Ausgabe 
2.3.1935
 
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»deutsche Volk es sich selbst geschaffen hat, wenn R)t I so hineingeht in dieses Reich, dann werdet ihr

Vlul ist stärker als papierne Dokumente

Hauses.

Bankett

Mm Herz führte mich zu Luch

die den sich

Untere Arbeit hat keinen anderen Sinn, als Deutschland wieder frei und glücklich zu machen

Ich weiß, nichts Vollendetes schenkt der Himmel den Menschen. Sie müssen sich alles bitter und schwer verdienen. Uns ist klar, daß die­ses große Ziel noch lange nicht vollkom­men erreicht ist. Aber wir streben nach ihm mit heißem Herzen, und der Himmel und die Vor­sehnung haben unser Streben gesegnet. Denn das kann ich wohl sagen: Mögen meine Gegner im In­nern und die Gegner des deutschen Volkes über­haupt nur eins berücksichtigen: Vor 15 Jahren be­gann ich den Kampf um Deutschland mit einer Hand voll Menschen, und es war schwer, aus dieser Hand­voll hinauszuwachsen hinein in die Umgebung, hin­aus aus einer Stadt, hinein in ein Land, hinaus aus einem Land und hinein in das Deutsche Reich. 15 Jahre Kampf, und wenn ich das Ergebnis am heutigen Tage hier abwäge, dann muß ich dem Himmel danken: Er hat den Kampf gesegnet und immer wieder gesegnet! Er ist nicht umsonst ge­wesen! 15 Jahre Ringen um ein Volk, 15 Jahre Kampf um ein Reich, und heute kann ich im Na­men dieses Reiches euch in der deutschen Heimat be­grüßen.

Ihr habt durch diese feierliche Abstimmung und dieses Bekenntnis zum Reich aber auch ein weiteres großes historisches Verdienst erwor­ben. In einer schlimmen Periode des Ringens um die Wiederaufrichlung des Deutschen Rei­ches habt ihr durch dieses Bekenntnis mir meine Arbeit erleichtert! Und Gott kann mein Zeuge sein: Diese Arbeit hat kein anderes Ziel, als Deutschland wieder frei und glücklich z u machen! So habt ihr ein großes Verdienst und damit ein heiliges Recht, heute einen Jubeltag zu feiern. Und ich bin glücklich, ihn in eurer Wille verbringen zu dürfen. Heute mag uns das Glück und die Freude erfassen, morgen wollen wir an die Arbeit gehen, an die große Arbeit für unser neues Deutsches Reich! Denn wir wissen, daß, was auch geschafft wurde, und mag es noch so wundersam sein, es nur ein Beginn ist, ein Anfang dessen, was uns vorschwebt. Ihr kommt nicht in ein fertiges haus, sondern ihr kommt in eine soeben zusammen­gefügte Gemeinschaft von Wenschen. Ihr sollt mit aufbauen und arbeiten, und ihr sollt dar­auf stolz sein, ihr sollt euch freuen, daß ihr mitarbeiten könnt und dürft an dem neuen deutschen haus.

Und dieser Tag soll zugleich eine Lehre sein, eine Lehre für alle die, die in Unkenntnis einer ewigen geschichtlichen Wahrheit sich einbilden, durch Terror oder Gewalt ein Volk seines innersten Wesens entkleiden zu können, eine Lehre für die, die sich einbilden, aus einer Nation einen Teil her­ausreißen zu können, um ihm seine Seele zu stehlen. Möchten doch alle Staatsmänner aus diesem Er­gebnis das eine ersehen, daß es zwecklos ist, mit solchen Methoden Völker und Staaten zerreißen zu wollen. Am Ende ist das Blut stärker als alle papiernen Dokumente. Was Tinte schrieb, wird eines Tages sonst durch Blut wieder ausgelöscht. Diese tiefste Stimme wird am Ende alles andere hell und klar übertönen. Wehe dem, der aus diesen Tatsachen nichts lernen will. Er wird Not und Sorge über die Menschen bringen, ohne sein Ziel zu erreichen. Er wird vorübergehend Leid und Not über die Völker bringen, am Ende aber schmählich besiegt sein.

