Mittwoch, r. August ms
str.182 Erstes Statt
185. Jahrgang
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Der kommunistische Austuhr in den französischen Kriegshäfen
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Dimitroff gibt dann positive Verhaltungsmah- regeln, die zu einem neuen Aufschwung des Kommunismus in faschistisch regierten Ländern, „insbesondere in Deutschland und Italien", zu einer Unterhöhlung der gegenwärtigen Staatsgewalt, zu einem Wachsen der Unzufriedenheit, zu Streiks, Strahenunruhen usw. und schliehlich zu einer kommunistischen Revolution führen sollten. Die Kommunisten, so rät er, mühten verstehen, etwaige auftauchende Gegensätze und Konflikte im faschistischen Lager auszunühen; denn der Faschismus werde nicht automatisch fallen, sondern sein etwaiger Sturz könnte nur durch eine verstärkte revolutionäre Aktivität der Kommunisten herbeigeführt werden. Ieht beginne die Kommu- nistifche Partei von neuem ihren Kampf, und zwar mit ganz neuen Methoden.
DerAngriff an der„Klassensront" soll beginnen.
Dimilroffs Bericht vor dem Komintern-Kongreß
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Anweisungen der Komintern.
Moskau, 7. Aug. (DNB.) Die Komintern hat es mit der Bolschewisierung der Welt eilig. Sie will offenbar die Stimmung in den Ländern ausnutzen, in denen es zur Zeit infolge der „Annäherungsbestrebungen" der zivilisierten Staaten an die Sowjetunion brodelt. Sie hat jetzt denverschiedenen Sektionen Anweisung gegeben, nicht erst die einzelnen Beschlüsse der Komintern über das weitere Vorgehen in den Ländern abzuwarten, sondern sofort mit der Entfesselung von neuen Streiks und Lohnkämpfen, der Organisation von Aufmärschen und Kundgebungen usw. zu beginnen. (!)
Sowjetamtlich wird eine lange Liste von Berichten über Kämpfe „an der Klassenfront" verbreitet. Der Aufstand auf Kreta wird als ein Kampf der benachteiligten und um ihre Rechte kämpfenden Arbeiter gegen die „griechische Ausbeuter" dargestellt. In einem Bericht über die „antifaschistischen" Kundgebungen auf der Weitaus- stellung in Brüssel wird der Tätigkeit der kommunistischen Abgeordneten lobend gedacht, die sich in den Dienst der Sache gestellt und „aufklä- rcnde" Flugzettel über die Bedeutung der faschistischen Gefahr und die heilbringende Wirkung -einer unter kommunistischer Führung stehenden Einheitsfront verteilt hätten. In England, Frankreich und der Tschechoslowakei sollen die Kommunisten nach diesem Bericht schon den Anweisungen der Komintern nachgekommen sein.
Dimitroff wühlt gegen die nationale Regierung in England.
London, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" meldet aus Moskau, Dimitroff habe in einem Aufruf an die englischen Kommun ist en versucht, sie zu bewegen, sich mit der britischen Arbeiterpartei zusammen z u t u n , um die nationale Regierung bei den kommenden Wahlen zu „zertrümmern". Dimitroff habe erklärt, diese Absicht, die er mit dem Trojanischen Pferd verglich, sei allein geeignet, eine Sowjetherrschast in Großbritannien zustande zu bringen.
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Sammlung aller Giaatsfeinde gegen Nationalsozialismus und Faschismus. Der Organisator der Weltrevolution predigt neue Kampfmethoden für Unterminierung der Staatsautoritat.
schismus sich vor 13 Jahren dieser Art bedient habe, um die antidemokratische Krise heraufzubeschwören und sich an die Macht zu bringen. Es könne beunruhigend wirken, wenn das französische Volk sich vor einen ähnlichen Kreuzweg gestellt sehen müßte. Wenn die Volksfront ihre Anhänger zur Meuterei führe, verfehle sie ihren Zweck. Sie werde dadurch den Kampfbünden gestatten, die Rolle einer zusätzlichen Polizei zu spielen, um so den Augenblick abzuwarten, an dem sie die Macht übernehmen könnte. — „E r e N o u v e l l e" warnt diese „seltsamen Verteidiger der Demokrat! e", eine angeblich antifaschistische Doktrin zu verfolgen und dabei tatsächlich als gefährlichste Schrittmacher des Faschismus zu dienen. Die Demagogie könne eines Tages die Demokratie töten.
