Ausgabe 
3.6.1935
 
Einzelbild herunterladen

Die Sondertagungen vom Samstag.

Sie Tagung der Soheitsträger eröffnete die stattliche Reibe der Sondersitzungen. Es war ein erhebendes Bild, im Städtischen Saal» bau Junge und Alte, Hand- und Kopfarbeiter Schulter an Schulter sitzen zu sehen. Wie e i n Mann standen sie auf zum freudigen Gruß, als chr

Gauletter

als Vertreter des Führers zu ihnen kam und die Tagung der Hoheitsträger als die erste des Gau­tages nach einleitenden Worten des stellvertreten­den Gauleiters, Regierungsrat Reiner, mit einem donnernd aufgenommenen Heil auf den Führer eröffnete. Ernste Worte zu grundsätzlichen Aufgaben und mit lauter Zustimmung aufgenom­mene neue Parolen zum Dienst ließen die Rede des Gauleiters zu einer erhebenden politischen Feierstunde für alle Teilnehmer werden. Eingehend behandelte der Gauleiter vor allen Dingen die Fragen unserer weltanschaulichen Festigung und die ständig inniger werdende Verflechtung der Beziehun­gen von Partei und Staat.

In der Begleitung des Gauleiters hatte auch SA.-Gruppenführer Polizeipräsident B e ck e r l e es sich nicht nehmen lassen, die Tagung der Hoheits- träger mit zu besuchen, um die Verbundenheit der SA. mit den politischen Leitern damit zu unter­streichen.

Reichsschulungsletter pg. Dr. Frauendorfer.

Zwei Jahre nationalsozialistischer Arbeit sind ge­schichtlich und historisch gesehen eine sehr kurze Zeit, und dennoch haben sie eine ungeheure Umwand­lung in Deutschland gebracht. Die Träger der natio­nalsozialistischen Revolution konnten dieie Leistung vollbringen aus der Kraft ihrer Idee yeraus, die eine geistige Umwälzung und ein neues Denken auf allen Gebieten des Lebens in sich trug.

Nicht Bürgerkrieg und Barrikaden waren der Sinn des nationalsozialistischen Kampfes, son­dern die Eroberung des deutschen Menschen und die Durchdringung des Volkes mit einheit­lichen Grundsätzen. Führertum und Leistungs­prinzip, Gemeinnutz vor Eigennutz sind Grund­lagen jener Weltanschauung, aus deren Glau­ben wir gesiegt haben.

Der nationalsozialistische Ehrenstandpunkt, das Be­kenntnis zu Blut und Boden, als den ewigen Werten, sie bestimmen das Tun und die Arbeit des einzelnen und der Nation. Die Revolution hat den Bauplatz gewonnen, der Bau selbst muß in Häher, jahrelanger Arbeit Stück für Stück erstehen. Dazu brauchen wir das gesamte Volk, das uns so- lange gehört, als wir die Alten bleiben. Die Er­folge bis zum heutigen Tag geben uns den Gläu- ben an die Zukunft, ein großes Ziel ist als Grund­lage erreicht, daß ein ganzes Volk gelernt hat, daß wir ein gemeinsames Schicksal haben, und daher lebt die Nation in der Kameradschaft und im ge­meinsamen Dienst. Die uns nicht verstehen in die­sem Kampf, sind entweder zu alt in ihren Idealen, daß sie uns nicht verstehen können, oder sie gehören zu jenen unverbesserlichen Materialisten, die aus marxistischem und liberalistischem Denken heraus uns niemals verstehen werden, und schließlich aus jener Gruppe, die unter dem Deckmantel einer Religion uns bekämpft und in deren Reihen Men­schen stehen, die vor kurzer Zeit noch nicht wußten, zu welcher Konfession sie gehörten.Ihr Reich ist nicht von dieser Welt" behaupten sie und mischen sich doch täglich in die Arbeiten, die der National­sozialismus gerade auf dieser Welt vor sich sieht. Klare Fronten wollen wir schaffen, darum unser Bekenntnis: Unser Reich ist von die­ser Welt. Restlos unerwünscht sind uns jene Menschen, die unseren Nationalsozialismus zu einer Wissenschaft und damit zum Streitobjekt einiger Universitätsprofessoren machen.

