Ausgabe 
5.10.1935
 
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Samstog/Sonntag, 5./6. Oktober 1955

Nr. 2ZZ Erstes Blatt

185. Jahrgang

Gietzener Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

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Frankfurt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatzyuch- und Steinbruderci R. Lange in Giehen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel 8

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3m deutschen Sauern grüßen wir unser Volk.

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einer Zeit, da die Welt erfüllt ist von Un-

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(Aufnahme: Neuner. Gießener Anzeiger)

liebliche Süßigkeit erster Zeugung behalten und im Lichte der mythischen Zeit bleiben. Und solange werden wir auch Kultur haben.

Und bas soll es sein. Denn wir können ohne den Bauer nicht leben. Mag man ihm zuweilen, wie den Landsknechten, Starrsinn, Rechthaberei, Händelsucht, Prahlsucht, Spielsucht und noch andere Süchte vor­werfen: auf dem Lande allein wird noch ursprüng­lich gelebt. Stolz und Reinheit der Rasse, Kühn­heit, List, ja Verschlagenheit, elementarer Bauern­zorn, aber auch Frömmigkeit, Treue, Lebensfrische sind nur auf dem Lande zu finden, auch wenn der Städter hinausgeht, dann bräunt er im Sommer nicht nur die Haut, sondern er lädt sich mit jenen geheimnisvollen Feuerkräften, die nur noch schwach durch den Stein der Städte dringen.

Zn diesem Verse wird der Bauer geradezu zum Sinnbild ewiger Dauer, an dessen Unsterblichkeit der gedichtete Liedruhm des Kriegers gemessen wird. In der Tat sind die in diesem heiligen Verse be­rührten Gestalten des Sängers, des Kriegers und des Bauern Urgestalten des Volkes, keine ist von der anderen zu trennen, alle drei sind Bürgen der Ewigkeit eines Volkes und werden nur zugleich sterben. Auch des Bauern Gefahr ist nicht die Tech­nik im Kleinen, deren er noch Herr fein kann, son­dern die völlige Dürchmechanisierung des Lebens mit den großen Maschinen. Solange er ihrer Ver­führung nicht unterliegt, die ihm um den Preis eines Schattenlebens die Stille, Kraft, Zähigkeit

eigenen Mitteln zu ernähren.

Der Bauer.

Von Josef Magnus Wehner.

Der Bauer, richtig gesehen, ist etwas gar Ehr­würdiges. In allen Sagen ist er der erstgeborene Sohn der Erde, und als Adam und Eva sündigten und da­mit Menschen wurden, bauten sie das Land. Freilich

Darin erst vollendete sich die Befreiung. Das hat Adolf Hitler geleistet, und dafür soll ihm am 6. Oktober der Dank des Bauern st andcs und des ganzen deutschen Volke» erneut dargebracht werden.

Erbhofrecht und Marktordnung haben das deutsche Bauerntum wieder auf die gesunde Grundlage gestellt, von der aus es die Aufgabe erfüllen kann, die es zum Urstand im harmonisch ausgeglichenen, ebenso sozialen wie nationalen

Fest des Friedens und der Freiheit

von Or. Wilhelm Frick, Reichs- und preußischem Minister des Innern.

Deutscher Erntedank.

von Or. paul Harms

Das Wesen des Staates hat zwei Seiten: die nationale und die soziale. Vollkommen und umfassend durchgebildet,total", ist das Staats­wesen, wenn beide Seiten harmonisch aufeinander eingestellt sind.

