Mittwoch, 5 Zuni 1955
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oderhessen)
Ilr.129 vierter Blatt
Aus dem Reiche der Krau
wieder mit Gummi oder Oelstoff wasserdicht gemacht
Wann soll man damit beginnen, das Kind zum
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werden, sonst wird unweigerlich der Finger zu Hilfe
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UNS zu gehören scheinen als ein Stück von uns, so wie unsere Zimmer, unsere Möbel
Die Schwammbeutel z. B., die wir früher nur in langweiligstem Pepita kannten oder in Mustern, die in keiner Weise das waren, was wir mit gutem Gewissen geschmackvoll nennen konnten, sind heute außen aus gelacktem Chintz oder aus stumpfem Kretonne und innen mit Oelstoff abgedichtet. Sie sind in neuen Streifen oder Karos in Gummimaterial, sie sind aus durchsichtigen Oelstoffen, farblich stark ins Auge fallend, und sie sind vielleicht in uni roten, blauen, grünen Gummis; und das, was sich um die Waschbeutel herum zusammenstellen läßt, gehört zu den Dingen, auf die es ankommt: will man zweckdienlich ein wenig Kultur in die Begebenheit einer Reise bringen.
Die kleinen, schmalen Bügel für Kleider und Kostüme wurden mit blumigen Chintzen überzogen. Die „Karlsbader Körbe", flach hinzulegen wie ein Stück Pappe und durch vier Druckknöpfe unterwegs in ein brauchbares offenes Kästchen zu verwandeln, sind aus Chintz. Aus Kretonne oder Chintz sind die größeren rechteckigen Taschen mit Inneneinrichtung für Bürste, Kamm, Flaschen, die
Der Hauptwert bei der Wäsche ist auf das Ein* meid) en 311 legen. Die bekanntesten Emweich- mittel sind Soda und Bleichsoda, die die Eigenschaft haben, das Wasser zu enthärten. Die Bleich- joda hat der eftrjachen Soda gegenüber, nur dann
Große Wäsche im bäuerlichen Haushalt Von M Schüler.
Für heiße Sommertage werden dieses Jahr Leinen und Voile bevorzugt sein. Modell 1 zeigt ein einfaches sportliches Leinenkleid in weiß, creme oder rosa. Es wird durch em kurzes Jäckchen ergänzt, dessen weiter Aermel ebenso wie der des Kleides in einer neuartigen Kimonoform angeschnitten ist. Rock und Jäckchen haben schrägeingeschnittene Taschen. Der Gürtel ist aus Leinen und zwar in zwei Farben versetzt gearbeitet, etwa in rosa und schwarz. Dazu wird ein kleiner Herrenhut aus dem Material des Kleides getragen.
Für praktische Zwecke ist Modell 2 gedacht. Es ist aus braun-weiß kariertem, knitterfreiem
n 1
PUR. HEIKE TAGE -
Baby lernt allein essen.
Erziehungsstunde im zweiten Lebensjahr.
UND VOi LE !
Der Frühstückstisch ist von den Kindern gedeckt worden, buntfarbene Frühlingsblumen schmücken ihn. Mutter darf zwar den Kaffee bereiten, denn das kann ja doch keiner fo gut wie sie, aber der Kuchen ist von Vater gestiftet, fertig aus der Bäckerei (und der Bäcker oder Konditor freut sich ganz besonders über diesen Plan), und abgedeckt wird auch von den Kindern, die dann unter Jubel und Lachen abwaschen. Mutter darf höchstens einmal ein Auge darauf werfen, daß nichts kaputt geht!
Und dann kommt Vaters großer Moment: „Also, Mutter, heut wird nickst gekocht, heute gehen wir auswärts essen!" Mutter will es gar nicht glauben, und sie hat beinah ein schlechtes Gewissen, wenn sie den verwaisten Kochherd ansieht, aber sie macht sich mit besonderer Freude fein! Und im Gasthaus nimmt sie mit besonderer Freude die Speisekarte in die Hand und sucht sich aus, was sie essen will. Ich glaube, kein Mann kann ermessen, wie groß die Freude ist, wenn man einmal etwas fertig vorgesetzt bekommt, wenn man einmal beim Verzehren der Speisen nicht darüber nachzudenken braucht, wie man die etwaigen Reste noch im Haushalt verwerten kann. Schon dies ist Erholung und Entspannung.
