Ausgabe 
5.8.1935
 
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Der Schluß der16. Rhön".

513 Starts.-40 000 Klugkilometer.

Die diesjährige16. Rhön" erreichte am Sams« tag bereits hinsichtlich der Ausschreibungspreise ihr Ende. Die Sportleituiig schrieb einen Tagespreis von 400 RM. für diejenigen vier Flugzeuge aus, die als erste von der Wasserkuppe im ununterbrochenen Flug Laucha erreichen und auf dem dortigen Flug­platz der Reichssegelfliegerschule landen. Diese etwa 143 Kilometer lange Flugstrecke, die eine 50-v. $).« Steigerung der gestrigen Kasseler Leistung darstellt, konnte allerdings bei der herrschenden Südwestwind- Wetterlage von keinem Piloten geflogen werden.

Trotzdem unternahmen einige Piloten Ueberland- flüge, die bis in die Gegend von Fulda, Gießen, Frankfurt a. M., Darmstadt etwa 60 bis 100 Kilometer führten. Den Vogel schoß zweifellos der Pilot Kennel der Luftsportlandesgruppe Hannover ab, der seinen Rhönadler sicher südlich Stuttgart in etwa 213 Kilometer Entfernung von der Wasserkuppe zur Erde brachte.

Den Oechsenberg umkreisten weiter der Stuttgar­ter Kraft, der Nürnberger Wagner und der Darmstädter Späte. Außerdem wurden noch einige beachtliche Höhenflüge unternommen.

Mit den am Samstag ausgeführten 57 Starts erreichte die Gesamtzahl aller Wettbe­werbsflüge über 50 0. Insgesamt bewältig­ten unsere Segelflieger 40 000 Kilometer, was dem Umfang der Erde entspricht.

In der Wertung der Fern f lüge liegt Peter Riedel mit 1300 Kilometer Länge an der Spitze vor Rudolf Oeltfchner mit 1200 Kilometer und Ludwig Hoffmann mit 1100 Kilometer.

Das Ergebnis des Wettbewerbs.

Das schöne Sommerwetter hatte am Sonntag wieder zahlreiche Besucher auf die Wasserkuppe ge­lockt. Die Sportleitung schrieb an Tagesprämien einen Dauer-, einen Höhen- und einen Zielflugpreis von je 300 Mark für diejenigen drei Flugzeuge aus, welche die längste Flugdauer und die größte Flug­höhe erzielten. Der Zielflugpreis forderte eine Landung auf dem Exerzierplatz in Fulda, unter gleichzeitiger Wertung der größten Flugdauer.

Die Wetterlage war keineswegs günstig. Die Be­dingungen wurden auch noch dadurch erschwert, daß die Flieger sofort nach dem Start den Hang ver­lassen mußten. Der Stuttgarter F r o h w e i 'n und der Berliner Bergens landeten auf dem Exer­zierplatz. während vier weitere Piloten, die Stutt­garter Büchner und Hakenjos, der Nürnberger Wag­ner und der Berliner von Miakich das Ziel nicht ganz erreichten.

Reichsluftsportführer Oberst L o e r z e r , der unter den Segelfliegern weilte, meldete dem Reichsmini­

ster der Luftfahrt, General der Flieger Goring, telegraphisch die Beendigung des 16. Rhön-Segel- flugwettbewerbs. Der Sinn der16. Rhön", so führte Oberst Loerzer aus, war das kameradschaft­liche Zusammenwirken in einer Arbeitsgemeinschaft von Piloten, Handwerkern, Startmannfchaften und Kraftfahrern. Dieser Arbeitsgemeinschaft war ein voller Erfolg befchieden.

59 eingesetzte Segelflugzeuge führten insgesamt 513 Starts aus und legten eine Strecke von insgesamt 40 000 Flugkilometern zurück. Die größte höhe, die erreicht wurde, betrug 3600 Meter.

Aber auch dis Kraftfahrer vollbrachten eine sehr beachtliche Leistung, indem sie beim Rücktrans­port der Maschinen irn Tag- und Nachtdienst ins­gesamt 110 000 Kilometer zurücklegten.

