Ab-
lichen
--- 2 7 ---OCICU9 . chene Jtunbigungen gelten als zurückge- Das gefd)[of|ene Abkommen ist mit vier- I
nommen.
ff i f u I e r u n g des Reichstags. Die Sitzung findet in den Räumen der Krolloper statt.
wie schon beim letzten Reichstag wird auch diesmal der Wahlakt durch Zuruf erfolgen, nachdem durch die Neufassung der Geschäftsordnung diese Möglich- keit ausdrücklich vorgesehen ist. L» ist mit Sicherheit anzunchmen, daß Ministerpräsident Göring wieder zum Präsidenten des Reichstages,
Der Zeuge Krlminalsekretär 8 rosig (Düs- seldorf) erklärt: Am 25. und 26. Februar d.I. hat in Remscheid eine Konferenz de, Kampsbunde» gegen den Faschismus stottgefunden. an der ungefähr 1000 Funktionäre trttnahmen. Der Reichslciter
Vizepräsidenten neugewähtt werden, da die bisherigen Vizepräsidenten Esser (Zentrum),
igcn zu gefährden, gegen Maßnahmen von
Graef (Dnl.) und Zörner (NSDAP.) dem neuen Reichstag nicht mehr angehören. Aus dem gleichen Grunde wird auch das Büro zahlreiche Veränderungen aufzuweisen haben. Die Frage, ob sich der Reichstag nach erfolgter Konstituierung sofort wieder vertagt, steht zur Zeit noch offen.
Obschon der alte Reichstag gegenüber den früheren Parlamenten aus der Systemzeit ein völlig an- deres Aussehen zeigte — nach der Ausschaltung der marxistischen Abgeordneten und der Demokraten
telsährlicher Kündigungsfrist zu einem Quartals, lchluh, frühestens aber zum 31. Dezember 1934, kündbar
3m übrigen werden die Parteien über die Umgestaltung des Kassenarztrechts weiterverhandeln, insbesondere über die Abgabe von Sach- leistungen und über die Regelung des vertrauens- ärztlichen Dienstes. Das Abkommen gibt der Kossen- ärztlichen Vereinigung Deutschlands die Möglichkeit, bei der H o n o r a r v e r t e i l u n g soziale und beoölkerungspolitische Gesicht»- punkte zu berücksichtigen Es gibt den Kassenspitzenoerbänden die Möglichkeit, für eine durchgreifende Vereinfachung der Verwaltung Sorge zu tragen.
Scharfe Maßnahmen gegen
Dre'flffeioerunaen
Berlin, 29. Roo. (TU.) wie der Parlamentsdienst der lelegraphen-Union vom Reichstagsbureau erfährt, ist der neugewählte Reichstag zu seiner konstituierenden Sitzung für Dienstag, den 12. Dezember, 15 Uhr, einberufen. Line besondere Tagesordnung liegt nicht vor, jedoch erfolgt in dieser Sitzung, die vom bisherigen Reichstogspräsidenten Göring geleitet wird, die Kon-
Kriege der Fall fei, könne der erwähnte Zeitraum von vier Jahren beträchtlich verkürzt werden.
,/Kegulterte Rüstungen."
London, 30. Noo (MTV. Funkspruch) 3m Um
Einheitliche zentrale Leitung der AMandsvor Bereitungen durch die KPS.
Kein Austritt aus den Verbänden der Deutschen Arbeitsfront.
Ser Reichstag zum 12. Dezember einberufen.
Minister Präsident Göring wird die konstituierend. Sitzung n der Äroi oper lei en.
des Kampfbundes, Oskar Müller, soll dabei folgende Ausführungen gemacht haben.- An dem Tage, wo wir losschlagen, werden Paläste brennen, während der Rede Müller, soll ein Kurier erschienen sein; Müller soll darauf erklärt haben, er habe äußerst wichtige R o ch r i ch t e n und den Auftrag, sofort nach Berlin zurückzureisen. Müller befindet sich in Schuhhast.
Der V o r s ih e n d e regt daraufhin an, Müller als Zeugen zu vernehmen.
