Ausgabe 
2.2.1935
 
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Nr. 28 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Samstag, 2. Zebrnar 1935

Oie Deutsche Kolonial-Aussiellung in Gießen.

Eröffnung der Schau durch Oberbürgermeister Ritter.

Mutter Erde, auf die unser Vaterland seiner Stel­lung in der Welt entsprechend ein Anrecht habe.

$rou Hummel

beschäftigte sich anschließend in anschaulicher Weise mit den Aufgaben der beiden, die Ausstellung tra­genden Organisationen, des Frauenvereins vom Roten Kreuz für Deutsche über See und des Frauen­bundes der Deutschen Kolonialgesellschaft. Sie be­tonte, daß beide Organisationen ihre Hauptaufgabe darin sähen, die deutschen Volksgenossen im Aus­lande, die ununterbrochen schwer um die Erhaltung ihrer Existenz und noch schwerer um die Erhaltung ihres Deutschtums zu ringen hätten, in ihrem har­ten Kampfe zu unterstützen. Der Frauenverein vom Roten Kreuz für Deutschland über See sei stets be­müht, den Ausländsdeutschen durch die Schaffung von Krankenhäusern, durch die Einrichtung von Heimen durch die Ausbildung von Hilfskräften sanitäreHilfezu leisten, während der Frauen­bund der Deutschen Kolonialgesellschaft den Aus­ländsdeutschen in ihrem Kampfe um die Erhaltung

geschnitzte Speere, Harpunen, Lanzen, Streitäxte; ferner Schwerter und Richtbeile sind in vielen Stücken in der Schau vertreten und lassen Zweck­mäßigkeit und große handwerkliche Geschicklichkeit erkennen. Mit einem leisen.Schauer wird man den prächtig gestalteten Köcher betrachten, der einige mit Kobragift behandelte Pfeile birgt. Ein winziges Kanoe, kaum, zwei Meter lang und nur etwa 25 Zentimeter brgitj das die Eingeborenen bei der Fischjagd verwenden, wird ebenfalls gezeigt. Selbst­verständlich fehlen auch die Mannigfachen Schmuck- gegenstände nicht, die Armringe aus Vein, die Hals­ketten aus Kaurimuscheln und Nilpferdzähnen, die präparierten Leoparden- und Gepardfelle, ferner sieht man einen vorzüglich präparierten Nilpferd­schädel, den festen Schild einer Schildkröte, Häute von großen Echsen usw. Der von den Eingeborenen angefertigte Hausrat (Körbe, Schüsseln aus schwe­rem Holz, Schalen, Bänder usw.) läßt eine erstaun­liche Handfertigkeit erkennen. Fast aus jeder deut­schen Kolonie sind charakteristische Stücke zu sehen, die zum Teil auch historischen Wert haben.

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Links: Eine Feuersteinaxt, eine Kopfstütze und ein Götzenbildwerk, rechts eine Tanzmaske und ein aus Zähnen und Kaurimuscheln gefertigtes Brust-Schmuckschlld.

In den Tagen vom 1. bis 8. Februar wird im Saale desEinhorn" am Kir­chenplatz in einem ein­drucksvollen und würdi­gen Rahmen dieDeut­sche Kolonialausstellung" gezeigt, die von den Gie­ßener Ortsgruppen des Frauenbundes der deutschen Kolonial- ae s e l lsch a f t und vom Frauenverein für Deutsche über See (Deutsches Rotes Kreuz) veranstaltet wird. Die vielseitige und äußerst

wertvolle Ausstellung wurde gestern abend in An- n-senheit zahlreicher Vertreter der Partei, der Behörden und der vaterländischen Organisationen eüffnet.

Im Auftrag der Gießener kolonialen Arbeits- giineinschaft hieß Herr Tetzner die Teilnehmer <r dieser Eröffnungsfeier herzlich willkommen. So- 'beim sprach

Oberbürgermeister Ritter.

dcnkte zunächst den veranstaltenden Organisationen fir die hier geschaffene Gelegenheit, einiges aus

