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wird.

Start und Strecke.

Deut-

Einteilung der Gruppen vorgenommen.

Der Start erfolgt um 7.15 Uhr. Zuerst wird die L-Klasse auf die lange Reise geschickt Sechs Mi­nuten später folgen die Fahrer der ^.-Klasse. Die ^.-Fahrer haben also den L-Fahrern die 6 Mi­nuten Vorgabe abzuringen, um unter Die Preis­träger dieses Wettbewerbes zu kommen. Die Strecke ist 30 Kilometer lang und führt vom Schützenhaus (Start und Ziel des Rennens), Kaiserallee, Moltke- straße, Hitlerwall, Marburger Straße über Lollar, Staufenberg, Daubringen, Alten-Buseck, Grohen- Buseck, Ganseburg nach Gießen. Die A- unb L- Fahrer haben die Strecke 7mal zu durchfahren, so­mit läuft das Rennen über 210 Kilometer.

Die C-Klasse startet um 7.30 Uhr. Die Fahrer dieser Klasse haben die Strecke nur 6mal zu pas­sieren (180 Kilometer). Die Strecke ist eine der schwierigsten, aber auch zugleich interessantesten und stellt an die Fahrer außerordentliche Anforderungen.

Do beobachtet man am besten?

Die Gießener selbst werden in der Stadt das kämpfende Feld an sich vorüberziehen sehen. Wer die Fahrer aber eine weite Strecke beobachten will, muß den Weg zur Karlsruhe ober Wellersburg wählen. Viele aber werden frühmorgens über Wie- seck nach Alten-Buseck zum Daubringer Paß fahren, um den hier sicherlich auszufechtenden Entschei­dungskämpfen beizuwohnen. ______________

Radsportereignis: Wiläumspreis des Gießener Radfahrer-Vereins 1885

Anläßlich der in Hannover ausgetragenen schen Sommerspiel-Meisterschaften fand in der Leine- Stadt eine Tagung der Gauspielwarte statt. Geleitet wurde die Tagung von dem neuen Fachamts-Spiel- wart Hein (Bremen). Bei der Durchberatung der neuen Spielordnung wurde darauf erkannt, daß Einsprüche gegen Schiedsrichter-Entscheidungen i n Zukunft nicht mehr zulässig sind.

Die Meisterschaften werden in bisheriger Form ausgetragen. Es werden also folgende Meisterschaf, ten vergeben: Faustball für Männer I, II und III; Faustball für Frauen I; Schlagball für Männer I; Schlagball für Frauen I. Vom Spielwart wird die

Führerrats-Tagung im Tleichsbund für Leibesübungen. Am Donnerstag hatte der Reichssportführer den Aührerrat des Reichsbundes für Leibesübungen und feine Beauftragten aus den einzelnen Gauen zu einer eingehenden Besprechung versammelt. Der Reichssportführer leitete die Tagung ein mit ein­gehenden Ausführungen über die Aufgaben des Reichsbundes für Leibesübungen und feine Ent­wicklung. Er führte dabei unter anderem aus, daß es vornehmste Pflicht des Reichsbundes und aller in ihm arbeitender Männer fei, die große Erzie­hungsaufgabe der Partei und des nationalfozialisti- scheu Staates mit allen Kräften zu unterstützen. Die Aufgaben des Reichsbundes würden deswegen in ihrer Zielrichtung und in ihrem Inhalt maßgeblich von der Richtung der Arbeit der Partei und des nationalsozialistischen Staates bestimmt. Aus dieser einfachen Tatsache ergäbe sich für die Leibesübun­gen treibenden deutschen Menschen die konsequente Einstellung, unterstützender Faktor im Ausbau des Dritten Reiches zu sein, lieber die Organisation des Reichsbundes selbst sagte der Reichssportführer, daß sie den stetigen ruhigen Einbau des gesamten Turn- und Sportbetriebes in Deutschland fortgesetzt habe. Es sei nicht Sinn und Zweck dieser Organisation, sie mit flachen Propagandamitteln einem vermeint­lichen Erfolg entgegenzuführen. Es sei vielmehr not­wendig, ihr ruhig und nüchtern die Aufgabe zu fetzen, im gleichen Schritt mit der Entwicklung des nationalsozialistischen Staates die innige Vereini­gung aller Leibesübungen treibenden deutschen Men­schen zu vollziehen.

Rach dem Reichssportführer machte der Stellver­treter, Breitmeyer, eingehende Ausführungen über die Durchorganisation des RBsL., zu der aus dem Kreise der Fachamtsleiter eine Reihe von An­regungen gegeben wurde, die bei der Ausstellung der endgültigen Bestimmungen Berücksichttgung fin­den. Jni Anschluß an ein Referat des Finanzdirek­tors Kielich fand eine lebhafte Aussprache über die Durchführung der finanziellen Aufgaben des Reichs­bundes statt, die abschließend zu einem befriedigen­den Ergebnis führte. Rach Referaten über die Durchführung der Kampfschulung und des fachamt­lichen Pressewesens, bei denen auch eine weitgehende Meinungsübereinstimmung erziehlt wurde, und ein»

Zn der 4. Runde, etwa gegen 11 Uhr, findet am Schützenhaus die Verpflegung der Fahret ftQtL Die Chancen der A- und L-Klaffe.

Diele Fahrer mit Namen von Ruf befinden sich im Wettbewerb. Da ist der Held der BaselEleve- Fahrt von 1934, der Breslauer Fuhrmann, weiter Huth (Berlin), Mengler (Bielefeld), Rocholl, Gruß, Schultenjohann, Swenen (alle aus Dortmund), Spahn und Gänßler sowie Maß aus Frankfurt. Tabatt und Klingels (Köln), Munk (Mamz), sowie die Schweinfurter Elite mit Müllerklein an der Spitze. Die Gießener Fahrer Neumann (1885) und Preuh (Germania) werden versuchen, die Farben unserer Stadt würdig zu vertreten.

