Ausgabe 
30.11.1933 Viertes Blatt
 
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Siraßensammlung für das Vmkerhilfswerk.

21 m morgigen Sonntag und am Neujahrstag wird in unserer Stadt eine Stv<ißensammluna für das Winterhilfswerk durchgeführt Den Spendern wer­den Abzeichen für ihre Hilfeleistung ausgehändigt. Jedermann spende nach besten Kräften'

SG-Stu,mbann IV/33.

SD-Standarte Gießen, Hessische- Po izeiomt.

An unsereFördernden Nlitglieder".

Im Namen aller SS -Kameraden danke ich unfe» renFördernden Mitgliedern" für die uns im ver­gangenen Jahre zuteil gewordene Unterstützung.

Gleichzeitig wünsche ich unserenFördernden Mitgliedern" ein glückliches Neues Jahr.

Der Führer des SS.-Sturmbann IV/33 SS.-Standarte.

m. d. F. b. gez. Nickel, SS.-Sturmhauptführer.

Technische Aochlls».

1. Allen Nothelfern ist das Tragen des Dienst- anzuaes in der Zeit vom 31. Dezember 1933, 20 Uhr, bis zum 1. Januar 1934, 8 Uhr, unter­sagt. Ausgenommen hiervon sind nur die zum Dienst befohlenen Nothelfer.

2. Alle Nothelferausweise, die vor dem 1. April 1933 ausgestellt sind, verlieren mit dem 31. De­zember 1933 ihre Gültigkeit. Neue vorläufige Ausweise müssen gegen Rückgabe des alten in der Zeit vom 1. Januar bis 15. Januar 1934 bei der Personalabteilung abgeholt werden.

gez.: Schuchardt, OG.-F.

Gießener Wochcnmarltpreisc.

* Gießen, 30. Dez. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Süßrahmbutter, das Pfund 1,50 Mk., Lanübutler 1,20 bis 1,30, Kochbuller 1 bis 1,10 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 14 bis 15, Wirsing 15, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10, Role Rüben 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 7, Grün­kohl 15 bis 20, Rosenkohl 30 bis 35 Pf., Feldsalat 1,20 Mk., Zwiebeln 10 Pf., Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 3 Pf., der Zentner 2,60 bis 2,80 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 20 Pf., Birnen 10 bis 15, junge Hähne 70 bis 80, Suppenhühner 65 bis 75, Gänse 65 bis 75, Tauben, das Stück 50, Blumenkohl 40 bis 65, Endivien 10 bis 25, Lauch 10 bis 15, Rettich 5 bis 30, Sellerie 10 bis 20 Pf.

Bornotizen.

TageskalenderfürSamstag: Stadt­theater, 15 bis 17.30 Uhr,Schneeweißchen und Rosenrot" Lichtspielhaus,Bahnhofstraße, 14.15 UhrAschenbrödel" und .^Hampelmanns Traum­fahrt"; ad 16 UhrDer Zarewitich".

Tageskalender für Sonntag: Stadt­theater, 20 bis 22.30 Uhr,Prosit 1934!" - Licht? spielhaus, Bahnhofstraße, 14 Uhr,AschenbrÄ)el"; ab 15 UhrDer Zarewitsch"

Tageskalender für Montag: Stadt- theater, 15 bis 17.30 Uhr,Schneeweißchen und Rosenrot"; 20 bis 22.30 UhrWenn der Hahn kräht". Lichtspielhaus, Bahnhofstraße,Der Za- rewitsch".

Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute von 15 bis 17.30 Uhr das lustige Märchenspiel mit Gesang und Tanz:Schnee­weißchen und Rosenrot" von Hermann-'Stelter. Lei­tung: Bolck, Kerzisnik, Spohr. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk. Sonntag, 31. Dezember (Silvester), 20 Uhr, außer Abonnement und zu Preisen von 0,50 bis 2,50 Mk. großer lustiger Sil­vesterabend unter dem Motto:Prosit 1934!". Lei­tung: Paul Nieren, musikalische Leitung: Kapell- meister Fritz C u j 6. Ende: 22.30 Uhr. Montag, 1. Januar, von 15 bis 17.30 Uhr, das lustige Mär­chenspiel mit Gesang und Tanz:Schneeweißchen und Rosenrot" von Hermann Stelter. Leitung: Bolck, Kerzisnik, Spohr. Außer Abonne­ment. Kleine Preise von 0,30 bis 1,50 Mk. Bon 20 bis 22.30 Uhr, außer Abonnement zu kleinen Preisen von 0,30 bis 1,50 Mk. zum letzten Mal das lustige Bolksstück:Wenn der Hahn kräht" von August Hinrichs. Spielleitung: Anton Neuhaus. Dienstag, 2. Januar, J9.30 Uhr, 13. Dienstag- Abonnement und zu Operettenpreisen die Operette: Anneliese von Dessau" von Keßler-Winterberg. Spielleitung: Heinrich Hub; musikalische Leitung: Fritz C u j e; Tänze: Hannah Spohr. Ende: 22.30 Uhr. Mittwoch, 3. Januar, von 19.30 bis 22 Uhr, Jubiläumsvorstellung anläßlich der 25jährigen Bühnenzugehörigkeit Karl Dolcks. 13. Mittwoch- Abonnement. Gewöhnliche Preise. Das Lustspiel: Der Herr Senator" von Schönthan-Kadelburg. Spielleitung: Anton Neuhaus. Freitag, 5. Ja­nuar, als 13. Darstellung im Freitag-Abonnement und zu gewöhnlichen Preisen das Lustspiel:Der Herr Senator" von Schönthan-Kadelburg. Spiel­leitung: Anton Neuhaus. Spieldauer von 20 bis 22.30 Uhr. Samstag, 6. Januar, zugunsten der Gießener Winterhilfe großerBunter Abend". Wie­derholung des Siloesterprogramms. Leitung: Paul Nieren: musikalische Leitung: Kapellmeister Fritz C u j 6. Außer Abonnement und zu Preisen von 0,50 bis 2,50 Mk. Anfang 20.30 Uhr, Ende. 23 Uhr.

* Der Wandkalender 1 93 4 wird heute den Beziehern desGießener Anzeigers" als kosten­lose Sondcrgave zugestellt. Damit will die Zeitung der Heimat ihren Lesersreunden herzliche Wünsche vermitteln zum neuen Jahr; zugleich will sie ihnen aus ihrem BudHruckbetrieb eine Werkleistung vor- führen, die in besonderen Maße Zustimmung fin­den durfte Weist doch die Bilddarstellung aus dem Kalenderblatt den schönen Fachwerkbau des alten Gießener Rathauses am Marktplatz In künstlerischer Form aus nach einer Zeichnung des Malers" Otto Ubbelohde, der die hessische Heimat kannte und im Bild sestzuhalten wußte, wie kein anderer Es darf deshalb wohl gehofft werden, daß der Wand- kalender freundliche Aufnahme im Leierkreise des Gießener Anzeigers" findet. Zum 1. Januar neu hinzutretende Bezieher des ..Gießener Anzeigers" erhalten den Kalender gleichfalls kostenlos.

Die Polizeistunde an Silvester und Neujahr Die Minifterialabteilung h (Polizei) hat die Polizeistunde für Silvester auf 6 Uhr und für den Neujahrstag auf 2 Uhr festgesetzt.

* Zigarrengeschäfte morgen ge - öffnet. Der Reichsverband des Deutschen Einzel­handels mit Tabakwaren, Ortsgruppe Gießen, gibt im heutigen Anzeigenteil bekannt, daß am mor­gigen Sonntag, 31. Dezember, die Zigarrengeichäiie von 12 bis 18 Uhr geöffnet sind

* Eine Siebzigjährige. Frau Henriette Wahl, Diezstraße 12, kann am heutigen Samstag ihren 70. Geburtstag begehen.

E i n Fünfziger. Kreisfeuerwehrinfpektor Robert Bouffier, Gießen, begeht am 31. Dezem­ber feinen 50 Geburtstag.

* Das Museum im Alten Schloß ist am Neujahrstag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. Am Sonntag iSiloester) bleibt es geschlossen

Inventur- und Saifonschluß-Ber- k ä u f e. Wie das Kreisamt Gießen im neuesten Amtsverkündigungsblatt bekannt gibt, ist für die Durchführung der nächstjährigen Inventur- und Saisonschluß-Berkäufe die Zeit vom 15. Januar bis 5. Februar 1934 bestimmt. Außerhalb dieses Zeitraumes dürfen Saisonschluß-Berkäufe nicht statt- sinden Die Dauer der Veranstaltung ist auf zwei Wochen begrenzt.