Wesen der Kolonien kennen zu lernen und uns dbei der Leistungen derer zu erinnern, die als oniere hinauszogen, um Rohstoffe für Deutsch- knb zu gewinnen, darüber hinaus aber Raum zu taffen für deutsche Volksgenossen. Leider sei der j-ist jener Männer in den Jahren nach dem Kriege ft verloren gegangen. Nachdem nun aber das mtsche Volk unter dem Führer Adolf Hitler zu sich ktbst zurückgefunden habe, könnten wir wieder an ) kolonialen Aufgaben gehen und uns insbeson­dre unserer Pflichten den Ausländsdeutschen gegen- ü«er neu bewußt werden. Das Auslandsdeutschtum z. unterstützen sei eine Aufgabe, die mit aller Kraft brüllt werden müsse. Alle unsere Kräfte müßten dlrauf gerichtet sein, daß wir das wieder zurück- gwinnen, was uns nach Recht und Gerechtigkeit S-fftehe.

Aus dem Geist der Pflichterfüllung unserem ganzen Volke gegenüber mühten wir die Kolo­nien zurückfordern.

219 deutsche Volk habe ein Recht, das zu fordern, j vns ihm gebühre. Diese Ausstellung möge dazu tiriragen, daß das ganze deutsche Volk von dem I Hrdanken der Notwendigkeit der kolonialen Wieder- gwinnung erfaßt werde, damit wir den Raum v»eder gewinnen, den wir uns einst selbst schufen, j diesem Sinne eröffnete Oberbürgermeister Ritter d? Ausstellung und wünschte ihr den besten Erfolg.

Herr Tetzner

m der Vereinigung für koloniale Wiedergewin- jiing gab im weiteren Verlauf der Eröffnungsfeier feiner Freude darüber Ausdruck, daß die Partei, we auch die Behörden, der Sache der kolonialen Ledergewinnung stets freundliche Unterstützung jjiceil werden ließen und dadurch dazu beitragen, dsh die Bewegung der kolonialen Wiedergewin- mmg eine Volksbewegung werden könne. Es fei ins nicht möglich, die Kolonien von der Plattform eiter Organisation aus zurückzugewinnen, not- w ndig sei aber die Propaganda, den kolonialen G danken stets wachzuhalten und stetig an Kraft gewinnen zu lassen. In seinen weiteren Ausfüh- rungen beschäftigte sich der Redner mit der Ge­suchte der Kolonien und gab, soweit es im Rah- m. n des Vortrages möglich war, eine geschickt zu- scmmengefahte Schilderung der Entwicklung unseres K lonialbesitzes vor dem Kriege. Er umrih die Auf­bauarbeit, die von deutschen Kulturpionieren in den ßinbern über See geleistet wurde, sprach von der Alt der Deutschen, mit den Eingeborenen ein fried- lches und aufbauendes Verhältnis herzustellen, und Mießlich von der glänzenden Entwicklung der Ni'hstoffwirtschaft unter deutschem Einfluß. Der N dner kam dann auch auf die neuere Geschichte zu stechen, schilderte die tapfere Haltung der Schutz- trnppe während des Weltkrieges und das Unrecht, bcs dem deutschen Volke mit dem Raub der Kolo­nien zugefügt wurde. Er betonte, daß das deutsche M den Anspruch auf seine Kolonien niemals auf- glben werde. Nachdem er noch die Stellung des zuhrers in der kolonialen Frage bargelegt hatte, stlloß er mit kurzen Erörterungen über bie unge­heure Bedeutung der Kolonien für die Unabhängiy- niichung Deutschlands auf dem Rohstoffmarkt. Die Morschroute sei, im Vertrauen auf den Führer, mrgezeichnet. In friedlicher Aufbauarbeit wolle v- utschland wieder Teil haben an den Gütern der

ihres Deutschtums helfend zur Seite trete. Der Frauenbund helfe insbesondere am Ausbau des deutschen Schulwesens in den Kolonien mit, schicke große Kisten von Büchern als Lehrmittel und Mit­tel zur'Aufrechterhaltung der geistigen Verbindung der Ausländsdeutschen mit dem Mutterlande. Die Deutschen über See sollten sich stets lebendig und herzlich verbunden fühlen mit ihrem Mutterlande. Erfreulich fei. daß die Bereinigung für koloniale Wiedergewinnung die Arbeit auf sich genommen habe, den kolonialen Gedanken zu einem Volksge­danken zu machen. Unser Führer habe auch dafür die Grundlage geschaffen. Die Verbundenheit mit den Ausländsdeutschen in den Kolonien, mit wert­vollen tatkräftigen Menschen, müsse unbedingt auf­rechterhalten werden, denn sie liebten ihr Vater­land und dürfen es nicht verlieren, weil sie sonst überhaupt keine Heimat mehr ihr eigen nennen könnten. Sie müßten lebendiges Glied unserer Volksgemeinschaft fein und bleiben. (Lebhafter Bei­fall!) Nach diesen Ansprachen fand eine Füh­rung durch die Ausstellung statt.

