Ausgabe 
2.5.1935
 
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Ländermannschaft in

Oberheffen

am

bekämpfun

der

Elf

Sportverein 4928 Garbenteich.

Wißmar I Garbenkeich I 2:4 (1:3).

Der Sportverein 1928 Garbenteich weilte

erzielten zwei Tore. Zur zweiten Halbzeit traten die Steinbacher in Umstellung an und erzielten rasch den Ausgleich. Die Gastgeber mußten in der Folge stark verteidigen um das Unentschieden zu halten. Steinbach belagerte das Fellingshäuser Tor, ohne jedoch zu weiteren Erfolgen kommen zu können. Schiedsrichter Schnabel- Wieseck leitete gut. Die Jugend von Steinbach weilte in Lich und' brachte einen schönen 6:0-Sieg nach Hause.

Am kommenden Sonntag tritt die erste Elf Steinbacher auf eigenem Platz gegen die erste von Rodheim an.

Handball-pokalrunde um den Wanderpreis des Kachamtes.

Der Gau Nordhessen hat eine neue Einrichtung geschaffen, und zwar eine Hallballpokal- Runde um den Wanderpreis des Fachamtes, in dem um einen wertvollen Preis, der das Symbol unseres hessischen Handballsportes werden soll, ge­spielt wird. Der Sieger der Pokalrunde, an der alle ersten Mannschaften teilnehmen können für die Mannschaften der Gau- und Bezirksklasse ist es Pflicht übernimmt den Wanderpreis, der in jedem Jahr neu ausgefpielt wird, für ein Jahr. Sein Name wird in den Sockel eingraviert. Einzel­heiten darüber sind den Vereinen durch Rundschrei­ben bekanntgemacht worden. Es ist zu hoffen, daß diese Veranstaltung einen neuen Auftrieb für das schöne Handballspiel geben wird und daß sie dazu beiträgt, immer weitere Kreise dafür zu inter­essieren.

,KC.Teutonia"Wahenbom-Steinberg

FL. Teutonia Watzenborn-Steinberg I gegen Ober-Widdersheim I 4:1 (0:0).

Das Spiel des vergangenen Sonntags war für die Sportanhänger eine große Enttäuschung. Die Gaste haben einzelne gute Kräfte in der Elf im übrigen dürften ihre Erfolge der letzten Zeit aber doch nur dem körperlichen Einsatz und der Schnel­ligkeit jedes einzelnen zuzuschreiben sein.

Die Teutonenelf, stark verjüngt ohne Lang, Buß und Schäfer konnte sich dem hohen Spiel der Geg­ner gegenüber nicht durchsetzen, erfreulich aber war es, daß sich die junge Mannschaft nicht verwirren ließ. Erst in der zweiten Spielhälfte kamen sie durch überlegenes Spiel richitg in Zug und drückten diese Ueberlegenheit durch vier Treffer aus. Die Gäste erzielten das Tor im Anschluß an einen Eckball.

F.-Sp.-V. 1926 Steinbach.

Fellingshausen I Steinbach I 2:2.

Zum Rückspiel weilte Steinbach in Fellingshausen. Steinbach spielte mit drei Mann Ersatz. Außerdem fehlte der etatmäßige Tormann. In der ersten Halbzeit gestaltete sich das Spiel ziemlich ausge­glichen, die Gastgeber waren aber glücklicher und

* Burg-Gemünden, 2. Mai. Der 63jährigs Steinbrucharbeiter Wilhelm Stein von hier, der sich mit dem Fahrrrad auf der Heimfahrt von Homberg nach Burg-Gemünden befand, kam an einer abschüssigen Stelle der Straße ins Rutschen und verlor die Herrschaft über das Rad. Beim S t u r z erlitt der bedauernswerte Mann einen Schädelbruch. Außerdem ist zu vermuten, daß er sich innere Verletzungen zuzog. Der Ver­unglückte wurde zur ärztlichen Behandlung nach Gießen gebracht.

Kreis Lauterbach.

