Aus aller Welt
zur Heraus- iD Anweifun-
ten.
lichen.
Elf Todesopfer
häufige Erip
die ErkältuM sehr leickM allgeroÄ
Wei andern.
gerne en rooroen. öei oegoum «
Hart verschneiten Bahnstrecke ein Güterzua. B Santander wurde ein Arbeiter von einer Lawi
iarome
Bchandlung
Manche
überrascht und getütet.
tyanflavfri'
E R
wem
Uefl
Abteilung .Deutsche Arbeitsfront" in der Reichspropagandaleitung.
lies Werter »Ansteckung Wkoidemie WLchutz
Ml
El ein
Mterien finatmen
Mch W>e Mer ffrund
bei einem Flugzeugunglück
Wie bereits durch Aushang bekanntgegeben, verunglückte am Donnerstagabend das planmäßig Streckensiugzeug Königsberg—Vertin der Deutsch-Russischen Luftverkehrsgesellschaft „Derulust" durch unfreiwillige Vodenberührung in stark unsichtigem Wetter bei dem versuch, auf dem Flughafen Stettin zwischenzulanden, an den höhen von podejuch. hierbei kamen . außer der dreiköpfigen Besatzung, die aus Flugkapitän Westphal, dem Funker Kühne und dem Ma- schinisten Zimmermann bestand, acht Fluggäste u m s Leben. Die Hamen der Toten sind: Marschall Freiherr von Biber stein, Königsberg: Dr. Lang. Danzig-Langfuhr; Fraulein Gleih. Danzig; Herr Sonntag, Danzig: Herr von Schulz, Zoppot; Herr Rohde, Königsberg; Herr Rudelsdorff, Berlin; Herr Victor, Bremen. Die Maschine war am Donnerstag um 16 Ahr planmäßig in Danzig zum Fluge nach Berlin geflartef. Infolge des stark unsichtigen Wetters sah sich der Flugzeugführer veranlaßt. Stettin anzufliegen. von wo aus er funkentelegraphisch gepeilt wurde. Das Flugzeug meldete um 18.17 Uhr seine Flughöhe mit 400 Meter, 18 Minuten später besagte ein Funkspruch, daß die Flughöhe 220 Meter betrage. Gleichzeitig teilte der Funker mit. daß er sich die Maschine in den Wolken befinde und die Antenne vereise. Die letzte Funkmeldung wurde um 18.38 Uhr gegeben und gab eine Flughöhe von 150 Meter an. Der Unfall selbst ereignete sich kurz vor 19 Uhr an den etwa 130 Meter hohen Hügeln bei Podejuch. Das Unglück ist der erste schwere Unfall, der die Deutsch-Russische Luftverkehrsgesellschaft In den 13 Jahren ihres Bestehens betroffen hat.
Oer Hauptmann-Prozeß
Oie Durchführung des Saarurlauberwerkes.
Neustadt a.b.S)., 1. Febr. (DNB.) Ser 6 a a r= bevollmächtigte des Reichskanzlers teilt mit, öaß die Durchführung des Saarurlauberwerkes durch die NSV. erfolgt. Diejenigen deutschen Volksgenossen, die Saarurlauber äufnet)» men wollen, müssen dies ihrer zuständigen Gauleitung mitteilen. Es ist also nicht notwendig, die Meldung ihrer Quartiere an den Saarbevollmächtigten oder an Die ßanbeskitung der Deutschen Front aufzugeben. Die NSV. der einzelnen Gauleitungen sammelt die Anmeldungen und stellt die Verbindung zu den in Frage kommenden Organisationen her.
Arbeitsdienstpflicht für Führer, Angestellte und Arbeiter des Reichsnährstandes.
er der Polizei sogleich Mitteilung machte, als er von der Entführung gehört hatte. Die Polizei habe aber seine Aussagen nicht weiter beachtet, sondern erklärt, daß sie zahlreiche derartige Aussagen mit angeblichen Anhaltspunkten erhalte. Violet Sharpe war Zimmermädchen im Hause der Schwieger- mutter Lindberghs. Violet Sharpe beging, nachdem die Untersuchung der Entführung ausgenommen worden war, Selbstmord. Reilly erklärte, die Verteidigung habe noch 36 Zeugen vorzuladen. Die Verhandlung wurde vertagt.