Nicht an Wissen und Logik appellieren wir, sondern an das Gefühl und an das Herz. 3n ihren Erfolgen kann die nationalsozialistische Weltanschauung den Beweis ihrer Richtigkeit antreten, sie braucht nicht wissenschaftlich ver­teidigt zu werden von Menschen, die noch vor kurzem mit der gleichen Wissenschaft diese Welt­anschauung ablehnten.

Eins ist nötig zum Aufbau der Nation, das seit­her dem deutschen Volke fehlte, die Tradition der Politik und das politische Führerkorps, das Volk und Staat nach den ewig gültigen nationalsozia­listischen Grundsätzen ausrichtet und erzieht. Mit dieser Führerschaft als Auslese des Volkes fetzt der Nationalsozialismus sein Ziel durch.

Nationalsozialismus ist Wille zur Hochwertigkeit auf allen Gebieten des Lebens, biologisch, körper­lich, seelisch, charakterlich. Treue, Disziplin, Tapfer­keit und Opfermut und die Leistung als national­sozialistische Tat sind hochwerte, die das Leben des einzelnen und der Nation bestimmen sollen.

Der Weg des Nationalsozialismus wird der Weg zum echten Sozialismus sein, den wir vom ersten Tag unseres Kampfes an predigten. Wenn jeder Deutsche aus dem Platz steht, auf den er gehört, dann ist dies Sozialismus. Wenn das ganze Volk die Sorgen und Die Freude teilt, wenn jeder ein­zelne nach feiner Leistung Anteil an den Gütern der Nation nimmt, so ist das unser Sozialismus. Auf dem Wege zu diesem Ideal sind viele Hinder­nisse, und nie werden wir dieses Ideal aanz er- reichen. Wenn jede Generation eine Stufe höher steht als die vorangegangene, wenn jeder Führer auf dem Wege einen Schritt weiterkommt als der vorhergehende, wenn wir nach dem ewigen Grund­satz, daß das Leben für uns Kampf bedeutet und wir diesen Kampf bejahen, handeln, wenn wir die alten nationalsozialistischen Kämpfer bleiben, dann wird auch das Ideal der nationalsozialistischen Welt­anschauung kein allzu fernes für uns sein, und für ewige Zeiten wird der Nationalsozialismus das Volk zu seiner Größe führen.

Die erhebende politische Feierstunde schloß mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied.

Die Tagung der Propagandaletter.

Gaupropaqandaleiter Pg. Müller-Scheld hatte seine Propagandaleiter im Landestheater zu­sammengerufen. Das Theater war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Gaupropagandaleiter schilderte zunächst die außerordentlich schwierige außenpolitische Situation, die durch das Friedens­diktat von Versailles geschaffen war und unter de­

ren Einfluß Adolf Hitler fein Werk beginnen mußte. Der Weltkrieg hatte die Bedeutung, Deutsch­land ein für allemal im Rahmen des großen Weltgeschehens auszuschalten. Fast hatte man sein Ziel erreicht. Deutschland lag waffenlos und durch innere Gegensätze zerschlagen am Boden. Gewiß, hätte der Führer nach der Machtübernahme auch als erstes eine völlige soziale Neuordnung durch­führen können. Jedoch hätte dies allein auf die Welt keinen Eindruck gemacht. Zunächst einmal mußte die Achtung Deutschlands in der Welt wie­derhergestellt werden, und dies ist durch die geniale Tat des Führers buchstäblich vor den Kanonen­mündungen und unter den Schatten der Geschwa­der der Welt geschehen! Ein phantastisches Wun­der ohne Beispiel in der Weltgeschichte. Diese Aufaabe war und ist so riesengroß, daß naturnot­wendig zunächst andere Fragen, die allein betrach­tet gewiß auch wichtig sind (Judenfrage, Kirchen­streit), vorerst zurückstehen.

