Ausgabe 
2.1.1935
 
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Mittwoch, 2.Zanuar 1935

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 1 Zweites Matt

Aus dem Reiche der Krau

Messer

PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS

$CUI ANZUG!

ver-

Oie warme Ecke

vor Ich

- i n g -! ch n i t t en« n X - I e schätz J und u m,chl°g!°ck°n wiederholen-,

der'sei'tlkche Schluß d7s Beinkleid» Diese schräg aber Borsicht °°r allzu großer Buntheit! H.

Haushalt, Gartenbücher, solche über Stallbauten, Fütterung der verschiedensten Haustiere, über Hühnerzucht, Käserei, Handarbeiten, Flickereien und vieles andere mehr. In allen steht unendlich Vieles drin, was man in den verschiedensten Arbeits­schwierigkeiten als helfenden Ratgeber gebrauchen kann, man hat auch wohl schon alles einmal ge­lesen, aber man kann es natürlich nicht in allen Einzelheiten so genau und sicher auswendig be­halten, daß man im Bedarfsfälle unfehlbar Be­scheid weiß. Ebenso weiß man im notwendigsten Augenblicke auch nicht, in welchem Buche nun grade das zu finden ist, was für den vorliegenden Fall maßgeblich wäre. Das werden schon viele Hausfrauen gelegentlich einmal zum eigenen Aer- ger und Schaden empfunden haben, denn im Be­sitze solcher nützlicher Büchlein sind viele von uns. Und kann man dann nach hastigem Suchen denn Zeit hat man in einem solchen Falle bekannt­lich nie übrig nicht schnell finden, was man ge­brauchen möchte, so wirtschafttet man doch so drauf los, wie man aus der Erinnerung denkt, daß es richtig ist. Manchmal tippte man gut, aber das eine Mal, als uns die Erinnerung falsch führte, haben wir immerhin so viel Nackenschläge dadurch erlitten, daß wir darauf sinnen, diesen nicht not-

diese Abhandlung in zwei oder drei der vorhan­denen Bücher vermuten könnte. Die Kartei steht immer, durch einen passenden Deckel vor Staub geschützt, neben unser» Büchern und dem Archiv, und so sind wir dann immer in der Lage, aus Büchern und Mappen den größtmöglichsten Nutzen zu ziehen. Denn Heraussuchen und Nachlesen gehen nun immer schnell und sicher vonstatten.

Eine ähnliche Kartei können wir uns für die

Weltrang!

Daß die kurze Hosenform nur von sehr gutge­wachsenen und schlanken Gestalten getragen werden kann versteht sich wohl von selbst. Die schräg­et na e s ch n i t t e n e n T a s ch e n zeigen einen ver­deckt eingearbeiteten Reißverschluß, eben

Löschpapier gelegt und mit einem weißen Eisen ge­plättet. Bei diesem Vorgang ist der Stoff immer wieder zwischen eine frische Stelle des Löschpapiers zu legen. Falls Ränder zurückblechen, entfernt man sie mit Benzin oder Alkohol.

Rotweinflecke werden sofort mit kaltem Wasser ausgewaschen, dann mit heißem Essig oder Zitronensaft beträufelt, der einige Stunden emzie- hen muß. Aeltere Flecke werden mit Wasserstoff- Superoxyd und etwas Salmiak betupft und sofort mit reichlich Wasser nachgespült. Vorsichtig bei bun­ten Stoffen, damit die Farbe nicht auslauft!

Brandflecke werden mit kaltem Wasser, dem man etwas Borax zusetzt, ausgerieben und sogleich trocken geplättet. Stärkere Flecke müssen nachge­waschen werden. Bei gestärkten Stoffen muß die Stärke vor der Chlor-Behandlung ausgewaschen werden. Seidene Stoffe werden mit einer Mischung aus Wasser und doppeltkohlensaurem Natron be­deckt, die solange darauf liegen bleibt, bis der Brei trocken ist. Dann wird er abgeschüttelt.

wendigen Uebelstand zu beseitigen..

Ich'kam schließlich zu dem Ausweg, mir eine Kartei anzulegen, und ich bin mit dem Erfolge so zufrieden, daß ich jeder Hausfrau empfehlen möchte, es auch so ober ähnlich zu machen.

