Einzelbild herunterladen

gen Leute, -le Augen in der Fremde recht gut auf­zumachen. Wenn sie heute ausersehen und dazu berufen seien, hinauszugehen und im Reiche als unsere berufenen Vertreter aufzutreten, so müß­ten sie sich sagen, daß das eine große Ehre für sie sei, die sie aber auch zu vielem verpflichte.

Vor allen Dingen müßten sie draußen in der Fremde unter Beweis stellen, daß sie in ihrer Heimat etwas Wirkliches gelernt hätten. Außer­dem mühten sie ihr Können bereichern und bei ihrer Rückkunft zeigen, daß sie auch in der Fremde nicht müßig geblieben und sich weiter vervollkommnet hätten.

Der Gaubetriebsgemeinschaftswart schloß seine Worte mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler, der durch sein Eingreifen es erst ermöglicht habe, daß die schöne Wanderei der Ge­sellen wieder habe ausgenommen werden können.

Dann begann der Marsch durch die Straßen der Stadt zum Allerheiligen-Tor hinaus. Vorneweg

| marschierte die Kapelle der Bäcker-Innung und dann folgten mit dem Gaubetriebsgemeinschafts­wart für das Handwerk, Pg. Becker an der Spitze, die Burschen, die unterwegs noch von allen Seiten reichlich mit allerlei Gutem für die Reise versehen wurden. Vor dem Verlassen der Stadt intonierte die Musik noch einmal das alte Liedchen Muß' i denn, muß' i denn zum Städtle hin­aus ..Dann griffen die Burschen kräftig aus, denn das Ziel des ersten Tages, Hanau, liegt noch ziemlich weit entfernt, und die Abschiedsfeierlich­keiten hatten doch länger in Anspruch genommen.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)

h. 3. in G. Eine Zeitschrift, in der beide Gebiete gemeinsam behandelt werden, gibt es nicht. Einzelne Zeitschriften können wir aus grundsätzlichen Er­wägungen heraus nicht nennen.

Aus aller Welt.

Die Beisetzung des Arbeilsdienstmannes Ernst Koch.

Unter ungeheurer Anteilnahme der Bevölkerung, des RS.-Arbeitsdienstes, der Formationen der NSDAP, und der Polizei wurde der am 1. Mai ermordete Arbeitsdienstmann Ernst Koch auf dem Friedhof in Crumme bei Bochum zur letzten Ruhe bestattet. Die an der Beisetzung teil­nehmenden Abteilungen des Arbeitsdienstes unter Führung von Gauarveitsdienstführer Krichbaum präsentierten die Spaten, die Fahnen senkten sich, als der Sarg von den nächsten Kameraden des Dahin­geschiedenen auf den Leichenwagen gesetzt wurde. Rach der kirchlichen Einsegnung sprach Gauarbeits­dienstführer Krichbaum. Er gab bekannt, daß der NameErnst Koch" für alle Zeit in den Ar­beitsdienst eingehen werde, da das Lager in Kirch­hundem, in dem der Tote friedlichen Dienst für den Aufbau des deutschen Vaterlandes leistete, seinen Namen erhalten und in ZukunftErnst-Koch-Lager" heißen werde.

Sportflugzeugspende der deutschen Zahnärzte.

Der Reichszahnärzteführer Dr. Stuck hat dem Präsidenten des Deutschen Luftsportverbandes L o e r z e r einen Betrag von 35 000 RM. zum Ankauf zweier Sportflugzeuge zur Verfü­gung gestellt, der von etwa 8000 Zahnärzten auf­gebracht wurde. Diese Sammlung stellt ein schönes und freudiges Bekenntnis zur deutschen Fliegerei dar.

Der Afrikaflieger Karl Schwabe in Sansibar.

Nach einem Drahtbericht aus Sansibar ist der deutsche Sportflieger Karl Schwabe, der sich auf seinem dritten Afrikaflug befindet, im südöst­lichen Teil Afrikas auf der Strecke Mombasa Sansibar in die Regenzeit geraten. Bei starkem Wolkenbruch erreichte er nach einem Flug an der Küste des Indischen Ozeans entlang Sansibar. Das letzte Stück der Flugstrecke führte über eine größere

^^IIWI»WHmi I li 'II

Bucht, die stark von Haifischen belebt war. Außer­dem konnte man dort eine ganze Reihe von Wracks deutscher Kriegsschiffe liegen sehen, die bei Kriegs­ende versenkt worden sind. Es besteht die Möglich­keit, daß Schwabe seine Flugreise nach Madagaskar fortsetzt.