Lauterbach, 29. April. Der Männer« gesangvereinLiederkranz 190 0" hielt im SaalbauZum Johannisberg" bei gutem Besuch seine Hauptversammlung ab, die mit dem Deutsches Sängergruß und zwei Volkschören eingeleitet wurde. Vereinswalter Krömmelbein gedachte sodann der verstorbenen Mitglieder Kaspar Kurz, Wil­helm Vollmüller und Hermann Keutzeü,

Kunstlum-Ländettampf Deuschland-Agarn

Kampf und Sieg der deutschen Mannschaft.

Der Unterschied zwischen dem Können der beiden Nationalmannschaften war hier so groß, daß eine Gefährdung des deutschen Sieges nicht mehr in Frage kommen konnte. Weltmeister Pelle brachte es als bester Ungar auf 9,9 Punkte, wurde aber von Winter mit 10 und Sandrock mit 9,95 Punkten noch überboten. Damit hatte Deutschland den Kunstturn - Länderkampf gegen Ungarn mit 343,85 :333,10 Punkten für sich entschieden.

*

Nach Schluß des offiziellen Wettkampfes lud die Stadt Breslau durch ihren Oberbürgermeister Dr. F r i d r i ch die beiden Nationalmannschaften mit ihrer Begleitung und die Vertreter der Wehrmacht zu einem Empfangsabend ein, zu dem auch Reichs­sportführer von Tschammer und Osten er­schien. Der ungarische Generalkonsul verlas ein Telegramm des Führers und Reichs­kanzlers mit folgendem Wortlaut:

Der Nationalmannschaft des ungarischen Turnverbandes danke ich für ihre freundschaft­lichen Grüße, die ich herzlich erwidere. Ich ver­binde damit meine besten Wünsche für einen guten Verlauf des freundschaftlichen Wettkamp­fes mit der Deutschen Turnerschaft in Breslau, gez. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler."

Die Ungarn hatten beim Grenzübertritt folgendes Telegramm an den Führer und Reichs­kanzler abgesandt:

An den Reichskanzler des deutschen Volkes. Beim Grenzübertritt nach Breslau ein kräftiges Heil" dem Führer des deutschen Volkes. Die ungarische Nationalmannschaft des Ungarischen Turnverbandes."

Nach Dankesworten des Vizepräsidenten des Ungarischen Turnverbandes hielt Reichssportführer von Tschammer und Osten in kameradschaft­lichstem Geiste eine Ansprache. Nach einemSieg- Heil!" auf den Führer und den ungarischen Reichs­verweser H o r t h y , in das die Anwesenden be­geistert einstimmten, wurde der Festabend abge­schlossen.

Plätze wird das Berliner Poststadion stadlon beim Schmeling Poalino - Kampf am 7. Juli aufweisen, davon sind etwa 22 000 Sitzplätze. Einen neuen Weltrekord im Stab- hochfvrung mit einer Höhe von 4,40 Meter stellte der Amerikaner Bill Garber bei einem Sportfest in Santa Barba (Kalifornien) auf.

Deutscher Gepäckmarschmei'ster wurde wieder der Titelverteidiger Schulze (Hannover). .Eine Niederlage erlitt Deutschlands bocken­

den Alten-Buseck 3:4; 1900 II To. 1846 Gie­ßen 2:0; VfB. Ilb Wevdorf komb. 2:2; VfB. Jugend Werdorf Jugend 1:4; Krofdorf Spfr. Wetzlar 2:3; Fellingshausen Steinbach 2:2; Kin­zenbach Allendorf 4:5; Wißmar Garbenteich 2:4; Vetzberg Altenvers 4:5; Frankenbach Erda 0:3.

HandballimKreisLahn-Dill(SauXH)

TV. H a u s e n TV. A tz b a ch 3:12 (3:8). Man bekam ein flottes Spiel zu sehen, in dem die Gäste sich bald als die besseren erwiesen. Ihre anfäng­lich leichte Ueberlegenheit wurde zusehends stärker, so daß sie bereits in der Halbzeit klar führen konn­ten. Bei Hausen vermißte man das sonst gewohnte genaue Zuspiel und die sichere Ballbehandlung. Der Sieg Atzbachs ist auch in dieser Höhe verdient.

