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Oie Einstellung von Fahnenjunkern in das Heer.

Bei dem großen Interesse für den Eintritt als Fahnenjunker in das Heer seien im folgenden die wichtig st en Bestimmungen des Reichs­kriegsministeriums wiedergegeben:

Die Offiziere des Reichsheeres ergänzen sich aus Freiwilligen, die bei tadelloser Führung durch ihre militärischen Fähigkeiten, Charakterveranlagung und ihren Persönlichkeitswert besonders hervortreten und nach Ansicht ihrer Vorgesetzten die Eigenschaf­ten besitzen, die von einem späteren Offizier als Führer und Erzieher gefordert werden müssen.

Voraussetzung für die Einstellung als Fahnen­junker ist der Besitz des Reifezeugnls- es einer Dollanstalt. Die Anmeldung erfolgt i n d e r Zeit vom 1. 1. bis 31. 3. desje­nigen Kalenderjahres, das dem Eintrittsjahr v o r a u s g e h t. Sie ist zu richten an den Kommandeur des Truppenteils, bei dem der Bewerber eingestellt zu werden wünscht. Anmeldungen bei mehreren Truppenteilen bzw. verschiedenen Waffengattungen sind unzulässig. Dem Bewerbungsgesuch sind u. a. beizufügen: Ge­burtsurkunde, zwei Lichtbilder, letztes Schulzeugnis, gegebenenfalls das Reifezeugnis, Einwilligung des Vaters zum Dienst in der Wehrmacht, ein selbstver­faßter und selbstgeschriebener Lebenslauf, Nachweis der arn'chen Abstammung, drei Anschriften, bei de- nen der Truppenteil Auskünfte über den Bewer­ber und die Familie einholen kann, Angaben, ob früher ein Bewerbungsgesuch um Einstellung in die Wehrmacht vorgelegt ist und Gründe, die eine Einstellung nicht ermöglichen.

Neben der erforderlichen Schulbildung ist für die Einstellung Bedingung: deutsche Staatsangehörig­keit, arische Abstammung, nationale Gesinnung, nach heeresärztlichem Urteil tauglich, unbescholten, unver­heiratet, sittlich, geistig und körperlich hervorragend, mindestens 1,65 Meter groß. Brillenträger und Bewerber ohne das vorgeschriebene Mindest­maß werden nur ausnahmsweise eingestellt. Die Bewerber sollen am Einstellungstage möglichst nicht älter als 22 Jahre sein.

Berlin, 5. August. Die Nationalsozia­listische Parteikorrespondenz schreibt zu einer Reichsgerichtsentscheidüng u. a.

olgendes:

Das Reichsaericht hatte sich kürzlich mit der Frage zu beschäftigen, ob ein S A.- F ü h r e r unter bestimmten Voraussetzungen als Beamter anzusehen sei. An Hand dieser juristischen Streitfrage gibt das Reichsgericht eine längere Dar­legung darüber, wie nach seiner Auffassung das Verhältnis zwischen Partei und Staat gestaltet ist. Diese Auffassung ist deshalb bemerkenswert und korrekturbedürftig, weil sie mit eindrucksvoller Deutlichkeit zeigt, wie wenig das wirkliche Wesen der NSDAP, manchmal auch heute noch erkannt und logisch durchdacht wird.

Wenn das Reichsgericht in der Begründung seiner Entscheidung u. a. schreibt,die NSDAP, ist vom Führer a l s I n st r u m e n t zur k a m p f e s- mäßigen Vertretung der politischen Weltanschauung gegründet worden mit dem obersten Ziel, die politische Reorganisa­tion unseres Volkes, die nationale Führung der Masse durchzuführen", so ist dies zweifellos eine richtige Feststellung. Sie stellt jedoch das Aufgaben­gebiet der Partei damit noch nicht mit er­schöpfender Klarheit dar.