Die kommunistische „H u m a n i t 6" versucht natürlich die volle Verantwortung auf Laval abzuschieben, der „wieder Blut fließen lassen wolle", um damit die Wirkungslosigkeit seiner Verordnungen zu verdecken. Auf das „blutige Ablenkungsmanöver" Lavals würden die Massen mit einer noch festeren Einmütigkeit antworten. — Der sozialistische „Populaire^ versucht ebenfalls die Schuld an den Unruhen den Behörden und den Faschisten zuzuschreiben. Ausgangspunkt der Zwischenfälle sei gewesen, daß die Arbeiter auf dem Arsenal eine Beaufsichtigung durch P o - lizeitruppen nicht hätten dulden wollen.
Parole Westrevoliilion!
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„Moskau leitet das Spiel."
Oie pariser presse zu dem blutigen Tag von Brest.
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Paris, 6. Aug. (DRV.) Die Ausschreitungen Vt Arbeiter des Marinearsenals in Brest haben Dienstag nachmittag einen sehr ernsten Charakter angenommen. Die am Bau des Panzerkreuzers .Dünkirchen" beschäftigten Arbeiter weigerten sich, cuch nur einen Handschlag zu tun, solange das militärische Wachkommando nicht entfernt sei. Als ihrer Forderung nicht nachgekommen wurde, alarmierten sie die Belegschaften sämtlicher Abteilungen des Warinearsenals. Bald herrschte in her Werft Aufruhrstimmung. Gendarmerie und Mobile Garde, kolonialtruppen und Warineinsan- ssrie wurden eingesetzt, um die Werst zu räumen. Die Belegschaft leistete erbitterten widerstand und ging mit allerlei Wurfgeschossen, Sielten, Brechstangen, Flaschen usw. gegen die Truppen vor. Die Werft wurde schließlich mit Gepalt geräumt und geschlossen.
Die Streikenden begaben sich dann vor die Präfektur, wo die Trikolore, die am Haupteingang angebracht war, abgerissen und lurch einen roten Lappen erseht wurde. Der llnterpräfekt entfernte ihn jedoch sofort wieder unter dem Geschrei der Streikenden. Aus Rache oarfen die Streikenden fast sämtliche Fensterschei- t«u der Präfektur ein. Die streikenden Arbeiter zerstörten dann das haupttorderpotizei- r r ä f e k t u r und versuchten das Gebäude im Sturm zu nehmen. Sie wurden jedoch durch b e - Nttene Gendarmerie und eine Kompanie Koloniallnfanterle zurückge- Ichlagen. Die Unruhen find am Abend erneut sufgeflackert. Die Aufrührer versuchten, die Wa- linepräfektur zu stürmen und errichteten zu fiefem Zwecke eine Barrikade, Warinesoldaten und Gendarmen gelang es jedoch, die Wenge zu zerstreuen. Kurze Zeit darauf versuchten Arbeiter, d i e Gitter der Kaserne des zweiten Kolo-
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Wenn man in den Zeitungen desselben Tages noch liest, daß es i m N e g e r - u n d I t a l t e n e r- viertel vonNeuyork zu großen Kundgebun- gen gegen das Italien Mussolinis kam, bei denen die Rassensympathie der amerikanischen Neger für das von Italien bedrohte Abessinien von kommunistischen Hintermännern geschickt und planmäßig aus- genutzt wurde; wenn man liest, daß d i e j a p a - nische Regierung Anlaß hatte, in ton wegen einer beleidigenden und verhetzenden Karikatur des Mikado durch einen jüdisch- bolischewistischen Zeichner vorstellig zu wer- den, da durch solche Vorkommnisse die Empfindun- gen des japanischen Volkes schwer gereizt wurden, so hat man damit das abgerundete Bild eines Tages gezeichnet, an dem die revolutionäre und völ- kerverhetzende Tätigkeit der bolschewistischen Pro- paaanda überzeuaend in Erscheinung getreten ist.
