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Unternehmen aus kleinen ^Anfängen zu seiner heutigen weithin beachteten Stellung zu führen.
** Lebensmittelopferring der NSV. In der Ortsgruppe G i e ß e n - O st werden am heutigen Dienstag und am morgigen Mittwoch die Mitgliedskarten zugestellt und gleichzeitig die Pfundpäckchen gesammelt. In der Ortsgruppe Gießen- Mitte findet diese Sammlung mit gleichzeitiger Ausgabe der Mitgliedskarten am Donnerstag statt. Es wird gebeten, die Spenden mit Inhaltsangabe bereitzuhalten.
** Sturz von der Treppe. Der 39 Jahre alte Otto Schaffner, Weidengasse 7 wohnhaft, verunglückte durch einen Sturz von der Treppe so schwer, daß er mit erheblichen Kopfverletzungen und einer Gehirnerschütterung der Chirurgischen Klinik zugeführt werden mußte.
Ortsgruppe Gießen
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 2. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 25 Pf., Käse, das Stück 5 bis 10, Eier (inländische) 8 bis 9, Wirsing, das Pfund 15 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 20 bis 25, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 15, Rosenkohl 30 bis 35, Feldsalat 70 bis 80, Ton Uen 40, Zwiebeln 12 bis 15, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 4 Pf., der Zentner 3,40 bis 3,50 Mark, Aepfel, das Pfund 25 bis 35 Pf., Honig 40, junge Hähne 90, Suppenhühner 70, Tauben, das Stück 60, Blumenkohl 30 bis 60, Salat 20 bis 25, Endivien 10 bis 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 15 Pf.
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Menschen begreiflich werden, der angesichts des Todes, aus tiefer, starker Liebe zu Volk und Vaterland ungeheure Leistungen vollbrachte. Herkommen und Rang waren zurückgetreten vor der eigenen Menschenwürde, vor der Schöpferkraft des einzelnen, und es wurde laut die Stimme des Herzens, die Stimme des Blutes. Dann kam, beschlossen im Rate der Völker schon vor dem Kriege, der Zusammen-
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Vordergrund stand, so war auch oft genug am Tage Gelegenheit, körperliche Tüchtigkeit und Geschicklichkeit zu beweisen. Wie schon kurz erwähnt, war neben Sport eine bestimmte Zeit Arbeitsdienst festgesetzt, wo die Lagerteilnehmer durch Verbesse- , v 2 i in der Lage waren, den Volksgenossen, die ihnen die Burg zur Verfügung gestellt hatten, durch der Hände Arbeit ihre Dankbarkeit zu zeigen. Hieraus, dann aber auch
sterben müssen!
Ortsgruppenleiter Pg. Schwarz brachte den starken Beifall dem Pg. Ott in Worten zum Ausdruck.
Nach einem Vorspruch und einem Lied der HI. verpflichtete Pg. -Schwarz einige neue Parteigenossen, denen das Mitgliedsbuch ausgehändigt wurde. In üblicher Weise und mit dem Ausmarsch der Fahne schloß die Versammlung.
durch Ausmärsche in die Dörfer, durch den geselligen Verkehr mit der Bevölkerung, muß es dieser klar geworden sein, daß der Student von heute, jedenfalls der, der die Idee des Führers vertritt, ein ganz andrer geworden ist als früher. Auch hier konnte dazu beigetragen werden, die Volksgemeinschaft zu verwirklichen.
Die Hauptaufgabe des Lagers war aber neben der Stärkung des Gemeinschaftsgedankens und des Hineinfindens in eine Gemeinschaft die politische Schulung. Sie, die in die Hochschulen zurückkehren, sollen dort mit aufrichtigem Ernst und Streben darangehen, Kameraden, die vielleicht äußerlich zur Bewegung gehören, weil sie mehr oder weniger glauben, dazu gehören zu müssen, um ihre Fortbildung nicht gehindert zu sehen, rein weltanschaulich von der Wichtigkeit und Richtigkeit der völkischen Erziehung, der nationalsozialistischen Lehre überhaupt zu überzeugen. Die hierzu nötigen Kenntnisse und Aufklärungen haben sie in diesem Lager bekommen. Die Lagerleitung entließ sie mit der bestimmten Erwartung, daß sie diese ihre Aufgabe in den nächsten Semestern, soweit es in ihrer Macht steht, erfüllen.