Am Steuer feines Autos verbrannt.

Am Saatwinkler Damm in der Jungfernheide bei Berlin wurde ein vollkommen ausge­brannter Personenkraftwagen aufge­funden. Am Steuer des Autos lag eine bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leiche. Hinter dem Wagen wurde eine leere Benzinkanne vorgefunden. Als Eigentümer des auf rätselhafte Weise in Brand geratenen Wagens ist Architekt Karl Flohr aus Spandau ermittelt worden.

Auto vom Zuge erfaßt. Ein Toter, ein Schwerverletzter.

An dem unbewachten Bahnübergang bei Frieda, Kreis Efchwege, ereignete sich ein schweres Kraft­wagenunglück. Bei dem Versuch, noch vor dem von Eschwege kommenden Personenzug vor­beizukommen, wurde der Kraftwagen des Kur­direktors aus Goslar von der Lokomotive erfaßt und über 100 Meter weit mitgeschleift. Der Direktor war sofort t o t. Eine Begleiterin wurde mit schweren Verletzungen ins Eschweger Krankenhaus geschafft.

Ein Kind nach dem Genuß von Kuchen gestorben.

Die zehnjährige Tochter des Bauern E n z i n g e r in St. Zeno bei Bad Reichenhall fand auf der Straße ein gutverschnürtes Paket mit Kuchen, das sie mit­nahm und zu Hause verzehrte. Nach kurzer Zeit zeigten sich heftige Dergiftungserscheinun- g e n, denen das Kind unter fürchterlichen Schmer­zen e r l a g. Der ältere Bruder des Mädchens und der 65jährige Großvater, die beide nur wenig von dem Gebäck genossen hatten, erkrankten gleich­

falls schwer, sie befinden sich jedoch außer Lebens­gefahr. Die Herkunft des Gebäcks es handelt sich um sog. Cremeschnitten ist noch nicht bekannt. Auch steht bisher nicht fest, ob es sich um verdor­bene oder vergiftete Ware handelte.

Graf Zeppelin" über den Kap Verdischen Inseln.

Das LuftschiffGraf Zeppelin" hat am Montag um 15 Uhr MEZ. die Stadt Porto Praia auf den Kap-Verden-Jnseln überflogen.

Die erste Ausreise

des SchnelldampfersScharnhorst" nach Oflafien.

Der neue für den Ostafiendienst des Norddeut­schen Lloyd eingesetzte SchnelldampferS ch a r n - hör st", der soeben seine Probefahrten zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt hat, wofür der Führer der Bauwerft, der Descbimag, und der Reederei, dem Norddeutschen Lloyo, die besondere Anerken­nung ausgesprochen hat, wird am 10. Mai seine erste Ausreise von Bremen aus nach O st - a s i e n antreten. Das Schiff, das in diesen Tagen Ladung in Hamburg aufnimmt, wird am 8. Mai von Hamburg nach Bremen fahren und hier seine Restladung sowie sämtliche Passagiere übernehmen.

Zuchkhausstrafen für die Ralhenower Posiräuber.

Nach viertägiger Verhandlung verkündete die Strafkammer des Potsdamer Landgerichts das Ur­teil im Prozeß gegen die drei Rathe- n o w er Po st räuber. Der Hauptangeklagte, der 42jährige Otto Wolff, wurde wegen gemeinschaft­lichen Diebstahls zu fünf Jahren drei Monaten Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust verur­teilt. Der 47 Jahre alte Wilhelm Zepernick er­hielt vier Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrver­lust. Der dritte Angeklagte, der 47jährige Albert R u h n a u, wurde wegen Mangels an Beweisen f r e i g e s p r o ch e n. Die Täter hatten in der Nacht zum 30. Oktober 1925, also vor fast zehn Jahren, Werte im Gesamtbetrag von 100 000 Mark aus der Packkammer in Rathenow geraubt, die mit dem D-Zug BerlinHannover eingetroffen waren. Erst kürzlich war es gelungen, die Täter zu fassen.

Schreckliches Ende einer Versöhnungsfeier. Einzelheiten über das Boolsunglück auf der Donau.