So wie der Führer das kaum Glaubliche fertigbrachle und in einer kurzen Zeitspanne 36 deutsche Divisionen aufstellte, so wird er auch mit derselben Zauberkraft alle anderen Fragen lösen, wenn die Zeil reif ist. Wir alle müssen in unerschütterlichem Glauben und felsenfester Treue zu ihm stehen und ihm so helfen, das Werk vollenden, das unser Deutschland zu einem mächtigen, freien und stolzen Staat gemacht hat.

Anschließend an diese Ausführungen wurde von ersten Kräften des Hessischen Landestheaters seine SzeneSchach dem Zaren" von Wilhelm Müller- Scheld gegeben. Mit begeistertem Beifall dankten die Propagandaleiter am Schluß dem Autor und den Schauspielern für die beispiellos ergreifende Szene.

Die Arbeitstagung der RSV.

In der Arbeitstagung der NSV. überbrachte Gauämtsleiter Pg. Haug zunächst allen Amts­waltern der NSV. und des WHW. den Dank des Führers für die in Treue und uneigennütziger Weise zum Wohl der Volksgemeinschaft geleistete Arbeit. Von lebhaftem Beifall unterbrochen, führte Pg. Ha utz in seiner Ansprache u. a. folgendes aus:

Nachdem die NSV. auf eine unermüdliche und aufopferungsvolle zweijährige Tätigkeit zurück­blicken kann, hat sie bewiesen, daß der nationale Sozialismus kein Lippenbekenntnis ist, sondern vielmehr den Sozialismus der Tat verkörpert.

In klarer und treffender Weife stellt Pg. Haug die Aufgaben der NSV. und die der karitativen Ver­bände heraus, wobei er durch Aufzeichnen der Lei­stungen beweisen konnte, daß wirkliches und prak­tisches deutsches Christentum nicht durch Dogmen und konfessionelle Kompetenzstreitigkeiten verwirk­licht werden könne. Die nationalsozialistische Dolks- wohlfahrt stellt kein übertriebenes Fürsorgeprinzip dar, sie fördere in erster Linie Selbst- und Fami­lienhilfe und erst, wenn diese versagt, überwindet sie durch die Volksgemeinschaft die vorhandenen Nöte. Abschließend richtete Pg. Haug einen ein­dringlichen Appell an seine Amtswalter.

Don den Amtswaltern begeistert begrüßt, erschien später Gauleiter Sprenger. In markanten Wor­ten von anhaltendem Beifall wiederholt unterbro­chen, sprach er den Amtswaltern für die geleistete aufopferungsvolle Arbeit seinen Dank aus. Unter kurzer Voranstellung der Aufgaben der National­sozialistischen Volkswohlfahrt, als eine der Partei angeschlossene Organisation unter Führung von Par­teigenossen, betonte er, daß

der Gau Hessen-Nassau bezüglich seiner Leistun­gen mit an der Spitze der deutschen Gaue marschiere.

Der Gauleiter konnte aus eigener Erfahrung auf eine ersprießliche Zusammenarbeit mit der PO. Hin­weisen und gab seinem Wunsche Ausdruck, daß dies auch in Zukunft der Fall sein möge.

Die Tagung der Beamten.

In der Sondertagung des Amtes für Beamte sprach zunächst Pg. Bachmann über Fragen der Kleinarbeit. Im Mittelpunkt stand die Rede des Gauamtsleiters Pg. K r e m m e r, der einen Ueber- blick über den Aufgabenkreis des Amtes für Be­amte gab und die Richtlinien für die kommende Ar­beit aufzeichnete. Die Anforderungen, die an die poli­tischen Leiter des Amtes gestellt werden müßten, feien heute umfangreicher und vielgestaltiger. Die Beamtenschaft des Gaues Hessen-Nassau habe eine besondere Trädition zu wahren, da in unserem Gau durch den Gauleiter Pg. Sprenger der Grund­stein gelegt worden sei für die nationalsozialistische Beamtenbewegung in Deutschland. Pg. Kremmer schilderte dann in großen Zügen die Entwicklung der NS.'Beamtenbewegung und betonte, daß erst durch das Wirken des Führers dem Volk der Glaube an seine Zukunft wiedergegeben worden fet. Diesen Glauben gelte es zu erfüllen.