Und am Nachmittag wird dann ein Spaziergang gemacht, hinaus ins Freie. Mit welcher Freude und Genugtuung wird gerade die Mutter und Hausfrau diese freien Stunden wahrnehmen, sie suhlt sich ja selbst besonders innig mit der Natur verbunden. Doch sie hat ja so selten Zeit, über eine blühende Wiese zu gehen! Da werden auf einmal lauter Gedanken wach, die unter dem Grau des Alltags verschüttet lagen, man hat einmal Zett, über Dinge nachzudenken, die jenseits des Haushalts liegen — wie schön und erholsam ist das!
Oder aber: Vater und Mutter machen sich m den Pfingsttagen einmal Ferien zu Zweien! Mit gutem Willen geht auch dies zu organisieren. Dann läßt Vater einmal wieder die Zeit entstehen, wo sie beide noch verlobt waren. Er führt Mutter aus — und dann sprechen sie wirklich einmal über etwas anderes als über Berufssorgen und Wirtschaftsgeld! Ob Mutter da nicht aufblüht in diesen zwei Tagen?
All die Fragen, die ihr schon lange auf dem Herzen lagen, die nur in der Hast der Tage nicht ausgesprochen werden konnten, sie alle kommen zum Vorschein! FerienvomJch — das ist so wichtig für jedermann!
Feiertage für die Hausfrau und Mutter? Warum denn nicht? Mit ein bißchen Nachdenken ein bißchen gutem Willen geht das bestimmt. Und Mutter schöpft aus diesen Feiertagen Kraft und Freude für die kommenden Zetten. Und wenn die Tage bann vergangen sind, wird Et leitende Augen sagen: „Das waren einmal wirklich schone Feiertage!" _______
Mit bunten Beuteln auf Wochenende.
Oie Kultur des Reisens im Kleinen.
Es gab Zeiten, da reisten wir mit 3eitung5papier in unseren Koffern: das ist noch gar nicht so lange her. „Feine Leute" nahmen damals statt dessen seidenes. Und die hygienischen ^?upts°chlichketten verschwanden, höchstens, in Zelluloidkasten. Wir fanden das richtig. Wir kannten es nicht anders.
Inzwischen aber ist der Chintz fimmel über uns hereingebrochen. Ein netter Fimmel, und die zauberhaft leicht geblümten deutschen Kretonnes haben es mit sich gebracht, daß wir mit dieser Manie vor nichts mehr halt machen.
Jetzt in den Wochen, da das Wochenende wieder' an Bedeutung gewinnt tauchen die ver- lockendsten Kleinigkeiten in Chintz aus dafür be ftimml, unsere Koffer innen in appetitliche, sa wohnlich anmutenöe Dinger zu verwandeln, die zu
genommen! .....
Nun kann der Unterricht beginnen. Möglichst nimmt man sich das Kind alleine dazu vor, es wird dann durch den gemeinsamen Familienmittags- tisch nicht so sehr abgelenkt. Kinder haben einen großen Nachahmungstrieb. Wenn Mutter es Vormacht, wie man den Löffel richtig in den Mund bugsiert, dann geht es leichter als durch Handführen! t .
Sauber essen ist die erste Bedingung. Jeder Fleck muß deshalb nachdrücklichst gerügt werden! Die Wachstuchunterlage unter dem Kinderteller ist unerläßlich. Aber wenn das Kind älter wird, soll es von selber den Wunsch äußern, daß diese Vorsichtsmaßnahme nicht mehr nötig ist.
Der Stuhl, auf dem das Kind sitzt, muß g e n u - qend hoch sein, damit das Essen nicht ermüdet. Jedes Kind soll sein eigenes Eßgeschirr haben, es soll wissen: das ist mein Teller, mein Loftel usw Es hat dann viel mehr Freude an den Sachen.
Alle Bissen werden mundgerecht zurechtgemacht, und vor allen Dingen wird der Teller nur so voll gefüllt, wie er auch wirklich aufgegessen werden kann. Das „liegen lassen" muß von vornherein ver- I mieden werden! Um das Essen gleichmäßig warm zu erhalten, benutze man immer den Wärmeteller mit dem Warmwasserbehälter.
Allein essen macht dem Kinde Freude und stärkt sein Selbstbewußtsein! Doch die Mutter paßt auf, daß aus dem Essen keine Spielerei wird, und daß diszipliniert gegessen wird! Die Wasserflasche wird aus dem Bereich des Kindes entfernt, denn zu trinken braucht man nicht bei Tisch, da ist es gleich am besten, die Flasche gar nicht erst aufzustellen!
Dagmar Kohler.
Weißt du mit deiner Nähmaschine Bescheid?