Das völlige Fehlen des Begriffes der poli­tischen Führung, für den der Führer auf dem letzten Parteitag den prägnanten SatzDie

Die politische Führung

»Oie Partei befiehlt dem Staats

Er hat nun aber auch, einem ganz neuen Gedan- Een folgend, Spielstraßen geschaffen. Neben­straßen die abseits vom Verkehr liegen, haben an ihren Ein- und Ausgängen Schilder: Durchfahrt verboten, spielende Kinder! Die Straßen sind von 14 bis 17 Uhr und in den Ferien auch von 10 bis 12 Uhr für den Durchgangsverkehr g e - sperrt. Außerdem sollen auch noch andere Stra­ßen mit Vorsichtzeichen versehen werden, um auch in ihnen den Kindern ein gefahrloseres Spiel als bis­her möglich zu machen.

Das kinderreiche Pirmasens.

Die Stadt Pirmasens zählt auf noch nicht 50 000 Einwohner rund 3600 kinder­reiche Familien, während im Reichsdurch­schnitt auf diese Einwohnerzahl nur etwa 1200 kin­derreiche Familien kommen. Oberbürgermeister Dr. Ramm hat für die erbgesunden kinderreichen Fami­lien unter den städtischen Angestellten und Arbei­tern Kinderzulagen eingeführt. Ein verhei­rateter Arbeiter mit drei Kindern erhält danach eine Wochenzulage von 5,76 Mark, mit sechs Kindern dagegen schon 21,60 Mark.

Wieder ein Doppelabsturz an der WahmannOstwand.

Am Donnerstag haben sich abermals zwei Tou­risten, deren Namen bisher noch nicht festgestellt werden konnten, in der Watzmann-Ostwand v e r st i e g e n und sind a b g e st ü r z t. Ihr Zelt wurde bei der Eiskapelle am Königssee unversehrt aufgefunden. Die Leiche des einen Touristen wurde auf der Schellhornplatte bereits entdeckt und gebor­gen. Sein Begleiter ist vermutlich in der Watzmann- Randkluft abgestürzt. Es handelt sich um zwei Berg­steiger aus Sachsen. Seit dem Juli sind in den Berchtesgadener Alpen bereits zwölf Personen töd­lich ab gestürzt.

Ende des Sowjetnordpolfluges.

Der mit riesenhafter Reklame aufgezogene Nord- polflug der Sowjets hat ein jähes Ende genom­men. Das in Moskau gestartete FlugzeugURSS 25" mit dem Flieger Lewanewski und seinen zwei Begleitern, das über den Nordpol nach San Franzisco ohne zu landen fliegen wollte, hat um­kehren müssen.

Schwedischer Warinebesuch in Swinemünde.

Die beiden Segelschulschiffe der schwedischen KriegsmarineNajaden" undJarramasa" liefen in Swinemünde ein. Die Schulschiffe befinden sich auf einer Kreuzfahrt in der O st s e e. Den schwedischen Gästen wurde von einer großen Men­schenmenge ein herzlicher Empfang bereitet Nach dem Festmachen der Schiffe erfolgten die offiziellen , Besuche.

abgebrochen. .

Die zweite Runde stand im Zeichen harter Kampfe. Engels gewann durch taktisch vorzügliches Spiel gegen Eliskases und Stoltz gegen Richter, der in Zeitnot einen groben Fehler machte. Dr. R ö d l und Oppozienski gerieten beide in höchste Zeit­not und beendeten ihr Spiel unentschieden.

Am Mittwochvormittag um 8.30 Uhr beginnt die dritte Runde, um 15 Uhr die vierte.

Zehn Todesopfer in Taschenhof.