Und das geschieht in den Ländern, die mit Moskau Verträge abschlossen und dem Moskowiterwo^ glaubten, die kommunistischen Parteien mürben sich künftighin neutral verhalten! Das geschieht in den Ländern, deren Presie gegen Deutschland und Italien in der unverschämtesten Weise hetzt. Der Na. tionalsozialismus und der Faschismus haben aus Deutschland und auch aus Italien Länder gemacht, in denen derartige Pöbeltaten undenkbar find. Sie sind die einzigen, in denen man auf der Straße
Paris, 7. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Rechtsblätter sehen in den Unruhen von Brest die Folgen der. kommunistischen Propaganda und ein systematisches Vorgehen der roten Einheitsfront. Während des ganzen Dienstag, so schreibt der „Matin", lag über Brest die Atmosphäre eines Bürgerkrieges. Wird man die patentierten Moskauer Agitatoren noch weiter wirken lassen, schreibt das Blatt, das aus seiner ablehnenden Haltung gegenüber einer französisch-sowjetrussischen Zusammenarbeit nie ein Hehl gemacht hat. Das Blatt schreibt ferner daß ein Ab geordneterderkommuni st ischen Partei den tragischen Tag von Brest organisiert habe. Es sei endlich an der Zeit, tatkräftige Maßnahmen zu treffen Es müße verhindert wer- den daß die durch die Anwendung der ersten Notverordnungen hervorgerufene Agitation m der bisherigen Weise gegen die öffentliche Ordnung ausge- beut9et würde. - Auch das „Echo de Pans' fordert die Regierung zum Ein chreiten auf und weist be- sönders9 daraufhin, daß die Unruhen gerade m Brest und Toulon, also i n d e n z w e i g r o ß e n Kr eashäfen ausgebrochen feien. Man könne vielleicht an eine einheitliche Parole den. ten; vielleicht handele es sich um etne Uebung, einen Versuch. Das Blatt erinnerte daran, daß die bol- ichewistilche Revolution m Rußland einst qAchzeitig in den Häsen begonnen t)abe. Brest habe am Dienstag einen Sag r ege lr echter Meuterei erlebt. Die Kundgebungen leien |non den Kommunisten zunächst gegen die Notoer-
nialregimenls nieder, ureitzen. Mililär mutzte . zählte man im Marinekrankenhaus 20 Je r letzte, ^gesetzt werden, um die Angreifer auseinander,u- darunter 13 Arbeiter ,uns Mob. -
treiben. Die Behörden wurden erst wieder kurz vor garbe und zwei Gendarmen. Lin Arbeiter ist ge Mitternacht Herr der Straße. Um Mitternacht I ftorben.
laue an den Nationalsozialismus und die herrschende staatliche Ordnung in Deutschland, die in kicher zynischer Offenheit selbst auf diesem Ko- tiinterntongrefe bisher ihresgleichen suchen durste.
Moskau, 6. Aug. (DNB.) Erst jetzt veröffent- s-cht die sowjetamtliche Telegraphenagentur das Stenogramm von dem auf dem Kominternkongreß erstatteten Bericht des skrupellosesten aller bolsche- jvistischen Agitatoren, Georgi Dimitroff. Dimitroff nbt unumwunden den Sieg des Faschismus zu. der Faschismus habe gesiegt, weil es ihm gelungen Iti, breite Massen der Bauern und Landarbeiter mit- kirreißen und in die Reihen der Jugend einzudrin- <en. Dafür rüffelt Dimitroff die verantwortlichen Länder-Parteien, die die faschistische Gefahr unter= chätzt hätten. Als der Nationalsozialis- nus in Deutschland bereits zu einer bedroh-
ordnungen organisiert gewesen, hätten dann aber schnell einen rein revolutionären Charakter angenommen.
