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die typische Verkehrsgründung dar. die sich an den Hauptverkehrsstraßen zwischen dem Niederrhein und Bayern, zwischen Thüringen und dem Ober­rhein entwickelte. Im Stadtplan von Volk­marsen war die Planmäßigkeit in der wirtschaft­lichen Ausnützung des Geländes zu erkennen. Im Plan von Helmarshausen war eine Steige­rung dieses Gedanken der Wirtschaftlichkeit erkenn­bar, indem hier Mittelblock (zweiseitig bebaut) und Seitenblöcke (einseitig bebaut) in Erscheinung tra­ten. Den Schlußpunkt in dieser Entwicklung, die Planmäßigkeit in klarer Konsequenz, stellten die Anlagen der Städte Lichtenau und Zierenberg dar.

Der Redner betonte zusammenfassend, daß sich diese Entwicklung in einem Zeitraum von 250 Jah­ren vollzogen habe, daß die Art des zweiseitig be­bauten Mittelblocks und des halbseitig bebauten Seitenblockes für den Osten übernommen worden sei. Der Abschluß dieser Entwicklung sei allgemein in die Mitte des 14. Jahrhunderts gefallen, in Hes­sen habe sich diese Entwicklung gegen Ende des 13. Jahrhunderts vollendet.

Die Ausführungen des Redners fanden lebhaf­ten und dankbaren Beifall. Dr. Eo bürg er be­schloß den außerordentlich anregenden Abend mit Worten des Dankes an den Redner und mit Hin­weisen auf die nächsten Veranstaltungen im Hause der Deutschen Angestelltenschaft.

Frohnhausen erzwingen, und wurde aber gleich darauf wegen Tätlichkeit vom Platze gestellt. Diese Gelegenheit konnten die Gäste aber nicht ausnutzen, sie ließen sich vielmehr in die Verteidigung zurück- orängen und gaben den Gastgebern die Chancen, durch ihren Halblinken und den Mittelstürmer das Endresultat herzustellen.

VfB. II Sportverein Lollar I 1:5.

Die Lollarer Mannschaft siegte verdient unb zeigte ansprechende Leistungen. Hatten die Hiesigen durch ihren Ehrgeiz die erste Halbzeit noch Wider- stand geleistet und nach einer 2:0 Führung Lollars auf 2:1 verkürzt, so mußten sie in der zweiten Halbzeit die technische und körperliche Ueberlegen- heit der Gäste anerkennen, die das Endresultat her­stellten.

Sportverein 1920 Heuchelheim.

Pokal-Spiel: Spv. 1920 I Spfr. Wetzlar I 4:0.

Beide Mannschaften zeigten nicht das, was man von ihnen erwartet hatte. In der ersten Viertel­stunde spielten beide Einheiten gleichwertig. Danach flaute das Spiel mehr und mehr ab. Die Heuchel­heimer konnten vor der Pause dreimal einsenden. Nach der Halbzeit mußten sich die Gäste auf die Verteidigung beschränken. Sie taten dies oft mit

1900 - Gpielverein Kassel 1:5 (0:4).

Gesellschastsspiel. - Eine ehrenvolle Niederlage.

Kampf um die deutsche Saar nur ein Teil jenes Kampfes sei, der immer und ewig bleiben werde: des Kampfes um Deutschland! Dieser Kampf um Deutschland werde weitergehen, wie einst werde das nationalsozialistische deutsche Volk dabei immer gerne die Opfer bringen, die für diesen Kampf ver­langt würden, zumal das deutsche Volk wisse, daß der Kampf für unser Deutschland, unser national­sozialistisches Deutschland gehe. Wenn auch Feinde

Die Deutsche Arbeitsfront hatte für den ver­gangenen Samstagabend die Mitglieder der Deut­schen Angestelltenschaft, die Mitglieder der Orts­gruppen des Nationalsozialistischen Bundes Deut­scher Technik, des Reichsbundes Deutscher Bau­meister und des Reichsbundes Volkstum und Heimat zu einem Vortrag in das Kunstwissenschaftliche In­stitut der Universität eingeladen. Dr. Coburger hielt als Vertreter der Deutschen Arbeitsfront eine kurze Begrüßungsansprache und erteilte sofort dem Redner das Wort.