Tagung

der Kreiswirtschastsberater.

In der Arbeitstagung der Kreiswirtschaftsberater und Mitglieder dieser Dienstgemeinschaft sprach Pg. SS.-Standartenführer und Treuhänder der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen Schwarz über die nationalsozialistische Sozialpolitik und ihre Auf­gaben, die besonders der Treuhänder der Arbeit wahrzunehmen hat. Unter großem Beifall stellte Pg. Schwarz die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der DAF. fest. Trotz der kurzen, erst einjährigen Anlaufzeit des Gesetzes zur Ordnung der nationa­len Arbeit ist, dank der Gesinnungswandlung bei Betriebsführer und Gefolgschaft, seine segensreiche Auswirkung rasch Tatsache geworden. So ist z. B. seit mehr als vier Monaten kein Ehrengerichtsver­fahren wegen asozialer Betriebsführung notwendig geworden. Pg. Schwarz bezeichnete es als besondere Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Tarifhoheit auch praktische Wahrheit wird, was sie niemals war. Die Notlage der Heimarbeiter zu mildern, bildet eine weitere Sorge und Zielsetzung des Treuhänders.

Anschließend sprach der Gauwirtschaftsberater Pg. E ck a r d t über die nationalsozialistische Wirt­schaftspolitik, wobei er u. a. ausführte: Das Ziel des Nationalsozialismus ist eine Leistungsgemein- schaft aller Schaffenden.

Nachdem im Innern Deutschlands die Arbeits­beschaffung stark in Schwung gekommen ist, ist unsere vordringlichste Aufgabe die Förderung des Außenhandels. Der Nationalsozialismus stellt sich als Ideal keine Autarkie vor. Iedoch

] auch für den Außenhandel gilt der Grundsatz: Nicht mehr kaufen, als wir bezahlen können, also nicht mehr einführen, als wir ausführen.

Auch im Außenhandel will der Nationalsozialismus Unternehmer im wahrsten Sinne des Wortes för­dern, nämlich solche, die etwas unternehmen und die nach dem Leistungsprinzip gewertet werden. Gewisse Kreise glauben den Gedanken einer mehr oder weniger starken Abwertung propagieren zu müssen, um dadurch entweder dem Nationalsozialis­mus zu schaden, oder auf Kosten des Volkes wieder Jnflationsgewinne zu machen. Solchem albernen Geschwätz ist auf das schärfste entgegenzutreten. Wer derartige Gedanken weiterträgt, schädigt das Ansehen der Partei und wird zur Verantwortung gezogen werden.

Amt für Technik.

Die Tagung des Amts.für Technik fand in Ge­genwart der Kreisamtsleiter und Kreisdienststellen­leiter des NS. Bundes Deutscher Technik, sowie der fachlichen Mitarbeiter statt. Gauamtsleiter Pg. S ch ö n b e i n zeigte die Obliegenheiten auf, die heute in den Bereich des Amtes für Technik fallen. Den Ausführungen schloffen sich Referate der Sachbearbeiter Dr. Moldenhauser, Kurz, Lennartz, Lächoldt, Harsch, F e i s s e l und Schumacher an. Behandelt wurden Fragen der Landesplanung und der Sied­lung. Umfassend sind die Erhebungen, welche den Stand der Wasserversorgung für alle Ortschaften des ganzen Gaues zum Ziele hatten. Der Obmann der technischen Verbände und des NS. Bundes Deutscher Technik, Pg. Dr. Scholz, sprach über die Ziele, Aufgaben und Organisation des NSVDT.

RS-Studentenbund.

Zur Tagung des NS.-Studentenbundes waren über 250 Kameradinnen und Kameraden aus allen Teilen des Gaugebiets gekommen und folgten mit größtem Interesse den für das nächste Semester grundlegenden Ausführungen des Gaustudenten­bundsführers Pg. Walch er. Der NSDStB. werde sich in feinen Lagern und Arbeitsgemein­schaften Menschen schaffen müssen, die frei von allen überkommenen Ueberlieferungen nur die Ideen des Führers vertreten. Als lebendige Kraft auf den Hoch- und Fachschulen werde der Studentenbund wirken und im richtigen Verständnis der Regie­rungsmaßnahmen das Programm der NSDAP, zu verwirklichen suchen. Nur durch die restlose Konsequenz in der Haltung des Studierenden könne der Studentenbund jenen Typ des neuen Studen­ten schaffen, der allen vorschwebe. Genau sy wie die Partei Schrittmacher des Staates sei, so sei auch der NS.-Studentenbund Vorkämpfer für den Nationalsozialismus auf Deutschlands hohen Schulen.