Das „Journal" fragt, ob man in den Unruhen von Brest die e r st e n A n z e i ch e n d e r „n e u e n Ordnung" sehen müsse, die die Leiter der Volksfront angekündigt hätten. Wieder einmal habe die kommunistische Propaganda zu Gewalttaten geführt. Angesichts der 150 Verwundeten und Todesopfer könne man nur von einem Verbrechen sprechen. „Seit dem 6. Februar befinden wir uns i n einer Revolutionsperiod e", schreibt „Le I 0 ur " zu den Brester Unruhen. Die Kommunisten glaubten, daß ihre Stunde bald geschlagen habe. Um ihre wohlberechnete Propaganda durchführen zu können, hängen sie sich den Mantel des Patriotismus um. Moskau leite das Spiel. Das Blatt fragt, was die Regierung vorhabe, um biß verantwortlichen Meuterer in den beiden größten Kriegshäfen ausfindig zu machen und zu b e ft r a f e n. Frankreich erlebe jetzt entscheidende LgV - „Hvmms Libre" fchreibt, die Mar- riften wollten durch die Organisierung der Meute- reien allerorten die Wirkung der staatlichen Ordnungsmittel schwächen, um zu ihrer Zeit handeln zu können. Auch „Ami du Peuple steht in den Vorgängen nichts anderes als revolutionäre Manöver, die zeigten, von welcher Seite die Gefahr drohe.
Das radikalsozialistifche „Oeuvre" warnt vor derartigen Kundgebungen wie die in Brest. Man brauche nicht zu vergessen, daß der italienische Fa-
Man muß es der Moskauer bolschewistischen Internationale lassen, daß ihre Befehle von den Organisationen, die sie offen oder getarnt in allen Ländern der Welt unterhält, auf das Pünktlichste befolgt werden. Kaum hat der Moskauer Kongreß feine Beratungen beendet, bei denen der Beschluß gefaßt wurde, eine neue revolutionäre Propaganda- melle über die Länder der Bourgeoisie und des Kapitalismus zu schicken, bringen die Zeitungen aus allen Himmelsrichtungen Meldungen, daß das Moskauer Drohwort auch schon in die Tat umgesetzt wird. Die kommunistischen Ausschreitungen auf der Brüsseler W e 11 a u s ft e 11 u n g , Die sich in der Hauptsache gegen Mussolini und das faschistische Italien richteten, werden sicherlich ein diplomatisches Nachspiel haben, in dem die italienische Regierung sich genau an den Wortlaut der Note halten kann, die vor kurzem Deutschland wegen der unglaublichen Vorgänge im Neuyorker Hafen gegen die „Bremen" an die Regierung der Vereinigten Staaten zu richten genötigt war. Das Brüsseler Ereignis ist außerdem eine pikante Illustration zu dem neulich von der belgischen Regierung gefaßten Entschluß, ihre bisherige ablehnende Haltung gegen Sowjetrußland aufzugeben und Verhandlungen über die Aufnahme normaler diplomatischer Beziehungen anzuknüpfen. Zu diesem Entschluß ist Belgien durch seinen mastigen Nachbar Frankreich veranlaßt worden, das nach seiner Lotsentätigkeit bei der Fahrt der Sowjetrepublik in den Völkerbund und nach dem Abschluß eines intimen politischen und militärischen Bündnisses mit Moskau alles daran setzt, die zivi- lisatorische und moralische Gleichberechtiaung des bolschewistischen Systems überall anerkannt zu sehen. Man wird jetzt in Brüssel Gelegenheit haben, über die Berechtigung dieser Gleichstellung und über die Gefahren, die sich aus ihr für das innere staatliche Leben Belgiens ergeben könnten, noch einmal genau nachzudenken.
