Ausgabe 
3.9.1935
 
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Beisammensein an.

Zeitig ge.

SJL^fpoit

Weiter

einem Teich im Schloßgarten genommen, dankte er den beiden Kommandanten für

für die gute

Als Hausfeuerwehr tätig zv fein, ist für Deutschlands Frauen und Mädchen eine Ehre!

sich auf einem Sonntagsausflug befanden, in meh­reren Autos hier ein. Bürgermeister Högy

Kreis Büdingen.

O Nidda, 1. Sept. In vollbesetzter Turnhalle wurde dieser Tage die auf dem Marsche zum Par­teitag in Nürnberg hier rastende Niederrhei­nische HI. durch den hiesigen Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Philippi, herzlich begrüßt. Der neue Kreisleiter, Pg. K o ch in Büdingen, nahm in längeren Ausführungen Stellung zu Den zur Zeit vorherrschenden Fragen, dem Kampf gegen die Dunkelmänner aller Konfessionen. Im Hinblick auf den bereits zurückgelegten und noch beoor- tehenden anstrengenden Marsch der HI. wurde

)ie Versammlung in der üblichen Weise chlosien.

Kreis Schotten.

0 Laubach, 2. Sept. Gestern

eingeschlagen hat. Im benachbarten Holzheim wurde ein Baum durch Blitzschlag beschädigt.

0 Grüningen, 2. Sept. Meister Reinecke stattete dem Gänsestalle eines hiesigen Einwohners einen Besuch ab. Hierbei wurde der Besitzer durch das Geschrei der Gänse aus dem Schlafe geweckt und konnte beobachten, wie der Fuchs eine totae- bissene Gans durch eine undichte Stelle des Stalles hindurchziehen wollte. Als der Fuchs das Heran- nahen Des Mannes bemerkte, ergriff er ohne seine Beute die Flucht.

= Lich, 3. Sept. Nächsten Samstag und Sonn­tag vereinigt sich die Alterkameradschaft 18 9 5 hier zu einer Wiedersehensfeier. Beiem Fest- gottesdienst in der Marienstiftskirche wird Pfarrer D ö r m e r (Rockenberg), der auch Licher Vierziger ist, die Festpredigt halten.

c» Eberstadt, 2. Sept. In der jüngsten G e - meinderatssitzung wurde beschlossen: Alle Volksgenossen, die noch mit Juden Geschäfte tätigen, sowie alle Judenfreunde werden in Zukunft zu Gemeindearbeiten nicht mehr zuge­lassen. Auch kann solchen Personen kein öffent­liches Amt mehr übertragen werden. Bauern und Landwirten, die im Verkehr mit Juden stehen, sol­len das Gemeindefaselvieh, sowie die Gmeinde- roaage gesperrt werden. Der Beschluß wurde orts­üblich bekanntgegeben und trat am 1. September in Kraft. Das hiesige Pachtkonfortium hielt dieser Tage seine Generalversammlung im GasthausZum Schwanen" ab. Bürgermeister G ö r l a ch hieß die Teilnehmer willkommen. Der Rechner Heinrich Widmann trug sodann die Bi­lanz vor. Die Rechnung schließt in Einnahme mit 10 801,37 Mark, in Ausgabe mit 10 569,25 Mark ab. An Pachtgeldern wurden 10 392 Mark an die fürst- liche Rentkammer in Lich abgeführt. Die rückstän­digen Pachtgelder belaufen sich auf 400 Mark. Die Rechnung wurde einstimmig genehmigt, dem Vor­stand und dem Rechner wurde Entlastung zuteil. Nach einer regen Aussprache wurde die Versamm­lung in der üblichen Weise geschlossen. Die hie­sige ©emeinbefagb, bie kürzlich wegen Tobes- fall bes seitherigen Pächters frei geworben war, würbe nunmehr neu versteigert. Sie ging zum vorjährigen Preise von 800 Mark an bie Herren Rückel unb Pauly, beibe von Bettenhausen, über. Zum Jagbaufseher wurde Jäger Schnei- der bestimmt und verpflichtet. In unserem Orte wurden durch Oberveterinärrat Dr. Monnard (Gießen) sämtliche Kühe und Rinder im Alter von über einem Jahre auf offene Tuberkulose untersucht. Drei Tiere wurden als verdächtig beanstandet.