Das Schulungslager stand unter dem Motto ,Volk und Staat". Sowohl die Bedeutung von Volk und Staat, als auch die Stellung des einzelnen innerhalb dieser Gemeinschaftsformen muß voll anerkannt werden; das ist von größter Wichtigkeit. Es wurde begonnen mit den volk- und staatlichen Bindungen unserer ältesten Vorfahren. Aus den Vorträgen der Lagerleitung, sowie aus den
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teien, ich kenne nur Deutsche!", das habe erst nach. Jahren der Erschütterung und Not der Führer zustandegebracht. Die Erinnerung an jene große Zeit ließ den Zuhörer die tiefe Erschütterung des
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in freundlicher Weise seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Hier wurden die Lagerteilney- mer in zwei Kameradschaften eingeteilt. Gerade das Leben innerhalb dieser Kameradschaften bildete den
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Voraussetzung dafür sei die Erforschung der Witterungsverhältnisse.
Schließlich wies der Redner auf die großen Zusammenhänge der Arbeit van Wissenschaft und Technik hin und begründete damit eine Reihe von Aufgaben, die die Expedition zu lösen hatte. Deutsche Wissenschaft und Technik marschieren an der Spitze der Welt. Deutschland sei das Ursprungsland immer neuer Erkenntnisse. Es solle dieses geistige Ursprungs-
Im großen Saale des Studentenheimes fand gestern abend eine öffentliche Versammlung der Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, statt. Nach dem Einbringen der Ortsgruppenfahne wurde gemeinsam das Lied „Volk ans Gewehr!" gesungen. Das von Hitlerjungen zum Vortrag gebrachte Lied „Wir tragen das Banner der Freiheit" bildete die Ueber- leitung zu den Begrüßungsworten des Ortsgruppenleiters, Pg. Schwarz, und zu dem Vortrag „Von den Freiwilligen des großen Krieges zu den Freiwilligen der großen Revolution!", den Sturmhaupt- sührer Pg. 011 hielt.
Der Redner betonte zunächst den hohen Wert der Mitgliederabende als Gemeinschaftserleben und führte dann seine Zuhörer im Gedanken zurück in die Tage der Begeisterung und freudigen Opferbereitschaft zu Beginn des Krieges, die auch er als deutscher Arbeiter miterlebte. Was damals der Kaiser seinem Volke zurief, „Ich kenne keine Par-
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bruch, von volksfremden Menschen vorbereitet und von betörten Deutschen ausgeführt. Dann kam einer, der mit dabei gewesen war im großen Krieg, der den Rhythmus der Herzen und des Blutes unseres Volkes erlauscht hatte. Aber es mußte erst noch größere Not über unser Volk hereinbrechen. Mit dem einen unbekannten Manne marschierten erst wenige, dann Hunderte, Tausende, Millionen Deutsche. Erst in tiefster Not gab der Generalfeldmarschall dem Führer das Steuer des Staates in die Hand. Und dieser riß es im letzten Augenblick herum. Der Führer zerschlug die Parteien und machte den Ausspruch des Kaisers wahr: „Es gibt nur noch Deutsche, nur noch eine deutsche Volksgemeinschaft!" Wer überlegt, daß — wenn der Führer nicht gekommen wäre — heute unsere Kirchen zu Ställen herabgewürdigt, Not und Elend nicht auszudenken wären, der kann nur aus Dankbarkeit an das Schicksal fest und entschlossen zur
hältnisse über Grönland.