Der gute Tip für die Näherin.
aufgelöst und zu dem bis 3ur reichlichen Halste mit Wasser gefüllten Waschkessel gegossen. Ein Bewegen des Wassers ist von Vorteil. Erst nach 5 bis 10 Minuten darf die Seifenlauge zuaesetzt werden. Man rechnet je nach Härte des Wassers und Verschmutzung der Wäsche auf 50 Liter Wasser 180 bis 250 Gramm Soda und 250 Gramm Seife.
Ich will nur noch einige gute Winke geben, die zu wissen nötig sind. Das Kochen der Wäsche darf nicht länger als 10 Minuten vorgenommen werden, weil einmal die Wäsche leidet und zum andern leicht grau wird. Die mechanische Arbeit kann nach dem Kochen entweder mit dem Stampfer ober mit der Waschmaschine vorgenommen werden, wenn eine vorhanden ist. Es ist dann nur noch ein Durchsetzen und Nachwaschen der schmutzigen Stellen mit der Hand nötig. .. f
Die dritte wichtige Arbeit ist das Spulen der Wäsche. Das erste Spülwasser kann nicht heiß genug sein. Bei hartem Wasser ist ein Zusatz von Spülmitteln angebracht, weil dadurch auch das Spülwasser weich gemacht wird. Wichtig ist, daß sich keine Kalkseifenflocken bilden, die fick) in den Geweben festsetzen. Das zweite Spülwasser kann lauwarm fein und das letzte kalt.
Wenn ein Bleichen der Wäsche in Frage kommt, dürfen die Wäschestücke nicht mit der Lauge gebleicht werden, sondern nach dem ersten Spülen. Dor allen Dingen möchte ich darauf aufmerksam machen, daß nicht tagelang gebleicht werden muß. Jedes Bleichen greift die Wäschefaser an, auch die Rasenbleiche, darum nur 2 bis 3 Stunden bleichen, baß bic Wäsche ein helles Aussehen und einen frischen Geruch bekommt. s
Baby will allein essen! Schon feit ein paar Wochen stößt es energisch Mutters Hanb zuruck, fährt mit allen zehn Fingern in den Spinat und bekundet damit, daß es nun gewillt ist, allem zu essen! Aber aller Anfang ist schwer, alles muß erst gelernt werden. Vor allen Dingen muß ja darauf geachtet werden, daß das Kind von Anfang an richtig ißt. Wenn man in der ersten Zeit Laxheiten durchgehen läßt, dann sind sie später sehr schwer auszurotten! Essen ist keine Spielerei, mit dem Grießbrei soll man nicht Sandhaufen spielen, I und auf dem Weg vom Teller zum Mund darf es
Jetzt ist wieder die große Zeit der Nähmaschine!
, . -. 2III die netten, duftigen Fühlingskleider wollen ge-
L e i n e n in grader und schräger Verarbeitung. Die jein, buftigen Blüschen zum Sommer-
burchgehenbe Mittelbahn springt unten in zwei qal- fortüm warten auf das Zuschneiden. Ja, die Näh- ten aus, während die beiden seitlichen Rockbahnen oben hat jetzt viel zu tun — aber nutzen mir
zwei Taschen bilden. Kragen, Aufschlag und Gürtel a(Ie ^re Heinzelmännchenkräfte auch richtig aus? sind aus gestepptem, weißem Leinen. Neu ist der „Nähmaschine nähen ist doch leicht, einmal ge- Klammerverschluß an Ausschnitt und Gürtel. [ernt &ann giltt's keine Schwierigkeit mehr!" lieber» Aus hellblauem Voile ist das dritte Mo- t lächelnd es die junge Hausfrau, die dell mit seiner plissierten Vorderbahn, die am Halse 'ade einen Schneiderkursus hinter sich hat. umgeschlagen ein kleines I a b 0 t ergibt. Auch Diesen leichtfertigen Ausspruch hat aber die neue die angeschnittenen Aermel haben plissierte Teile, Nähmaschine übel genommen, denn sie will sach- bie Umschläge an Ausschnitt und Aermel sind ange- — und nicht nebenbei — behandelt werden, schnitten. Der Gürtel ist gezogenes, schwarzes rächt sich dadurch, daß sie immerfort den Faden Samtband, der Hut ist schwarzes s l 0 r e n - rei^en läßt. Die junge Hausfrau ist verzweifelt, mit tiner Stroh. biefer Tücke hat sie nicht gerechnet. Schnell her mit
guten Tip: Beim Fadenreißen, das be- -------------------------------------" sonders neue Maschinen so gern an sich haben, wird einen Vorzug, wenn man nicht nur hartes, sondern die Spannung des Obergarns etwas nachgelassen auch eisenhaltiges Wasser hat. und die Spannschraube der Spule reguliert! Schon
Genau so wichtig wie das richtige Einweichen ist reiht kein Faden mehr!
