irtschast aus?
Wie sieht es in der
der der be-
Konzern Gesfürel- Ludwig Loews, schon seit einiger Zeit die Aktienmehrheit Hirsch Kupfer- und Messingwerke sitzt, nunmehr auch fast alle übrigen in festen Händen befindlichen Aktien dieses Metallunternehmens in seinen Besitz gebracht. Er erwarb von der Otavi Minen- und Eisenbahngesell-
China und die Großmächte.
Amerika warnt vor einer Verletzung des Grundsatzes der »offenen Tür
Otto Straffer in Prag verurteilt.
Prag, 5. Dez. (DNB.) Dor dem hiesigen Strafgericht hatte sich am Donnerstag der sattsam bekannte Emigrantenhetzer Otto Strasser wegen Vergehens gegen das Radio-Telegraphie-Gesetz zu verantworten. Strasser hatte gemeinsam mit einigen Helfershelfern gleicher Geistesrichtung einen Schwarzsender betrieben, mit dem er Greuelmel- dungen über Deutschland von unüberbietbarer Charakterlosigkeit in die Welt sendete. Dafür fand der vaterlandslose Hetzer nunmehr seinen Lohn, indem das Prager Strafgericht ihn zu 5 Monaten strengen Arrest ohne Bewährungsfrist verurteilte.
schloß mit der Feststellung, daß Japan auf Grund von Abmachungen mit Cchina verpflichtet sei, für die A u f r e ch t e r h a l t u n g der Ordnung in den neutralen Zonen au sorgen.
In ähnlicher Richtung liegt auch ein Aufsatz der „Tokyo Nitschi Nitschi". In dem Aufsatz heißt es, der Neunmächtepakt sehe vor, daß acht fremde Mächte die Unabhängigkeit Chinas garantieren. Hierdurch werde China 3 u m Objekt eines internationalen Vertrages, der die Grur^lage der von Sunyatfen verkündeten Souveränität Chinas erschüttere. Wenn Japan auch bei der Unterzeichnung des Neunmächtepaktes keine Einwendungen erhoben habe, so ergebe sich aus der heutigen d e r» änderten Lage im Fernen Osten automatisch die Unhaltbarkeit eines Vertrages, der einer internationalen Aufsicht über China gleichkomme, und der die Einmischung dritter Staaten in innerchinesische Angelegenheiten zulasse.
Japan fordert Mttengleichheil.
London, 5. Dez. (DNB.) Japan wird auf der bevorstehenden Flottenkonferenz die Flotten- gleichheit mit England und den Vereinigten Staaten beanspruchen. Auf diese Weise werde, so wird von japanischer Seite betont, von selb st ein Zu st and der Sicherheit geschaffen werden, da sich der Angreifer, der sich von seinem Flottenstützpunkt entfernen müsse, immer im Nachteil befinden werde. Ein weiterer Beitrag zur Sicherheitsfrage ist nach japanischer Auffassung die Abschaffung oder Begren- scher Auffassung die Abschaffung oder Begrenzung der Angriffswaffe, nämlich der Großkampfwaffe, der Flugzeugmutterschiffe und der A-Klasse der Kreuzer von 10 000 Tonnen. Japan werde an der Konferenz im Geiste der Versöhnung teilnehmen. Es sei auch bereit, über die Erneuerung des Artikels 19 des Washingtoner Vertrages, auf Grund dessen gewisse Inseln im Stillen Ozean durch Japan und die Vereinigten Staaten nicht befestigt werden dürfen, zu verhandeln und einer Abschaffung der Unterseeboote zuzustimmen, falls auch alle übrigen Seemächte einschließlich Deutschlands und Sowjetrußlands hierzu bereit seien.
„Daily Telegraph" bezweifelt die Möglichkeit der Erzielung eines Flottenabkommens, falls die Japaner ihren Plan nicht grundsätzlich abändern. Es sei nicht anzunehmen, daß die USA. Japan eine Verbesserung der Verhältnisziffer 5:5:3 zugestehen würden, und auch England werde sich diesem Anspruch mit gleicher Festigkeit widersetzen.
