Ausgabe 
30.12.1933 Zweites Blatt
 
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Gedenket der hungernden Vögel!

Oberhessen

CEitfftnrunbbofi bis 14 Mark, n- und Fichten-

gestaltung des Volkes nach chrem Willen. Sie hat ihr Ziel erreicht, nicht als pfeubodemokratijche totaaiSjOrm, nicyl als Faschismus, der aus der Herrschaft einer Minderheit entstanuen ist, sondern aus dem e i g e n g e b a u t e n Weltbild deutscher Jugend, das sich in diesen Monaten zu erfüllen beginnt.

Fragen wir noch einmal so klar wir es Der-

50 Buch'nwellen 8 bis 9 Mark, E wellen 6 bis 7 Mark.

Die Revolution ist gelungen, eine Revolution, die in der Jugendbewegung begann und im National­sozialismus zur Höhe geführt wurde. Aber wir stehen e r st i m A n f a n g der inneren Veränderun­gen, die das nächste Jahrhundert erfüllen werden. Gewaltig ist schon die neue Welt, in der unsre Jugend lebt. Erst später wird man Übersehen kön­nen, wie sehr der März 1933 die Welt veränderte, daß dieser Umbruch sie weitertrug als die Gedanken der Französischen Revolution, daß eine alte Welt stürzte und daß wir Deutsche eine neue Lebensform Vorleben und einen neuen Glauben an Mensch und Menschheit in uns tragen. Ein junger Wille zur Pflicht, stärker, als ihn das letzte Jahrhundert geboren hat, ist aufgewachsen. Eine Gemeinschaft beginnt, die von neuer Wesentlichkeit träumt und künstlerischen Willen und schöpferisches Walten nicht als Aufgabe der Masse, fons-rn als Rechtfertigung eines Volkes vor seinem Gott er­kennt.

? Reiskirchen, 29. Dez. Am Abend des ersten Weihnachtsfeiertages veranstalteten die hiesige Mäd- chengruppe des B D M. und die Jungmädel einen wohlgelungenen Weihnachts- und Werbe­abend, der einen überfüllten Saal gebracht hatte. Zu Beginn begrüßte die Gruopenführerin Pg. Lina L a u n s p a ch die Besucher. Sie schilderte ihren Zu­hörern den Weg und die Ziele der Hitler-Jugend besonders des BDM. und bat alle, mitzuhelfen am großen Friedenswerk unseres Führers. Dann lief vor den Augen der Zuschauer ein Bild nach dem anderen ab. Lauter Beifall dankte den Mädels bei der Borführung der alten Volkstänze und der kur­zen Theaterstückchen. Besonders zeigten sich hier die Kleinsten. Ein BildBDM. auf Fahrt", zeigte die Lust und yreube, mit der sich die heutige Jugend n unserer schönen Gottesnatur bewegt. Ein Scherz- spiel, bei dem auch die Ringführerin Lisii Klee­witz. Gießen mitwirkte, bildete mit dem Liede des Reichs,ugenbführersUnsere Fahne flattert uns °°n" den Schluß des Abends, der ein voller Erfolg für die deutsche Jugendbewegung war

L Steinbach, 29. Dez. Am Heiligen Abend sand in unserer Kirche eine C h r i st v e s p e r statt D'e Kmder der ersten Schulklasse führten das kirch­liche Weihnachtsspiel von Glock-GerokDer 'Rua 3ur Krippe" auf. Die drei Schulklassen hatten die

crforberlid)en Lieder mit ihren Lehrern ein- geübt. D,e Feier mar gut besucht und fand großen Anklang Auch in A l b a ch hatten die Kinder unter Leitung ihres Lehrers eine Christvesper veranstaltet

.ehr gut besucht war. In beiden Gemeind-n erhielten die Kinder Geschenke von Kirche und G»° melnde. In dem Gottesdienst am ersten Feiertag nnrfte der evangelische kirchliche Frauenchor mit ?mpitehUn*,Cr kUn9 fctncs Dirigenten Schleuse zwei Weihnachtslieder.