auch das richtige Herstellen der Waschlauge. „Meine Maschine ist leichtsinnig, sie laßt oft Wir haben es immer mit einem mehr ober weniger Stiche aus!" r-f.
harten Wasser zu tun, das wir erst durch Ent- Der gute Tip: Laßt die Maschine öfter Stiche härten für die Aufnahme der Seife vorbereiten aus, so sitzt die Nadel zu hoch. Sie muß heruntermüssen Die Soda wird in lauwarmem Wasser geschraubt werden! Macht sich beim Nähen ein un- ..... : — 'heimliches Klopfen bei jedem Stich bemerkbar, bringt die Nadel schwer in den Stofs ein und zieht sie sogar Fäden aus dem Stoff, so ist die Nadel stumpf und muß sofort erneuert werden. Bei Schleierstoffen oder hauchdünner Seide, bei den vielen dünnen Sommerstoffen steppt man am besten ein Stück Seidenpapier mit, es verhütet das Zusammenziehen des Stoffes, das sonst unvermeid- lich ist. . ± s
Jede Maschine muß einmal geschmiert, iede Maschine muß einmal überholt werden! Gönnen wir auch unserer Nähmaschine eine Erholungskur, sie ist bescheiden und braucht nicht vier Wochen dazu, sondern nur eine halbe Stunde! Allerdings ist es eine Radikalkur! Der gute Tip: Man schraubt die Maschine vom Gestell, staubt sie ab und stellt sie zehn Minuten in reines Petroleum. Dann wird mit faserfreiem Lappen jedes Teilchen gut abge- trorfnet, und die Maschine ist erstaunlich verjüngt. Zum Schluß werden sämtliche Schmierstellen mit feinflüssigem Nähmaschinenöl getränkt!
„Ich möchte mir fo gerne eine gesteppte Decke selber nähen, aber es ist mir zu mühsam, mit Lineal und Zentimetermaß alle Steppnähte vorzuzeichnen!" „Das ist auch nicht nötig. Es gibt ein Heinzelmännchen in der Nähmaschine, ein kleines Füßchen, das man abschraubt, das punktiert beim Biesensteppen oder Karosteppen die nächste Linie automatisch vor, so daß man kein Lineal braucht. Biesen- st e p p e n ist also kinderleicht, und immer wird alles schnurgerade und hat den gleichen Abstand. Zum E i n fr ä u f e I r gibt es auch eine Hiissvorrichtung, ebenfalls für Säume und Kappnähte, die automatisch umgeschlagen werden.
Kaum eine Arbeit beansprucht die Kraft der Bäuerin in dem Maße wie die große Wäsche. Darum dürfen wir keine Mühe scheuen, ihr Die Arbeitserleichterungen, die sich bewährt haben, nahe zu bringen, damit sie Zeit und Kraft ■ür ihre persönlichen Belange erübrigt. Die Geld- 'nappheit ist immer noch groß, darum will ich nicht auf Maschinen eingehen. Es liegt nicht immer in der Maschinenarbeit die Vereinfachung, sondern in einer planmäßigen Arbeitsdurchführung.
Eine Arbeit, die sehr viel Kraft benötigt, ist das Tragen von Wasser. Es läßt sich manchmal mit dem besten Willen keine glückliche Losung finden, aber oftmals stellt die Anschaffung eines Schlauches oder einer Holz- ober Dachrinne Das liebel ab. Genau so lästig wie das Tragen des Wassers beim Kesselfüllen ist auch das Ausschöpfen des Waschkessels. Ein neuer Kessel darf nur mit einem Abflußhahn gekauft werden, ein Mehrpreis kommt kaum in Frage.
Die Aufstellung der Wannen muß in der richtigen Höhe und Reihenfolge vorgenommen werden daß ein schnelleres und leichteres Arbeiten möglich wird. Es ist noch nicht genügend bekannt, daß dauerndes Bücken einen Kräfteaufwand von 55 v. H. beansprucht, darum ist ein unnötiges Bücken am Waschtag unter allen Umstanden zu vermeiden. Wie einfach ist das! Man erhöht die Wäscheständer durch Unterlegen von Holzklötzen und bringt so die Waschwannen in die richtige Arbeits-
Schönes Pfingstfest!
Wir laben Mutter zu Gast.
