Ausgabe 
3.12.1935
 
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WirtschastsnSte der Schweiz

Bürgerpartei.

Frauenschicksal unterm Sowjetstern

Der Marsch in die zweite Erzeugungsschlacht

Aus aller Welt

Die beiden Frauen sind heute morgen in der Klinik

Bayerischen Diözesenverbandes. Insgesamt foltert etwa 120 000 Mark ohne Genehmigung der Devisen­stelle zum Rückkauf von Ordensobligationen ver­wendet, worden fein. Weiter sollen die Angeklagten unbefugt über 260 000 französische Franken verfügt haben, die dem Orden in Gestalt von Zuwendungen ausländischer Niederlassungen zirflossen. Dem Gene-»

enthaltungen der Sozialdemokraten seinen bisherigen

Vizepräsidenten R e i ch l i n g von der Bauern» und

Ämstalder (katholisch-konservativ), der Natio­nal r a t mit 116 von 128 Stimmen bei 32 Stimm-

reaelung" ist ein sinnentstellender Fehler unter­laufen. Es muß in der 7. Zeile des letzten Absatzes richtig heißen: ... bei einem um 30 v. 5). grö­ßeren Nutzeffekt des Dieselmotors usw.

ihren Verletzungen erlegen.

Ein Gendarmeriewachlmeisler und seine Frau ermordet.

In Rostken im Kreise Lyck (Ostpreußen) wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt. Man fand den Gendarmeriewachtmeister Rode und seine Ehe­frau im Schlafzimmer ihrer Wohnung in einer gro­ßen Blutlache liegend t o t auf. Nach den bisherigen amtlichen Feststellungen handelt es sich um einen Doppelmord. Der Beamte und seine Ehefrau sind durch mehrere Messerstiche getötet worden. Die Ermittlungen nach dem mutmaßlichen Täter sind sofort ausgenommen worden.

Nächtliche Verbrecherjagd in Bromberg.

würden!

Diese Behandlung der Frauen hat nun wieder zur Folge gehabt, daß werdende Mütter sich mit aller Gewalt dagegen auflehnen, ihre Kinder zur Welt zu bringen. DiePrawda" vom 11. August schreibt: Von 150 schwangeren Arbeiterinnen der Dedowsker Fabrik, die sich im Mai dieses Jahres an die Klinik um ärztliche Hilfe wandten, wollten nur 30 Mutter werden. 120 bestanden auf der Unterbrechung der Schwangerschaft. Als Grund gaben sie an:Für mich finde ich einen Mann, aber für mein Kind einen Vater zu finden, ist schwer."Ich will keinen Vaterlosen zur Welt bringen."Hätte ich einen rich­tigen Ehemann, würde ich auch Kinder gebären." In dem gleichen Artikel, der sich mit dem Familienleben bolschewistischer Prägung beschäftigt, wird dann ab­schließend festgestellt, daß 40 Prozent der Arbeite­rinnen, die Kinder zu ernähren haben, o h ne Ehe­männer leben, weil die Väterdie Familie verlassen haben.

So ließen sich noch zahllose andere Beispiele aus der russischen Presse nicht nur über das Los der Frau, sondern auch der Kinder, die man aus den Familien herausreißt und namentlich auf dem Lande zwingt, schwerste körperliche^ Arbeit in den Kollektivwirtschaften zu leisten, veröffentlichen. Je­doch diese kleine Auslese, typisch für die ganze Sow­jetunion, läßt ahnen, was die russische Frau unter dem roten Stern zu leiden hat.

Der kommissarische Dberbürgermeister der Stadt Memel, Lektor Ga.lius, hat dem Landesdirektorium mitaeteilt, daß er aus Person- Uchen Gründen s - i n A m t als Oberbürgermeister nied - rl - g -. Gailius ist schon der zweite der von dem statutwidrigen Direktorium Bruvela,t,s crnge- setzten kmnmissarM» 0berbürgerme.si^ Sein

Die Mittelrheinische Volkszeitung" in Bingen hat mit dem 1.Dezember ihr Er­scheinen eingestellt.