Der Rational-Staat ist die Lebensform eines Staatsvolkes, einer Ration, das ist eines Volkes, dem der Drang innewohnt, feine Kultur zu voll­enden, indem es feine Eigenart in geschlossener Form, eben in seinem Staate, darstellt. Rach außen, anderen Völkern gegenüber, tritt der Rational- Staat auf a l s E i n h e i t, als Staatspersönlich­keit, als eine Macht, die beseelt ist

geschaffene Welt wie ein Kunstwerk, und jede Arbeit geschieht unter dem großen Himmel, der mit Sonne, Mond und Sternen auch eine Welt über­spannt. Zn der Einheit und Ganzheit, wie die Gelehrten sagen, spielen Arbeit und Leben des Bauern-, unmittelbar, gehorsam und treu erfüllt der Bauer den Sinn der Erde: die Fruchtbarkeit und Glanz und Duft steigen aus seinem Feld zu den Sternen. So freut sich auch der Bauer am Reichtum, wie er sich auch an Wachstum und Fruchtbarkeit freut, er haßt nur den Reichtum ohne Land, den toten Reich­tum, der dem abgeleiteten Leben dient.

Aber meist ist er nicht reich. Die großen Bauern des fetten Marschlandes ober die silbertalerklingen­den Holz- und Weinbauern Südtirols sind kleiner geworden, ebenso die schweren Kornbauern Nieder­bayerns, die den großen Bauerngrafen im preußi­schen Osten glichen, sind selten geworden. Der Bauer arbeitet heute schwer-, im Kampf mit dem Meere der Bauer der Geest ober bie winzigen Bauern ber Hallig, beren Lanb wie auf einem Teller mitten im Wasser liegt, ber alte beftanbige Bauer Riebersachsens unb Westfalens, ber noch tn schwerer Versonnenheit bas zweite Gesicht hat, unb ber Märtyrer unter ben deutschen Bauern der arme Häusler der bayrischen Ostmark; der Alm­bauer, der bie spärliche Ernte bie steilen Berge hinauf, ben Mist die abschüssigen Halben hmab tn ber Kiepe trägt, ber Rhönbauer am Ranbe ber kargen, weitschwingenben Moore unb bie siebter allüberall in ben flachen Wilbnissen ber Ostgrenze.

Aber er arbeitet nun im neuen Staate für bas ewige Erbe. Er ist bie erhaltenbe unb tragenbe Kraft, inbem er bie Gesetze wahrt unb erfüllt, auf benen ber Bau bes Lanbes ruht unb auch in Kin­dern fruchtbar ist. Aus diesen einfachen Gesetzen heraus hat er zuerst bie Sitte geschaffen, bie starker ist als ber Tob. Ost genug starb er eher als sie zu verletzen, unb bie nachfolgenden Geschlechter erfüllen sie noch fromm unb treu, wenn sie auch längst den Sinn nicht mehr verstehen. Die Sitte ist ein reicher, strenger unb farbiger Baum geworben, in besten uraltem Schatten ber Bauer auch bas Reue ersinnt. Aus jenem Lebensgesetz wuchsen ihm auch bie tausenbsältigen Früchte bes Brauchtums. Zu ihm zuerst, ber in ber sommerlichen Gottesfrühe ober im Herbststurm auf dem Felbe ganz allein ist mit ben oorüberroaUenben, geftalttragenben Mäch­ten, kamen bie Märchen, Sagen, Lieber, Spiele, Sprüche, Schnitzwerke, Malereien, Trachten bes un­geheuren Volkstums, in besten Schoße alle kom- menben Künste vorgebilbet finb. Taufenbfach unb getreu hat er unsere Weistümer überliefert unb wir wären auch in biefer Beziehung arm ohne ihn.

So gleicht er in einer tiefen Weife bem Dichter, ber auch Heger unb Hüter bes unwillkürlichen Wachstums ist, unb es bleibt noch auszuforschen, ob benn bie Dichtkraft überhaupt noch gebeihen kann ohne bie Lanbkraft, wie benn auch ber Krie­ger sicherlich untergehen wird, wenn die Elementar- kraft des Bauern in lauter Technik erstickt fern wird So tief nämlich ist ber berühmte Vers des altdänischen Bjarkiliedes aus dem 10. Jahrhundert aufzufassen: . , , , ,

'.Solange Leute / bas Land bebauen / lieber» dauert den Tod / Der Taten Ruhm.

wollen auch ber Jäger unb ber Krieger bie Ersten fein, aber wer hat ihnen zu essen gegeben in jener Dämmerung vor aller Zeit, als Gott bie Arten schuf.