Der Untersuchungsrichter beim Reichsgericht, Landgerichtsrat Lösche, ist auf Grund des umfangreichen Materials zu der Ueberzeugung gekommen, daß hinter den zahlreichen kommunistischen Einzelorganisationen ein einheitlicher Wille der Parteileitung zur Organisierung der Revolution stand. Bis in die kleinsten Ortsgruppen hinein habe es Arbeiterwehren und Rote Wehren gegeben. Daß es sich hier nicht um harmlosen Sport handelte, ergebe sich aus Rundschreiben, in denen diese Wehren als unerläßliche Mittel für die Vorbereitung und Durchführung der Revolution bezeichnet werden. Ausdrücklich wird er- klärt, daß der Bürgerkrieg keinerlei Rück- ichtnahme kenne, daß die gegnerischen Führer im Moment des bewaffneten Aufstandes sofort zu liquidieren seien. Zahlreiche Kommunisten hätten zugegeben, daß die Wehren den gewaltsamen Umsturz oorzudereiten hatten.
Rechtsanwalt Dr. Seuffert fragt als stellvertretender Verteidiger des Angeklagten Torgler, ob dem Zeugen bei seiner Beschäftigung mit Hochoerratsverfahren der Name Torgler als Angeklagter oder Zeuge vorgekommen sei. Zeuge Lösche: 3d) hotte den Namen erwähnt, wenn er bei den Dingen, die hier vorgetragen sind, vorgekommen wäre. Mir ist dieser Name aber aus meiner sonstigen Tätigkeit gut bekannt. 3d) habe erft vor einiger Zeit ein Flugblatt beschlag- nahmen müssen, das hochverräterische Absichten verfolgt und das den Namen Torgler trägt.
Oberreichsanwalt: 3d) kann dasselbe sagen, denn ich habe noch mehr Flugblätter beschlagnahmt.
«Dimitra ff wünscht eine klare Auskunft dar- über, ob der Reichstagsbrand nach Auffassung des Zeugen der Auftakt zum bewaffneten Aufstand sein sollte. Der Zeuge erwidert, in feinen Voruntersuchungen sei davon nicht die Rede gewesen. Die KPD. habe auch so vorsichtig flC. arbeitet, um solche Dinge auf diesem Wege vor- her zu verbreiten, denn sonst wäre eine solche Aktion sofort zur Erfolglosigkeit verurteilt gewesen. Weiter^rhandlung Freitag.
Wie die Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront mitteUt, herrschte bereits am ersten Tage der Neuaufnahmen in die Deutsche Arbeitsfront ein riesiger Andrang in sämtlichen Büro» der Gaubetriebszellenabteilung und der Bezirksleitung der Deutschen Arbeitsfront, so daß diese für den Publikumsoerkehr schließen mußten. Dasselbe wird bereits von den örtlichen D i e n st st e l l e n der N S B O. berichtet, wo allein in einer Ortsgruppe Hunderte von Neuaufnahmen getätigt wurden. Unternehmer, wie auch nichtorganisierte Arbeiter drängen sich förmlich zum (Eintritt. Dauernd, am ganzen Tage werden Auskünfte verlangt und gegeben. Die gleichen M ldun- gen liegen auch au» Darmstadt, Wiesbaden, Hanau und Mainz vor.
Wien, 29. Nov. (TU.) Wie die „Neue Freie Preise" aus Kitzbühel meldet, wurden gestern auf Der (Eggenalm gemeinsam von einer osterreichischen und einer deutschen Kommission Erhebung e'n gepflogen. Es wurde eine Vermessung des Grenzoer. l a u fs Dorgenommen, deren (Ergebnis dahin geht, haß sichReichswehrsoldat Schuhmacher, als ihn die tödliche Kugel traf, auf d-eutschem Boden befunden hat. Die Blutlache befindet sich, wie fest- aeslellt wurde, auf deutschem Boden in einiger (Entfernung von der Grenze.
Wie die Landesleitung Oesterreichs der NSDAP, mitteilt, hoben sich die Mitglieder der österreichischen Grenzpatrouille, die Schuhmacher erfdwHen, gerühmt, daß sie Angehörige der „P e n z - platte" sind. Diesen Namen trägt die sogenannte Gausturmkompanie der Heimatwehr Gotting bei 3nnsbruck. 3n der ersten Doppel- "ihr dieser Kompanie marschieren nämlich die zwei Brüder Penz, neben ihnen ihre Freunde Venigni und Neuhauser. 3eber von ihnen ist schwer vorbestraft. 3nsgesamt haben die vier bisher fünfeinhalb 3ohre schweren Kerkers und 12 3ahre «n . ? nter Jid)- übrigen, etwa zwei Dutzend . Mitglieder blefer Kompanie, haben „nur" 19'/r 3ahre I
An alle Angestellten!
