Die zehn Gebote de«
Die Aktiengesellschaft gehört zu denjenigen Einrichtungen der Wirtschaft, die dringend einer inneren Umstellung bedürfen. Die Reichsregierung hat nach der staatlichen Neuordnung zunächst vermeiden wollen, eine überstürzte Reform des Aktienwesens vorzunehmen, um der Wirtschaft eine möglichst ungestörte, ruhige Entwicklung zu sichern. Es ist jedoch ein AktienrechtSausschuß eingesetzt worden, der unter Führung der Akademie für deutsches Recht und des Reichsjustizministeriums die einschlägigen Fragen in eingehenden Beratungen geprüft und dann bestimmte Vorschläge für eine Reform des deutschen Aktienrechts gemacht hat. Diese Reform soll in der Richtung zur Durchführung gebracht werden, daß die Anonymität, die im Wesen der Aktiengesellschaft liegt, möglichst beschränkt wird. Man glaubt dieses Ziel dadurch zu erreichen, daß man das Führerprin- z i p auch in der Aktiengesellschaft weitgehend verwirklicht. Gegenüber dem Einfluß der anonymen und oft an dem Gedeihen des Unternehmens wenig interessierten Aktionäre soll der des verantwortlichen Leiters der Aktiengesellschaft wesentlich gestärkt werden. Diese Reform soll aber nicht etwa zu einer Beschränkung der Bedeutung der Aktiengesellschaft innerhalb der deutschen Wirtschaft führen. Die Aufgabe, die auf dem Gebiete des Aktienrechts gelöst werden soll, besteht vielmehr gerade darin, die Aktiengesellschaft zu einem möglichst brauchbaren Instrument der Kapitalbeschaffung für die deutsche Wirtschaft zu machen. Aktie und Aktiengesellschaft sind nicht Selbstzweck der Wirtschaftsgesetzgebung. Eine innere Berechtigung haben sie nur insoweit, als sie der Wirtschaft durch Beschaffung von Kapital für produktive Zwecke wertvolle Dienste leisten. Soweit sie aber zu diesem Zwecke unentbehrlich sind, müssen sie erhalten und gegen Mißbräuche geschützt werden.
Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat in einer Rede vor der Akademie für deutsches Recht die Bedeutung der Aktie als Instrument der Kapitalbeschaffung für die Wirtschaft scharf herausgearbeitet. Er ging dabei von dem Leitgedanken aus, daß alle Einrichtungen der Wirtschaft einem einzigen Gesicht punkt untergeordnet werden müssen, nämlich den Lebensrechten des deutschen Volkes. Diese Lebensrechte erfordern heute zwar eine Beseitigung der Mängel, die bisher mit der kapitalistischen Einrichtung der Aktiengesellschaft verbunden war, aber keineswegs eine Beseitigung des kapitalistisch - technischen Apparats, den die moderne Volkswirtschaft nun einmal nicht zu entbehren vermag. Dr. Schacht zog einen sehr treffenden Vergleich mit der Notwendigkeit höchster technischer Entwicklung in der Landwirtschaft und im Heerwesen. Wie die L a n d- wirtschaft heute nicht ohne kapitalistisch-technische Einrichtungen, so z. B. Erntemaschinen, Dampfpflüge, Getreidesilos usw., auskommen kann und darum auch eine Agrarverfassung haben muß, die diese Einrichtungen anwendbar macht, und wie ferner der Bedarf der heutigen Wehrmacht an Geschützen, Flugzeugen, Unterseebooten u. dgl. nur bei kapitalistisch hochentwickelten Unternehmungen gedeckt werden kann, so braucht auch die Industriewirtschaft in heutiger Zeit Großunternehmungen, die mit bedeutenden Kapitalien arbeiten. Ein einzelner Unternehmer aber kann so große Kapitalien selten oder niemals investieren. Gerade in dem verarmten Deutschland, in dem es nur verhältnismäßig wenige sehr reiche Leute gibt, werden die technisch-industriellen Aufgaben, die die heutige Zeit stellt, vielfach nur durch ein Zusammentragen von Kapitalien, die sich in vielen einzelnen Händen befinden, gelöst werden können. Diese Sammlung der Ersparnisse vieler und ihren Einsatz für eine bestimmte Unternehmung ermöglicht in erster Linie die Aktiengesellschaft. Das Aktienrecht muß deshalb so gestaltet werden, daß ein möglichst großer Anreiz zur Investierung von Kapitalien in der industriellen Produktion vorhanden ist. Um zu zeigen, welches die Voraussetzungen sind, die eine solche gut funktionierende Kapitalbeschaffung für die industrielle Erzeugung gewähr- lejsten, hat Dr. Schacht in seiner Rede zehn Grundsätze aufgestellt, die für die Neuformung des Aktienrechts im nationalsozialistischen Staate richtunggebend sein sollen. In diesen zehn Grundsätzen ist der Inhalt der kommenden Aktienrechts- resorm knapp und einleuchtend zusammengefaßt. Darum verdienen sie eine nähere Betrachtung.
