Ausgabe 
6.6.1935
 
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Nr. 130 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dsunerrtag, 6. Zum 1935

Kunst-

irößeren Vereine

omponiften oer-

200-Iahrfeier in Homberg.

Gießen:

Deibel

O. Von-Eiff

A u f st e l l u n g. Hauck

speisungen usw. wurde tätig mitgeholfen. Sorna» riterkurse, an denen sich 15 Teilnehmerinnen unter Leitung von Medizinalrat Dr. Zinßer beteiligen, werden zur Zeit abgehalten. Nach der Rechnungs­ablage, die durch Rektor Sern erfolgte, sowie ver­schiedenen Hinweisen seitens der Vorsitzenden, wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen.

$ Steinfurth, 5. Juni. Am 16. Juni wird hier im Hengstschen Saalbau das Wertungs­singen des Gaues W e t t e r a u des Hess. Sängerbundes stattfinden. 29 Vundesvereine mit über 1OOO aktiven Sängern treten zu friedlichem Wettstreit an, um vor zwei prominenten Wertungs­richtern Proben ihres Könnens abzulegen. Sie Ver­eine bis zu 30 Sängern fingen zwei Volkslieder nach freier Wahl, während die größeren Vereine zu zwei Chören zeitgenössischer Komponisten ver­pflichtet sind, so daß jeder Besucher Gelegenheit hat, über 50 verschiedene Tondichtungen zu hören.

Kreis Bübingen.

}) Nidda, 5. Juni. In dem benachbarten Mi­chelnau mit rund 240 Einwohnern leben zur Zeit sechs Leute im Alter von 81 und 82 Jahren, die außer einem Altersgenossen noch angemessene Arbeiten im landwirtschaftlichen Berufsleben aus­zuführen imstande sind. Es sind dies: Kath. Hof­mann, Emilie Bach, Polizeidiener i. R. Al­bus, Schreinermeister H. Rockel, die Landwirte Emilie Bach und Ludwig Ockel; letzterer ist seit mehreren Jahren leider erblindet.

S Nidda, 4. Juni. Alter Sitte gemäß gaben sich die 50-Jährigen des Kirchspiels Nidda am Sonntag hier ein Stelldichein. Nach dem Zusam­mentreffen am historischen Marktbrunnen zog man geschlossen zum Gottesdienst in der Stadtkirche. Sanach besuchte man die Gräber der verstorbenen Schulkameraden, Pfarrer und Lehrer und legte hier sowohl, als auch am Ehrenmal am Johanniterturm Kränze nieder. Einem Rundgang durch das Heimat­städtchen, sowie gemeinsamem Mittagessen im Gast­hausZur Krone" schloß sich die offizielle Feier mit Familienangehörigen und geladenen Gästen an. Bei Musik- und sonstigen Unterhaltungsvorträgen ver­brachte man unter Austausch mancher Jugend- erinnerungen gemütliche Stunden bis tief über Mitternacht.

Kreis Schotten.

* Laubach, 5.Juni. Auf der Landstraße Lich Grünberg in der Nähe des Sorfes Nieder-Befsingen rannte ein Personenauto aus Frankfurt a. M., in dem ein Ehepaar aus Frankfurt mit seinem 12 Jahre alten Sohne saß, gegeneinenBaum. Sabci erlitt der Mann, der den Wagen lenkte, eine Quetschung der Brust und Kopfverletzungen, die Frau ebenfalls Verletzungen am Kopfe und beson­ders an den Beinen, während der Junge mit leich­ten Prellungen davonkam. Sie Verunglückten muß­ten hierher ins Krankenhaus überführt werden. Sas Auto wurde stark beschädigt.

Kreis Alsfeld.

* Mücke, 6. Ium. Auf dem benachbarten Stockhäuser Hof verunglückte gestern der 22 Jahre alte Hugo Nickel durch einen Sturz in der Scheune. Ser bedauernswerte junge Mann mußte mit einem Oberschenkelbruch nach Gießen in die Klinik gebracht werden.