Tv. Holzheim Tv. G a m b a ch 9:8 (5:3). In diesem Spiel trafen aroei gleichwertige Mann­schaften aufeinander, die hart um den Sieg kämpf­ten. Es gab ein spannendes Treffen, das die Ein­heimischen mit viel Glück für sich entscheiden konn­ten. Ein Unentschieden wäre der gerechte Ausgang gewesen.

TV. Holzheim II TV. Gambach II 1:3. Hier erwiesen sich die Gäste als die Besseren und gewannen ihren Kampf auch in dieser Höhe ver­dient.

Wettkampf der Kleinkaliberschützen von Krofdorf,Bieber,Wilsbach,Launsbach.

Am vergangenen Sonntag fand in Launsbach der erste Wettkampf der Kleinkaliberschühenvereine von Krofdorf, Bieber, Wilsbach und Launsbach statt. Dem Kreisschießleiter Christ-Bieber stellten sich 11 Mannschaften zu je 4 Mann. Geschossen wurden je 3 Schuß liegend, knieend und stehend freihändig ohne angezeigt. Die beste Mannschaft mit 322 Ringen wurde die 1. Mannschaft des Schützenvereins Launsbach, dann folgte Krofdorf, mit 314, Bieber mit 276 und Wilsbach mit 229 Ringen. Bester Einzelschütze war Melching (Bieber) mit 91 Ringen. Einen von einem Mit­glied des Schützenvereins Launsbach gestifteten

Blumenkorb als Ehrenpreis errang mit 35 Ringen Kreisfchiehleiter Christ- Bieber.

Kurze Sportnotizen.

Beim erften polnischen Leichtathletikfest dieser Saison stellte der Warschauer Lokajiski mit 65,73 Meter einen neuen Landesrekord im Speer­werfen auf.

Die Strecke für das olympische Straßen- Radrennen wurde jetzt festgelegt. Sie ist 100 Kilo- meter lang und führt von der Avus, deren Nord­schleife Start und Ziel ist, über den Kilometerberg, Staaken, Döberitz, Olympisches Dorf, Krampnitz, Karolinenhöhe, Heerstraße, Reichssportfeld, Kilo­meterberg und Avus-Südschleife.

B ei den Brasilianischen Ruder« Meisterschaften in Rio de Janeiro errangen deutsche Ruderer im Zweiermit" und im Achter die Titel.

g e erlitt Deutschlands Hockey- . , , Amsterdam. Sie wurde von Holland im Beisein von 5000 Zuschauern knapp mit 1:2 geschlagen, nachdem sie bei der Pause noch mit 1:0 in Führung gelegen hatte.

Elizaoeth Ryan, die bekannte kalifornische Tennisspielerin, die in den letzten zwanzig Jahren neben zahlreichen anderen Erfolgen allein in Wim­bledon 19 Meistertitel im Doppelspiel erringen konnte, will sich vom aktiven Sport zurückziehen.

vergangenen Sonntag mit seiner ersten und seiner Jugendmannschaft in Wißmar. Die Mannschaften brachten Siege nach Hause. Die erste Elf zeigte wie- derum ausgezeichneten Fußball. Der Ball wanderte flach von Mann zu Mann, so daß der Gastgeber mit seinem hohen Spiel nur selten aufkommen konnte. Lediglich durch ihre geschickte Verteidigung konnten die Wißmarer eine höhere Niederlage ver­hindern. Die beiden Jugendmannschaften spielten vorher. Auch hier siegte Garbenteich verdient mit 2:1 Toren. Die neuaufgestellte erste Schülermann­schaft mußte im Kampf gegen die Schüler des VfB.-R. Gießen eine 6:0-Niederlage hinnehmen.

Fußball in Ruppertsburg.

Ruppertsburg Ockstadt 2:4.

Am vergangenen Sonntag weilten die Ock- städter Germanen in Ruppertsburg zum ersten Aufstiegsspiel. Nach schönen Leistungen gingen die Gäste mit 1:0 in Führung. Die Gastgeber gingen nun sehr aus sich heraus, erzielten aber vorerst keine Erfolge. Die Ockstädter erhöhten vielmehr auf 2:0. Jedoch erzielten die Gastgeber bis zur Halbzeit den Gleichstand. Nach der Pause kam es zu einem harten körperlichen Kampf, den die Gäste mit zwei weiteren Toren gewinnen konnten.