Schenkt Deutschland EurenGlauben,EureTreue, Euren Willen!

möglich sein, daß zwei große Völker sich Hand geben, um in gemeinsamer Arbeit Röten entgegenzutreten, die Europa unter zu begraben drohen.

Aber es Ist nicht nur ein Glückstag für Deutsch- ranb, ich glaube, es ist auch ein Glückstag für ganz Europa. Ls war ein segens­reicher Entschluß, endlich diesen Tag festzusehen und sein Resultat zu respektieren, dieses Gebiet, das so leicht zu einem ewigen Streitapset hätte werden können, dem Deutschen Reiche wieder zurückzugeben, dem man es wider Recht und Vernunft entrissen hatte. Ein Glückstag für Europa besonders deshalb, weil durch diese Rückkehr des Saargebietes vielleicht gerade die Krise am ehesten behoben werden kann, unter der zwei große Rationen am meisten zu leiden haben. Wir hoffen, daß durch diesen Akt einer ausglelchenden Gerechtigkeit, der Wiedereinsetzung natürlicher Vernunft, wir hoffen, daß durch diesen Akt das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich sich endgültig bessert. So, wie wir den Frieden wollen, müssen wir hoffen, daß auch das große Rachbarvolk gewillt und bereit ist, diesen Frieden mit uns zu suchen. Es muß

Und wenn ich heute zu euch kam, dann soll es ja nur die erste Begrüßung sein. Ich werde wiederkommen (brausender Bei­fall) und werde wieder zu euch sprechen! Rur konnte ich nicht so lange warten. Es wäre mir unmöglich gewesen, am heutigen Tage in Ber­lin oder anderswo zu sitzen, unmöglich (hier wird der Führer minutenlang von immer neuem Jubel unterbrochen), unmöglich irgendwo diesen Tag in innerer Unruhe und hast zu verbringen! Ich bin gekommen, weil mich mein Herz zu euch hierher geführt hat (wiederum Beifallsstürme, die nicht enden wollen), um euch zu sagen, wie unendlich glücklich das deutsche Volk ist, und wie glücklich ich selbst bin. (Der Jubel schwillt an zum Orkan.) Ich werde wiederkommen und dann ich hoffe oft und oft noch zu euch sprechen.

auch auf ihren Wunsch mit ihnen zusammen photographieren. In der Unterhaltung drückte er seine Freude darüber aus, daß es ihm vergönnt gewesen sei, diesen Tag zu erleben. Er sei glücklich darüber, nun im freien Saarland wei­len zu können und er werde später wiederkommen.

Draußen vor dem Rathaus wich.und wankte die Menge auch im strömenden Regen nicht. Immer scholl es zu den Fenstern des Rathauses heraus: Wir wollen unfern Führer sehen" und der Füh­rer willfahrte dieser Bitte gern und erschien immer wieder mit Rudolf Heß, Dr. Goebbels und Gauleiter Bürckel auf dem Balkon des Rat-

arbeitet mit an dem Staat des Friedens, der Ehre nnd der Freiheit!

Es ist etwas Herrliches, den Begriff Volks­gemeinschaft zu verwirklichen. Was viele Jahrhunderte in der Vergangenheit vergeblich er­sehnten, soll uns nunmehr gelingen. Wir mußten erst in Not geraten, um unser Volk reif zu machen für diesen Gedanken. Manchmal erfaßt uns eine Ahnung, daß das ganze Geschehen ..

notwendiges Schicksal war, um uns dort-1 deutscher Menschen zusammenbindet!