Als Grundlage für die Forschungsarbeit über die Entwicklung der hessischen Städte zog

Stadtbaurat Gravert

die Pläne von etwa hundert Städten heran, die im Raume zwischen Weser und Main (im Norden und Süden), zwischen Kinzig, Fulda, Werra (östlich) und dem Westerwald (westlich) liegen. Er betonte dabei, daß die Erkenntnis der Grundlage für die Entwicklung der Stadt Gießen in der Hauptsache nur aus dem Vergleich mit der Entwicklung an­derer hessischer Städte zu gewinnen gewesen sei. Hierbei habe man auf die ursprünglichen und mög­lichst ältesten Pläne zurückgreifen müssen, die sich zum großen Teil im Staatsarchiv zu Marburg be­finden. Zu den Dergleichen mußten Pläne von Städten herangezogen werden, die sich nicht allzu­schnell entwickelten und die außerdem ihre ursprüng­liche Form beibehalten konnten. Hier galt es, ins­besondere auf die kleinen und kleinsten Städte zurückzugreifen.

In deutschen Reichsgebieten bestanden schon etwa 200 Städte, bevor es in Hessen überhaupt zur ersten städtischen Siedlung gekommen sei.

Bis dahin habe es nur Bauerndörfer im frän­kischen Grundriß aufgebaut gegeben. Mit zu­nehmendem Wohlstand der Bauern in ruhigen Zeit­läuften, bei zunehmendem Kinderreichtum habe der bäuerliche Lebensraum aber bald nicht mehr aus­gereicht. Es entstand eine Uebervölkerung in den Dörfern. Frischer Wind im bäuerlichen Leben ent­stand erst, nachdem die Friesen mit ihren Städten von sich reden machten, Städte im Norden, Osten und Westen des Reiches gründeten, durch ihre Tuch­webereien und ständigen Verbesserungen der Tuche Handelsobjekte brachten, dadurch Anregung zu Märkten gaben, und damit neue, wenn auch schwer zu erringende, Existenzmöglichkeiten schufen.

Ausschlaggebend für die neue Lebensform des Bürgers sei tatsächlich der Markt geworden. So sei zum Beispiel A l s f e l d die typische Marktgründung und Verkehrssiedlung. An Flußübergängen entstan­den langgestreckte Städte, weil sich an den Furten der Verkehr staute. In Hessen sei aber auch eine Reihe von Städten unter der Initiative von Ein­zelpersonen entstanden. Einen starken Aufschwung habe die Städtegründung erfahren durch die Chri­stianisierung. So bildeten sich unter dem Einfluß des Mönches Vonifacius Amöneburg, Fritzlar, Hersfeld und Fulda. Reichsgründungen entstanden später. Schließlich erwiesen sich die Landes- und Territorialherren als Städtegründer.

Zeitlich kamen die Kirchengründungen zuerst.

Die Klöster und Abteien wurden Anziehungs­punkte für zweite und dritte Bauernsöhne, die für die Klöster arbeiteten und dabei eine neue Existenz fanden. Zu kirchlichen Feierlichkeiten strömten dann viele Menschen zusammen und es bildete sich dadurch eine Markkmöglichkeit heraus, es entstanden, entsprechend den kirch­lichen Festen, die Jahrmärkte.

Den kirchlichen Gründungen folgten die Reichs- gründungen durch kaiserliche Höfe und Pfalzen. Ein weiterer Grund zur Schaffung von Städten war der Wunsch der Bevölkerung nach Schutz in unruhigen Zeitläuften im Schatten der Immunität der Bur­gen und Klöster.

Das Marktrecht wurde ursprünglich nur von Kaisern und Königen verliehen. Im Laufe der Zeiten ging die Verleihung von Marktrechten aber auch an weltliche und geistliche Fürsten über, so daß eine gewisseUeberproduktion an Städten" hervorgerufen wurde. Eine Reihe von hessischen Städten war in ihrer Gestaltung und Anlage von den Landesherren bestimmt. Viele andere Städte wuchsen", wenn auch bei ihnen eine bestimmte Planmäßigkeit der Anlage zu erkennen war. Der Landesherr beeinflußte in erster Linie meist die Lage des Marktplatzes, der jeweils vor die Tore der Burg zu liegen kam, da ja der Markt von der Burg her geschützt werden mußte. Dadurch ergab es sich aber auch, daß der Markt allmählich aus dem Zentrum der Stadt herausgelöst wurde und sich in einer zweiten Entwicklungsstufe die Haupt­verkehrsstraßen bildeten. Nicht immer aber sind Städte aus wirtschaftlichen Gründen entstanden, sondern häufig auch auf Grund politischer Inter- essen der Landesherren.