Die Wiener Blätter bringen ausführliche Be­richte über das Bootsunglück auf der D o - n a u. Besonders tragisch ist es, daß bei diesem Unglück zwei Familien nahezu ausgerottet worden sind. Die beiden Familien wollten die Beilegung einer jahrelangen Fehde durch einen Heurigenaus­flug bei Wachauer Wein feiern. In weinseliger Stimmung faßten sie den Plan, sich über die Do­nau setzen zu lassen, um die Feier am jenseitigen Ufer fortzusetzen. Dabei ereignete sich das Un­glück. Retten konnten sich nur zwei Fährleute und je ein Mitglied der beiden Familien. Sechs Personen ertranken.

Großer Waldbrand in Holland.

Durch den Funkenregen einer Lokomotive ent­stand in der holländischen Provinz Gelderland in der Nähe der Stadt Mengele ein großer Wald- brand, bei dem über 200 Hektar Wald- und Heideland zwischen den Gemeinden Zelhem und Ruurle verbrannten. Das Feuer verbreitete sich

sehr schnell, so daß die aus allen umliegenden Orh schäften zur Löschung aufgebotene Bevölkerung und die Polizei einen schweren Stand hatten. Zwei Wirtshäuser gerieten in ernste Gefahr, konnterl aber im letzten Augenblick noch geschützt werden« Dagegen kann als feststehend angenommen wer« den, daß in dem Flammenmeer viel Wild, darun« ter auch Hochwild, umgekommen ist.

Masernepidemie in einem holländischen Dorf. Bisher neun Kinder gestorben.

In dem in der Provinz Nordbrabant liegenden Dorf Üben ist eine überaus ernste Masern- e p i d e m i e ausgebrochen. In der rund 4000 Seelen zählenden Gemeinde sind 240 Kinder ernst­lich erkrankt. Neun Kinder sind bereits g e st o r - b e n. Es vergeht fast kein Tag, an dem nicht einer der kleinen Patienten der Krankheit erliegt. Das fortwährende Läuten der Totenglocke hat in dem Dorf eine unheimliche Stimmung verbreitet, die in starkem Gegensatz zu der herrlichen Blütenpracht steht. Im Hinblick auf die Gefahr eines weiteren Umsichgreifens der Krankheit hat sich der staatliche Inspektor für das Gesundheitswesen nach Üben be­geben unb bie Schließung ber Schulen angeorbnet. Fußbodeneinsturz in einem französischen Wahllokal.

Zwölf Verlehie.

In ber französischen Ortschaft Marennes bei Rochefort-sur-Mer ereignete sich am vergangenen Sonntag ein unvorhergesehener Zwischenfall, ber bas Ergebnis bes ersten Wahlganges in bieser Oemeinbe in Frage stellt. Gegen Mittag, als bas Wahllokal, bas sich im Erbgeschoß bes Bürger­meisteramtes befinbet, bicht gefüllt war, brach plötzlich ber Fußboben zusammen unb etwa 20 Wahlberechtigte mitsamt bem Wahlpersonal und den Urnen stürzten in den Keller. 12 Per« fönen erlitten mehr oder weniger schwere Der« l e tz u n g e n. Das gesamte Wahlmaterial ist unten den Trümmern begraben. Man kennt daher auch noch nicht das Ergebnis des ersten Wahlganges.

Tribüneneinsturz in New Easile. 68 Verletzte.

Der einzige ernste Unfall, ber sich am Jubi« läumstage in Englanb ereignet hat, wirb aus New Castle on Tyne gemelbet, wo während ber Parads eine Tribüne zusammenbrach. 68 Perso« nen mußten sich in ärztliche Behandlung begeben, 18 von ihnen würben ins Krankenhaus eingeliefert»

Neues Erdbeben in der Türkei.

In Ost-Anatolien hat sich ein neues Erdbeben ereignet, bei dem eine große Anzahl von Häusern gänzlich und mehr als 150 Häuser zum Teil zerstört wurden.

Verheerendes Großfeuer in einem indischen Dorf.

In der 20 Kilometer von Delhi (Britisch-Jndien) entfernten Ortschaft Mehroli wurden 150 Häuser durch ein Großfeuer zerstört. Auch erheblich« Mengen von Getreide- unb Futtermitteln mürben burch bie Flammen vernichtet. Zahlreiche Bewoh­ner sinb obbachlos unb haben ihre gesamte Habe verloren.

Schwester und Tante

mutter,

im fast

vollendeten 77. Lebensjahre.

Gießen (Liebigstraße 21), den 6. Mai 1935.

Gießen

und Stuttgart, den 6. Mai 1935.

Die Beerdigung fand im Sinne der Verstorbenen in der Stille statt.

91956

2717 D

2721 D

Gießen, den 6. Mai 1935.

