Ausgabe 
5.10.1935
 
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Konsumsreiheit oder Arbeitsbeschaffung?

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reichen cmeincmdergereiht dieMokri*- Zigaretten eines Jahres 1

Modernste Maschinen, Tausende von fleißi­gen Händen und ein unbeirrbarer Wille zur Qualitäts-Leistung alles im Lande-Betrieb vereintvollbrachten diese Leistung.

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hohem Maße in die Lage versetzt worden, seine Selbstversorgung mit wichtigen Nahrungsmitteln zu fördern. Während noch im Monatsdurchschnitt des Jahres 1913 für 234 Millionen Mark an Lebens- Mitteln und Getränken eingeführt werden mußten, nähern wir uns heute bereits der monatlichen 50« Millionengrenze; während im Jahr 1929 an solchen Waren für 3817 Millionen Mark eingeführt werden mußten und während noch bei der Machtübernahme für zweieinhalb Milliarden Lebensmittel über die Grenzen kamen, ist diese Summe bis auf eine Mil­liarde heruntergeschraubt worden: und niemand in Deutschland hat bisher auch nur im geringsten mer­ken können, daß er sich etwa deshalb hätte einschrän­ken müssen.

Im vergangenen Jahr war schon einmal eine Angstpsychose ausgebrochen, als einige Wochen lang scheinbar die Frühkartoffelanfuhr nicht recht klappen wollte. Es fehlten damals in manchen deutschen Gebieten nur einige Waggons dieses begehrten Nahrungsmittels, und es wäre kaum irgendwie eine Knappheit in Erscheinung getreten, wenn nicht selbst­

süchtige Hamsterer hergegangen wären, die handenen Bestände aufzukaufen und minder lungsfähige Volksgenossen zu benachteiligen.

so müsse er fragen:Sind wir denn der Herr­gott. der die Sonne scheinen läßt? Und regie­ren wir auch über den Himmel, der die Ernte macht? kann man uns verdenken, daß wir lieber einmal für 14 Tage ober drei Wochen eine immerhin noch erträgliche Butter­knappheil in kauf nehmen, um die dadurch gesparten Devisen für die Roh - ft off ein fuhr zu verwenden, mit der wir die Arbeitsfchlacht schlagen, als daß Millionen ohne Arbeit und damit auch ohne Brot bleiben? (hier bricht die Menge in stürmische Zustimmung aus.) Dabei solle niemand glauben, daß die Regierung die Schwierigkeiten in der Ernahrungsfrage unter- schätze.Wir wissen, wie schwer es ist, sich mit dieser oder jener Knappheit zeitweilig abjufin- ben. Aber worauf man bringen muh, ist boch, bah bas beutsche Volk in so schwerer Zelt Disziplin hält. Es barf nicht vorkommen, bah gewisse Fette, wie Schmalz, bie an sich in genügenber Wenge vorhanben finb, burch Angstkäufekünstlichverknappt wer­ben. hier erwachse ben Hausfrauen eine befonbere Aufgabe, bie sie täglich erfüllen mühten.

Der Versorgung der Bevölkerung mit Brot, Kar­toffeln, Rind-, Kalb- und Hammelfleisch, Fischen, Milch, Eiern, Zucker und vielen anderen Lebens­mitteln ist in Deutschland absolut sicher- gestellt.

Dagegen ist allerdings eine vorübergehende Schweineknappheit festzustellen. Diese Schweineknappheit hat ihre ganz natürliche Ursache. Im vorigen Jahre haben wir eine schlechte Ernte gehabt. Wir hatten keine Futtermittel und mußten deshalb die Schweine-

Die Frage ist die, ob das Volk bereit ist, in williger Selbstdisziplin seinen Mittagstisch mit sengen Lebensmitteln zu beschicken, die in großen

Dr. Goebbels über die Lebensmittelversorgung.