General der Flieger Göring beglückwünschte Oberst Loerzer und die deutschen Rhönsegelflieger telegraphisch zu den großen Erfolgen.

Das Preisgericht trat erstmalig am Sonn­tag gegen Abend zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis schnitten unter Berücksichtigung der rein fliegerischen Leistungen die Luftsportlandesgruppen

Dresden, Stuttgart, Essen, Darmstadt und Hannover am besten ab.

Da die kameradschaftlichen und handwerklichen Lei­stungen noch nicht berücksichtigt wurden, ist noch mit Verschiebungen zu rechnen.

Die Preisverteilung findet am Montagmittag statt.

Nie Deutschen Meisterschaften im Kechten.

Ehrengabe der Stabt Offenbach a. HL

Anläßlich der vom 4. bis 9. August in Frankfurt am Main stattfindenden Deutschen Meisterschaften im Fechten hat Oberbürgermeister und Kreisleiter Dr. Schranz- Offenbach a. M. dem Fachamts­leiter für Fechten, Erwin C a s m i r, drei Wander­preise als Ehrengabe der Stadt Offenbach für die Sieger der Florett-, Degen- und Säbel-Mann- fchaftskümpfe überreicht.

Die in den Werkstätten der bekannten Offenbacher Kunstgewerbefchule geschaffenen, außerordentlich ge­schmackvollen Ehrengaben, bestehen in drei silbernen, emailleverzierten Bechern, die jeweils in einem tabernakelartigen, Offenbach als Stadt des Leders und der Lederware repräsentierenden, künstlerisch wertvollen Ledergehäuse, dessen Türen die silbernen Siegertafeln aufnehmen, untergebracht sind.

irtschast.

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4*

* Warenversand in Postsendungen nach dem Gebiet der Belgisch-Luxem­burgischen Wirtschaftsunion. Infolge des am 1. August in Wirksamkeit tretenden neuen Zahlungsabkommens zwischen Deutschland und der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion müssen alle aus Deutschland nach Belgien, Luxemburg, Belgisch-Kongo und in die belgischen Mandats­gebiete eingeführten Waren bei der Zollabfertigung versehen fein: a) mit dem Doppel des Abschnitts A der Exportvalutaerklärung, die der deutsche Aus- führer auf Grund der deutschen Devisenbestimmun­gen bei seiner zuständigen Reichsbankanstalt abzu­geben hat; b) mit einem Rechnungsdoppel, das An­gaben über die Fälligkeit und die Versicherung ent­halten muß, daß die Ware in Deutschland erzeugt oder dort einer Umwandlung oder erheblichen Be­arbeitung unterzogen worden ist. Den Aos^ndern deutscher Waren wird empfohlen, den Empfängern ein Doppel des Abschnitts A der Expörtvaluta- erklärung mit den schon bisher erforderlichen beiden Rechnungsabschriften, die fortan die vorerwähnten neuen Angaben enthalten müssen, rechtzeitig zu übersenden.

Hhein-Mainische Börse.

Fester.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Die Börse lag zum Wochenschluß verhältnismäßig fest, die Kursver­änderungen erreichten aber, von wenigen Ausnah­men abgesehen, kein größeres Ausmaß. Der Ordre­eingang blieb im ganzen klein, anderseits lagen aber Abgaben kaum vor. Die Tatsache, daß die gün­stige Steuerentwicklung auch im Juni angehalten hat, machte auf die Kursentwicklung zwar keinen Einfluß, wurde aber stark beachtet.