)( Großen-Linden, 30. Dez. Der ameit. aftefte Mann Großen-Lindens. Konrad Seth wird am 1. Januar 8 8 Jahre alt.

u f.C»anfl,?önX' 28 Dez. Am Mittwoch ver- anftaltete in der Turnhalle die hiesige NS - Frauenschaft eine Weihnachtsfeier für öle Schulkinder. Die Oberklasse sang einige Lieder unter Leitung von Lehrer H e r b ft, Gedichte wur- ?1?..°°^agen "nd große Freude herrschte, als zwei weißgekleidete Engel erschienen und die G'- schenke austeilten. Ansprachen hielten Lehrer Herbst und Frl. «chwinn, die Leiterin der hiesigen NS-Frauenichast. Letztere wies besonders darauf Arm,?Q~riMrjl,nbcr das Geschenk zu Gunsten sSSt"*! "Achtet und sogar noch viel Gebäck mitgebracht und geschenkt hätten. Zu diesen Gaben werden von Bäckermeister Chr Kaiser Lang-Gons, eine größere Zahl Brezeln gestiftet werden. Zu Neu,ahr soll mit diesen Geschenken ar- men Stadtkindern eine Freude gemacht werden Un- ter gemeinsamen Gesängen verlief die Feier äußerst froh und harmonisch. 1

ln. Lang-Göns, 29. Dez. Heute fand die erste Versteigerung des Gemeindeholzes in der Turnhalle statt. In früheren Jahren waren die Versteigerungen stets an Ort und Stelle im Wald 3um ersten Mal wurde heute mit diesem Brauch gebrochen Der Besuch von Kauflustigen war sehr stark, die Preise, da es sich um vorzügliches Brenn- hob handelt, verhältnismäßig hoch. Für je 2 Raum- Meter Buchenscheit wurden bezahlt 21 bis 23 Mark Buch-nk^upoel 18 bis 21 Mark, 15 bis 17 Mark, Kie ern'chctt 11

Hochzeit im £ efier Fürflenfiause

- Lich, 29. Dez. Heute findet auf Schloß Neu­hausen in Thüringen die Vermählung von Dr. Hermann Otto Wilhelm Ludwig Erbprinz zu Solms-Hohensolms-Lich mit Gertrud Freiin von Werthern statt. Der Einzug des jungen Paares ins hiesige Schloß wird Mitte Ja­nuar erfolgen.

1anDtrciö toicRcn.

<£ Lollar, 29. Dez. Im SaalbauZur Linde" hielt die Sängeroereinigung Lollar im Kreise ihrer Mitglieder eine wohlgelungene Weih­nachtsfeier ab. Der Abend war sehr schön aus- fiefüllt mit gesanglichen Darbietungen, sowie an- prechenden Theaterstücken, die in ihrem Charakter der jetzigen Zeit entsprachen. Besonders das Theater­stückAdolf Hitlers Weiynachtsfeft" fand guten An­klang, zumal die Rollen sehr gut gespielt wurden. Der Führer des Vereins sprach kurz über Inhalt und Sinn der diesjährigen Weihnachten, über die wiedererstandene Hoffnung und Freude von Millio­nen von Menschen, denen der Führer wieder Arbeit und Brot gegeben und den anderen, die noch nicht im Arbeitsprozeß eingegliedert sind, durch ein Winterhilsswerk, wie es die Welt noch nicht gesehen, frohe Weihnachten bereitet.

* Großen-Buseck, 29. Dez. Arn zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der Gesangverein Heiterkeit-Sängerkranz" im Saalbau Wagner sein Winteroergnügen ab. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Nach einem gut vorgetragenen Weihnachtschor begrüßte der Vorsitzende Seipp die Teilnehmer; er schloß seine Ausführungen mit einem dreifachenSieg-Heil" auf das deutsche Lied, den deutschen Männergesang und den Volkskanzler Adolf Hitler. Sodann wurden sieben Mitgliedern, die auf eine 25jährige treue Vereinsmitgliebschaft zurückblicken können, Ehrenurkunden überreicht. Ein flott gespieltes Theaterstück wurde dankbar ausgenommen. Die Pausen wurden ausgefüllt durch Konzertstücke der Musikkapelle, außerdem gelangten noch einige Ge- fannsoortrnge unter Leitung des Chormeisters K. Nicolai zu Gehör. Sämtliche Darbietungen fanden verdienten lebhaften Beifall.