Der Grundstein, auf dem jede politische und wirtschaftliche Aufbautätigkeit eines Volkes ruhen muß, ist das Vertrauen. Der Glaube an die eigene Kraft und an die Geschicklichkeit der Männer, die das Staatsschiff aus den Klippen der Vergangenheit hinausführen sollen auf das offene Meer einer besseren Zukunft, war lange verloren, aber er hat heute wieder tiefe Wurzeln im deutschen Volke geschlagen. Wir sitzen alle in einem Boot, sagte vor einiger Zeit Dr. Schacht, und es gibt sicherlich nur wenige Volksgenossen, die, anstatt in dieser Schicksalsgemeinschaft auszuharren, lieber den lebensgefährlichen Sprung über Bord wagen möchten. Denn eine Schiffsbesatzung, die eben den schlimmsten Gefahren glücklich entronnen ist, sieht nicht gerne zurück auf den Schauplatz der Zerstörung, sondern sie hält in neu gefaßtem Mut den Blick nach vorne gerichtet und versucht, die günstigen Winde und Strömungen des Meeres gehörig auszunutzen. In dieser Lage befindet sich heute die deutsche Volkswirtschaft und mit ihr das deutsche Finanzwesen. Auch der einzelne Volksgenosse erinnert sich nicht gerne der unseligen Inflationszeit und der mit ihr verbundenen Folgeerscheinungen, sondern er setzt alle Kräfte ein für die Neubelebung des Wirtschaftslebens.
Ein glänzendes Beweisstück für diese „Wirtschaft aus dem Glauben" ist das Ergebnis des nationalen Spartages am 30. Oktober. Denn in dem Auf und Ab der Spartätigkeit eines Volkes drückt sich sein Lebenswille, seine Zukunfts- Hoffnung und sein Vertrauen in die Führung der Wirtschaft besonders deutlich aus. Freilich kann das rein zahlenmäßige Resultat eines einzigen Spartages nur einen Teil jener Wirkung darstellen, die insgesamt von der bewußten Förderung des Spar- qedankens im Volke ausgegangen ist. Aber schon dieser Teil ist bezeichnend genug. Die Einlagen bei den deutschen Sparkassen haben Ende Oktober 1935 einen neuen Höchststand erreicht. Sie stiegen gegenüber dem Vormonat um 34.1 Millionen Mark auf 13 272 Millionen Mark (Ende Oktober 1934: 12,2 Milliarden; Oktober 1933: 10,6 Milliarden; Oktober 1932: 9,7 Milliarden; Oktober 1931: 9,9 Milliarden; Oktober 1930: 10,2 Milliarden). In welchem Maße an dieser Zunahme der Sparkasseneinlagen die Werbung für den nationalen Spartag beteiligt gewesen ist, geht schon daraus hervor, daß in rund 90 v. H. aller deutschen Sparkassen allein am 30. Oktober 1935 316 634 Einzahlungen auf Sparbücher erfolgten, wovon 26 799 Einzahlungen auf neuerrichtete Sparbücher entfielen. Die Gesamtsumme der Einzahlungen an diesem Taae betrug 26.7 Millionen Mark.
