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Auf (Einlabuni

ng des polnischen Kriegsministe- Warschau ein, der Kommandeur

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>000 Angehörige des

Kyffhäuserbundes haben

lksgemeinschaft durch müdliche Werbung

eine vorbildliche und un- von Freiplätzen als

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) e p a a r ng sei. antten Schülern

hen Bot- i, um da« Robert Heilserum von Koch von dem t-Koch-Jn« iedergelegt

Dank an den kyffhäuserbund.

Der Reichsschatzmeister der NSDAP, tat an den Kyffhäuserbundesführer, Oberst a. D. xeinhard, ein Schreiben gerichtet, in dem er tun Ausdruck bringt, daß der Kyffhäuserbund auch

Jahre 1934 seinen Geist der Kameradschaft und

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zehn Tage legen wich-

(Ums trafen in

Kavallerieschule Hannover, Generalmajor Frhr. D3n Dalwigk-Lichtenfels, Oberstleutnant ger und Major Voigt, um die Kavallerie- jcjule in Graudenz zu besichtigen. Die deutsche Of- kiersaborbnung legte einen Kranz am Grabe bes ^bekannten Solbaten nieber. Darauf stattete sie bin Chef bes Generalstabes einen Besuch ab. Ge- r raf Dagurowski gab für bie beutsche Aborbnung gi Frühstück. Am Nachmittag fuhren bie Offiziere ich Graubenz.

Inseln.

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Aus aller Mett.

Deutsche Kavallerieoffiziere Gäste des polnischen Kriegsministeriums.

nterkunft und Verpflegung auf bie Dauer von vei bis vier Wochen zur Verfügung gestellt. Für esen glänzenben Beweis sozialen Empfinbens pricht ber Reichsschatzmeister ben herzlichsten Dank VT Reichsleitung ber NSDAP, aus. Wie aus zahl- üchen Briefen ber Urlauber hervorgeht, würben lefe ganz befonbers gut bei ben alten Solbaten-- imilien ausgenommen.

Die rechtliche Betreuung der Hitlerjugend.

In ber Reichsführerschule Balbur von Schirach Mehlem (Rheinprovinz) fanb eine Arbeits- agung ber HI. -Rechtsreferenten statt, ufammen mit ben Vormunbfchafts- unb Jugenb- itern, ben Jugenbbezernenten ber Staatsanwalt­aften unb ben Leitern ber Jugenbämter inner» alb bes Gebietes Mittelrhein. Zweck ber agung war, biejenigen, bie bie Jugenb im Gebiet !Mittelrhein rechtlich betreuen, in bas Wollen unb bie Aufgaben ber HI. einzusühren. In ge= einsamer Aussprache würben bie Grunblagen für ie künftige Zusammenarbeit festgelegt.

Die Reichspost auf der Automobil-Ausstellung.

Die Deutsche Reichspost wirb wie im vergange- en Jahre auch auf ber biesjährigen Automobil- usstellung vertreten fein, um ber Oesfentlichkeit u zeigen, welchen bebeutsarnen Anteil sie an ber allgemeinen Motorisierung ber Verkehrs­wirtschaft hat. Ist es boch ben wenigsten be­kannt, baß bie Deutsche Reichspost mit ihren runb 14000 Kraftfahrzeugen ben größten in einer f)a nb vereinigten Kraftfahrbetrieb Europas hat. Es gibt kaum ein Arbeitsgebiet I in ihrem weitverzweigten Dienstbetrieb, in bem bas Kraftfahrzeug nicht bereits in größerem Umfange Eingang gefunben hat unb mit Erfolg verwenbet wirb. Sein Anwenbungsgebiet wächst ftänbig, ein Stillftanb im Zuge biefer Entwicklung ist nicht ab- zusehen. Soweit es ber verfügbare Raum zuläßt, soll auf ber Ausstellung bie vielseitige Der­rn e n b u n g bes Kraftwagens in ben e i n- zelnen Betriebszweigen fei es als großer Kraftomnibus im Ueberlanbverkehr ober kleiner Zweisitzer im Runbfunk-Ent- Ift ö r u n g s b i e n ft zum Ausbruck gebracht wer- iben. Außerbem soll bem Besucher vor Augen ge­führt werben, wie auch bie Reichspost an ber Lö­sung ber nationalen Treib st offfrage tatkräf­tig mitarbeitet. Neben Omnibussen verschiebener Größe mit neuzeitlichen Dieselmotoren wer­den je ein auf Gasbetrieb umgestellter Omnibus unb Lanbkraftwagen gezeigt. Als Treibgas bient verflüssigtes Butan unb Propan, bas bei ber deutschen Erdöl- unb Bezinqewinnung anfällt

Die deutsche Autoindustrie im Ausland.