Fußballergebniffe der Kreisklaffen.

Heuchelheim Albshausen 1:4; Tgde. Wetzlar Langenaubach 1:0; Steinberg Ober-Widders­heim 4:1; Nidda Leihgestern 4:1; Großen-Lin-

ll. Merlau, 29. April. Der hiesige Obstbau, verein hielt dieser Tage eine Versammlung ab. Der Verein, der jetzt 72 Mitglieder zählt, steht hin­sichtlich der Mitgliederzahl an erster Stelle im Kreise Alsfeld. Im Verlauf der Versammlung beschäftigte man sich eingehend mit Fragen der S ch ä d l i n g s- bekämpfung. Für die Anschaffung einer Obst­baumspritze wurde von jedem Mitglied eine Mark als Eintrittsgeld erhoben. Der Rest der Unkosten soll aus Beitragsgeldern und einem Reichszuschuß bestritten werden. Die Schädlingsbekämpfung war systematisch durchgeführt worden. Die Obstbaum- anlagen im Gebiet des Vereins machen einen aus­gezeichneten Eindruck. Im Gottesdienst wurden der Gemeinde elf Schulneulinge und zwölf Konfirmanden vorgestellt.

<£ Nieder-Ohme n, 30. April. Am 1. Mai tritt unser Kreisstraßenwart Ludwig Reichel wegen Erreichung der Altersgrenze in den wohl­verdienten R u h e st a n d. Herr Reichel war in unserer Gemeinde 36 Jahre als Straßenwart tätig und hat sich während dieser Zeit durch einen großen Diensteifer die Beliebtheit der Bevölkerung sowie die Zufriedenheit seiner vorgesetzten Behörde erworben. Ein Nachfolger ist bis jetzt noch nicht ernannt.

schließend findet eine Familienzusammenkunft statt. (Siehe Anzeige.)

*

** Durch Verleihung des Schlageter- fchildes ausgezeichnet. Dem Justizanwärter Otto Ellrich beim Amtsgericht Gießen wurde für leine Teilnahme an der Niederwerfung der Spar- iakusaufstände in Thüringen und im Vogtland in den Jahren 1920/23 das Schlagerschild verliehen.

** Eine empfindliche Kälte brachte uns, als Auftakt vom Mai, die letzte Nacht. Es wurden bis zu 2,5 Grad Kälte gemessen, unter deren Aus­wirkung die Baumblüte stellenweise Schaden gelitten hat; insbesondere sind davon die Kirschen und Zwet- schen, teilweise auch die Pfirsiche betroffen.

** Steuerfreiheit für Sonderzah­lungen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes. Es gibt Betriebsführer, die ihren Gefolgschaftsmitgliedern zum nationalen Feiertao des deutschen Volkes im allgemeinen als Zehrgelder gedachte Sonderzuwendungen machen. Der Reichsfinanzminister hat entschieden, daß solche Sonderzuwendungen als übliche Gelegenheitsge­schenke lohnsteuerfrei bleiben dürfen, wenn sie zwei Mark nicht übersteigen. Ueberschreiten sie die­sen Betrag, so sind sie in voller Höhe einkommen- und lohnsteuerpflichtig.

** Sitzung des Provinzialausschusses. Am Freitag, 3. Mai, 8,30 Uhr, findet im Sitzungs­saal des Regierungsgebäudes zu Gießen, Landaraf- Philipp-Platz 3, eine öffentliche Sitzung des Pro­vinzialausschusses statt mit folgender Tagesordnung: 1. Klage des Jakob Stampfl in Gießen gegen den Bescheid des Kreisamtes Gießen vom 29. Jan. 1935 wegen Versagung des Wandergewerbescheinös für das Kj. 1935; 2. Beschwerde des Max R u h - land in Bad-Nauheim gegen die Entscheidung der Bürgermeisterei Bad-Nauheim vom 7. März 1935 wegen Zurücknahme der Milchhandelserlaubnis; 3. Dienststrafverfahren gegen den städtischen Geld­erheber Hugo Klinkerfuß zu Bad-Nauheim.

im Fenster- und Balkonschmuck, sowie großer Blu­menausstellung in der Turnhalle, dürfte erreicht

Kreis Friedberg.