# Ober-Ohmen, 4. Juni. Am Sonntag de- ging die ä l t e st e E i n w o h n e r i n unseres Sorfes Frau Kratz Witwe ihren 94. Geburtstag. Sie hochbetagte Mitbürgerin erfreut sich trotz ihres biblischen Alters noch einer zufriedenstellenden Ge- sundheit.

Ober-Ohmen, 5. Juni. Saß Vögel in Ausübung ihres Brutgeschäftes nicht immer den ruhigsten Platz auswählen, kann man hier an einem Rotschwänzchen feststellen, das, wie im Vorjahre, aus diesmal wieder im Maschinen- haus d e s Basaltwerkes seine Kinderstube aufgeschlagen hat und unbekümmert um die Er­schütterungen und das Vorhandensein der Arbeiter seine Jungen füttert. Ser am Nest vorbeiführende Treibriemen und der Lärm der Brecheranlage wer­den von dem Vögelchen gar nicht beachtet, eben­sowenig der Staub, der bei trockenem Wetter Nest und Junge mit einer grauen Schicht überzieht.

künstlerische Einwirkung der Kräfte der gewerbeschule auf die deutsche Warenerzeugung und Warenwerbung. Nach weiteren Ausführungen

Wißner W. Von-Eiff Baum Willi Göbel Walter Göbel Nolte Hagener Elmshäufer Niedergirmes: Gemmer

Niedergirmes hatte Anstoß und kam sogleich vor das Gießener Tor. Sie beiden Verteidiger wurden umspielt, Walter Göbel schoß aufs Tor, der Ball wurde vom Torhüter abgewehrt, jedoch der Nach­schuß von Nolte ging unhaltbar für den Tormann ins Netz. 1:0 für Niedergirmes. Sie Gießener konn­ten sich auf dem unebenen Rasen noch nicht recht finden. Sie Girmeser waren in den ersten zehn Mi­nuten tonangebend, dann klappte es bei den 85ern besser, und in der 15. Minute wurde der Ausgleich erzielt. Surch eine schöne Kombination von Wiß­ner, Baum und Willi Von-Eiff konnte letz­terer wenige Minuten später den Führungstreffer erzielen. Bis zur Pause waren die Gießener weiter überlegen, doch blieb es beim Stand von 2:1. Nach dem Seitenwechsel zeigte sich wieder eine kleine Feldüberlegenheit der Girmeser: diese brachten schöne Angriffe vor das Gießener Tor. Sie zahl­reichen Schüsse auf das Tor wurden aber eine sichere Beute des glänzend abwehrenden Tormannes Hauck. Bei einem Surchbruch der Gießener er­zielten diese den dritten Treffer, der damit die Nie­derlage der Girmeser besiegelte. Wenige Minuten vor Schluß waren die 85er nochmals erfolareich und stellten somit das Endergebnis auf 4:1. Mit diesem, Siege verteidigte der GRV v. 1885 seine vorjäh­rige Bezirksmeisterschaft erfolgreich.

Fußballklub 1926 Großen-Buseck.

Erster Pokalsieger in Sinn.

Am Himmelfahrtstag nahm die 1. Mannschaft von Großen-Buseck an dem Pokalfest in Sinn teil. Sie blieb in der Bezirksklasse unter starker Beteiligung erster Sieger. Um die Entscheidung mußte sie gegen die Liga Frohnhausen, die das Freilos hatte, an- treten. Trotzdem sie drei Spiele hinter sich hatten, kämoften die körperlich schwächeren Busecker mit lleberanftrengung. Sa die Zuschauer nur für Buseck eingestellt waren, feuerten sie die Spieler immer

da er mit vorbildlicher Pflichttreue und Gewissen­haftigkeit seinen Posten erfüllt.