Der Redner wies besonders auf die Bedeutung der Erforschung dieser metereologischen Verhältnisse hin, indem er daran erinnerte, daß das mitteleuropäische Wetter abhängig sei von den Witterungsverhältnissen über dem Atlantik einerseits und über
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land auch immer bleiben. So habe die Forscher auch nicht Abenteuerlust hinausgetrieben, sondern der Wille zu bedeutsamer ernster Arbeit. Abenteuer seien in der endlosen Eiswüste auch gar nicht zu erleben.
In seinen weiteren Ausführungen wandte sich der Redner zunächst der Geschichte der Grönlandexpeditionen zu und sprach dann über die letzte Expedition, die Professor Wegener mit seinen Mitarbeitern unternommen hatte. Er schilderte die Planmäßigkeit dieser Expedition und gab einen vollendeten lieber« blick über den Charakter dieses Landes, das auf die Wissenschaftler schon lange eine starke Anziehungskraft ausübt. Im Geiste erlebte man die Vorbereitungen der Reise, das Vordringen in einen der Fjorde, den Anmarsch über die Gletscher und Felsen der hochaufragenden Grönlandküste, erlebte auch die ungeheuren Strapazen mit, die für die Expedition durch den Transport von 120 000 Kilogramm Gepäck über das 1600 Meter hohe Randgebirge hinweg zu überwinden waren. In interessanter Schilderung ließ der Vortragende die Menschen des Landes, die Tierwelt, die Pflanzenwelt Grönlands kennenlernen, und stellte feinen Zuhörern in vielen herrlichen Lichtbildern auch die großartige Landschaft vor Augen. Man hörte von der Mitternachtssonne, von der langen Nacht des nordischen Winters, von den Gletschern und riesigen Moränen und schließlich von den Vorstößen der Expedition bis Eismitte, die mit schier unendlichen Schwierigkeiten und ständigen Gefahren für Leib und Leben aller Expeditionsteilnehmer verbunden waren. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgte man die Schilderung der tragischen letzten Reise des Forschers Professor Wegener, mit der er der Station Eismitte die Arbeit über einen größeren Zeitraum sichern wollte. In überaus eindrucksvollen Darstellungen hörte man von der Fortsetzung der Arbeit unter den schwierigsten Umständen, bei 64 Grad Kälte, im Schneesturm, in der Station unter Schnee und Eis, im windumtosten Zelt. In den letzten Bildern sah man Professor Wegeners Grab und eine letzte Aufnahme zu seinen Lebzeiten.
Der Vortragende fand für seine ausgezeichneten Ausführungen eine andächtige Zuhörerschaft, die zum Schluß mit herzlichem Beifall dankte.
Vorkrag des Bergingenieurs Herdemerken.
Die Dortragsvereinigung (Goethebund und Kaufmännischer Verein) hatte für den gestrigen Abend wieder zu einem außerordentlich fesselnden Vortrag in die Neue Aula eingeladen.