Die Oktoberbilanzen der Bankinstitute zeigen eine ähnliche Entwicklung. Das Ergebnis des 30. Oktober beweist, daß das deutsche Volk die Schrecken der Inflation innerlich überwunden hat, und daß es bejaht, was Dr. Schacht am Spartag sagte: „Nur wer spart und durch seine Ersparnisse zum Aufbau des deutschen Volkes beiträgt, hat ein moralisches Anrecht darauf, an dem wachsenden allgemeinen Wohlstand unsres Volkes teilzunehmen". Dr. Schacht hat in diesen Tagen in einer vor den DAF.-Waltern in Leipzig gehaltenen programmatischen Rede erneut betont, daß Spargelder heute nirgends so sicher sind wie bei unseren Sparkassen, und daß sich niemand, der sein Geld zur Sparkasse trägt, darüber Sorge zu machen braucht, ob er es auch wiederbekommen wird, wenn er es für ferne eigenen Bedürfnisse braucht. Dieses Gefühl unbedingter Sicherheit ist die wichtigste Voraussetzung, die eine weitere starke und beständige Zunahme der Sparkasseneinlagen gewährleistet. *
Ein Kennzeichen der allgemeinen Belebung der deutschen Wirtschaft uckd der hoffnungsvollen Stirn- mung, die überall in ihren Kreisen herrscht, sind auch ine verschiedenen Transaktionen, die in letzter Zeit von industriellen G r 0 ß u n te r n e h- munge« getätigt worden sind. So hat z. B. der
In letzter Zeit hat die Reichsregierung wieder einen großen Walöl-Lieferungsvertrag mit Norwegen abgeschlossen, um Walöl im Austausch gegen deutsche Erzeugnisse beziehen zu können. Im nächsten Jahre aber soll die erste deutsche Walfangexpedition nach der Antarktis stattfinden, um die deutsche Wirtschaft auch auf diesem Versorgungsgebiete nach Möglichkeit au eigene Füße zu stellen. Der Bau von fünf Fangschiffen und der Umbau eines 14 OOO-Tonnenschiftes zu einer Trankocherei ist bereits in Auftrag gegeben worden. Die deutsche Produktion hat in erster Linie den Zweck, den Einfuhrbedarf der deutschen Wirtschaft an Tran aus devisenpolitischen Gründen zu vermeiden. Der wirtschaftliche Erfolg hängt daher nicht ausschließlich von der Gestaltung der Walölpreise auf dem Weltmarkt ab.
Italienische Etrafexpedition gegen aufsässige Dörfer.
Asmara, 5. Dez. XDNB. Funkspruch.) Feindliche Streitkräfte, die Ras S e y 0 u m unterstehen, haben in der Nacht zum Donnerstag einen italienischen Po st en in Tabaka, südöstlich von Amba Augher, überfallen. Der Angriff wurde unter blutigen Verlusten für die Abessinier abgeschlagen, wobei nach italienischen Mitteilungen auch die italienfreundliche Bevölkerung an der Abwehr des Angriffes teilgenommen hat. Die Folge des Ueberfalles war eine S t r a f e x p e d i t i 0 n gegen aufsässige Dörfer. Nördlich von diesem Gebiete hatten Askaritruppen Kämpfe zu bestehen, wobei die feindlichen Verluste nach den italienischen Angaben sehr groß gewesen fein sollen, während auf italienischer Seite ein Italiener und ein Askari getötet und ein Askari verwundet worden sind.
Das italienische Königspaar opfert seine Eheringe.
R 0 m, 4. Dez. (DNB.) Die Sammlungen für den Goldschatz der Staatsbank von Italien, die bereits eine recht stattliche Summe ergeben haben, stehen in der gesamten Presse im Zeichen des Entschlusses des italienischen Königs und der Königin, bei dem allgemeinen Opfer der Eheringe für das Vaterland nicht zurückzutreten. An erster Stelle wird der Wortlaut des Briefes der K ö n i g i n veröffentlicht, in dem sie Mussolini diesen Beschluß mitteilt. Als Ueberschrift wird der Satz gebracht: „Mein Ehering ist das Liebste, was ich habe, weil er mich an den Tag erinnert, an dem ich das Glück hatte, Italienerin zu werden." 3n ben Kommentaren wird diese Haltung als ein weithin leuchtendes Symbol der auf allen Gebieten verwirklichten nationalen Einheit und entsprechenden Opferbereitschaft gewürdigt.
FeierlicheBegrüßung deBonoetinRom.