Eine dänische Gesellschaft hat beschlossen, Dpn den Adlerwerken, Frankfurt a. M., fertige Einzelteile zu beziehen und in einem Mon­tagewerk Adlerwagen zu bauen. Auch diese Tatsache zeigt wieder, daß die deutsche Automobil- inbuftrie führenb auf bem Weltmarkt ist; gleich­zeitig ist es ein Beweis ber Güte bes Frontan­triebs, benn es soll sich bei ben in Frage kommen­den Typen in erster Linie um ben Abler Trumpf unb Abler Trumpf Junior hanbeln.

den 1936.

ast Deut. 31 e findet m Zusam­men Dr» mbers um 'ein Aerzte- ne-Mufeum sche Schau >isch-botani- sche Schau Bolk und > eine Aus« itischen Er- 5 mit dem t M äftsfübmn unid er-

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Das Auto im Winter.

Die Kraftfahrzeug-Winterprüfung 1935 in Rot- tach-Egern ist beenbet 71 Personenwagen waren am Start, 42 am Ziel. Carl von Guilleaume mit feinem Bruber Paul als Beifahrer erhielten bie (Bolbene Mebaille. Als einziger teilnehrnenber Zwei- liter-Opel Sieger feiner Klaffe. Damit ist bie Zu­verlässigkeit bes Opelwagens auf schwerster winter­licher Prüfung erneut bewiesen.

Deutscher Fifchdampfer im Sturm gesunken?

Der FischbarnpferMain" der Reederei Hans Kunkel, Wesermünde, der Ende Januar von Weser- tnünbe mit ber Bestimmung Harstabt (Norwegen) ausgelaufen war, ist bort bisher nicht eingetroffen. Man muß befürchten, baß bas Schiff mit feiner 14töpfigen Besatzung bei ben Stürmen der vorigen Tage an ber Westküste Norwegens gesunken ist. Die Reeberei hat sich an bie Gesanbtschaft in Oslo unb burch Hochseerunbfunk an alle Schiffe um Auskunft über ben Verbleib ihres Dampfers gewandt. Bisher haben bie Nachforschungen kein Ergebnis gehabt.

Linern Kapitalverbrechen auf der Spur. Aufklärung des Breslauer Kindermordes von 1926?

Ein Kapitalverbrechen, bas 1926 ganz Deutsch­land in Aufregung versetzte, beschäftigt erneut das Breslauer Polizeipräsidium. Wie erinnerlich, ver­schwanden am 5. Juni 1926 zwei Breslauer Kinder tarnens Fehse; in der folgenden Nacht wurden ^Leichen an der Mauer der Technischen Hoch­schule zerstückelt aufgefunben. Sämtliche ber Krimi­nalpolizei zur Verfügung stehenben Mittel mürben seinerzeit aufgeboten unb nichts unversucht gelassen; I^doch konnte man dem Täter nicht auf die Spur kommen. Als im Juli o. Js. Polizeipräsident schwelt die Leitung des Polizeipräsibiums über­nahm, ließ er sich noch einmal die Ermittelungsakten vorlegen. Die Prüfung ber 120 Aktenbänbe veran- lQßten den Polizeipräsidenten, die Angelegenheit nochmals aufzunehmen Seit Dezember o. I. sind Unermüdliche Nachforschungen im Gange und am ^nde einer aufgegriffenen Spur ist man jetzt auf Ken Tschechen namens Herb. Höll gestoßen, der sich seit 1924 in Breslau aufhält, aber nicht polizei- "ch gemeldet ist. Kriminalbeamte drangen über­raschend in seine Wohnung ein. Was bk Beamten "Ort fanben, steht in ber kriminal-wissenschaftlichen stad mebizinischen Geschichte einzig ba. U. a. fanb man eine Sammlung von etwa 6700 Postkarten einer

Die Sicherung des deutschen Rückmarsches von der Mine.