Anschließend referierten die Gaustellenleiter über die Gebiete: Schulung, Presse und Kulturarbeit.

Tagung des Raffenpolitischen Amtes.

Die Tagung des Rassenpolitischen Amtes der Gauleitung vereinigte sämtliche parteiamtlichen Rassenredner unseres Gaues mit einer stattlichen Zahl von fachlich interessierten Vertretern anderer Gliederungen, wie des NS.° Lehrerbundes, der Frauenfchaft und zahlreicher Führerinnen des BdM. Der Beauftragte für Raffenfragen der Gauleitung, Gauamtsleiter Dr. med Kranz (Gießen), hielt einen Vortrag über den reichen Aufgabenkreis des Raffenredners und die wichtige Aufklärungsarbeit, die von den im Dienste dieses Amtes stehenden fachlich vorgebildeten Parteigenossen in engster Zu­sammenarbeit mit dem Schulungsamt und Der Parteiorganisation zu leisten ist. An Hand einer genauen Zusammenstellung konnte mit Befriedigung darauf hingewiesen werden, wie weitgehend die seitherige Arbeit bereits organisatorisch in unserem Gau auf- und ausgebaut werden konnte. Einwand­frei konnte der Redner auszeigen, wie gerade die nationalsozialistische Rassenlehre nicht zum trennen­den, sondern zum verbindenden Glied der Völker wird, zumal wir damit ja keinerlei Werturteil über die einzelnen Rassen verbinden, sondern nur die Andersartigkeit fremder Rassen unh damit den offensichtlich göttlichen Willen zur Reinhaltung zum Ausdruck bringen.

Sauamt für Volksgesundheit und RS.DAerztebund.

In einem Generalmitgliederappell des NS. D. Aerztebundes und der Aerzte im Amt für Volks­gesundheit, Gau Hessen-Nassau, zeigte Gauamts­leiter Dr. Behrens den in großer Zahl versam­melten Aerzten der Bewegung im einleitenden Vor­trag in großen Zügen Richtung und Inhalt der Ar- beit auf, die dem aus dem NS. D. Aerztebund her- Dorgegangenen Amt für Volksgesundheit obliegt. Das Ziel dieser Organisation der Bewegung ist die gesundheitliche Betreuung der rassisch und erbbiolo­gisch wertvollen Volksgenossen durch den ethisch hoch- stehenden Haus- und Volksarzt, der feine Tätigkeit nicht auf das Heilen von Kranken beschränkt, sondern seine wichtigste Aufgabe in der Krankheitsverhütung erblickt. Im weiteren Verlauf der Tagung sprach Pg. Dr. Kranz (Gießen) über die rassenpolitischen Aufgaben der Aerzteschaft.

Tagung des Amtes für Erzieher.

3n der Tagung des Amtes für Erzieher wies der stellvertretende Leiter des Amtes für Erzieher Pg- Oberschulrat Großmann, zunächst auf das 3iel der nationalsozialistischen Erziehung hin und gedachte in Dankbarkeit des verstorbenen Reichs- amtsleiters Pg. Hans Schemm. Pg. Professor Ziegler (Friedberg) hielt dann einen Vortrag überWehrerziehung im neuen Geist". Nach dem Hinweis auf die Wiedergewinnung unserer Wehr­macht durch die Proklamation Der allgemeinen Wehrpflicht sprach der Redner von den Aufgaben, die sich auch für den Erzieher auf dem Gebiete der Wehrerziehung ergeben. Nicht allein die Wehrmacht sei der Träger des Wehrgedankens, sondern das ganze deutsche Volk.