Aus dem ursprünglichen Gewirr der aus krum­men Gassen bestehenden Stadt entwickelte sich, ungefähr von 1150 ab, im Laufe der nächsten 200 Jahre, insbesondere im Rorden Hessens, der eigentliche deutsche Städtetyp, der später vom deutschen Osten übernommen und zu klarster Form entwickelt wurde.

Im 14. Jahrhundert hörten dann die Städte­gründungen auf. Die meisten alten Städte blieben meist bis in das 19. Jahrhundert hinein in ihrer Form unberührt. Neugründungen nach 1400 er­hielten, was ihre Anlage anbetrifft, eine Gestaltung nach wesentlich anderen Gesichtspunkten, als die Städte des frühen Mittelalters.

Im weiteren Verlauf des Vortrags erläuterte der Redner an Hand von außerordentlich klaren, im Lichtbild gezeigten Stadtplänen die einzelnen Er­scheinungsformen städtischer Anlagen. So lernten die Zuhörer zunächst Frankenau als länd­liche Siedlung mit Stadtrechten seit 1247 kennen, hörten von Schweinsberg als einer politischen Siedlung zu Füßen der Burg, von H e r b st e i n , als einer Stadt mit der Kirche als Zentrum, um bas sich ringförmige Gassenzüge bilbeten. Amöne­burg würbe gezeigt als typisches Beispiel, wie sich vor der Kirche Der Markt entwickelt, der den

drinnen und draußen die niedrigsten Mittel anwen- beten, bas nationalsozialistische deutsche Volk werde immer nur das eine und alte Mittel einsetzen: die unwandelbare unb eisenharte Treue zum Führer unb zu seiner Bewegung! Dem Führer unb dem nationalsozialistischen Deutschland galt bas bret- malige, von der Versammlung mit Begeisterung aufgenommene Sieg ° Heil. Damit fand der ei» drucksvolle Abend seinen Abschluß.

Ein Gesellschaftsspiel mit vielen Qualitäten! Viele Zuschauer hatten sich trotz des unfreundlichen Wet- ters eingefunden. Sie erlebten keine Enttäuschung, sondern, trotz der Niederlage, die die Spielvereini­gung 1900 hinnehmen mußte, eine angenehme Ueberraschung. Die Elf der Spielvereinigung hielt sich ausgezeichnet gegen einen Gegner, der in ver­schiedener Hinsicht überlegen mar. Die Kasseler ka­men nicht zur vollen Entfaltung ihres Könnens, weil die Hiesigen ihren Spielaufbau immer wieder ge­schickt zu stören, ihre Kombinationen zu unterbin­den wußten. Daß die Niederlage zahlenmäßig etwas hoch ausfiel, wurde selbst vom Gegner anerkannt. Nicht ganz unschuldig daran war diesmal Schlarb, von dem man nach seinen bisherigen Leistungen er­warten mußte, daß er zwei der Tore hielt.

Die Mannschaften.

Die Spielvereinigung 1900 trat mit folgender Mannschaft an: Schlarb; Kaps, Zeiler; Hainbach, Heilmann, Mank; Dörr, Jäger, Hammer, Schmelz, Wilhelmi. Lippert fehlte, da er in Fulda in der Gaumannschaft zu spielen hatte. Die Mannschaft ließ sich sein Fehlen aber nicht anmerken, sondern spielte ebenso zuversichtlich wie sonst. Der neue Mann, Kaps, gab eine recht gute Antrittsrolle, wenn er auch nicht über Lipperts Ruhe verfügt. Er wird der Elf aber ein brauchbarer Kämpfer werden.