*

Der Führer und Reichskanzler hat nach Uebernahme des Tannenberg-Natlo- naldenkmals als Reichsehrenmal m Die Obhut und Verwaltung des Reiches dem srüheren Vor- likenden des Tannenberg-Nationald-nkmal-Vereins Generalmajor a. D. Kahns in Königsberg und dem letzten Vorsitzenden des D-r-ms, Landeshaupt­mann Dr. Blunck in Königsberg, für ihre Ver­dienste um das Tannenbergdenkmal durch persön­liche Schreiben seinen Dank ausgesprochen.

Leiters der Paßabteilung im 44. Moskauer Miliz­revier zugeben. Seine Frau Christine, die in ihrer Ehe nichts als Prügel von ihm empfangen hatte, wurde eines Tages von ihm vor die Türe gesetzt. Jetzt forschte sie nach dem Vorleben ihres Mannes und stellte fest, daß sie bereits die siebente Ehefrau war. Sie wurde geschieden, erhielt aber keine Unterstützung. Dafür heiratete der Mi­lizgewaltige die achte Frau. Selbst das Moskauer Blatt mußte zugeben, daß dieser Harem die Folge der Vollmachten sei, die dem Leiter einer Paßstelle

Verfolger durch Revolverschüsse abzuschüt» teln. Einem der Verbrecher gelang es schließlich, in einer städtischen Parkanlage zu verschwinden, während der zweite gefaßt werden konnte.

Kraftwagen mit vier Toten im Wasser aufgefunden.

Schiffer fanden in Dorplein onder Weert bet Eindshoven (Holland) im Hafen einen Personen­kraftwagen im Wasser. In dem Wagen befanden sich die Leichen von vier jungen Leuten. Es konnte noch nicht mit Sicherheit festgestellt werden, wann das Unglück geschehen ist, doch nimmt man an, daß der Wagen in der Nacht, von niemand bemerkt, vom Wege abgekommen und ins Wasser gestürzt ist.

DevisenprozeßBarmherziger Brüder".

Vor dem Berliner Sonderaericht begann ein mehrtägiger Prozeß, der Deoisenschiebungen beim Orden derBarmherzigen Brüder" in Trier zum Gegenstand hat. Die Anklage richtet sich in der Hauptsache gegen den Generalschafsner Ferdinand Hoffmann und den Generaloberen August Wolff. Mitangeklaat sind ferner wegen Begünsti­gung die beiden Laienbrüder Nikolaus Joseph Meiser und Johann Sauer sowie der Klostervor­steher Michael Thiel aus Trier. Sie haben dem Generaloberen Wolff zur Flucht ins Ausland ver­halfen. Wolff konnte daher erst sestgenommen wer­den, als er wieder Deutschland betrat. Der Orden hatte bis zum Jahre 1929 in Holland A n - leihen im Betrage von 2,22 Millionen Gulden ausgenommen. Dazu kam in den Jahren 1932 und 1933 e i n Schweizer Darlehen von 102 000 Franken und ein Darlehen von 1,5 Millionen Mark als Anteil an einer Amerika-Anleihe des

St* schweizerische Bundesrat hat weitgehende Vollmachten gefordert, um ein sehr umfangreiches ttnb schwieriges Finanzprogramm durchzusuhren. Es handelt sich dabei vor allem um die Aufbringung der Mittet für eint systematische Bekämpfung der Ärb titaloH aflit. Denn die Weltwirt- schast-kNse hat auch der schweizerischen Wirtschaft schwere Wunden geschlagen und der berufstätigen Devätteruno in zunehmendem Maße ihre Arbeits­und Eintommensgrundiage entzoaen. Die Wirtfchafts- Nöte der Schweiz haben ihren Ursprung vor allem in dem Rückgang d e r A u s f u h r Der innere Markt der schweizerischen Industrien ist eng. Die wichtigsten unter ihnen sind Ausfuhrindustrien. Schon im vorigen Jahre hat der Bundesrat einen großen Teil von thnen^ so insbesondere die hoch­entwickelte Metall- und Maschinenindu- st r i e, durch Uebernahme von Garantien für Ex­portkredite unterstützen müssen. Dadurch konnte erreicht werden, daß der schweizerischen Wirtschaft zahlreiche Exportaufträge erhalten wurden, die ihr ohne diese Förderungsmaßnahme verloren gegan­gen wären.