Rom, 5. Dez. (DNB.) Am Donnerstagabend traf General de Bono in Begleitung des Staatssekretärs Lefsona in Rom ein. Am Bahnhof hatte sich Mussolini eingefunden, der de Bono herzlich begrüßte und umarmte. Außer den führenden Persönlichkeiten der Partei waren auch alle Staatssekretäre, der Präsident der Kammer und des Senats und der Polizeipräfekt anwesend. Vor der Bahnhofshalle hatte sich eine vieltausendköpfige Menge eingefunden, die beim Erscheinen de Bonos in laute Jubelrufe ausbrach.
schäft 2 Millionen Mark und von der englischen South West Africa Co. weitere 2,4 Millionen Mark Hirsch-Kupfer-Aktien. Damit ist der ausländische Einfluß bei diesem für die deutsche Metallwirtschaft wichtigen Unternehmen ausgeschaltet. Ferner hat das Rheinische Braunkohlen- Syndikat seine Reederei-Interessen und -Unternehmungen in einer neugegründeten „Reederei- Braunkohle G. m. b. H." zusammengefaßt, die mit einem Kapital von 10 Millionen Mark ausgestattet fein und ihren Sitz in Köln haben wird.
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lieber die Entwicklung des für die deutsche Devisenbilanz bedeutungsvollen LeipzigerRauch- warengeschäfts sind kürzlich interessante Berichte veröffentlicht worden. Es machen sich auch auf diesem Gebiete starke Auftriebstendenzen bemerkbar, die zunächst von einer lebhafteren Jn- landnachfrage ihren Ausgang nahmen. Aber auch das Auslandgeschäft, das aus den bekannten Gründen hinter dem früherer Jahre zurücksteht, beginnt sich wieder zu regen. Eine Reihe europäischer Länder, wie Schweden, Dänemark, Ungarn u. a., decken nach wie vor ihren Rauchwarenbedarf in erster Linie in Deutschland. Der deutsch-polnische Handelsvertrag hat dem deutschen Markt auch polnische Aufträge im Gesamtbeträge von 2 Millionen Zloty gesichert. Auch die Versorgung mit Rohfellen hat sich gebessert, namentlich durch größere Einfuhren aus Norwegen, Südafrika und Iran, meist au Grund von Verrechnungsabkommen. Aus Sowjetrußland hat der Leipziger Rauchwarenhandel im Jahre 1935 für etwa 15 Millionen Mark Rauchwaren bezogen, die größtenteils in Deutschland verarbeitet und teilweise in veredelter Form als Pelze wieder ausgeführt werden.
Kunft und Wissenschaft.
Die amtliche Untersuchung der Vrehmerschen krebsdiagnofe.
Der Präsident des Reichsgesundheitsamtes Professor Dr. Reiter gibt im Einvernehmen mit dem Reichs- und Preußischen Innenminister das Ergebnis der Nachprüfung der Auffassungen des Herrn Dr. phil. von Brehmer über das Krebsproblem bekannt. Im einzelnen wird tm „Reichsgesundheitsblatt" nach Ndz. darüber u. a. mitgeteilt: Auf Grund eines eingehenden Studiums der vorliegenden Untersuchuntzsberichte und der mündlichen Verhandlung kam die im November im Auftrage des Reichsgesundheitsamtes zusammengetretene Kommission zu dem Ergebnis, daß durch die im Reichsgesundheitsamt ausgeführten Untersuchungen zweifelsfrei nachgewiefen ist, daß der von von
Fleischverbrauch pro Kops der Bevölkerung ist von 50 Kilogramm jährlich vor dem Kriege auf 54,50 Kilogramm im Jahre 1934 g e ft i e g e n und hat damit den höchsten bisher überhaupt feftgestell- ten Verbrauch erreicht. Der Butterverbrauch ist von 6,8 Kilogramm vor dem Kriege auf 7,45 Kilogramm im letzten Jahr gestiegen. Unsere Volksernährung kann auch unter Berücksichtigung einas erhöhten Verbrauches als gesichert angesehen werden, zumal für die noch vorhandenen Versorgungslücken ausreichende Zufuhren sichergestellt find.