Kammerer begrüßte dte zahlreich Erschienenen wies kurz auf die Bedeutung der diesjährigen Weihnachtsfeier hm. Einleitend fanq man gemein- am bas SJtebO. du fröhliche, o bu f=lig *- p>ra7 Pg. Jung-Watzenborn. In eindrucksvollen zog er Vergleiche zwischen den Weihnachts- feiern früherer Jahre und der heutigen Feier. Wie überhaupt alle religiöse Gefühle von den Kornmu- nisten verhöhnt und verspottet worden seien und aUem ba5 Deihnachtsfest von ihnen in den Schmutz gezogen worden ist, um schon den Kindern den Glauben an die Liebe und Allmacht unseres Schöpfers zu rauben, so sei nun das Weihnachtsfest

Kreis Schotten.

, u p p e r t s bürg, 29. Dez. Zum Besten

, Wi nte r h ilfs w er ks veranstaltete der hie- ^unnergesangverein, gemeinsam mit Mitgliedern der SA. und des BdM., im Schlörb- schen Saale eine Abendunterhaltung, die außer­ordentlich stark besucht war. Der Ortsgruppenleiter, Bürgermeister Lind, begrüßte mit herzlichen Wor- ten und gedachte der besonderen Bedeutung des ersten Weihnachtsfestes im Dritten Reich. Der Dor- sitzende des Gesangvereins, Wilhelm Port, gab nähere Erklärungen zu den einzelnen Darbietungen.

wurden einige Theaterstücke aufgeführt, die von Weihnachts- und Daterlandschören des Gesangver­eins umrahmt waren. Das Schlußwort sprach der Chorleiter. Er betonte, daß das Weihnachtshilfswerk zu Weihnachten neue Kraft bekommen müsse, wenn es gegründet, getragen und erwärmt werde von dem Licht und Heil, das in Bethlehem der Mensch­heit erschienen sei. DemSieg-Heil" auf das Vater­land und seine Führer folgten, von der Masse be­geistert gesungen, das Deutschland- und das Horst- Wessel-Lied. Die Einnahme betrug 67 Mark. Dieser Tage vollendete der frühere Kirchendiener und Feldschütz Heinrich G r e b von hier in körper­licher und geistiger Frische sein 8 6. Lebens­jahr. Herr Greb ist Altoeteran des Krieges 1870/71, den er im 2. Hessischen Infanterie-Regiment mitmachte. Er kann sich eines stattlichen Familien­kreises erfreuen. Drei Töchter, 12 Enkel und 16 Ur­enkel hängen mit großer Liebe an ihm.

Kreis Büdinacn

# Hirzenhain, 29. Dez. Die NS.-Dolks- Wohlfahrt hat auch im hiesigen Ortsgruppen- bereich in den letzten Monaten eine segensreiche Tätigkeit entfaltet. Von allen Seiten flössen dem Winterhilfswerk Spenden in Gestalt von Bargeld, Naturalien und Bekleidungsstücken zu. Die Zahl der zu Betreuenden beläuft sich z. Zt. auf 135, die sich auf vier Gemeinden, darunter zwei Notstandsge­meinden, verteilen. Besondere Freude herrschte über die reiche Zuteilung von Lebensmitteln, Brenn­material und fabrikneuen Schuhen vor Weihnachten, letztere für bedürftige Schulkinder. Dor den Ge­meindehäusern brannten geschmückte Lichterbäume, Ansprachen und Musikvorträge leiteten den Heiligen Abend ein. Für die Kinder wurden besondere Feiern in den Schulen und in den zur Verfügung stehenden Sälen abgehalten. Alle Verbände, Helfer und Helfe­rinnen hatten sich freiwillig in den Dienst der guten Sache gestellt. Mit strahlenden Augen zogen die Beschenkten nach Hause in der Erkenntnis, Weih­nachtsfeiern, in denen der Sozialismus durch die Tat bewiesen ist, erlebt zu haben.