Arn Aktienmarkt traten einzelne Montan­aktien stärker hervor. So waren Stahlverein gesucht

und auf 89 bis 89,40 (88,25) erhöht, wobei Divi- dendehoffnungen für das am 30. September abge­laufene Geschäftsjahr mitfprachen, und zwar er­örterte man 4 o. H. Mannesmann zogen auf 92,90 bis 93 (92,25), Buderus auf 107,50 (107,13) und Hoefch auf 105,50 (105,25) an. Elektroaktien no­tierten überwiegend 0,25 bis 0,50 höher, Siemens gewannen 0,75 v. H. Etwas lebhafter waren JG.° Farben mit 157,75 bis 158 (157,65), ferner erhielt sich für Autoaktien etwas Interesse. Daimler 98 (97,75), Kleyer im Freiverkehr unv. 105,25. Conti Gummi waren bei Mindestumsatz um 2,50 auf 159 erhöht. Von sonstigen Papieren lagen Reichsbank 0,65, Nordd. Lloyd 0,25, AKU. 0,25, Iunghans 0,25 vom Hundert fester. Etwas schwächer eröffneten Kali Westerregeln mit 131,25 (132,50), Moenus Ma­schinen mit 88,13 (88,50), Deutscher Eifenhandel mit 102,75 (103) und Hapag mit 17,50 (17,65).

Am Rentenmarkt war das Geschäft bei freundlicher Tendenz klein. Zinsvergütungsfcheine zogen auf 90,70 (90,60) an, im übrigen lagen die Kurse unverändert. Zertif. Gulden-Obligationen waren etwas höher gefragt. Fremde Werte lagen still.

Im Verlauf riar die Haltung weiter fest, das Ge­schäft blieb aber sehr klein. Auch die anfangs leb­hafter gehandelten Papiere lagen bei voll behaupte­ten Kursen still. Etwas höher notierten noch AKU., Daimler, Reichsbank und Deutsche Eisenhandel bei Besserungen bis 0,40 v. H., Nordd. Lloyd gaben 0,25 v.H. nach. Fest lagen BMW. mit 128,25 (126,50), Hanfwerke Füssen mit 91,50 (89,50), Lah- meyer mit 136,40 bis 136,50 (135). Gement Heidel- berg, Deutsche Linoleum und Rheag gewannen je 1 v. H. Etwas schwächer lagen Chade AC mit 289 bis 288 (289,25). Am Kassamarkt kamen Lud­wigshafener Aktienbrauerei nach längerer Pause mit 106 (100) zur Notiz.

Am variablen Rentenmarkt traten keine Verände­rungen ein. Kassarenten lagen ebenfalls still und wenig verändert, so der Pfandbriefmarkt und die Mehrzahl der Stadtanleihen. Industrie-Obligationen notierten nicht ganz einheitlich. Von fremden Wer­ten bröckelten Mexikaner leicht ab.

Tagesgeld unverändert 3 o. H.

Frankfurter Schlachtviehmarkk.

Frankfurt a. M., 5. August. (Vvrbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 760 Rinder (128 Ochsen, 51 Bullen, 384 Kühe, 197 Fär­sen), 343 Kälber, 33 Schafe, 3682 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 39 bis 42 Mark, Bullen 38 bis 42, Kühe 22 bis 42, Färsen 35. bis 42, Kälber 38 bis 66, Hämmel 37 bis 39, Schweine 48 bis 54 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine sehr lebhaft, Kälber und Hämmel mittelmäßig.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit her Schriftleitung.)

Eia alter Abonnent! Die Eltern sind grnndsätz- lich verpflichtet, ihren Kindern auch über das 25. Lebensjahr hinaus Unterhalt zu gewähren. Sie können jedoch den Unterhalt verweigern, wenn die Tochter imstande ist, sich selbst zu ernähren. Don der Tochter muh verlangt werden, daß sie ihre Arbeitskraft zur Gewinnung des Unterhalts ver­wertet und auch ihren Kräften entsprechend im Haushalt hilft, vorausgesetzt, daß die Arbeit ihren Verhältnissen angemessen ist. Die Unterhaltspflicht der Eltern fällt auch dann weg, wenn sie bei Be- rücksichtigung ihrer sonstigen Verpflichtungen außer­stande sind, ohne Gefährdung ihres standesgemäßen Unterhalts den Unterhalt zu gewähren. Zwangs- Maßnahmen in der von Ihnen angegebenen Art stehen Ihnen nicht zu.