Und als Zeuge dieser Gemeinschaft bin ich ja auch | zu ihnen hierhergekommen, als Zeuge und als Kämpfer dieser Gemeinschaft, die heute die Millionen honHrhor Mpnickien auf-ammenbinbet!

hin zu führen, wozu uns glückliche Tage leider nicht bringen konnten. Die Ahnung, daß die Hand des Herrn uns schlagen mußte, um uns reif zu machen für dieses größte innere Glück, das es geben kann, das Glück des gegenseitigen Verstehens in eigenem Volke. Was ist äußerer Ruhm, was sind alle äuße­ren Vorteile gegenüber diesem größten Gut, das ein Volk erwerben kann? Die Welt zu ver­stehen, würde uns sonst nicht gelingen, auch die Welt würde uns nicht begreifen wenn wir nicht zuerst uns selb ft gegenseitig verstehen lernen.

fchafk zu gründen. Als Deukschland verfiel ln Klassen und Stände, da wuchs unser Wille, diese zu überwinden und die Ration zur Herrin ihres Lebens zu machen. Und der Wille hat gesiegt. Deutschland ist eins geworden, ein neues Banner Hal sich erhoben, und unter seinem Flattern marschieren die Millionen in gleichem Schritt, marschiert die ganze

d e u t s che Ration.

Ich bitte euch, übertragt ben Willen ber letzten 15 Jahre, ben Willen, ber euch beseelt hat, nunmehr lebendig unb frisch auf bas neue Reich unb geht mit ihm hinein mit bem Entschluß, bas eigene Ich biefem Reich unterguorbnen unb ihm zur Verfügung zu stellen.

Wenn ihr so in unser Reich, bas wir alle uns gemeinsam bauten, bas unser Reich ist, weil es uns von niemanb gegeben wurde, sondern weil das

dieser Bewegung, treu dieser deutschen Volksgemein­schaft, seht niemals auf das, was die außer uns Stehenden uns versprechen, vergeßt niemals: Wir waren genau so treu. Als es Deutschland am schlech­testen ging, da Haden wir die Fahne hochgezogen. Als Deutschland am tiefsten gedemu- tigt war, da zogen wir unsere Fahne des Glaubens auf, die Fahne der Verpflich­tung für dieses Deutschland. Da sagten wir nicht: Wir schämen uns, Deutsche zu sein, sondern da sag­ten wir: Wir sind erst recht stolz, Deutsche zu s e i n. (Stürmischer Beifall.) Und mir haben nie gefragt, was man uns denn sonst bieten würde, haben nie abgewogen, was man uns tatsächlich bot, wir glaubten an Deutschland, und wir sind ihm treu geblieben in jeder Stunde, in jeder Not, in jeder Gefahr, in allem Jammer und in allem Elend. Und ich bitte Euch, schenkt diese Treue dem neuen Deutschland, Eurem Deutschland, unserem Deutschland!

Unb ich bitte euch, schenkt biefem Deutsch- lanb auch euren Willen. Was ist ber Wensch, ber sich nicht ein Ziel seht, bas er fanatisch unb entschlossen vertritt? Der Wille ist eine unerhörte Kraft, wenn man sich beharrlich seiner bebient unb sich selbst beharrlich seinem Ziele zuwenbel. Euer Wille war, roiebet nach Deutschlanb zu kommen, unb euer Wille Hal gesiegt! Unser Wille war, Deutsch­lanb roiebet emporzuführen, unb ihr seht es: Unfer Wille hat gesiegt. Als Deutsch­lanb in bet tiefsten Demütigung versank, da wuchs unser Wille, die deutsche Volksgemein-

auch alle glücklich sein! Dann werbet ihr glücklich sein im Bewußtsein, nicht ein Geschenk empfangen, sonbern durch gemeinsame Arbeit etwas Herrliches errungen zu haben. Man kann kein Glück als Geschenk erhalten. Das höchste Glück, das einem geschenkt werden kann, ist die Ueberzeuaung, durch eigene Arbeit etwas geschaffen z u h a b e n. Ihr werdet dieses Glückes dann genau so teilhaftig sein, wie wir alle es schon heute sind: Denn wir sind stolz, zu wissen, daß diese Fahne vor 15 Jahren von uns gestaltet und gehißt wurde, unb durch unsere Arbeit überall dort, wo Deutsche sind, heute als Symbol der Gemeinsamkeit gilt. Wir sind glücklich, im Bewußtsein, daß uns nichts von Fremden geschenkt, sondern in tausend Kämpfen, in unermüdlicher Arbeit, durch unseren Fleiß, unseren Willen, durch unsere Treue, durch unseren Glauben errungen wurde.

Wetterbericht

des Reichsroetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt.