Zum 85. Geburtstage des Generals der Artillerie von Gronau.

Von Oberstleutnant a. O. Benary.

Mehr sein als scheinen!" Kein Wahlspruch könnte man mit mehr Berechtigung über bas Leben bes Mannes setzen, ber gestern am 6. Febr. seinen 85. Geburtstag feierte, als bies Schlieffen- Wort, bas ber große Lehrmeister bes preußischen Generalstabes seinen Schülern als Richtschnur gab. General ber Artillerie von Gronau hat sich immer still unb bescheiben im Hintergrunb gehalten, ist nie über sein Werk hinausgetreten, unb boch hatte auch er seine große Stunbe, in ber sein Entschluß, seine Tat weltgeschichtliche Bebeutung annahm, in ber er sich als der Führer erwies, ber, wie es nach seiner solbatischen Laufbahn nicht anbers zu er­warten war, jebe Lage zu meistern wußte. Schon

im Krieae gegen Frankreich 1870/71 hatte er sich bas E. K. H verbient. In langen Friebensjahren hatte er brei Kaisern unb Königen als General­stabsoffizier, als Kommanbeur bes ostpreußischen Felbartillerie - Regiments 16, ber Ostpreußischen 1. Division unb als Gouverneur von Thorn gebient. Gleich seinen Altersgenossen, ben Generalen von Hinbenburg unb Litzmann, lebte er längst im Ruhe- ftanb, als ber Krieg ausbrach unb seine Mobil­machungsbestimmung ihn an bie Spitze bes IV. Reserve-Korps berief. Mit ihm mar­schierte er auf bem äußer st en Flügel ber Armee Kluck unb bamit bes Westheeres in jenen benkwürbigen August-Tagen, in benen bie beutsche Sturmflut bis an bie Mauern von Paris branbete.

Als Anfang September bie Armee Kluck bie Richtung anstatt auf bie französische Lanbeshaupt- stabt selbst ostwärts an ihr vorüber an bie mittlere Marne nahm, erhielt General von Gronau ben Auftrag, mit seinem Korps unb ber 4. Kavallerie- Division bes Generals von Garnier in ber Gegenb nördlich Meaux den Linksabmarsch der Armee gegen Unternehmungen aus Paris zu decken. Von der Festung trennte ihn eine breite Waldzone. Feindliche Postierungen an ihren Rändern, auf der Höhe von Dammertin, wehrten jeden Einblick. Flieger, die hätten Klarheit bringen können, fehl­ten. So tappte man in Ungewißheit, was das Rätsel Paris barg. Am Morgen des 5. September stieg die Spannung auf bas höchste: Eine feinbliche Kavallerie-Division griff bie Sicherungen ber Kaval­lerie-Division Garnier an, längere Marschkolonnen

würben auf ben aus Paris nach Osten führenben Straßen gemelbet.

General von Gronau ftanb vor einem schwe­ren Entschluß. Seit Tagen war ber Gegner vor ihm ausgewichen. Sein veränbertes Verhalten, seine unleugbaren Angriffsabsichten konnten ebenso gut ein Störungsvorstoß ber Haupt-Reserve ber Festung Paris wie ber großzügige Angriff einer neuen, im Schutze ber Pariser Werke versammelten Armee in bie Flanke unb ben Rücken bes beutschen West­heeres sein» ber bei bem Mangel an rückwärtigen Staffeln höchst gefährlich werben konnte. Nur Kampf, nur Angriff konnte Klarheit bringen. Aber bie Kraft, bie General von Gro­nau zur Verfügung ftanb, war nur schwach. Sein Korps zählte nach ben Abgaben zur Sicherung ber rückwärtigen Verbinbung kaum 15 Bataillone unb 12 leichte Batterien, schwere Artillerie war ihm wie allen Reserve-Korps nicht zugeteilt. Dennoch, General von Gronau zögerte nicht. Er befahl ben Angriff. Er stieß in ein Wespennest, i n ben Aufmarsch der französischen Ar­mee Manoury. Wohl drang der Angriff dank des Schwunges, der trotz aller Anstrengungen der letzten Wochen, die Truppe noch immer beseelte, bis tief in die Waldzone hinein. Aber die im Laufe des Nachmittags eingehenden Meldungen, das zuneh­mende feindliche Artillerie-Feuer ließen erkennen, daß man es mit einem weit überlegenen Gegner zu tun hatte, der sich von Stunde zu Stunde verstärkte.