Frankfurt o. SR., 29 Nov. (DTB) Der Gesamtverband der Deutschen Angestellten, Bezirkslei- rung Hessen teilt mit: Anläßlich der Anordnung ro sichrer» der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr. R. Ley, berzusolge bie Ausnahme in bie Berbanbe der DAF. mit sofortiger le’ferr‘ wirb, sind in der Prelle irreführenbe ,jeftüeUungen verbreitet worben. Gs roirb u. a. behauptet, daß im Rahmen der neuen organisatorischen Maßnahmen bie Berbänb* «LW“"9 verfallen würben.
frfJn h !° 9<n?e9 sestzustellen: Die in der Deut- °"ankcrten Arbeiter- und An- gestelltenoerbonbe werden nicht aufgelöst und es besteht auch kein Plan irgendwelcher Art. m"s,-^erh'n zu tun. Der (Seschäftsvetricb der verbände wird . n v o i l e m U m f a n g a u s r e ch t- erhalten E» besteht keinerlei Veranlossung un- zunehmen, bah bie Rechte der Mitglieder aUcr Verbände der Deutschen Arbeitsfront angeta'tet wurden. Es ist lediglich verfügt, daß ab sofort eine roeitere Auf nähme von Mitgliedern in die Verbände e i n g e st e l l t ist Der Füd- rer der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Dr Ley hat erfreulicherweise schon jetzt bie 3nitiattve ergriffen, b,e Deutsche Arbeitsfront zum Träger der nationalsozialistischen neuen Wirtschaftsgestaltung auszu-
3n diesem Zusammenhang wirb grunbsätzlich fest- gestellt, daß alle Nachrichten über organisatorische ober sonstige Anorbnungen innerhalb ber DAF, bie nicht vom Pg. Dr. Len selbst herausgegeben werben, gegenstanbslos find. Zum hiesigen B e < ztrksleiter ber DAF. würbe ber Gaube- trlebszellenobmann Pg. Willi Becker ernannt, ber für ben Bezirk Hessen bie allein maßgebliche Persönlichkeit ist.
Hell Hitler!
Gesamtoerband der Deutschen Angestellten f. Hessin, gez.: Fritz M e h n e r t, Bezirksleiter.
Berlin, 29. Nov. (WTB.) Der Führer ber Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley erläßt eine An- orbnung, in ber es heißt: Wenn bie großen Aufgaben, die durch bas Werk Jtraft durch Freude" gekrönt finb, vollendet werden sollen, so muß dieser Gedanke der Deutschen Arbeitsfront auch in der Organisation durchgesührt werden. Deshalb habe ich ungeordnet, daß dos weitere Anwachsen der Verbände verhindert werden soll und eine Mitgliedersperre für bie Verbänbe eintritt, bagegen bie noch außerhalb ber DAF- stehenben Volksgenossen in verstärktem Maße aufgeforbert werben, in bie Arbeits- front einzutreten und nach ber Neuorbnung formiert werden. Arbeiter, Angestellte unb Unternehmer gehören zusammen Um aber 3rrtümer zu oermeiben unb um zu oerhinbern, bah ein Wirr- nis in bie oorhanbene Organisation kommt, möchte ich noch einmal mitteüen, bah bie Mitglieber in ben oorhanbenen Derbänben ohne weiteres Mitglieber ber Deutschen Arbeitsfront finb, bah nicht gewünscht wirb, ja sogar verboten wirb, aus ben Verbänben im Augenblick von selbst auszu treten unb sich als Einzelmitglieb in bie Deutsche Arbeitsfront aufnehmen zu lassen. Wenn bie Führung ber Deutschen Arbeitsfront ben Zeitpunkt für gekommen hält, auch ben äußeren Rahmen ber Verbände Zu sprengen, so wirb sie bas tun. Es wirb ange- orbnet, baß, wer aus ben Derbänben au» tritt von keiner D i e n ft ft e I (e wieber in die Deutsche Arbeitsfront ausgenommen werden kann. Die Beitrage sowohl für bie Einzelmit- glicber wie für bie Bcrbanbsmitglieber finb selbst- verstänblich bie gleichen. Es wirb generell eine neue Beitragsorbnung in ber nächsten Zeit vom Schatzmeister ber Deutschen Arbeitsfront herausgehen.
