Ausgabe 
4.6.1935
 
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Die Zahl der Flüchtlingszuge, die durch Sibi kommen, hält immer noch an. Bisher haben etwa 5000 Gibt durchfahren. Da in den Zügen zum Teil auch Verwundete, Sterbende und Tote sich befinden, weil die Flüchtlinge in ihrer Panik ihre Angehörigen lieber unterwegs sterben lassen wollen, als noch einen Augenblick länger in dem gefürchteten Quetta zu bleiben, ist der Geruch in den Zügen entsetzlich. Hinzu kommt noch, daß von Sibi ab die Schattentemperaturen nirgends unter 45 Grad Celsius sind und die Bahnstrecke durch eine völlig schattenlose Wüste führt. Von den Behörden wird größter Wert darauf gelegt, die Be­richte über Cholera und andere Epidemien in Quetta als glatte Erfindungen zu brandmarken. Ebenso werden auch die Behauptungen von einer lieber« flutung der Stadt und von zahlreichen Erschießun­gen als unwahr bezeichnet.

Deutschlands Beileid.

Der Führer und Reichskanzler hat S.M. dem König von Großbritannien anläßlich des schweren Erdbebenunglücks in Britifch-Belutschistan seine und des deutschen Volkes aufrichtige Anteilnahme übermittelt. Der König von England hat für die wohltuende Bekundung der Anteilnahme an dem fürchterlichen Unglück telegraphisch gedankt.

Das neue tschechoslowakische Kabinett.

Prag, 3.Juni (DNB.) Nach privaten Infor- mationen werden dem neuen Kabinett angehören: Als Minister für nationale Landesverteidigung der agrarische Abgeordnete Direktor M a ck n i k, als Minister für soziale Fürsorge der tschechische sozial­demokratische Abgeordnete N e c a s , als Minister für Handel und Gewerbe der Vorsitzende der tsche­chischen Gewerbepartei, Abgeordneter Naiman, und als Minister für öffentliche Arbeiten Der Ab­geordnete der Volkspartei Ingenieur Dostalek, der bisher Handelsminister war. Das Ministerium für Gesundheitswesen übernimmt der deutsche Sozial­demokrat Abaeordneter Dr. C e ch, der bisher die öffentliche Arbeiten inne hatte. Der bisherige Minister für Gesundheitswesen, Abgeordneter Dr. Spina vom Bund der Landwirte, wird Minister ohne Portefeuille. Im übrigen bleibt das bis­herige Kabinett unverändert.

Neue italienisch-abessinische Grenz- zwischenfälle.

Rom, 3. Juni. (DNV.) Heber zwei. neue ita­lienisch-abessinische Grenzzwischenfälle wird folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Eine Gruppe abessinischer Bewaffneter hat am 31. Mai im Ge­biet der Dankali einen (Eingeborenen» Vorposten angegriffen, der von den Ita­lienern zum Schutz von den an der Grenze Eriträas abgewanderten Eingeborenen errichtet worden war. Bei Dem Angriff fanden 30 Eingeborene den Tod. Etwa 2000 Stück Vieh wurden als Beute abgetrieben. Das Militärkommando des Ab­schnittes hat die notwendigen Sicherheitsmaßnah­men zum Schutze der Zone getroffen. Am gleichen Tage haben bei Mustahil (am Ujbi Schebeli) in Somaliland etwa 20 abessinische Bewaff­nete versucht, in der Nähe von Gublei die italienischen Linien zu überschreiten. Auf die Warnung der italienischen Eingeborenen­truppe vor Heberschreiten der Linie haben die abes­sinischen Bewaffneten das Feuer eröffnet, das von italienischer Seite erwidert wurde. Die An­greifer haben D e r I u ft e erlitten.