+ Butzbach, 29. April. Nach vorausgegange- nem Gottesdienst für Schulanfänger, bei dem eine zahlreiche Gemeinde anwesend war, fand heute die Aufnahme der schulpflichtigen Kinder statt. Insgesamt konnten 72 Kinder ausgenommen werden (33 Knaben und 39 Mädchen); außerdem dürfen 6 Jungen und 9 Mädchen auf Probe den Unterricht besuchen. An Pfingsten wird aber der endgültige Schulbesuch der letzteren entschieden werden.

Kreis Büdingen.

* Nidda, 1. Mai. In Echzell stürzte die Witwe Scheuermann in ihrer Scheune so un­glücklich von einer Leiter ab, daß noch einigen Tagen der Tod infolge schwerer innerer Verletzun­gen eintrat.

Kreis Schotten.

d) Laubach, 30. April. Am Sonntag fand hier in unserer Kirche ein Gottesdienst zu Beginn des neuen Schuljahres für die Abc- Scbützen statt. Die Kirche war von Eltern und anderen Gemeindegliedern sehr gut besucht. Unter Vorantritt des Ortsgeistlichen und des Lehrerkol­legiums zogen die Kindtzr in die Kirche ein. In Lied, Gebet und Wort wurde auf den Sinn dieser Stunde hingewiesen und sie eindrücklich gemacht. Am Montag fand dann die feierliche Schulauf­nahme statt. Rektor Döll widmete den Müt­tern, die ihre Kinder gebracht hatten, herzliche Worte, worin er vor allem gegenseitiges Ver­trauen erbat. Es sind ungefähr 30 Kinder, die in die Schule gekommen find, daunter auffallend mehr Mädchen als Knaben.

)( Ruppertsburg, 29. April. Gestern fand hier die Konfirmation durch Pfarrer Scriba, Wetterfeld, statt. Der Gottesdienst war sehr stark besucht. Eingesegnet wurden 8 Knaben und 9 Mädchen. Nachmittags brachten die Eltern ihre 13 Kleinen, die heute in die Schule ausgenommen werden sollten, zum Schulan­fänger-Gottesdienst.

Kreis Alsfeld.

Dr. Edmund Neuendorff, der frühere Führer der Deutschen Turnerschaft, ist einem Auto­unfall zum Opfer gefallen. Während der Bruder Dr. Neuendorffs, der Frankfurter Universitätspro- fessor Dr. Richard Neuendorff, ums Leben kam, wurde der frühere DT.-Führer mit lebensgefähr- lichen Verletzungen ins Krankenhaus überführt.

Ein 97jShriger.

£ Lauterbach,!. Mai. Der älteste Mit- büraer unserer Stadt, Karl Heinrich Voll­möller I., kann am 3. Mai seinen 9 7. Ge­burtstag begehen. Der Jubilar erfreut sich kör­perlicher und geistiger Frische und betätigt sich noch im Betriebe seines Sohnes, ferner vertreibt er sich die Zeit mit fleißigem Holzhacken und mit der Freude an seinem Pfeifchen. Die öffentlichen Vor­gänge unserer Zeit verfolgt er mit größtem Jn- teresfe.

Landkreis Gießen.

= Steinbach, 2. Mai. Ein bedauerlicher U n - fall traf Frau Susanne R e u s ch l i n g am ver­gangenen Samstag. Frau R., die im 68. Lebens­jahr steht und noch die häuslichen und landwirt­schaftlichen Arbeiten mitbesorgen konnte, siel bei ihrer Arbeit rücklings die Treppe herunter. Dabei zog sie sich schwere Prellungen und Zerrun­gen im Oberschenkel und der Hüftengegend zu. Da Frau R. schon fast zwei Jahre durch die Krankheit ihres Gatten, des Kirchenvorstehers Jakob R., des­sen Pf'ege sie stark in Anspruch nahm, belastet ist, traf sie und ihre ganze Familie der Unfall doppelt schwer. Sie gehört auch, ebenso wie die kürzlich ver­unglückte Witwe Gerhard, zu den Müttern, die im Weltkrieg den Sohn haben opfern müssen.