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Der Leiter bes Organifationsamtes ber Deut- chen Arbeitsfront Selzner gibt folgende An- orbnung bekannt: „Es besteht Unklarheit barüber, welche Arten von M i t g l i e b f ch a f t zur Deutschen Arbeitsfront bestehen. Die Mitgliebschaft 3ur D»utfd)en Arbeitsfront wird erworben: 1. Durch >ie Mitgliebschaft bei Berufs- unb Wirt- chaftsorganisationen, welche in bie Deutsche Arbeitsfront eingegüebert finb. 2. Durch Aufnahme in bie Deutsche Arbeitsfront burch bie Dienststellen ber NSBO. 3. Durch UR 11 a lie bjdjaft in gesetzlich anerfann- t c n <5 t a n b e n , bie ihren Eintritt in bie Deutsche Arbeitsfront erklärt haben.
Millionenspende ber Deutschen Arbeite tronf für das Dinterhilfswerl.
Berlin, 29. Nov. (CNB.) Die Deutsche Arbeitsfront hat, wie wir von unterrichteter Seite erfahren heute beschlossen, dem Winterhilfswerk zu 2Öeifj- nachten eine Spende von 1 Million Reichsmark ZU überweisen.
terhaus führte Baldwin u. a. aus: Der Herbei- fuhrung einer allgemeinen Abrüstung auf den Stand Deutschlands stehen außerordentlich große Schwierigkeiten entgegen. (Eine Beschränkung der Rüstungen mit Abschaffung der schweren Angriffswaffen würde bedeuten, daß Deutschland die von ihm gegenwärtig a u f gegebenen Waffen erlaubt würden bis zu ber in ber abzuschließenben Konvention fest- gesetzten Grenze, wahrend diejenigen Länder, die diese Grenze überschritten hätten,' bis zu dieser h e r u n t e r z u g e h e n hätten. Eine fo(d)e Form ber Rüstungsbeschränkung würbe einen Angriffskrieg unendlich viel schwieriger machen als in der Vergangenheit.
„Morning Post" schreibt, bie deutsch-französischen Bespreuungen wurden in London mit lebhaftem Interesse beobachtet. Baldwin und Sir 3ohn Simon hatten klar zu verstehen gegeben, daß nach Ansicht der britischen Regierung „regulierte Rüstun - gen" jetzt bie einzige Lösung blieben, und daß m biesen Begriff eingeschlossen sei, dah Deutschland Erlaubnis erhalte, seine Wehrmittel sowohl hinsichtlich ber Mannschaftsstärke wie bes Materials zu erhöhen. Es bestehe Grunb für bie Annahme, baß eine repräsentative französische Regierung keinen Einwand erheben würde, auf einer solchen Grundlage zu oer- handeln.
zurückzuweifen. Er handele lediglich'aus^ch!
örmagungen. Der Vorsitzende bezeichnet Di- mitroffs Verhalten als grobe Ungehörigkeit Der jenat beschließt sofort die A b l e h n u n g des Beweisantrages. a
ich und nicht Aur Sache gehörig zur ückgewie- sen werden. Nur eine Frage Dimitroffs, welche ©runbe für bie Verhaftungen nach dem Reichstagsbrände angegeben worden feien, wird vom Senat zugelassen. Kriminalrat Heller er- Hart her Zweck ber Verhaftung ber kommunistischen Funktionäre habe barin gelegen, d i e uRaffen führerlos zu machen unb allgemein oorbeugenb zu wirken, um Gewalt- Maßnahmen von vornherein zu u n • t er bi n ben. Als sich Dimitroff bamit nicht zufrieden gibt, betont ber Vorsitzenbe energisch, die Polizei und Behörden hätten allgemein die Auffast ung gehabt, daß ein ko m m u n i ft i s ch e r Auf- |t an d kommen würde. Damit seien die Festnahmen vollkommen erklärt.
Kerker unb Arrest abgesessen. Diese Strafen erhielten bie Heimatwehrmänner, bie heute als „Hilfspolizisten" bienen, für Diebstähle, Einbrüche, Staub« unb Notzuchtbelikte unb bergt.
Mitglieber ber Penzplatte haben auch in ben letztenJEagen unter Führung bes Othmar Steidle, eines Sohnes bes Tiroler Sicherheitsbirektors, wie- berholt 3nnsbrucker National soziali- st en zusammengefangen, im Auto an entlegene Orte geführt, ihren Opfern Maschinen- unb Rhyzinusöl emgegoffen unb sie bann irgendwo aus dem schnellf ährenden Auto geworfen. 3m österreichischen Landtag wurde Der Landeshauptmann darauf hingewiesen, daß unter den Heimwehrleuten, die jetzt „als Polizeiorgane auf bie Bevölkerung losgelösten unb aus öffentlichen Mitteln erhalten werden", zahlreiche Verbrecher finb. 3n Hirtenberg, Atzgersborf, Döhlau unb Pottenstein finb von ben nunmehr staatlichen Heimwehrschutzkorps bei 90 Mann 30 wieder- holt unb schwer Dorbeftraft. Bei biefer langen Aufzählung rief einer ber nieberösterreichi- schen Lanbesräte: „Das ist ber neue österreichische Stanbeftaat. 3eber Stanb verwaltet sich selbst, auch ber Stanb ber Verbrecher!"