£ Lollar, 4. Juni. Unter dem Motto:Wir funken Sie lachen!" veranstaltete am Samstag­abend die Kreisgruppe Gießen des R e i ch s v e r b a n d e s deutscher Rund­funkteilnehmer im SaalbauZur Linde" einen heiteren Abend. Nach einigen Musikstücken der Kapelle Alfred E i n b r o d t begrüßte der Ver­treter des RSR., Herr Langenbach, die leider nur in geringer Zahl erschienenen Besucher. Er gab einen Ueberblick über die wichtigen Aufgaben des Verbandes und über feine bisherigen Leistungen. Vor allem wies er auch hin auf die Wichtigkeit des weiteren Ausbaus des deutschen Rundfunks. Stelle er doch das einzige wirksame Mittel dar zur Be­kämpfung der ausländischen Lügenpropaganda und zum eindeutigen Verkünden des deutschen Friedens­willens. Es folgten dann die einzelnen, mit unge­teiltem Beifall aufgenommenen Sarbietungen. Sie Gesamtleitung und Ansage lag in den Händen von Paul Nieren, der immer wieder durch feine luftigen Einfälle und Späße die Zuhörer zum Lachen brachte und den Kontakt mit ihnen sehr bald herzustellen verstand. Zunächst sang der Tenor Alfred Krey vom Staatstheater Braunschweig Lieder von Robert Stoltz. Unter großem Beifall tanzte dann Maja v. Rabenau hingebungsvoll einen Walzer von Lanner. Sodann erschien Heini Göbel, der luftige Lausbub, auf der Bühne. Das altbekannte Schulaufsatzheft mit seinen herrlichen Stilblüten verfehlte auch bei ihm nicht die Wir­kung. Sie junge Gießener Künstlerin Elsbeth Jäger fang hierauf einige Lieder. Mit ganz be­sonderem Beifall wurde die sechsjährige Balletteuse Karola R o j a n , eine Schülerin von Maja von Rabenau, begrüßt, deren ungarischer Tanz eine be­achtliche tänzerische Veranlagung offenbarte. Nun folgten, besonders dankbar ausgenommen, zwei Stucke auf dem Xylophon, gespielt von Ludwig Bauer, und Schlagerlieder, gesungen von Alfred Krey. Elsbeth Jäger trug anschließend Gedichte in hessischer Mundart vor. Als letzter trat der Bauchredner Paul Roschetti mit seiner Puppe auf. Sen Abschluß des Programmteils bildete ein gemeinsam gelungenes Schunkellied. Unter den Klängen der Kapelle Einbrodt vergnügte sich die Jugend noch einige Stunden beim Tanz. Eine gleiche Veranstaltung fand am nächsten Abend mit ebenfalls gutem Erfolg in Heuchelheim statt.

§ Mainzlar, 5. Juni. Gestern abend hatte die hiesige Ortsgruppenverwaltung der SAF. zu einem Appell der Reichsbetriebsgemeinschaft 18 die Handwerker unseres Ortsgruppen­gebietes Mainzlar, Saubringen und Staufen­berg in das Lokal des Gastwirtes Hch. Vogel ein- berüfen. Ort^grunvenwalter L. Voael non hier und stellv. SAF.-Ortsgruppenwalter August Wei­mer aus Saubringen gaben die Richtlinien für den Reichshandwerkertag bekannt.

Kreis Friedberg.

über Sinn und Zweck der Ausstellung, in deren Mittelpunkt die deutsche Schrift, Metall- und Tex­tilarbeiten stehen, ergriff