Ministerpräsident Göring beim Berliner Reitturnier.
Berlin, 1. Febr. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers hat die Reichspropagandaleitung als allein zur Herausgabe von verbindlichen Richtlinien und Anweisungen für alle Gliederungen Der Partei und der ihr unterstellten Verbände für alle Fragen der Propaganda ermächtigt. Um eine einheitliche Linie der Propaganda zu gewährleisten, wird in der Reichs- Propagandaleitung eine selbständige Abteilung „Deutsche Arbeitsfront" mit eigenen Finanzen eingerichtet, deren Aufgabe Die geaalte propagandistische Betreuung der Arbeitsfront und ihrer Gliederungen wie Kraft durch Freude, Reichsbetriebsgemeinschaften usw.. ist.
Mit der Leitung dieser Abteilungen bei der Reichspropagandaleitung wird Der Amtsleiter Des Presse- unD Propagandaamtes Der Deutschen Arbeitsfront Pg. Geiger. Berlin, beauftragt. In jeDer OaupropaganDaleitung roirD ebenfalls eine Abteilung „Deutsche Arbeitsfront" errietet, Deren Leiter von Der Arbeitsfront vorgeschlagen unD vom ReichspropaganDaleiter ernannt werben. Eine entsprechend EinglieDerung in Den Propagandaapparat der NSDAP, erfolgt b e i D e n Kreisen, Ortsgruppen und Stützpunk-
Die außergewöhnliche Kälte, die seit über acht Tagen in ganz Spanien herrscht, hat nach vorläufigen Schätzungen etwa 80 v. h. der gesamten Apfelsinenernte in der Provinz Valencia vernichtet. Der Schaden, der sich auch auf Die Gemüsepflanzen erstreckt, beläuft sich auf mehrere jjunDert Millionen Peseten. Da Die Erntearbeiten eingestellt unD Dadurch auch Die verwanDten Gewerbe wie Transport- und Verpackungsindustrie lahmgelegt worden sind, verlieren zahlreiche Arbeiter ihr Brot. Das Unglück ist groß. Da bereits Die letzten beiDen Winter infolge ihrer ungewöhnlichen Kälte beträchtlichen Schaben anrichteten. In der Nähe von Lerida sind Temperaturen bis zu 2 6 Grad unter N ul l gemessen worden. Bei Segovia entgleiste auf der n.rtoneiten Balmstr-ck- ein Güterzua. Bei
Ein Jahr Südamerika-Luftverkehr der Lufthansa
Die Deutsche Lufthansa begeht am 2. Februar den ersten Jahrestag ihres Ozean- Luftverkehrs nach Südamerika. Als vor zwölf Monaten dieser Plan auftauchte, hielt man ihn selbst in Fachkreisen für eine Utopie; jedenfalls wurde befürchtet, daß mit schweren Verlusten an Menschen und Material zu rechnen sein würde, wenn man die Flüge bei jedem Wetter regelmäßig durchführen wollte. Die Erfahrung hat das Gegenteil gelehrt. In 56 Ozeanflügen wurden 700 000 Kilometer ohne jeden Unfall zurück-
Der Handschriftenfachverständige T r e n d l e y drückte bet der Vernehmung im Hauptmann- Prozeß in Flemington die Ansicht aus, daß kein einziger Lösegeldbrief von Hauptmann geschrieben worden sei. Trendley behauptete, daß die Sachverständigen der Anklaaebhörde zahlreiche Worte in den Lösegeldbriefen für Vergleichszwecke nicht beachtet hätten. Der Verteidiger Reilly erklärte, die Verteidigung behaupte nicht, daß Isidor Fisch die Lösegeldbriefe abgeschrieben oder das Lind- bergh-Kind entführt habe. Sie behaupte nur, daß Fisch das Lösegeld empfangen habe. Als nächster Zeuge, den die Verteidigung voraeschlagen hatte, wurde der Fingerabdruck-Sachverständige Sommer vernommen; er sagte aus, er habe in der Entführungsnacht auf einer von New Jersey nach Neuyork fahrenden Fähre zwei Männer beobachtet, die nach der Einfahrt der Fähre in Neuyork einer Frau, die ein blondes Kind auf dem Arm hielt, einen Straßenbahnwagen zu besteigen halfen. Sommer gab an, daß er einen der Manner und die Frau auf Photographien wiedererkannt habe. Die Verteidigung stellte dazu fest, daß die von Sommer identifizierten Personen Isidor Fisch und Violet S h a r pfeien. Sommer sagte weiter aus. Daß