Wieder faßte General von Gronau einen der Lage gerecht werdenden Entschluß: Der Zweck des Angriffes war erreicht, die Lage geklärt, Fortsetzung des Angriffs, ja schon ein halsstarriges Festhalten an dem während des Nachmittags gewonnenen Gelände hätte das Korps auf das höchste gefährdet. So befahl er, das Ge f e ch t abzubrechen und die Truppe in eine starke Stellung hinter den The- rouane - Bach zurückzuführen, in der sie in der Lage war, den Angriff des Feindes bis zum Ein­treffen von Verstärkungen abzuwehren. So schuf er d i e Grundlage für die Rechtsschwen­kung der 1. Armee an den Ourcq und damit für bie Rettung des ganzen West Heeres aus bem von ber französischen Führung so fein gesponnenen unb so sorglich gestellten Umfassungs­netz. Das Werk bes Reichsarchivs kargt bayer auch nicht mit Lob:

Durch ben kühnen Vorstoß bes IV. Reserve-Korps unb bie vorbilbliche Initiative seines Kommanbie- renben Generals war bie Lage vor Paris mit einem Schlage geklärt: bie rechte beutsche Heeresslanke war in ber Tat ernst bebroht. Daß biese Warnung rechtzeitig kam, war bas befonbere Verbienst ber umsichtigen unb tatkräftigen Führung burch ben General von Gronau unb ber aufopferungsvollen Hingabe seiner tapferen Reserve-Truppen."

Auch im weiteren Verlaufe bes Felbzuges hat General von Gronau sich auf jebem Posten, auf ben ihn sein oberster Kriegsherr halb im Westen, halb im Osten stellte, bewährt. Nach Kriegsenbe ist er roieber still in ben Hintergrunb getreten. Aber mit warmem Herzen hat er bie nationale Gesun- bung bes beutschen Volkes begleitet unb in jugenb» licher Frische niemals gefehlt, wenn es galt, sich für sie einzusetzen. Neben seinen Kriegsverbiensten hat bas beutsche Volk ihm noch ein Zweites zu banken: Seinen Sohn, ben kühnen Ozean- f l i e g e r, ber so viel bazu beigetragen hat, Deutsch- lanbs Ehre unb Ansehen in ber Welt zu mehren.

bestimmten Art, bie mit stenographischen Notizen versehen waren. Außer biesen Karten fanb man etwa tausend lose Blätter, bie ebenfalls stenogra­phische Notizen trugen. In ber Aufzeichnung taucht der Name bes ermorbeten Mädchens Erika Fehse wiederholt auf. Höll wurde verhaftet.

wiederholt auf. Höll wurde verhaftet. Die Wohnung des Mörders war in einem furchtbaren Zustand. Er hauste wie ein Tier in Dreck und Speck. Die Vorgefundenen Notizen befaßten sich mit grausamer Mißhandlung von Kindern. 166 verschie­dene Fälle und Arten von Mord an Kindern waren eingehend beschrieben; verschiedentlich befan­den sich Schilderungen darunter, in denen sich Höll selbst als Täter verherrlichte. 30 Sachverständige hat­ten wochenlang damit zu tun, die Zettelsammlung in normale Schrift zu übertragen. 3944Schreib- maschinenseiten ist dieses Manuskript lang, das zu den furchtbarsten Erzeugnissen eines mensch­lichen Hirns gehört. Man fand auf diesen Blättern ganze Sammlungen von Adressen und Beschreibun­gen von Breslauer Kindern, die Höll sorgfältig aus» spioniert hatte. Dutzende von Kindern waren listen­mäßig erfaßt und wahrscheinlich als Opfer in Aussicht genommen.

Die entmenschte Mutter im Verhör. Ein furchtbares Bild menschlicher Verkommenheit.