Die Elf ber Kasseler trat mit zwei Mann Ersatz an, der sich indessen restlos einfügte. Die Mann­schaft erschien sehr geschlossen und getragen von einem feinem gegenseitigen Verständnis, das ihre bisherigen Erfolge verständlich erscheinen läßt. Auf­fallend und bestechend war die ausgefeilte Ballbe­handlung, das exakte Zuspiel, der rasche Torschuß einiger Stürmer und das elegante Flachspiel, das in der Mannschaft in Vollendung gepflegt wird. Die Mannschaft der Spielvereinigung hatte infolge­dessen einen schweren Stand, behauptete sich aber, wie schon erwähnt, ausgezeichnet.

Entscheidung schon in der ersten Halbzeit.

Das Spiel begann sehr temperamentvoll. Der Ball wanderte rasch zwischen den Toren. Saubere Kombinationsarbeit sah man auf beiden Seiten. Die Gäste waren stets leicht überlegen, die Blau­weißen hielten das Spiel aber offen. Eine Ecke für 1900 brachte nichts ein. Bald darauf mußte Schlarb zweimal eingreifen. Die Bälle kamen sehr gefähr­lich flach. Er meisterte sie aber geschickt. In der 15. Minute gab es wieder kritische Sekunden vor dem Tor der Spielvereinigung. Eine Ecke für Kassel brachte aber nichts ein. Ein folgender schöner An­griff der Spieloereinigung, von Heilmann energisch

Die Führer und Jugendwarte der dem Deut­schen Fußballbund angeschlossenen Vereine unserer engeren Heimat fanden sich am gestrigen Sonntagvormittag zu einer Versammlung zusam- men, in der alle verschiedene aktuelle Fragen der Fußballbewegung in unseren Heimatbezirken erör­tert wurden. Der

Kreisführer henkel

leitet die Versammlung mit einer Ansprache ein, in der u. a. ausführte:

Ein ereignisreiches Jahr, auch auf dem Ge­biete des Sportes liegt hinter uns. Der materielle Zeit­geist innerhalb des Sportes ist überwunden und wir treiben wieder Sport um des Ideales willen, durchdrungen von dem Gedanken, daß durch feine Ausübung wir nicht nur uns, sondern unferm Volk dienen. Die ersten Aufbausteine sind gesetzt, der Fortschritt auf allen Sportgebieten zeigt, daß unsere Marschrichtung die richtige ist. Wir haben erkannt,

sehr viel Glück. Die Einheimischen zeigten mehrmals ganz erstklassige Kombinationen, jedoch fehlte mei­stens der Abschluß in Form eines kräftigen Tor­schusses. Die Schiedsrichter, K ü st e r (Berghausen), war der beste Mann auf dem Platz.

Handball der Gauliga in Nordheffen.

1900 gewinnt in Eschwege mit 3:7 Toren.

In Nordhesfen hat sich die Spitzengruppe dichter zusammengeschoben. Tabellenführer ist jetzt die Kas­seler Turngemeinde nach einem knappen 6:5-Sieg über Tura Kassel mit 12:4 Punkten. Nicht schlechter steht, nach Verlustpunkten gerechnet, mit 10:4 Punk­ten Tuspo. Bettenhausen nach einem 6:4-Sieg über Tuspo 86/09 Kassel, der zusammen mit der Spv g. Gießen 1900, die in Eschwege 7:3 gewann, den dritten Platz einnimmt. Der Gaumeister Tv. Wetz­lar unterlag zu Hause gegen Kurhessen Kassel 7:9. Für die Meisterschaft kommen die Lahnstädter nicht mehr in Frage, sie werden aufpassen müssen, nicht aus der Gauliga abzusteigen. Zur Zeit haben sie dazu nebst dem Tv. Eschwege und Tura Kassel die meistenChancen".

Handball im Kreis XIII (Lahn-Dill).

Schiedsrichterinsehungen für den 13. Januar.

Launsbach Ruttershausen (Krausch, Gießen); Lollar Dorlar (Schneider, Münholzhausen); Staufenberg Wißmar (Zörb, Großen-Linden); Heuchelheim Langgöns (Ploch, Gießen); Holz­heim II Münchholzhausen (Weber, Garbenteich); Atzbach Hörnsheim (Becker, Gießen); Dornholz­hausen Sp. V. 05 Wetzlar (Schäfer, Dutenhofen); Groß-Rechtenbach Krofdorf (Luh).