Sie Ausstellung

Die Ausstellung selbst bringt bei sorgfältigster Auswahl der Dinge eine Fülle interessantester Ein­zelheiten. Es würde schwer fallen, wollte man alles aufzählen, was hier aus einer uns gefühlsmäßig so fremden Welt zusammengetragen ist. Es sei nur einiges Wesentliches hier erwähnt, denn die Schau vereinigt eine Anzahl von Dingen, die für die ver­schiedensten Eingeborenen-Völker Afrikas und Asiens ganz besonders charakteristisch sind. Von einem starken Eindruck sind die Tanzmasken die uns alle Wildheit und Verworrenheit der geistigen Vorstel­lungen verschiedener Völker erahnen lassen. Man sieht einen Häuptlingssessel in vielfältiger Schnitzerei und Malerei, bespannt mit Menschenhaut. Schon

Die vielseitigen Bodenschätze Afrikas, die land­wirtschaftlichen Produkte, die Rohstoffe aus Bäumen und Pflanzen (Kautschuk,. Sisal, Gummi, Früchte usw.) sind ebenfalls ausgestellt und lassen den un­geheuren Reichtum des Landes und gleichzeitig die ungeheure Bedeutung der Kolonien für unsere Rohstoffversorgung klar erkennen. Schließlich ver­dient noch die Ausstattung des Saales einige Ar i- merkfamkeit. Es wurden zur Ausschmückung eine Reihe von Toppflaggen gezeigt, die an bie Zeil kaiserlicher Herrschaft in Deutschland erinnern.

Die Ausstellung sollte von keinem Volksgenossen übersehen werden. Vorträge und Führungen werden jedem Volksgenossen das Verständnis für die Aus- stellung vertiefen.

Oer älteste arbeitswütige Buchdrucker Deutschlands.

Oppenheim, 1. Febr. Der älteste bisher noch arbeitstätige Buchdrucker Deutschlands, der in der Druckerei Traumüller beschäftigte Akzidenz­setzer Jakob Hoffmann, ist nach 6 5 j ä h r i g e r Arbeit in den Ruhestand getreten. Im Kriege 1870/71 druckte er alsStift" die Siegestelogramme als Extrablätter auf der Handpresse und trug sie dann in den Wirtschaften aus. Von Regierungsrat Dr. Meyer wurde dem Jubilar ein Bild des Gauleiters mit eigener Unterschrift in dessen Auf­trag überreicht, ferner eine Urkunde der Hessischen Regierung.

17 Zahre Zuchthaus wegen Raub­überfalls auf eine Kaffenbotin.

LPD. Mainz, 1. Febr. Wegen des am 9. Ok­tober v.J. auf die Kassenbotin der Mombacher Sparkasse verübten Raubüberfalls hatten sich gestern vor der Großen Strafkammer der 20jährige Heinrich Ad. Wendel aus Mainz, der 24jährige Konrad Hemmersbach aus Köln, wohnhaft in Budenheim, und der 21jährige A. Müller aus Mainz, ferner wegen Beihilfe der 19jährige Otto Franz Zahn aus Mombach und der 23jährige Wilhelm M i t s ch k e aus Mombach zu verantwor­ten. Nach gemeinsamer Verabredung hatten die drei erstgenannten Angeklagten die Kassenbotin der Mombacher Sparkasse auf dem Wege zum Post­amt überfallen und ihr die Aktentasche mit 2 8 00 Mark geraubt. Zur Tat benutzten sie ein in Wiesbaden gestohlenes Auto. Nach der Tat wurde Müller mit 150 Mark abgefunden. Das übrige Geld verbrauchten die beiden anderen in Hotels in Köln und Amsterdam, so daß bei ihrer bald darauf erfolgten Verhaftung nur noch 1200 Mark vorgefunden wurden. In der gestrigen Verhandlung beantragte der Staatsanwalt gegen Wendel 15 Jahre Zuchthaus und zehn Jahre Ehrverlust, gegen Hemmersbach acht Jahre Zuchthaus, sowie gegen die drei andern Angeklag­ten Gefängnisstrafen von ein bis vier Jahren. Das Gericht verurteilte Wendel als Haupttäter zu zehn Jahren Zuchthaus und acht Jahren Ehrverlust, H e m m e r s d a ch zu sieben Jah­ren Zuchthaus und fünf Jahren Ehrverlust, Müller wegen Mittäterschaft unter Annahme mildernder Umstände zu zwei I a h r e n d r e i Monaten Gefängnis, während Zahn wegen Beihilfe und Mitschke als Anstifter je ein Jahr drei Monate Gefängnis er» hielten. Allen Angeklagten wurden drei Monate zwei Wochen Untersuchungshaft angerechnet.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Oie gemütliche Ecke.