Die Zahl der Todesopfer des Steinbruchunglücks in Taschenhof ist auf zehn gestiegen. Ein Stem- arbeiter schwebt noch in Lebensgefahr. Dr. Ley hat an den Gauwalter der Deutschen Arbeitsfront folgendes Telegramm gesandt:An der tiefen Trauer der schlesischen Bevölkerung über das schwere Steinbruchunglück in Oberneukirch nimmt mit mir die gesamte Deutsche Arbeitsfront teil. Ihre ausführliche Meldung von der Unglucks- stelle zeigt mir den zu jeder Stunde tatbereiten Einsatz aller örtlich zuständigen Männer der Partei, des Staates und der Deutschen Arbeitsfront. Sa­gen Sie den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten, daß weitgehend ft e Hilfsmaß­nahmen der Deutschen Arbeitsfront von mir an­geordnet sind und daß ich selbst bei ihnen sein werde sobald ein Abbruch meiner derzeitigen Dienstreise möglich ist." Die Betriebsleitung des Werkes erklärte sich bereit, den Familien der To­ten und Schwerverletzten zunächst auf zwei Wochen den Lohn weiterzuzahlen. Bei der Krelssparkasse in Goldberg wurde unter dem TitelHuse für Taschenhof" ein Konto eingerichtet. Als erste hat die Stadt Liegnitz 100 Mark überwiesen. Der Kreisausschuß Goldberg hat den gleichen Betrag

besichtigten dann die Teilnehmer der Fahrt die . Stadt. Don Rothenburg fuhren die beiden Grup- . pen getrennt nach Dinkelsbühl, wo ebenfalls die gesamte Bevölkerung auf den Beinen war, um die auslandsdeutsche Jugend zu begrüßen. Von Dinkelsbühl führte die Fahrt direkt nach Nürn­berg. Im festlich geschmückten Kulturvereinssaal gab die Stadt Nürnberg den Jungen em gemein- 1 fames Abendessen. Dann traten die Jungen eine Rundfahrt durch die festlich beleuchtete Stadt an. In allen Straßen wurden die Gäste von der Be- , völkerung herzlich begrüßt. Endlich beschloß vor 1 dem Schulhaus Gibitzenhos, wo die Deutschland- ' fahrer Gemeinschaftsquartler bezogen, ein Zapfen- 1 streich des Nürnberger Jungvolks den ersten Tag 1 der Deutschlandfahrer in Franken.

Kleine politische Nachrichten.

Die Rede des Reichsmini st ers Dr. Goebbels am 4. August auf der Gautagung in Essen, in der er die große Abrechnung mit allen Staatsfeinden hielt, wird vom Reichssender Frankfurt Donnerstag, 8. August, 21.15 bis 22 Uhr, wiederholt.

Der Reichsverband deut sch er Offi­ziere hat am 2. August für feine Landesverbände und für seine sämtlichen Ortsgruppen bis auf wei­teres die Sperre der Mitgliedsaufnahme verfügt.

In Erwiderung des polnischen Kriegsschiffbesuches in Kiel wird der KreuzerKönigsberg" in der Zeit vom 22. bis 25. August Gdingen an­laufen. Das PanzerschiffAdmiral Scheer" wird Ende August Danzig besuchen.

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Als Nachfolger Lord W i l l i n g t o n s, dessen Amtszeit im kommenden April abläuft, ist Lord Linlithgow zum Vizekönig und Gene­ralgouverneur von Indien ernannt wor­den. Lord Linlithgow war Vorsitzender des gemein­samen Ausschusses der beiden Häuser des Parla­ments zur Untersuchung der indischen Verfassungs­reform. Er bringt für seinen neuen Posten die Er­fahrung mit, die notwendig ist, um die Reform der indischen Verfassung in die Tat umzusetzen.

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Die sowjetrussische Presse meldet die D o l l - streckung von sechs Todesurteilen und die Verhängung von drei weiteren Todes­urteilen. Bei den Hingerichteten handelt es sich um die sechs Personen, die beschuldigt worden waren, denDorfkorrespondenten" Bykow ermordet zu haben. Die drei neuen Todesurteile betreffen un­politische Straftaten, nämlich Räubereien auf der Tomsker Eisenbahn.

Aus aller Welt.

Das Internationale Schachturnier in Bad-Nauheim.

Von den unbeendeten Partien der ersten Runde gewann Dr. R ö d l nach gutem Spiel gegen Grob (Schweiz), dem ein taktischer Fehler unterlief. A r - h u e s und Eliskases gaben ihre Partie schon kurz nach Wiederbeginn unentschieden auf. Die Partie Richter-Anderson wurde nochmals

^Ä^Dpfer d°r Arbeit" h°. 5000 Mark zur Verfügung gestellt. Ebenfalls wurden für die Hinterbliebenen bei dem Explosionsungluck in Kaiserslautern 5000 Mark zur Linderung der ersten Rot überwiesen.