In der S-Klasse befinden sich lauter Fahrer, welche in einem größeren Wettbewerb noch feinen der vorderen Plätze belegt haben. Hier wird es sehr schwer sein, den Sieger im voraus zu ermitteln. Die ersten Fahrer der S-Klasse dürften gegen 13 Uhr am Ziel zu erwarten sein. ..

Die Ankunft der ersten A= und L-Fahrer dürfte um 14 Uhr erfolgen. Die Veranstaltung dürfte wie« der ein voller Erfolg für unseren Gießener Rad­sport versprechen, und so einen würdigen Abschluß der Veranstaltung zum 50jährigen Bestehen des Gießener Radfahrer-Vereins von 1885 bilden.

Zweifrontenkampf im Handball.

Deutschland gegen Ungarn und die Schweiz.

Das F a ch a m t H a n d b a l l hat die abgeschlosse­nen Länderkämpfe gegen Ungarn und die Schweiz, von denen die Budapester Begegnung am 29. Sep­tember vor sich gegen sollte, auf einen Tag gelegt. Beide Spiele kommen nunmehr am 6. Oktober zum Austtag. Gegen die Schweiz wird in Bern gespielt, das Ungarn-Spiel findet in Budapest statt. Voraussichtlich wird eine deutsche Handballmann­schaft am 21. und 22. September in Rumänien spielen; diese Spiele würden neu in das inter­nationale Programm ausgenommen werden. Be­kannt ist indessen bereits, daß eine andere deutsche Mannschaft am 28. und 29. September in Polen spielt, wo es am 29. September in Warschau zu einer Begegnung SüdpolenOstdeutschland kommt.

100 Fahrer am Start.

Am kommenden Sonntag steigt als letzte dies­jährige Radsportveranstaltung das Große Straßen­rennen über 210 Kilometer des Gießener Rad- fahrervereins 1885. Auch in diesem Jahre sind die Meldungen zu diesem Rennen, das sich bereits bei den Amateuren größter Beliebtheit erfreut, sehr zahlreich eingegangen. Rund 100 Fahrer aus allen Gauen Deutschlands werden bei diesem Jubilaums- rennen an den Start gehen, so z. B. Fahrer aus Köln, Dortmund, Frankfurt, Schweinfurt Biele­feld, Breslau, Mannheim, Mainz, Offenbach, Kassel und Fulda, sowie die Fahrer aus dem Bezirk Gie­ßen. Unter ihnen befinden sich unzählige Asse, die der deutschen Nationalmannschaft angeboren, so daß der Ausgang des Wettbewerbes ziemlich offen fein

gehenden Ausführungen des Derlagsleiters des Reichssportverlages schloß der Reichsportfuhrer die Besprechung. u . .

Eine gemeinsame Besichtigung des Reichssport- feldes und des Olympischen Dorfes bildet den Ab­schluß der Tagung.

Olympia-Werbeveranstaltung in Gießen.

Werbeumzug Wassersportfest Städteachler.

Am kommenden Sonntag findet in unserer Stadt eine große Olympia-Werbung statt. Der frühe Nach­mittag bringt einen Werbeumzug durch die Stadt, an dem sich alle dem Reichsbund für Leibesübungen angeschlossenen Vereine beteiligen werden. Im An­schluß daran wird auf dem Bootsplatz des Gieße­ner RuderklubsHassia", der die Durchführung der Veranstaltung übernommen hat, ein großes Wasser- sportfest aufgezogen, das eine Reihe interessanter Darbietungen bringen wird. Den Höhepunkt dieser Wassersportveranstaltung wird die Austragung des Städteachters GießenWetzlar darstellen, zu dem in diesem Jahre drei Boote (GRG., Hassia und Ruderklub 1880 Wetzlar) gemeldet sind. Der Ruder­klub Hassia hat außerdem einige Vereinsrennen vor­gesehen. Neben der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" haben auch verschiedene örtliche Turn- und Sportvereine ihre aktive Mitwirkung bei dieser Olympia-Werbung zugesagt. Auf die heutige An­zeige sei besonders aufmerksam gemacht.

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Grundbuch für Gießen, Band V, Blatt 211:

Flur I, Nr. 1271, hofreite in der Wehsteingasse (Wehsteingasse 18), 170 qm, Schähungsbetrag: 5950 RM.

Brandtaxe: 2550 RM.

Einheitswert (1.1.31): 6100 RM.

Gießen, den 26. Juli 1935.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen:

Karle, Ortsgerichtsvorsteher.__________

Zwangsversteigerung K 40,35

Am Wontag, dem 23. September 1935, vormittags 9 Uhr, wird im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Gutfleischstraße Nr. 1, Zimmer 221, das den a) Fal­kenstein, Georg, und b) Falkenstein, Johanna, geb. Hartmann, dessen Ehefrau, Gießen, zugeschriebene Grundstück versteigert:

Grundbuch für Gießen, Band VIII, Blatt 391:

Flur I, Rr. 135, hofreite auf dem Seltersweg (Waigasse Nr. 18), 37 qm, Schähungsbetrag: 555 RW.

Steuereinheitswert (1.1.31): 1260 RM.

Das Grundstück ist nach Abbruch der Gebäude Hofgelände. 50260

Gießen, den 23. Juli 1935.

Im Auftrage des Amtsgerichts Gießen!

Karle, Ortsgerichtsvorfteher