Ausgabe 
3.10.1935
 
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Preußen.

Blumen-, Obst- und Gemüseschau in Wißmar.

+ Wißmar, 1. Oft Am Samstaa und Sonn­tag veranstaltete der hiesige Obst» und Garten­bauverein im Wolfschen Saale eine große Blumen-, Obst- und Gemüseschau, die, vor­weggesagt, in allen ihren Teilen als wohlgelungen bezeichnet werden muß. Damit war eine Aus­stellung von Mostgeräten und Schädlingsbekämp­fungsmitteln verbunden. Hilfsbereite Hände aus Mitgliederkreisen hatten die Sckau in geradezu mustergültiger Weise aufgebaut, so daß das Aus­stellungsgut trefflich zur Wirkung kam. lieber dem Mitteltisch hing eine mächtige Erntekrone, deren Fruchtbehang sich in farbiger Beleuchtung aus­gezeichnet ausnahm. Den Glanzpunkt der Aus­stellung bildete die geschmackvolle Herrichtung der Bühne. Zimmerlinden, Begonien, Korallenbäume, Koniferen und Blütenpflanzen umstanden das Bild des Führers, vor dem von Schülerhand (Kümmel) eine Springbrunnenanlage ihren silbrigglitzernden Wasserstrahl aufwarf und dann in eine Steingrotte mit Felsenpflanzen verschiedenster Art überging. Jeder der 44 Aussteller der Dereinsmitglieder hatte sein Bestes zum Gelingen der Schau getan, so daß die Wertung der Stände durch die Kommissions­mitglieder, Kreisobstbauinspektor K i l p (Wetzlar),

Rektor Petry (Dorsitzenber des Obst- und Garten- bauvereins Wetzlar), Wilhelm Steinbach (Wetz­lar), H. Henkelmann (Vorsitzender des Obst- unü Gartenbauoereins Aßlar) und Hauptlehrer Wagner (Wißmar), keine leichte Arbeit darstellte. Nach folgenden Gesichtspunkten wurde die Wertung vorgenommen: Güte des Ausstellungsgutes, Menge, Aufmachung, Benennung und Gesamteindruck. Die Höchstpunktzahl betrug 25.

Die Eröffnung der Schau fand im benachbarten Saale von B i t t e n d o r f statt. Es hatten sich 350 bis 400 Volksgenossen eingefunden. Der Vor­sitzende des hiesigen Obst- und Gartenbauvereins, T h ä r n e r, begrüßte die stattliche Versammlung und gab einen Rückblick über die Tätigkeit des Ver­eins. Er wurde im Januar 1933 mit 13 Mitgliedern gegründet und zählt nach Durchführung der Werbe­woche in der Mitte dieses Monats, die allein einen Zuwachs von 40 neuen Mitgliedern erbrachte, ins­gesamt 208 Dereinsmitglieder. Er zeichnete im Weiteren die geleistete Arbeit auf (Anschaffung einer Rückenspritze, Beschaffung von Wühlmausfallen) und legte das Arbeitsprogramm in der nahen Zu­kunft vor, wonach eine neuzeitliche Obstdarre und ein Mostgerät vereinsseitig anaeschafft werden soll, um die Wirtschaftlichkeit Des heimischen Obstbaues zu heben und in Zeiten guter Obsternten Dauer­ware für knappe Jahre zu schaffen. Weiterhin ist die Anlage eines Versuchs- und Musterobstgartens geplant. In Verfolg dieses Zieles soll an die Ge­

meindeverwaltung um Ueberlassung eines geeigneten Stück Landes herangetreten werden.

Nach herzlichen Worten der Begrüßung und Be­glückwünschung durch Stabsleiter Dr. F i sch e r vom Reichsnährstand Frankfurt a. M. ergriff Kreisobst- bauinspektor Kilp (Wetzlar) das Wort zu seinem Dortrage: Die Anpflanzung der Obstbäume. Er führte u. a. qüs, daß das Setzen der Bäume die wichtigste Arbeit in der Kultur der Obstbäume sei und gab dabei Anweisung über die Vorbereitungen, die Zeit des Pflanzens, den Schnitt, die Pflanz­weite, die Sortenwahl in Beziehung zu den Boden- oerhältniffen, die Reservedüngung mit Kalk, Kali, Stickstoff und Superphosphat und wies auf die neueingeführte Markenetikette des Reichsnährstandes hin, die wirkliche Qualitätsware an Jungbäumen garantiere.

Herr Engels (Wetzlar) führte in feinem Licht­bildervortragEine heitere Reife durch das Thü­ringer Land" die Versammlung in. ein herrliches Stück deutscher Erde und brachte auch noch eigene Aufnahmen einer KdF.-Fahrt nach Schwetzingen. Reicher Beifall lohnte die Schilderungen.

Zur Ausgestaltung des Abends trug auch noch der hiesige Mandolinenklub bei, der mit mehreren ein­wandfrei vorgetragenen Musikstücken aufwartete. Die Dankesworte des Vorsitzenden Thörner endigten mit dem Gedenken unseres Führers und Reichskanz­lers mit einem dreifachen Siegheil und dem Gesang der beiden Nationallieder.

Vas Werlungsergebnls.

Mit sehr gut wurden ausgezeichnet Ldw. Stroh, Heinrich Wagner, Wilh. Wagner, Gottfried Speier, Georg Thörner, Georg Wagner und die Schule Wiß- mar, deren Bastelarbeiten (Einfamilienhaus mit Gartenanlage, Erntekranz und Gartenhütte) viel be­wundert wurden und von dem lebensnahen Unter­richt der Schule zeuge.