Washington, 6. Dez. (DNB. Funkspr.) Außenminister Hüll warnte vor Versuchen, in Nordchina wesentliche Aenderungen politischer Natur zu erzwingen, die sowohl den zwischen- taatlichen Verträgen, wie den Belangen Amerikas und anderer Staaten yinsichtlich des Grundsatzes der „offenen T ü r" zuwider laufen würden. Ohne Japan zu nennen, sagte Hüll, wo immer der Versuch seinen Ursprung habe und wer immer diesen Versuch unternehme, Tatsache sei es, daß der Versuch in China selbst aus Wider st and stoße. Die Vereinigten Staaten von Amerika, so führte der Außenminister weiter aus, seien genau so wie andere Mächte stark an dem Schicksal des chinesischen Reiches interessiert und verfolgten die dortigen „ungewöhnlichen Entwicklungen^ mit großer Sorgfalt In dieser Zeit einer die ganze Welt erfüllenden politischen Unruhe fei es die Pflicht jeder Regierung, s i ch ftreng an ihre zwischen st aatlichen Verpflichtungen zu halten. Die Vereinigten Staaten von Amerika bäten alle Unterzeichner- Mächte um Einhaltung der von ihnen unterzeichneten Verträge, denn Vertrauen in wirtschaftliche Stetigkeit sei ohne Vertragstreue unmöglich.
Japan bezeichnet den Aeun- mächtepakt als überholt.
Tokio, 6. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Erklärungen des britischen Außenministers Sir Samuel Hoare und des amerikanischen Staatssekretärs des Aeußern, Hüll, über die nordchinesische Frage und ihre Hinweise auf die Gefahr einer Verletzung des Neunmächtepaktes werden hier als eine, wenn auch vorsichtige, Warnung an Japan betrachtet.
Der Sprecher des japanischen Außenministeriums hat zu den Ausführungen der beiden Minister Stellung genommen. Aus der Stellungnahme geht hervor, daß Japan den Neunmächtepakt und alle seit dem Abschluß des Vertrages von Washington getroffene Abmachungen über China und den Fernen Osten als nicht mehr der gegenwärtigen Lage entsprechend ansieht. Im übrigen betonte der Sprecher, daß die Vorgänge in Nord- china eine rein innerchinesische Angelegenheit seien, und daß von einer Einmischung Japans keine Rede sein könne. Auch könnten irgendwelche Bewegungen der japanischen Truppen in Nordchina in das Reich der Fabel verwiesen werden. Aus all diesem ergebe sich, daß eine Anrufung des Neunmächtepaktes jeder Grundlage entbehren würde. Der Sprecher
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Die Umbildung der Großwetterlage hat bereits zum Aufbau eines sich von dem Azorenhoch über Frankreich ostwärts erstreckenden Hochdruckrückens geführt. Damit hat sich auch für uns im ganzen genommen eine Besserung durchgesetzt, die uns auch für die Folge häufig aufheiterndes Wetter bringen wird. Durchaus störungsfreier Witterungsablauf ist jedoch noch nicht gewährleistet. Da wir mit dem gelegentlich immer wieder raschen Durchbruch größerer Störungsgebiete rechnen müssen, werden die mit ihnen in Verbindung auftretenden Niederschläge bei den außerordentlich niedrigen Temperaturen in der Höhe (in 5000 Meter Höhe —33 Grad) als Schnee entstehen.
Aussichten für Samstag: Vorübergehend wieder verstärkte Niederschlagsneiaung (im Gebirge Schnee), dann häufig ausheitemoes, aber nicht durchaus beständiges Wetter, nachts stellenweise Frost, Winde um West.
Aussichten f ü r Sonntag: Vielfach aufheiternd, aber kein durchaus beständiges Wetter, nachts vielerorts Frost.