z Großen-Linden, 2. Sept. Am Sams­tag veranstaltete die Arbeitsbien st abtei- l u n g 5/222 Gießen zusammen mit dem A r - beitsdank in Großen-Linden im Gasthause Zum Rebstock" einen Kameradschafts­abend: Die Veranstaltung diente gleichzeitig als W e r b e a b e n b für ben Arbeitsbienft, sowie für ben Arbeitsbank. Durch Musikstücke ber Ka­pelle bes Arbeitsbienstes würbe ber Abenb einge­leitet. Es schloß sich ein TheaterstückAus ber Kampfzeit ber NSDAP, bis zum heutigen Tage" an, das von Arbeitsdienstmännem sehr gut ausge­führt wurde. Dann sprach der Bezirksobmann der Bezirksobmannschaft 2/222 H a n ß einige werbende Worte für den Arbeitsdienst und über den Zweck bes Arbeitsbankes. Alle biefenigen, bie burch ben

empfing bie Gäste auf bem Marktplatz unb begrüßte sie im Namen ber Stabt Laubach. Sobann zeigte er ihnen bie Hauptfehenswürbigkeiten ber Stabt. Nach einer kurzen Erfrischung im HotelZum Schützenhof" verließen bie Ausflugsteilnehmer un­sere Stabt.

Kreis Alsfeld.

0 Nieber-Gemünben, 2. Sept. Gestern waren es 40 Jahre, baß Heinrich Stroh da­hier das Amt des Glöckners und Kirchen­dieners übernahm. Wie Pfarrer Reichert in ber aus diesem Anlaß stattgefundenen Feier be­tonte, hat Herr Stroh dieses Amt stets mit vorbild­licher Gewissenhaftigkeit und Treue versehen. Als Ehrungen wurden dem Jubilar eine von der Kir­chengemeinde gewidmete Bibel und von der Kirchen­regierung ein Gesangbuch durch den Ortsgeistlichen überreicht. Die Ahnentafel des Herrn Stroh zeigt, daß der erste dieses Namens am Ort der Pfarrer Nikolaus Stroh war, der im Dreißigjähri­gen Krieg von 1622 bis 1644 die hiesige Pfarrstelle innehatte.

* Romrod, 1. Sept. Der 15jährige Hutarbeiter Gustav Lenz von hier erlitt bei einem unglück­lichen Sturz einen Beckenbruch und muhte in ärztliche Behandlung nach Gießen gebracht werden.

Kreis Wehlar.

* Krofdorf, 3. Sept. Am moraigen Mittwoch, 4. September, feiert Frau Wilhelmine Römer Wwe., geb. Moos, Gießener.Straße, in voller Rü­stigkeit ihren 8 0. Geburtstag.

Arbeitsdienst gegangen sind, werden in dem Ar­beitsdank weiter geschult. Der Bezirksobmann orderte alle ehemaligen Arbeitsdienstmänner auf, ich diese Gelegenheit nicht entgehen zu lassen. Es chloß sich dann bei Tanz und Musik ein gemütliches

fo köstliche Begriff Heimat stehe, dessen Tiefe nie. manb mit Worten voll und ganz ausschöpfen könne. öOer-Feiern müßten im wahrsten Sinne des Wortes Feste der Heimat werden. Das Sieg- Heil des Redners galt der lieben Vater- und Hei­matstadt Lich, Heimat und Vaterland, Volk und Führer. Für anregende und froh stimmende Unter- naltung hatte Alterskamerad Hermann Pauli (Steinbach i. T.), der noch von Alterskameraden und Alterskameradinnen und von einer guten Kapelle unterstützt wurde, in trefflicher Weife gesorgt. Und so eilten die schönen Stunden des Festabends und des damit verbundenen Essens nur allzu rasch dahin