s. Lang-Göns, 29. April. In der festlich geschmückten Kirche wurden gestern die Konfir­manden, 8 Knaben und 19 Mädchen, einge­segnet. Im vorigen Jahre waren es 23 Knaben und 21 Mädchen. Am heutigen Montag fand ein G o 11 e s d i e n st für die Sechsjährigen, die zur Schule kommen, und ihre Angehörigen statt. Anschließend war die S ch u l a u f n a h m e. Im ganzen wurden in diesem Jahre 29 Kinder von Leh­rer Konrad in die vierte Klasse ausgenommen.

ch D o r f - G i l l, 30. April. Am Sonntagnach­mittag fand hier die feierliche Überweisung des Jungvolks in die Hitlerjugend und der Jung­mädel in den B d M. statt. Es waren die Ein­heiten der Standorte Dorf-Gill, Muschenheim, Birk­lar und Bettenhausen angetreten. Gemeinsam ge­sungene Lieder, Gedichte von Baldur v. S ch i r a ch und Sprechchöre brachten das Wollen der Hitler­jugend zum Ausdruck. Nachdem die Namen der 21 für die Bewegung gefallenen Hitlerjungen ver­lesen waren und in Lied und Gedicht der Toten vom 9. November gedacht worden war, richtete Gefolgschaftsführer Witzel (Inheiden) in einer eindrucksvollen Ansprache ernste und mahnende Worte an die zu überführenden Jungen und Mädel. Darauf wurde die feierliche Verpflichtung vor­genommen. Das Lied der Hitlerjugend beschloß die Feierstunde.

* Staufenberg, 30. April. In den Wal­dungen von Staufenberg, in denen nach dem Windfall im Februar zahlreiche Bäume auf­gearbeitet werden mußten, fand nunmehr eine weitere Holzversteigerung statt. Gegenüber den beiden vorhergegangenen Versteigerungen wur­den verhältnismäßig niedrige Preise erzielt. Je 2 Raummeter Buchenscheiter kosteten 16 Mark, Kiefernrundscheiter 8 bis 10 Mark, Fichtenrund- cheite 1. Klasse 5 bis 5,50 Mark, 2. Klasse 4 bis 4,50 Mark. Das Nutzholz wurde zu. den üblichen Preisen verwertet. Etwa 2500 Meter Fichten- und Kiefernstämme wurden von der Firma Nuhn (Lollar) übernommen. Die ortsansässigen Hand­werker deckten ebenfalls ihren Bedarf.

4- Grünberg, 30. April. Im hiesigen Ob st­und Gartenbauverein sprach Obst- und Gartenbauinspektor R e n t s ch (Friedberg) über Fenster- und Balkonschmuck". In eingehender Weise behandelte er die wichtigsten Sorten, die als Schmuck an Fenster und Balkon verwandt werden: Geranien, Petunien, Fuchsien, Begonien, Lobelien, Balsaminen, Nelken u. a., ebenso auch die zur Be­kleidung der Wände und Balkone dienenden Schling­pflanzen: Efeu, wilder Wein, Rankrosen, Pfeifen- trauch, Geisblatt u. a. Der Redner empfahl das Pflanzen in Kästen, die Töpfen vorzuziehen find, weiterhin wies er darauf hin, daß man Blumen mit Farben wählen soll, die zur Erzielung einer größeren Wirkung von der Hauswand als Hinter­grund abstechen sollen. Ebenso sprach er noch über die Zusammensetzung der zu benutzenden Erde,, sowie in welcher Weise das Düngen und das Begießen zu erfolgen hat. Dem Redner wurde für feine lehr- reichen Ausführungen reicher Beifall gespendet. Der Zweck des Vortrages, Anregung und Winke für die vom Obst- und Gartenbauverein in diesem Jahre geplanten Veranstaltungen zu geben: Wettbewerb

Kunstturn-Länderkampf Deutschland Ungarn.

