Ausgabe 
3.6.1935
 
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Die Erdbebenkatastrophe in Vrilisch-Velnkschistan.

Ein amtlicher englischer Bericht.

Ein englischer Nachrichtenoffizier gab dem Ver­treter des DNB. einen amtlichen Bericht über die Lage im Erdbebengebiet. Da­nach dauerte der erste Erdstoß am Freitag 30 Se­kunden; er brachte die ganze Innenstadt und die im Süden liegenden Nachbardörfer zum Einsturz. Außerdem stürzten das außerhalb liegende Kran­kenhaus, das Gebäude des Kommissars des Gene­ralgouverneurs sowie die Häuser seines Stabes ein. Zerstört wurde auch das Stadtviertel, in dem sich die Militärluftfahrtanlagen befanden. Es blieb da kein Stein über dem anderen. Das Glück wollte es, daß zur Zeit des Bebens annähernd die Hälfte der Garnison von Quetta Nachtübungen ab­hielt. Sofort wurde die Nachtübung abgebrochen und das Militär zur Hilfeleistung eingesetzt. Das Feuer, das beim Eintreffen der Soldaten sich er­heblich ausgedehnt hatte, war nicht mehr zu löschen.

Beim ersten Erdstoß wurde der größte Teil der städtischen Polizei, etwa 160 Mann, getötet. Auch das Gefängnis fiel zusammen. Don den In­sassen hat sich anscheinend niemand retten können. Bei den R e t t u n g s a r b e i t e n vollbrachten die Soldaten, die unermüdlich wirkten, erstaunliche Taten. Ein britischer Offizier konnte zum Beispiel am ersten Tage 42 Lebende aus den Trümmern

heroorziehen. Die Erkundung ergab weiter, daß alle Dörfer bis nach Chalat z e r st ö r t sind einschließ­lich der Stadt Mästung, wo die Toten nach Tausenden zählen. Etwa 200 Lastwagen hatten am ersten Tage voll damit zu tun, die Verwunde­ten und Ueberlebenden fortzuschaffen. Gleichzeitig wurden von vielen hundert Mauleselwagen des Heeres die Toten aus der Stadt gebracht.

Die Verluste der britischen Luft- st r e i t m a ch t an Toten betragen einen Offizier und 49 Mann. Außerdem wurde ein Kind eines Offiziers getötet. Bis Samstagabend hatten die Truppen 2277 Einheimische beerdigt oder verbrannt. Hinzu kommen noch ungefähr 3000 Zivilisten, die von ihren Landsleuten als Leichen geborgen wur­den. Das indische Militärlazarett behandelte nm ersten Tage rund 3600 Personen, obwohl es nur eine Aufnahmefähigkeit für 400 Personen hat. Am Sonntag um 15 Uhr erfolgte wiederein l ch w e r e r Stoß, der aber keinen Scha­den mehr anrichten konnte, da alles zerstört ist. Die elektrische Stromversorgung ist wieder herge­stellt. Obwohl die Wasserleitungen geborsten sind, halten Pioniere die Wasserversorgung aufrecht. Die Zahl der Toten wird in Quetta allein auf 2 6 000 geschätzt.

übermittelt. Tibor Eckhardt begründet diesen Schritt mit dem Hinweis auf eine Erklärung des Grafen Bethlen, daß er feine früheren schar­fen Angriffe gegen Tibor Eckhardt auf gewisse Mitteilungen des Ministerpräsiden­ten Gömbös gestützt habe. Ueber diese will Tibor Eckhardt auf dem Wege einer Forderung Aufklärung oder ritterliche Genugtuung erhalten. Das Vorgehen ist mit Befremden ausgenommen worden, da Tibor Eckhardt bis zur Auflösung des Parlaments die Regierung Gömbös auf der gan­zen Linie unterstützt und sich an die Spitze des Kampfes gegen den Grafen Bethlen gestellt hatte. Der Frontwechsel wird mit dem für die Klein­landwirtepartei wenig günstigen Ausgang der Par­lamentswahlen in Zusammenhang gebracht.

Anschlag auf den uruguayischen Staatspräsidenten.