Die Erklärung des polnischen Außenministers Deck über die Beziehungen Polens zu seinen Nachbarn und über die Einstellung der Warschauer Regierung zu den verschiedenen Sicherheitspakten verdient schon insofern besondere Beachtung, weil sie die absolute Selbständigkeit widerspiegelt, die sich Polen auch auf dem Gebiete seiner äußeren Politik sehr zum Mißbehagen des französischen Bundesgenossen zurückerobert hat. Hier werden nicht mehr irgendwelche Formeln, die am Quai d'Orsay das Licht der Welt erblickten, nachgebetet, so wie das einst bei Herrn Zaleski, den man fast ebenso häufig in Paris wie in Warschau sah, der Fall war. Vielmehr atmet die Erklärung Becks das ganze SAbstbewuhtfein einer Nation, die in er- ft e r Linie an s i ch und dann erst an die Bedürfnisse ihres westlichen Bundesgenossen denkt und die aus dieser Einstellung heraus es nicht abgelehnt hat, sich mit Deutschland zu verständigen. Die französischen Ostpaktwünsche hat Beck ebenfalls durch die Lupe des für Polen sich ergebenden Nutzens betrachtet. Allzu glücklich hat her Oftpakt dabei nicht abgeschnitten, ja, Beck hat ausdrücklich hervorgehoben, daß dieser Pakt die Ergebnisse, die Polen mit seinen Nachbarn erzielte, nicht vernichten dürfe. Das ist nicht mehr und nicht weniger als ein weiteres Bekenntnis auch zum deutfch-polnifchen Abkommen, über dessen Fruchtbarkeit Beck sich eingehend geäußert hat. Wir brauchen den Worten Becks kaum noch etwas hinzufügen. Denn als wir diesen Pakt schlossen, da taten wir es in dem Geiste des Friedens und der gemeinsam e n A u f b a u a r b e i t. Beck hat jetzt bestätigt, daß dieser Geist sich bewährt und durchgesetzt hat.
sprach genommen.
Gefängnisstrafe für einen verantwortungslosen Wagenlenker.
Das Schnellschöffengericht Berlin verurteilte den 37jährigen Richard Malitz, der am 23. Januar mit einem Kraftwagen in eine Kolonne marschiere nd er H i 11 e r - I un g e n gefahren war und dabei einen von diesen getötet und mehrere z. T. s ch w e r v e r l e tz t hatte wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Körperverletzung zu einem Jahr drei Monaten G e - f ängnis. Der Angeklagte will die fragliche Kreuzung mit nur etwa 10 Kilometer überquert haben. Er habe sofort gebremst. Malitz bestritt auch, b e- trunken gewesen zu sein; er habe nur im Lause des Tages etwa drei Glas Bier und zwei Schnapse getrunken. Diese Behauptung wurde durch die Feststellung der Sachverständigen widerlegt, die bei dem Angeklagten durch eine Blutprobe noch etwa drei Stunden nach dem Unfall eine Alkoholmenge feststellten, aus der sich ergab, daß Malitz mindestens das doppelte Quantum zu sich genommen haben müsse. Der Staatsanwalt bezeichnete Malitz als voll verantwortlich für das Unglück. Der Angeklagte fei mit feinem „geradezu vorsintflutlichen Vehikel , dessen Windschutzscheibe vollständig verschmutzt gewesen sei, in die marschierende Kolonne hmem- gefahren. Hinzu komme, daß der Angeklagte „zweifellos alkoholisiert" gewesen sei. Der Anklagevertreter betonte, Daß marschierenDe Kolonnen befonberen Schutz finden müßten.