Eines Schuttes bedarf in besonderem Maße die schweizerische Uhrenindustrie, die im Jahre 1934 noch Erzeugnisse im Gesamtwert von 109 Mil­lionen Franc ausst'ihren konnte. Die Errichtung neuer Unternehmungen und auch die Erweiterung bestehender Betriebe wurde verboten. Den notlei­denden kleineren und mittleren Uhrenfabriken wur­den staatliche Darlehen gewährt, um ihnen die Wei­terführung ihrer Betriebe zu ermöglichen. Zur För­

derung der schweizerischen Stickereiindustrie wurde mit staatlichen Mitteln eine Treuhand - Ge­nossenschaft begründet, die ihre Aufgabe vor allem in der Ausschaltung überzähliger Maschinen er­blickte. Sie wollte hierdurch die Beschäftigung zusätz-

gegeben sind!

Doch zurück zu der Schwerarbeit der russischen Frau.Molot" vom 14. September berichtet eini­ges über die Behandlung der Frauen in der Staat­lichen Getreidewirtschaft Deloglinsk (Asow-Schwarzmeergebiet): Die Frauen werden ge­zwungen, Lasten bis zu 75 Kilogramm zu tragen. Aus Angst, die Arbeit zu verlieren, be- mühen sich die Frauen, ihre Schwangerschaft zu verbergen, und arbeiten bis zur Niederkunft. Die Frau des Traktoristen K. gebar während der Ar­beit. Die O. brachte eine Totgeburt zur ®elt Die M. gebar auf einem Heuwagen, die W. in der Reparaturwerkstätte. Die MoskauerPrawda" vom 29. Juni berichtet von einer Stoßbrigadlerin, die ein Kind während der Arbeit auf einem Rüben­feld zur Welt brachte. Ein wegen der bevorstehen­den Entbindung beantragter Urlaub wurde ab- gelehnt, weil sie das ihr zugewiesene Stück Land restlos zu bearbeiten habe. Im gleichen Blatt wird aus einen anderen Fall aufmerksam gemacht, der sich dadurch auszeichnet, daß verschiedentlich die Frauen während der Schwangerschaft mit Strafe bedroht wurden, falls sie der Arbeit fern bleiben

Mit der Beendigung des 3. Reichsbauerntages liegt ein Jahr der landwirtschaftlichen Erzeugungs- fchlacht hinter uns. Die Bauernführer haben in Goslar die Richtlinien für die weitere Durchführung des Kampfes, den der Reichsnährstand um die Nahrungs- und Rohstofffreiheit un­seres Dockes führt, erhalten und damit die Verpflich­tung übernommen, diesen Kampf auch im zweiten Jahr mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln zu führen und solange fortzusetzen, bis das Ziel er­reicht ist. Es liegt in der Eigenart der landwirt­schaftlichen Erzeugung, daß als zweckmä ß i g erkannte Anbauverschiebungen nicht in kurzer Zeit durchgeführt werden und Maßnahmen zur Erzielung höherer Leistungen sich nicht von einem Jahr zum andern mit Sicherheit auswirken können. Man kann daher den bisher erzielten Erfolg der Erzeugungsschlacht auch nicht am Ernteertrag des vergangenen Jah­res messen, jonbern muh dazu diejenigen Merk­male und Maßnahmen heranziehen, die die Fort­schritte der Erzeugungsschlacht klar erkennen lassen.

Die Kampftaktik der Erzeugungsschlacht besteht darin, durch Steigerung und Sicherung der Erträge der landwirtschaftlichen Erzeugnisse, bei denen die Selbstversorgung bereits erreicht ist, (vor allem Brotgetreide und Kartoffeln) freie Flächen zum Anbau der fehlenden Früchte zu schaffen. Dabei soll die steigende Ertrags- leistung vor allem in den Betrieben erzielt wer­den, die bisher unter dem Gesamldurchschnilt standen.

