, Salatgurken 8 bis 15, holländische 12 bis 14, Einmachgurken (Essig) 0,80 bis 1,30, (Salz) 1,30 bis 1,60 je 100 Stück, Karotten 6 bis 7, Kopfsalat 3 bis 7, Rote Rüben 7 bis 8, Rotkraut 10'/-
bis 13, Spinat 20 bis 25, Tomaten I 20 bis 24, II 14 bis 18, Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 11 bis 15, Zwiebeln 6 bis 7, holländische Perlzwiebeln 30 bis 45.
Obst: Deutsches Obst allgemein stark Angeboten, insbesondere Pflaumen, Mirabellen und Birnen der verschiedensten Sorten. Absatz schleppend, Preise allgemein fallend. Ausländisches Traubenangebot gut, in Pfirsichen geringer. Geschäft bei unveränderten Preisen ziemlich lebhaft. U. a. notierten: Aepfel I 20 bis 32, II 12 bis 18, Falläpfel 10 bis 12, Aprikosen 50 bis 60, Birnen I 20 bis 25, II 12 dis 15, Brombeeren 35 bis 40, Heidelbeeren 28 bis 30, Himbeeren 50, Johannisbeeren 25, Mirabellen 20 bis 28, Pfirsiche 35 bis 50, italienische 32 bis 43, Pflaumen 10 bis 15, fteineclauben 18 bis 22, Stachelbeeren 16 bis 25, Trauben 90 bis 105 (holländische), 35 bis 42 (italienische), Zwetschen 22 bis 30.
Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1026: Postauftrags- und Postnachnahmeverkehr aus Deutschland nach Danzig bedingungsweise wieder zugelassen.
1027: Warenversand in Postsendungen nach dem Gebiet der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion.
1028: Die Abwicklung von Verträgen über holländische Warenlieferungen nichtholländischen Ursprungs.
1029: Bekanntmachung KP. 5 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle.
1031: Neue Anordnungen der Ueberwachungsstells für Lederwirtschaft.
1032: Die Behandlung von Konkursquoten, Der- gleichsraten und ausgeklagten Warenforderungen im Zahlungsverkehr mit Großbritannien.
•
* Starke Steigerung der Schreibmaschinenausfuhr. Die Ausfuhr von Schreibund Rechenmaschinen, die sich bereits im Laufe de« verflossenen Jahres in ansteigender Richtung bewegte, weist in der ersten Hälfte 1935 insbesondere in Schreibmaschinen eine außerordentlich starke Zunahme auf. Der Schreibmaschinenexport erstreck! sich überwiegend auf Kleinschreibmaschinen, die von der deutschen Industrie in sehr leistungsfähige» Ausführung hergeftellt werden.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse
Sranffurt a.M.
Lerlm
5. August
6. August
Amtliche Notierung
Geld | Srief
Oatum
5.8.
6.8.
5.8
6.8.
• 112,75
114,5
111,65
111,75
111,7
111,75
100,4
100.4
100,4
98
97,5
Holland
I. ®. Farben-Industri«
Scheideanstalt
... 7
158
157,9
93
93
Goldschmidt
0
115,65
128,75
115,65
115,5
115,65
115,65
Philipp Holz mann ... ol Zementwerk Heidelberg | Cementwerk Karlstadt.........<|
94
96,5
96,65
2,476
2,482
101,25
101,25
101,75
101,9
101,75
102
Ms
97
97
97
97
Steuergntsch.DerrechnungSk. 85-39
29,75
28,25
158,75
11,5
01 35,5 I 35,9 1 35,651
rl ’j’l’w -I
35,9
12
Ungarische Rote»
206
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt
5 v. H.
115 122,5
101
97,65 103,5
32,13 286,5
62,25
118,5
121,5
90,25
110,5 121 114
113,5 121,9
110,75
121,13
113,75
100,75
97,5
104,25
101
97,65
104,65
222,5 116
89,4
17,75 135,25 131,5
200
158
240
110,5
121
114
31,75
285,5
186 160
111,25
62,4 118,13 121,75 89,75 134,75
98,5 158,75 88,65
31,5
285,5
186
160,5
0,663 41,85 0,139 3,047 54,79
46,935
12,27
5,41 16,415 168,08
20,33 0,722
5,684
61,67 48,95
11,13 63,26
81,10 34,02
10,29
0,667 41,96 0,141 3,053 54,96
47,02
12,315 5,425 16,45
168,17 20,37 0,726 5,696 61,87
49,05 11,16 63,46 81,27 34,08
10,305
111,65
62,4 118,75 121,25 89,75
135
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32,13 288,25
185,5 159
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33,66
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Schluß« hirt
97
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18
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135
131,5
199,5
223,4 • 116 89,13
18
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Schultheis Pahenhofer Mu l Allgemeine Kunstseide)
99,25
158,5
....