Der gemeinsame Kirchgang zum Sonntags- gottesbienft in der Marienstiftskirche erhielt eine besondere Weihe durch die Festpredigt von Pfarrer Naumann. Die eindrucksvolle Predigt wird allen Zuhörern ein nachhaltiges Erlebnis bleiben Dem peftgottesbienft folgte eine würdige Gedenk- L®e r . ?mm,..,®efat'enen ' Ehrenmal, Wahrend ein Blaser aus der Ferne das Lied vom guten Kameraden ertönen ließ, legte Alterskamerad Christian I n s e l Mit Worten treuen Gedenkens an die den Heldentod fürs Vaterland gestorbenen Ka> meraden. einen Kranz nieder. Dann begab man sich geschloffen zur Kranzniederlegung aus ?cn Kirchhof, wo man in stillem Erinnern an den Grabern der 1885er wellte, die der Tod bereits früh aus der Altersgenossenschaft herausgerissen hat. Viele der Teilnehmer statteten dann auch den Grä- bern ihrer Angehörigen und der unvergeßlichen Lehrer Zimmer, Roth und Jäger einen Be- such ab.

Nach einer Photoaufnahme bildeten am Sonntag- nachmittag einige Kaffeestunden in der Gastwirt­schaft von Alterskamerad Jakob Eise den Abschluß der wohlgelungenen Wiedersehensfeier alter Licher Kinder und ehemaliger Licher Zöglinge des Frank­furter Waisenhauses.

3m Bergwerk verschüttet.

* LPD. Hun gen, 2. Sept. Auf der zu Buderus gehörenden GrubeAbendstern" bei Hungen wurde am Montagnachmittag durch einen plötzlichen Gebirgsrutsch ein Stollen eingedrückt, wobei der Fördermann Richard Röhrig verschüttet wurde. MU schweren Verletzungen wurde der Verunglückte geborgen und in bedenklichem Zu- ftanb tn die Klinik nach Gießen eingeliefert.

Einweihung des neuenBad-Nauheimer Krankenhauses.

LPD. Bad-Nauheim, 2. Sept. In Anwesen­heit zahlreicher Gäste, unter denen man auch die ehemalige Großherzogin von Hessen bemerkte, fand am Montagnachmittag die Einweihung des neuen Städtischen Krankenhauses statt.

Als Vorstand des Staatlichen Hochbauamtes dankte Regierungsbaurat Metzger einleitend allen maß­geblichen Stellen für die harmonische Zusammen­arbeit. Nachdem dann Baurat Roeder einen Rückblick auf die durch den Raummangel im alten Krankenhaus notwendig gewordene Entstehung des neuen Krankenhauses gemacht hatte, hob Bürger­meister Götz die planvolle Finanzpolitik des früheren Bürgermeisters und jetzigen Oberregie­rungsrates Dr. Ahl hervor, wodurch der Neubau aum großen Teil erst möglich gewesen fei. Das Kran­kenhaus selbst stelle ein Denkmal heimischer Kunst und heimischen Fleißes dar, da die meisten Arbeiten von ortsansässigen Handwerkern ausgeführt worden feien.

Professor Dr. Lueg, der Leiter des neuen Kran­kenhauses, machte bann Ausführungen über bie ärztliche Versorgung. Durch Vereinbarung mit ber Stabt Friebberg ist für operative Fälle stets ein Facharzt für Chirurgie zur Verfügung. Beibe Stäbte haben für bas Fach ber Chirurgie bzw. ber inneren Mebizin neben bem Chefarzt einen fest an- gestellten Facharzt zur Verfügung, ber in wenigen Minuten beibe Dienststellen erreichen kann. Die Stabt Friebberg stellt ben Chirurgen, bie Stabt Nauheim ben Internisten.