Eine Reichshandwerksmeisterlade

Auf demReichshandwerkertag in Frank­furt a. M. wird dem Reichshandwerksmeister und Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter W. G. Schmidt von 1000 wandernden Handwerksgesellen eine Reichshandwerksmeisterlade" über« geben werden. Diese Lade wird von besten Hand­werksmeistern aus Kirschbaumholz hergestellt. Mit drei verschiedenen Schlüsseln, die auf den Dreiklang Meister, Geselle, Lehrling hindeuten, können die zwei Flügeltüren der Lade geöffnet werden. Man steht dann das mit Intarsien geschmückte Innere. Die Reichshandwerksmeisterlade birgt verschiedene Sinnbilder des deutschen Handwerks, die bei be­deutsamen Anlässen in Gebrauch genommen wer­den Aus bester deutscher Silberschmiedearbeit be­stehen die Tischglocke, der Ehrenpokal und drei Leuchter. In Zukunft kündet der herrliche Klang der Glocke feierliche Handlungen an, die der Reichs- Handwerksmeister vornimmt. Vor der geöffneten Lade werden die Leuchter, deren Sockel mit großen deutschen Buchstaben die BezeichnungMeister, Ge­selle, Lehrling" tragen, ausgestellt. Den Rand der Glocke schmückt der Satz:Deine Hand dem Hand­werk". Der Ehrenpokal ist ebenfalls ganz aus Sil­ber. Drei großlinig entworfene Ornamente, wieder auf den Dreiklang hinweisend, bestehen aus fe sieben Blättern. Diese Zahl sieben symbolisiert bie deutsche Meisterwürde. Heber dem Blattschmuck trägt der Pokal den Spruch aus Richard Wagners Meistersinger:Was deutsch und echt, mußt keiner mehr, lebt's nicht in deutscher Meister Ehr Bei der Ernennung von Reichs- und Landesmeistern und hohen Ehrenmeistern wird der Pokal in'Ge­brauch genommen. Ein Sonderfach der Reichshand­werksmeisterlade dient als Aufbewahrungsort der goldenen Reichshandwerksmeisterkette, die vom ver­storbenen Reichspräsidenten von Hindenbura kurz vor seinem Ableben verliehen worden ist. ®eiter dient die Reichshandwerksmeisterlade zur Aufbe­wahrung des großen goldenen Buches des deutschen Handwerks Alle Amtshandl.ingen vor offener Reichshandwerksmeisterlade sind in Zukunft für das deutsche Handwerk bindend und verpflichtend. Vor ihr erfolgen auch z. B. die hauptsächlichsten Ernen­nungen und Vereidigungen.

Kunst und Wistenschast.

ReichsBach-Fest.

Das Reichs-Bach-Fe st, verbunden -mit dem 22. deutschen Fach-Fest der Neuen Bachgesellschaft, in dem die deutscheBach-Händel-Schütz«Feier 1935" ausmündet und ihren Höhepunkt erreichen soll, wird vom 16. bis 24. Juni 1935 in Leipzig stattfinden. Die Programmübersicht bringt die bei­den Passionsmusiken nach Matthäus und Johan-

Gruß an die Wehrmacht

Bon Franz Seldie.

Der Bundesführer des NSDFB. (Stahl* Helm), Reichsarbeitsmintster Franz Seldts, richtet in Der BundeszeitungDer Stahl* Helm" einenGruß an die Wehrmacht", dem wir nachstehende Ausführungen entnehmen. Wer heute von uns alten Frontsoldaten durch die frühlingsfrohe deutsche Landschaft zieht, der er­lebt ein erhebendes Bild, das fein Herz mit Zuver­sicht und Stolz erfüllt. Auf den gleichen Land­straßen, die wir rund fünfzehn Jahre und darunter an so manchem trüboerhangenen und hoffnungs­armen Tag marschiert sind, ziehen jetzt Bataillone und Batterien unserer Wehrmacht. Es ist die junge Mannschaft der wiedergebore­nen Nation, es ist das ewige deutsche Soldatentum in seiner zeitbedingten Form, dem unser freudiger soldatischer Gruß gilt.