Mrci* .'«cir».

Homberg, 29. Dez. Die hiesige Orts­gruppe der NSDAP, hielt in der festlich geschmückten Stadthalle ihre Weihnachtsfeier ab. Ein Vorspruch ging der Begrüßungsansprache des Ortsgruppenleiters voraus, cand. ehern. Mül- I e r brachte auf dem Klavier ein weihnachtliches Stück zum Vortrag, und trug, wie auch ein SA - Quartett, im weiteren Verlaufe des Abends zur Verschönerung der Feier bei. Gedichtvorträge, ge­meinsam gesungene Lieder, ein Kinderspiel ustv. unterhielten die Teilnehmer auf das Beste. Pg Geißer sprach über den Sinn des Weihnachts- fcstes im Dritten Reich und schilderte die Verhält­nisse in unserem Daterlande vor einem Jahre. Stür- xnischer Beifall dankte dem Redner. Nachdem noch verschiedene Darbietungen am Klavier, ein weiteres Gedicht und ein Gesangsvortrag eines gemischten Quartetts zu Gehör gebracht waren, dankte Rechts­anwalt W a g n er allen Mitwirkenden, erinnerte an die Winterhilfe und forderte zu weiterem Opfer auf. Das Horst-Wessel-Lled bildete den Abschluß der Feier. Auch das hiesige Arbeitslager hielt eine Weihnachtsfeier ab. Märsche und Kon­zertstücke der Kapelle verschönten die Feier. Die Herren Roth und R ö d i n g hielten Ansprachen, während die Arbeitsdienstwilligen einige Sprech­chöre zum Vortrag brachten und Theaterstücke auf- führten. Jeder Teilnehmer erhielt ein kleines Ge­schenk, ferner Backwerk und Obst, das von der Ein­wohnerschaft geftiftet und von der NS.-Frouen- schaft hergerichtet war.

preuhev.

JHrcie rseirtar.

z Lützellinden, 29. Dez. Don einem Dieb­stahl wurde die im Oberwald unserer Gemeinde beschäftigte Holzhauerrotte betroffen. Als die Arbeiter morgens an ihre Arbeitsstätte tarnen, mußten sie feststellen, daß von ihrem unter Reisig verstecktem Werkzeug mehrere Aexte und eine wertvolle Schrotsäge fehlten. An einer entfernten Stelle wurden später die Axtstiele aufgefunden, welche die raffinierten Diebe zur Un- kenntllchmachung des gestohlenen Gutes abgesägt hatten. Bei den im Nachbarwald der Gemeinde Hörnsheim tätigen Holzhauern haben die üblen Burschen ebenfalls einen Besuch abgestattet und dort zwei Aexte mitgenommen. Don den Dieben fehlt bis jetzt jede Spur.

der Weihnachtsgeschichte. Dazwischen fang ein Cbor der Frauenschaft unter Leitung von Lehrer Stein drei vassende Weihnachtslieder. Zum Schluß trat der Weihnachtsmann auf, ließ singen und sagen von der Heilinen Nacht und teilte, gefolgt von seinen kleinen GehiEen mit ihren vollgevackten Wagen, iebem der 600 Kinder ein Meihnachtspäckchen aus. Die strahlenden Augen der Kinder waren der beste Dank an alle, die sich der mühevollen Arbeit der Vorbereitung unterzog-m hotten.