Flugzeugtaufe

des Fliegerstühpunktes Alsfeld.

3) Alsfelb, 2. Sept. Am Samstagabenb fand euf dem stimmungsvollen, für Kundgebungen beson­ders geeigneten Marktplatz die Taufe des ersten, von dem Fliegerstützpunkt Alsfeld selbst gebauten Segelflugzeugs in feierlicher Form statt. An der Feier nahmen die Formationen der NSDAP, und die ihr angeschlossenen Gliederungen, sowie der Freiwillige Arbeitsdienst Alsfeld teil. Außerdem war die Bevölkerung der Stadt sehr zahlreich ver­treten, so daß der Marktplatz ein schönes Bild bot. Das Segelflugzeug vom TypZögling" war vor dem Rathause aufgestellt.

Nach einleitendem Konzert der Gruppen-Kapelle 223 Alsfeld des Arbeitsdienstes hielt der Leiter des Fliegerstützpunktes Alsfeld, Studienassessor Dr. Schweisguth, die Begrüßungsansprache. Un­ter den erschienenen Ehrengästen konnte er auch den Ehrenbürger der Stadt Alsfeld, Provinzialdirektor Klo st ermann, begrüßen. Er sprach allen be­teiligten Stellen den Dank aus für die gewährte Unterstützung und Förderung. Die Taufe des Flug­zeugs nahm Fluglehrer, Diplom-Ingenieur Gewerbe­rat Köhler (Gießen) mit einer Ansprache vor, in Her er auf die große Bedeutung des Segelflugsportes hinwies. Das Flugzeug erhielt den NamenStadt Alsfeld". Nachdem der Fliegermarsch verklungen war, sprach als Vertreter der Kreisleitung der NSDAP., Kreispropagandaleiter Kimmel (Als­feld), der darauf hinwies, daß die Fesseln des Ver­sailler Vertrags das deutsche Volk auch heute noch stark einengten, unb baß nach wie vor noch Schulung auch auf bem Gebiete bes Flugsportes bringenb notroenbig sei. Neben ber sportlichen Schu­lung sei aber auch bie politische Schulung notroenbig. Bürgermeister Dr. Dölsing als Vertreter ber Stabt unb bes Kreises Alsfeld dankte dem Flieger­stützpunkt Alsfeld für die der Stadt Alsfeld erwie­sene Ehre und beglückwünschte die Alsfelder Flieger­gruppe namens des ganzen Kreises Alsfeld zu dem denkwürdigen Ereignis. Diese habe bewiesen, daß es ihr ernst sei mitzuarbeiten an der hohen Auf­gabe zur Förderung des Segelflugsportes als der Vorstufe der deutschen Luftwaffe, die uns der Füh­rer dank seiner zielbewußten, eisernen Energie nach jahrelanger Wehrlosigkeit roie-bergegeben hat. Möge ber Fliegerstützpunkt Alsfelb allezeit eine Pflege­stätte echten nationalsozialistischen Sportgeistes unb echter beutscher Fliegerkamerabschaft fein, unb möge sein Wirken zugleichn ein Ansporn sein für bie übri­gen Orte bes Kreises, burch Orünbung von Fue- gerstützpunkten auch ihrerseits freudig mttzuarbetten an bem Aufbau des beutschen Flugsportes. Dem Fliegerstützpunkt Alsfelb unb seinem aus ber Taufe gehobenen ersten Flugzeug wünschte er emsn glück­haften Flug. Die Schlußansprache hielt Flieger- Stützpunktleiter Dr. S ch w e i s g u t h , worin er betonte, baß nunmehr erst bie Hauptaufgabe be­ginne. Er wies dabei auch auf die erzieherische 25e-

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfB.R. Oranten Frohnhausen 1:1 (0:1).