Damals, als die sieghafte und doch nicht sieg­reiche Armee der vier grauen Jahre in die Heimat zurückkehrte, die uns schon seit dem blutigen Sommejabr 1916 nicht mehr verstanden hatte, da bäumte sich unser Herz auf in Zorn und Em­pörung. Aber in allem Ekel und In aller Em­pörung über Verrat und Schande, über Dienst­verweigerung und nationale Selbstbesudelung schwang mit das Gefühl einer unsag­baren Trauer, einer furchtbaren Enttäuschung. Wir verzweifelten nicht am deutschen Volk, sondern wir untersuchten In ruhigem und sehr sorgfältigem Nachdenken die Hrsachen und die Gründe, warum das Volk des August 1914 zum Volk vom November 1918 werden konnte. Hier half nur volle Ehrlichkeit, auch wenn sie schmerzte. Hier aber liegt der Be­ginn unseres Weges und unseres Kampfes. Unfern, des Damaligen Stahl­helm, Bund Der Frontsolbaten, Kampfes im Norden, und' Adolf Hitlers, des heutigen Führers und Kanzlers, Kampf im Süden. Wir brauchten, um dieses zerredete, auseinandergehetzte, mit Mißtrauen angefüllte, von Parteien gegängelte Volk wieder zusammenzubringen, ein verbin­dendes Element, das allen echten Deutschen gemeinsam ist, und das die Bestandteile sozialer Verpflichtung ebenso in sich enthalten mußte wie die Anerkennung Der unverrückbaren und geheilig­ten staatlichen Ehre und Hoheitsrechte. Dieses Ele­ment war für uns das Soldatische. Das Sol­datische im deutschen Wesen und in der deutschen Seele hatte an der Weltkriegsfront seine bisher noch von keinem Jahrhundert erreichte äußerste Härteausprägung erfahren. Es kam zuerst auf die Zahl überhaupt nicht an. Es kam darauf an, daß sich ein Block von Männern fand, der im gleichen Augenblick, da ein mißleitetes Volk bie Fahne feiner nationalen Ehre und damit feine Zu­kunft selbst streichen wollte, diese Fahne wieder a u f 3 o g und alles um sich sammelte, was im Sol­datentum nicht nur eine Angelegenheit der (Erinne­rung, sondern eine neueAufgabe sah.

Kameraden der jungen Wehrmacht: An den früh­lingsfrohen Straßen, bie ihr heute fingenb zieht, liegen 2 21 Kameraben bes Stahlhelm, die dafür gefallen sind, damit Deutschlands Wehr wieder marschieren kann. Das Blut von 3000 Ka­meraden von uns floß, damit das Heer der allge­meinen Wehrpflicht auferstehen konnte. Unb fo wie wir, so ließen auch bie Kämpfer Aböls Hitlers viele Hunberte ihrer Vesten liegen, um die Zukunft zu gewinnen. Zehntausend gingen iw die Gefängnisse ober nahmen schwerste Unter- brückungen auf sich.21 u f den Opfern und b e n Waffen beruht ber Sieg!" fo be­kannten wir unb hanbelten banach. Immer aber ftanb vor uns als mahnenbe Verpflichtung bas Erbe der z w ei Millionen Kameraben, bie fern im Westen unb Osten eine heimliche Grenze mit ihren Gräbern bilden. Fünfzehn Jahre lang kämpften wir gegen einen unbeutfchen Staat, für bie deutschen Hoheitsrechte unb für ein neues beut« fches Volk, gegen alle Zerstörungsverfuche von innen unb außen für eine starke deutsche Wehr. Mit uns hielt die Reichswehr die Wacht, sie, die immer die alleinige Waffenträge­rin ber Nation war. Aber neben ihr, wir bürfen das heute mit Stolz bekennen, standen damals die wehrhaften Formationen bes Stahlhelm, mehr als nur wehrhaft in Wehrsport unb Gelänbebienst, son­dern wehrhaft erst recht im Geiste. Heute marschiert nun ihr, meine jungen Kameraden der neuen Wehrmacht! Zwischen Versailles unb neuer Wehr­macht aber waren auch bie alten Feldgrauen auf dem Posten. Unb das ist unser Stolz angesichts euerer Bataillone unb Batterien.