StabilerArbeiiseinsch in denAngestelllenberusen

Stellt ältere Angestellte ein!

Nach den Beobachtungen der Stellenvermittlung der Deutschen Arbeitsfront hat sich der Arbeitsein­satz der Angestellten im Juli weiterhin gefestigt. Nach wie vor besteht Nachfrage nach jüngeren Fach­kräften, die jedoch kaum noch vorgemerkt sind. Da­gegen stehen ältere, insbesondere verheiratete An­gestellte, in genügender Anzahl zur Verfügung. Das Vermittlungsergebnis und die eingegangenen Be­setzungsaufträge entsprechen den Zahlen des Vor­monats. Der Bewerberzugang ist dagegen leicht gestiegen, 25 v. H. des Neuzuganges sind jedoch Bewerber in ungefünbigter Stellung. Für Arbeitspaß-Jnhaber bestanden gute Dermittlungsmöglichkeiten.

In der Kaufmannsgehilfen-Dermitt- l u n g bestand rege Nachfrage nach jüngeren Ver­käufern aus der Kolonial-, Manufaktur- und Eisen- Branche, die gut dekorieren und Plakatschreiben können. Außerdem werden Drogisten mit Giftprü­fung und Photokenntnissen gesucht. Die Nachfrage nach perfetten Stenotypisten und Maschinenschrei­bern konnte nicht immer gedeckt werden. Für Buch­halter, insbesondere Bilanz-Buchhalter, die mit den neuen Steuer- und Devisen-Bestimmungen ver­traut sind, bestanden gute Unterbringungsmöglich­keiten. Weiter wurden Kontoristen und Korrespon­denten mit Sprachkenntnissen vermittelt.

Die Behörden st ellenoermittlung hatte Aufträge für Sparkassen-Angestellte und Verwal­tungsgehilfen mit Fachprüfung vorliegen. Da diese Kräfte knapp sind, wurde vereinzelt auf den Nach­weis der Prüfungen verzichtet. Aufnahmefähig waren neben Reichsoienststellen auch die Partei und ihre Nebengliederungen.

In der Techniker-Stellenvermitt­lung bestand Nachfrage im Maschinenbau an Kon­strukteuren für Eifenkonstruktion, Werkzeugsvorrich- tungs- und Apparatebau; im Hoch- und Tiefbau nach jüngeren Hoch- und Tiefbautechnikern. In der Elektrotechnik hat sich eine lebhafte Nachfrage

nach Installations- und Beleuchtungs-Technikern be­merkbar gemacht. Gute Vermittlungsmöglichkeiten bestanden für erfahrene, selbständige Architekten. Der Bedarf an technischen Zeichnern für fast alle Berufsgruppen hält unvermindert an. Es fehlen Fachleute für den Maschinenbau, Schiffsbau, Hoch- und Tiefbau und für das Vermessungswesen. Spe­zialisten in Stahltürenbau und Konstrukteure für den Lastwagenanhängerbau werden stark gefragt

In der Werkmeister-Stellenvermitt» lung ist sowohl im Auftragszugang, als auch in der Vermittlung eine beachtliche Steigerung zu ver­zeichnen. Im Reichsgebiet bestand Nachfrage im Bau- und Metallgewerbe. Gesucht wurden Beton- und Hochbau-Poliere, Schachtmeister und Bagger- meister. Im Eisen- und Flugzeugbau, im allgemei­nen Apparatebau und Werkzeugmaschinenbau hält die Nachfrage nach tüchtigen Fachkräften an. Außer­dem machte sich in der Schwach- und Starkstrom­industrie eine stärkere Belebung bemerkbar. In der Textilindustrie konnten vereinzelt jüngere Kräfte untergebracht werden.

Die Stellenvermittlung der Land- und Forst- ange st eilten hatte einen guten Zugang an Be­werbern zu verzeichnen. Die Vermittlung von älte­ren landwirtschaftlichen Angestellten ist nach wie vor schwierig, da die Nachfrage sich fast nur auf ledige junge Kräfte bezieht.