Feiertage bedeuten meist erhöhte Arbeitslast für die Hausfrau und Mutter. Mit dem verständlichen Egoismus der Jugend wird erklärt: „Mutti, in den Feiertagen wollen wir uns einmal richtig erholen, da schlafen wir, solange wir wollen, oder wir stehen einmal ganz früh auf und machen einen Ausflug". Der Hausherr und Vater schließt sich diesen Vorschlägen mit Freuden an, denn auch er will ausspannen und sich erholen. Mutter lächelt zu diesen Plänen, sie lächelt das etwas resignierte Lächeln der Hausfrau, das da jagt: „Nun ja, machen wir es so, obwohl es für mich doppelte Arbeit bedeutet. Keiner denkt daran, daß man mit dem Ausschlafen oder dem ganz frühen Aufstehen die Hausordnung rücksichtslos über den Haufen wirft, der verlangt, daß an den Festtagen etwas besonders Gutes auf den Tisch kommt, und keiner überlegt sich, daß ein Festessen mehr Arbeit verlangt, und daß diese Mehrarbeit Mutter leisten muß!
Feiertage für bic Hausfrau? Nein, das gibt es nicht, aber schließlich ist ja die Mutter und Hausfrau dafür da, daß sie alles recht schön macht, und wenn sie auch nach diesen beiden Festtagen sehr müde ist, wenn sie auch in den Tagen stiller ist, weil von dem vielen Herumlaufen die Füße schmerzen — sie tut es gern, denn Mütter und Hausfrauen sprechen nicht gern über „Selbstverständliches".
Desto mehr müssen wir einmal davon sprechen! Warum sollen die Pfingsttage nicht auch für die Hausfrau und Mutter einmal richtige Feiertage werden, Feiertage, an denen auch sie einmal die Hände in den Schoß legen und einmal ausspannen kann und nichts weiter tun soll, als sich zu freuen! Mit gutem Willen geht das schon — allerdings muß die ganze Familie dabei mithelfen.
Wie wäre es, wenn wir zu Pfingsten einmal Mutter zu Gast laden würden? Ich weiß ja, Mutter wird lächeln und sagen: „Aber das geht doch gar nicht, ich muß doch nach dem Rechten sehen" ... Aber es geht dann doch sehr gut. Schon früh am Morgen findet Mutter auf ihrem Bett eine Einladung. Mal ist sie auf feinem Büttenpapier geschrieben, mal ist es aber auch nur eine ausgerissene Seite aus einem Schulheft, und ungelenke Kinderhand hat darauf geschrieben: „Liebe Mutti, zu Pfingsten bist du bei uns eingeladen!"
wurden, und ganz besonders reizvoll und vor allem nützlich sind die kleinen Beutel aus hellgelbem Oelstoff, oft mit einem festen Boden, die man je nach Größe für Seife, Tuben, Töpfchen (für die es aber auch wieder eigens eingerichtete Taschen und Säckchen gibt) verwendet.
Für die Flaschen mit Oel und Gesichtswasser und was jede Frau unterwegs so nötig hat, haben wir neuerdings die kleinsten einfarbigen Wildleder- beutel mit Reißverschluß zugezvgen, in denen, — dies nur fürs Wochenende gedacht — drei kleine buntbestöpselte Flaschen Platz haben. Daß es sie in größer gibt, fast bis zu jedem erwünschten Ausmaß, und daß wir die Reiseutensilien mehr oder aU| oem ^eg vom -teuer zum muuu uuM ~ weniger in ,,Garnitur kaufen können nur getupft, j.nmerfort Umwege und Aufenthalte geben, nur m Streifen, ™r einfarbig oder eben ganz im a n n joU man damit beginnen, das Kind zum modernen Blumen-Chmtz, ist bei der Dorliebe für Es gibt da keine Regeln,
Einheitlichkeit auch m den scheinbar unwejentlichsten J " A a([“5 nQ$ der geistigen Entwicklung Dingen unseres Daseins Selbstverständlichkeit, st ^nbß5’/$u früh anfangen, ist Unsinn, das Kind denn wir haben die Freude an diesen kleinen versähen, den Löffel richtig anzufassen und
Sachen wiedergefunden, weil wir erkannten daß v , ßif'ßn Das ist aber bestimmt
ihre Schönheit einen großen Scharm m unser ßebenly dem Ende des zweiten Jahres!
trägt. I Mr die Mutter und auch das Kind ist es am
praktischsten, wenn man Babylöffel mit umgebogenem Stiel benutzt, denn der richtige Löffel mit Dem langen Stiel verlangt vom Kind ein Balancegefuhl, das es noch nicht hat. Das Tischtuch und der Teppich zeugen dann davon, daß man dem Kind zu viel zumutete! Kinder fassen den Löffel meist unten dicht । am Kopf, das können sie bei dem Hilfslöffel machen, PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODE ZEICHNERS
Itreiben ist. Auch das Schieberchen darf benutzt