Die Vernehmung der entmenschten Mutter, der 25jährigen Frau Jünemann in Berlin, die sich, nachdem sie ihre drei kleinen Kinder hilflos in ihrer Wohnung hatte verhungern lassen, selbst der Polizei gestellt hat, enthüllt ein furchtbares Bild menschlicher Verkommenheit. Das Motiv zu der beispiellosen Tat ist in dem selbst­süchtigen Trieb dieser Frau zu suchen, ein ungebun­denes Leben führen zu können. Frau Jünemann, die keinerlei Reue zeigt, wird sich wegen Mor­des an ihren drei Kindern zu verantwor­ten haben, denn neuerdings hat sich der Zustand ihres Sohnes Bernhard bedeutend verschlechtert, so daß auch er kaum am Leben bleiben dürfte. Nach eigenem Geständnis hat Frau Jünemann durch die NSV. unb bie Wohlfahrtsbehorben für sich unb ihre Kinber stets reichlich genug Barge 1 b unb Naturalien erhalten. Anstatt aber biefes Gelb für ihre Kinber zu verwenben, traf sie sich in einem Caf6 mit Freundinnen unb blieb mit ihnen in leichtsinniger Gesellschaft bis spät in bie Nacht zusammen, wobei sie mehr als 25 Mark für Bier, Schnäpse unb Zigaretten aus­gab Nach ihren eigenen Angaben hat sie fast aus­schließlich bei einem Freunbe übernachtet. Vom 25. Januar ab hat sie ben Kinbern überhaupt keine Nahrung mehr zukommen lassen. Die Kinber hätten um Nahrung gebettelt, boch hätte sie zu wenig Zeit" gehabt, sich um sie zu kümmern. Ohne sich burch bas Wimmern irgenbroie rühren zu lassen, ließ sie bie bereits halbverhunger­ten Kinber hilflos zurück. Als bie Rabenmutter am 31. Januar noch eine Anzahl Lebensmittel­gutscheine unb Kohlenkarten von ber

NSV. erhielt, gab sie biese in ber Pension, in ber sie übernachtete, in Zahlung. Frau Jünemann gab zu, baß sie ihre Kinber mit Ueberlegung ums Leben bringen wollte. Sie bezeichnete sich als Mörberin unb erklärte, baß sie bie Tat aus Liebe zu einem Mann ausgeführt habe

Mord aus Rache.

Aufklärung innerhalb weniger Stunden.

An einem Feldweg zwischen Lohe und Kundschütz in der Nähe von Breslau wurden verdächtige B l u t s p u r e n gefunden. Der Oberstaatsanwalt, der Polizeipräsident und die Mordkommission be­gaben sich sofort an Ort und Stelle und konnten nach kurzer Zeit eine Schleifspur entdecken, die in einen ausgetrockneten Wassergraben führte. Hier fand man eine festgetretene Erddecke, die mit frisch ausgerissenem Gras überdeckt worden war. Nach­grabungen ergaben, daß an dieser Stelle die Leiche eines Mannes vergraben worden war, der durch einen Schuß in den Hinterkopf getötet worden war. Die weiteren Ermittlungen führten zu der Fest­stellung, daß es sich bei dem Ermordeten um einen 40jährigen Bergassessor a. D. Willibald Fritsch aus Peisketscham (Oberschlesien) handelt. Die Polizei ermittelte noch im Laufe der folgenden Nacht die Täter. Es handelt sich um zwei Männer im Alter von 21 bzw. 24 Jahren mit Namen Hellmuth Kirchhoff und Bernhard P o l o tz e k, beide aus Breslau. Nach stundenlangem Verhör haben die Täter ein Geständnis abgeleat, aus bem sich vorläufig ergab, baß es sich bei ber Morbtat um einen Racheakt hanbelt, bei bem persönliche Beweg- grünbe vorliegen.

Schrecklicher Tod eines vierjährigen Kindes.

In bem Betrieb eines Metzgermeisters in Wei- benau bei Siegen fiel das vierjährige Töchterchen der Eheleute Langenbach in einem unbewachten Augenblick in eine mit heißem Talg gefüllte Schüs­sel und erlitt dabei so schwere Brandwunden, daß es einige Stunden später im Krankenhaus Der» ft a r b

Versteigerung im Schloß Sybillenort.