)( Lich, 28. Dez. Die Weihnachtstaae brachten unserer Gemeinde mehrere erheb-mbe Feiern. Arn 24. Dezember hielt zunächst die Kleinkinder- schule in der Kirche ihre Weibnachtsbescherung ah. Während die Gemeindeihr Kinderlein fomnvt" fang, zoaen die Kinder ein. Hierauf erfreuten sie die Erschienenen mit ihren Liedern, G°dichten und Aufführungen und wurden dann noch e»n»r An- fvrache van Dechant Kahn, der b»r Schwerer Lina und allen G"bern dankte, reich befch-nkt. Im Krankenhaus fand eine von den Schwestern vorbereitete Feier statt, bei b»r in banfensm-rter Weise die Chorschule unter Leitung von Lehrer Stein durch Vortrag von drei Chören mitwirkte. Die Ansprache hielt her Krankenhausseelforger, Stiftsdechant Kahn. Die Kranken wurden nut allerlei schönen, von der Stadt nur Vsrfüaung ge­stellten Gaben bedacht. K»gen Abend verf"mm»lte f'ch die kleine Gem»inhe Arnsbura mit her An- ftaltsaenvinhe im Schloß zu einer schlichten erhe- benöen W"ihnachtsfeier, die durch einen unter Lci- bmg der Anstaltslehrerin Frl. Römer, stehenden Kindercho«- verschönt wurde. Auch hier hatte S'itt- hcdiant KaHn hie Ansnrache übernommen. Die Bescherung der Kmder fand im Bursenbau statt.

den Höhevunkt-n kirchlichen L"bens gehört an W'ihnachten die Feier der Kinderkirche am Nachmittag des ersten Feiertags. Unter Oraelspiel ^og bie or°f,e Schar der 260 Kinder in die voll- befeMe Kirche em. Die Aufmache hielt dm L'iter d-s ^nderoottesdienstes. Stiftsd-ch^nt Kahn. Zum tzochfuß erhielten die Rmber Bih-ln. Ne"- T-lla- mrnte Kindero-fanobücher, erzähf-nde Schriften, Spruchkarten, Bilderbücher u. a. m Die Mitt'! bo,u hatte öle Gem-mhe in einer reichen W»ihnack^s- rollene non 112 Mmk zur Verfirnung gestellt. In SrhAHA ?efucht-n Weihnachtsonttesbi-nsien wirkten nnn oY beide unter der Leitung

non n'hrer Stein, mit

,in^LVIar' ~9 Der Hiesige Turnver- T)ürinn/mf .2)omL"r5tao in der Gastwirtschaft WnrniLnhJ nune <2"neralDcrfommInq nb Der Varsikende, ß-hrer Rrausarill, begrüßte hie leifnebmer, erstattete den Johresb-richt und teilte ^ch't m?» tUr A?'nn b/s nahre3 hie Turnttunhen besucht gewesen feien, allerdings fei der m-n ? ,®cr(auf?. des wahres wieder zurückgegan-

? feL?en »e,teren A-sführunaen berichtete er JZj®" K"is- und d-r Gaverfomml"na in b^rich.^»nneI erstattete den Kossen-

<men klonen Il-berkchuß ausw-es Nachdem niae organisatorische Fragen -riebiat waren VereVnsttlh^^"'?^"^ mit b,m Schlußwort des T..~nr x \m$t em#m o-m-infom oefungenen fchfüll'enUnb m,t bem Horst-Wesiel-Lied ge- (Frt* Obbornhofen, 29 Dez Hm Saale von . H W n*»l fand am zweiten Weidnochtgs^i.^gg »erytlfswerk zufsießen wird. Stützpunktleiter

wünsche. Beim anschließenden gemütlichen Beisam­mensein der Vereinsmitglieder wurden 10 Mark für die Winterhilfe gesammelt, nachdem schon kurz vor- her 25 Mark für den gleichen Zweck aufgebracht worden waren.

> H o l z h e i m, 29. Dez. Am dritten Weihnachts- feiertag hielt die NF. -Frauenschaft, Orts­gruppe Holzheim, im Saalbau Sarnes ihre sehr gut besuchte Weihnachtsfeier ab. Die Führerin, Frau Sophie Jung, hielt die Begrüßungsansprache. Die Frauenschaft brachte ein Lind unter Leitung von Dirigent Sarnes zu Gehör. Gemeindeschwester Luise führte eine Reihe Lichtbilder von der Ge­burt Christi vor, wobei einige Weihnachtslieder ge- meinschaftlich gelungen wurden. Zellenwart Kuhl hielt eine kurze Ansprache. Kinder brachten Gedichte zum Vortrag. Einige kleine Weihnachtssoiele wur­den vorgesuhrt. Ferner folgten noch vierhändig ge- fviclte Klaviervorträge von Geschw. B u ß - Gießen, Gitarren- und Mandolinenvorträge mit G"fang sowie eine kurze Ansprache von Bürgermeister Buß' Am Schlüsse der Feier fand eine Weihnachtsbesche­rung für alle anwesenden Kinder statt.