Aber auch in Frankreich selbst mehren sich täglich die Anzeichen, welches weite Feld die bolschewistische Agitation durch die diplomatische und politische Verbrüderung der bürgerlichen französischen Regierung mit der marxistischen Sowjetrepublik gewonnen hat. In Brest und Toulon haben die Sir- beiter der staatlichen Marine-Arsenale in großen Demonstrationen gegen die letzten Gesetzeserlasse der Regierung protestiert, wobei es zu regelrechten Straßenschlachten kam. Die Begleiterscheinungen dieser Kundgebungen, bei denen man Laval an den Galgen wünschte, und die rote Fahne vorantrug, lassen keinen Zweifel zu, daß es sich dabei um eine von der kommunistischen Partei geleitete planmäßige Aktion handelt, und daß der Geist des bolschewistischen Aufruhrs tief auch in jenen Teil der Arbeiterschaft eingedrungen ist, von dem er im Interesse der Landesverteidigung sonst mit besonderer Sorgfalt ferngehalten zu werden
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innen. 2l jroffs? Was in feinen Ausführungen folgt, ist der EinbruchGipfelpunkt der internationalen Demagogie und der jpur von d Massenverhetzung, ist zugleich aber eine Kampsan-
Wörtlich heißt es: „Das grundlegende Ziel in solchen Ländern, besonders in Deutschland und Italien, ist die sachkundige und verständnisvolle Verbindung des Kampfes mit der faschistischen Diktatur von außen her und einer Unterhöylung im Innern, und zwar in den faschistischen Massenorganisationen. Dimitroff spiegelte dem Kongreß dann sein Wunschbild „der furchtbaren Zustände in Deutschland" vor und muß offen bekennen, daß „die Mehrheit der Werktätigen sich der Möglichkeit eines Sturzes des Nationalsozialismus noch nicht bewußt geworden ist."
Die Erfahrung lehrt uns, daß wir auch in faschistisch regierten Ländern illegal arbeiten können. Wir müssen mit aller Energie den keim in die faschistischen Wassenorgani- fationen legen. Für die Kommunisten in faschistischen Ländern ist es besonders wichtig, überall zur Stelle zu sein, wo Wassen auftreten. Diese Wöglichkeit muh slärkslens ausgenuht werden. Die Kommunisten müssen unbedingt poften in diesen WassenorganNationen gewinnen. Die poften würden ihnen Einfluß verfchaffen und sie in ständigem Kontakt mit den Waffen halten. Wan müffe die Einheitsfront aller antifaschistischen Kräfte in Deutschland anstreben. Die Werktätigen, Arbeiter, Landarbeiter und kleine Angestellte, die Jugend, aber auch die katholischen Verbände, mühten vereinigt werden im Kampf gegen den Faschismus.
Von dieser Sammlung aller staatsfeindlichen Kräfte in den faschistisch regierten Ländern, „besonders aber in Deutschland und Italien , verspricht sich Dimitroff einen wichtigen Fortschritt des Gedankens der gewerkschaftlichen Einheitsfront in der ganzen Welt. In der Folgezeit werde es „zu der zwischenstaatlichen Einheitsfront" der Gewerkschaften unter kommunistischer Führung und der letzten Stufe vor der Weltrevolution kommen.
Die Rede Dimitroffs, deren Bedeutung nicht erläutert zu werden braucht, hat auf den Kongreß einen großen Eindruck gemacht. Die Presse hebt hervor, daß Dimitroff einer der populärsten und größten Männer des Kongresses sei. Es ist nur die Frage, wie diese aufreizende Rede des unter den Fittichen der Sowjets stehenden Agitators sich mit den außenpolitischen Versicherungen der Moskauer Regierung vereinbaren läßt.
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Meuternde Arfenalarbeiter stürmen in Brest die Marinepräfektur./Militär wird gegen die Aufständischen eingefetzt./Erst um Mitternacht gelingt die Wiederherstellung der Ordnung.
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