2658 A
ilsen I
eilen
Durchgenau hat sie
Wort- immer nb an» it, das Rech»
Kepp. mmen. recht
■ai sie. en, be» Küchen- ■
service. 'eller u. affe«-11- scbafts- platten, »nvasen, fein- u- Tgläser, }las- reller,
usw.
-'scher 'einer ben!" po& Äber tsr°j-
Sch )NUN- It die msge- über»
Sport- Bären, »en und garten- , Schau’ irnöbei. Vitos, igeräte» .eln usw- »duue
Montag, 6. ülai 1955
185. Jahrgang
ttr.104 Erstes Blatt
Auch bei Nichterscheinen ■ ■ ■■ Ä .... . i£..
von einzelnen Nummern Ermäßigte Grundpreise,
infolge höherer Gewalt • M •• < < ** Stellen;, Vereins-, gemein«
MM- General-Anzeiger für ©bereifen WM 8,<mtfurtainm"in 11686 Druck uttbVerlag: Srühl'sche llntoersttStrvuch- und Sleindruckerei H.Lange in Stehen.Schristleiiung und GeschSstrftelle: Schulftrahe r M-ng-nabichlüff-Staffel8
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags
Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von70mm Breite 60Rpf.,Plahvorschriftoder schwieriger Satz 25°/0 mehr
Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblatter Heimat tm Bild • Die Scholle Monats-Vezugspreis:
Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25
Sietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen
Adolf Hitler.'
Taschenspieler,
sein und
Der Führer auf „Scharnhorst"
Lobende Anerkennung des Führers für das neue Schiff.
Fahrt zur Förderun g e l t u n g. Ihnen selbst wie des Schiffes herzliche Grüße.
mögen zur Wohlfahrt des britischen Reiches zum Segen für die ganze Wett.
Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzlers
Englische Befriedigung.
„diese Worte u u . y ~. der deutschen Presse einen Widerhall finden.
DNB. Bremerhaven, 5. Mai. Der F ü h r e r traf am Samstagfrüh in Bremerhaven ein und nahm an der dritten Probefahrt des neuen Ostasienschnelldampfers des Norddeutschen Lloyd „Scharnhorst" teil, dessen Stapellauf er im Dezember vorigen Jahres ebenfalls beigewohnt hatte.
An Bord des herrlichen Schiffes befanden sich auf der Probehrt, die nach Helgoland und den ost- friesifchen Inseln führte, u. a. der Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, Reichsminister Dr. Goebbels, Reichswehrminister von Blomberg, Reichsbankpräsident und stellv. Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht, Reichsstatthalter Gauleiter Rover, der Außenpolitische Beauftragte des Führers, von Ribbentrop, der Chef der Marineleitung, Amiral Raeder, ferner der Vorsitzende des Aufsichtsrates des Norddeutschen Lloyds, Staatsrat L i n d e m a n n , und der Vorsitzende des Vorstandes des Norddeutschen Lloyd, F i r l e , außerdem der Leiter der Abteilung Seefahrt der NSDAP., K l e m p p, sowie eine weitere Anzahl von führenden Männern des Schiffahrtswesens und eine weitere Anzahl von führenden Männern des Schiff- fahrtswesens und die Adjutanten des Führers.
3n Hamburg
Hamburg, 6. Mai (DNB.) Der neue große Oftafien-Pasfagier- und Fracht-Schnelldampfer „S ch a r n h o r st" des Norddeutschen Lloyd ist am Sonntagabend mit einer großen Anzahl von geladenen Gästen an Bord im Hamburger H a» f e n eingetroffen und hat an den Hapag-Ladean- lagne am Kaiser-Wilhelm-Hoeft festgemacht. Die „Scharnhorst" wird nunmehr in Hamburg Ladung übernehmen und am Mittwoch ihre e r ft e Ausreise nach Dftafien antreten.