Biet Angestellte wegen Lebensmittelschiebungen in der Sowjetunion erschossen.
In Tjumen im Uralgebiet sind vier Angestellte der Genossenschaft, Die im Jahre 1934 große Schiebungen mit Lebensmitteln ge- macht und DaDurch Die Versorgung Der m Den Gold- qrubcn beschäftigten Arbeiterschaft mit Brot und anderen Lebensmitteln gefährdet hatten, zuml Tode durch Erschießen verurteilt worden; die Urteile sind vollstreckt worden.
Schlimme Folgen Der Kälte in Spanien.
fasse, sondern reale Schritte, um Die nach- darlichen Beziehungen zu bessern, (Streitfragen zu entschärfen und die Möglichkeit von Konflikten zu verhindern, so brauche Polen einer solchen Aussprache über den Wettstreit in Friedensbestrebungen nicht auszuweichen.
In der Aussprache über Die Erklärungen Des polnischen Außenministers wurde von den Rednern Der NationalDemokraten, Die völlig im französischen Fahrwasser segeln, unD Der links° stehenden Opposition Becks Politik an« Gegriffen, in erster Linie, weil sie zu einer Entkern d u n g von Frankreich und zu einer eundschaftlichen Annäherung mit Deutschland führe, während doch ein enges polnisch-französisches 23er- hältnis Das Fundament Der polnischen Politik fein müßte. Ein ReDner Des Regierungsblocks betonte unter voller Billigung Der Beckfchen Politik, sie habe sich sowohl für Die Interessen Polens als auch für Die FörDerung Des europäischen FrieDens überhaupt glänzend bewährt.
Die wieder völlig ausverkauft« Nachmittagsveranstaltung Des Berliner Reitturniers am Freitag erhielt durch Den Befuch Des Ministerpräsidenten General Goring und Des Reichsministers Rust eine besondere Bedeutung. Da das sportliche Pro- ramm etwas mager war, wandte sich die ganze Aufmerksamkeit des Ministerpräsidenten Den Schau- nummern zu, wobei Das „Denkmal Der Hannover- chen Pferdezucht" mit Den Vorführungen des niedersächsischen Wappenhenastes seinen besonderen Beifall fand. Als Abschlußprüfung Der Nachmittagspringen stand ein Juniorenpreis auf dem Programm, wobei die jungen Reiter, Die sämtlich nicht über 15 Jahre alt waren, auch über Sprünge ge« ührt wurden. Der Ministerpräsident war von Den Leistungen dieser Kleinsten so begeistert, baß er Die zahlreichen Ehrengaben persönlich überreichte. Dildschwelnjagd in den Straßen von Vad Kreuznach.
Eine aufregende Wildschweinjagd tonnte man in Den Straßen von Bad Kreuznach beobachten. Ein Schwarzkittel, der bei einer Treibjagd in der Nähe der Stadt angeschossen worden war, jagte durch die Felder und machte schließlich in einem Garten Halt. Als Drei Mäner, Die Das Tier erfolgten, es in Dem Garten fanden, versuchten sie es einzufangen. Das Borstentier griff aber feine mit Knüppeln bewaffneten Verfolger an und trieb diese in Die Flucht. Die Männer konnten sich nur dadurch in Sicherheit bringen, daß sie einen Baum erstiegen. Das Tier raste dann durch die Straßen. Cs fiel einen Radfahrer an, der von seinem Fahrzeug stürzte und sich Verletzungen zuzog. Das Platzen eines Radfahrschlauches verhinderte weitere Folgen für Den Radfahrer. Das Tier schreckte durch den Knall zurück und fegte erneut -davon. In einer anderen Straße rannte es wieder einen Radfahrer um. Ein Einwohner, der das Tier zu fangen versuchte, wurde von ihm zu Boden geschleudert. Erst als Der Schwarzkittel Zuflucht in einer Lederfabrik suchte, konnte er eingekreist und schließlich von den Arbeitern unschad- lich gemacht werden. Drei Personen wurden bei dieser aufregenden Jagd verletzt.