Das erste Gebot, das der Reichsbankpräsident für unerläßlich hält, ist die Rechtssicherheit auf wirtschaftlichem Gebiet. Sie ist der selbstverständliche Ausgangspunkt der gesamten nationalsozialistischen Wirtschaftsgesetzgebung. Für die Aktiengesellschaft wird außerdem ihre Anerkennung als geeignetes Instrument zum Aufbau moderner Großunternehmungen gefordert. Dieses Instrument kann aber nur bei williger Mitarbeit der einzelnen Kapitalisten und Sparer funktionieren. Je v e r -
i neuen Aktienrechts.
kehrsfähiger daher die Aktie ist, d. h. je leichter verwertbar sie ist, wenn sich ihre Rückwandlung in flüssiges Geld aus irgendwelchen Gründen als notwendig erweist, desto bereitwilliger werden die Ersparnisse vieler der Produktion und damit der Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Außer diesem Zufluß des anonymen Kapitals braucht die Aktiengesellschaft freilich den verantwortungsbewußten Wirtschaftsführer, dessen Stellung daher auch gegenüber den Aktionären gestärkt und gefestigt werden muß. Aber diese Führer werden, wie Dr. Schacht betonte, auch in der Wirtschaft nicht ernannt, sondern sie ent- st e h e n von selbst und müssen sich durch ihre Leistung bewähren. An die Stelle des früher
Auslandslizenzverkauf des jüngsten deutschen Flugzeugwerkes.
Fwd. Die deutsche Flugzeugindustrie hat einen Auslandserfolg zu verzeichnen, der deswegen besondere Beachtung verdient, weil das jüngste oeutsche Werk in schärfster internationaler Konkurrenz erfolgreich blieb. Nach langwierigen Erprobungen, Denen verschiedene international bekannte Flugzeugtypen unterworfen waren, hat sich der Aeroklub der Schweiz in Zusammenarbeit mit den zuständigen Schweizer Stellen für die Einführung des deutschen „Bücker-Jungmann-Flugzeugs^ im Lizenzbau für die Schweiz entschieden. Der genannte Flugzeuatyp besitzt hervorragende Eigenschaften als Schul-, Sport- und Kunstflugmaschine. Die Wahl fiel jedoch hauptsächlich deshalb auf ihn, weil diese Eigenschaften durch niedrige Anschaffungs- und Unterhaltungskosten ergänzt werden. Die Bäcker- Werke bei Berlin tragen damit als jüngstes deutsches Flugzeugwerk ebenfalls dazu bei, den Ruf der deutschen Produktion im Ausland neu zu festigen.
Oie Jndustrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft:
1328: Neue Bestimmungen über den Reiseverkehr nach der Schweiz.
1329: Neuregelung des Zahlungsverkehrs mit Ungarn.
1330: Bekanntmachung KP 71 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise.
1331: Reichsgartenschau Dresden 1936 (24. April bis 11. Oktober 1936).
*
* Hoher Ertrag der 1935er Weinernte. Während Fachkreise den Ertrag der 1935er Weinernte bisher auf ° etwa 3,6 bis 3,7 Mill. Hektoliter schätzten, zeigt die Uebersicht bei den zuständigen berufsorganisatorischen Stellen, daß die Weinernte von diesem Jahre doch noch stärker an das Ergebnis des letzten Jahres herankommt. Der Ertrag 1935 wird nach Informationen des Fwd. mit 4 Mill. Hektoliter, also 85 v. H. der vorjährigen Rekordweinernte von 4,7 Mill. Hektoliter beziffert.