Die Hiesigen konnten, trotzdem sie mit einer Ver­legenheitself in Frohnhausen antraten, ein Uyent- schieden erzielen. Die Frohnhäuser, die ebenfalls mit zwei Mann Ersatz spielten, zeigten erneut, daß sie ein ernst zu nehmender Gegner sind. Die Gieße­ner spielten mit: Haas; Leutheuser II., Haupt; Hauptfeld, Heß, Fehling; Mattern, Erb, Wlodareck, Rampt und Bischof. Hervorragend schlug sich die gesamte Hintermannschaft. Die Läuferreihe war ebenfalls gut. Nur der Sturm konnte nicht über­zeugen.

Die Gießener hatten Platzwahl und spielten zuerst bergauf. Die Frohnhäuser waren stets leicht fell>- überlegen. In der fünften Spielminute kam der Ball zu dem freistehenden Mittelstürmer von Frohn­hausen, der aus zwanzig Meter ben Ball, für Haas unhaltbar, in die Maschen jagte. Im Gegen­angriff erzwangen die Gäste eine Ecke, die von Frohnhausen ins Mittelfeld ab gewehrt wurde. An­griff auf Angriff rollte dann gegen das Gießener Tor, aber Haas war unüberwindlich. Nach der Pause spielten die Gießener bergab und konnten während ber zweiten Halbzeit im gleichen Maße eine Felbüberlegenheit erzwingen, wie die Frohn­häuser in der ersten. Aber die Hilflosigkeit der Gießener Stürmer war nicht zu überbieten. Frohn­hausen verteidigte zahlreich. Man glaubte, daß trotz der drückenden Ueberlegenheit die Gäste eine Nieder­lage einstecken müßten, als Fehling aus der Läufer­reihe einen Ball aufs Tor schoß, den der gegne­rische Tormann nicht erreichen konnte. Gießen hatte ausgeglichen. Beide Mannschaften spielten sehr fair.

Die dritte Mannschaft siegte in Leihgestern mit 6:1 Toren. Eine beachtliche Leistung.

VfB. 1. Jugend Lollar 1. Jugend 4:5.

Die erste Jugend, die auf die Mitwirkung ihres Mittelläufers verzichten mußte, zeigte nicht ihre gewohnten Leistungen und mußten eine knappe, aber nicht ganz unverdiente Niederlage hinnehmen. Beide Hintermannschasten zeigten erhebliche Mängel.

Auch die zweite Jugend kehrte aus Alten-Buseck mit einer Niederlage nach Hause zurück. Trotz aller Anstrengungen konnte sie die körperliche Ueberlegenheit des Platzbesitzers nicht ausgleichen.

Die Schülermannschaft konnte einen neuen Erfolg erringen. Sie schlug die gleiche der Steinberger mit 5:1 Toren.

VfB.-ReichSbahn-Leichtathletik.

Erfolgreiches Abfchneiden in Dillenburg.

Der Reichsbahn Turn- und Sportverein Dillen- bura weihte am vergangenen Sonntag feinen neu geschaffenen Sportplatz ein. Neben einer reichen fußballerischen Tätigkeit kamen auch verschiedene leichtathletische Konkurrenzen zum Austrag. Den größten Teil der Siege konnte hier der DfB.- Reichsbahn Gießen erzielen. Besonders hervorzu- heben ist Luhs Kugelstoß von 14,71 Meter, sowie die Siege der Jugendlichen Kley und Huppert. Auch die 4 X100-Meter-Staffel wurde vom VfB.- Reichsbahn gewonnen. Nachstehend die genauen Er­gebnisse der Gießener.

Aktive.

Kugelstoßen: 1. Otto Luh, VfB.-Reichsbahn, 14,71 Meter. 2. E. Jakob, VfB.-R., 10,65 Meter. 3. Wied, Dillenburg, 9,20 Meter.

Schulung der Wehren und dem Spritzenmeister Pfeiffer für die gute Instandhaltung der Ge­räte und des Schlauchmaterials. Zum Schluß be­tonte er, daß die Gemeinde sich auch weiterhin er­kenntlich zeigen möge, wie dies seither der Fall ge­wesen sei. Mit einem dreifachenWehr Heil" auf Führer und Vaterland fand die Besichtigung ihr Ende.