Bergingenieur Kurt H e r b e m e r t e n, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der letzten großen Grönlandexpedition Prof. Wegeners teilgenommen hatte, sprach in hochinteressanter Weise über die Arbeit dieser Expedition und von den starken Eindrücken, die mit dieser Forschungsarbeit und -Reise verbunden waren. Der Redner erläuterte zunächst in zusammengesaßter Form die Art der wissenschaftlichen Arbeit, die in erster Linie dem Nachweis der Theorie von Prof. Wegener über die Kvntinenteverschiebungen dienen sollte, ferner, ob sich eine Konlinentenscholle unter dem Druck einer riesigen Eislast in den Sima-Mantel der Erde eingedrückt hat. Die Expedition hatte noch eine Reihe weiterer wissenschaftlicher Aufgaben in der Erforschung der Eisdicke auf Grönland, die mit Hilfe der Echolotung (Echo der Erschütterung) festgestellt wurde, in der Erforschung der Polarisierung des Eises, usw. Gleichzeitig beschäftigte man sich mit Versuchen für neue Mutungsmethoden und schließlich noch mit der Erforschung metereologischer Ver-
Das tägliche Zusammensein, das gemeinsame Verleben der Arbeits- und Freizeitstunden, brachte sie in die richtige Verbindung. Wenn morgens alle gemeinsam entsetzt waren, daß es schon 6.30 Uhr, also Zeit zum Aufstehen war, wenn in der Arbeitsgemeinschaft über geschichtliche ober völkische Fragen Auseinandersetzungen stattfanden, wenn beim Ar- unter De" beitsbienft mit Spaten und Schaufel Straßen flang= J1; geraten A bar gemacht oder wenn lange nach Zapfenstreich ittiW ’M Debatten des Tages zu Ende gefochten wurden, so verband sie das alles zu einer großen Familie, zu einer Einheit, die nur schweren Herzens aufgegeben wurde, aufgegeben werden mußte, da das Semester
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'r°nn hJ 32 Studenten kamen am 31. März auf dem Gie- masaM, I ßener Bahnhof an und marschierten geschlossen zum
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vorbereitenden bzw. nachfolgenden Diskussionen über dieses Thema konnte man den Zusammenhang der damaligen Volks- und Staatsauffassungen mit denen des heutigen Dritten Reiches sehen. Es wurde Gelegenheit gegeben, den Niedergang des Germanentums durch den Einbruch einer orientalischen Weltauffassung zu erkennen. Man sah das Immer wiederkehrende Hervorbrechen germanischen Denkens und Fühlens bis zur Jetztzeit. Diese Bestrebungen deutlich hervorzuheben und ihre große Widerstandsfähigkeit zu zeigen, das war die letzte Aufgabe.
Neben dieser Arbeitsgemeinschaft kamen der Reichsleiter des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes, Parteigenosse Derichsweiler, der Gauschulungsleiter Pg. Ruder, sowie noch einige Kameraden ins Lager und unterrichteten die Teilnehmer über hochschulpolitische Fragen. Aber auch parteipolitisch-wirtschaftliche und gesellschaftliche Dinge wurden erörtert, und sie waren häufig eine
wertvolle Ergänzung zum Thema „Volk und Staat".
Wenn die Kameraden jetzt das Lager verlassen haben, dann wird es nicht einen geben, der nicht noch gern dageblieben wäre. Obgleich die Zeit kurz war und das sie umschließende Band der Gemeinschaft noch nicht zu fest, werden vielleicht doch über dieses Lager hinaus kameradschaftliche Beziehungen bestehen bleiben. Aber wie dem auch sei, jeder von ihnen nimmt neben seinen wissenschaftlichen Kenntnissen ein Gefühl der Befriedigung mit, daß er einmal mit gleichgesinnten Kameraden eine Gemeinschaft bilden durfte, wo der Glaube und das Erleben der nationalsozialistischen völkischen Idee für neuen Kampf gefestigt würden.
Dem Lagerführer, der es vortrefflich verstanden hat, sie in jeder Hinsicht zu führen, aber auch zu helfen, gilt ihr besonderer Dank. Dank aber auch der Führung des Studentenbundes, die überhaupt erst die Möglichkeit gab, ein solches Lager zu er- 1 richten. J. Sch.
SJL-tfport
Gühheutschland-Sühfrankreich 1:3.
Lippert 1900 erneut bewährt.
Zu diesem Kampf traten folgende Mannschaften an:
Süddeutschland: Müller; Conrad, Tiefel; Heermann, Kiefer, Lippert; Hessenauer, Wenzelburger, Damminger, Tröger, Fath.
Südo st frankreich: Llense; Franques, Char- dar; Gabrillaraues, Kaucsar, Masset; Rodriguez, Beck, Rolhion, Alcazar, Belko.