Als Auftakt zu ber großen Versteigerung im Schloß Siby11enort in Schlesien, bem Besitz bes verstorbenen Königs Friebrich August III. von Sachsen, begann biefer Tage bie Voroesichti- gung. In bem sonst so stillen Park herrschte reges Leben. Im Schloß selbst wirb eine strenge Ab­sperrung burchgeführt. Nur wer in ber Bibliothek 100 Mark als Bietungskaution hinterlegt, barf bie anberen Räume betreten. Stark umlagert ist bas Prunkbett bes Herzogs von Braunschweig. Auch bem großen Speisesaal mit ben Darstellungen aus ber griechischen Mythologie bringt man großes Interesse entgegen. Eine Anzahl von Oegenftänben ist bereits um bas Vier- unb Fünffache bes Tax­wertes Überboten. Dies gilt vor allem für einige Gemälbe unb für bie kostbaren Seibentapeten. Auch für bie Vasen unb Stilmöbel zeigt sich lebhaftes Interesse. Auffallenb groß ist auch bas Interesse

für die Hofwagen und das Pferdegeschirr. Uebrb gens wirb in Sibyllenort in einigen Wochen noch eine zweite Auktion stattfinben. Hier sollen ein großer Teil ber Einrichtung aus bem Seiten­flügel unb vor allem viele Gebrauchsgegenstänbe aus bem großen Schloßhaushalt zum Ausgebot kommen. Schließlich ist auch bamit zu rechnen, baß noch manche Dinge, über beren enbgültige 23er» roenbung bie Erben sich noch nicht entschieben haben, bann gleichfalls zur Versteigerung kommen werben.

(Ein Haus unter Schuttrnassen begraben. Drei Todesopfer.

In Christophstal bei Freudenstabt (Württbg.) ka­men die gewaltigen Schuttmaffen bes Boschenloches, eines Müll- unb Schuttablabeplatzes an der Straße nach Baiersbronn ins Rutschen. Sie rissen das an ihrem unteren Ranb stehende stäbtische Haus um. Seine brei Bewohner, bie Familie des Forstwartes Georg Roh, würben dabei a e t ö t e t. Das Unglück ist wohl darauf zurückzuführen, baß die Schutt­massen burch bie Schneeschmelze ber letzten Tage unb die fortgesetzten Regenfälle aufgeweicht waren.

Felsrutsch in Südafrika. Fünf Todesopfer.

Infolge von Erdstößen im Distrikt Germinston bei Johannisburg, kam es in der GrubeWitwaters- randdeep" zu einem Felsrutfch, bei dem vier Bergleute getötet wurden. In der GrubeGel- denhuisdeep" wurde ein Bergarbeiter erschla­gen, acht weitere wurden verletzt.

Drei Schiffbrüchige gerettet.

Das Doppelfchrauden-MotorrettungsbootBremen" der Station Norderney der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger hat drei Schiffbrüchige der Motorjalk (Frachtschiff)Marie", die g e ft r a n = d e t war, gerettet. Trotz schwerer Schneeböen und hoher Grundwasser gelang es derBremen", an das von der Brandung umspülte Wrack heran­zukommen und die drei Mann starke Besatzung glücklich zu bergen. DieMarie" war auf der Reise von Wischhafen an der Elbmündung nach Norderney.

Belohnte Ehrlichkeit. 110000 Franken Finderlohn.

Die glücklichen Finder der Goldladung, die, wie gemeldet, aus einem englischen Flugzeug der Strecke ParisLondon abgestürzt war, sind jetzt von der englischen Versicherungsgesellschaft be­lohnt worden. Das Ehepaar erhielt 11 0 0 0 0 Francs Finderlohn, jede der bei der Aus­grabung beteiligten Personen außerdem noch 2000 Francs. Der Gemeinde, in der das Gold wiederge­funden worden war, wurden ebenfalls 2000 Francs für wohltätige Zwecke zur Verfügung gestellt.

Beim Feueranmachen furchtbar verbrannt.

Ein gräßlicher U n g l ü ck s f a 11 ereignete sich in der Karmeliterstraße in Speyer. Die dort wohnende 43 Jahre alte Invalidin Juliane S re g e l wollte ben Babeofen anheizen, wobei ihre Schürze Feuer fing. Die Frau ftanb sofort völlig in Flammen. Um Hilfe rufenb, rannte bie Unglückliche, lichter­loh brennenb, hinaus in ben Hausflur. Die erste Hilfe leistete ein im gleichen Haus wohnenber Arzt, ber bie Flammen mit einer Sofabecke erstickte. Die Verunglückte hatte jeboch schon so schwere Ver­brennungen am ganzen Körper erlitten, baß sie in hoffnungslosem Zustanbe in bas Kranken­haus eingeliefert würbe.