In unserer Wohnung haben wir ein Plätzchen, das wir besonders lieben. Es ist die gemütliche Ecke. Ich las vor einiger Zeit einen Bauernroman, in dem geschildert wird, wie diese Ecke gewisser­maßen der Hausaltar war, an dem die Feierstun« den gehalten wurden. Hier fanden ernste und frohe Zwiesprachen zwischen den Ehegatten, mit den Hausfreunden statt. Gute Bücher wurden be­sprochen und neue Pläne geschmiedet.

So ist überall, in jeder Wohnung, ein Plätzchen, das uns Heimat ist, wenn wir müde ober traurig im Zimmer sitzen. Es ist eine Zuflucht für uns, wenn wir irgenb etwas überbenfen wollen, wenn wichtige Entschlüsse zu fassen finb. Dieses Plätzchen muß keineswegs immer eine Ecke sein. Es kann auch eine bestimmte Stelle am Fenster sein ober ein ..bequemer Stuhl, baneben ein kleines Tischchen, in irgenb einem Zimmer. Auf bem Tischchen liegen vielleicht bie Hefte mit ben Auszeichnungen über bas Leben unb Treiben unserer Kinber.

Bei gar vielen ist es auch ein befonberes Zim­mer. Dort hängen bie Bilber ber Angehörigen, bort stehen auch bie Möbel von Großvater und Großmutter, die wir einst erbten. Sie mögen wohl etwas mitgenommen und altmodisch aussehen, aber sie erinnern uns an unser Vaterhaus, an unsere eigene Jugend. Deshalb sind sie uns besonders teuer. Hier in einem solchen Zimmer läßt es sich gut ruhen und sinnen.

Und in jeder neuen Wohnung, die wir beziehen, sorgen wir für einen solchen Zufluchtsort. Es braucht ja nur ein Fenster zu fein, von dem jnan den Nachbargarten mit den grünen Tannen, den . blühenden Bäumen und den duftenden Blumen überschauen kann. Daneben liegt vielleicht der Spielplatz für die Kinder. An diesem Fenster sitzt man gern und hat die schönste Unterhaltung.

Auch im größten Zimmer kann man eine ge­mütliche Ecke einrichten. Oft genügt schon ein klei­nes Tischchen mit einem Sessel oder einem Lehn­stuhl davor. An die Wand gehört ein Stecker für bie kleine Tischlampe. Wenn bann ber Besuch bas Haus verlassen hat, wenn bie Kinber zur Ruhe ge­gangen finb, schalten wir bie helle Lampe aus und setzen uns an das Tischchen mit dem kleinen Lämp­chen. Dann umgebt uns erst rechtes Behagen, wir sind bei uns selbst zu Besuch. In solchen Eckchen plaudert es sich besser, denn da spricht das Herz. Und wenn du allein bist, greifst du in den Bücher­schrank, der ja in ber Nähe steht, unb suchst bir Seinen Lieblingsbichter heraus. Er hilft bir am Adenb, baß biefes Plätzchen wirklich zur gemüt­lichen Ecke wirb.

Der Winter zwingt uns schon, baß wir uns mehr im Zimmer aufhalten. Deshalb wollen wir bafür sorgen, baß wir auch ein Plätzchen haben, an bem es sich gut träumen läßt, währenb braufeen ber Re- gen niebervauscht ober bie Welt in Schnee unb Eis begraben liegt. Beim Klappern der Fensterläben sitzt es sich gar mollig in einer solchen Ecke.