Montevideo, 3. Juni. (DNB. Funkspruch.) Auf den Präsidenten von Uruguay, Terra, wurde ein Anschlag verübt, als er einer Rennver­anstaltung zu Ehren des in der uruguayischen Hauptstadt weilenden brasilianischen Prä­sidenten Vargas beiwohnte. Terra kam mit einer Beinverletzung davon. Der Täter, Bernardo Garcia, ein Anhänger der unabhängigen nationa­listischen Partei, näherte sich dem Präsidenten, als dieser Dr. Vargas zu einem Büfett begleitete, und feuerte aus unmittelbarer Nähe mit einem Revolver einen Schuß auf ihn ab. Terra stürzte sich sofort auf den Täter und riß ihm die Waffe aus der Hand. Garcia versuchte Selbstmord zu verüben, wobei er sich verwundete Die Verletzung des Prä­sidenten erwies sich als ungefährlich, er konnte be­reits einem Festessen zu Ehren des brasilianischen Präsidenten beiwohnen.

Das Volksbegehren über die Krisemnitiative vom Schweizer Volk verworfen.

Bern, 2. Juni. (DNB.) Das Schweizer Volk verwarf in der heutigen Abstimmung mit rund 566000 Neinstimmen gegen 426000 Jastimmen das von sozialistischen und gewerk­schaftlichen Kreisen ausgegangene Volksbegeh­ren, das die Aufnahme eines neuen Artikels in die Bundesverfassung forderte. Die Gegner der sog. Kriseninitiative bekämpften die Vorlage hauptsächlich mit dem Hinweis darauf, daß die Durchführung aller geforderten Maßnahmen d i e finanzielle Tragfähigkeit des Staa­tes überschreiten und die Oberhoheit der Kantone beeinträchtigen würde. 18 Kantone ver­warfen die Vorlage, 4 Kantone nahmen sie an. Die Stimmbeteiligung betrug 84 v. H. Mit der Ableh­nung der Vorlage entfallen alle an das Problem Währung und Preisbildung in der Schweiz ge­knüpften Kombinationen.

Sowjetrußlands Pläne in der äußeren Mongolei.

Tokio, 2. Juni. (DNB.) Die japanische Zeitung Nitschi Nitschi" meldet, daß die Sowjets die größ­ten Anstrengungen unternehmen, um nach dem Ver­lust ihres Einflusses in der Mandschurei durch die Aufgabe der Ostchinabahn nunmehr in der an Sibi­rien grenzenden äußeren Mongolei festen Fuß zu fassen. Die Sowjetregierung habe alle Fa­briken, staatliche Landwirtschaftsbetriebe und die Rohstoffvorräte in Sibirien unter die Kon­trolle der Heeresverwaltung gestellt. Mkt dem Barerlös aus dem Verkauf der Ostchina­bahn hätten die Sowjetbehörden ein Kaval­leriekorps aufgestellt und bauten stra­tegische Eisenbahnlinien. Besonders werde der Bau der Strecke zwischen dem wichtigen sibiri­schen Zentrum Tschita und der Hauptstadt der äußeren Mongolei U l e n - B a t e r (das ehemalige Urga) fortgesetzt. Die Garnison von Tschita habe bereits 500 Rotarmisten, viele Angestellte der ehe­maligen Ostchinabahn, sowie 3000 Sowjetarbeiter entsandt.

Kleine politische Nachrichten.

Der Landrat des Kreises Fulda, Gauleiter-Stell­vertreter Dr. Burkhardt, hat an den Verlag derFuldaer Z e i t u n g", die bis 5. Juni ver­boten worden war, folgendes Schreiben gerich­tet:Nachdem durch eine Umstellung im Schrist- leiterpersonal und namentlich durch die Beru­fung des Gaupresseamtsleiters Pg. Meinardi zum kommissarischen Haupt­schriftleiter derFuldaer Zeitung" die Sicher­heit gegeben ist, daß künftig Angriffe gegen den nationalsozialistischen Staat von sciten derFul­daer Zeitung" nicht mehr erfolgen können, hat der Regierungspräsident auf Vorschlag des Gauleiters sich bereit erklärt, das am 29. Mai d. I. erlassene Verbot derFuldaer Zeitung" mit sofortiger Wirkung wieder aufzuheben."