Lufttemperaturen am 5. Dezember: mittags 4,0 Grad Celsius, abends 2,4 Grad; am 6. Dezember: morgens 2,2 Grad. Maximum 4,1 Grad, Minimum 1,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 5. Dezember: abends 3,2 Grad; am 6. Dezember: morgens 2,8 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 0,8 Stunden.
Winterfporl-Wetlernachrichlen.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Leichter Schneefall, — 6 Grad, 35 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut. — Herchenhainer Höhe: Bedeckt, —3 Grad, 30 cm Gesamtschneehöhe, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Taunus. Kleiner Feldberg: Nebel, —3 Grad, 18 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Rhön. Wasserkuppe: Schneefall, —3 Grad, 15 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel mäßig.
Schwarzwald. Großer Feldberg: Nebel, —3 Grad, 18 cm Gesamtschneehöhe, 2 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. XI. 35: 11030. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., fämtüch in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Der Kamps um die Bünde in Frankreich.
P a r i s, 5. Dez. (DNB.) Die Kammer stand meh- rere Stunden lang im Zeichen der Leidenschaften, die zu den Ereignissen des 6. Februar 1934 geführt haben. Der rechte und der linke Flügel der Kammer setzten sich gegenseitig lärmend über die damaligen Vorgänge auseinander. Sachliche Feststellungen wechselten mit persönlichen Vorwürfen. Zeitweise griffen der Ministerpräsident des 6. Februar, D a l a d i e r , und sein Innenminister F r 01 in die Aussprache ein, die keine weitere Klärung der Lage brachte, sondern lediglich den Beweis für die unveränderte Spannung lieferte, die zwischen der Rechten und der Linken herrscht und das ganae Land immer deutlicher in zwei gegensätzliche Lager teilt.
In der Nachmittagssitzung der Kammer verteidigte der rechtsstehende Abgeordnete T a i t t i n g e r, der gleichzeitig Vorsitzender der Vaterländischen Jugend ist, die Sache der sog. Bünde und setzte sich nachdrücklichst mit den Kommunisten auseinander, die er als Handlanger Moskaus bezeichnete. Der Redner verlas verschiedene Unterlagen, die das Vorhandensein bewaffneter kommunistischer Verbände beweise. Als Mitglied der Feuerkreuzler sprach im gleichen Sinne der Abgeordnete V a l l a t von der äußersten Rechten. Er "erinnerte daran, daß die Feuerkreuzler in den letzten Jahren ständig von linksstehenden Gruppen überfallen worden seien. In Limoges hätten sie sich zum ersten A^ple energisch zur Wehr gesetzt. Es sei ein Unding, in jedem Hervortreten der Feuerkreuzler eine Herausforderung sehen zu wollen. Die Kommunisten versuchten den Redner wiederholt zu stören. In dem allgemeinen Lärm hörte man Rufe: „Mörder", „Faschist", „Askari" und von der anderen Seite: „Halt's Maul!" Die Kammer schien dies aber nicht weiter tragisch zu nehmen.
Die radikalsozialistische Kammerfraktion trat noch einmal zusammen, um zu den Einigungsbestrebunaen Herriots Stellung zu nehmen. Herriot gab die Antwort Lavals auf die Forderungen der Radikalsozialisten zur Frage der Kampfbünde bekannt. Laval erklärt, er sei entschlossen, in Kammer und Senat die Vertrauensfrage für die in den Berichten Chauvins und Jouvins enthaltenen Bestimmungen über die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung zu stellen. Die Anwerbung von neuen Angehörigen der Mobilgarde werde vom Innenministerium überwacht werden. Strafverfolgung wegen Aufreizung zum politischen Mord in der Presse bedürfe nach Lavals Ansicht einer gesetzgeberischen Vorbereitung. Diese Vergehen sollten auf Verlangen der Radikalsozialisten aus der Zuständigkeit der Schwurgerichte ber- ausgenommen und den Strafgerichten überwiesen werden.