Reid?Statthalter Gauleiter Sprenger das Wort und beglückwünschte die Stadt Offenbach und die Kunstgewerbeschule dazu, daß sie mit dieser Ausstellung vor die Oeffentlichkeit getreten seien. Sie schöpferische Grundlage, die der Jugend gegeben werde, gehe von der nationalsozialistischen Welt­anschauung aus, fußend auf der historischen Grund­lage, die gerade der Nationalsozialismus dem deut­schen Volke wiedergegeben habe. Es müsse die Aus­gabe der Schule sein, die Jugend wieder zu ihrer Aufgabe zu führen. Sen Schülern der Kunstgewerbe- schule müsse diese Weltanschauung vorher im all­gemeinen Bildungsgang gelehrt werden. Es fei weiter Aufgabe ber Kunstgewerbeschule, auf allen Gebieten Fähigkeiten der Jugend zu entdecken und dann die Jungens und Mädels nach dem Maßstab ihrer inneren Veranlagung zu sichten, damit sie höchste Leistungen- hervorbringen. Gauleiter Spren­ger gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die Versuche seitens der Partei höchste Befriedigung ausgelöst haben, so z. B. das Motiv für den dies­jährigen Gautag in Sarmftabt. Es fei wundervoll, mit welcher Vielfältigkeit die Schüler der Kunst- gewerbeschule an diese Aufgabe herangegangen seien. Auch sei es Aufgabe der Kunstgewerbeschule, die früher ihre Anregungen hauptsächlich der Industrie gab, heute den Gang stark umzulenken. Heute müßten künstlerisch schöpferische Menschen heran- gebildet werden zwecks Wiederauflebens des Offen­bacher Wirtschaftslebens. Sarüber hinaus bestünden weitere Aufgaben, so z. B. Ersatzstoffe heranzuziehen. Sie Kunstgewerbeschule solle mit schöpferisch vor- wärtstreiben und der Industrie den Weg bereiten, damit wir in der ganzen Welt mitbestehen könnten. Wenn die Schule in diesen Singen Wegweiser sein könne, bann habe sie dem deutschen Volke einen großen Dienst erwiesen, dann stehe die Kunst­gewerbeschule im Sienste der gesamten deutschen Nation. Sas sei ihre Aufgabe, und sie solle ihren Sienst verrichten im Geiste Adolf Hitlers.

Ser Neichsstatthalter erklärte dann die Aus­stellung für eröffnet, worauf ein Nundgang statt- fanö.

ren, erreicht.

* Großen-Linden, 4. Juni. Mit der Lei­tung des am 23. Juni hier stattsindenden Wer­tungssingens des Sängerkreises Gie­ßen im Gau XII (Hesscn-Sarmstadt) des Seut- schen Sängerbundes wurden die Gesangvereine Germania" undHarmonie" beauftragt. Neun­zehn Vereine, durchweg für sehr gute Leistungen bekannt, treffen sich zum friedlichen Wettkampf, der vormittags 8.30 Uhr in der Turnhalle zu Großen-Linden beginnt. Eine große Kundgebung auf dem Festplatz vor der neuen Schule folgt dem Wertungssingen. Sas anschließende Volksfest mit Tanz im Freien verspricht der Veranstaltung einen würdigen Abschluß zu geben.

DFÄ.-Erttspiel erst am 23. Juni.

Wegen des Eifelrennens verschoben.

Um ein zeitliches Zusammentreffen mit dem am 116. Juni auf dem Nürburgring stattfindenden Eifel­rennen zu vermeiden, hat der Seutsche Fußdall- bunb des Endspiel um die Seutsche Meisterschaft zwischen dem FC Schalke 04 und dem VfB. Stutt­gart auf den 23. Juni verlegt. Austragungsort bleibt das Kölner Stadion. Schiedsrichter ist Al­bert B e st (Frankfurt a. M.-Höchst).

OeutscheHochschul Fußballmeisterschast

Universität Erlangen im Endspiel, Warburg 4 : 3 geschlagen.

Im Rahmen des Würzburger Hochschul- Sportfestes kam am Mittwoch das Wiederholungs­spiel der Vorschlußrunde zur Seutschen Hochschul- Fußballmeifterschaft zwischen den Universitäts­mannschaften von Erlangen und Marburg zum Austrag. Beide Mannschaften waren sich etwa gleichwertig, Erlangen im Feldspiel eine Kleinig­keit überlegen, und auf Grund dieser Überlegen­heit, die sich in der zweiten Hälfte steigerte, kann man den Sieg der Bayern als verdient bezeichnen. Sie Leistungen bewegten sich allgemein nicht auf besonderer Höhe. Sie Marburger gingen zuerst in Führung, aber Erlangen erzielte zwei Treffer, kurz vor der' Pause glichen die Marburger erneut aus. Gleich nach der Pause führte Erlangen 3:2, aber Marburg kam nochmals zum Ausgleich. Zum Schluß fiel dann der Siegestreffer der Erlanger, die nun im Endspiel erneut mit ihrem vorjähri­gen Gegner, dem Titelverteidiger Berlin, Zusam­mentreffen. Schiedsrichter des Treffens war Wurzschmidt-Würzburg.

Gießener Radfahrer-Verein von 1885.