Der Anfang des Spieles gestaltete sich für Süddeutschland recht vielversprechend. Fath konnte schon in der zweiten Minute unhaltbar zum Führungstreffer einschießen. Schon drei Minuten später konnte der französische Mittelstürmer Rolhion auf einen schweren Fehler des Torhüters Müller hin ausgleichen. Noch vor der Pause, in der 35. Minute, fiel durch den Halbrechten Beck der zweite Treffer der Franzosen. Nach dem Wechsel war der Kampf gleichverteilt. Erst fünf Minuten vor Schluß konnte Belko ein Mißverständnis zwischen Tiefel und Kiefer zum 3:1 verwerten. Der Schiedsrichter Jones, ein in Marseille ansässiger Engländer, leitete gut. In der süddeutschen Mannschaft gefielen besonders Tiefel, Heermann und Fath. Müller, Conrad, Kiefer und Lippert genügten mit ihren Leistungen. Dagegen versagten die beiden Innenstürmer Tröger und Wenzelburger.
Fußball-Gaukampf Norhhesseu—Mittelrhein 0:1.
In Kassel kam, wir berichteten bereits darüber, am Samstag vor 2500 Zuschauern auf dem Kurhessen-Platze ein Fußball-Auswahlspiel zwischen den Gaumannschaften von Nordhessen und Mittelrhein zum Austrag. Beide Mannschaften hatten in letzter Stunde noch einige Umbesetzungen vornehmen müssen.
Das von Tröbitz (Göttingen) gut geleitete Spiel hielt nicht ganz das, was man sich davon versprochen hatte. Bei Nordhessen machte sich die Umstellung der Mannschaft besonders bemerkbar. Der Gau Mittelrhein zeigte doch noch die geschlossenere Leistung und sein knapper Sieg ist aus diesem Grunde auch als verdient anzusprechen. In der ersten Halbzeit spielten die Gäste vom Rhein mit dem Wind im Rücken, sie verstanden es aber nicht, Deckung und Abwehr der Gastgeber zu überwinden. Nach der Pause kamen die Nordhessen stark auf, die Schußunsicherheit des Jnnensturms und die verstärkte Abwehr des Gegners ließen aber auch sie nicht zu Erfolgen kommen. Dagegen fiel in dieser Zeit der Siegestreffer der Rheinländer. In der 22. Minute erzielten die Gäste einen Eckball und durch Becker landete der Ball aus dichtem Gedränge unhaltbar im Netz.
Epielvereinigung 1900 Gießen.
Eine Niederlage der Fußballelf in Büdingen.
Die 1. Fußballmannschaft, die in der Aufstellung: Schmidt; Zeiler, Schmelz; Mank, Langsdorf, Hein- bach; Hammer, Horz, Birkenbiel, Koch, Dörr nach Büdingen gefahren war, lieferte ein schwaches Spiel. Nicht zu entschuldigen war die lasche Spiel- weise. Es fehlte vor allem an Harmonie, und zwar
schon in der Läuferreihe, die sonst der beste Mannschaftsteil ist. Mank kam nie richtig ins Spiel und darunter litten auch seine Nebenleute. Die Stürmerleistung der Gießener war kläglich. Sie ist schon daran zu ermessen, daß in den 2X45 Minuten fast kaum ein Schutz auf das Büdinger Tor ging. Dazu kam noch, daß man auch hinten Schnitzer machte.
Die Büdinger Mannschaft spielte ein schönes Paßspiel. Der glatte Rasenboden war ihr besonders gelegen. Für die - Gäste war die Sache nicht so angenehm, denn sie sind harten Boden gewöhnt. Das Treffen nahm einen fairen Verlauf. Es hatte in Schiedsrichter Ketterer (Hanau) einen vorzüglichen Leiter.