Rhein-Mainische Börse.
INillagsbörfe:
Mexikanische Anleihen lebhafk und fest. Aktien und deutsche Renten still.
Frankfurt a. M., 4. Dez. Die Mittagsbörse wurde bei Eröffnung und später von einer lebhaften Aufwärtsbewegung der mexikanischen Anleihen beherrscht. Die schon seit einigen Tagen feste Haltung der Auslandbörsen löste heute am hiesigen Markt erneut lebhafte Nachfrage der Kundschaft und des berufsmäßigen Borseichandels aus. Starke Umsätze hatten 5proz. äußere Gold mit 14,40 bis 14,75 (13,25) und 5proz. Silber mit 5,80 bis 6,00 (5,50), ferner stiegen 4,5proz. Irrigation auf 8,55 bis 8,70 (7,85), 3proz. Silber auf 5,20 (5,05) und 4proz. Gold von 1904 auf 8,40 bis 8,65 (8). Der deutsche Rentenmarkt lag still, nur Reichs-Altbesitz fanden etwas Nachfrage zu 112,13 bis 112,25 (112,13), während Kommunal-Umschul- dung auf 88,50 (88,65) abbröckelten. Zinsvergütungsscheine mit 91,05 und späte Reichsschuldbuch- forberungen mit 97 lagen unverändert. Einiges Geschäft erhielt sich auch für zertifizierte Dollar- Bonds zu gestrigen Kursen, 6- und 6,5proz. Preußen 64,75 bis 64,50, 7proz. Spargiro 64,75, 6proz. Spargiro 63,50.
Der Aktienmarkt lag dagegen nahezu geschäftslos und wies keine einheitliche Tendenz auf. Die Grundstimmung war jedoch freundlich und meist ergaben sich kleine Erhöhungen. Stärker befestigt waren Zellstoff Waldhof mit 116 (114,50), ferner kamen Feinmechanik Setter nach Pause mit 77 (74)
häufig beobachteten Gegensatzes zwischen Betriebsführer und Aktionären soll künftig das gleiche Vertrauensverhältnis zwischen beiden treten, das in dem Verhältnis zwischen Betriebsführer und Gefolgschaft den Klassenkampf verdrängt und ersetzt hat. Im übrigen kann kein Wirtschaftsfrüher unumschränkt walten, sondern auch er bedarf der Kontrolle, die in der Aktiengesellschaft vor allem die Generalversammlung ausübt ober schafft. Das neue Aktienrecht soll bie Mängel der Vergangenheit beseitigen, aber zugleich einer besseren künftigen Entwicklung die Bahn frei machen, damit die Aktiengesellschaft ihre Aufgabe, der Arbeit das nötige Kapital bereitzustellen, möglichst vollkommen erfüllen kann. Das Ziel, dem sich alle anderen Gesichtspunkte unterzuordnen haben, ist auch hier die Sicherung einer größtmöglichen Leistung.
zur Notiz. JG.-Farben eröffneten mit 149,75 (149,50), Metallgesellschaft 110,75 (110). Von Elektroaktien gewannen Siemens 0,65, RWE. 0,25, Ges- fürel 0,75 v. H. AEG. 36 (36,13). Montanaktien gaben durchweg von 0,25 bis 0,75 v. H. nach, nur Buderus unverändert 93,50. Im einzelnen kamen Reichsbank mit 179,50 (179), BMW. mit 117,75 (117), Daimler mit 90,50 (91), Junghans weiter ermäßigt mit 77 (77,50) und Feldmühle Papier mit 114 (114,50) zur Notiz.
Im Verlaufe unterlagen mexikanische Anleihen stärkeren Schwankungen, das zuweilen herauskommende Angebot wurde zu den höchsten Kursen aufgenommen; das Geschäft blieb lebhaft. 5proz. Silber stiegen auf 6,06 nach 6, 3proz. Silber auf 5,40 nach 5,20 und 5proz. Tehuantepec auf 7,65 nach 7,40 (7,40), 5proz .äußere Gold schwankten zwischen 14,50 bis 15. Deutsche Anleihen blieben still und unverändert. Kommunal - Umschuldung etwa 88,55 nach 88,50. Goldpfandbriefe lagen behauptet, während Liguidationspfandbriefe 0,13 bis 0,25 v. H. nachgaben. Stadtanleihen notierten teilweise etwas höher. Industrie-Obligationen lagen behauptet.