Don Beifall begrüßt sprach dann der Gauamts- lelter Ringshausen. Der Nationalsozialismus wolle den ganzen Menschen, der fein Leben in den Dienst der Gemeinschaft stelle. Nur in der Har- mome des geistigen, soldatischen und seelischen Momentes liegt die Voraussetzung für Heranbil- duna des kämpferischen deutschen Gemeinschafts- menschen. Volk und Gott sind nicht voneinander zu trennen. Dienst am Volk ist Gottesdienst. Nur der heldische Mensch ist an die Ewigkeit gebunden. Ein §0lk mit Ewigkeitsstreben gebiert immer wieder Helden. Volker ohne dieses hehre Ziel haben feine Helden, wie das Judentum, dessen Streben nur auf das Materielle gerichtet ist.

Denn wir auch arm sind an Devisen, so haben wir uns erhalten die Schöpferkraft, den Glau­ben an die ewigen Quellen unserer Kraft. Versailles hat uns nicht alt gemacht. Der Füh- ter gab unserem Leben einen neuen Inhalt.

Die Leistungskraft gilt es immer mehr zu steigern. Der Erzieher hat eine verantwortungsvolle Auf­gabe in unserem Volke. Es muß wieder erstehen der hochgeachtete Meister der Schule. Der Erzieher muß teilnehmen an allem Geschehen und unermüd­lich an sich selbst arbeiten, um jederzeit freudig an­erkannt zu werden.

Tagung der ASKOV.

In der Tagung der politischen Leiter des Kriegs­opferamtes und der Obmänner der NSKOV. des Gaues Hessen-Nassau sprach der Reichskriegsopfer­führer Pg. Hanns Oberlindober. Er stellte in den Vordergrund seiner Ausführungen die Pflichten, die der NSKOV.-Amtswalter zu erfüllen hat. In eindringlichen Worten ermahnte Pg. Oberlindober seine Amtswalter, so einfach und bescheiden ihre Pflicht zu erfüllen, wie der Führer selbst. Scharf wurde mit denen abgerechnet, die als Frontsoldaten während des Kampfes um die Wiedergewinnung der deutschen Ehre abseits gestanden haben, und denen nunmehr die Entwicklung der neuen Heeresoersor- B zu langsam vorwärts geht. Die nationalsozia-

, he Regierung wird im Zuge des Wiederauf­baues auch in dieser Beziehung schrittweise Wandel schaffen. Gläubiges Vertrauen zu dem Führer und zu den Maßnahmen seiner Regierung ist oberstes Gebot für die Betreuer der Kriegsopfer. Der Redner schloß seine wiederholt von Beifall lebhaft unter­brochenen Ausführungen mit der Mahnung, bei jeder Handlung des Mannes zu gedenken, der Deutschland aus feiner tiefsten Erniedrigung heraus­geführt hat.

Der Gauamtsleiter des Kriegsopferamtes, Pg. Ziegler, sprach über organisatorische Aufgaben des Kriegsopferamtes und der NSKOV.

Die alte Garde

des Gaues Hessen-Nassau hatte beim Gautag alle Dienstabzeichen und Dienstanzüge abgelegt, utji einer wie der andere zu erscheinen. Einfach im gleichen alten Braunhemd der ersten Uniform. Alle mit dem ihnen vom Führer gestifteten goldenen Ehrenzeichen und meist auch mit Dem alten Garde-Kreuz als äußeres Zeichen ihrer küh­nen Pionierarbeit für die Idee und den Führer.

Bei der Zusammenkunft im ältesten Parteilokal Darmstadts erinnerte der Gaureferent der alten Garde Kreisleiter z. b. V. Gimbel, MdR., dar­an, daß

nur blinde Disziplin und bedingungsloseste Unterordnung die Ehre der alten Kämpfer sei.