In langen Jahren hatte ich mir aus Zeitungen und Zeitschriften, die mir gelegentlich ins Haus flogen, eine ansehnliche Sammlung von Kochrezepten, Arbeitsanleitungen, Futter­rezepten usw. ausgeschnitten und aufgehoben, ebenso ganze Artikel, deren Inhalt für mich irgend­eine Bedeutung hatten. In Kästchen lagen sie alle, zwar schon nach Gebietsgruppen geordnet, aber im Augenblick war ein bestimmter Zettel doch nie zu finden. Das mußte anders werden, wenn meine Sammlung einen wirklichen Wert bekommen sollte. Nach reiflichem Ueberlegen macht ich mich daran, olles fein säuberlich auf Blätter von sogenanntem Saugpost-Papier zu kleben. Dieses Papier ist fester als billiges Durchschlagpapier und dabei viel preis­werter als selbst das billigste andere Papier. Es braucht zwar etwa mehr Klebstoff, weil es diesen z. T. aufsaugt, aber da kann man sich mit einem leicht anzurührenden Pulver für Tapetenkleister helfen. Die fertig geklebten Blätter werden so ge­ordnet, daß alle Gartenartikel zusammenkommen, ebenso alle Kochanweisungen usw. und jede Gruppe für sich wird in einenOrdner" eingehängt, d. h. Mappen, wie sie die Männer in ihren Büroschrän­ken haben. Innerhalb der Mappen wiederum ordnen wir die Blätter nach dem Alphabet und können nun ganz leicht jedes gesuchte Blatt schnell­stens finden,' denn auf dem Rücken jeder Mappe steht die Gruppe verzeichnet, die ihr Inhalt be-

Küche Herrichten, jedoch enthält diese nur An­weisungen für die Küchenarbeiten und Kochrezepte im Original, nicht nur Hinweise, wo sie zu finden sind. Andernfalls ist hierbei noch eine Gruppe: Fleckenentfernung angebracht. Auch sie wird uns viel Zeit und Mühe sparen, sobald sie in Ordnung ist und gehalten wird.

Kleine Mißgeschicke und ihre Behandlung.

L i ch t f l e ck e werden zunächst mit dem vorsichtig abgenommen, der Stoff wird zwischen

einqelctmtuen Taschen sind vorteilhafter als die breiternben Taschen mit Klappen unb Knopfver­schluß. Die Hosenbeine schließen unten mit einem Strickrand, ebenso ist ein Strickranb in bie Iackenärrnel als Winbschutz eingearbeitet Die Jacke in Westenform ist offen unb hochgeschlossen zu tragen unb kann auf ben Achseln farblich ge­nau passenbe Leberauflagen zum Schutz gegen bie gewachsten ober geölten Bretter haben.

Für sonnige Tage, den Uebungshang ober bie Hütte ist em hanbgestrickter Pullove r mit kurzen Aermeln sehr brauchbar. Diesen kraftig- farbigen Pullover kann ein zweiter, ärmelloser unö tiefausgeschnittener ergänzen, der dann aber am besten die Farbe des Anzuges wiederholt. So steht etwa zu einem dunkelblauen Anzug ein geranien­roter oder hellblauer Pullover mit einem dunkel­blauen Westchen sehr gut aus, und ist die Trägerin brünett, zu einem braunen Anzug ein eidotter- farbener Pullover mit moosgrünem Westchen. Die Farbe des Pullovers kann sich in Stulphand - y . < v 1t ... t J. ( . A I n J « THinhorhnlon --

Lampe für sich haben. Ihr Schein glüht für uns allein. Ist ein Ofen vorhanden, es kann auch em Kamin sein, so wird er in die Ecke mit embezogen werden, da es kaum etwas Behaglicheres gibt. Im Ofenrohr liegen einige Bratäpfel, die itjren ange= nehmen Duft verbreiten. Aber natürlich ist die ge­mütliche Ecke nicht an Ofen und Kamin, vielmehr an die Stimmung und Behaglichkeit gebunden Sie hat so viel für sich, daß selbst ausgehluftige Ehe­männer ihren berühmten Bierabend absagen kön­nen, einfach, weil die Ecke sie nicht loslaßt. Cm englischer Schriftsteller sagte in einem ganz neuen Büch:Deutsche Frauen verstehen es, nut ihrer Sanftmut, ihrem Sinn für das Häusliche, ihrem Gefühl für Behagen den Mann ganz unmerklich an sich zu fesseln. Ohne Willen und Zutun vollzieht sich die Wandlung, die aus einem unruhvollen Ge­sellen einen häuslichen Ehemann nmcht. Plötzlich kann er es nicht mehr verstehen, daß er Ausgehen unb Herumschweifen ber gemütlichen Ecke seines Heims vorgezogen hat." bchU-

Warum blüht die Zimmerlinde nicht?