Durch Zufall kam ich vor kurzem noch einmal in meine alte Wohnung, in ber ich über 15 Jahre ge­wohnt hatte. Es kam mir alles so fremb vor, nur ber kleine Erker im Wohnzimmer war ähnlich aus- gestattet wie einst bei uns. Unb als ich bem jetzigen Inhaber jagte,-baft bart unsere gemütliche Ecke ge­wesen sei, ba lächelte er unb meinte, baß bieser Platz auch so etwas für ihn sei. Da blieb ich einige Augen­blicke ftnnenb stehen ... Dort saß ich mit meinen Freunden, wenn sie für einige Stunden zu uns ka­men, daneben hatten bie Kinber ihr Spieltischchen. Gar viele Erinnerungen hängen doch an dieser Ecke.

Und wenn mir auch heute die ganze Wohnung nichts mehr sagt, desto mehr konnte das Eckchen dort am Fenster erzählen...

Fg.

Winterhilfswerk

des deutschen Volkes 1934/35.

Kreisführung Gießen.

Betr. Brot gutscheine vom 3 0. Ja n u a r t Soweit noch nicht geschehen, haben bie Hilfsbedürf­tigen bis spätestens Samstag nachmittag 4 Uhr die Brotgutscheine einzulösen.

Kreisführung des Winterhilfswerks.

Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Güd.

Die Pfundsammlung in der Ortsgruppe Gießen-Sud wird am Dienstag, 5. Februar, von ber NS.-Frauenschaft burchgeführt. Die Haus­frauen werben gebeten, bie Pakete bereitzustellen unb auf ben Umhüllungen Gewicht unb Inhalt zu verzeichnen, ba für jebe Spenbe eine Quittung er­teilt wirb.

Die Kohlenhändler werden aufqeforbert, bie n Zahlung genommenen Kohlengutscheine am

Dienstag, 5. Februar, zwischen 15 und 18 Uhr, auf unterem Geschäftszimmer, ttrebnerftrafee 24, ein­zureichen. Später eingereichte Gutscheine werben nicht mehr angenommen.

NSV., Ortsgruppe Sießen-Ost.

Ortsgruppe Gießen-Ost.

Am Montag, 4^ebruar unb Dienstag, 5. Febr., finbet bie Pfunbsammlung burch bie NS.-Frauenschaft statt. Die Spenber wollen bie Päckchen bereithalten und den Inhalt nach außen sichtbar angeben.

Die Kohlenhändler werden aufgeforbert, bie in Zahlung genommenen Kohlengutscheine bis zum Dienstag, 5. Februar, zwischen 17 unb 19 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle, Kaiserallee 52, einzurei- chen. Später eingereichte Gutscheine können nicht mehr angenommen werben.

Mietausgleichstelle Giehen.

Man schreib! uns: Am Mittwoch hat im Sitzuugs» faale bes Stabthauses, Gartenstraße, bie Mietaus­gleichstelle ihre praktische Tätigkeit ausgenommen. Der erste Verhanblungstag würbe burch eine An­sprache des Vorsitzenden Launspach an die Be­teiligten eröffnet. Hierin wurde als besonders gutes Zeichen hingestellt, baß bie Eröffnung gerabe auf ben nationalsozialistischen Gedenktag ber Regierungs- Übernahme unseres Volkskanzlers fällt. Der Führer habe im unbezwingbaren Willen bas beutjche Volk nicht nur in feinen Stämmen unb Stäuben zu einer Nation geeint, fonbern sein Wille zur Volksgemein, schäft habe sich auch überall durchgesetzt und auch bas Verhältnis zwischen Hausbesitz- unb Mieter­schaft neu gestaltet. Dank dieses Einflußes sei bit Mietausglei'chstelle entstauben, um bie Volksgemeiu- schäft auch im Hause zwischen Mieter unb Vermieter zu sichern.

Unter Leitung ber beiden Vorsitzenden ber Miet- äusgleichstelle, der Herren Launspach vom Haus-

W

r

limfer Bild zeigt Waffen ber Eingeborenen, Schwert und Streitaxt, Kocher mit.vergifteten, ^len^.eine iJabaüe uni) ben ißaiuer einer Schildlröte. Der Hintergrund ist eine prächtig bemalte lapamatte.