/ L i ch, 28. Dez. Heute Nachmittag fand in der Turnhalle die Weihnachtsbescherung der Schulkinder durch die N S.-Fr auen- sch o s t statt. Zu Beginn der Feier begrüßte die Leiterin, Fr. Brand, die Kinder und Erwachsenrn und wies auf Weihnachten als besonderes Fest für die Kinder hin. Weihnachtslieder 4)er Kinder w"ch- leiten mit Gedichten ab, die Frl. Emmy und Eli­sabeth Menges sehr wirkungsvoll vortrug-n Stiftspfarrer D rauht hi-lt rine Ansprache, be­tonte die Bedeutung des christlich-n und deutschen Weihnachtsfestes, erinnerte die Kinder an ihre Dflichten im Driften Reich und brachte auf den Rührer ein dreifaches Sieg-Heil aus. Mitglieder der NS.-Frauenfchaft stellten unter der künstlerischen ßeihma von Frl. Weber drei lebende Bilder aus

Snr,CinCm^neUxen Ach°'"d.ut des ganzen deutschen Volkes erstanden. Nie wurden solche Zustände in Deutschland wiederkehren. Mit einemSieg-Heil" U??s n- l^ne Rede, anschließend wurde das Horst- Wesftl-Lied gesungen. In bunter Reihe folgten dann h!J des GesangvereinsFrohsinn",

1 Schulkinder, die Reigen des BDM und die Vorführungen der Turner. Dazwi- schen spielten Mitglieder des BDM. ein luftiges Euck- Wahrend der Voriührungen erstrahtte ipUtyie h«? ^"stbuum in (einem Lichter- cUm U ut,r hatte die Veranstaltung ihren Abschluß erreicht. Sehr be'riehigt verließen die Teil­nehmer des Abends den Saal. Die Einnahmen be­liefen sich auf 51,15 Mk. Der bei den Holz- ^-.Erarbeiten im Gemeindewald be> fchoftigte Arbeiter Ernst Groß von hier wurde von einem stürzenden Baum so unglücklich getrof­fen, daß er eine schwere N i e r e n q u e t s ch u n g davontrug, die seine Uebersührung in das städtische Krankenhaus in Hungen notwendig machte.

(D Orüningen, 29. Dez. Landwirt Fritz Müller wurde zum Gemeinderechner be­stimmt.

f. Orüningen, 29. Dez. Am zweiten Weih­nachtsfeiertag konnten Wagnermeifter Adam Buß und feine Ehefrau Susanne, geb. Bender, das Fest der silbernen Hochzeit feiern. Der Gesang- vereinEintracht" brachte seinem langjährigen Vor­sitzenden Fackelzug und Ständchen bar. Der Rech­ner des Vereins Karl L e i d i ch übermittelte Glück-

Schon die Jugendbewegung sah mit Sorgen d e n Zerfall des europäischen Bündnis- s y st e m 3, der zu Kriegen führen mußte, und ver- nagte das Selbstbestimmungsrecht, für bie eingesprengten Volksteile kulturelle Selbständig­keit und Staatsbürgertum des Wirtoolks. Sie glaubte an die geistige Macht derDolkheit", sie glaubte, daß nur auf dem Weg über selbst­bewußte Nationalitäten ein Zustand ech- ter Duldsamkeit in Europa geschafft werden könnte, der ein jedes Volk das andre achten und in feinem Bestand unantastbar bestehen lassen würde. Sie bekämpfte deshalb die gewaltsame Germanisierunz wie Romanisierung, sie wandte sich gegen den Im­perialismus und hat sich mit noch größerer Leiden­schaft gegen die Politik der europäischen Demokra­tien gewandt, die unter scheinheiligen Versprechun­gen von Freiheit und Selbstbestimmung die brutal- ften Unterdrücker aller Minderheiten wurd n. Echte Freiheit bedeutete nach ihr das Recht her Volks- gruppen, ihre eigne Kultur zu pflegen, während bie Demokratien von heute sie unterdrücken.