Die am 2. Juni 1935 erscheinende Ausgabe des Kladderadatsch wurde auf Veranlassung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propa­ganda beschlagnahmt, weil sie eine Karikatur des italienischen Ministerpräsidenten Mussolini enthält, die geeignet ist, die Beziehungen zwischen Deutschland und Italien zu stören,

*

Der deutsche Gesandte in Bogota (Kolumbien), von H e n t i g , ist bei einem Ausflug in die Umgegend von Bogota von Banditen überfallen und schwer verletzt worden. Lebensgefahr besteht nicht. Die kolumbianische Re­gierung hat ihr Bedauern ausgesprochen und die strenge Bestrafung der Täter zugesichert. Diese sind inzwischen ermittelt worden.

Aus aller Wett.

Der Führer der TNotorbrigade Südwest tödlich verunglückt.

Der Führer der Motorbrigade Südwest des NSKK., Obersturmführer Schweyer, ist auf der Fahrt nach Stuttgart mit seinem Kraftwagen töd­lich verunglückt. Hinter Kornwestheim bei Stuttgart kam dem Wagen Schweyers ein Kraft­wagen entgegen, der nach links in eine Seitenstraße einbieqen wollte. Beim Ausweichen geriet der Wa­gen Schweyers auf den aufgelockerten Boden einer Baustelle und überschlug sich. Obersturmführer Schweyer war auf der Stelle tot, während sein Begleiter, Brigadeadjutant K u b e r, nur leicht ver­letzt wurde.

INoiorradfahrer fährt in eine HJ.-Kolonne.

Auf der Chaussee zwischen Glasow und Lichten­rade bei Berlin fuhr in der Nacht ein Motorrad­fahrer in eine ihm entgegenkommende Radfahr­kolonne der HI. Ein Hitlerjunge trug dabei schwere Unterleibsverletzungen, der andere einen Beinbruch und der Motorradfahrer eine Kie­ferverletzung davon. Die Schuldfrage ist noch nicht geklärt.

Vlütlererholungsfürforge in Heimen. 200 000 2Rf. zur Verfügung gestellt.

Zur Förderung der Müttererholungsfür- sorge in Heimen hat der Reichs- und preu­ßische Arbeitsminister einen Betrag von mehr als 200000 Mark zur Verfügung gestellt. Die Mit­tel sind ausschließlich für die Durchführung von Kuren bestimmt.

Verheerende Ileberschwemmungen im amerikanischen Staate Nebraska. 250 Todesopfer?

Hochwasser des Flusses Republikan verursachte verheerende Ueberschwernrnungen in großen Teilen von Nebraska. Die Fluten spülten zwei kleine Orte in Südwest-Nebraska fort. Auch wurde eine Brücke fortgerifsen; dabei sind sechs Menschen ertrunken. Viele Wohnhäuser treiben den Re­publikan hinunter. Die Ortschaft McCook wurde gleichzeitig mit den Ueberschwernrnungen von einem Tornado heimgesucht, dem 16 Menschen zum Opfer fielen. Der größte Teil des Ortes ist zerstört. Aus dem Nachbarort Benkleman werden 12 Er­trunkene gemeldet. Sämtliche Verbindungen mit Nebraska find unterbrochen. Der Schaden, Den die Wolkenbrüche und Stürme angerichtet haben, ist unabsehbar. Die Leiter des Hilfswerkes für das Ueberfchwemmungsgebiet in Nebraska und Kansas

schätzen die Zahl der Todesopfer auf 250. Die beiden Orte Max und Parks wurden von den Flu­ten völlig vernichtet. Augenzeugen berichten, daß sie allein in den überfluteten Straßen von St. Francis (Kansas) 23 Leichen treibend sichteten. Viele Menschen klammerten sich tagelang an den aus dem Wasser ragenden Hauedächern, Bäumen und Felsen an, bis sie schließlich die Kraft verloren und von der Flut fortgerissen wurden.

Schweres Vootsunglück auf der Wolga. Zwölf Menschen ertrunken.