Von Gertrud ZReinfd).

Eine ber verbreitetsten Zimmerpflanzen ist wohl die Zimmerlinde, neben den Geranien und Kakteen. Sehr häustg blüht sie aber nicht, und tatsächlich wissen manche Hausfrauen auch nicht, daß Zimmer- linden blühen, wenn sie richtig gepstegt werden!

Zunächst sei beachtet, daß Zimmerlinden unten am Stamm leicht die Blätter abwerfen, wenn sie nicht genügend Nahrung haben. Deshalb muß m erster Linie darauf geachtet werden, daß durch Was­ser und ausreichende Düngung (Hornspane) gesorgt wird.

Außerdem ist der Rück schnitt zu beachten. Die Zimmerlinde muß in jedem Jahr stark zuruck- qeschnitten werden, wenn sie blühen soll. Dtejen Rückschnitt nimmt man zweckmäßig schon im Marz vor, damit bis zum Winter die jungen Triebe wie- der entwickelt sind. Gleichzeitig kräftigt sich dadurch der Stamm und wird fähiger, spater eine große Krone besser zu tragen. Eine vier- bis fünfjährige Zimmerlinde kann drei bis zehn Blütendolden ha- ben. Ein um das andere Jahr sollte man die Zim- merlinde auch in einen größeren, aber nicht z u gro- ßen Topf umtopfen. Ist der Topf wieder zu groß, geht sie mehr in der Erde in die Weite und ver- wendet alle Kraft für die Wurzelbildung. Das ist auch nicht gut. Eine vier- bis fünfjährige Pflanze wird bei guter Pflege etwa 150 bis 190 Zenti­meter hoch, mit einer Krone bis zu l,aO Meter Durchmesser. r e ,

Zimmerlinden können auch a b g e \ e n f e r t wer­ben. Ieber Ableger gebeiht, wenn er in einen tlcmen Topf gepflanzt unb zunächst mit einem Wasserglas zugebeckt wirb, sofort weiter. Zimmerlmben soll- ten an Hellen Fensterplätzen stehen, da sie Licht brauchen. Aber Sonne ist bis auf Morgensonne zu meiden. Im November kommen dann die ersten Knospen und Dolden, oft bis zu 40 unb 60 Bluten an einer Dolbe. Voraussetzung ist aber, baß sie Den Sommer über richtig gepflegt wirb, sonst bereitet sie uns zur Weihnachtszeit diese Freude nicht.

Unser heutiger Vorschlag ist em praktischer Schianzug, dessen Hose sowohl als lange Ueber- sallhose als auch als Pumphose getragen werden kann. Bei der Anfertigung (oder auch beim Ein- auf) ist darauf zu achten, daß das Beinkleid weit genug geschnitten ist, da sonst sein Fall niemals gut sein kann, zumal ja zweckent prechend nur Fe ft er nicht zu dünner Stoff verarbeitet werden'muß. Am besten wohl der bewährte Schi­trikot, den es jetzt auch neben dunkelblau und braun auch in helleren Tönungen gibt, zum Bei­spiel in schiefergrau. Ebenso dankbar ist aber auch reinwollener, nicht zu sehr g er au h t er Che v tot Das neue, weiße Hirtenloden überlas en wir am besten den Promenaden der internationalen Wintersportplätze oder aber den Läufern von

essen ein.