Echte Freiheit bedeutet für sie eine Gemein­schaft von starken Volkschaften und hier wird ihr Traum niemals enden, die in einer Dolkogesell- schaft (nicht in einem Völkerbund der Sieger) neben- einanderstehen und um die höchste Kunst unb um ben besten Bau her Nationen als ehrliche Partner ringen. Erst bie Anerkennung ber Unterschiede der Nationen, erst das Recht auf Erleben des eignen Volkstums, soweit bie Sprache reicht, erbringt pne Nachbarpflicht unb jene schöpferische Freuds bc« Wetteifers, auf bie bie Volker bisher vergeblich warteten.

Das Zweite war bas Ringen um neues Menschentum, um die Echtheit des Worts, um bie Wirklichkeit ber Familie, um bie Vercmtmorllich- feit bcs einzelnen vor seinem Volk, für fein Tun unb Lassen. Wir wissen, baß oft Pedanterie, noch öfter ein Muckertum aus jenen Forderungen ent­sprungen ist. Die Jugend glaubte an Uebcrroinöuna jener Gefahren, sie hat sie bisher Überwunden Hingahe des einzelnen an die Gemeinlchatt, Be­kenntnis zur Frau als Mutter unb Gesellin, Glaube an bie Dinge, bie jenseits ber Wirklichkeit |inb. wur­den bie Grunblagen jenes neuen Menschenrums, bas man vor 30 Jahren zuerst ber skeptischen liberalen Welt entgegenfteüte. Ja, auch her 01 an he an Oott! Man hörte roieber ben Ruf, ber bem (Dien' sehen bie Erbe gab, sie zu gärtnern, ber, ba er uns fleben gab unb uns den Platz zuwies, auch ver­langte, baß wir bas wirkende Dasein bejahten, daß wir das Schaffen und den Kampf um die Gestal­tung unseres Volkes erlebten, daß wir mit beiden Füßen im Irdischen stünden, ohne zu verge'ien, daß dies Leben nur ein Teil des ewigen Seins ist.

Die nordische Grundlage unseres Volkes war bas brltte Kampswort Erinnert man sich noch, wie es vor 30 Jahren ftanb? Man wird sich erinnern, baß bas Bilb unsrer Vorväter meist mit wilden Tieren unb Metgelagen zusam­mengezeigt würbe, baß schon bas Mittelalter nichts als Finsternis war und daß es in der Vergangen- beit nur ein Helles Licht gab: die Erinnerung an antike Helden und an das große Ereignis des Auf­stiegs Israels. Was sich heute vollzieht, ist eine Wandlung, die, oft noch ohne wissenschaftliche Grundlage, einfach gläubig eine vom Schicksal ge­rufene Loslösung von versunkenen Welten fordert Sie ist zugleich Neubildung des Willens zu uns selbst und zu ehrlicher Erfüllung des Auftrags her Schöpfung, das Leben dort zu bejahen wo sie uns berief im Norden. Seltsam genug, wie altdeutsches Gedankengut fast traumhaft in uns auffteigt. Ich führe ein einzelnes Beispiel an, wie in diesen Jahrzehnten bas schon verlorene deutsche Recht langsam von neuem zur Geltung kommt. Ist denn ber echte Sozialismus, der auf ber Pflicht zur Gemeinschaft beruht, etwas' anbres als bas wieder auflcbcnbe deutsche Rechts leben ber früheren Vergangenheit? Ist benn eine Verfassung, bie nicht aus ber Diktatur heraus, son- dem aus dem Auftrag des Volkstums regiert, etwas andres als bie schon von Tacitus beschriebene Farm altgermanischen Staatslebens? Wir prebigen bie Ucberroinbung ber Schichten ohne Pflichten: früher preblgte man jenes: Wer nicht will deichen, muß weichen!