Hergestellt in den

Persil-Werken

nacbm.

2718 D wollen.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 8. Mai, 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt

Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu

Wäschespülen leicht gemacht durch Henkels

W verloren!

29. 4. 35 Mühl- str.-Sellersweg. Demehrl.Finder guteBelohnung. Frankhirt.Str.5il

Die Beerdigung findet Mittwoch, 8. Mai, nachmittags 2 Uhr, auf dem

Neuen Friedhof statt 2719D

Garten

an der Lahn (direkt n. Wasser) zu pachten ober zu kauf, gesucht. Schr.Angeb.unt. 01965 and.G.A.

LweSsBekampfungoer Schwarzarbeit tonnen Arbeits-Ange­bote von Handwerkern nur mit Namensnen­nung u. unter Vorlage desScwerbenachweiies ausgenommen werben.

Verlag vesGiebenerÄnzeigers

und Schmerzen in den Füßen - ein halbes Vergnügen. Tra­gen Sie doch Birkenstocks Fußbett, es hilft auch Ihnen.

Beratung und Anprobe:

Hermana Röhrig, LederhaDdlnng

Gießen, Neustadt 43. 2712a

Es ist bestimmt in Gottes Rat

daß man vom Liebsten was man hat muß scheiden.

Hente morgen entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine heißgeliebte Tochter, Schwester, Schwä­gerin und Tante

Hedwig Thielmann

im Alter von 34 Jahren.

In unsagbarem Schmerz:

Frau Maria Thielmann Wwe.

PREISE : 1.80 u. 3.35 r/2 Liter 5.40

s: ä::; ......... SEBALDS HAARTINKTUR:ä-Äd.::,Hr

Dahlien aller Klassen Deutsche Gladiolen in Sorten und Mischungen

2669 A

SMMMW.SW

Bahnhofstraße Telephon 3403

Kohlen Koks75D Briketts Eiform

Happel&Co.

Mühlstr.18,Ruf3925

Holte*

(ohne Deckel) v. Trieb bis z.Dorf­rand Wieseck am 3. Mai 1935 ver­loren! Abzugeb. geg. Belohnung Erg. * Bataillon

Gießen. 01954

Heute morgen 6% Uhr enschlief sanft unser lieber Vater, Schwieger­vater und Großvater

Friedrich Valentin

im 76. Lebensjahre.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Wilhelm Valentin.

dann einzig,

nurartige,wirk» same Präparat zur völligen Beseiti­gung. RM 3.- ,3 50. Probetube 1.60. Gegen Pickel, Mitesser Venu» Siärke A Ärztlich empfohlen.

Drogerie W interhoff, Kreuzpl. 9/10

Reiben schneiden schnitzeln

mit einer Maschine

Kartoffeln, Gemüse und an­deres kann damit zerkleinert werden. Alle Teile der Alexanderwerk

Reib- und Schneidemaschine sjnd rostfrei. Sie eignet sich für jeden Haushalt und jede Rohkost-Küche.

Mit 1 Scheibe .... 9.50

Mit 3 Scheiben . . . 15.25 Bitte, lassen Sie sich die Maschinen vorführen bei

J. B. Häuser

Am Oswaldsgarten 2294 a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146

[Verschiedenes |

Sur 269<d

WtW MlllWg empfiehlt SedekWuiver H. Ironisier

Steinstr.73. Tel.3581

Saatmais

eingetroffen!

Samenhaus

Hesemann

Gießen Lindenplatz Büf 3851. 2724A

Am Samstagvormittag entschlief sanft nach längerem Leiden

meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter, Groß-

Unser lieber Kamerad

Ludwig Bernhardt

langjähriger Vorsitzender und Ehren­

führer des Artillerie-Vereins ist zur

großen Armee abberufen worden. Zum letzten Ge­

leit am 8. Mai Antreten aller Kameraden pünktlich

13% Uhr Ecke Walltorstraße-An läge.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

August Führer.

Frau Margarethe Führer

geb. Bellof

Danksagung.

Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen-

Willy Ott.

Gießen, den 7. Mal 1935.

01966

Mein lieber Mann, mein treusorgender Vater, Schwiegervater und Großvater

Herr Robert Schieb

ist am Montagmorgen nach schwerer Krankheit im 80. Lebens­jahre von uns gegangen.

In tiefem Schmerz: Frau Minna Schieb Familie Alfred Klein. Gießen, Saarbrücken, 6. Mai 1935.

Die Trauerfeier findet in der Stille statt.