* Grünberg, 1. Sept. Die Bürgermei- t e r e t hat in einer öffentlichen Bekanntmachung ür die Gemarkung Grünberg folgenden F e l d - chluß angeordnet: Von abends eine Stunde nach Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang. Es wird darauf hingewiefen, daß Zuwiderhandelnde zur Anzeige gebracht und mit einer Geldstrafe bis zu 60 Mark bestraft werden können.

f. Grüningen, 2 Sept. Unser Dorf wurde am Montagmorgen von einem schweren G e - Witter heimgesucht. Der Blitz schlug mehrmals in die Lichtleitung, in Bäume und in das Wohn­haus des Landwirts Adam Chr. Fay ein. Durch den Kamin fand der Blitz den Weg in die Küche und ließ hier einen starken Schwefelgeruch zurück. Der entstandene Schaden ist nicht bedeutend. Trotz der hohen Lage unseres Ortes können sich ältere Leute kaum dessen entsinnen, daß es in Gebäude

10 0 Meten 1. Otto Luh, DfB.-Reichsbahn, 11,2 Sekunden.

1500 Meter: 1. Wöll, Reichsbahn Frankfurt, 4:05 Minuten. 2. Fix, Reichsbahn Frankfurt, 4:07 Minuten. 3. Theo Weber, VfB.-Reichsbahn Gießen, 4,15 Minuten. Weber erreichte eine glänzende Zett, trotzdem er in der letzten Runde stark verletzt wurde und mit nur einem Rennschuh weiterlief.

4 X 100-Meter-Stasfel: 1. VfB.-Reichs- bahn Gießen 48,4 Sekunden. 2. Tv. Siegburg 49,5 Sekunden. 3. Tv. Dillenburg. Da die Rundbahnen noch nicht fertiggestellt waren, wurde Perckrelstaffel gelaufen, daher die mäßigen Zeiten. Gießen mit Siegmund, R. Fischer, Jakob, Otto Luh.

Dreikampf, AH. von 32 bis 36 Jahren: 1. R. Fischer, VfB.-Reichsbahn Gießen. 2. Kem, Dillenburg.

Jugend.

D r e i k a m p f: 1. Egon Kley, VfB.-Reichsbahn Gießen. 2. Menke, Dillenburg. 3. Heinz Huppert, VfB.-Reichsbahn, Gießen.

W e i t s p r u n g : 1. Heinz Huppert, VfB.-Reichs- bahn Gießen, 5,56 Meter. 2. Egon Kley, VsB.- Reichsbahn Gießen, 5,51 Meter.

75-Meter-Lauf: 1. Heinz Huppert und Egon Kley, beide VfB.-Reichsbahn Gießen, in totem Rennen 9,2 Sekunden.

Kugelstoßen: 1. Egon Kley, VfB.-Reichs- bahn Gießen, 12,90 Meter; Kley stößt hier seine Bestleistung.

Frauen.

W e i t f p r u n g : Hier wurde Luise Weber, VfB.-Reichsbahn, Zweite mit 4,58 Meter. Menke, Dillenburg, gewann mit 4,61 Meter. Eine gute Leistung für die erst kurz sich betätigende Weber.

Dreifampf: Gustel Luh, VfB.-Reichsbahn, wurde hier ebenfalls Zweite.

Speerwerfen: Gustel Luh, VfB.-R., Dritte mit 17,90 Meter.

Kugelstoßen: Gustel Luh wurde hier Dritte mit 8,63 Meter.

Leichtathletik der Ep.-Vg. 1900.

Kilo in Fritzlar siegreich.