In der Vermittlung der weiblichen Ange- st e l l t e n überstieg bei den ausgesprochenen Frauenberufen die Zahl der offenen Posten den Be­stand an Bewerberinnen. Das trifft zu für gut aus- gebildete Kräfte für landwirtschaftliche Betriebe und städtische Haushaltungen. Aerztliche Helferinnen und Dentistinnen mit staatlichen Prüfungen sind sehr gesucht, jedoch kaum vorgemerkt. Für Kindergärt­nerinnen und Volkspflegerinnen, auch ältere, be­standen gute Vermittlungsmöglichkeiten, ebenso für Direktricen mit Meisterprüfung. Weibliche kauf­männische Angestellte, insbesondere junge Verkäufe­rinnen mit guten Fachkenntnissen, sind sehr gesucht.

Aus aller Wett.

vier Raubmörder hlngerlchlel.

Die Iustizpressestelle Berlin teilt mit: Heute früh um 6 Uhr wurden in Berlin W 14 d i e Eheleute Bruno und Erna Laudy hin gerichtet, die vom Schwurgericht in Ber­lin wegen Raubmordes rechtskräftig zum Tode verurteilt worden waren. Sie hatten den 86 jährigen früheren Dentisten Her­mann Schmidt, bei dem sie in Untermiete wohnten, und der ihnen nur Gutes erwiesen hatte, ermordet und die Leiche, um einen Unglücks­fall vorzutäufchen, auf die Straße geworfen. Das erbeutete Geld, annähernd 100 Mark, haben sie unmittelbar nach der Tat in Vergnügungsstätten restlos ausgegeben.

In Schwerin in Mecklenburg sind am 3. August die vom dortigen Schwurgericht am 15. Mai 1935 wegen Raubmordes zum Tode verurteilten Friedrich Pankow und Helmuth Saß h i n g e r i ch t e t worden. Pankow und Saß haben am 22. März 1935 den 35jährigen Händler Jo­hann Cizfewski aus Wismar auf offener Landstraße aus schnöder Geldgier und mit großer Kaltblütigkeit und Rohheit ermordet und beraubt.

Das sowjetrussische U-BdofB3 gehoben.

Das sowjetriMche U-BootB 3", das am 25. Juli im Finnischen Meerbusen von einem Kriegsfahrzeug der Baltischen Roten Flotte gerammt wurde und mit der gesamten Besatzung, 55 Mann,

sank, ist am 2. August gehoben worden. Die Bergungsarbeiten gestatteten sich sehr schwierig, da die Meerestiefe an der Unglücksstelle 60 Meter be­trug. Wie die Taucher feststellten, hatte sich das U-Boot auf die Seite gelegt und sich mit seinem Bug tief in den Grund gebohrt. Die Bergungs­arbeiten zogen sich eine Woche hin. In ISftünbiger Fahrt wurde dannB 3" nach Kronstadt g e schleppt. Am Sonntag fand, in Leningrad die feierliche B e i s e tz u n g Der bei dem Unglück ums Leben gekommenen 55 Mariner statt.

Englischer Kanaldampfer durch Feuer vernlchleL

Der englische KanaldampferP r i n c e ß G n a" (2000 Tonnen) ging in der Nähe der Kanal-Insel Jersey in Flammen auf und mußte von der Be- satzung verlassen werden. Fahrgäste befanden sich nicht an Bord. DiePrinceß Ena" hatte gegen Mittag sämtliche 600 Fahrgäste in Jersey ausge- schifft und setzte die Reise nach St. Malo an der französischen Nordküste fort. Gegen 15 Uhr bemerkte man vorn Land aus, daß das Schiff in eine dichte Rauchwolke gehüllt war. Später traf die Nachricht ein, daß der Kapitän und die 38köpfige Besatzung in die Rettungsboote gegan­gen feiern Ein Flugzeug meldet, daß es ganz un­möglich fei, nahe an das Schiff heranzukommen, das vom Bug bis zum Heck in Flammen stehe und bereits starke Schlagseite habe. Die Besatzung wurde von einem vorüberfahrenden Dampfer aufgenom« men.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt besch lossenen Dividende an.