Daß wir in dieser Richtung weitergekornrnen sind, beweisen vor allem zwei Merkmale, in denen sich der Fortschritt der Erzeugungsschlacht äußert: Die e r - höhte Anwendung künstlicher Dünge­mittel und die allgemeine Verwendung hochwertigen Saatgutes. Der Verbrauch künstlicher Düngemittel ist in tausend Tonnen von 1933/34 gegenüber 1934/35

bei Stickstoff von 382 auf 425

bei Phosphorsäure 462 542 und

bei Kali 714 817

^Nachdem die Drotgetreideversoraung mengen­mäßig sichergestellt ist, wurden Maßnahmen ersor- derlich, den Änbau von Qualitatswetzen zu fördern, um die Einfuhr ausländischen Wetzens, der bisher noch zum Verschneiden des Mehls aus tn- ländischen Sorten erforderlich war, restlos überflüssig zu machen. Die Festsetzung höherer Pretse für in­ländischen Qualitätsweizen hat diesem Umstand Rechnung getragen, sie werden den Anreiz zum vermehrten Anbau der hierfür in Frage kommenden Sorten geben und gleichzeitig die Züchter veran­lassen, sich der Züchtung ertragreicher Werzensorten von guter Qualität mit erhöhtem Elfer zu widmen.

3m Vordergrund aller Maßnahmen der Erzen- gungsschlachl steht die Lösung des E iweiß- und Fettproblems und darüber hinaus die Selbstversorgung mit den von der Textil­industrie benötigten Rohstoffen. Auch hier kann der Erfolg, der die Fehler der Agrarpolitik der letzten Jahrzehnte wieder gut machen soll, nicht in ein oder zwei Jahren erreicht werden, er muh vielmehr Schritt für Schrit undunter Ausnutzung aller gegebenen Möglichkeiten er­kämpft werden. Die wirksamste Steigerung der Futtereiweihgewinnung wird zweifellos erreicht durch Erhöhung der Erträge von Viesen und Meiden mittels Ren­an saat, zweckmäßige und reichliche Düngung, gute Pflege und Verbesserung der Erntetechnik; daneben wird der Feldfutterban ausge­dehnt und der Zwischenfruchtbau erwei­tert, wobei es wiederum die Aufgabe der Züch­tung ist, hochwertiges, bodenständiges Zucht- faatgnt in ausreichender Menge zur Ver­fügung zu stellen.

Kunst und Wisienschast.

Zur Weihnachts-Ausstellung der oberheffischen Künstler.

In der gestrigen Besprechung der Weihnachtsaus­stellung der oberhessischen Künstler ist der Name eines Ausstellers versehentlich unrichtig wieder­gegeben: die erwähnte Harzlandschaft (Aquarell) stammt von W. Großhaus, Lützellinden, nicht Großmann, was hiermit berichtigt fei.

Euwe führt im Schachweltmeisterfchaftskampf.

Arn Sonntag und Montag wurde in Amsterdam die 25. Partie im Kampf um d i e Schach- Weltmeisterschaft zwischen A l j e ch i n und Euwe gespielt. Aljechin führte die weißen Steine und spielte ein Damengambit. Seine Angriffe wur­den aber von Euwe vereitelt, der sich ein lieber« gewicht von zwei Bauern zu verschaffen wußte. Nach dem 40. Zuge wurde die Partie in Gewinn­stellung für E u w e am Sonntag abgebrochen. Nach weiteren fünf Zügen am Montagabend gab A l = j e ch i n die Partie auf. Der Stand ist nunmehr 8:7 bei 10 Remis. Die nächste Partie wird in Zandvoort gespielt.

nes Amtes enthobenen bisherigen Memeler Ober­bürgermeister Brindlinger abgelöst hatte, muhte zurücktreten, weil fein Verhalten sogar den Unwillen seiner eigenen litauischen Parteigänger erregte.