4%% ehem. 8% Pr. Landespfand-
vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19
4%% ehcm. 7% Pr.Landespsand- briefanst., Gold Komm. Obi.VI
Schluß, für«
98,5 158,75
Amtliche Jlotlerung
Geld | Srief
2,43 41,76 54,80 12,25 16,36 167,41
19,46 61,54
*¥>% deSgl. von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99 Bagdadbahn-Anlethe
Gchlußl. Abend« börse
Schlußt
Mittag» börse
Kokswerke
Phönix Bergbau Rheinische Braunkohle« Rhetnstahl ...........
Vereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........
Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth
Grihner .............
Mainkraftwerke Höchst 0.DU.
vadde°tschersL?..7.^
Jugoslawien. OSIo..... :
Wie« Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanten.... Prag.......
Budapest ... Neuyork....
9,75
9,4
9,5
11,75
29 1,55 9,75 9,5
9,5
9,25
9,5
11,4
28
1,5
9,5
9,13
9,5
11,5
... O ... 6 ... O ... O ... O .. 18
63,39
81,20
33,80
Buenos Aires 0 rüffel.....
Rio de Jan. . Softa......
Kopenhagen. Danzig.....
London .....
100,4
97,75
Belgische Noten.... ......
Dänische Noten .................
Englische Noten
Französische Noten
Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten
Deutsch Oesterreich, * 100 Schilltog Rumänische Noten .........
Schwedische Noten
Schweizer Noten
Spanische Noten
96,5
101,05
96,5
101,25
Bemberg...........
Zellstoff Waldhof .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas.......
Daimler Motoren.... Deutsche Linoleum. .. Qrenstein K Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Ehade..............
Acrumulatoren-Fabrü Eontb-Gumml.......
.... 12 8/, .....O .....O 6 .....6
1Yi
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
AuSlos.-Rechlen .............
4*/i% Deutsche Retchspostschatzan'
Weisungen von 1934, I
6% ebem.8% Hess. Volksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ...........
4%% ehem. Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12........
6%% ehem. Hess. Landes-Hypo- thekenbank Darmstadt Liaui ...
4%% ehem. 8% Darmst. Komm.
Landesb.Goldschuldverschr. R.6 vberhessen Provinz-Anleihe mtt
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mtt AuSlos.-Rechten
4 ehem.S% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
2,45 41,92 55,02 12,29 16,42 168,09 19,54 61,7t
4% Oesterreich« che Goldrente.... 4,20% Oesterreichliche Stlberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. BL
94 I 93,5 I 94,5 I
121 121,25 -
135 1 135 1 -I
ij£% ehem. 4yt% Franks. Hyp.- Vank-Liqu.-Pfandbriefe.......
6%% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ....
Rütgerswerke . ...... .. 4
Metallgesellschaft..... 4
Zranksurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußl. Abendbörse
Schlußkurs
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Datum
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11-75
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39,75
140 117,25 135,75 109,25 129,5
140,25 135,5
128,75 184,65
137
107,5 114,5
117
105,65
175
133 102,5 93,13
11,5
6,25
8,13
5,13
39,9
17,13
19,13
88,75 118 90,5
91
91
188,5
40
141,13
117
137
109,5
130
140
135,5 128,75 185,75
136
107,25 114,13
117,75
105,13
175
132,5
102,5
93,5
6,25
5,05 39,8
17,65
28
19,5 88,25 117,75
90,5
91
91
188,5
39,75 139,9 117,25
135,5 109,75 129,75
140 135,5 129,13 184,5 136,5
108 114,25
117,25 105,13
177,5 133,25
103 93,25
12 6,05 8,13
5,1
40
17,4
28
19 88,65 118,75 90,75
91
91 188,5
40,25 140,75 117,5 137,25
109,9
129,9
140 135,5 129,25
186
136
107,5 114,25
118 105,13
175 132,5 102,75
93,5
5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4tz%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente ..
2^% Anatolier..............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hambucg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0
2l.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto-
Gesellschaft................0
Dresdner Bank..............0
Reichsbank ................vt
A.E.G.......................
ffileltt. Lieferungsgesellschaft... 5
Licht und Kraft ........... ey.
Felten L Guilleaume.........0
Unternehmung. 5
Rheinische Elektrizität ........5
Rhein. Wests. Llektr...........
Schuckert L Co............... 4
Siemens & Halske............7
LahmeyerLEo.............. 7
Buderus ............ 0
Deutsche Erdük......... 4
Gelsenkirchen«............ q
Harpener....................
Hoesch Eisen-Kölo-Neuesie» .. 0
Zlse Bergbau ...............<
Ulfe Bergbau Genüsse........4
Klöcknerwerke ............
Mannesmann-Röhre»........ O •
0,667
0,663
41,93
41,88
0,141
0,139
3,053
3,047
54,89
54,86
47,035
46,92
12,30
12,285
5,42
5,415
16,455
16,41
168,42
167,83
20,37
20,33
0,724
0,724
5,696
5,684
61,79
61,75
49,05
48,95
11,15
11,14
63,38
63,34
81,26
81,11
34,08
34,02
10,31
10,285
—
2,480 Banknoten.
2,478
Berlin, 8. August
Geld