Am Aktienmarkt war die Haltung später etwas fester, die Umsätze blieben aber gering. Montanwerte waren von 0,25 bis 0,50 v. H. erholt, ferner fliegen JG.-Farben auf 150 und Scheideanstalt auf 217 (215), dagegen gingen Reichsbank auf 179 nach 179,50 zurück. Von später zur Notiz gekommenen Papieren verloren Conti Line Zürich 1,5 v. H., Cement Heidelberg 1 v. H., Lahmeyer 1 v. H., Licht & Kraft 0,50 v. H.
Tagesgeld war leicht und wurde auf 2,5 (2,75) v. H. ermäßigt.
Abendbörfe ruhig.
Die Abendbörse nahm allgemein einen sehr ruhigen Verlauf. Am Aktienmarkt waren die Kurse zumeist 0,25 bis 0,50 v. H. unter Berliner Schluß gefragt Etwas fester lagen Zellstoff Wald-
Aus -en preußisch«
Todessturz vom Aussichtsturm.
LPD. Gelnhausen, 4. Dez. Am Fuß des ungefähr 30 Meter hohen Aussichtsturmes auf dem Hufeisen im Altenhaßlauer Gerichtswald wurde der 20jährige Joachim Sperr aus Frankfurt a. M. t o t aufgefunden. Sperr hatte sich vor einigen Tagen von feiner Pflegestätte in Großenhausen entfernt und ist beim Besteigen des Turmes a b gestürzt. Ein doppelter Schädelbruch hatte den sofortigen Tod herbeigeführt.
Kreis Wetzlar.
LPD. Wetzlar, 4. Dez. Im Gemeindewald bei P h i l i p p ft e i n ist der 36 Jahre alte Friedrich Müller aus Philippstein bei Holzfällerarbeiten von einem herabstürzenden schweren Ast getroffen worden. Dem Manne wurde der Schädel zertrümmert, so daß der Tod auf der Stelle eintrat. Der Verunglückte war verheiratet und hinterläßt zwei kleine Kinder.
<£ Rodheim a. d. B., 4. Dez. Der Führer und Reichskanzler hat dem Johannes F a ss a u e r fchen Ehepaar von hier anläßlich seiner Goldenen Hochzeit eine Ehrengabe von 50 RM. nachträglich überwiesen, die dem Jubelpaare durch Bürgermeister P e p p l e r mit den besten Wünschen übergeben wurden. — Die hiesige Kameradschaft des Kyffhäuserbundes wird am nächsten Sonntag im Manischen Saale im Anschluß an eine Mitgliederversammlung ein Preis- schießen zum Besten des Winterhilfswerkes veranstalten.
Glückwunsch des Bührers.
LPD. D a r m ft a b t, 4. Dez. Die Justizpressestelle Darmstadt teilt mit: Der Geschäftsleiter des Ober
hof mit 117,25 (116,75), dagegen gaben AKU. auf 50,25 (50,65) nach. Deutsche Anleihen lagen still, etwas fester Altbesitz mit 112,40 (112,13). In mexikanischen Anleihen entwickelte sich heute abend nur sehr kleines Geschäft; nach den starken Erhöhungen zeigte sich etwas Zurückhal- tung und teilweise erfolgten kleine Abgaben; 5 v. H. äußere Gold gaben auf 14,65 (14,90), 4 v. H. Gold auf 8,50 (8,70) nach, auch 5 v. H. Silber nannte man mit 6 nach 6,10 und 4,50 v. H. Irrigation mit 8,50 nach 8,70. Etwas fester lagen Ungarn Gold mit 9,25 bis 9,30 (9,10).