Eine Aufsehen erregende Verbrecherjagd spielte sich in einer der letzten Nächte in Brombera ab. Die Bromberger Polizei hatte erfahren, daß sich international gesuchte Verbrecher in Bromberg verborgen hielten. Als sechs Beamte in das mut­maßliche Versteck der Verbrecher eindringen wollten, prangen plötzlich zwei Männer, nur mit dem Hemd bet leibet, durch das Fenster auf die Straße. Es handelte sich nm die gesuchten Verbre­cher, die mit Revolvern bewaffnet waren. Es be­gann nun eine nächtliche Jagd durch die Straßen ... .______

etüi* wobck ta MchUmM «LjrrchtL» Ä» ratecherw WUÄ voMwort^ HMwrrS

Diese Maßnahmen, die seit Beginn der Erzeugungs­schlacht eingeleitet und in verstärktem Maße weiter durchgeführt werden, müssen wenn auch nicht von heute auf morgen dazu führen, den Einfuhrbe­darf an verdaulichem Eiweiß der vor kurzem noch 25 v. H. des Gesamtbedarfs betrug, erheblich zu senken und schließlich völlig überflüfsig zu machen. In diesem Zusammenhang sind auch die Bestrebun­gen zur Gewinnung von gehaltreichem Eiweißfutter durch Ausdehnung der Gärfutterwirtschaft zu erwähnen, die da­zu geführt haben, daß der zur Verfügung stehende Garfutterbehälterraum feit Beginn der Erzeugungs- schlacht mehr als verdoppelt wurde. Mit fortschrei­tender Schließung der Lücke in der Eiweißversor- gunq stiegen auch die Möglichkeiten, die Fettein- f u h r die bisher 50 v. H. und mehr des Gesamt­verbrauchs betrug, zu vermindern bzw. schließlich

in dieserErrungenschaft" der Oktoberrevolution eine Ursache sieht, sich glücklicher als zuvor zu schätzen, darf nach den Erfahrungen, die die russische Frau bisher zu sammeln Gelegenheit hatte, füglich

ß u { n P r ii n rt h e 5 Anb 0 uesI bezweifelt werden. Denn schließlich ist sie trotz des entsprechenden St e i gerun gd es An b aue $0^1 Menschheitsbeglücker die Le-

?°n, Ä ^kM?ersorderttcken wären ist b e n s a e f ä h r t i n des Mannes geblieben, die,

®9 lind Wx glei^ihg mU °-rm-hr'-m An. was ist denn di- russisch- Frau non heute

bau von Oelpflanzen alle Maßnahmen finge -n Wirklichkeit? Eines der unglücklichsten Ge­leitet, die notwendig sind, um auch über die I schöpfe, das, mag es auf dem Lande oder in der Milchfett - Erzeugung und die Stadt leben, rechtloser denn je ist und auf dessen

Schweinemast die Rahrungsfetterzevgung Schultern eine Last gebürdet wurde, mit der sie von

zu steigern. Am sichtbarsten treten die bis- einer Leidensstation zur anderen schleicht. Wie auf»

heriqen Erfolge in den vergrößerten reibend wirken allein schon die Wohnverhältnisse in

Anbauflächen von Raps und Rüb- den Städten. Zusammengepfercht Hausen die Fami-

r Ooi n fioTfiaHrfi lien in abgewohnten Räumen, Personen, die Nichts

!CIi \ VOn L herv ' miteinander gemein haben, müssen im gleichen Zim-

der Maßnahmen zur Hebung der Fetterzeu- I mer wohnen. Jedes Familienleben muß allein

gung auf dem Wege einer vermehrten darüber schon zu Bruch gehen. Daneben die Fülle