Ehrlichkeit hervorgerufen. Bei vielen Gelegenheiten und in manchen kritischen Augenblicken habe er den richtigen Weg gewählt, oder ein richtiges Wort gesprochen, von den ersten unruhigen Jahren ab bis zu der schwersten Prüfung hin, die das britische Volk jemals zu bestehen hatte. „Times" gibt folgende Charakterskizze des Königs: Ein Mann, der Mensch genug ist, um für alle Menschen Teilnahme zu haben, ein Mann, der lachen kann, ein Sportsmann, der ebenso hart zu spielen, wie zu arbeiten vermag, ein englischer Seemann, ein Mann von Charakter und gesundem Menschenverstand, den ein Grandseigneur besitzt.
Der sozialistische „Daily H e r a l d" gratuliert dem Königspaar namens seiner Leserschaft und wünscht noch viele weitere glückliche Jahre in Gemeinschaft mit dem von ihm beherrschten Volk.
„News Chronicle" hebt die Begeisterung hervor, mit der die ganze Nation ohne Unterschied den Jubiläumstag feiere. Der König habe während der 25 Jahre die ihm obliegenden Aufgaben mit der Hartnäckigkeit und dem gesunden Menschenverstand des Engländers und mit Bescheidenheit erfüllt, die den Bauer ober Heizer mit ebensoviel Verständnis und ebensoviel Bewunderung erfüllen kann, wie einen Bischof ober einen Peer.
Irland feiert nicht mit.
Bonbon, 6. Mai. (DNB.) Das einzige Lanb im englischen Weltreich, in bem bas Jubiläum nicht gefeiert wirb, ist ber i r i f ch e Freistaat, ber bekanntlich bie Unabhängigkeit vom englischen Mutterlanbe erstrebt. Aus Dublin wirb gemelbet, daß man bort nicht eine einzige Flagge unb nicht ben geringsten Schmuck für bas Jubiläum sieht, unb baß keinerlei Feierlichkeiten veranstaltet werben.
Zusammenstöße in Glasgow.
Bonbon, 5. Mai. (DNB) In Schottland ist bie sonst ungetrübte Jubiläurnsfreube in ber Nacht zum Sonntag burch schwere Unruhen unb Zusammenstöße in Glasgow gestört
Neuaufbaues Deutfchlanbs ihre Pflicht tun werde.
Der Führer sprach sich außerordentlich anerkennend über das Schiff, das ein Wahrzeichen deutscher Werkmanns- unb Qualitätsarbeit ist, unb feine Einrichtungen aus, bas nunmehr bas mobernfte unb schnellste Schiff im gesamten Oft» asienverkehr sein werbe. Der Führer unb bie Minister verließen am Sonntagfrüh Bremerhaven im Flugzeug.
Die „Scharnhorst" wirb am 10. Mai voll besetzt ihre erste Ausreise nach Qstasien antreten.
Der Führer
dankt dem Norddeutschen Lloyd.
Berlin, 4. Mai. (DNB.) Auf bas Telegramm, bas bie Leitung des Norddeutschen Lloyd anläßlich der Probefahrt der „S ch a r n h o r st" an den Führer und Reichskanzler gerichtet hat, hat dieser wie folgt geantwortet:
königlichen Palast ein. . . ,
Am Mittwoch findet ein glanzvoller diplomatischer Empfang statt, auf dem König Georg den Vertretern aller Länder feinen Dank für die Jubiläumsglückwünsche aussprechen wirb. Die biplomatischen Vertreter unb bie Ministerpräsidenten der britischen Dominions werden bei dieser Gelegenheit besondere Jubiläumsadressen an den König richten.
Englische preffestmimen
„Der Thron Großbritanniens an Macht und Ansehen ungemein zugenommen."
Die heutige Morgenpresse steht vollkommen im Zeichen des Jubiläumsfestes. In längeren Aufsätzen werden bie 25 Jahre ber Regierung König Georgs geschilbert.