Tödlicher Streit um einen Hund.

In Kattowitz bestand zwischen dem Arbeits- Io|en Otto Jojlo und dem Ingenieur Alms Kopier, die in einem Hause im Stadtteil Go gut schütz wohnten, seit längerer Zeit Feindschaft, als deren Urheber der Hund des Ingenieurs anzu­sehen ist, der wiederholt die Matte vor der Tur des Jojko verunreinigte. Als dieser den Ingenieur des­wegen im Hausflur zur Rede fteUte, fam es zu einem heftigen Wortwechsel, dem Tätlichkeiten folg­ten. Kopiec zog schließlich eine Pistole und gab zwei Schüsse auf fernen Gegner ab. Trotz schwerer Verletzungen entriß Jojko dem Ingenieur die Pistole und streckte ihn durch vier Schüsse zu Boden. Kopiec war sofort tot. Der schwerverletzte Jojko, der verhaftet wurde, muhte vorläufig in ein Krankenhaus gebracht werden.

Raubmörder hingerichtet.

In Görlitz ist Herbert Kurt John h i n g e r i ch t e t worden, der vom Schwurgericht in Görlitz wegen Raubmordes zum Tode verurteilt wor­den war. Der bereits vorbestrafte Verurteilte hatte am 19 November 1934 den von ihm zu einer lieben landfahrt bestellten Fahrunternehmer Pietsch nach wohldurchdachtem Plan auf der Landstraße ermordet und beraubt.

Mordversuch an der Ehefrau.

Der 35 Jahre alte Hans Rudolf aus D r e sd en hat beim Baden im oberen Waldteich bei Moritz­burg feine des Schwimmens unkundige Ehefrau zu ertränken versu ch t. Nur durch einen zu­fällig vorbeikommenden Kraftfahrer, der die Hilfe-

Die Bewerber erhalten eine Aufforderung, sich zur Vorstellung und ärztlichen Untersuchung zu melden. Bei den Freiwilligen, die in die engere Wahl ge­nommen werden, erfolgt dann die Einberufung zum Ablegen der psychologischen Prüfung bei einer der Prüfeinrichtungen der Wehrmacht. Die Prüfung, deren Ergebnis mitentscheidend für die Einstellung ist, dauert zwei Tage und hat den Zweck, über die geistigen Fähigkeiten, die Willenskraft und den Charakter des Bewerbers einen Eindruck zu gewinnen. . A

Einstellungen als Fahnenjunker erfolgen nur im April. Für die Ausbildung des Offizier- nachwuchfes bis zur Beförderung zum Offizier stehen zwei Jahre zur Verfügung, die sich m Ausbildung in der Front, auf Schulen und Son­derlehrgängen der einzelnen Waffen gliedern. Vor der Beförderung hat sich der Anwärter zu 2 5- jähriger Dienstzeit im Heere zu ver­pflichten. Während seiner Ausbildungszeit ist der Fahnenjunker so gestellt, daß er auskvmmen kann. Eine geringe gelegentliche oder regelmäßige private Beihilfe ist erwünscht. Ein Zuschuß von 700 bis 800 Mark für die erste Offiziers- ausstattung muß sichergeftellt sein.

Die Wehrmacht verlangt angesichts der Stellung im Staate, sowie der im Krieg gemachten Erfah­rungen ein auf besonderes hoher Stufe stehendes Offizierkorps. Diesen Anforderungen wird nur ent- sprechen, wer sich aus innerer Neigung dem Offizierberufe zuwendet und für ihn voll geeignet ist Wer ihn ohne diese Voraussetzungen ergreift, wird sich schweren Enttäuschungen aussetzen. Nicht dringend genug können junge Leute vor dem Ent­schluß zu diesem Berufe gewarnt werden, die hoffen, mit wenig Arbeit schnell zu einer angesehenen Stellung zu gelangen. Fahnenjunker, bei denen sich herausstellt, daß sie wegen körper­licher, geistiger oder moralischer Mängel die volle Eignung zum Offizier nicht erlangen werden, scheiden so früh wie möglich aus. Hier- über muß sich jeder, der die Offizierlaufbahn ein­schlägt, im klaren sein.