Vezirksmeister im öer Rasenradball.

Ser Bezirk Gießen im Seutschen Radfahrer-Ver­band trug in Niedergirmes seine diesjährige Mei­sterschaft im 6er-Rasenradball aus. Dem Schiedsrich­ter, Bezirksführer Stammel, stellten sich die Mannschaften des Gießener Radfahrer-Vereins von 1885 und des Radfahrer-Vereins Wetzlar-Nieder- 1 girmes in folgender

Oer Verkehrsunfall bei Butzbach.

* Butzbach, 5. Juni. Zu dem kürzlichen Zu­sammenstoß eines Autos aus Bad-Nauheim und eines Motorradfahrers aus Pohl-Göns in der Nähe von Nieder-Weisel bei dem Un­glücksfall wurde bekanntlich ein 20 Jahre altes Mädchen aus Nieder-Weisel auf der Stelle getötet, während der Motorradler einige Tage spater im Johanniter-Krankenhaus in Nieder-Weisel an den Folgen seiner schweren Verletzungen verstarb wird uns 'mitgeteilt, daß das Ermittlungs­verfahren über bie Schulbfrage n och im Gange ist und infolgedessen auch noch nicht gesagt werden kann, wer für den tragischen Vor­fall verantwortlich ist, insbesondere ob den Auto- besitzer, einen Arzt aus Bad-Nauheim, die Schuld trifft.

Tanzturnier-Länderkampf England Deutschland

* Bad-Nauheim, 6. Juni Hier findet im großen Bühnensaal des Kurhauses am kommenden Samstagabend der Tanzturnier-Lander­kampf England Deutschland ftatt. 2ln dem Länderkamps werden die besten englischen Professionalpaare gegen die besten deutschen Tanz­paare teilnehmen. Interessenten seien auf die heu­tige Anzeige aufmerksam gemacht.

Landkreis Gietzen.

OO Klein-Linden, 4. Juni. Am Sonntag­nachmittag trat die Ortsgruppe Klein-Linden des Reichsbundes für Leibesübungen mit einer Werbeveranstaltung für deutschen Sport zum erstenmal seit ihrem Bestehen an die Oeffentlichkeit. Unter den Klängen e*n^r, kapelle marschierten die dem RfL. angeschlossenen Vereine, die Radfahrervereinigung Klein - Linden, der SchützenklubRoland" und der hiesige Turn- v-erein, in einem Werbeumzug durch die Straßen des Dorfes. Im Saale des GasthausesZur deut­schen Eiche" hieß der Leiter der hiesigen Ortsgruppe die mitwirkenden Vereine und die vielen Gäste will­kommen und sprach über die Bedeutung des RfL. für unser Volk und über die hohen Aufgaben des deutschen Sports für jeden deutschen Volksgenos­sen. Sodann traten die Vereine mit ihren Vorfüh­rungen auf den Plan. Die Radfahrer zeigten unter Leitung ihrer Fahrwarte Gottfried Deibel und

Homberg (Oberhessen), 6. Juni. Zu der am 9., 10. und 11. Juni stattsindenden 7 0 0 - Jahr­feier unserer Stadt sind die Vorbereitun­gen nunmehr abgeschlosfen. Die Feier der 700. Wiederkehr des Jahres der Verleihung der Stadt- rechte beginnt am ersten Pfingstfeiertag mit einem Begrüßungsabend in der Stadthalle. Im Verlaufe dieser Feier sollen Liedervorträge, Reigen, Ab­schnitte aus der Geschichte der Stadt Homberg, Tanze und Konzert den Besuchern eine wertvolle Unterhaltung bieten. Am zweiten Pfinaftfeiertag wird sich von 14 Uhr ab ein großer historischer Festzug durch die Stadt bewegen, i" Sehenswürdigkeiten gezeigt werden sollen. Bei der anschließenden Feier in der Stadlhalle wirb man bie Festrebe hören, bann ein Festspiel erleben können, hierauf werden Konzert und Tanz folgen. Für den Abend ist eine Illumination der Stadt vorgesehen, gleichzeitig wird Musik in den Straßen geboten werden. Man rechnet hier mit einem starken Besuch aus der näheren und der weiteren Umgegend, da unsere Stadt sowohl bei dieser fest­lichen Veranstaltung, als auch durch die land­schaftliche Schönheit den Besuchern viel Jnteresian- tes zu bieten hat.