Dem Spielverlauf ist zu entnehmen, daß die Gießener schon mit dem Anstoß eine große Chance hatten, Dörr trat aber frei vor dem Tor über den Ball. Auch weiterhin hatte 1900 Vorteile und brachte nacheinander sechs Eckbälle auf ihr Konto, verwandelt wurde aber keiner. Ueberraschend fiel Mitte der ersten Spielhälfte der erste Treffer für Büdingen. Aus verteiltem Feldspiel setzte Bätz (Büdingen) einer weiten Vorlage nach. Schmidt (1900) zögerte einen Moment (im Vertrauen auf Zeiler), ehe er entgegenstartete. Er kam den Bruchteil einer Sekunde zu spät, und an ihm vorbei trudelte der Ball ins verlassene Gießener Tor. Kurz vor dem Seitenwechsel ging derselbe Büdinger Stürmer an der aufgerückten Gießener Hintermannschaft vorbei, und ehe er erreicht wurde, hatte er zum 2:0 eingeschossen. Die Blauweißen gingen leer aus.
Nach dem Seitenwechsel nahm das Spiel denselben Fortgang. Man trieb wiederholt Kombination im Büdinger Torraum, statt den Ball entschlossen einzulenken. Koch überbot sich hierbei geradezu, und es war gefrevelt, Birkenbiels Schuß, der von der Latte abprallte, im Nachschuß aus drei Meter Entfernung noch daneben zu schießen. Ein Deckungsfehler ließ dann den Büdinger Halblinken wieder frei durchkommen. Schmidt sprang noch entschlossen dagegen, konnte aber auch diesen Treffer nicht mehr verhindern. Mit dem vierten Tor ließ er sich aber überraschen. Bätz schoß nach einer Wendung von Strafraumhöhe schnell mitten ins Gießener Tor. Damit stand das Spiel 4:0 für den Gastgeber. Daran änderte sich auch nichts mehr, denn Horz, Birkenbiel und Mank ließen auch weiterhin alle sich bietenden Situationen unausgenützt.
Iugendspiele.
Butzbach l.Jgd. — 1900 Gießen 1. 3gb. 1:3 (1:1).
Die Gießener besiegten den Jugendmeister der benachbarten Friedberger Gruppe auf eigenem Platze, und zwar auch verdient auf Grund besserer Leistungen.
Butzbach Schüler — 1900 Gießen Schüler 0:1 (0:1).
Auch 1900s Schüler ließen sich in Butzbach nicht unterfriegem sondern siegten ebenfalls. Mit 1:0 ist das Ergebnis allerdings sehr knapp ausgefallen. 1900 Gießen 2. 3gb. — Conborf 1. 3gb. 6:1 (3:0).
Die 2. Jugend der Blauweißen läßt in letzter Zeit aufhorchen durch einige überragende Resultate, obwohl die Elf noch niemals komplett angetreten ist. Auch diesesmal hatte der Gegner wenig Zu bestellen und konnte nur auf Deckung spielen.
Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis).
Kasseler Turngemeinbe Hanbballmeisler.
Mit dem Sieg über Tv. Wetzlar 10:9 (5:5) ist CT. Kassel Meister geworden und hat nun den Gau 12 bei den Spielen um die deutsche Meisterschaft zu vertreten. Das Spiel in Wetzlar war, wie schon das Ergebnis besagt, ausgeglichen und sah die Kasselaner als glückliche Sieger. Tuspo 86/09 brachte es fertig, sich auf eiaenem Platze von dem Tv. Kirchbauna mit 10:9 (4:5) schlagen zu lassen. Diese Niederlage kam CT. sehr zustatten, denn dadurch war ein Entscheidungsspiel überflüssig geworden. 1900 Gießen trat zu dem Spiel gegen tura erst an, nachdem der Schiedsrichter das Spiel bereits an und wieder abgepfiffen hatte. Tura kam deshalb kampflos in den Besitz der beiden Punkte.
Vezirksklasie.
Mit ihrer neuerlichen Niederlage gegen Kurheffen Marburg 5:7 (4:4) ist Pohl-Göns aus dem Wettbewerb um die Meisterschaft der Bezirksklasse aus- geschieden. Die Entscheidung wird das Spiel Kesselstadt — Kurhessen Marburg am kommenden Sonntag bringen.