Der Bauer steht in Gottes Hanb, ja, er führt bie Arbeit weiter, bie ber große Schöpfer begonnen hat. Wenn er jät unb erntet, gießt unb brennt, robet unb schneibet, ist er ber Heger unb Hüter, ber Erbauer unb Bilbner ber Erbkräfte. Er muß ein Ohr haben, fein wie ein Musikant, für bie unwill­

kürlichen Mächte bes Wachstums in Halm unb Baum, in Tier unb Mensch. Er muß vieles wissen unb bazu noch weise sein, manchmal auch klug.

Er muß auf bie himmlischen Zeiten achten; manchmal nützt ihm ber Kalen­der gar wenig, unb bas Mißtrauen gegen bie gelehrten Leute, bie immer nur ein Stückchen ber Welt kennen, ftanb jahrhunbertelang auf feiner Stirn geschrieben. Er hat inbessen manches von ihnen gelernt. Denn ein Bauer muß auf feinen Vorteil sehen, sonst wächst er nicht; aber er wirb nie tun wie bie Bolschewiken in Ruh- lanb, bie Tier, Mensch unb Erbe aus ihrem uralten Zusammenleben heraus­reißen unb jebes für sich züchten wol­len, zu Tausenben unb aber Tausenden. Der Bauer weiß, baß eine gute Wiese in hunbert Jahren aus taufenb Gräsern zusammengewachsen ist, wie sie bas Vieh braucht, unb baß bie meisten Gräser sterben, wenn man sie allein steckt, weil sie ohne bie anbern nicht leben wollen.

So ist jeher Bauernhof öine kleine

ruhe, Erschütterungen und Kriegsoorbereitungen, feiert bas beutsche Volk sein schönstes Friedensfest.

Wenn alle Kornfelder leer stehen unb nur noch bie Hackfrüchte ber Ernte harren, wenn bie golb- gelben Ackerfelder vorn Pflug ber Bauern umge­brochen werben, um zur Winterruhe ober zu neuer Saat gelüftet zu sein, bauten wir alle ber gött­lichen Fruchtbarkeit unserer Urmutter Erbe, bie unsere Heimat unb bie Quelle alles menschlichen Lebens ist. Das Erntebankfest ist im nationalsoziali­stischen Deutschlanb kein Fest bes Landvolkes allein. Alle Deutschen feiern diesen Tag und geben so ihrer Verbundenheit mit der Heimatscholle Aus­druck. Das ist heute kein leeres Lippenbekenntnis, sondern ein wahrhaftes Erlebnis! Wir empfinden an diesem Tage, daß wir alle letzten Endes auf die Ernte aus deutscher Erde unb beut- schem Bauernfleih angewiesen sind, und daß wir alle, wo immer wir mit unserer Kraft bem beut- schen Volke bienen, von ber Ernte bes Landes leben, bas unser aller Vaterland ist.

Wie anders war es noch vor wenigen Jahren!

nicht mehr das Ausbeutungsobjekt volks- und land­fremder Getreide- und Börsenspekulanten und er­hält für seine ehrliche Arbeit wieder ehrlichen, festen Lohn. Der nationalsozialistische Staat sichert ihm wieder sein Auskommen unb gibt ihm feinen Ehrenplatz innerhalb ber Ration, wie er jeder ehrlichen Arbeit ihren Rang unb Lohn sichern will. Der beutsche Bauer bars roieber voll Freube unb Stolz bas Erntedankfest feiern und das ganze deutsche Volk mit ihm.