„Time s" schreibt, währenb ber 25 Jahre ber Herrschaft König Georgs habe der Thron Großbritanniens an Macht und Ansehen ungemein zugenommen, während in anderen Ländern Häupter und Kronen fielen, oder die Monarchen höflich in den Hintergrund geschoben wurden. König Georg fei niemals erhaben darüber gewesen, um Rat zu fragen, ober auf einen vernünftigen Rat zu hören. Durch feine Unparteilichkeit und Großmut habe er Vertrauen und
worden. Als die Polizei zwei Ruhestörer verhaftete, nahm die Menge eine äußerst feindselige Haltung ein und bewarf die Schutzleute mit Flafchen, Steinen unb anberen Wurfgeschossen. Es kam zu einem blutigen Handgemenge, in bem brei Angreifer unb ein Schutzmann schwer verletzt würben. Polizeiliche Verstärkungen gingen schließlich mit Gummiknüppeln gegen bie Menge vor. Bevor bie Drbnung wieber hergestellt werben konnte, entwickelte sich aber noch ein zweiter Kampf, bei dem mieberum ein Schutzmann verletzt würbe.
Deutschlands Glückwunsch.
Berlin, 5. Bla». (DRV.) Der Reichskanzler Hal an den König von England aus Anlaß dessen Regierungsjubiläums folgendes Telegramm gerichtet:
„Eure Rlajeftät bitte ich meine und der Reichsregierung aufrichtig ft en Glückwünsche zum 25. Jahrestag der Thronbesteigung Eurer Majestät, verbunden mit den besten Wünschen für Eurer und Ihrer Rlajeftät persönliches Wohlergehen, entgegenzunehmen. Das deutsche Volk verfolgt mit warmer Sympathie alle Bestrebungen Eurer Rlajeftät und der Königlich Britischen Regierung zur Festigung des Friedens: es hofft, daß diese Bemühungen erfolgreich
Die Führertagung des Reichstreubundes.
Saarbrücken, 4. Mai. (DNB.) In Anwesenheit vieler Vertreter der Behörden, insbesondere des Reichswehrministeriums und der übrigen Militärdienftftellen, Vertretern der SA., SS., PO. und sonstigen Gliederungen der Partei, wurde am Samstag in Saarbrücken die Führer- tagung des Reichstreubundes eröffnet. Der Präsident des Bundes, Staatsrat Schwebe, Gauleiter unb Qberpräfibent von Pommern, nahm auf ber Arbeitstagung eingehenb Stellung zu ben bas beutsche Volk berührenden wichtigen politischen Fragen.
Jubelnde Zustimmung fand er mit der Erklärung, daß ein deutscher Soldatenbund auf der Grundlage des Reichstreu- b u n b e s im Entstehen begriffen fei, der allein berechtigt fein werde, die aus der neuen Wehrmacht ausgeschiebenen unb ausscheiben- ben Solbaten ohne Rücksicht auf Dienstgrad und Dienstzeit aufzunehmen. In diesem Soldatenbunde werde die Erfüllung soldatischer Pflichten in soldatischer Treue im Vordergrund zu stehen haben. Wer da glaubt, in einem solchen Bunde zunächst von der Vertretung besonderer Rechte bestimmter Dienstgrade oder Waffengattungen reden zu müssen, beweise damit nur, daß ihm das Große unserer Zeit noch nicht in der Seele brenne.
Den Reichstreubund werde niemand dazu bringen, von seiner geraden und klaren Linie abzuweichen. Diese Linie sei: enges Zusammenwirken mit der aktiven Truppe und den Militärdienststellen, treue Gefolgschaft auch der ehemaligen Soldaten ihrem Reichswehrminister gegenüber, der das unbegrenzte Vertrauen des Führers und obersten Befehlshabers besitze. Diesem obersten Befehlshaber und dem von ihm beauftragten Reichswehrminister sei jeder Reichstreubundkamerad mit Leib und Seele verschworen. Das aber schließe in sich, daß die Mitglieder des kommenden Soldaten- bundes ihre Kräfte als ehemalige Soldaten nur noch diesem Bunde zu weihen hätten.