Das nordische Hochdruckgebiet hat sich kräftig wei­ter verstärkt und nach Süden zu ausgebreitet. Dem­entsprechend hat sich die über dem Kontinent er­streckende Tiefdruckrinne südwärts verlagert, so daß wir uns an ihrem Nordrand in einer etwas kälteren Nordostströmung befinden. Da die Entwicklung im gleichen Sinne weitergeht, wird der Einfluß der Tiefdruckstörung auf unfer Wetter nachlasfen, der des nördlichen Hochdruckgebietes aber zunehmen.

Aussichten für Sonntag: Wolkig bis aufheiternd und im wesentlichen trocken, mit nörd­lichen und östlichen Winden ziemlich frisch, Nebel, stellenweise leichter Frost.

Aussichten für Montag: Vielfach auf« heiternd und Nebel, vielerorts Frost, östliche Winde.

Lufttemperaturen am 1. März: mittags 7,2 Grad Celsius, abends 4,5 Grad; am 2. März: morgens 3,2 Grad. Maximum 7,5 Grad, Minimum 1,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. März: abends 4,3 Grad; am 2. März: morgens 3,6 Grad Celsius«

Wintersport.

Schwarzwald. Feldberg: Bewölkt,5 Grad Celsius, 182 cm Gesamtschneehöhe, Pulverschnee, Ski und Rodel sehr gut.

Hauptschriftleiter.- Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Langq, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. I. 35: 12 195. Druck und Verlag! Brühl'sche Universitäts-Buch- und Stemdruckere» R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.

Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf« Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.

Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.

Und ihr werdet genau so glücklich fein in zwölf und zwanzig Jahren, wenn Deutschland ganz frei sein wird, wenn Deutschland als Staat des Friedens, aber auch der Freiheit und der Ehre wieder seinen Söhnen und seinen Kin­dern das tägliche Brot bieten wird. Ihr werdet dann glücklich und stolz sein zu wissen, daß auch ihr mitgearbeitet habt, dieses Gut unseres Volkes zu erringen. Denn wenn wir uns in dieser Abendstunde hier versammeln, dann wollen wir nicht nur in die Vergangenheit, sondern wir wollen auch in die Zukunft blicken, wollen uns nicht nur erfreuen an dem, was uns gelang, son­dern wollen festsetzen die neuen Ziele für die Ar­beit, die vor vor uns liegen. Wir wollen den Blick dann von der Vergangenheit wenden und in die Zukunft unseres Volkes richten. Wir sehen dann die Aufgaben, die uns gestellt sind, unb wir sinb glücklich barüber, benn wir wollen nicht ein Geschlecht sein, bem man etwas schenkt und dem etwas von selbst in den Schoß fallen soll, sondern wir wollen unsere Tage abschließen mit dem Ge­fühl: W i r haben unsere Schuldigkeit getan, wir haben unsere Pflicht erfüllt! Darin liegt das größte Glück!

Wenn wir heute ben Blick in die Zukunft rich­ten, bann erscheint uns als Ziel dieses neue Reich einer ebleren Volksgemeinschaft, dieses neue Deutschland einer geläuterten Volks­genossenschaft, dann erscheint uns als Ziel die­ses Deutschland, das ebenso friedliebend ist, wie es stark fein soll, ehrenhaft unb treu sein muß! Und dieses Deutschland, das wir so in diesem Augenblick vor uns sehen, soll nun unseren Schwur empfangen. Diesem Deutschland wol­len wir uns in dieser feierlichen Stunde ge­meinsam verschreiben, wollen ihm verfallen sein, solange ein Atem in uns ist. Und wir wollen diesen Schwur nun alle gemeinsam. Wann um Wann, unb Weib um Weib bekräf­tigen! UnserDeutschland, unserVolk und unser Reich: Sieg-Heil, Sieg- heil, Sieg-Heil!

zu Ehren des Dreierausschuffes.