Die Wochenmärkte während der Monate Januar und Februar betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei im heutigen Anzeigenteil. Es sei besonders darauf hingewiesen.

Unfall Alarmübung bei der Reichsbahn. Die Reichsbahn hatte für gestern abend eine große Unfall-Alarmübung angejetzt. Um 19.40 Uhr wurde alarmiert und gleichzeitig die Gie­ßener Freiwillige Sanitätskolonne vorn Roten Kreuz benachrichtigt. Schauplatz der Uebung war der Bahnhof Heldenbergen-Windecken. Bereits fünf­zehn Minuten nach der Alarmierung ging ein Hilfs- zug mit dem Hilfspersonal der Reichsbahn, sowie mit sechs Sanitätern und zwei Aerzten vom hie­sigen Bahnhof ob, 10 Minuten später folgte ein zweiter Hilfszug, der insgesamt 23 Sanitäter und eine Helferin zur angenommenen Unfallstelle brachte. Die hiesige Sanitätskolonne hat dabei erneut be­liefern daß sie auch im Ernstfälle sehr schnell zur Hilfeleistung eingesetzt werden kann. Es war ange­nommen worden, daß im Bahnhof Heldenbergen ein Personenzug gegen einen Güterzug gefahren sei. Die grofjangelegte Uebung, zu der auch ein Hilfszug aus Frankfurt entsandt worden war, ver­lief zur allgemeinen Zufriedenheit.

** Zur Richtigstellung. In dem am Don­nerstag, 28. Dezember, erschienenen Aufsatz:Ach­tung! Gas!" von Sanitätsrat Dr. Hahn (Bad- Nauheim), hat sich ein sinnentstellender Druckfehler eingeschlichen, der hiermit richtiggestellt sei. Der drittletzte Absatz muh beginnen mit den Worten: Wir wissen, daß es einen wirklichen Schutz gegen die Luftgefahr gibt,... (statt: keinen wirk­lichen Schutz...). Die meisten Leser werden den Fehler selbst bemerkt und bereits von sich aus richtiggestellt haben.

Die Deutsche Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen, gibt im heutigen An­zeigenteil bekannt, daß in den nächsten Tagen ein Anfänger-Lehrgang beginnt und außerdem ver­schiedene Ausbildungslehrgänge fortgesetzt werden. Interessenten seien auf die Anzeige besonders auf- merksam gemacht.

**DerOberhessischeAutomobil-Club wird so berichtet man uns wie alle seitherigen A. v. D. Clubs, im Rahmen der organisatorischen Zusammenfassung des gesamten deutschen Kraftsahr- wesens mit dem 31. Dezember 1933 feine Tätigkeit als automobilistischer Verband einstellen, nachdem er über 22 Jahre lang auf diesem Gebiet vorbildlich und erfolgreich gearbeitet hat. Der OHAC-, der vom 1 Januar 1934 ab den NamenKameradschaft von 1911 E. V." führt und sich von da ab nur noch mit der Pflege der Geselligkeit unter seinen Mitgliedern befassen wird, hat mit Rücksicht auf die dadurch ge- gebene wesentliche Einschränkung seines Aufgaben- kreises laut einstimmigem Hauptmitgliederversamm- lungsbeschluß rund zwei Drittel seines verfügbaren Barvermögens im Gesamtbetrag von 3500 Mark in Form folgender Stiftungen verteilt: 500 Mark an die Winternothilfe 1000 Mark an den DDAC. mit der Bestimmung, daß dieser Betrag für Zwecke einer in Gießen zu errichtenden Bezirks- oder Orts- gruppen-Geschästsstelle des DDAC. verwandt wird; je 500 Mark an die Motor-SA., die Motor-SS., die Reichskrastfahrftaffel des Stahlhelm und die Flieger- Untergruppe VI des DLV., mit der Bestimmung, daß diese Beträge für Zwecke des Motorwesens zu ver­wenden sind. Inzwischen ist auch die Eingliederung der Mitglieder des OHAC. in die Einheitsfront der Deutschen Kraftfahrer mit dem überaus günstigen Ergebnis von säst 90 v. H. seiner sämtlichen Wagen- besitzer durchgeführt worden. Mit diesen Maßnah­men hat der OHAC. in anerkennenswerter Weise so­wohl dem großen nationalen Einheitsgedanken, wie auch seinen Mitgliedern zum Fortbestand des kame­radschaftlich-geselligen Zusammenhalts den denkbar besten Dienst erwiesen.