Die beliebteste Arbeit bei uns mar der Außen­dienst. Es war erstaunlich, wie sehr sich alle Madel bemühten, ihren Schutzbefohlenen alles so gut und schön wie möglich zu machen. Der Nachmittag dient ber Schulung unb Freizeitgestaltung. Da bekommen bie Mäbel theoretischen unb praktischen Unterricht. Zweimal wöchentlich halten zwei Mabel Zeitungs- referate über alle politischen unb sonstigen Ereig­nisse bes öffentlichen Lebens. An ben anberen Tagen sind die Schulungsstunden mit Kochlehre, Ernäh­rungslehre, Säuglingspflege, Unterricht tn Kleider- und Wäschebehandlung, Unterweisung für die Lei- ftung erster Hilfe, dann auch Siedlungskunde, Ge­schichte und Heimatkunde ausgefüllt. Ost wird auch Sport getrieben, geschwommen, ober es werben kleine Besichtigungsausflüge gemacht. Um 19 Uhr qibt es Abenbbrot unb bann versammeln sich alle im Tagesraum, um noch zwei Stunben mit Basteln, Hanbarbeiten, Vorlesen, Sprechchören Singen und Laienspielen zu verbringen Um 21 Uhr heißt es schlafengehen, unb um 21.30 Uhr muß alles Licht gelöscht sein. Die Mäbel in meinem Lager haben fast alle 15 bis 20 Pfunb zugenommen Ich kann bir nur sagen, Arbeitsbienst ist eine ber besten Ein­richtungen, bie ber Nationalsozialismus geschaffen hat, weil man lernt, baß jebe Arbeit ehrenvoll ist unb baß ieber schaffenbe Mensch dem anbern gleich­wertig ist, mag er Kopf- ober Hanbarbeiter sein. Einen gibt es nicht ohne ben anberen unb basi ge- rabe ist es, wozu ber Arbeitsbienst erzieht. Achtung ber Arbeit unb Hintenansetzung bes eigenen zum Wohle ber Gemeinschaft."

hanbelt. v , ..

Wenn wir alle paar Wochen ober Monate bie inzwischen roieber gesammelten Ausschnitte auf bie beschriebene Art zurechtmachen unb in unsere Map­pen einorbnen, so bauert es gar nicht allzu lange, bis wir uns auf fo einfache unb billige Weife em wertvolles Nachfchlage-Archiv schaffen, dessen Nutzungswert wir leicht erproben können. Zusammen mit den anfangs erwähnten Buchern und Heften und den gebundenen Jahrgängen unse­rer Fachblätter macht diese Bücherei uns fähig, auch unvorhergesehener, plötzlich auftretender Schwierig­keiten auf einem oder dem andern unserer Arbeits­gebiete Herr zu werden. . , . . .

Um ganz sicher zu gehen, daß wir bei ledern Suchen umgehend das Nichtige finden, benötigen wir noch eine kleine I n h a lt s k a rt e i. Daz brauchen wir einen schmalen, länglichen Kasten und Kartenblätter, die grabe dahinein passen. Diese Blätter können wir uns aus dünnem Kartonpapier vom Buchbinder im Dorf ober m ber nächsten ( Stadt schneiden lassen. Außerdem werden söge- , nannte Leitkarten gebraucht, die aus etwas feste- ; rem Karton und von anderer Farbe fern sollten. Sie müssen auch 1 bis 2 Zentimeter hoher fein, als die gewöhnlichen Karten, um über diese hm- auszuragen. Ihre Oberkante wird in 4 bis 6 gleich- lange Abschnitte eingeteilt, von denen versetzt je einer stehen bleibt. Während die anderen abge­schnitten werden. Zum Schluß stehen diese über- raqenhen Abschnitt- treppenartifl hinteremander über die Kartei hinaus, und da auf ledern 21b- fdmitt ein Arbeitsgebiet verzeichnet ist, finden wir unter ben unmittelbar dahinter einfleorbneten Kar­ton dann bas, was wir aus ber betreffenben (Brunne aerabe suchen. Sa haben mir etwa alle Reiniaunqsmittel, alle Süd)enflerate ober Maickwerfahren, alles was ben Gartenbau, die Uhner/uchi, Sie Krankenpflege aber an­dere? anaebt beilammen. Denn non ledern Blatt peres ange; , . Karteikarte an

l\UnXhTPn k mit ^appennummer oder -titel und ordnen sie, mit .ff aber nid)t etwa

rr %n'fnnasmort einer Artikel-Ueberschrist, son- das ^an£?.nrt" bas möglichst genau wieder-

karte Gartenbau em. ®w W« fommen, soweit sie men dazukommenden ^art r betreffen, in ebenfalls etwas aus dem Garteno 1

alphabethischer Reihenfolge dazwisch Archivs, verfahren wir mit allen BW eingefügt

Wer Sinn für Gemütlichkeit hat, liebt das warme Plätzchen in der Zimmerecke. Meist ist es der Zu­fluchtsort für Ermüdete und Abgespannte Mitten im Zimmer kann man sich nicht erholen. Da muß man schon eine Ecke haben die uns emhultt Kluge Hausfrauen wissen das und legen großen Wert auf die gemütliche Ecke. Hier befinbet sich die Leselampe mit ihr-m milden Schein. unweit non der anpeneh-

Vom deutschen Frauen­arbeitsdienst.

Von G. Glebsattel.