Am Erntebanktag 1935 gebenden wir aber auch bes Ertragesber Arbeit besFührers, ber Ernte ber Ration, unb fürwahr, wir bürfen uns auch ihrer freuen. Zum ersten Male feiert bas be freite Saarlanb gemeinsam mit bem Mutterlanb dieses schöne Fest. Rach 15 Jahren ber Frembherrschaft ist es roieber mit bem Daterlanb vereint. Trotz aller Sorgen unb Schwierigkeiten ein freies Lanb. Gemeinsam mit allen anbern beutschen Volksgenossen hat es ben Tag miterlebt, an bem uns ber Führer im März biefes Jahres b i e Wehrfreiheit unb bamit bie Gleichbe­rechtigung mit allen anderen Völkern gab. Die Erwerbslosigkeit ist erneut gesenkt worden unb ber Zeitpunkt ist nahe, ba alle Deutschen wieder in Arbeit stehen unb aus ihrer Hänbe unb ihres Geistes Fleiß ihr Brot oerbienen. Ein Versprechen nach bem anderen löst ber Führer ein unb gibt bamit bem Reich Vertrauen, Geschlossen­heit unb Kraft. Als er bie Macht übernahm, forderte er vier Jahre Zeit bis zur ersten großen Etappe der Befreiung aus Zerrissenheit und Ohn­macht, aus Rot unb Arbeitslosigkeit. Zweieinhalb Jahre finb ins Land gezogen, und ein neues Deutsch­land, ein Staat ber Wehrfreiheit, ber Ehre, Orb- nung unb Kraft ist aufaerichtet.

So dürfen wir in diesen Tagen nicht nur den Erntedanktag bes beutschen Bauern feiern, sondern können uns auch bernationalen unb poli­tischen Ernte bes Reiches erfreuen.

Am Bückeberg, bem Wahrzeichen alten deutschen Bauerntums, roirb der Führer inmitten feiner Bauern das Erntedankfest begehen. In zehntaufen- den deutschen Dörfern und tausenden Städten wird an diesem Tage die ganze Ration der Vorsehung dafür danken, daß es dieses Fest ber Freude in Freiheit und Frieden begehen darf.

von einem Willen. Denn Macht braucht der Nationalstaat, um fein Lebensrecht im Kampf der Völker ums Dasein zu verteidigen und durch­zusetzen. Wird aber die Macht, die ein Volksstaat zu entwickeln imstande ist, nicht einheitlich eingesetzt, verzehrt sie sich in der Zersplitterung innerer Gegensätze, so ist es gerade so, als fei sie gar nicht vorhanden. Aus Macht wird Ohnmacht.

Diese Gefahr liegt überall da nahe, wo ein Nationalstaat die andere Seite feines Wesens, die soziale, ver­nachlässigt. Auch ein Staatsvolk, eine Nation, ist keine gleichförmige Masse. Ein Volk besteht aus ungleichen Schichten von besonderer Art und eigenem Daseinszweck. Jede dieser Schichten ist auf Gedeih und Verderb mit dem Staatsganzen verbunden, jede erfüllt im gesunden Staat eine be­stimmte Aufgabe, die bi^> Gesamtheit von ihr fordern muß; jede braucht

aber auch, um diese ihre Aufgabe zu erfüllen, das Bewußtsein, von der Ge­samtheit als Träger eben dieser lebens­wichtigen Aufgabe anerkannt und ge­würdigt zu werden. Fehlt es irgendwo am gerechten Ausgleich zwischen den Schichten, mangelt es der Führerschicht zumal der Einsicht, daß dieser soziale Ausgleich für den Staat lebensnot­wendig ist, dann entartet der Staat zum Klassenstaat; ein mehr ober min- ber großer Teil ber Macht, bie er haben könnte, schwinbet bahin im KaMps ber Schichten gegeneinanber, im Klassenkampf, unb die Einheit des Staatswillens, diese unentbehrliche Vor­aussetzung der Selbstbehauptung, bleibt dauernd gefährdet.