Reichsrninister Dr. Frick gab Freitagabend zu Ehren der Mitglieder des Saar-Dreierausfchuffes des Völkerbundes Baron A l o i s i, Botschafter C a n t i l o und Gesandten Lopez Olivan auf Schloß Halberg ein großes Bankett. Der Einladung des Reichsministers waren u. a. gefolgt Reichsarbeitsführer Hier!, Gesandter von P a - p e n , Generaldirektor Dorpmüller, der hes­sische Minister Jung, die Staatssekretäre Lam­mers, Grauert und L a n d f r i e d , General Daluege, die Mitglieder der Regierungskom­mission von Ehrenrooth unb Koßmann, der Präsident des obersten Abstimmungsgerichts- hofes Galli, der norwegische Kreisinspektor der Abstimmungskommission B l e e r, die Mitglieder des Führerrats der Deutschen Front sowie zahlreiche weitere Persönlichkeiten. Während der Tafel spielte eine Musikkapelle des Luftsportverban­des. Nach dem Essen sah man die ausländischen Gäste in längeren angeregten Unterhaltungen mit den Vertretern des Reiches. Besonders die Mit­glieder des Dreierausschusses wurden von ihrem Gastgeber Reichsminister Dr. Frick in längere Ge­spräche gezogen. Auch nachdem Dr. Frick sich ver­abschieden mußte, um rechtzeitig den Svnderzug zu erreichen, blieben die Gäste noch lange Zeit zu­sammen. Ausländische und deutsche Herren des poli­tischen Lebens nahmen die zwanglose Gelegenheit wahr, sich über gegenseitige interessierende Fragen zu unterhalten.

Heute Rundfahrt des Stellvertreters des Führer durch das Saargebiet.

Der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß unternimmt heute eine Fahrt durch das Saargebiet, die in Saarbrücken beginnt. Nach seiner Rückkehr wird der Stellvertreter des Führers den Vorbei­marsch des von ber Bevölkerung Saarbrückens veranstalteten Fackelzuges abnehmen. Anschlie- ßenb findet dann das große Feuerwerk statt, das wegen des Regens am Freitag abgesagt werden mußte.

Kemal Atatürk wiedergewühlt.

Ankara, 1. März. (DNB.) Kemal Atatürk (Mustafa Kemel Pascha) wurde erstellt zum Prä­sidenten der Republik gewählt. Sämt­liche 386 Abgeordnete gaben ihre Stimme für Ksmal ab. Nach der Wiederwahl trat bas Gesamt­kabinett zurück. Der bisherige Ministerpräsident Ismet Jnönü wurde mit der Neubildung beauftragt und legte dem Präsidenten die neue Mi- nifterlifte vor, die mit Ausnahme des Kriegsmini­sters aus ben alten K a b i n e 11 s m i t g l i e - bem besteht.

Stürmischer, nicht enbenroollenber Jubel folgten ber Rebe bes Führers; bas Deutfchlanblieb, das Horst- Wessel-Lied und das Saarlied schließen die große Kundgebung. Nur sehr langsam entwirren sich bie Massen. Den ganzen Abend über herrscht in Saar­brücken und in den anderen Städten des Saarge­bietes in den Straßen eine dichte Bewegung. Beson­ders flauen sich die Menschen vor dem Hotel, in dem sie Führer der nationalsozialistischen Bewe­gung und Führer des Reiches wußten. Der Füh - r e r hatte sich inzwischen mit seiner Begleitung und Reichsminister Dr. Goebbels zum Hauptbahn­hof begeben. Auch der Reichsführer SS. Himm­ler und Reichsminister Darrs gaben ihm das Geleit. Um 9.15 Uhr setzt sich dann d e r Z u g d e s Führers, in dem auch Reichsminister Dr. Goeb­bels mitfuhr, in Bewegung. Die auf dem Haupt­bahnhof versammelten Tausende von Menschen, die durch ein Spalier der Leibstandarte daran gehindert werden mußten, auf die Wagen des Zuges zu klet­tern, brachten noch einmal Heilrufe auf ben Führer aus. Dann rollte der Zug langsam aus dem Bahn­hof. Der Führer hat das Saargebiet verlassen. Die Saarländer haben aber die eine Gewißheit: Daß seinem ersten Besuch ein zweiter folgen wird, und daß der Führer zu schönerer Jahreszeit wieber- kommt.

Die saarländischen Mitglieder des Reichstags.