Ihr selbst aber seid voller Zuversicht gegrüßt als die junge Mannschaft der neuen N a ° t i o n. Dem (Elementaren des Soldatischen habt ihr die Form zu geben. Des deutschen Volkes Jugend habt ihr zur Mannschaft zu erziehen. Ihr tragt die Waffe unb kostet bas ganze Glück aus, freier Trä­ger bes wehrhaften Eisens zu sein. Ihr wacht vor bem Frieben ber Heimat unb gebt ber Friebenspoli- tik bes Führers Nachbruck. Euch ist bas hohe Erbe ber Front anvertraut. Ihr seib bas jüngste Glied in ber stählernen Kette bes beutfchen Soldatentums. Kein Glied ist entbehrlich, weber bie Toten noch bie Lebenben. Der Toten Geist beseelt uns alle, und ber Lebenben Erfahrung, ber Frontsolbaten Können unb Erfahrung finb nicht zu entbehren. Wir kön­nen euch, ihr jungen Waffenträger, kein besseres Wort sagen, als bas tiefste unb verpflichtenbste Wort ber Front, bas Wort:Kamerad!" Wir sind und bleiben Kameraden, heute, morgen und überall Dort, wo bas Vaterlanb uns hinstellt. Frontheil Hit­ler, ihr Kameraben ber Wehrmacht!".

Was muß der Wehrpflichtige wissen?

Am 17 März 1813 ist in Preußen mit bem Befehl zur Errichtung ber Lcmbwehr zum erstenmal bie

Bad-Nauheim

Sanssouci, Cafe u. Konditorei

Sehenswürdig und preiswert

Neu eröffn et, gegenüber Trinkkuranlage | '330 V

nes, die b-Moll-Messe, eine Kantatenaufführung mit vier Hauptwerken, die Trauerode, drei Karn- mermusikoeranstaltungen, drei Orchesterkonzerte, zwei Orgelkonzerte, die beiden kontrapunktischen HauptwerkeKunst der Fuge" unbMusikalisches Opfer", sowie basWohltemperierte Klavier" auf bem Clavichord, Choralsingen von eineinhalbhun- dert Chören des Lanbeskirchenchorverbandes Sach­sen, Vorträge über Bach unb fein Wirken, Theater­aufführung (ScheringsThomaskantor"), Bach- Gemälde- und 'Handschriften-Ausstellung und Führungen. Bachfreunde aus aller Welt werden sich bei'diesen Veranstaltungen treffen

Die Spielfolge der Bayreuther Festspiele.

Die Leitung der Bayreuther Festspiele gibt nun­mehr bie genaue Spielfolge 1936 bekannt. Es ge­langen zur Aufführung: 19. Juli Lohengrin, 20. Par- fifal, 21. Lohengrin, 23. Rheingold, 24. Walküre, 25. Siegfried, 27. Götterdämmerung, 29. Parsifal,

30. Juli Lohengrin, 18. August Parsifal, 19. Lohen« grin, 21. Rheingold, 22. Walküre, 23. Siegfried, 25. Götterdämmerung, 27. Parsisal, 28. Lohengrin, 30. Parsifal, 31. August Lohengrin. Wegen ber Olym­piade werden die Festspiele vom 31. Juli bis 17. August unterbrochen.

Starker Eindruck deutscher Schauspielkunst in Buenos Aires.