U. a. notierten: Altbesitz 112,40, IG. Farben- Bonds 125,50 Br., 5,50 v. H. Franks. Hyp. Liquid. 100,70, 4 v. H. Ungarn Gold 9,25 bis 9,30, 5 v. H. äußere Mexikaner 14,65, 4 v. H. Goldmexikaner 8,50, Commerzbank 83,75, Reichsbank 179, Buderus 93,50, Harpener 103, Mannesmann 79, Mansfeld 117, Rheinstahl 101,75, Stahlverein 75,50, AKU. 50,25, Bekula 134,50, Daimler 90,50, Scheideanstalt 217, Licht & Kraft 132, IG. Farben 149,75, Gessürel 123,25, Goldschmidt 105,13, Holzmann 86,50, RWE. 130,25, Schuckert 118, Siemens 170,65, Kaufhof 25,75, Zellstoff Waldhof 117,25, Hapag 15,50.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 4. Dez. Der Getreidegroßmarkt lag allgemein ruhig. Die Angebotsverhältnisse in Brot- und Futtergetreide haben gegen den letzten Markt keine Veränderung erfahren, nach Futterhafer und Futtergerste besteht weiterhin großer Bedarf. Futtermittel, soweit es sich um bewirtschaftete handelt, waren nicht angeboten, dagegen lag Angebot in Futter- und Nachmehlen sowie in Mischfutter vor. Der Abruf in Weizenmehl blieb zufriedenstellend, Roggenmehl hat sehr kleines Geschäft.
Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm in Mark: Weizen W 13 205, W 16 208, W 19 212, W 20 214, Roggen R 12 168, R 15 171, R18 175, R19 177, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Sommergerste für Brauzwecke 220 bis 225, Weizenmehl W13 28,05, W16 28,30, W19 28,30, W 20 28,65, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50, alles plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizenmehl 17,10 bis 17,25, Weizenfuttermehl 13,50, Weizenkleie W13 10,65. W 16 10,80, W 19 11, W 20 11,10, Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Trockenschnitzel 8,80, .Großhandelspreis ab Fabrikstation, Heu 8 bis 8,50, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,40 bis 3,60, gebündelt 3,20 bis 3,40.
Frankfurter Schtachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 5. Dez. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 50 Rinder (5 Ochsen, 1 Bulle, 41 Kühe, 3 Färsen), 773 Kälber, 400 Schafe, 450 Schweine. Es kosteten: Kälber 48 bis 76 Mark, Härnrnel 43 bis 48, Schafe 25 bis 43, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverkauf: Kälber, Härnrnel und Schafe mittelmäßig, Schweine wurden zugeteilt.
landesgerichts Darmstadt, Bürodirektor I a to b Hoffmann, sieht am 5. Dezember 1935 auf eine 41jährige Dienstzeit zurück. Der Führer und Reichskanzler hat ihm aus diesem Anlaß seine besten Wünsche ausgesprochen und damit seinen Dank und seine Anerkennung für die dem Reich geleisteten treuen Dienste verbunden.
Vom Zug überfahren.
Ein Toter, ein Schwerverletzter.
Darmstadt, 4. Dez. (LPD.) In der Nähe der Stvckschneise zwischen Darmstadt und Weiterstadt der Bahnstrecke nach Mainz wurde der verheiratete Rvttenarbeiter Wilhelm K ö n i g aus Griesheim bei Darmstadt von einem Zuge überfahren und so schwer verletzt, daß er bald darauf starb.
Wenn du dich an Weihnachten an den leuchtenden Augen deiner Kinder erfreust, denke auch an deine armen Volksgenossen! Darum spende in diesen Tagen dein Weihnachtspaket für das WHW. An Weihnachten soll niemand ohne Gabe fein!
Ein zweiter Arbeiter wurde ebenfalls schwer verletzt und kam in 'das Stadtkrankenhaus nach Darmstadt. König wich einem in Richtung Darmstadt kommenden Zuge aus und wurde von einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Zuge, den er nicht rechtzeitig bemerkte, erfaßt.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H.
Franktun a. M.
Berlin
Schluß« lurs
Gchlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Gchlußk. Mittag- börse
Oatum
3.12.
4.12.
3.12.
4 12.
6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927
100,5
100,25
100,65
100,65
4% Deutsche Reichsanl. von 1934
97,5
97,5
97,5
97,5
57a% Doung-Anleihe von 1930 ..