Gestaltung e i n f ü g e n muß.

Diesem Ziel dienen auch die ins Einzelne gehen­den Vorschriften der Stuttgarter Ortsbausatzung über die Gestaltung der Einfriedigungen. Die Ortsbausatzung fordert niedere Einfriedigungen, damit an den Aussichtsstraßen der Blick nach der Talseite offen gehalten wird und damit überhaupt das Grün der Gärten der Allgemeinheit nicht durch hohe geschlossene Mauern vorenthalten wird. Wenn chon der Volksgenosse, der im Häusermeer der Großstadt wohnt, keinen eigenen Garten haben kann, so soll er doch wenigstens durch den freien Blick in die Gärten der Hangaebiete an ihrer Schönheit teilhaben. Ebenso dienen auch die ins Einzelne gehenden Vorschriften über Erker, Balkone und dergleichen Vorbauten dem Ziel, ein gutes Gesamtbild sicherzustellen, das sich wohltuend abhebt von dem Durcheinander, das wir vielfach bei den Bauten der letzten Jahrzehnte in­folge einer Häufung von breiten massigen Vor­bauten aller Art feststellen müssen.

Es ist klar, daß eine Ordnung, wie sie die neue Stuttgarter Ortsbausatzung aufstellt zunächst auf die Widerstände der Interessenten, der Hausbesitzer, der Grundbesitzer und vor allem der Bodenspeku­lanten, stoßen mußte, weil dem einzelnen im Inter­esse des Ganzen Beschränkungen in der Ausübung feines Eigentums auferlegt werden mußten. Wir müssen aber im Zuge der nationalsozialistischen Re­volution den Mut haben, für die zukünftige städte­bauliche Entwicklung in der Richtung einer Auf­lockerung der Großstadt die Grundlagen auf- zustellen, auch wenn dadurch die Interessen einzelner betroffen werden. Wenn wir heute mit jedem Neubau feste Verhältnisse für annähernd ein Jahrhundert schaffen, dann dürfen wir uns nicht binden lassen an Werte, die aus einseitigem egoisti­schem Denken und aus entsprechend falschen Maß­nahmen der Vergangenheit herausgewachsen sind. Wenn wir hiernach einen rücksichtslosen Kampf gegen jede Bodenspekulat i o n und jede Ueberfteigerung der Grundstückspreise fuh­ren, so werden wir auf der anderen Seite doch die städtebaulichen Aufgaben unter Berücksichtigung des geaebenen wirtschaftlichen Rahmens lösen.

Eine besondere Aufgabe hat die Stadt Stuttgart darin erblickt, die Grundgedanken des national­sozialistischen Bauens in die Bevölkerung hinein­zutragen. Und den Sinn der Ortsbausatzung der Allgemeinheit in einfacher und klarer Weise ver­ständlich zu machen, hat die Stadt Stuttgart bie Grundgedanken nationalsozialistischer Baugestal- tung in Form von zehn Baugeboten zu- sammengefaßt, die vor Veröffentlichung der Ortsbausatzung bekanntgegeben worden sind und die weit über Stuttgart hinaus Anklang und zum Teil auch Nachahmung gefunden haben.

Wir leben in einem Staat mit einheitlicher Wil- lensbildung. Diele Einheitlichkeit muß ebenso, wie dies in früheren Jahrhunderten der Fall war, auch in der Sauge ft altung in die Erscheinung treten. Das A e u ß e r e der Gebäude muß daher so gestaltet werden, daß dem Gemeinsinn der Gesamt«

rufe hörte, konnte die bereits bewußtlose Frau im 1 letzten Augenblick gerettet werden. Ru­dolf, der selbst ein guter Schwimmer ist und einen SportunfaU vortäuschen wollte, lebte seit Jahren in unglücklicher Ehe. Die Frau war m i t 3000 Mark gegen Unfall versichert. Der Mann hat ein Geständnis abgelegt.