Die in Südamerika weilende Gruppe deutscher Schauspieler führte in Buenos Aires erstmalig das bekannte deutsche FrontsoldatenstückDie end­lose Straße" von Graff auf. Der Vorstellung woynte auch der argentinische Kriegsminister Gene­ral Rodriguez und mit dem deutschen Gesand­ten an ber Spitze ein großer Teil ber beutschen Kolonie bei. Die Aufführung hinterließ einen tiefen Einbruck, ber sowohl von bem Stück wie burch bas gute Spiel hervorgerufen wurde.

Die erste Wrerschule der Deutschen Aerzleschast.

In Alt-Rehse bei Neubrandenburg in Mecklenburg wurde, wie bereits ausführlich gemeldet, in Anwesenheit des Stellvertreters des Führers, Rudolf Heß, die erste Führerschule der Deutschen Aerzte- schäft eingeweiht. Man sieht hier eines ber strohgebeckten Oebäube der Reichsärzteschaft. Im Vorber- gründ die Teilnehmer der Kurse. (Scherl-M.)

Aus aller Welt.

5. Waffentag der Deutschen Kavallerie.

In allen Gauen bes beutschen Reiches rüsten sich bie ehemaligen Reiter ber alten Armee zum 5. Wafsentag ber Deutschen Kavallerie, ber als Auf­takt ber beutschen Derbywoche am 22. unb 23. Juni in Hamburg ftattflnben wirb Der Schutzherr bes Waffenringes ber Deutschen Kavallerie, Gene- ralfelbmarschall v. Mackensen, wirb ben großen Vorbeimarsch ber alten unb jungen Reiter abneh­men. Gruppen ber ehemaligen 110 beutschen Ka­vallerie-Regimenter nehmen am Festzuge in ihren alten Uniformen teil. (Eine Schwabron eines Reiter- Regiment sowie bie Kavallerieschule Hannover wiro bei ben Veranstaltungen mitroirfen. Für bie Sonberzüge nach Hamburg gilt eine Fahrpreiser­mäßigung von 70 v. H.

28. Deutscher Mietertag in Berlin.

Der Bunb Deutscher Mietervereine e. V., hat zum 14. Juni ben 28. Deutschen Mieter­tag nach Berlin einberufen. In der Öffentlichen Tagung am 15. Juni in derKrolloper" sprechen: Bunbesführer Pg. Herrmann: (Bauamtsleiter ber NSV., Pg. Spiewock - Berlin, M. b. R., über Volk unb Wohnung"; Stadtrat Pg. Schmidt- Altona, Geschäftsführer des Reichsheimstättenamtes Der NSDAP, unb DAF., überWohnung unb Sieblung": Rechtsanwalt Dr. Scherer, überDas Mietrecht ber Zukunft": Generalleutnant a. D. Grimme, Präsibent bes Reichsluftschutzbundes, überReichsluftschutz vaterländische Pflicht"

Bunbesfagung

des Deutschen kolonialkriegerBunbes.

Im Rahmen ber großen Äolomaitapiing des Reichskolonialbunbes in Freiburg i. Br. vorn 13. bis 16. Juni 1935 finbet bie Bunoestagung des Deutschen Kolonialkrieger-Bunbes unter Leitung seines Bunbesführers, des Reichsstatthalters in Bayern General Ritter von Epp statt. Die 10jährige Tätigkeit bes Generals von Epp als Bunbesführer bes Deutschen Kolonialkrieger-Bun- bes unb sein stetes (Eintreten für Deutschlands ko­loniale Forberungen wirb Veranlassung zu einer besonberen Feier geben

Die Türkei begeht zum erstenmal den Sonntag als Feiertag.