Brehmer beschriebene Bazillus existiert, daß sich aber keine ursächlichen Beziehungen dieses Keimes zur Krebsentstehung haben finden lassen und daß sein Nachweis für die Erkenntnis des Krebses völlig wertlos ist. Die Kommission teilt abschließend fest, daß die Untersuchungsmethoden des Regierungsrates von Brehmer für die Erkenntnis des Krebses keinen Wert haben.
Aus aller Welt.
General der Infanterie von Oven f.
General a. D. von Oven ist am 3. Dezember im 75. Lebensjahre in Hirschhorn am Neckar, wo er einen Ruhesitz hatte, gestorben. — General a. D. von Oven war 1861 zu Ludom in Posen geboren und trat 1881 als Fahnenjunker in das Oldenburgische Infanterieregiment Nr. 91 ein. Nach etwa sechsjähriger Dienstzeit bei der Marineinfanterie wurde er 1890 Oberleutnant im 2. Badischen Grenadierregiment Nr. 110 „Kaiser Wilhelm L", wo er später zum Hauptmann und Kompagniechek befördert wurde. Nachdem er mehrmals vorübergehend in das Kriegsministerium versetzt worden war, wurde er 1911 zum Obersten befördert. Bei Ausbruch des Weltkrieges rückte er mit dem Infanterieregiment Nr. 165 ins Feld. Nach 1914 wurde er zum Generalmajor, 1918 zum Generalleutnant ernannt und wurde im gleichen Jahre Direktor des Armeeverwaltungsdepartements des Kriegsministeriums. Nachdem er zuletzt in der vorläufigen Reichswehr Führer des Wehrkreiskommandos III (Berlin) war, war er 1920 als General der Infanterie in den Ruhestand versetzt worden.
Ehrung eines hundertjährigen.
Der Führer und Reichskanzler hat dem früheren landwirtschaftlichen Arbeiter Heinrich Haase in Hachum aus Anlaß der Vollendung seines 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen.
Autounglück au der TRofel.
Zwei Koblenzer Geschäftsleute, die sich mit Radiogeräten auf der Fahrt zur Mosel befanden, überholten hinter Dieblich mit ihrem Kraftwagen ein Pferdefuhrwerk, das nach Niederfell fuhr, während aus der entgegengesetzten Richtung ein schwer beladenes Lastauto herankam. Es kam zu einem schweren Zus ammenstoß. Der Personenwagen prallte in voller Wucht gegen das Vorderrad Des Lastwagens, überschlug s i ch und blieb umgestürzt in einem Geländer hängen. Emer der beiden Insassen des Personenwagens wurde in hohem Bogen in die Mosel geworfen, aus der ihn mutige Retter unter vielen Mühen und Schwierigkeiten bergen konnten. Er war schwer verwundet und wurde in bedenklichem Zustande in ein Krankenhaus nach Koblenz gebracht. Der zweite Insasse des Personenwagens wurde nur geringfügig verletzt. Der Wagen selbst ist vollkommen zertrümmert worden.
Hochwasser und lleberschwennnungen.
Die anhaltenden starken Niederschläge haben ein weiteres 21 n ft e i g en des Rheins und feiner Nebenflüße zur Folge gehabt. Im Flußtal der Mosel sind die Uferstrecken weithin überschwemmt. In einzelnen Orten mußten die Keller der am Fluß gelegenen Häuser geräumt werden. Bei Traben- Trarbach wurde ein Bagger von der Strömung abgetrieben und ist gesunken. Von der Saar wurde Stillstand des Hochwassers bei einem Pegelstand von 4,40 Meter in Saarbrücken gemeldet. Die Lahn steigt ebenfalls weiter, so daß die Wasserbaubehörde am Mittwoch für das Gebiet der kanalisierten Lahn die Einstellung der Schiffahrt ausgesprochen hat. Vom Main wird gemeldet, daß er weiter steigt. Bei Würzburg stieg das Wasser in den letzten 24 Stunden um 75 Zentimeter. Auch an der Nahe ist Hochwasser eingetreten, das in einzelnen Ortschaften bereits schwere Schaden verursacht hat.