Berlin, 1. März (DNB.) Der Führer und Reichskanzler ernannte anläßlich der Feier der Saarheimkehr folgende Vorkämpfer der Deutschen Front im Saarland, die sich im Saarkampf besonders ausgezeichnet haben, zu Mitgliedern des Reichstages: Nietmann, Dürrfeld, Welter, Eichner, Weber, Schubert, Schaub und Kieler. Der Vorsitzende der Reichstagsfraktion, Reichsminister Dr. Frick, übergab ihnen heute nachmittag die vom Führer unterzeichneten Bestal­lungsurkunden.

Der Führer dankt dem Dreierausschuß.

Alte Saarkämpfer beim Führer.

Saarbrücken, 1. März. (DNB.) Um 17.30 Uhr empfing ber Führer im Rathaussaal d i e Dreier-Kommission, den Botschafter Ba­ron Aloisi als Vorsitzenden, den argentinischen Botschafter in Rom Cantilo, sowie den spani­schen Gesandten Lopez Olivan. In deren Be­gleitung befanden sich der Gesandte B i a n ch e r i vom italienischen Außenministerium und der argen­tinische Botschaftsrat in Rom Oneto Astengo. Der Führer sprach der Kommission für die so un­parteiisch geleistete Arbeit seinen aufrichti­gen Dank und seine Anerkennung im Namen des deutschen Volkes aus.

Der Führer trug sich dann in das Goldene Buch der Stadt Saarbrücken ein. An­schließend schrieben ebenfalls ihre Namen in das Buch die anwesenden Reichsmini st er und Reichsleiter der Partei, der Reichsführer der SS. Himmler, der Reichsarbeitsführer Hier!. Dann empfing der Führer eine Abordnung der alten Saarkämpfer und unterhielt sich lange Zeit mit ihnen. Der Führer ließ sich dann

Das ist der erste Schritt zu einer bes­seren Zukunft der Menschheit. Wir haben diesen Weg mit Ernst beschritten, haben uns bemüht, den Hochmut, ben Klassenwahn und Stan­desdünkel aus unserem Innern herauszureißen. (Stürmischer Beifall.) Wir haben uns bemüht, die Menschen nach ihren inneren Werten zu messen, haben uns bemüht, wegzugehen vom rein Aeußeren, vom Oberflächlichen, haben uns bemüht, Herkunft, Stand, Beruf, Vermögen, Bildung, Sitten, Kapital unb alles bas z u vergessen, was Menschen zu trennen vermag, um durchzustoßen zu dem, was sie zusammenzufassen vermag. Durchzustoßen zum Herzen, zum Charakter, zum Gewissen, zum Anstand und sind dabei glücklich ge­worden. Wir haben reiche Schätze gefunden. Was wir in Jahrhunderten nicht gesehen haben, das konnten wir entdecken: Den deutschen Volks­genossen in allen Schichten unseres Volkes, in allen Ständen unseres Volkes, in allen Berufen, Menschen höchsten Wertes, anzusprechen mit Recht alsGenossen" eines Volkes.

Es ist ein wundersamer Weg, den diese

erleben % dies r Arbeit nun seid ihreinge- l ad en Ich bitte euch, bie Tugenden, bie chr 15 S". ÄÄ

be'chwöre euch. Sei^ °»b x«.^ uc^.m :Ei::

®'Ä ihr in diesen 15 Wen nnf)M> e lau. ben als eure Stütze gehabt hattet, euch wohl geblieben? Wenn ihr m wesen io en nicht den Glauben gehabt hattett - was bat c euch wohl geführt? Der Glaube kann Berg Der, fehen ber Glaube kann auch 01 r frei'en (Beifall), ber Glaube kann Nationen sta­ken unb roieber emporführen, unb mögen s $

fit; ?:*. .1 fit. ,P-." Ä mas man Euch bot, wart treu, ganz gleich, was man Euch sonst versprach. Ihr Hadi nicht gemessen die mat-ri-llen Vorteile. Und so b.tte ich Euch: Seid genau so treu in der » r b e i t in die -Mr eingebt, seid treu diesem neuen Reich, selb treu