Am Sonntag hielt der Turn- und Sportverein Fritzlar leichtathletische Wettkämpfe ab, die eine recht gute Besetzung erfahren hatten. Die Spielver­einigung 1900 Gießen war durch A. Kilo vertreten, der zwei schöne Siege erfocht. Der 1900er gewann sowohl das Diskuswerfen als auch das Kugelstoßen. In letztgenannter Disziplin gelang es ihm beim letzten Stoß, den ©aufeftfieger Hartung (Kassel- Bettenhausen) zu schlagen. Im Diskuswerfen, feiner eigentlichen Domäne, blieb Kilo etwas hinter feinen seitherigen Leistungen zurück.

Diskuswerfen- 1. Kilo (1900 Gießen) 40,95; 2. Schocke (Göttingen) 39,71; 3. Ganz (VfB. Marburg) 38,76 Meter.

Kugelstoßen: 1. Kilo (1900 Gießen) 12,88; 2. Hartung (Kassel-Bettenhausen) 12,85; 3. v. Hofe (Hessen-Preußen Kassel) 12,79 Meter.

Radballspiele um denWaldeslustpokal".

Zu diesen Ausscheidungsspielen, waren am gest­rigen Sonntag die erste und zweite Mannschaft des Radfahrer-Vereins 1885 Gießen und die erste Mannschaft des Radfahrer-Verein 1900 Wieleck an-

beutung des Segelflugsportes hin, der ein Volks­sport werden müsse, und dessen Zweck auch auf die Erziehung zur Gemeinschaft gerichtet fei. Es sei ein- 319 und allein dem Führer zu verdanken, daß das deutsche Volk wieder geeint und ihm wieder die Möglichkeit gegeben fei, sich im Luftsport zu betäti- §en. Mit einem Treuegelöbnis und dreifachem Sieg-

>eil auf den Führer schloß seine von hoher Begeiste­rung getragene Ansprache. Das Deutschlandlied und öas Horst-Wessel-Lied beschlossen die stimmungsvolle Ferer. Während der Veranstaltung erstrahlten zum ersten Male die neuen Scheinwerfer zur Anstrah- lung für das Rathaus und den Turm der Walpur- giskirche und gaben der Feier einen prachtvollen Rahmen. Anschließend an die Kundgebung fand ein Fliegerkameradschaftsabend imDeutschen Hause" statt. Mit der Fliegerschulung soll alsbald auf dem Fluggelände am Hang vor dem Stadtwald Hom­berg begonnen werden.

Landkreis Gießen.

# Heuchelheim, 2. Sept. Am gestrigen Sonntag fand hier durch den Ortsgeiftlichen Pfar­rer W e i 3 e l im Hauptgottesdienst die feier­liche Einführung der Konfirmanden in den Konfirmandenunterricht statt. Die Zahl der Konfirmanden beträgt in diesem Jahre 40 (16 Knaben und 24 Mädchen), eine Zahl, die in frühe­ren Jahren in unserem Orte schon weit überschrit­ten wurde.

§ Mainz! ar, 2. Sept. Am Sonntagabend fand im festlich geschmückten Saale des Gastwirtes Müller in feierlicher Weise die Ausgabe der Kriegsehrenzeichen statt. Der Abend wurde mit einem Chorlied des hiesigen Männergesangver­eins eröffnet. Dann gab Bürgermeister Krei­ling in kurzen Worten einen Rückblick über die Zeit von 1914 bis heute und überreichte anschlie­ßend die Ehrenkreuze an Kriegsteilnehmer, Front­kämpfer und Kriegshinterbliebene. Der Gesangver­ein trug zur Verschönerung der Feier noch zwei Lieder vor. Mit dem Horst-Wessel- und dem Deutsch­landlied sowie einemSiea-Heil!" auf den Führer fand der Abend seinen Abschluß. Am Sonntag- oormittag fand hier eine Feuerweh rinspek- tion statt. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Kreismotorspritze Gießen vorgeführt. Die Freiwillige und Pflichtfeuerwehr von Daubringen sowie die Pflichtwehr von Staufenberg waren zu dieser Be­sichtigung ebenfalls erschienen. Nachdem die Pflicht­feuerwehr von Mainzlar ihr Können nach dem neuen Exerzierreglement unter Beweis gestellt hatte, folgte noch ein von den Wehren gemeinsam durchgeführter Brand angriff.