102
102
102
Deutsche Anl.°Ablös.-SchuId mit
Auslos.-Rechten .............
112,13
112,9
112,13
112,25
4*/i% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, 1.......
6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929
100,13
100
100,4
100,4
(rückzahlb. 102%)............
97,75
97,75
97,75
97,75
471% ehem. 8% Hessische Lande«' baut Darmstavt Gold 81.12....
96,25
96,25
57z% ehern. 4/,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui
100,75
100,5
472% ehem. 8% Darmst. Komm
Landesb.Goldschuldverschr. R.6
93
93
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
Auslos.-Rechten .............
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten
113,13
113,4
113,4
47t% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
96,25
96,95
67z% ehem. 472% Franks. Hyp.
Bank-Liqu.-Psandbriese.......
100,85
100,7
57i% ehern. 472% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse.....
101
101
ioi
100,9
47.% ehem. 8% Pr.Landcspfand-
briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
97
97
97
47i% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl.VI
97
97
97
97
Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38
107,7
107,7
107,7
107,75
4% Oesterretchische Goldrente...
—
_
_
27,25
4,20%, Lesterreichische Silberrente
4% Ungarische Goldrente.......
1,25
1,25
1,4
9,1
1,4
9
9,3
9,25
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
8,9
8,9
9
—
47i% desgl. von 1913..........
8,9
8,9
—
9
5% abgest. Goldmerikaner von 99
13,25
14,65
13,25
14,75
4% Türkische Bagda'dbahn-Anleihe Serie I.....................
—
1 -
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußk. Abend- börse
Schlußkurs
Gchlußk. Mittag- börle
Votum
3-12
4.12.
3.12.
4.12,
4% desgl. Serie II ...........
—
—
—
—
5% Rumän. vereinh. Rente v. 1902
5.8
5,8
5,85
5,8
4'/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913
8,25
8,25
8,65
8,7
4% Rumänische vereinh. Rente 2 74% Anatolier............
4,8
4,8
4,8
4,75
38,8
38,8
38,65
39
Harnburg-Arnerika-Paket .....
0
15,5
15,5
15,5
15,25
Hamburg-Südam. Dampfschiff .
0
—
—
26,13
—
Norddeutscher Lloyd .........
0
17,4
16,75
17
16,65
'21.(1). für Verkehrswesen Akt. ..
0
85,75
85,25
85,65
85,75
Berliner Handelsgesellschaft ...
6
113,25
113
113,25
113,5
Commerz- und Prival-Bank ... Deutsclie Bank und Disconto»
0
84
83,75
84
83,75
Gesellschaft................
0
83,5
83,75
83,5
83,75
Dresdner Bank..............
0
84
84
84
84
Reichsbank ................
12
179
179
179
179,13
A.E.G......................
0
36,13
36
36
36,25
Bekula....................
10
134,75
134,5
134,75
134,75
Elektr. Lieferungsgesellschaft...
5
110,75
110,5
110
111,5
Licht und Kraft ........... 67*
132,5
132
132,5
132
Felten & Guilleaume.........
Gesellfch.f.Eicktr. Unternehmung.
4
104
104,25
104
104,25
6
121,5
123,25
122
123
Rheinische Elektrizität ........
6
—
—
129
—
Rhein. Wests. Elektr..........
6
129,25
130,25
129,25
130,5
Schuckert & (£o...............
4
118
118
118.25
118.5
Siemens L Halske............
7
170
170,65
169,75
170,5
Lahmeyer &(£o..............
7
121,5
120,5
121
121
Buderus ...............
4
93,5
103
93,5
102,75
93,5
103
93,75
103
Deutsche Erdöl ..............
4
Harpener...................
0
103
103
103,13
103,25
Hoesch Eisen—Köln-Neuessen ..
8
81,25
81,65
81,25
81,5
Ilse Bergbau ...............
6
160,5
—
158
156,5
Ilse Bergbau Genüsse........
6
126
125,25
126
125,13
Klöcknerwerke ...............
8
80
79,5
79,5
79,13
Mannesmann-Röhren........
0
78,9
79
78,75
78,75
Frankfurt a. M.