LPD Offenbach, 5. Juni. Am Mittwoch wurde in der Kunstgewerbeschule Offenbach durch den Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger eine AusstellungDie Kun st gewerbeschule im Dien ft e der Nation" eröffnet. In dem mit den Symbolen des Dritten Reichs geschmückten Ausstellungsraum waren neben dem Reichs- sta11halter u. a. erschienen Gaupropaganda­leiter Müller-Scheld und Vertreter der Par­teidienststellen, der staatlichen und städtischen Be­hörden.

Oberbürgermeister und Kreisleiter Dr. Schranz wies in seiner Begrüßungsansprache darauf hin, daß diese erste Ausstellung im ganzen deutschen Vaterland zeigen werde, daß die Kunstgewerbe­schule die Vertreterin aller Berufszweige sei. Dr. Schranz erteilte hierauf dem Leiter der Kunstge­werbeschule

Prof. Eberhardt

das Wort zu einer längeren Rede, in der er u. a. ausführte, daß die Kunstgewerbeschule oder Hand­werkerschule sich als Glied des deutschen Wirt- Ichastslebens fühlen müsse und daß die Handhabung des Unterrichts sich von diesem Charakter aus zu ergeben habe. Sie besondere Hervorhebung des Künstlerischen im Handwerk sei zur Zeit seiner Blüte überflüssig gewesen, denn bie Einheit von Kunst unb Handwerk, von Kunst unb Gewerbe war eine burchaus organische, eine völlig unzerlegbare. Ser iähe Niedergang handwerklichen Könnens, den die flutartig über bie europäischen Kulturländer sich verbreitende Industrialisierung im Gefolge hatte, sei erstmals durch die Welt-Industrieausstel­lung im Hydepark in London 1851 offenbar ge­worden. An ihr habe sich auch Offenbachs Kunst- inbuftrie in starkem Umfang unb mit viel Erfolg beteiligt. Surch Errichtung von Kunstgewerbe­museen unb Kunstgewerbeschulen habe man ben Wieberaufstieg des Gewerbes zu erreichen gesucht. Werkstoffe wie Leder, Holz, Metalle, Flachs, Wolle übten als Erzieher oft eine viel eindringlichere Wirkung aus, als manche Lehrkaft. Ser eigentliche Zweck der Kunstgewerbeschule als einer Fachschule gelte dem beruflichen Unterricht. Aber selbst bei präzisester Bindung an das programmatische Ziel der Schule ließen sich Aufgaben beigesellen, deren Losung nicht weniger im Interesse des Volksgan­zen liege, als der der Fachschule zugewiesene ur­sprüngliche Zweck. Besonders gelte dies für die

* Friedberg, 6. Juni. Wie derOberhessische während einige Rad- Anzeiger" mitteilt, ist der frühere Bürgermeister van - - ° Friedberg, Sr. Seyd , mit Wirkung vom 1. Ium

] 1935 ab zum Sirektor der Hessischen Ver - sicherungsanstalt für gemeindliche ^Beamte in Sarmftabt ernannt worben. Gleich- 1 zeitig übernahm er bas Amt bes Vorsitzenben des ; Verwaltungsrates bei dieser Versicherungsanstalt.

pb. Butzbach, 4. Juni. Ser hiesige Alice- Frauenverein vom Noten Kreuz hielt imGambrinus" eine gutbesuchte Mitgliederver­sammlung ab. Aus dem Jahresbericht, den die Vor­sitzende Frau Luise Patz erstattete, war zu ent­nehmen, daß auch der hiesige Verein, ebenso wie die anderen Note-Kreuz-Vereine, auf nationalsozia­listischer Grundlage neugestaltet und im großen deutschen Frauenwerk unter Führung von Frau Gertrud Scholz-Klinck am Aufbau mithilft. Sie Tätigkeit erstreckte sich auf Mithilfe beim Win- terhilfswerk der NSV., bei der 30 Frauen und Mädchen tätig waren. Weiter wurden, wie in den Vorjahren, Nahabende zur Herstellung von Wäsche und Kleidern eingerichtet, bei der Christbescherung der Kleinkinderschule, sowie auch bei ben Kinder-