Reichsbankdiskoni 4 o H., Lombardzinsfuß 5 o. H.

$ranffurt a. M.

5er (In

hir<

frfrfc

Datum

2.8.

3.8.

2.8.

3.8.

Banknoten.

Ungcmiche Note«

97,75

157,25

93

121

135

o

0

0

7

0

6

0 0

0

12 S

SchultheU Vaßenhofer <

Aku <Allgemeine Kunstseide) .. 0

32,4

289,25

185

156,5

62

117,75

120

90,13

I. ®. Farben-Industri»

Scheideanstalt ......

Goldschmidt ........

Rülgerswerke .......

Metallgeiellschast

1\ 157,65

» 237

0 109,65

4 121

*. 114,65

ManSselder Bergbau .. Kokswerke ...........

Phönix Bergbau......

Rheinische Braunkohlen Nheinstahl ...........

Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........

Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Sahzdetsurth

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Äerlln,Z. August

AmerikanischeNota»

GriNner ... o|

Momiiastwerke Höchst a.M... t!

Süddeutscher Zucker.........t|

Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.,

Gch'uvl. -a)lup Abend,

Bemberg...........

Zellstoff Waldhos .... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum ... Lrenstein L Koppel .. Westdeutsche Kaufhof. Chade ..............

Aeeu m ul atoren-Fabrik Conti-Gummi.......

Belgische Noten..................

Dänische Noten

Englische Noten Französische Noten ......

Holländische Noten .... ....

Italienische Noten ...

Norwegische Noten Deutsch L esterreich. t WO Schilling Rumänische Noten...............

Schwedische Noten .............

Schweizer Noten .......

Spanische Noten.........

AL rur* börse

.. 111

. b -

,. 0

12 221

8/t 115,75 . 0 08,25 .. O| 17,75 .. 5 134,75 - 6i 132,5 1Vi\ 200

Frankfurt O.2JI.

Berlin

Frankfurt a. M

Berlin

Schluß­kurs

Schluß!. Abend­börse

Schluß­es

Schluß!. Mittag- börle

Schluß- kurs

Gchlupl. Abend, börse

Schluß, lurs

Schlußk. Mittag»

Oafum

2.8.

3.8

2-8

38-

Datum

2 8-

3.8.

2.8.

3.8.

6% Deutsche Neichsanleihe v. 1027 4% Deutsche Reichen!, von 1934 &Vi% Bvung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös.,Schuld mit

Auslos.-Rechten .............

4/.% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, 1.......

6% ehem.8% Hess. Polksstaat 1929 trückzahlb. 102%) ............

*Vi% ehem. Hessische Landesbank

Darmstadt Gold R. IS........

b'/r% ehem. Hess. LandcS-Hypo-

thekenbank Darmstadt Lioui ... 4%% ehem. 8% Darmst. Komm.

Landeüb.Golvschuldverschr. 91.8 Oberhessen Provinz-Anleihe mit

Auslos.-Rechten .............

Deutsche Komm. Eammelabl. Am leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4%% ehe m.8% Franks. Hyv.-Bank

Goldpfe. 15 unkündbar biö 1935 6Vi% ehem. 414% Franks. Hhp.-

Bank-Ligu.-Vsandbriefe.......

6%% ehem. 414% Rheinische

Hyp.-Bank.Liqu.-Goldpse.....

414% ehem. 8% Pr. Landespfand­briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 iVi% ehem. 7% Pr. Landeöpfand- brtesanst., Gold Komm. Lbl.VI

Steuergutlch.Berrechnungsk. 85-89

4% Oesierretchilche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Silberrente

100,4 97,75

103,13

111,65

100,13

97,75

96,5

101

93

115,5

96,5

101,1

102

97

97

107,3

29,75

1,45

100,75

98 103,5

111,65

100,4

97,75

96,5

101

93

115,4

96,5

101,25

101,75

97

97 107,3

29-75

1,9

100,9

97,65

104

111,75

100,4

115,65

102

97

97

107,3

1,4

100,9

97,65

104,5

111,75

100,4

96,5

115,65

102

97

97

107,3

29,5

1,5

i% vesgl. Serie 11 .............

>% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 1^,%Rumän.vereinh.Rentev.l918 1% Rumänische vereinh. Rente ..

Anatolier ...............

)amburg.Amerika-Paket .....o

bamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd ....... q M.®. für Verkehrswesen Akt. .. 0 berliner Handelsgesellschaft ... 5 Commerz, und Privat-Bank ... o Deutsche Bank und DiLconto-

Gesellschaft................o

Dresdner Bank...............

KetchSbank ..................

L.E.G.................. 0

Bekula.................. 10

ileltr. Lteferungsgesells'chaft... 5 Licht und Kraft ........... gu

Zelten K Guilleaume....... g

Gesellsch.f.Elektr.Untemehmung. 6 st hei nische Elektrizität ........5

Rhein. Wests. Elektr..........«

Schuckert L Co............. 4

Siemens L Halske....... 7

Lahmeyer L Co...........7

Buderus ........... 0

Deutsche Erdöl...............

Gelsenkirchener............ 0

6,25

8,4

5 39,65

17,65

19,13

87

116,25

90,4

91,5

91,5

188

39,5 139,65 117,25

134,5

109,5

129

139

135

128,5

183,65

135

107,13

113,5

12

6,4

5 39,75

17^5

19,13

88 117,5

90,4

91

91

188,75

39,9

140 117,75

135 109,75 129,25

140 135,25 129,5 184,4 136,5

107,5

114

12

6,5

8,25

4,9

39,4

17,65

28

19,13

67 117,75 90,4

91,5 91,5 188,4

39,5 139.65

117

134,75

109,5 128,9 138,5

135

129 182,5 135,75

107,5 113,75

8,15

5

48,65

17,5

19,25 88,4

117,5

90,5

91 91

188,9

39,4

139,9 117,65 135,25 110,13 129,13

140

135,4 129,5

184,25 136

107,5 114

4% Ungarische Goldrente .......

4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% beSgl. von 1913..........

5% sogest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.....................

9,75

9,25

9,5

11,75

9,9

9,25

9,5

11,75

10

9,6

11,9

12

9,8

9,5

11,4

Zarpener ................. £

Hoesck) EisenKöln-Neuesse» .. 0

Alse Bergbau ......... *

Zlse Bergbau Genüsse ........«

Mcknerwerke .............tV»

Mannesmann-Röhre» ........ 0

117,5

105,25 170 132 102

92,25

117

105,65

170 132,5 102,5

93

117,5

104,75

172

131,5

102

92,75

117

105,13

175

132

102,75

93

2-August

3.August

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

2rief

Geld

I 23ricf

Buenos Satte-.

0,663

0,667

0,663

0,667

Brüssel.....

41,86

41,94

41,85

4i ,93

Rio de Jan. .

0,139

0,141

0,139

0,141

Sofia ......

3,047

3,053

3,047

3,053

Kopenhagen.

54,81

54,91

54,79

54,89

Danzig.....

46,91

47,01

46,935

47,035

London.....

12,275

12,305

12,27

12,30

HelstngforS..

5,415

5,425

5,41

5,42

Paris ......

16,405

16,445

16,415

16,455

Holland ....

Italien.....

168,11

20,33

168,45

20,37

168,17

20,33

168,51

20,37

Javan ......

0,723

0,725

0,722

0,724

Jugoslawien

5,684

5,696

5,684

5,696

Oslo..... _

61,69

61,81

61,67

61,79

49,05

11,15

63,38

48,95

11,13

63,29

49,05

11,15

63,41

48,95

11,13

63,26

Lissabon.... Stockholm... Schwetz .... Spanien.... Prag.......

81,04

34,02

10,285

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