Pg. Schilling (Frankfurt a. M.) betonte als Wortführer der alten Kämpfer, daß gerade die Angehörigen der alten Garde der Bewegung nach wie vor durch ihr Auftreten die stärksten Werber für das Ziel des Führers fein sollten, nämlich das ganze Volk zu gewinnen. Jeder alte Kämpfer solle durch feine persönliche Haltung ein Garant dieser Haltung sein und damit auch des Ruhmes der ersten Bahnbrecher des Nationalsozialismus bleiben. v

Mit großer Begeisterung wurde der Gauleiter empfangen, der jeden der ihm feit Jahren be­kannten Getreuen persönlich die Hand drückte und dabei mit den alten Kämpfern herzliche Worte der Kameradschaft wechselte. Nach dem gemeinsamen schlichten Abendessen nahm der Gauleiter militärisch kurz, aber deutlich und eindeutig das Wort.

Ohne Rücksicht auf das persönliche Wohler­gehen wurde die Idee gegen härtesten Wider­stand vorwärts getrieben. Als wir unseren (Ein­tritt in die Bewegung unterschrieben, taten wir es bedingungslos und ohne ein Versprechen zu erhalten. Was wir beim Eintritt in die NSDAP, unterschrieben haben, wollen und werden wir bedingungslos und selbstlos weiter treiben und beibehalten, komme was da mag.

Die Ehrengäste.

Als Ehrengäste hatten sich zu dem Gautag, und auch zu dem Generalappell, als Vertreter der Wehrmacht die Generäle D o l l m a n n und fanden, als Vertreter der Reichsleitung Reichsleiter Dr. Frauendorfer, Stellvertr. Reichsorgani- Reichsleiter Dr. Frauendorfer, Reichsorgani­sationsleiter Schmeer, Gebietsinspekteur Man­derbach- Köln, Reichshandelsführer Dr. L ü e r Frankfurt a. M., als Vertreter der hessischen Re­gierung u. a. Verwaltungsdirektor Löwer- Darmstadt, Ministerialrat Ringshausen, Mi­nisterialrat v. Z e n g e n , der Landesforstmeister, der Gaujägermeister, die Kreisdirektoren der hessi­schen Kreise, sowie die Landräte aus den preußi­schen Kreisen des Gaues, als Vertreter der Poli- zeit Landespolizeigeneral P o t h e n - Frankfurt a. M., Oberst Pfeffer-Wildenbru ch-Frank, furt a. M., sowie der Kommandeur der hessischen Landespolizei Oberst Jacobsen, als Vertreter der SA. Gruppenführer B e ck e r l e - Frankfurt a. Main, Gruppe Hessen, Gruppenführer Luyken- Mannheim, Gruppe Kurpfalz, Gruppenführer S t e i n h o f f - Koblenz, Gruppe Westmark, sowie ämtliche Brigadeführer der im Gaubereich liegen­den Grupen, von der SS. Brigadeführer Hilde­brand als Vertreter des SS.-Abschnittes Rhein mb SS.-Oberführer Unger- Kassel für den Ab- chnitt 30, vom Arbeitsdienst sämtliche Gruppen- ührer des Arbeitsgaues 25 mit dem Gauarbeits- ührer F a a tz , von der Fliegerlandesgruppe 11 Zandesgruppenführer Schädel. Ferner waren die Hinterbliebenen der im Dienst der Bewegung im Bereich des Gaues Hessen-Nassau Gefallenen Ehrengäste des Gautages. Auch das NSKK., das Luftamt und die preußischen Regierungsbehörden innerhalb des Gaues hatten Vertreter entsandt.

9 *

Eine Riesenarbeit der Gauleitung und der Darm- tädter Parteigenossen war geleistet, damit Auf- narsch, Unterbringung und Verpflegung der Mas- en reibungslos und auf die Minute klappte. Es gab nur wenige Haushalte in Darmstadt, in denen keine Einquartierung lag. Die Darmstädter Ein­wohner haben sich wieder einmal als freudige Gast­geber erwiesen. In ununterbrochener Folge liefen am Samstag und in der Nacht zum Sonntag 78 Sonderzüge ein. Musik und Gesang kündete immer neue Gäste an. Darmstadt wurde beherrscht vom braunen Ehrenkleid der politischen Soldaten Adolf Hitlers. Die Uniformen der SS., der Abzeichen an­bietenden Flieger, der Landespolizei verschwanden ast unter dem Braun der politischen Leiter, der SA. und der HI.