Eine zeitweise erträgliche Butter- und Gchweineknappheit ist eher in Kauf zu nehmen als Rohstoffmangel und Gefährdung der Arbeitsschlacht.

Ostpreußen huldigt dem Führer.

Starke Eindrücke innerer Geschlossenheit von Ostpreußen«! Führerwoche.

Riesenkundgebung in Halle.

halle, 4. Okt. (DNB.) 150 000 deutsche Volks­genossen waren am Donnerstagnachmittag auf dem halleschen Thingplatzgelände zusammengeströmt, um Reichsminister Dr. Goebbels zu hören. Im Festschmuck prangte der Thingplatz, von dem die Fahnen des Reiches und der HI. grüßten. Stunden schon vor Beginn der Kundgebung waren die Straßen auf den Anfahrtwegen mit Menschen besetzt. Die reichbeflaggte Stadt selbst lag wie ausgestorben, die Geschäfte hatten b e - reite um 13.00 Uhr geschlossen. Bei der Ankunft auf dem Thingplatz wurde Dr. Goebbels mit oieltausend stimmigen Heilrufen begrüßt. Kreisleiter Domgöraen entbot ihm den Willkommensgruß der Gaustaot Halle. Nichts konnte wohl die Beliebtheit und Volkstümlichkeit des Reichsminifters besser zum Ausdruck bringen, als die Rufe von allen Seiten im Sprechchor: W ir gratuliere n!"

Endlich kam der Minister zu Wort. Er spreche in einer Zeit stärk st er internationa­ler Spannungen, während über Abessinien schon die Geschütze donnern und die Fliegerbomben herunterbersten. Die Welt stehe vor schweren Ent­scheidungen, und es sei ein tröstliches Gefühl zu wissen, daß Deutschland wieder eine Weltmacht sei, nachdem es seine Wehr- Hoheit wiedergewonnen habe. Es sei ein Irrtum, zu glauben, daß ein Volk allein dadurch den Frieden erhalten könne, daß es ihn liebe. Der Friede stehe nicht beim Schwachen; er stehe beim Starken und werde nicht mit Lamentationen gesichert.

Der Minister kam im weiteren Verlauf feiner Rebe auf bie Lebensmittelversorgung des beutfchen Volkes zu sprechen. Wenn man der Regierung zum. Vorwurf mache, bah zur Zeit bie Butter etwas knapp geworben fei,

schlechtesten daran. Andere Völker nehmen heute für nationale Ziele sogar Kriege von ganz u n destimmtem Ausgange auf sich. Wollen wir unsere tägliche Lebenshaltung durch diese Völ­ker beschämen lassen? Ich meine, der National­sozialismus ist nicht gekommen, um sich an anderen Völkern ein Beispiel zu nehmen, sondern um der Welt ein Beispiel zu geben!" (Bei diesen Worten bricht unter der Menge ein ungeheurer Ju­bel st u r m aus.)

Der Nationalsozialismus frage ja nicht bie Schulb, bah Deutschlanb zu wenig Roh­stoffe besitze. Weil wir aber nicht genügend Rohstoffe haben, mühten wir diese einführen. Sie werben in Deutschlanb verarbeitet. Wenn wir skattbessen nur Lebensmittel einführen, so werben biese auch verarbeitet, aber nur mit bem Munbe unb Wagen. Das schaffe keine Arbeit, sonbern ko sie Gelb. Als ber Nationalsozialismus an bie Wacht ge­kommen sei, habe Deutschlanb für 2,5 Williar- ben Wark Lebensmittel einführen müssen. Diese Summe sei mittlerweile burch bie agrar­politischen Wahnahmen ber Regierung b i s auf eine Willlarbe herunterge­schraubt unb ber ersparte Betrag f ü r Zwecke ber Arbeitsbeschaffung freigemacht worben. Sei bas nicht auch eine Leistung?