Am vorgestrigen Sonntag wurde vor 9000 Zu­schauern in der Breslauer Festhalle der mit Span­nung erwartete Kunstturn - Wettkampf zwischen Deutschland und Ungarn ausgetragen. Der Kampf endete wir berichteten gestern bereits kurz dar­über mit einem deutschen Sieg.

Nach dem Einmarsch der Fahnen und dem Ab­singen der Nationalhymnen fand eine herzliche Be­grüßung der beiden Mannschaften durch Reichs­sportführer von Tschammer und Osten statt. Dann begann sofort der Wettkampf mit der ersten Uebung am Barren. Gleich an diesem Gerät sicherten sich die Deutschen einen knappen Vor­sprung, der vor allem auf das flüssigere und tech­nisch reinere Turnen der deutschen Nationalriege zuruckzuführen ist. Der Frankfurter Winter er­reichte von der Höchstpunktzahl 10 9,7 Punkte und war damit der beste Mann an diesem Gerät vor dem Ungarn Pelle, der es auf 9,5 Punkte brachte. Mit 56,8 :54,15 Punkten lag Deutschland nach der ersten Prüfung bereits knapp in Front.

Am Sprungpferd erhielt als einziger Schwarzmann die Höchstpunktzahl 10, doch zeigten die Ungarn hier schon wesentlich besseres Können als am Barren, aber trotz alledem konnte Deutschland nach der zweiten Uebung seinen Vor­sprung auf 114,20 :111,55 Punkte ausdehnen. Auch am nächsten Gerät, dem Querpferd konnten die Deutschen ihre Ueberlegenheit klar zu Tage treten lassen.

Nach einer kurzen Pause wurde an den Ringen geturnt. Hier machte sich eine ziemlich klare Ueber­legenheit der Ungarn bemerkbar, die gerade beim Ringturnen sehr erfolgreich waren.

In den Freiübungen dominierten die Deut­schen wieder, die vor allem durch die Ausführung ihrer Uebungen großen Beifall fanden.

Mit einem Gesamtergebnis von 284,75 :279,20 Punkten wurde in die letzte Kürübung am R e ck eingetreten. Und gerade am Reck konnten die Deut­schen ihre Ueberlegenheit wieder erkennen lasten.

Waffenring der Flugabwehr. Die Bezirksfuhrung des Waffenrings der Flugabwehr m dem die Kameraden der ehemaligen Flugabwehr-' und Scheinwerfer-Truppen zusammengefaßt sind, lädt alle Kameraden in Gießen und der Nachbar­schaft ein zu einer Besprechung am Freitag, 3. Mai 20.30 Uhr, imAugustiner". (Siehe Anzeige am Dienstag.)

** Die Sommerkurzeit in Bad-Nau- heim ist nunmehr eröffnet worden. In unserem heutigen Anzeigenteil werden die verschiedenen Ver­anstaltungen der nächsten Zeit bekanntgegeben. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen. Große Strafkammer Gießen.

Wegen Blutschande an seiner minderjährigen Tochter wurde der 1879 in Rödgen geborene, zu­letzt in Bad-Nauheim wohnhafte Georg Becker zu 2 Jahren Zuchthaus und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. Außerdem wurden ihm die bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre aberkannt. Der Angeklagte ist schon mehrfach wegen politischer Vergehen vorbestraft und befindet sich zur Zeit in Strafhaft in der Zellenstrafanstalt Butzbach.

Der Wilhelm T r ä n t e r aus Gießen wurde wegen Verächtlichung des Dritten Reiches an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche zu 70 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte war seiner Zeit vom yiesigen Schöffen­gericht sreigesprochen worden.

Kleine Strafkammer Gießen.

Wegen Pfandbruchs wurde eine Familie aus Zahmen vom Amtsgericht Herbstein, und zwar der G. F. zu 4 Wochen, der W. E. zu 3 Wochen und die K. E. zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Den Angeklagten wurde auf Grund eines Schuldtitels ein Acker mit Kartoffeln gepfändet/Trotzdem mach­ten sie die Kartoffeln aus. Gegen das Urteil legten die Angeklagten Berufung ein, die jedoch verwor­fen wurde.