Büsten Hindenburas unb des Führers ^steicksaerrckst
Leipzig, 4. Mai. (DNB.) In der großen Halle des Reichsgerichtes sino am Samstag mit einer Ansprache des Reichsgerichtspräsidenten eine B ü ft e des verstorbenen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, und eine Büste des Führers und Reichskanzlers Adolf H 1t- I e r in feierlicher Weise enthüllt worden. Reichsgerichtspräsident Dr. B u m k e gedachte in seiner Ansprache ber Verbienste ber beiben Männer um bas deutsche Volk und insbesondere auch der unter ber Führung Abolf Hitlers geworbenen beutschen Rechtseinheit. Die Büsten finb Werke ber Bild- hauerin Maria Ley (Düsseldorf).
Lügenmeldungen über Verhaftungen von katholischen Iungmannen.
Berlin, 4. Mai. (DNB.) In ausländischen Blättern ist die L ü g e n n a ch r i ch t verbreitet worden, katholische Jungmannen seien bei ihrer Rückkehr von einer Romfahrt an der deutschen Grenze verhaftet und in ein Konzentrationslager abgeführt worden.
Demgegenüber ist festzustellen, daß lediglich eine Nachschau nach Uniform- und anderen Aus« rü st ungs stücken stattgefunden hat, um sicherzustellen, daß bestehende Uniformoerbote nicht verletzt werden. Ein Jungmann ist wc. gen ungebührlichen Benehmens zwei Stunden lang in polizeilichem Gewahrsam gehalten worden, dann aber mit seiner Gruppe programmgemäß weiter« gefahren.
London, 6. Mai (DNB. Funkspruch). Das Glückwunschtelegramm, bas ber Führer und Reichskanzler an König Georg gesandt hat, wird von der ganzen Presse, zum Teil an hervorragender Stelle, äbgedruckt. Die Blätter äußern ihre Befriedigung darüber, baß ... — •- v. -n
Der heute angebrochene silberne Jubiläumstag König Georg V. machte sich schon in ben frühesten Morgenstunben im Straßenbild ßonbons bemerkbar. Um 6 Uhr früh stauben unb lagen an ber St.-Pauls-Kathedrale bie Schaulustigen bereits viele Reihen tief. Taschenspieler, Akrobaten und Straßenmusikanten führten ihre Künste vor. Fliegende Obsthändler und fahrende Büfetts waren von dichten Reihen hungriger unb durstiger Menschen umgeben. Trotz der allgemein herrschenden ausgelassenen Stimmung ist die Ordnung musterhaft. Auf dem Trafalgar Sguare saßen die Leute die Nacht hindurch auf den vier Löwen, die die berühmte Nelsonsäule bewachen. Die St.-Pauls-Kathedrale wurde während der Nacht sorgfältig durchsucht, um unbefugten Personen daran zu hindern, sich einen Platz zu sichern. Um 4 Uhr früh hatte sich schon ein beinahe ununterbrochenes Spalier von Zuschauern vom Buckingham-Palast bis zur St.- Pauls-Kathedrale gebildet. In der breiten Straße standen die Leute bereits 8 Reihen tief, und ihre Zahl vermehrte sich mit jeder Minute, da fortgesetzt vollbesetzte Kraftwagen, Autobusse und weitere Zuschauer zu Fuß eintrafen.
Die Polizei sieht sich vor eine ungeheuer schwere Aufgabe gestellt, um die in die Millionen gehenden Menschenmassen am Montagvormittag in Ordnung zu halten. Große polizeiliche Verstauungen sind daher aus vielen Teilen Englands nach London gezogen worden. r _ ,
Während des Wochenendes trafen Zehntausende von Glückwunschtelegrammen unb Ergedenheitsadressen aus allen Teilen Englanbs unb bes englischen Weltreiches im
„Haben Sie vielen Dank für bie Melbung von ber erfolgreichen Probefahrt bes Schnellbampfers „Scharnhorst". Ich wünsche diesem neuen Schiff des Norddeutschen Lloyd allzeit glückliche g deutscher See - Kapitän unb Besatzung
Das Regierungsjubiläum des Königs von England
Gewaltige Begeisterung im englischen Weltreich, nur Irland feiert nicht mit.