Der Minister kam dann noch auf die Juden­frage zu sprechen. Wenn diese Frage in Nürn­berg einer Lösung zugeführt worden sei, so müsse der Staat verlangen, daß nicht jeder nach Belieben diese Frage seiner eigenen Meinung entsprechend zu lösen versuche. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer, die Bewegung, die Armee und das deutsche Volk schloß der Minister seine fast eineinhalbstündige Rede, die immer und immer wieder vom Beifall der Massen unterbrochen wurde und in stürmischem Jubel ausklang.

sondern daß er gerade hier in dem dem Reich fernen Ostpreußen die Menschen wieder seelisch frei gemacht und einen Druck von ihnen genommen habe, unter dem sie viele Jahre litten.

In Ostpreußen flüsterte sich gerade in diesen Wochen die Reaktion wieder einmal Histör­chen ins Ohr von angeblichen Reibereien zwischen dieser und jener Organisation der Partei. Diese Tage des Führerbesuches waren für die Reaktion ein Schlag ins Gesicht. In wuchtigster Geschlossen­heit, in herrlichster Begeisterung und in tiefster Gläubigkeit haben Partei und Volk ihre Einheit und Einigkeit bekundet und unter Beweis gestellt, stand das Korps der Amts­träger der Bewegung zusammen vor dem Führer, um von ihm die Parole zu empfangen.

Und das junge Geschlecht? Ost preußens Jugend hat große Tage hinter sich, und die Pimpfe, das Jungvolk, die Mädel des BDM. kön­nen stolz fein. Diele Male ließ der Führer bei der Jugend hatten. Diele Male sprach er mit ihnen, bie einmal Erbe des Reiches fein werden, strich er ihnen über die Blondköpfe, ließ sich von ihnen Vorsingen. Und diese Jugend ist schon in einem ganz anderen Geiste, unter einer ganz anderen Le­bensauffassung aufgewachsen, als unsere Genera­tion. Selb st zücht und Selbstbeherr- s ch u n g liegen ihr im Blut. So stand der zehn­jährige Pimpf genau so stramm und exakt im Spalier wie der SS.-Mann gegenüber.

Ostpreußens Führerwoche geht nun zu Ende! Am Freitag fuhr der Führer unter Jubelbrausen ber Königsberger, bie ihrer Stabt bas schönste Gewand angezogen hatten, in die Oper. Bei ihm waren bie Spitzen ber Bewegung in Ostpreußen, Gauleiter unb Oberpräsibent Koch, SA.-Gruppenführer Schöne, SS-Gruppenführer von bem Bach- Zelewski, die Führer ber HI., bes Arbeits- bienftes unb bazu bie Offiziere des Dolksheeres.

beftände lichten. Und das, was wir im vorigen Jahre an Schweinefleisch z u viel gegessen haben, müssen wir bann eben in Gottes Namen in biesem Jahre weniger essen. Im übrigen wirb biese Knappheit schon zusehends überwunden. Wir haben am 1. Juli dieses Jahres nur einen Bestand von 20 Millionen Schweinen gehabt. Bis zum 1. Sep­tember ist dieser Bestand bereits auf 22,5 Millio­nen geftiegen.

können wir denn nicht die Zeit warten, bis diese Schweine gemästet sind, oder hätten wir wirklich Devisen in Uebermaß freimachen sollen zur Einfuhr von Schweinen? Die Arbeits­losen hätten dann warten müssen. Was würden diese dann sagen, wenn wir uns vor ihnen entschuldigen wollten, indem wir erklär­ten: Wir muhten Schweine kaufen, das deutsche

Volk wollte es so. (Brausender Beifall.)