* Evangelischer Arbeiterverein Gießen. Am zweiten Weihnachtsfeiertag hielt der Evangelische Arbeiterverein Gießen, wie uns berichtet wird, seine diesjährige Weihnachtsfeier (m Saale der Herberge zur Heimat ab. Einige Musik­stücke für Violine und Klavier eröffneten die Feier. Der 1. Vorsitzende, Karl Weller, begrüßte die Besucher im Namen des Vorstandes und gab einen kurzen Ueberblick über die Arbeit des Vereins im vergangenen Jahre. Er wies auf die politischen Umwälzungen des Jahres 1933 hin, die auch an Der evangelischen Arbeiterbewegung nicht spurlos vor­übergegangen seien. Weiter gab er bekannt, daß ab 1. Januar eine Reichszeitung der Evangelischen Arbeitervereine erscheinen werde. Er forderte die Mitglieder auf, auch Im kommenden Jahre weiter, wie seither, ihre Kräfte dem Verein zur Verfügung zu stellen und so mitzuhelfen an dem großen Ziel der Reichsregierung, Deutschland einer besseren Zu­kunft entgegen^uführen. Hierauf sprach Pfarrer Bechtolsheimer. Er brachte Weihnachtserin­nerungen aus feiner Kindheit und aus seinem spä­teren Leben außerhalb des Elternhauses, die mit

großem Interesse ausgenommen wurden. Einige kleinere Theaterstücke, von der Leiterin des Frauen­chors, Frau Schäfer, einstudiert, wurden von

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Mitgliedern des Vereins ausgeführt und erfreuten die Anwesenden. Besonders gefiel das Theaterstück Im Himmel und auf Erden", welches von Kin­dern gespielt wurde und reichen Beifall auslöste. Der Frauenchor brachte einige Chöre zu Gehör. Man verlebte einige schöne Nachmittaasstunden.

** Weihnachtsfeier Des G r o ß s ch e n Männerchors Gießen. Dieser Tage versam­melten sich, so berichtet man uns, die Mitglieder des Großschen Mannerchores Im Katholischen Der- einshaus zur Weihnachtsfeier. Mit flott gespielten Musikstücken wurde das reichhaltige Programm er­öffnet Nach einem sinnigen Dorspruch, von Frau- *£'..n -Bowling sehr gut vorgetragen, begrüßte der Führer de» Vereins. Heinrich K l e i n h a n s , die Teilnehmer. Er würdigte in feiner Ansprache be-

i*5 Männergesangs in kul- tlmui ^Ä£*iSe,n flQlt dem Volks-

Anschluß daran wurde der erste Vers des Deutschlandliedes gelungen. Unter Ccitung des Chormeisters Philipp Groß brachten

XrJn weihnachtliches Lied gut und klang- pou vu woör Zwei Theaterstücke ernster und bei-

" " von Herrn Franz Adam und

.---'ns vollendet aufgeführt. Den I anhaltender Beifall zuteil. Nach 1

Dem Vortrag weiterer Chöre nahm der Vorsitzende Gelegenheit, das langjährige Mitglied, Gastwirt August Lamm, für 25jährige Zugehörigkeil zum Verein zum Ehrenmitglied zu ernennen. Nach wei­teren musikalischen Darbietungen bildeten zwei her­vorragend oorgetragene Chore den Abschluß des Programms. Der Abend war für den Verein, ins- besondere für den Leiter des Chores, Herrn Philipp Groh, ein großer Erfolg.

Weihnachtsfeier der Gehörlosen. Am zweiten Weihnachtsfeierlag hatte die Orts- gruppe Gießen im Reichsverband der Gehörlosen Deutschlands e. D. (Mitglied der NS.-Dolkswoh:- fahrt), wie uns berichtet wird, ihre Mitglieder zu einer schlichten Weihnachtsfeier zusammcngerufen. Die Feier war außerordentlich stark besucht. Ver­bunden war die Veranstaltung mit einer Ehrung verdienter Mitglieder. In einer einleitenden An­sprache des mit der Führung der Ortsgruppe beauf­tragten SA -Mannes Beck 12'116 wurde besonders auf den großen Unterschied zwischen der diesjähri­