Caracciolas 5-Kilometer-Weltrekord bestätigt.

Die O. N. S. teilt mit, daß nunmehr auch der von Rudolf Caracciola auf Mercedes-Benz am 10. De­zember 1934 auf der Berliner Avus aufgestellte Re­kord über 5 km mit fliegendem Start in 57,695 = 311,985 Stdkm. als internationaler Rekord der Klasse C (3000 bis 5000 ccm) von der Association Internationale des Automobil-Clubs Reconnus an­erkannt worden ist.

Eine neue Rekord - Renn st recke soll, wie aus einem Vortrag von Korpsführer Hühnlein hervorging, im Zuge des Baues der Reichsauto­bahnen zwischen Freiburg i. Br. und Darmstadt entstehen und eine Länge von 20 Kilometer haben.

*

Vier deutsche Fahrer sind zu dem am 1. Februar beginnenden Brüsseler Sechstagerennen verpflichtet worden. Die Kölner Hürtgen und Jppen fahren als Mannschaft zusammen, während Schön in Slaats und Ehmer in Anhes ausländische Partner erhalten haben. Insgesamt wurden achtzehn Paare verpflichtet.

gefördert, wurde durch Pech zunichte. Hammer stürzte im entscheidenden Augenblick. In der Folge kamen die 1900er mehr auf, ja sie konnten für einige Zeit die Spielhandlung mehr vor das Kasse­ler Tor legen. Dörr hatte einmal, freistehend, eine prächtige Schußgelegenheit. Er gab aber haushoch darüber. Im Gegenangriff konnten die Kasseler zu ihrem ersten Erfolg kommen. Es fiel ein höchst un­erwartetes Tor. Der Halblinke gab den Ball rasch und flach zum Tor, Schlarb, anscheinend sehr über­rascht, ließ den an sich haltbaren Ball passieren. Das war in der 35. Minute. Eine Minute später fiel das zweite Tor für die Gäste. Schlarb war herausgelaufen, verfehlte den Ball aber und ein scharfer Schrägschuß fand den Weg in das Netz. In der 40. Minute hatte sich der Gießener Tormann wiederum zu werfen, er tat es nur um den Bruch­teil einer Sekunde zu spät. Der Ball glitt unter ihm hindurch. 0:3! Schlarb blieb weiterhin be­schäftigt, zeigte nun aber verschiedene glänzende Paraden. In der 43. Minute fiel das vierte Tor, vom Mittelstürmer der Gäste wuchtiy geschossen. Das Spiel mußte nun schon als entschieden gelten.

Gleichwertiger Kampf nach der Pause.

Nach ber Pause ging der Kampf in gleicher Form weiter. 1900 setzte das Zerstörungsspiel mit bestem Erfolg fort. Hoffnungsfreudiger wurde der Kampf von 1900 geführt, als Schmelz den Ball über den Tormann heben konnte und auf 1:4 für feine Far­ben verkürzte. Der Kampf gestaltete sich ferner, trotz aller Anstrengungen der Gäste um Feldüberlegen­heit, vollkommen ausgeglichen. Die Hiesigen kämpf­ten mit großem Eifer, blieben unermüdlich. So konnte das bisherige Ergebnis lange gehalten wer­den. Erst drei Minuten vor Schluß erzielten die Gäste ein fünftes Tor durch ihren Halbrechten.

Der Kampf wurde sehr ritterlich geführt. Die aus- aeglichene Mannschaft der Gäste verdient ein Ge­samtlob. Die Mannschaft der Spielvereinigung machte durch ihren Eifer viel Freude. Jeder Mann war auf seinem Posten. Der Rechtsaußen lediglich erschien etwas schwächer als sonst. Der Schieds­richter W a l b o t t(Steinberg) amtierte sehr korrekt. Die Mannschaften machten ihm sein Amt leicht.

Vorher spielte die 2. Mannschaft der Spielver­einigung gegen Grünbergs Erste. Es gab einen hartnäckigen Kampf, der 3:3 endete.

Jugendsplele.