Mit der Auszeichnung g u t wurden bedacht Lud­wig Best, Heinr. Mülich, Ludw. Forbach, Wilhelm Klar, Karl Wagner, Ehr. Fönges, Rich. Baumbach, Wilh. Mandler, Ludw. Ufer, Friedr. Stroh, Heinr. Speier, Friedr. Rau, Hermann Speier, Ed. Bech­told, Friedrich Speier, Georg Klinke!, Hch. Mandler, Robert Wagner, Heinr. Kümmel, Heinr. Will, Wil­helm Bepperling, Ludw. Mülich, Wilh. Bittendorf, Wilh. Kraft, Heinr. Mandler (Krofdorfer Straße), Karl Kraft, Hermann Ulrich, Wilh. Zick, Wilh. Kraft und Louis Schieferstein.

Heimische, Wetzlarer und Gießener Firmen zeigten Gartengerätschaften, Sämerei- und Schädlingsbe­kämpfungs-Werkzeuge und -mittel auf. Eine Ver­losung von Haushaltsgerätschaften, Obst, Topfpflan­zen und Baumpflege-Werkzeugen half die Vereins- Unkosten decken.

Der Obst- und Gartenbauverein Wißmar kann mit Stolz auf die heurige Schau zurückblicken, die als ein bedeutender Höhepunkt seiner Vereinstätigkeit ge­wertet werden muß.

Nach einem arbeitsreichen Leben wurde gestern unser verehrter

Senior-Chef

W eifibindermeister

Herr Emst Dinslage

nach kurzer Krankheit in die Ewigkeit abberufen.

Gießen, den 2. Oktober 1935.

5646 D

Wir betrauern das Ableben unseres Bundesbruders

/

5647 D

Die Gießener Burschenschaft Frankonia

Der Bundesleiter: Fischer.

5641 D

Großen-Buseck, Wiesede, Lollar, den 1. Oktober 1935.

Herr Karl Hannawacker aus Gießen.

5633 D

Herrn Heinrich Junker, Lehrer i.R,

5640 D

Lieh, den 2. Oktober 1935.

5635 D

Gießen, den 2. Oktober 1935.

5631 D

Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Oktober, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus, Wieseck, Kirch Straße 39, aus statt

Die Beerdigung findet Freitag, den 4. Oktober, nachmittags 3 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen.

Heute morgen entschlief sanft nach langem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser guter Vater und Schwiegervater

Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben, un­vergeßlichen Mann, unseren guten, treusorgenden Vater und Großvater, Sohn, Bruder und Schwager

gestorben am 29 September 1935 zu Betzdorf (Sieg) im Alter von 82 Jahren.

Wir haben ihn in langjähriger Tätigkeit und Zusammenarbeit als einen tüchtigen, unermüdlichen Mitarbeiter und guten Ka­meraden kennen gelernt und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden plötzlich abzurufen.

Wir verlieren in ihm einen allezeit wohlwollenden und gerechten Vorgesetzten, der uns durch seine unermüdliche Tätigkeit stets ein leuchtendes Vorbild gewesen ist. Wir werden ihm jederzeit ein ehrendes Angedenken bewahren.

Für die uns beim Heimgange unserer lieben Ent­schlafenen erwiesene innige Teilnahme sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Meta Junker, geb. Bechthold.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen

Louise Wagner, geb. Schäfer Frieda Weinern, geb. Wagner Friedrich Weinern.

Die Beerdigung findet am Samstag, dem 5. Oktober, vormittags 11.30 Uhr von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt

Geh. Hof rat Prof. Dr. Herman Haupt (glz. Arminia Würzburg, Germania Gießen, Saxonia Hann.-Münden) Direktor der Universitätsbibliothek LR. Ehrensenator der Universität Gießen

Inhaber des Ehrenbandes der Deutschen Burschenschaft

Gießen, den 2. Oktober 1935.

Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma POPPE <fc CO., Gießener Gummiwarenfabrik.

Nachruf.

Nach kurzem Leiden verschied am 2. Oktober 1935 unser Heizer

Älla Änzsissn-ÄktieuseseUschaft

Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften

Gietze« / Grhulfivatze S

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Fritz Flimm,

LusWer für Lastwagen innerhalb der Stackt verloren. Mitteilung gegen Belohnung unL 5638V a.d.G.A.

Philipp Wagner III.

im 72. Lebensjahr.

Stammel

Gießen sssM

Freitag, 4. Okt., 20 bis 23 Uhr Erste Opern- Ausführung

1. Vorstellung Freitag- Ab onn. 1.205.00 RM. Cosi fan tutte OvervonMozart

Diez-Gießen, den 3. Oktober 1935.

Die Gefolgschaft der

Firma Ernst Dinslage & Söhne.

Heute abend entschlief sanft nach langem schweren Leiden meine Hebe Frau, unsere gute Tochter, Schwester. Schwägerin und Tante

Frau Anna Harbach, geb. Reuter

im Alter von 33 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen:

Karl Harbach

Familie Karl Reuter V. nebst allen Angehörigen.

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Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Mann, unsern guten Vater und Bruder

Karl Hannawacker

Heizer nach kurzem schweren Leiden heute nacht unerwartet zu sich in die Ewigkeit abzurufen.

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Katharine Hannawacker, geb. Gebhardt, und Sohn.

Giessen, Würzburg, Gemünden a. M., Kempten i. A den 2. Oktober 1935.

Die Beerdigung findet statt am Freitag, 4. Oktober 1935, nachmittags 2 Uhr auf dem neuen Friedhof.

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Nachruf.

Wieder ist ein lieber Kämpfer aus un­seren Reihen geschieden, Kamerad

Karl Hannawacker Wir werden ihm ein treues Gedenken bewahren. Ortsgruppe Gießen des NS. Deutschen Front- kämpferbundes(Stahlhelm).

Gießen, den 2. Oktober 1935.

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