Im übrigen habe der Reichsernährungsminister be­reits eine Reihe besonderer Maßnahmen zur ge­regelten Versorgung der Bevölkerung mit Schweine­fleisch eingeleitet. Auf dem Gebiete der Butter- oerforgung werde schon in allernächster Zeit eine Entspannung eintreten. Es werde alles versucht, um durch handelspolitische Abma­chungen auftretenbe Schwierigkeiten zu überroinben. Die Regierung müsse aber auch Rücksicht auf diese Lage beim deutschen Publikum voraussetzen. Denn wenn jebe Maßnahme ber Regierung einfach burch Unverstand einiger Unbelehrbarer gefährdet werden könne, wohin würde das am Enoe noch führen? Unb dabei ist das deutsche Volk nicht einmal am

Mengen jederzeit greifbar sind, oder ob der einzelne eines Viertel Pfund Butters zuliebe oder wegen eines Schweinekoteletts weniger die Verantwortung auf sich nehmen will, daß wichtige Rohstoffe, die wir zur Aufrechterhaltung unserer Wehrfähigkeit oder zur Aufrechterhaltung günstiger Beschäftigungs- Verhältnisse in ber Jnbustrie bringenb gebrauchen, nicht gekauft werben können. Konsumfreiheit ober Arbeitsbeschaffung bas ist hier die Frage! Konsumfreiheit: das heißt unbeküm­mertes Schwelgen eines Teiles der Bevölkerung zu Lasten des Ernährungsstandards des anderen. Arbeitbeschaffung: das heißt sparsame Haushalts­führung und wohlüberlegter Einkauf jeder einzelnen Hausfrau zugunsten der Arbeiter und der Arbeits­losen, die darauf warten, in den Produktionsprozeß eingestellt zu werden. Die Antwort kann nicht schwer fallen. Wir alle wissen, daß unsere Ernäy- rungswirtschaft in den besten Händen liegt und daß, wenn einmal vorübergehend Knappheit eintritt, nationalpolitische Gedankengänge im Vordergrund stehen, bie jeben von uns zur Disziplin verpflichten.

Königsberg, 4. Okt. (DNB.) Freitag früh fuhr der Führer burch bas Ermlanb nach Königsberg. Zunächst besichttgte ber Führer bei Elbing bie Sieb 1 ung Vogelsang, wo eine Reihe von alten Kämpfern der NSDAP, ange­siedelt worden ist. Dann ging es über Frauenburg, Braunsberg unb Heiligenbeil nach Königsberg. Im vorwiegend katholischen Ermland boten sich Bil - ber von einer Begeisterung, bie kaum n och z u übertreffen sind. Durch bie ganzen Orte hindurch war der Fahrdamm in einen einzigen grünen Teppich aus Tannengrün und bunten Herbstblumen verwandelt. Einem Triumph zug, wie man ihn hier noch nicht erlebt hat, gleicht die Fahrt durch diese Dörfer und Städte. Die kleinen Siedlungshäuser verschwinden oft hinter der Fülle ber Fahnen, die schönster Beweis dafür finb, baß ber Nationalsozialismus gerabe auch das katholische Ermland sich restlos er­obert und zu einer Burg seiner Weltanschauung gemacht hat. Nichts konnte das besser dokumen­tieren, als die Liebe, mit ber gerabe bie katholische Bevölkerung hier ben Führer empfing. In Königsberg besichtigte der Führer zunächst das S A. - E h r e n m a l am Bahnhof und dann sämtliche Räume der Staatlichen B ern­st e i n m a n u f a t t u r , in der er sich auch die einzelnen Arbeitsvorgänge zeigen ließ. Dann be­gab sich der Führer zu der Ottokarstraße, in der Gauleiter Koch seine Wohnung hat. Dort wurde dem Führer im Kreise der engsten Mitarbeiter vom Oberbürgermeister ber Stadt Königsberg Pg. Dr. Will Der Ehrenbürgerbrief der ost preußischen Provinzialhauptstadt überreicht. Der Führer nahm die Urkunde mit herz­lichen Worten des Dankes für diese Ehrung ent­gegen.