Der Staat ber Vorkriegszeit war auf bem Wege zum reinen Inbustrie- unb Hanbeis­st a a t, auf dem Wege also zu einem Staat, der sich nur dadurch erhalten kann, daß er für andere arbeitet, der sich vom Ertrag feiner Arbeit von anderen kauft, was er zu feiner Erhaltung braucht. In solch einem Staate muß notgedrungen ber Stand verkümmern, der ursprünglich dazu bestimmt war, die Erhaltung der Volksgemeinschaft aus eige­ner Kraft und aus eigenen Mitteln sicherzustellen. Das ist der Sauern ft an b. Auf­gabe bes Bauernstanbes ist es, bem Mutterboben, womit ber Staat unlösbar oerbunben ist, bas ab­zugewinnen, was zur, Erhaltung bes Staatsvolkes unbebingt nötig ist. Erfüllt ber Bauernstanb biefe seine Aufgabe, so hat er für bie Selbstbehauptung bes Staates bie unerläßliche Voraussetzung geschaf­fen. Denn ber Staat, ber sich nicht, wenn es fein muß, aus eigenen Mitteln erhalten kann, ist und bleibt abhängig vom guten Willen berer, bie über biefe Mittel verfügen. Er ist nicht so frei, wie er fein muß, um bem Staatsvolk bas Leben nach eigenem Gesetz zuverlässig verbürgen zu können.

Es war also nicht nur eine soziale, es war auch zugleich eine nationale T a t allerersten Ranges, als im Staat Abolf Hitlers ber Bauern­stanb seinen ursprünglichen Aufgaben und der da­mit verbundenen Pflicht vorbehaltlos zurück- gegeben wurde. Eine große Fabrik aus Deutsch­land zu machen, eine Trivutkolonie, eine Industrie- Plantage, in der für den Siegerkapitalismus ge­schwitzt und geschuftet wurde, das war das Ziel des Versailler Systems gewesen. Die Lebenskraft des Tributvolkes nach feinen Bedürfnissen zu regeln, hatte der Siegerkapitalismus dabei durchaus in ber Hanb, benn er war es ja, ber bas beutsche Sklaven­volk mit Lebensmitteln zu beliefern hatte wenn es überhaupt am Leben bleiben sollte! Wer bem beutschen Volke bie Sklavenketten zerbrach, der konnte das Werk der Befreiung auf die Dauer nur sichern, wenn er ihm die Möglichkeit schuf, f i ch

Das demokratisch-liberalistische System zwang die ganze Nation in zersetzende Klassenkämpfe. Arbeiter standen gegen Unternehmer, Städter gegen Bauern, Handwerker gegen Beamte, Klassendünkel gegen Klassenhaß. In jener Zeit gab es auch in Deutschland Bauernunruhen unb Streiks

Aber ist es nicht auch heute noch in vielen ßänbern ähnlich wie bamals bei uns, hören wir nicht täglich von Bauernunruhen in Litauen? Gärt es nicht in ben Reihen ber französischen Bauern? Stehen bie amerikanischen Farmer nicht seit Jahren in einem ber schwersten Kämpfe um ihre Existenz unb geht nicht in Svwjetrußlanb, bem Lanb, bas einst bie Kornkammer Europas war, ein Millionen­sterben burch bie Reihen ber russischen Bauern ohne baß bie Regierung auch nur bas geringste zur Hilfeleistung täte?

Das Deutsche Reich erfreut sich inbessen der Ruhe, bes Friedens und der Ordnung. Gewiß, auch wir kämpfen noch hart, denn der deutsche Boden ist eng begrenzt und seine Fruchtbarkeit gering. Aber der deutsche Bauer hat durch bie Agrargesetz­gebung ber Regierung Aböls Hitlers roieber feften Boden unter ben Füßen. Er ist

r unb Große seiner Erscheinung abkaufen mochten, roirb er bie schwere Härte ersten Schöpfertums, bie