gen Weihnacht und den Weihnachtstagen der ver» aangenen Jabre hingewiefen. Daß wir in diesem Jahre in vollster Ruye und Sicherheit Weihnachten feiern könnten, sei nur das Verdienst des Führers Adolf Hitler. Nach der Bescherung fand Dte würdige Ehrung des Mitgliedes Ludwig Ben­der, Rodheim a. d. Bieber, statt, der ununter­brochen 25 Jahre lang im Vorstände tätig ist. Als Anerkennung wurde ihm ein großes Bild unseres Volkskanzlers Adolf Hitler überreicht. Weiter wurden noch für 20jährige Mitgliedschaft die Mit­glieder Karl Jahres, Grünberg, und Ludwig Böhmer, Heuchelheim, durch Ueberreidjung je einer Ehrenurkunde ausgezeichnet. Die Ortsgruppe hat unter Führung ihres jetzigen Leiters in den letzten zwei Monaten einen Mitgliederzuwachs von 25 o. H. zu verzeichnen.

Die Höhere Privatschule Gießen lädt in unserem heutigen Anzeigenteil zu neuen Kursen ein. Interessenten seien besonders darauf hingewiesen.

Weihnachissreube durch das WinierWswerk.

Durch das Winterhilfswerk ist anläßlich des Weihnachtsfestes eine gesteigerte Tätigkeit entfaltet worden, allein mit dem schönen Ziel, dem hilfs­bedürftigen Teil unserer Bevölkerung eine Weih­nachtsfreude zu bereiten, Not zu lindem und allen denen, die noch nicht in der glücklichen Lage waren, durch der eigenen Hände Arbeit für das Weih- nachtsfest Vorsorge treffen zu können, hilfsbereit unter die Arme zu greifen. Die Sammeltätigkeit, Die zu diesem Zwecke betrieben wurde, war er­freulicherweise von denkbar bestem Erfolg begleitet, und so konnte jeder hilfsbedürftigen Familie in unserer Stadt zweckmäßig und reichlich gegeben werden. Besondere Freude haben die Spielsachen bei den Kindern ausgelöst, denn viele der bedachten Kinder kannten seit vielen Jahren Spielzeug nur vom Schaufenster her.

Folgende Mengen gelangten in Gießen durch das Winterhilfswerk zur Verteilung:

2025 Stück Kuchen (fast durchw-a von den länd­lichen Gemeinden aufgebracht),

39 Zentner Gebäck,

20 Zentner Obst (Aepfel, Birnen),

70 kg Fleischkonserven,

85 kg Frischfleisch,

50 kg Wurst,

100 Tafeln Schokolade,

300 Päckchen Puddinggrütze,

30,50 Zentner Zucker,

69,75 Zentner Mehl,

800 Posten Spielsachen,

400 Einzelpakete,

165 Bescherungen von Kindern und Familien durch andere Familien.

Durch Weihnachts » Zuweisungsgut­scheine wurden verteilt:

2979 Zentner Kohlen und Briketts,

1486 kg Schmalz,

2972 kg Grieß, _

1486 kg Bohnen.

Auf die besondere Bitte der Gauführung des Winterhilfswerkes hin wurden am Sonntag, am

Heiligen Abend, mit einem Lastkraftwagen etwa 300 Kuchen von Gießen nach Frankfurt a. M ge­bracht, um dort an die Allerarmsten verteilt zu werden. Diese Kuchenspende für Frankfurt ist in der vorgenannten Kuchenzahl nicht enthalten. Das großzügig durchgeführte Weihnachtshilfswerk hat in viele Häuser große Freude gebracht und ist da­mit ein Segen für die notleidenden Volksgenossen geworden.

öonf des Gauführers der Winterhilfe.

Helft alle das Werk vollenden!

Die letzten Zweifel an dem ehrlichen Wollen des Nationalsozialismus hot das winlerhilfswerk -es deutschen Volkes beseitigt. Die bis jetzt voll- brach t e n T a t e n e i n e s echten deutschen Sozialismus haben h u n d e r 11 a u s e n - den deutschervolksgenossen ben (Blau- benan ihr Volk und an ihrvaterlond wiedergegeben. Der Nationalsozialismus hat dos her; auch des Volksgenossen erobert, der einst als verführter der marxiftifchen Parteien der schärfste Gegner der Bewegung Adolf Hitlers war. Nun wird sich zeigen, daß diese Anhänger die treuesten sind.