Am letzten Samstag trat bas neue türkiscbe Gese'tz über bie Feiertage in Kraft. Am Sonntag wurde zum ersten Male in ber Türkei ber Sonntag als Wochenfeiertag be­gangen. Damit ist ber bisherige religiöse Wochen­feiertag des Islam, der Freitag, endgültig abge- schafst und damit mit einem Jahrhunderte alten Brauch gebrochen worben. Gleichzeitig ist für alle Behörben unb öffentlichen Betriebe bie 36stünbige Arbeitsruhe am Wochenende eingeführt worden, bie am Samstag um 13 Hhr ihren An­fang nahm. Zur gleichen Stunde stellten sich die Bahn- und Schiffahrtslinien auf ben Feiertags­betrieb um, was bisher immer am Freitag geschah. Mit biefem Sonntagsgesetz, bas nur auf wirtschaft-

llche Erwägungen zurückgeht, hat bie Türkei einen weiteren wichtigen Schritt zur Annäherung an bie westlichen Gebräuche unternommen.

Rekorbfahrt ber .Jlotmanbie.

Der neue französische Personenbampfer Nor­ma n b i e " hat auf feiner Jungfernreise nach Neu- york eine Rekorbfahrt gemacht. Für bie Heber- fahrt von Süb-Englanb bis zur Hubson-Bucht wur­den 4 Tage, 2 Stunden, 14 Minuten benötigt, wäh­rend der von derBremen" gehaltene Rekord 4 Tage, 17 Stunden, 27 Minuten betrug. DieNor­mandie" hat eine Durchschnlttsgeschwindigkeit von 55,522 Stundenkilometern erreicht.

Explosion auf einem sowjetrussischen Tankbampfer. 38 Tote.

Auf dem TankdampferSowjet-Aserbeidschan", der aus Krasnowodsk mit Eedöl ins Kaspische Meer ausgelaufen war, ereignete sich infolge eines Zu­sammenstoßes mit dem DampferSowjet" eine Explosion, bei ber 27 Mann ber Besatzung bes Tankbampfers ums Leben tarnen. Die beiben Dampfer gerieten in Branb. Auf bem DampferSowjet" fielen ebenfalls sechs Mann ber Besatzung ben Flammen zum Opfer. Unter ben Toten befinden sich auch drei Kinder, da ein Teil der Besatzung ihre Familien an Bord hatte. Es werden noch fünf Mann vermißt, die sich wäh­rend des Brandes Ins Meer stürzten. Da auch diese fünf umgekommen fein dürften, würde sich bie Zahl Der Opfer auf 38 erhöhen

Ein Mitglied der Entführerdanbe in Ehikago verhaftet.

Der Leiter Der amerikanischen Bunbesgeheim- polizei gab die Verhaftung eines gewissen Vol- ney Davis in Chlkago im Zusammenhang mit der Entführung bes neunjährigen George Weyerhauser bekannt. Davis würbe schwer­gefesselt unter stärkster Bewachung nach St. Paul gebracht. Es wird angenommen, baß Davis zwar nicht ber Haupttäter, aber ein Mitglieb ber (Ent- führerbanbe ist. Davis hat geftanben, baß er im vergangenen Jahr an der Entführung bes Brauerei­besitzers Bremer beteiligt war. Die Einzelheiten über seine Beteiligung an ber Entführung Des George Weyershäuser finb bisher noch unbekannt. Die Polizeibehörben finb fieberhaft auf ber Suche nach ben übrigen Entführern. Das Bunbesjustizamt in Tacoma versammelte etwa 200 Beamte, bie zu blefer Aktion eingesetzt werden. Die Polizei ver­mutet, daß sich bie Entführer in ber gebirgigen Umgebung von Seattle verborgen halten. Man nimmt an, baß die Täter keinem bekannten 23er- brecherverbanbe angehören, fonbern ben Knaben­raub von Tacoma unter sorgfältiger Nachahmung anberer bekannter Entführungen begingen. Die Po­lizei von Tacoma erhielt bereits viele hunberte von Mitteilungen, über ben Empfang von Gelbscheinen, bie angeblich bie Nummern ber Lösegelbnoten tra­gen sollen, bisher ist aber noch in keinem Falle die Richtigkeit tiefer Mitteilungen festgestellt worben.

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