llnlerschlagungsaffäre am schwedischen Hof.
Oie Sowjets
wollen ihre Verfassung ändern.
Moskau, 1. Febr. (DNB.) An Stelle des ermordeten Mitgliedes des Politbüros Kirow und des verstorbenen Mitgliedes des Politbüros Kuibyschew werden der Volkskommissar für Ernährung Mikojan und der stellvertretende Vorsitzende des Rates der Volkskommissare Der Sowjetunion Tschudar, Der früher an Der Spitze Der Räteregierung in Der Ukraine ftanD, in Das Politbüro gewählt. Zum Dritten Generalsekretär Der Partei rourDe Jeschow ernannt.
Das Plenum Des Kongresses beschloß. Den Vorsitzenden des Rates Der Volkskommissare Molotow zu beauftragen, Dem 7. Rätekongreß einen Vorschlag über 2IenDerungen Der Berfas- jung Der Sowjetunion zu unterbreiten, unD zwar: r. .
a) weitere Demokratisierung des Wahlsystems im Sinne eines Ersatzes Der nicht vollkommen gleichen Wahlen Durch gleiche. Der bisher gestaffelten Durch Direkte und der offenen durch geheime;
b) Präzisierung der sozialwlrtschastlichen Grundlage der Verfassung im Sinne einer Uebereinftimmung Der Verfassung mit Dem heutigen Verhältnis Der Kräfte Der verschieDenen Klassen der Sowjetunion. Dabei ist insbesondere an eine Abänderung im Sinne der Errungenschaften der Revolution gedacht, d. h. Der Schaffung Der neuen starken Industrie, der Zerschlagung Des Bürgertums, des Sieges des Systems der Kollektivwirtschaften, der Befestigung des fo3ia 1 iftifd)en Eigentums als Grundlage Der Sowjetgefellschast usw.
Eine peinliche Unterschlagungsaffare murDe in Stockholm bei Der Hofverwaltung Des Prinzen Carl, eines Bruders Des Königs von SchweDen, aufgedeckt. Der Kammerherr Des Prin- zen, Freiherr von S t i r n ft e D t, ist von Der Kriminalpolizei feftgenommen roorDen. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, Daß Der Kammerherr sich sowohl an Dem Vermögen Des Prinzen als auch an Den Geldern der „Seraphin-Ordens-Kaffe , Die Dem Prinzen unterstand, vergriffen hat- Die Der- untreuungen werden auf mehr als 62000 Kronen geschätzt. Nach anderen Gerüchten soll es sich um etwa 90 000 Kronen handeln. Kammerherr Stirnstedt ist 51 Jahre alt und stand seit etwa zehn Jahren in den Diensten des Prinzen. Er genoß nicht nur bei ihm, sondern auch bei einem großen Freundeskreis größtes Vertrauen und galt allgemein als ein ordentlicher Mensch. Man nimmt an, daß Stirnstedt sonst keine Fälschungen begangen hat. Er war offenbar an verschiedenen schlechtgehen, den Geschäften beteiligt gewesen und dadurch m finanzielle Schwierigkeiten geraten. Er übte außerdem noch den Beruf eines Rechtsanwaltes aus und war auch durch andere Aemter sehr stark in An-