1900 Jugend I VfB. Kurhessen Marburg 0:4; 1900 I. Schüler VfB. Kurhessen; Marburg I. Schüler 1:0.

daß Sporttreiben nicht das Vorrecht irgendeiner Gruppe, sondern Pflicht aller ist. Aus dieser Er­kenntnis müssen wir nicht nur die Uebermittler un­seres Sportgutes für zukünftige Generationen fein, sondern Kämpfer in unserer Zeit. Wir können dabei der Unterstützung des Staates gewiß fein.

Das Jahr 1935 gibt uns neue schwerwiegende Pflichten, denn die Olympiade ist nicht mehr An­gelegenheit einzelner, sondern die Aufgabe der Na­tion geworden. Die Ergebnisse des Jahres 1935 werden für uns Prüfsteine unseres Könnens sein und ich hoffe, daß alle, wie Sie hier als Vereins» führer einer Gemeinschaft stehen, sich dieser Pflichten bewußt sind.

Wie wir auf allen Gebieten nur die Vorkämpfer für unsere Jugend sind, so gilt dies auch für unse­ren Sport. Wir haben mehr denn je in den Mittel­punkt unserer Betrachtungen die Jugendfrage zu stellen. Es genügt nicht, Könner heranzuziehen, son­dern wir müssen Sportsleute erziehen, Menschen von

Oie Entwicklung -er hessischen Städte.

Ein Vortrag von Gtadtbaurat Gravert.

Straßen die Zielrichtung gibt Hersfeld erschien als das beste Beispiel für die Bedeutung des Markt­platzes im Grundriß der Stadt. Staden als Gründung eines Territorialherren läßt in ihrer Anlage den Rippencharakter erkennen. Nidda zeigte der Vortragende als Beispiel der Entwick­lung der Stadt am Markt, der an der Verkehrs- straße entstand. Büdingen veranschaulichte als eine verhältnismäßig späte Siedlung die klare Ent­wicklung von der Burg zur Vorburg, zur Altstadt und zur Neustadt. Alsfeld, als Gründung der Thüringischen Landgrafen stellte der Redner als

©.jf.-lpori

Endlich Wintersport aus breiter Front.

Die Kleine Olympia-Sprungschanze am Gudiberg bei Partenkirchen wurde am Sonntag mit einem internationalen Springen eröffnet, an dem sich 80 Springer beteiligten. In der Klasse I siegte erwartungsgemäß der Norweger Birger Ruud mit Note 232,1 und Sprüngen von 52 und 51 Meter. Auch auf den folgenden Plätzen endeten Norweger, auf dem zweiten Eistein Raabe mit Note 208,5 (54 Meter bester Sprung des Tages, 46 Meter) und Sörensen 208,5 (54, 44 Meter). Dritter wurde Jestersen mit Note 208,4 vor dem ersten Deutschen Toni Bader (Partenkirchen) mit Note 207,6 vor Alfred Stoll (Berchtesgaden), dem Deutschen Meister 1934, mit Note 203,4.

Am Sonntag wurde bei ausgezeichneten Schnee­verhältnissen der Schwarzwald-Dauerlauf über 40 Kilometer durchgeführt, aus dem der 37jäh- rige Freiburger Winterhalter in 3:38:27 vor feinem Klubkameraden Brombacher mit 3:40:30 hervorging.

Im Olympischen Eisstadion in Garmisch kam ein Auswahlspiel Ostpreußen Berlin zum Austrag, das die Berliner vor 2500 Zuschauern mit 4:2 (2:1, 1:1, 1:0) gewannen.

Den 5. Eulen-Sprunglauf in Schle­sien gewann Bruno G o 11 s ch l i ch -Glützisch- Falkenberg mit Note 213,1 (34, 33,5 Meter) vor Heinz Krebs- Krummhübel mit Note 152,5. Als Dritter placierte sich der erst dreizehnjährige Richard H a l w i g - Glätzisch-Falkenberg mit Note 182,2 (25,5, 25,5 Meter). Der außer Wettbewerb startende Norweger L i n g s o m kam in hervorragender Hal­tung auf 38 Meter.