Kreisklasse II. (AufsliegspÄte.)
Tv. Dorlar — Mtv. Gießen II 7:1 (3:1). Der erwartete Kamps kam zustande. Wie so viele andere Mannschaften mußten jetzt auch die Gießener die Ueberlegenheit der Einheimischen erfahren. Die Niederlage ist auch in dieser Höhe verdient.
Tv. K a tz e n s u r t — Tv. G a r b e n h e i m 6:7 (2:3). Garbenheim kam zu einem glücklichen Sieg. Das Spiel war jederzeit ausgeglichen.
Tv. Burgaemünden — Tv. Herborn. Herborn trat nicht an. Die Platzmannschaft kam zu zwei billigen Punkten.
Gesellschaftsspiele.
Tv. Hochelheim II — Tv. Lang-Göns I 5:5 (4:3). Die Hochelheimer Reserven haben gezeigt, daß sie von ihrer Spielstärke nichts eingebüßt haben. Obwohl die Gäste seit langer Zeit zum erstenmal wieder antraten, gaben sie einen Gegner ab, der nicht nur ein gutes Spiel zeigte, sondern auch außerordentlich eifrig war.
Tv. Hochelheim Schüler — Tv. Lang- Göns Jugend 4:14 (3:6). Durch ein Mißverständnis war diese Kombination zusammengekommen.
Trotz dem Alters- und Kräfteunterschied hielten sich die Einheimischen recht wacker.
Tv. Wetzlar II — Tv. Hörnsheim I 8:9 (5:3). Nach der ersten Hälfte zu urteilen, hätten die Platzbesitzer gewinnen müssen. Denn sie lagen bereits mit zwei Toren in Führung. Nach der Pause holten die Gäste mächtig auf und kurz vor Schluß konnten sie das Siegestor anbringen.
Tv. Holzheim — Tv. Dornholzhausen 6:3 (3:1). Holzheim konnte sich für die im Vorspiel erlittene Niederlage revanchieren. Seine Mannschaft zeigte sich dem Gegner sowohl technisch als auch an Schnelligkeit während des ganzen Spiels überlegen und gewann deshalb verdient.
Tv. Holzheim Jugend — Tv. Dornholzhausen Jugend 1:3. Auch in diesem Spiel bewiesen die Gäste wieder ihre derzeitige Form.
Tv. A l l e n d o r f (Lahn) komb. — Tv. Groß« Rechtenbach II 7:5 (4:3). Allendorf trat verstärkt an und konnte so in einem spannenden, aber harten Spiel einen jederzeit verdienten Sieg feiern.
Tv. Ruttershausen — Tv. Staufenberg abgebrochen. Mit den Vorgängen bei diesem Spiel werden sich die zuständigen Instanzen noch zu befassen haben.
Tv. Münchholzhausen — Tv. Lützellinden 5:3 (2:1). Die Gäste traten mit Ersatz an und mußten so eine verdiente Niederlage hinnehmen. Beide Mannschaften kamen durch den schlechten Boden nie richtig ins Spiel und reichten bei weitem nicht an ihre sonstige Form.
Tv. Münchholzhausen II — Tv. Hörnsheim II 13:3 (5:2). Die Gäste, die auch körperlich ihren Gegnern unterlegen waren, mußten eine verdiente Niederlage hinnehmen.
Kurze Eportnotizen.
Max S ch m e I i n g hat einen Kampf mit dem Spanier Paolino abgeschlossen, der am 30. Juni in Berlin stattfinden soll. *
Der Frauen-Hockey-Länderkampf zwischen Deutschland und Holland in Amsterdam endete mit einem 5:3-Sieg der Deutschen.
Im Fußball-Gaukampf gegen Sachsen siegte der Gau Mittelrhein am Sonntag in Dresden mit 4:2.