.s'vch der Mittagspause legt ber Angeklagte Di- mitroff ein en neuen Beweisantrag vor. 21(5 der Oberreichsanwalt bittet, diesen Antrag als unerheblich abzulehnen, wirft Dimitroff dem Ober- reichsanwalt vor, er habe Angst vor seiner Frage. Der Oberreichsanwalt ersucht, diese Unterstellung, daß er aus Angst die Ablehnung des Antrages *
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Berlin, 29. Nov. (WTB.) Der Rcichswirl- fchaftsminister hat eindringlich bie Wirtschaft ermahnt, die Maßnahmen der Reichsregierung zur Arbeitebcfchaffung unb Wirtfch.iftsbelcbung nicht burch Preissteigerungen zu 3n Verfolg dessen ist er ...............
Verbänden, durch die Preise erhöht worden finb, in einer Reihe von Fällen eingeschritten, um bie Preise wieber auf ben früheren Stanb zu- rückzufuhren. Soweit einzelne Wirtschaftszweige dem Verlangen ber Re chsregierung auf Beibehal- tuna bes alten Preisstandes nicht entsprochen haben, beabsichtigt ber Reichswirtschaftsminister mit den schärfsten Mitteln Vorzüge he n. (Er hat bereits die Marktregelung eines Verbandes für nichtig erklärt und hat weiter heute die marktregelnden Verbände für Messingrohre, Schnellautomaten, stahl, geschweißte Stahlrohre, Kohlebürsten, Schleismittel, gewisse Sorten von Dachpappe, ersucht, die Preiserhöhungen binnen kürzester Frist rücfgä ngig zu machen, andernfalls er schärfste Maßnahmen, bie unter Umftänben bis Zur Aufhebung ber Marktregelung gehen werden, ergreifen wirb Was für bie Wa
renpreise gilt, muh auch für bie Preise f ü r handwerkliche und sonstige gewerbliche Qei ft ungen gelten. Der Reichswirtschaft». Minister hat sich entschlossen, ein Verdingung», fartell der BauwIrts cha f t wegen Geföhr. düng des Gemeinwohles für nichtig zu erklären, da bei einer Regelung den an der Verbindung Beteiligten durch das Kartell übersetzte Preise vorgeschrieben und die Geheimhaltung der Vereinbarung zur Pflicht gemacht worden mar.
Beschlüsse des Verwaltungsrates der Reichsbahn.
flünbiflunfl.frifteu für Rcichsbahnarbkiter verlängert.
Berlin, 29. Noo. (WTB.) Der Verwaltungsrat der Deutschen Reichsbahn befaßte sich am 27. unb 28. November mit ber finanziellen und Ber- kehrsentwicklung bei ber Reichsbahn. Einer geringen Abnahme bes Personenverkehr» im Vergleich zu 1932 steht eine Steigerung bes Güterverkehrs gegenüber. Die Tarifermößt- 3ungen seil 1929 haben in ben Güterverkehr»» in- nahmen eine Verringerung um rund 550 Miü. Mk., bas heißt um 16 Prozent herbeigeführt.