An einem Insektenstich gestorben.

In das Kreiskrankenhaus Baumholder bei Trier wurde ein 66jähriger Mann eingeliefert, der wegen einer schnell fortschreitenden Blutvergiftung sofort operiert werden mußte. Der Mann war einige Tage vorher von einem Insekt ge­stochen worden, hatte aber der Anschwellung keinerlei Bedeutung beigelegt. Als er sich ins Kran­kenhaus bringen ließ, war es bereits z u spät. Trotz der Operation starb er an den Folgen dieses Insektenstiches.

wahre Volksgemeinschaft.

In Biebernheim bei St. Goar wohnt eine Familie in ä u ß e r st beschränkten Woh - nungsverhältnissen. Dem Familienvater fehlen aber die nötiaen Mittel, um den ungesunden Wohnungsverhältnissen abzuhelfen. Besonders er­freulich ist es deshalb, daß sich jetzt die fügend- lichen Handwerker des Dorfes zu­sammengetan haben, um der Familie ein Eigenheim zu bauen. Die Handwerker führen die Arbeiten kostenlos aus. Die Ausschachtungs­arbeiten sind bereits durchgeführt. Durch ein Dar­lehen ist es dem Familienvater möglich, die Materi al ko st en zu tragen.

Durchfahrt verboten, spielende Kinder!"

Das Kind im Mietshaufe ist fast immer ein be­dauernswertes Geschöpf, denn einer seiner dringend­sten und natürlichsten Wünsche, das Spiel im freien, kann nicht oder nur mangelhaft befrie- biqt werden. Das Kind braucht Sonne und Schatten, Luft und Sand, auch fröhliche Gefährten und ge­fahrloses Spiel. Zwischen Mietshäusern ist solches kaum zu finden, statt des Sandes Asphalt, statt der Gefahrlosigkeit ein ständig wachsender Autoverkehr. Die NS.-Volkswohlfahrt schafft Kindergärten, kann aber den gesamten Kindern un­möglich Rechnung tragen. Sie erfaßt außerdem m diesen Kindergärten nicht die Schuljugend. Die Kinder der größeren Stadt kommen ohne Spiel­plätze nicht aus. Der Oberbürgermeister von Essen, Dr Reis mann, hat neue Wege beschritten, um SVielgelegenheiten zu schaffen. Zuerst hat er die Bürgerschaft aufgefordert, ihn bei der Schaffung von Spielplätzen zu unterstützen, die Zahl der Spiel­plätze in Essen ist daraufhin erheblich gewachsen.

Partei befiehlt dem Staat* geprägt hat, zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten Ausführungen, die das Reichsgericht zu dem Thema Partei und Staat gemacht hat, und darin liegt auch der Grund für die völlig schiefe Beurteilung, zu der das Reichsgericht bei der Beantwortung dieser all­gemeinen Fragen gekommen ist. Wenn das Reichs­gericht bei solchen Fehlschlüssen dabei so weit geht, zu erklären, daß die NSDAP,nicht zu einer dem Staatszweck dienenden Einrich­tung geworden sei", so besagt dies gerade das Gegenteil des bestehenden Zustandes. Denn das ist ja eine der fundamentalsten national­sozialistischen Erkenntnisse, daß der Staats- zweck, die Erhaltung und Förderung des deutschen Volkes, nicht allein erreicht werden kann durch den Staatsapparat und sonstige Einrichtungen,sondern das ausschlaggebende Mittel zur Erreichung dieses Staatszweckes der staatsrechtliche Neubegriff der p o 1 i t i f ch e n Füh­rung, die von der NSDAP, getragen wird, dar- stellt. Es kann vom Reichsgericht, das nicht die Stelle ist, von der aus die politischen LebensgesetzederNation bestimmt werden, erwartet werden, daß es mit der Lösung juristi­scher Fachfragen nicht politische Urteile verbindet, die grundsätzliche Fehlauffassunaen über die Struktur des nationalsozialistischen Deutsch­land zu begründen in der Lage sind.