Auch in Berchtesgaden fand ein Skispringen statt, aus dem in der Allgemeinen Klasse Friedel D ü u b e r - Berchtesgaden mit Note 214,8 (26, 27, 26 Meter) vor Kurz-Berchtesgaden mit Note 209,8 hervorging. In der Altersklasse siegte Kurz mit Note 195,2.

Der Skiklub Reichenhall eröffnete die Wintersport­saison am Sonntag mit einem Slalom- und Sprunglauf am Predigtstuhl. Der Leiter der Olympia-Kurse Anton S e e l o s hatte eine Slalom­strecke von 950 Meter Länge bei einem Höhenunter­schied von 190 Meter abgeftedt. Den Slalom der Herren gewann Pflanz- Traunstein in 2:16 vor Hinter st oißer- Reichenhall mit 2:24. Bei den Damen waren Frl. Schmelz!- Reichenhall mit 3:23 die Schnellste. Den Sprunglauf gewann Kurz- Berchtesgaden mit Note 147,2 vor Seefried - Reichenhall mit Note 128.8.

In Schellerhau (Sachsen) kam der soge­nannte Finnische Langlauf zum Austrag, aus dem Becker- Geising mit 1:11:15 für die 14 Kilometer lange Strecke hervorging.

Ergebnisse der Bezirksklaffe, Gruppe Gießen-Oill.

Frohnhausen VfB. Gießen 4:1 (1:0)

BC. Sinn Dillenburg 4:4 (2:1)

T.- u. Spv. Bissenberg Watzenborn-Steinberg 0:2 (0:2).

V f B. Gießen spielte in Frohnhausen in ganz veränderter Aufstellung und verlor wider Er­warten 4:1. Das Spiel selbst war äußerst hart, be­sonders von Seiten Frohnhausen.

Das Spiel Sinn Dillenburg wurde ebenfalls sehr hart durchgeführt, trotzdem wurde es fair und ohne Anstände durchgeführt. Belm Stande von 4:1 für Sinn holte Dillenburg noch drei Tore auf.

Steinberg hatte sich vorgenommen, in Bis­se n b e r g zu gewinnen und konnte zwei wertvolle Punkte mit nach Hause nehmen.

Frohnhausen VfB. Gießen 4:1 (1:0).

Die Gießener werden 4:1 geschlagen. Die stillen Hoffnungen auf einen Erfolg auf Grund der Um­stellung der Mannschaft haben sich nicht erfüllt. Der Sieg der Frohnhäuser war auch in dieser Höhe verdient, denn sie bewiesen, als sie nur mit zehn Mann kämpften, daß sie über die besseren Nerven verfügten und durch die Aufbringung einer größe­ren Energieleistung den fehlenden Mann ersetzten. Das Spiel der Hiesigen war zu unproduktiv, um gegen eine so schnelle und harte Mannschaft zu Er­folgen zu kommen. Dem Unparteiischen, der sicher seines schweren Amtes waltete, stellten sich die Frohnhäuser mit zwei Mann Ersatz, die Gießener komplett mit Helmert, Hauptfeld, Merz, Feuster, Knauß, Heß, Ritter, Lehrmund, Birkenbiel, Fuß und Fehling.

Die Frohnhäuser hatten Platzwahl und spielten bergab. Beide Mannschaften begannen sehr nervös und spielten hoch. In der 10. Minute erzwangen die Frohnhäuser eine Ecke. Den gut hereingegebenen Ball schoß der freistehende Mittelstürmer in die äußerste Ecke, aber Helmert hält glänzend. Die Gast­geber drängen leicht. Eine zweite Ecke für Frohn­hausen verlief ergebnislos. Auf der Gegenseite schoß Ritter knapp daneben. Dann rettete Feuster im An­schluß an eine mißglückte Abwehr. Nach schönem Zusammenspiel des Frohnhäuser Sturmes schoß der Halbrechte, für Helmer unhaltbar, das Führungstor. Dann war Halbzeit.

Nach Wiederbeginn nahmen die Gäste Heß in den Sturm. Ein Strafstoß von Knauß, hoch zum Tor getreten, konnte der Tormann nur abklatschen! Heß war zur Stelle und schoß zum Gleichstand ein. Aber der Halbrechte konnte erneut die Führung für

Vereinssiihrersitzung des Kreises Gießen imDM