Berlin, 1. Febr. (DNB.) Reichsarbeitsführer H i e r l und Reichsbauernführer Dar r ö haben Vereinbarungen über das Verhältnis zwischen 21r= beitsdienst und Reichsnährstand ^raffen. Danach wirkt Der Reichsbauernführer Dafür, Daß j e 0 e r Deutsche Bauernsohn unD Sohn eines LanDarbeiters Durch Die Schul e D es Arbeitsdienstes geht. Der Reichsbauernfuhrer macht die Bekleidung eines F u h promtes i m Reichsnährstand sowie die Em st e l - lungals Angestellter oder Arbeiter für Die nach Dem 31. Dezember 1914 Geborenen von Der Dien ft lei ft ung i m 21 r b c 11 s D t e n ft und von Dem Besitz Des 2lrbettsDienft# passes abhängig. Von Den Angehörigen Des Reichsnährstandes, die in der Zeit vom 1. ^mniar 1911 bis 31. Dezember 1914 geboren sind, ist Die Arbeitsdienstzeit nachzuholen, soweit die Aufnahmefähigkeit Der Organisation Des Arbeitsdienstes Dies zuläßt. Der ReichsnährstanD wird diese An« aefteöten nach Ablauf ihrer Dienstzeit wieder m feinen Dienst übernehmen. Die Arbeitsdienstzett beträgt grundsätzlich ein Jahr, für die vor Dem 1. Januar 1915 Geborenen ein halbes Jahr. Die Einstellung erfolgt erstmalig zum 1. Oktober 1935 auf Grund Der Bedarfsanzeige.
Kunst und Wissenschaft.
Der Führer beim Konzert des Leipziger Gewandhausorchesters in Berlin.
Nach mehr als 150jährigem Bestehen konzertierte das Leipziger Gewandhausorchester jetzt zum ersten Male unter Leitung feines Kapellmeisters Prof. Hermann Abendroth in Berlin. Der Leipziger Oberbürgermeister Dr. ©örbel er hatte die Schirmherrschaft über das Konzert übernommen, das von der NS.-Kulturgemeinde zugun- ften des Winterhilfswerkes veranstaltet wurde. Es erhielt eine besondere Auszeichnung durch die An- Wesenheit des Führers und Reichs- k a n 31 e r s, der in der ersten Reihe des bis auf den letzten Platz besetzten Saales der Philharmonie, den musikalischen Darlegungen folgte und dem Pianisten Wilhelm Backhaus sowie dem Dirigenten persönlich für ihre künstlerischen Leistungen dankte. In der Begleitung Des Führers befanDert sich Alfred Rosenberg, Staatssekretär Funk, Der bayerische Staatsminister Wagner, Der Danziger Gauleiter Staatsrat Forster, Herr von Ribbentrop unD anDere. Das Programm umfaßte Die Böcklin-Suite von Reger, Die 3. Symphonie Beethovens und Das A-moIl-Äla- vierkonzert von Robert Schumann. Das Publikum bereitete Den Künstlern stürmische Beifallskundgebungen.
Falsche Anschuldigungen gegen Pola Hegri.
Amtlich wird mitgeteilt: Gegen die Schauspielerin Pola Negri sind in der letzten Zeiit in der Presse mehrfach schwere Anschuldigungen erhoben worden. Auf Befehl des Führers und Reichskanzlers sind diese Beschuldigungen geprüft worden, und es ist hierbei festgestellt worden, daß keinerlei Beweise für Die Richtigkeit der gegen Frau Pola Negri erhobenen Vorwürfe erbracht werden konnten. Es liegt somit (ein Grund vor, gegen die künstlerische Betätigung von Frau Pola Negri in Deutschland Stellung zu nehmen, zumal auch Die Behauptung sich als unwahr erwiesen hat, Daß Frau Pola Negri jüdischer Abstammung sei. Sie ist Polin, also Arierin.