Milchfett- und Schweineschmalz- der vor dem Ausbruch Der bolschewistischen Herr»

gewlnnung sind in erster Linie die Bestre- lichkeit unbekannt gewesenen Alltagssorgen, wie

bungen zu nennen durch stärkere Förderung sie allein schon aus dem Mangel an allen (siegen­der Leiftunqsz'ucht (körgefeh) zu einer ständen des täglichen Bedarfs und aus der mkel-

höheren Cdftung der b°l »l-^b-nd-r n°m^V-rhaUn.-^u ^Ärbcn ®'* ober wirtfchaftseigener Futtergrund ge z I besser als allgemein gehaltene Schilderun-

kommen. A6n vermögen jedoch gewisse' Mitteilungen in der

Zur Deckung des Bedarfs an Textilr 0 h - sowjetrufsifchen Presse das Schicksal der russischen stoffen, die in der vergangenen Zeit von allen Frau unter dem Sowjetstern zu beleuchten. So landwirtschaftlichen Erzeugnissen am meisten ver- fand sich kürzlich in derJswestija", dem Regie- nachläss'.gt wurden, so daß sie nur etwa 10 n. H. des rungsblatt, eine erschütternde Schilde- Gesamtbedarfs decken konnten, kommen in erster rung d e r Wohnverhältnisse in der In- Linie Wolle, Flachs und Hanf in Betracht, dustriestadt Saporoschje am Dnjepr. 16000 Die Bestrebungen, die Schafhaltung durch Männer, Frauen und Kinder wohnen hier, wie das Festsetzung der Wollpreise und andere Maßnahmen genannte Blatt wörtlich sagt, in scheußlichen zu fördern, haben insofern bereits einen wesent- zwerghaften Hütten in der Umgebung der lichen Erfolg gezeigt, als die Schafhaltung nicht un- Stadt. Kein Licht, kein Wasser, keine Beseitigung wesentlich und zwar seit 19 3 4 um 6 00 000 des Unrats gibt es in dieser Waldhüttensiedlung. Stück, zugenommen hat, so daß der Bestand Nun stelle man sich das Schicksal der Frau und heute wieder etwas mehr als vier Millionen be- Mutter, ihre Lage und ihr Los unter diesen Um» , trägt. Auf d i e Vergrößerung der Lein- ständen vor. #

bzw. Flachsfläche, die als Faser-, Del» und DieBefreiung" der Frau hat ihr auch die (durch die bei der Delbereitung anfallenden Del-(Segnung" gebracht, Arbeiten verrichten zu dürfen, kuchen) Eiweißlieferant in der Erzeugungsschlacht die im allgemeinen Sache stämmiger Männer zu eine dreifache Rolle spielt, wurde bereits hingewie- sein pflegen. Man sieht sie z. B. m Moskau im- sen so daß nur noch d i e Steigerung Der mer wieder bei Erdarbeiten. Sie muß diese Hanf fläche von 366 auf 3609 Hektar zu er- Arbeiten verrichten, wenn sie nicht verhungern wähnen bleibt. Da zur Deckung des Eigenbedarfs will oder wenn sie verhindern will, daß ihre Kinder der Leinenindustrie 24 000 Tonnen Faser bzw. 30 daheim den Hungertod sterben. Denn angesichts bis 35 Hektar Flachsanbau erforderlich sind, dürfte der leichten Ehescheidung und der Sittenverwilde- dank der getroffenen Maßnahmen die Flachs- rung gibt es heute in den russischen Städten hun- anbauff äche im kommenden Jahre zum ersten derttausende Frauen, die v 0 n ' h r em M a n n i n Male zur Fasergewinnung ausreichen. Stich gelassen worden sind Wie es m den Die 'Rabl der Flachsrösten wurde mit Unter- echt kommunistischen Ehen aussteht, muhte am 8. stützung des Reiches von 25 im Jahre 1933 auf 35 August die Moskauei^ZeitungWetscherniaia Mos- im Jahre 1934 und 68 im Jahre 1935 gesteigert, kwa" in einem Bericht über die Vielweiberei eines und wird naturgemäß weiterhin Der Zunahme Der Flachsanbaufläche anaepaßt werden, besonders, so­lange keine andere Flachsaufbearbeitungsverfahren zur Verfügung stehen, um das Röstverfahren in großem Umfange zu ersetzen. Die über die Deckung

^ÄbS5inLtni?1n°F°rÄI Furchtbare Bluttat in Heidelberg.