Wir mißtrauen der Bedeutung des Hochkapitalis- mus, ber römischen Eigentumsbegriffe. Früher gal­ten Grund und Boden als Gepreingu t des Volks, unb Lehen war, was ber einzelne baren besaß. Wir glauben, baß ber Mann, der seine Pflicht gegen fein Volk recht begriff, nicht ohne den schöpferischen Anteil ber Kunst bas Leben zu befruchten unb zu erfüllen vermag. Ist cs etwas anbres, als was schon bie Ebba befahl? Wir be­jahen bie Bebeutung bcs von der H and Geschaffenen, ben menschlichen Willen im ge­stalteten Ding unb sträubten uns gegen bie Menne!- fältigung durch die Maschine Vor tausend Jah'en haben unsre Vorväter einen gleichen Einwand dem l

mögen nach dem Ausbau dieser Jugendbewe­gung, bie uns, wie wir glauben, in bie gewachse­nen Lebensformen neuen Volkstums geführt hat. Ich nannxe oben brei D.nge: Volkseinheit, menfch- ttche Hingabe unb norbiiche Grunblage unsrer Kultur als Ziele jener ursprünglichen Jugendbewe­gung (Ziele, die übrigens in ihren Wurzeln auf Die alte Burschenschafterbewegung unb auf ben Sturm unb Drang ber frühen beutschen Romantik zuruckgesührt werden müssen).

roir Zunächst an diesen drei Forderungen fest. Wir wissen, wie stark der Glaube an bie xraft b e s Volksganzen als lebenbigen Körpers in ber Gegenwart verwirklicht ist. Der pnbioibualismus, ber mit Recht jedem Menschen seinen eignen Weg zwischen Erde und Gott vor- zeichnet, hatte sich auf die Beziehung von M nsch zu Mitmensch übertragen und war zu einer Gri­masse brutaler Selbstsucht geworden Die Jugend stellte ihm die Volksgemeinschaft gegen- über; sie glaubte an das uralte Blut dieses Volks­tums, das den Menschen formt, das in ber Sprache wesentlich wirb, bas schier unwirklich in bie Erbe ftromt unb aus ber Erbe von neuem wirb als ewiger Bellanb. Sprache, Wesensart, bas Der- lanaen nach künstlerischer Erregung, Hingabe unb Wchrwille sinb Ausdruck dieses Erbes. Die Land- fchaft bildet dieses Erbe weiter, bildet es auch um. Ader das Wesentliche eines Volkstums bleibt, es wandert von Geschlecht zu Geschlecht, es verfällt, es steigt auf, es wird niedergerungen und siegt wieder. In die wirkende Staatspolitik übertragen, forderte die Jugendbewegung deshalb ben Kern- staat eignen Volkstums, der aber in seinen geisti­gen Zusammenhängen weit über die Grenzen hin- ausgeht

Einbruch römischer Masienwaren entgegengesetzt. Wir wollen, bah ber Grunbstock unsrer Raffe, bar germanische Blut in uns, wieder zur Gel­tung komm:. Wir erleben es in uns, wenn w'r d i e Freiheit ber See verlangen, wenn wir bas Wort vom Unrecht b e s leeren Lanbes prägen; wir bejahen es, wenn wir Bauerntum für ablig erklären. Langsam, kaum spürbar, lösen wir uns vom Humanismus zu echter Humanität, lösen wir uns vom Unglück übernommener Lebens­anschauungen zur Wiebergeburt bes Eigenwillens.

Wir beginnen ein Volkstum zu erleben, bas nicht erst ein Jahrtausenb alt ist, bas wir vielmehr burch vier Jahrtausenbe zuückoerfolgen können, bas in zwei Blütezeiten Denkmäler in unferm Boben zurückließ größer als bie ber gleichzeitigen Kultur bes Mittelmeers. Wir erken­nen bie Größe biefes Volkstums unsrer Untäter, bas aufftieg unb sank unb aus bem wir in ewiger I Rett» von neuem aufstehen, um barüber hinauszu­wachsen. I