(T) Grüningen, 5. Juni. Bei ber G r a s v er­st e i g e r u n g ber Gemeinde wurden infolge der Auswinterung des Rotklees sehr hohe Preise er-1 zielt. Es kostete z. B. ein Weg mit fünf Abschnitten 50 Mark. In der Wirtschaft Singel wurde die Wald- und Feldjagd der Gemarkung Grü­ningen und Bergheim, bestehend aus 645 Hektar, zum Preise von 60Ö Mark an Herrn Balser- Gießen verpachtet.

> Holzheim, 5. Juni. Am Samstagnachmit- tag fand hier im Rahmen der Neichs-Sportwerbe- wöche eine Werbeveranstaltung auf dem Sportplatz statt. Saran beteiligten sich die Schuljugend, der Turnverein, HI. und BdM. Mit dem Spielmannszug des Turnvereins an der Spitze marschierte die Jugend nach dem Sportplatz, wo bald ein reges Leben unb Treiben einsetzte. Sie Schul- jugenb begann mit einem Lieb, worauf sie mit der allmorgendlich geübten Gymnastik aufwartete. Sann folgten Bodenübungen des BdM. Zwischen Turn­verein und HI. wurden einige Mannschaftskämpfe durchgeführt, wie Staffellauf, Tauziehen unb bergl. Am Schlüsse fanb ein Handballspiel der ersten und zweiten Mannschaft des Turnvereins statt.

= Steinbach, 5. Juni. Heute feierte Frau Katharina Gerhard, geb. Horn, die Witwe des Landwirtes Heinrich Gerhard III., ihren 8 0. Ge­burtstag. Frau Gerhard hatte vor acht Wochen einen Beinbruch erlitten. Sa sie sich noch einer gu­ten Gesundheit erfreut, ist die Heilung trotz des hohen Alters gut vorgeschritten.

<D Alten-Buseck, 5. Juni. Sein 40j ä h - riges Arbeitsjubiläum feierte heute Werkführer Heinrich Stecker. Er trat im 14. Lebensjahre bei der Zigarrenfabik Emmelius, Gie­ßen, Filiale Alten-Buseck, ein und war nach mehr­jähriger Ausbildung bei auswärtigen Firmen von seinem 24. Lebensjahre an ununterbrochen als Werkführer bei der Firma Emmelius bis zur Ge- schäftsübernahme durch die Firma Rinn & Cloos am 1. Mai des vergangenen Jahres tätig. In gleicher Eigenschaft wirkt er heute bei dieser Firma. Herr Stecker erfreut sich nicht nur bei den seitherigen und den jetzigen Inhabern, son­dern auch bei ben Arbeitern größter Wertschätzung,

Sie Kunstgewerbeschule im Dienste der Aaiion

Eröffnung einer Ausstellung in der Kunstgewerbeschule Offenbach durch Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger.

Albert Mohr schöne Reigen, i. ,

fahrer bes Brudervereins Großen-Linden Kunst­fahren in höchster Vollenbung barboten. Sie Turne­rinnen unter ihrem Frauenturnwart Karl Klin- k e l erfreuten mit rhythmischen Keulen- unb Frei­übungen, Schülerinnen warteten mit gut gelunge­nen Geräteübungen auf. Sie Turner, geführt von Turnwart Rubolf Jung, turnten an Pferb unb Barren. Zwischenburch war febem Volksgenossen Gelegenheit geboten, an ben Schießstänben bes SchützenklubsRolanb" seine Kunst im Schießen zu üben. Sämtliche Sarbietungen würben von ben sportbegeisterten Besuchern bankbar entgegengenoim ~ men. 2lm Abenb erfreute sich die Jugend am Tanz,

in dem vi b> j Hoffentlich hat der Werbetag feinen Zweck, dem r-ff ro'" deutschen Sport recht viele neue Freunde zuzufüh-