Streckenführung des Luftpost- dienstes Deutschland—Südamerika.
gelegt. Davon 355 000 Kilometer reine Flug st recke über Den Ozean! Die Lufthansa überflog Dabei Den SüDatlantik unD Drei Erdteile. Die Tatsache allein, Daß Der Aequator passiert. Die Tropen durchflogen und hier in Europa oft an Der Grenze Der Stratosphäre bei Nacht, Nebel unD Eis Die Flüge Durchgeführt roorDen find, gibt ein Bild davon, welch gewaltige Leistung der Technik und welche körperliche Leistungsfähigkeit der Piloten dazu erforderlich war.
Seit „Graf Zeppelin" in den regelmäßigen Süd- amerifabienft eingestellt wurde, hat die Lufthansa den Verkehr auf je eine Wochenfahrt hinüber und herüber verstärkt. Der Postverkehr wird ausschließ, lich durch deutsche Flugzeuge bewältigt. Es lösen ich folgende Typen dabei ab: Der erste Abschnitt wird von den schnellsten Verkehrsflugzeugen der Welt, Den sogenannten Blitzflugzeugen Heinkel He 70 beflogen; Den Anschluß vermitteln Drei* motorige Junkersmaschinen (Ju 52) unD Den eigentlichen Sprung über Den Ozean vollführen Dornier« 10-Tonnen-Wale. Drüben in Amerika stehen wieder Junkers-Maschinen bereit, Die mit ihren BMW.- Motoren gegen alle Strapazen gewappnet sinD.
Besonders bemerkenswert sinD innerhalb Der groß angelegten Organisation Die beiDen Flugzeug- ftüßpunfte „Schwabenland" unD „Westfalen", Die mitten im Meer liegen unD Die erst als schwim- menDe Inseln — FP 1 anroortet regelmäßig! — Die gefahrlose Ueberquerung Des Atlantik ermög-
Wetterbericht
des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt.
Der neue Atlantikwirbel ist rasch bis Norwegen vorgestohen unD hat sich zu einem mächtigen Sturm« wirbel entwickelt. Er verfrachtet mit stürmischen westlichen WinDen milde ozeanische Luft über Deutschland hinweg und hat bis zu Hohen von 1000 Meter hinauf Tauwetter und auch Regenfälle gebracht. Da bei Island bereits ein neuer Sturm- wirbel in Entwicklung ist, werden die von der Rück- feite des zur Zeit über Skandinavien liegenden Sturmwirbels in Bewegung gesetzten Kaltluftmassen sich mit ihren äußersten Ausläufern bei uns vor- übergehend bemerkbar machen.
Aussichten für Sonntag: Zunächst mehr wechselndes, bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern (nur in hohen Lagen Schnee), bei kräftigen westlichen Winden wieder etwas kälter. Spater Unbeständigkeit wieder zunehmend und milder.
Aussichten für Montag: Unbeständiges Wetter mit Regenfällen, bei lebhaften westlichen Winden milder.
Lufttemperaturen: am 1. Februar, mittags 3,6 Grad, abends 1,9 Grad; am 2. Februar, morgens 5,4 Grad. — Maximum 5,4 Grad, Minimum 1,5 Grad.
Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 1. Februar, abend 0,0 Grad; am 2. Februar, morgens 0,1 Grad. Niederschläge 4,4 mm.
Wintersport.
Rhön. Wasserkuppe : Sprühregen, 0 Grad, 65 cm Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski gut, Rodel mäßig.
Vogelsberg. Hoherodskopf: Sprühregen, — 2 Grad, 60 cjn Gesamtschneehöhe, Pappschnee, Ski und Rodel mäßig.
Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot. für Den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt Der Anzeigen. Theodor Kümmel. DA. XII. 34: 12 047. Druckend Verlag: Brühl'iche Universitäts-Buch- und Sleindruckerei
R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen.
Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit Der Illustrierten 15 Pf. wehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15, Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf. mehr.
Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig.
V Vor Ansteckung (bayer] schützen
•Run
iTUUGJ
'SEVlll
[BATHURST
HAT AL
CUYABA
:oRunBA
Buenos Aif
___HOOMSS fUKMn
_