schaffen. Die grundlegende Voraussetzung hierfür ist die Auflockerung der Städte. Dieses Ziel wird in der neuen Stuttgarter Ortsbausatzung nachdrücklich verfolgt. Die Ortsbausatzung fordert eine wesentliche Verminderung der Be­bauungsdichte hinsichtlich der Flächenaus­nützung sowie hinsichtlich Tiefe und Höhe der Ge­bäude; demselben Ziel dient ein weitgehendes Ver­bot der Hinterhauswohnungen und die Beschränkung der Dachwohnungen. Die Zahl der Stockwerke ist vielfach herabgesetzt worden. Für das Wohngebiet ist eine zwei- bis dreigeschossige Bauweise als Regel an- geordnet worden. Dem Ziel der Volksgesundheit dient auch die klare Trennung zwischen Industriegebiet und Wohngebiet; im Industriegebiet dürfen künftig grundsätzlich keine Wohnungen mehr errichtet werden.

Besonders wichtig sind bei der neuen Stuttgarter Ortsbausatzung die Forderungen, die sich auf die baukünstlerische Gesta11ung der einzelnen Gebäude und auf ihre Einfügung in das Straßen- und Landschaftsb i ld be­ziehen. Der Nationalsozialismus, der aus orga­nischem Denken heraus darauf abzielt, die Bevölke­rung wieder näher mit Grund und Boden in Ver­bindung zu bringen, muß größten Wert darauf legen, daß das einzelne Bauwesen sich in die Natur einfügt und daß nicht die Natur durch die lieber- bauung vergewaltigt wird. Gerade hier tritt deutlich hervor, daß es sich auf dem Gebiete der Baukunst und des Bauwesens wie auf allen anderen Lebens­gebieten um den Kampf für die nationalsozialistische Weltanschauung handelt. Immer geht es darum, daß bie Einzelinterefsen den Anfor­derungen der Gesamtheit untergeord­net werden müssen, daß das einzelne Bauwerk sich in den Rahmen einer umfassenden städtebaulichen

Gesunder Städtebau.

Don Oberbürgermeister Dr. Karl Strölin, Stuttgart.

Die Stadt Stuttgart hat durch Aufstellung einer neuen Ortsbausatzung eine völlig neue Grundlage für ihre künftige städtebauliche und architektonische Gestaltung geschaffen.

Städtebau und Baukunst waren stets der Aus­druck der geistigen Grundhaltung ihrer Zeit. Wir brauchen uns nur zu erinnern an die großen Stil­formen der Gotik, der Renaissance und des Barock, )ie jeweils das ganze Kulturleben ihrer Zeit um­faßt und vornehmlich in ihrer Baukunst eine in sich geschloffene Weltanschauung zum Ausdruck gebracht haben. Die Baugesetze jener Zeit stellen in den Mittelpunkt bie Anforderungen der Oe- meinschast, denen sich das einzelne Bauwerk unterzuordnen hat. Auch das liberalistische Zeitalter bat feine Weltanschauung in seinem Bauwesen zum Ausdruck gebracht. Seine Ueberschätzung des Einzel- menschen, feine Ueberfteigerung des Freiheitsbegriffs und feine materialistische Grundhaltung wirken sich aus in der Willkürlichkeit seiner Bauschöpfungen, in der Sondergestaltung jedes einzelnen Bauwerks ohne Rücksicht auf Umgebung und Landschaftsbild, in dem hohlen Prunk der Prachtfassaden um die Jahrhundertwende und in dem internationalen, mechanistischen Stil des sogenannten Neuen Bauens^ Die individualistische, kraß materialistische Ein­stellung dieser Zeit wird am besten gekennzeichnet durch den Spruch, den man noch immer an manchem Haus findet:

Ich bau mein Haus, wie's mir gefällt, Ich bau ja für mein eigen Geld."

Im Zeichen nationalsozialistischer Weltanschau­ung müssen Städtebau und Baukunst den For­derungen des Dolksganzen unter­stellt werden und sie müssen im Volke und seiner Eigenart verwurzelt sein. Aufgabe des Städtebaus und der Baukunst ist es zunächst, den Volksgenossen einwandfreie und gesunde Wohnstätten zu Der-