Verhängnisvolles Spiel mit Dynamit.

Drei Kinder tot und das Haus in Flammen.

Ein furchtbares Unglück ereignete sich in dem Hause eines Bergarbeiters in der Gemeinde Dersida bei Klausenburg (Siebenbürgen). Die drei Kinder des Bergarbeiters, die allein im Hause zurückgeblie­ben waren, fanden beim Spiel in einer Rocktasche ihres Vaters eine Dynamitpatrone und war­fen sie, nachdem sie damit gespielt hatten, in das H e r d f e u e r. Die Folgen waren furchtbar. Das Haus flog buchstäblich in die Luft. Die Körper der drei Kinder wurden in tausend Fetzen zer­rissen. Mit Mühe gelang es den Dorfbewohnern, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken. Als die Eltern zurückkamen, fanden sie nur noch die rau­chenden Trümmer ihres Hauses und einige ver­kohlte Kleiderfetzen von ihren Kindern vor. Die Mutter erlitt einen Wahnsinnsanfall und mußte ins Irrenhaus gebracht werden.

Generalleutnant a. D. Eberhard Graf v. Schmetlow f.

Generalleutnant a. D. Eberhard Graf von S ch m e t t o w , Ritter des Ordens pour le merite, ist in Görlitz, wo er im Ruhestand lebte, im 74. Le­bensjahre gestorben. Gras Schmettow, der 1902 von dem ehemaligen Kaiser zum diensttuenden Flügeladjutanten ernannt worden war, führte bei Beginn des Krieges in der Armee Mackensen die 9. Kavallerie-Division, später die 95. Infanterie- Division unb zuletzt bas Generalkommanbo 65. Be- sonbers ausgezeichnet hat sich Graf Schmettow im rumänischen Felbzug.

Die Deutsche Morgenfeier der HI. verschoben.

Die zunächst für ben 10. Februar vorgesehene Reichssenbung ber Hitler-JugenbDeutsche Morgenfeier" würbe auf Sonntag, ben 24. Fe­bruar, 9 bis 10 Uhr vormittags, verlegt. Im Mittelpunkt ber Morgenfeier steht eine Ansprache bes Reichsministers R. Walther Darre. Ferner gelangt eine Kantate bes jungen Dichters Wolfram Brockmeier, mit ber Musik von Heinrich S p i 11 a, zur Aufführung.

Die Lohntüte aus Versehen ins Feuer geworfen.

Einen schweren Verlust erlitt eine Familie in Wissen an ber Sieg. Als ein Sohn bie Lohntüte mit einem 50-Mark-Schein auf ben Tisch legte und bie Hausfrau für einige Zeit bas Zimmer verließ, warf eine Tochter in ber Annahme, baß bie Lohn­tüte leer sei, biese ins Feuer. Kurze Zeit später fragte bie Hausfrau, bie in bebürftigen Verhält­nissen lebt, nach bem Gelbe, unb zu ihrer größten Bestürzung mußte sie feststellen, baß bie Lohntüte mit bem Gelbbetrag von ben Flammen verzehrt worben war.

Bulgarisches Grbirgsstädtchen im Schnee begraben.

Das im Rhobope-Gebirge gelegene Gebirgsstäbt» chen Kaschmakli ist burch bie schweren Schneestürme ber letzten Tage vollkommen von ber Außenwelt abgeschnitten. Die einzige Zugangsstraße ist burch Schneewehen, bie stellenweise haushoch finb, voll- stänbig versperrt. Große Truppenkommanbos, bie zur Freilegung ber Straße entfanbt würben, haben bei bem anhaltenben Schneesturm mit größten Schwierigkeiten zu kämpfen. Nach ben letzten Nach­richten befinbet sich die Bevölkerung ber bebrängten Stabt in großer Unruhe, ba sich bereits ein emp» sinblicher Mangel an Lebensrnitteln bemerkbar macht. Die Behörben haben Vorsorge getroffen, baß nach Wieberherstellung bes Verkehrs sofort große Nahrungsmittelbestänbe für bie Stabt zur Verfügung stehen. Einige mit Skiern ausgerüstete Hilfskolon»