Am Freitagnachmittag sammelte sich in der Stadt­halle das gesamte ostpreußische Führer- k o r p s der Partei, zu dem der Führer nach einer Begrüßung durch Gauleiter Koch in eindrucksvoller Weise sprach. Auf der Rückfahrt war ganz Königs­berg illuminiert. Die ganze alte schöne Stadt am Pregel glich einem Lichtermeer, ein romantischer Eindruck in dieser wundersamen Dämmerstunde.

Den Führer auf seinen Fahrten mit bem Volke zu sehen, ist immer ein beglürfenbes Erlebnis. Be- sonbers glückhaft aber erschien uns biefes Eins- werben von Führer unb Volk in Ost­preußen. Ganz befonbere einbrucksvoll war biese fast religiös zu nennende Inbrunst unb Gläubigkeit, mit ber bie Menschen am Füh­rer hingen, wenn er vorbeifuhr ober unter ihnen ftanb. Glaube an ben Führer unb Glaube an Deutschlanb sprach aus biefen Gesich­tern. Gauleiter Koch faßte bas in Worte, wenn er sagte, baß ber Führer nicht nur Deutschland,

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig.

Behr Einkaussdifziplin.

Im gleichen Augenblick, in bem in Italien Tril­lionen von Schwarzhemden, Millionen von Bür- ?;ern, Bauern unb Arbeitern mit frenetischem Bei- all den Ausbruch des Krieges in Abessinien be­grüßten und sich damit bereiterklärten, freiwillig für die Größe ihres Vaterlandes und für die Erkämpfung neuen Lebensraumes ihr Leben in die Schanze zu schlagen, gab es in einigen Teilen des Reiches vor den Lebensmittelgeschäften unb vor den Fleischereien kleine Prozessionen maulender Hausfrauen, daß sie anstelle eines Pfundes Butter nur breioiertel Pfund bekommen konnten und nur Rind-, Kalb-, Hammel- und sonstiges Fleisch, nicht aber Schweinebraten unb Eisbein in beliebiger Menge zu erhalten vermochten.

Man muß diese beiden Beispiele miteinander vergleichen, um sich ein unvoreingenommenes Urteil über die Trostlosigkeit der Auffassung über Pflicht­gefühl unb Opferbereitschaft mancher, wenn auch immer kleiner roerbenben Kreise zu machen. Sollte man es für möglich halten, daß angesichts der überwältigenden Fortschritte, die das Reich seit zweieinhalb Jahren hinter sich gebracht hat, der B l ick für das Wesentliche in manchen Hirnen noch so wenig entwickelt wurde, daß es überhaupt zu Klagen über die vorübergehende Knappheit auf zwei kleinen Teilgebieten bes Lebens­mittelmarktes kommen muhte.

Reichsminister Dr. Goebbels hat soeben in Halle mit Emst die Gründe bargelegt, bie zu einer Verknappung auf dem Buttermarkt und auf dem Schweinemarkt geführt haben. Er wies darauf hin, daß es nicht zu verantworten wäre, wenn die kost­baren Devisen für bie Einfuhr entbehr­licher Leb ensmittel eingesetzt würden, wäh­rend auf der anderen Seite industriell wichtige Rohstoffe auf alle Fälle herbeigeschast werden müßten, um den Standard der Arbeitsschlacht zu stützen, die Industrie in Gang zu> halten und die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Er geißelte die ge­ringe Einkaussdifziplin mancher Hausfrauen, die die Stunde gekommen glauben, auf Kosten anderer Volksgenossen Lebensrnittel zu hamstern unb bie vorübergehend knapp gewordenen Vorräte an ein­zelnen landwirtschaftlichen Produkten durch unbe­gründete Angstkäufe zu vermindern.

Seit wir eine landwirtschaftliche Marktregu- lierung haben und seit die Erzeugungs­schlacht des Nährstandes immer größere (Erfolge gezeitigt hat, ist Deutschland bereits in