Der Verwaltungsrat genehmigt bie inzwischen erfolgte Aenberung ber Personalordnung für bie Reichsbahnbeamten, mit ber lang gehegte Wünsche ber Beamtenschaft er-
Leipzig, 29. Noo. (WTB.) Kriminalsekretär V r o s i g sagt aus, baß in Düffelborf eine Gift- rolonne gebildet worden war, die den Auftrag hatte, das Essen in den SA-Küchen bei einem eventuellen Aufstand zu vergiften. Die be- fchlagnahmten Giftmengen hätten nach dem Gut- X" der Sachverständigen ausgereicht, UM 000 Menschen zu vergiften Gegen die Beteiligten ist Anklage wegen versuchten Massen- morde» erhoben worden. 3n einer Geheimsltzuna beschlossen, ben Sekretär der .Ä?' Düsseldorf zu e r s ch i e ß e n und die Er- chießuna dann den Nationalsozialisten in Die vchuhe zu schieben. Der Täter wurde in ber Unfl sQll89cl0JL Gs allgemein baoon 5i\ Äen;Mroühr?rn' h«r «plante kommunistische Aufftanb in ber entmilitarisierten Rone des Rheinlanbes beginnen sollte 0
»D-r Angeklagte Di mit r o s f stellt wieber einige
GS. .fc«
ausgeschlossen unb abfurb. Der Zeuge erwidert dar- auf: Am 28 Februar 1933 wurde da» Gift b <. [dilagnahmt. Ein kommunistischer Galvaniseur hatte es in dem Betrieb gestohlen, in dem er bekräftigt war. Der Mann war früher Bezirksleiter des Spartakusbundes im Bezirk Niederrhein. Bei ihm fand man Mitgliedsausweise der KPD ber Roten Hilfe, RFB. usw. "
Der Angeklagte Dimitroff richtet wiederum eine Zulle von Fragen an sämtliche Kriminalbeamten Aad) kurzer Beratung de» Senates teilt ber Vor fifocnbe mit, daß bie Fragen Dimitroffs als unerhci
Aenberung des Kaffenarztrechls.
Berlin, 29. Noo. (WTB.) Am 28. November 1933 oerhanbelten bie Spitzenoerbänbe ber Aerzte unb Krankenkassen im Reichs- arbeitsminifterium unter bem Vorsitz bes Staatssekretärs Dr. Krohn über Henberungen bes Kos- senarztrechts. Es würbe ein Abkommen zur D e r- einfachuna ber bestehenben Honorar- regelung deschlosien. (Eine weitere Bestimmung sichert ben unverzüglichen Abschluß ber noch rückständigen OefanUDcrtrage. Kündigungen der Gesamtverträge finb bis $um 30. Juni 1934 nicht zu- lässig. Der Reichsarbeitsminister kann diese Frist dis zum 31. Dezember 1934 verlängern. Bereits ausgesprochene ÄünbL
daher, wenn auch mit Sträuben, die Politik der einseitigen Abrüstung aufgeben, deren weitere Verfolgung bei dem gegenwärtigen unglücklichen Zustande der internationalen Angelegenheiten nicht nur zwecklos, sondern auch gefährlich für uns sein würde."
Die englische Regieruna habe in Genf angeboten, lebe gewünschte Maßnahme zur Erzielung einer wirksamen Abrüstung zu unternehmen, wenn anbere Staaten basfelbe tun würden. „®ir können unsere gegenwärtige Unterlegenheit nicht weiter ertragen und wenn bie Gleichheit nicht durch Herabsetzung erzielt werben kann, bann muß bas Gegenteil eintreten, bann würben wir feine anbere Wahl haben, als auszu- r ü ft e n. Die angemessenen Schritte, um dafür zu sorgen, baß bas englische Weltreich in ber Luft minbeftens so stark i ft w i e irgenb ein anberer großer Staat, werden von ber Regierung geprüft."
3m Unterhaus würbe die Frage gestellt, welche Zeit bie englische Regierung zu einer Berftär- fung ber Luftstreitkräfte um 10 G e - s ch w a b e r benötige. Der Unterstaatssekretär für Luftfahrt, Sir Philipp Sassoon, erroiberte, baß es schwierig sein würbe, eine genaue Antwort zu erteilen. Alles hänge von ben Umstänben ab. (Eine Verstärkung in dem oorgeschlaaenen Maße könne in vier 3ahren burchgeführt werben. Hierzu fei auch der Bau neuer Flugplätze und bie Ausbildung von Fliege rpersonal notwendig. 3n einem Notzustano, wie es in einem
Reichswehrschühe Schumacher auf deutschem Boden erschossen.
Einwandfreie Feststellung der Grenzveriehung.- Die österreichische Heimwehr Lintersch.upf für Verbrecher.
hatten sich auch die übrigen,Fraktionen des Zentrums, der Deutschnationalen und der Deutschen Volkspartei aufgelöst — wird dieser Reichstag doch erst recht eigentlich ein wahres Spiegelbild der neuen deutschen Volksgemeinschaft -----sein. Dem neuen Reichspartament gehören nur Män- geroahlt roerben wird. Dagegen müssen die, ner arischer Abstammung an. Auch Frauen sind in
»<.<« ». ihm nicht mehr zu finden. Heber 600 von 661
I geordneten tragen das Braunhemd.