Mit gemischten Gefühlen mache ich mich auf den Weg zum Arbeitsamt, die gelben Bogen mit der inhaltsschweren ÜberschriftAntrag auf Zulassung zum deutschen Frauenarbeitsdienst" unter den Arm geklemmt. Da redet mich unvermutet eine Bekannte an. Ich erzähle, was ich vorhabe; sie ist hell be­geistert.

Das ist ja wunderbar. Ich war doch auch da, sogar ein ganzes Jahr. Du, ich kann dir sagen, es war die schönste Zeit meines Lebens. Ich hatte es fabelhaft getroffen. Zuerst war ich in Görlitz in Schlesien, also in einem Stadtlager. Es gibt auch noch Forst- und Siedlungslager. Wir 20 Mädel aus allen Berufsschichten wurden von der Führerin und ihrer Unterführerin geleitet. Die Führerin macht alles mit, Arbeit, Sport und Spiel, und sie ist für jede da, die sie braucht. Sie hat ja weitaus am meisten Arbeit, weil sie sich um jede Kleinig­keit kümmern muß. Wir waren in drei Gruppen von Mädeln eingeteilt. Eine hatte Haus- und Küchendienst, die andere machte die Gartenarbeit. Zu unserem Lager gehörte nämlich ein 8400 Qua­dratmeter großer ©arten, der mehrere Jahre brach gelegen hatte, und den wir nun unter Anleitung eines Gärtners wieder in Ordnung bringen muß­ten. Es kostete viel Schweiß, aber schließlich waren wir doch soweit, daß wir unseren. Bedarf an Ge­müse und Obst aus dem Garten nehmen konnten. Und nicht nur bas; wir konnten auch ben armen Familien, bie wir zu betreuen hatten, manches Mittagessen unb manchen Teller Obst geben. Diese Betreuung armer unb gebrechlicher alter Menschen oblag ber brüten Gruppe. Wir kamen natürlich alle ber Reihe nach in bie einzelnen Gruppen 14 Tage lang. Die Mäbel ber brüten Gruppe hatten also ,Außenbienstt, wie wir es nannten, b. t). sie mußten bie Familien versorgen, bie wir immer vom Wohlfahrtsamt zugewiesen bekamen.

Die Tageseinteilung ist in allen Lagern bis gleiche. Um 6 Uhr früh ist Wecken. Man steht auf, macht feinen Strohsack zurecht, legt bie zwei Decken zusammen, wäscht sich unb macht gemeinsam Gym- nastik. Dann folgt bie Flaggenparabe. Die Flagge wirb aufgezogen unb man singt em Lieb ober eine spricht einen Kernspruch für ben Tag. Dann wird echs Stunben gearbeitet. Um 13.30 Uhr fmben sich alle roieber im Lager zum gemeinsamen Mittag-

roerben. Das einzige toa)roierigt m für jebe unb Festlegen

Karte. Nach kurzer Uebung tf Artikel zwei geworben. Sinb einmal m teqt man

wichtige Themen ausgiebig besprochen ' eben zwei Karteikarkn an, . Ordnet werben. Frage kommenben Gruppen eingeordne Qug Nun haben mir nach Emzelabtei ung ' e- lMl-rn Büchern und tz-'t-n m » man tragen. Doch ist das nur dann notig,

Meine Haushali-Kartei.

Von Gariota Groos

Im Laufe der Jahre haben sich in meinem Bücherschränke allerlei nützliche Bücher und Hefte angesammelt, die über so ziemlich alles Auskunft geben, was eine Landfrau auf ihren verschiedenen Arbeitsgebieten braucht. Da sind Kochbücher und praktische Winke für allerlei Vorkommnisse im

verkamen rou um - Archiv eingefügt men Sitz- oder Liegegelegenheit.- Em g^nesEtwas möglichst sofort, ehe sie tn ?a5 Uebertegen steht auf einem verhältnismäßig kleinen Tisch,, der werden Das einzige Schwierige ist das U 9 I genug bietet, um Rauchbares und einige

----- Ähmmorts I Gläser aufzunehmen Hauptsache, daß es m der Ecke nicht zieht. Wenn die Fenster undicht sind und dauernd ein kalter Luftzug einstromt, ist die netteste Ecke ungemütlich. Vorhänge bieten guten Schutz, ober man ilemmt einen Gummistreifen etn und Irhliehf auf die Weise jeden Zug aus.

Man sollte in der warmen Ecke das Licht nie von ber allgemeinen Lichtquelle beziehen, sondern eine

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