Allen aber, die durch ihre Gaben und Spenden das Werk ermöglichten, sei dafür am Jahresende Dank gesagt. Hochachtung empfinde ich vor dem Opfergeist und dem restlosen Einsatz aller Helfer, die sich damit als wirkliche Nationalsozialisten zeigten.

helft alle nun das Werk des Füh­rers in den restlichen Wintermonaten vollen­den. so wie wir es begonnen.

Darmstadt, den 31. Dezember 1933.

heil Hitler«

Gez.: Haug. Gauführer des Winterhilfswerk».

S.J.-fpor/

Gpielvereinigung 1900 Gießen.

Spiele zur Jahreswende.

Die Liga folgt einer Einladung des Turn- und Spieloereins Naunheim zum Rückspiel. Das Vor­spiel endete mit dem sensationellen 5:0=Sieg der Gießener über einen vorzüglichen Gegner. Die Blau­weißen werden es in Naunheim am kommenden Sonntag sehr schwer haben, denn die Gastgeber sind auf eigenem Platze kaum zu schlagen. Zu be­rücksichtigen ist, daß die Spieloereimgung 1900 einige alte Spieler durch junge Kräfte ersetzte, je­doch die alte Durchschlagskraft noch nicht wieder erreicht hat. Wenn bei den Gießenern feder fein Bestes leistet, sollten sie auch in Naunheim ehren­voll abschneiden.

Die Ligareserve tritt in Wetzlar Der Reserve des Sportvereins 05 Im Verbandsspiel entgegen. Sie hat wenig Chancen, diesen Kamps siegreich ober wenigstens unentschieden zu gestalten, Da zu viel gute Kräfte an die erste Els abgegeben werden mußten.

Die erste Jugend empfängt auf eigenem Platze die erste Jugend von Alten-Buseck zu einem Freund­schaftsspiel. Die beiden Gegner sind seither noch ohne Niederlage und 1900 gegenwärtig in technisch ausgezeichneter Form.

DsB. Gießen.

Die Liga des VfB. weilt am morgigen Sonntag in Horas zu Gast und erfüllt dort eine alte Rück­spieloerpflichtung. Die Gastgeber spielen in der

gleichen Klasse wie die VfB.er und Dürften einen gleichwertigen Gegner Darstellen. Der Ausgang Des Kampfes ist nicht vorauszufagen. Die zweite Mann­schaft tritt zum Spiel gegen Die zweite Mannschaft Des Sportvereins Lollar an, während die dritte Mannschaft auf eigenem Platz Die erste Elf von Hause.i empfängt.

, FC.Teutonia" Waßenborn-Gieinberg

wahenborn-Steu.berg Steinbach.

Am Sonntag traten die 1. und die Mannschaft von Steinbad) zu fälligen Gesellschaftsspielen in Watzenborn-Steinberg an. Beide einheimischen Mannschaften siegten hoch. Die 2. Mannschaft Der Teutonen" konnte nach stets überlegenem Spiele sechs- Treffer anbringen. Die erste Mannschaft Der Gäste zeigte befonDers in Der ersten Spielhälfte großen Eifer. Dem technisch überlegenen Spiele Der Platzmannschaft gegenüber hielten Die Stein­bacher auf Die Dauer aber nicht stanD. Trotz aller verstärkten Abwehr unD guten Leistungen Des Gästehüters enDete das faire Spiel mit 14:2 Toren.

FE. Teutonia SpV. Wetzlar 2:3.

Am zweiten Feiertage trugen die 1. Mannschaft des SpV- Wetzlar und Die gleiche des FC Teutonia ein Freundschaftsspiel aus. Die zahlreichen Zu­schauer wurden nicht enttäufcht. Ganz besonders die Gäste zeigten sehr schönen Fußball. Von Anfang an legten sie ein schnelles Tempo vor und wurden im Strafraum der Gastgeber durch kurz entschlossenes Handeln imm c wieder gefährlich. Durch einen recht

Skiläufer werben für. bas WinterWSwerk.

Zielbäld vom Grohen-Feldberg-Rennen der Schwarzwälder Skiläufer, die dieses Rennen zu Gunsten des Wrnterhilsswerts veranstalteten.