Beim Auslaufen aus ber SÜßefermünbuna traf bie „Scharnhorst" ben gerabe von einer „Kraft - burch - Freude"- Fahrt zurückkehrenben Dampfer „Der Deutsche", auf bem an Borb bie Besatzung unb bie Passagiere Aufstellung genommen hatten, um beim Passieren ber „Scharnhorst" bem Führer ben Dank für bie schöne Fahrt abzustatten. Die „Scharnhorst", bereu Fahrt von herrlichstem Wetter begünstigt war, lief am Samstagabenb wieber in bie Wesermünbung ein unb ankerte bis zum Morgen auf ber Reebe.
Am Columbus-Quai hatte sich eine größere Menschenmenge eingefunben, bie fast bie ganze Nacht hinburch bis zum Morgen ausharrte, um ben Führer beim Verlassen bes Schiffes begrüßen zu können. Am Sonntagfrüh hatten auch bie Mitglieder ber neu gegrünbeten Ortsgruppe ber NSDAP, auf bem Dampfer „Scharnhorst" bie Freube, bem Führer vorgestellt zu werben.
Im Verlaufe ber Fahrt bankte ber Vorfitzenbe bes Vorstanbes bes Norbbeutfchen Lloybs, Firle, bem Führer im Namen ber beutschen Seefahrt für biefen ersten längeren Besuch auf einem Schiff ber beutschen Hanbelsmarine unb versprach bem Führer, baß bie beutsche Seefahrt stets im Rahmen bes
Scherl-Bildmatemdienst
Der Führer auf dem Dampfer „Scharnhorst".
London, 6. Mai. (DNB.) In ganz England hat das silberne Regierungsjubiläum König Georgs V. einen beinahe unvorstellbaren Taumel der Begeisterung und Freude aus- gelöst. Das sonst so nüchterne englische Volk ist von einer überschäumenden Jubiläumsstimmung erfaßt. London gleicht mit seinem wogenden Meer von Girlanden und Flaggen, mit seinen Tausenden von Scheinwerfern, mit den bunten Tribünen und den bekränzten und beflaggten Fahrzeugen beinahe einer südländischen Stabt während eines Volksfestes.
Die Jubiläumsbegeisterung erreichte bereits am Samstagabend einen beinahe unglaublichen Höhepunkt. Niemals, so berichten die Zeitungen, hat London derartige Menschenmassen gesehen, wie am Samstagabend, selbst nicht am Waffenstillstandstag. Hunderttausende, ja Millionen von Menschen in übermütiger Stimmung waren auf den Straßen und Plätzen zusammengedrängt, sangen vaterländische Lieder, tanzten auf dem Pflaster und staunten die Farbenpracht der Dekorationen an.
Die Polizei war angesichts dieser ungeheuren Menschenwoge vollkommen machtlos, und der unbeschreibliche Wirrwarr wurde durch Tausende von dichtbesetzten Fahrzeugen aller Art erhöht, die sich ihren Weg durch die Menge zu bahnen versuchten. Manche Hauptstraßen mußten vollkommen für den Verkehr gesperrt werden. Autobusse benötigten für eine Fahrt von einem Kilometer manchmal zwei volle Stunden. Sämtliche Gaststätten, Hotels, Ca- f6s, Lichtspieltheater und Theater waren bis auf den letzten Platz besetzt. Die größten Gaststätten mußten schon am frühen Abend wegen Ueberfüllung polizeilich gesperrt werden.
Aehnliche Szenen spielten sich auch am Sonntag ab. Einer der Hauptsammelpunkte der Massen war der große Platz vor dem königlichen Palast. Zehntausende von Menschen standen stundenlang auf demselben Fleck, um vielleicht ein Mitglied der königlichen Familie zu sehen. Als sich der König einige Sekunden an einem Front- fenster zeigte, erhob sich ein ungeheurer Begeisterungssturm.
lieber eine halbe Million Besucher aus allen Teilen Englands, aus dem britischen Weltreich und aus der übrigen Wett sind zum Jubiläum nach London gekommen. In der ganzen Stadt gibt es kein freies Hotelzimmer mehr und
Hunderte müssen im Freien übernachten.