I Lollar, 31. Aug. In den Aushängekästen kündigt der Reichsmutterdienst im Deutschen Frauenwerk für den Januar kommenden Jahres einen v i e r z e h n t ä g i g e n Schulungskurs in unserem Ort an. Das Thema, in dem die Frauen und Mädchen geschult werden sollen, wird lauten: Haushaltsführung und Koche n".

0) Lollar, 2. Sept. In einer Gemeinderats­sitzung wurde folgendes beschlossen: Die Zahl der Beigeordneten beträgt in Zukunft 2, die der Gemeinderäte 6. Für das Siedlungsgelände auf der Schanz und dem Placken wurde ein Preis von 1,20 bis 1,50 Mark festgesetzt. Der Waldwirt- schaftsplan für 1936 wurde festgelegt. Als Vertreter der Gemeinde Lollar bei der Bezirks­sparkasse Gießen wurden ernannt: Bürgermeister Böhm und Gemeinderechner P e t r a s ch.

00 Alten-Buseck, 2. Sept. Am gestrigen Tage fand eine Inspektion der hiesigen Feuerwehr durch Kreisfeuerwehr - Inspektor Bouffier (Gießen) statt. Bei dem auf das Schul­haus unternommenen Brandangriff war außer der hiesigen Freiwilligen und der Pflicht-Feuerwehr auch die Kreismotorspritze beteiligt. Es stellte sich da­bei heraus, daß die hiesigen Wafferoerhältnisse bei einem größeren Brand, bei dem die Motorspritze eingesetzt werden soll, unzureichend sind. In un­srer Gegend ist im allgemeinen mit einer gerin­gen Obsternte zu rechnen, nur die Zwetschen- ernte dürfte normal ausfallen.

wg. Großen-Bufeck, 2. Sept. Gestern nach­mittag fand hier die Inspektion der Frei­willigen und der Pfichtfeuerwehr tatt. Um 14 Uhr rückte die gesamte Wehr mit ihren Geräten unter Vorantritt des Spielmannszuges nach dem Sportplatz.Nachdem hier die Uebungen im Fuß- und Geräteexerzieren durchgenommen waren, traf Kreisfeuerwehr-Jnspektor Bouffier (Gießen) mit der Motorspritze ein und überzeugte sich zunächst von dem Können der beiden Wehren im Fuß- und Geräteexerzieren. Sodann rückte die gesamte Wehr mit den Geräten zum Hofgut Esau ab. Von dort aus war inzwischen Feueralarm gemeldet worden. Im Dachstuhl des Gesindehauses war, so wurde an­genommen, Feuer ausgebrochen. Nachdem es den hiesigen Wehren nicht gelang, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, wurde nach viertelstündiger Tätigkeit auch die Kreis-Motorspritze alarmiert. Durch das Zusammenarbeiten gelang es, die angren­zenden Nacybargebäude zu schützen. Nach der Uebung traten die beiden Wehren wieder vor dem Spritzen­hause zur Kritik an. Der Kreisfeuerwehr-Jnspektor gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß beide Wehren im Fuß- und Geräteexerzieren gut ausgebil­det feien und die praktischen Uebungen an der an­genommenen Brandstelle sehr gut verlaufen feien. Kamerad Otto Stephan, der mit der Führung der Uebung beauftragt war, habe alles gut organi- iert und die Geräte, demFeuer" entsprechend, gut aufgestellt. Hinsichtlich der Schlagfertigkeit der Feuer­wehr betonte er noch, daß nach dem (Eintreffen der Wehren die Spritzen innerhalb zwei Minuten Waf­er hatten und in Tätigkeit treten konnten. Das für die Motorspritze erforderliche Wasser wurde aus

_ ,, , nachmittag

gegen 5 Uhr traf eine größere Anzahl Schwer­kriegsbeschädigter aus Bao-Nauheim, die