Berlin
Schlußkurs
Gchlußk. Abendbörse
Schlußkurs
Scblußk. Mittag-
Votum
3-12.
4.12.
3.12.
4.12.
Marisfelder Bergbau.......
Kokswerke................
Rheinische Braunkohlen ....
Rheinstahl ................
Bereinigte Stahlwerke......
Ltavi Minen .............
.. 6 .. 6 . 13 .. 4 .. 0
117,75
102,25
75,25
18,13
126,5
120
117
213
101,75
75,5
18,4
126,5
190
118
113,75
210
102,5
75,13
18,13
127
120,5
192
117,25
114,5
211,5
101,9
75,4
18,25
127
190
Kaliwerke Aschersleben......
Kaliwerke Westeregeln......
Kaliwerke Salzdetfurth.....
.. 5
.. 5
77a
3- G. Farben-Jndustrie.....
Scheideanstalt.............
Goldschmidt ........
149,5
215
104,5
112
110
149,75
217 105,13 112,5 110,75
149,75
104,5
113,5
110
149,9
105,13
112,5
110,5
Rütgerswerke ............
Metallgeiellschaft...........
-4
Philipp Holzmann........
87
116,5
129
86,5
115,65
129
87,5
86,5
Zementwerk Heidelberg ....
Eementwerk Karlstadt.......
Schultheis Patzenhoser .....
_
101 5
Alu (Allgemeine Kunstseide)
Bemberg......
.. 0
50,5
101,5
114,5
75,75
50,25 102,65
117,25
76,75
51,13 101,25 113,75
76
125
90,5
136,5
50^65
102,75
116,75
77,5
124,75
90.75
136
Zellstoff Waldhof ..........
Zellstoff Aschaffenburg .....
Dessauer Gas ......
.. 5
Daimler Motoren......
91
136,5
90,5
136,5
Deutsche Linoleum.........
Lreusicin & Koppel ........
Westdeutsche Kaufhof.......
Chade........
.. 0 7'/.
- 12 .. 8
25,75
281
169
159,5
25,75
278,5
159,4
25,65
278
159,75
76,5
25,65
Accumulatoren-Fabrik......
Conti-Gummi.............
278,5
168,25
159,4
Gritznec.......
26,4
87,75
200
26,9
201
Mainkraftwerke Höchst a.M . Süddeutscher Zucker .......
.. 4 . 10
87,75
200
M
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL
3.Dezember
4.Dezember
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld | Bries
Geld
Briet
Buenos Sitte.
0,681
0,685
0,681
0,685
Brüssel ....
42,04
42,12
42,05
42,13
Rio de Jan.
0,140
0,142
0,139
0,141
Sofia .....
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
54,73
54,83
54,75
54,85
Danzig.....
16,80
46,90
46,80
46,90
London .....
12,255
12,285
12,26
12,29
Heljingfors..
5,40
5,41
5,40
5,41
Paris .....
16,375
16,415
16,37
16,41
Holland ...
168,33
168,67
168.38
168,72
Italien....
20,13
20,17
20,13
20,17
Japan ......
0,714
9,716
0,713
0,715
Jugoslawien
5,644
5,656
5,644
5,656
Oslo..... :
61,54
61,66
61,57
61,69
Wien......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon ...
11,12
11,14
11,12
11,14
Stockholm...
63,19
63,31
63,22
63,34
Schweiz ...
80,40
80,56
80,39
80,55
Lpanien...
33,97
34,03
33,95
34,01
Prag.......
Budapest ..
10,265
10,285
10,265
10,285
Neuyork ..
2,486
2,490
2,486
2,490
Banknoten.
Berlin,4.Dezember_______
Geld
Brie'
Amerikanische Noten..............
2,438
2,458
Belgische Noten..................
41,91
42,07
Dänische Noten .................
54,56
54,78
Englische Noten .................
12,225
12,265
Französische Noten...............
16,32
16,38
Holländische Noten ...............
167.96
168,64
Italienische Noten................
Norwegische Noten ..............
61,41
61,65
Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling
Rumänische Noten...............
—
—-
Schwedische Noten...............
63,05
63,31
Schweizer Noten.................
80,21
80,53
Spanische Noten.................
33,59
33,73
Ungarische Noten................