Auf der Wolga bei Jaroslaw ereignete sich ein Bootsunglück, dem 12 Menschen zum Opfer fielen. Ein Motorboot kenterte mit 28 Fahrgästen, die sich übersetzen lassen wollten. Nur 16 Personen gelang es, sich zu retten, die übrigen 12 gingen unter. Bisher konnte eine Leiche geborgen wer­den. Die Untersuchung hat ein geradezu ver­brecherisches Verhalten der Wassertrans­portorganisation auf der Wolga festgestellt. Der Führer des Motorbootes, der erst vor einem Monat in Dienst gestellt worden war, hatte nicht die ge­ringste Ahnung von der Steuerung eines Motor­fahrzeuges. Die (Bereiteten berichten, daß der an der Unglücksstelle vorbeifahrende DampferBir- jusa", dessen Kapitän und Bootsmann Augenzeuge der Katastrophe waren, nicht die geringsten An­stalten zur Rettung unternommen habe. Sie sind verhaftet worden.

Der Tod in der Düste.

Furchtbares Lude einer Sahara-Expedition.

Einen furchtbaren Ausgang nahm eine Kraft­wagen-Expedition in die Wüste Sahara. Wie aus Tamanraffit gemeldet wird, hatten am 22. Mai vier Automobilisten Agadez in Französisch-Ostafrika in der Richtung auf Hoggar verlassen. Als sie nach einigen Tagen nicht an ihrem Bestimmungsort an­gekommen waren, machte man sich auf die Suche. Nach vieler Mühe gelang es, den Wagen auf einem nicht mehr benutzten Wüstenpfad zu entdecken. Unter dem Wagen lagen zu Skeletten abgema­gert und halb wahnsinnig vor Hitze und Durst zwei Reisende. Die anderen beiden hatten zu Fuß eine menschliche Siedlung zu erreichen versucht, sind aber in der Wüste verdurstet. Ihre Leichen wurden gefunden. Es handelt sich um eine 25jäyrige Engländerin, Witwe eines Fliegers, der erst vor einem Monat gestorben ist, und um einen in der Schweiz wohnenden Engländer, Vater von drei Kindern.

George Deyershäufer von seinen Entführern in Freiheit gesetzt.Abteilung 9 nimmt die Verfolgung auf.

Der vor einigen Tagen von Verbrechern ent­führte neunjährige George Weyerhäuser ist nach Zahlung der 200 000 Dollar Pöfegelb von seinen Entführern in dem unwirtliche n Maidgebiet bei Jssaquah (25 Meilen nordöstlich von Tacoma) in Freiheit gesetzt worden. Der Knabe kam nach stundenlanger Wanderung in die Nähe eines Farmhauses. Der Farmer nahm sich des Kindes an und brachte es zur Polizeistation Jssaquah. Eine große Zahl von Polizeibeamten hat jetzt die Verfolgung der Entführer aufgenommen. Die Nachricht von der Wiederauffindung des Kna­ben hat in den Vereinigten Staaten größtes Auf­sehen erregt. George Weyerhäuser teilte der Po­lizei mit, daß er von den Entführern vier Tage in

einem einsamen Haus gefangengehalten worden fei. Er vermutet, daß das Haus in der Nähe von Jffaquah liegt. Die Entführer hätten mehrere Autofahrten mit ihm unternommen, vermutlich nach Oregon und Aberdeen. Auf diesen Fahrten habe man ihn mit verbundenen Augen in einen Koffer gesperrt, der Luftlöcher hatte. Die Kriminalpolizei schließt aus den Vornamen, mit denen sich die Entführer gegenseitig anredeten, daß es sich um die gleichen Verbrecher handelt, die vor einigen Monaten den Brauereibesitzer Edward G. Bremer aus St. Pauli entführten und gleich­falls gegen 200 000 Dollar Lösegeld freiließen. Die Anführer dieser Bande sind die länggesuchten Aloin K a r p i s und Harry Campbell, die zur Zeit die Rolle Dillingers als Staatsfeinde Nr. 1 einnehmen. Das Justizministerium hat die in der Verbrecherwelt besonders gefürchteteAbteilung G" zur Verfolgung der Kindesentführer eingesetzt. Allein 25 Beamte waren Tag und Nacht damit be­schäftigt, die Nummern der Banknoten aufzunotie­ren, die den Verbrechern als Lösegeld übermittelt wurden.