Delle in der Steigerung der Fetterzeugung die- Montagabend wurde in einem Hause in der nen. Schon eine Fläche von 80 000 Hektar Lein, giiinckslraße in Heidelberg ein furchtbarer Raub- wovon i- 50 v. $). als Faser uni) Oellem ano-nom. überfnl( ausgesührk. Als gegen 20 Uhr der De- Faserb?dorf"jondern^d°rüber'^hinaus" noch "den L- L« der vllla n°ch h°u,e ,urückk-hr.° sand » darf an Leinsaat zur Speiseölgewinnung zu decken, seine F r a u u n D D a. s> $ i e n ft m a b ch e n i m wobei außerdem noch als Nebenprodukt etwa 65 000 Kellergeschoß blutüberströmt und be­gonnen Oelkuchen anfallen würden. wußttos am Boden liegen. Die sofort be-

------------ nachrichtigte Polizei stellte fest, daß die beiden

, -w.xjäIam Frauen von einem Unbekannten anscheinend mit

Kieme ponttswe NalyNivreN. einem Hammer niedergeschlagen wor- In der am Montag veröffentlichten Meldung des den waren Ms die Ueberfallenen um Hilfe riefen,

Deutschen Nachrichtenbüros über dieTreibstoff- muß der Tater wohl die Flucht ergriffen haben.

Im Lichthof des Reichskriegsministeriums wurde die Büste des Generals Ludendorff ausgestellt. Der Reichskriegsminister übergab mit licher Arbeitskräfte ermöglichen. Das Ziel ist aber I einer Ansprache, in Der er die Persönlichkeit und infolge der andauernden Verminderung des Absatzes Vve geschichtliche Leistung des Generals Ludendorff nur in sehr geringem Maße erreicht worden. Auch mürDigle, Die Büste Dem Oberbefehlshaber des Hee» den Schuhfabriken und dem Schuhmacher- res, General der Artillerie Frei Herrn von Handwerk versuchte man durch die Einführung Fritsch, in feine Obhut. Bei der Feier waren der des Bewilligungszwanges für die Neuerrichtung und | Chef des Generalstabes, General der Artillerie Beck (Erroeiterung von Bettieben zu helfen. Bekannt aus i und sämtliche Abteilungsleiter des Generalstabes häufigen Erörterungen ist der schweizerische Hotel- anwesend, p l a n , der dem Beherbergungsgewerbe in- und aus- *

ländische Besucher aus weniger wohlhabenden Krei- Die Schweizer Bundesversammlung sen zuführen soll. trat zum ersten Male nach den Neuwahlen zusam-

Alle diese Maßnahmen haben aber nicht aus- men. Der Ständerat wählte einstimmig zu gereicht, um die schweizerische Wirtschaftsnot zu be- seinem Präsidenten den bisherigen Vizepräsidenten heben, die sich im letzten Jahre vielmehr wesent-'^ " ' ' 1:X m 11 ~

l i ch verschlimmert hat. Jetzt will es der Bun­desrat mit der Durchführung eines umfangreichen Arbeitsbeschaffungs» und W i r t f ch a f t s - belebungsprogramms versuchen, wobei er sich vielfach in Deutschland erprobte Maßnahmen zum Vorbilde genommen hat. Es zeigt sich aber schon jetzt, daß die Finanzierung dieses Programmes mit Hilfe der parlamentarischen Maschinerie nicht möglich ist. Diese muß erst ausgeschaltet werden, wenn der Bundesrat für den Kampf gegen die Ar- Der Bolschewismus hat auch dieBefrei- beitslofigfeit und die Wirtschaftsnot freie Hand ung" der russischen Frau gebracht. Ob sie haben soll. I aber, abgesehen von den Fallschirmspringerinnen,

.....- Iben weiblichen Offizieren, den Flintenträgerinnen lund anderen vom Frauentum abgefallenen Wesen,