Internationales Tonkünstlerfest in Hamburg.

' Das 65. Tonkünstlerfest des Allgemei­nen deutschen Musikoereins, das zugleich das erste Musikfest des Ständigen Rates für inter­nationale Zusammenarbeit der Komponisten dar­stellt, wurde in Hamburg mit einem Orchesterkonzert eingeleitet. Die Vortragsfolge begann mit einer Huldigung an Franz Liszt, der 1861 den Allge­meinen deutschen Musikverein gründete. Sein gegen­wärtiger Präsident, Geheimrat Prof. Dr. Siegmund von Hausegger (München), dirigierte Liszt's Dante-Symphonie". Im übrigen spiegelte das Pro­gramm den Sinn des Musikfestes wider: Repräsen­tative Werke lebender Komponisten aus allen im Ständigen Rat vertretenen Nationen, die als Zeug­nisse völkisch gebundener Kunst kulturelle Brücken schlugen und die Eigenart der Völker durch ihre Musik bewußt machen. Auf einem Empfang im Rat­haus teilte der Regierende Bürgermeister K r o g - mann mit, daß der Senat beschlossen habe, die Brahms-Medaille an folgende Mitglieder des Musikoereins und des Ständigen Rates zu verleihen: Adriano Lu al di (Italien), Albert R o u f f e l (Frankreich), Jean Sibelius (Finn­land), Kurt A 11 e r b e r g (Schweden), Herbert Bedford (England), Siegmund von Haufeg- g e r (Deutschland), Hans Pfitzner (Deutschland), von Recznicek (Deutschland) und Josef Haas (Deutschland).

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Frankfurter Schlachkviehmarkt.

Frankfurt a. M., 3. Juni. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 951 Rinder (126 Ochsen, 95 Bullen, 464 Kühe, 266 Fär­sen), 833 Kälber, 16 Schafe, 4154 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 34 bis 42 Mark, Bullen 34 bis 42, Kühe 20 bis 42, Färsen (Kalbinnen) 34 bis 42, Kälber 34 bis 63, Schweine 38 bis 52 Mark. Marktverlauf: Rinder lebhaft, Kälber und Schweine mittelmäßig.

Wetterbericht

des Reichswetierdienstes Ausgabeorl Frankfurt.

Die Wetterlage hat sich vollkommen umgeftaltet. Vom Ostatlantik erstreckt sich eine breite Rinne Tief­druck über.Südskandinavien hinweg nach dem Wei­ßen Meer, in der fortgesetzt Störungen nordost­wärts wandern. Wir verbleiben dabei im Bereich suptropischer bis ozeanischer Luftmassen, so daß große Regenbereitschaft herrscht. Aufhei­terung tritt nur gelegentlich vorübergehend ein, be­günstigt aber tagsüber von gewittrigen Nieder­schlägen.

Aussichten bis Montagabend: Leicht bewölkt und zeitweise Regen, teilweise gewittriger Natur, mäßig warm, doch etwas schwül, südwest­liche Winde.

Aussichten für Dienstag: Bei Luftzu­fuhr aus Südwesten bis Westen Fortdauer der zu Reqenfällen neigenden Witterung.

Lufttemperaturen am 2. Juni: mitags 17,9 Grad, abends 13,5 Grad; am 3. Juni: morgens 13 Grad. Maximum 18,9 Grad, Minimum 9,2 Grad. Erd­temperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Juni: abends 17,7 Grad; am 3. Juni: morgens 15 Grad Celsius.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für Den übrigen Teil: Emst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. IV. 35: 10688. Druck und Verlag: BrühUsche Universitäts-Buch- und Steindruckerel

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Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Todesanzeige.

Heute entschlief nach langem schweren mit Geduld ertragenem Leiden unsere liebe Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwä­gerin und Tante

Frau Helene BraunWw., geb. Grölz

im Alter von 83 Jahren.

Die trauernden Hinterbliebenen.

Staufenberg, den 2. Juni 1935.

Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 5. Juni, nach­mittags 2 Uhr statt.

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