Ausgabe 
30.11.1933 Drittes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

den Kampf gegen diesen Wahnsinn aufnahm. Der Redner erinnerte weiter an die vielfachen Leiden und Bedrückungen, die der Führer und seine Kämp­fer bis zum November 1923 zu erdulden hotten, wie Ihr Befreiungswerk vom 9. November 1923 schmäh­lich verraten und vereitelt wurde, dem Führer und feinen Mitkämpfern Festungshaft und neue Leiden in unerhörtem Ausmaß erwuchsen, dennoch der Kampf von ihnen mit ungebrochener Zähigkeit und Energie weitergeführt wurde, bis er zum siegreichen Abschluß kam

Da» deutsche Volk fei feinem Führer und^olk»- kanzler für das große deutsche Befreiungswerk allezeit tiefsten Dank schuldig.

Nunmehr gelte es, die zwei Millionen Nein-Sager vom 12. November noch auszumerzen, und soweit er sich dabei um Kommunisten handele, sie mit rück­sichtsloser Schärfe zu bekämpfen. Dabei sei es be- | sondere Pflicht der TA., den s)ebe( an der richtigen | Stelle anzusetzen, um kommun st ischenDolks-

und v o terla n dso erra t e 1 n f0r alle­rn a l u n s ch ä d l i ch zu machen. Den Dank an den Führer und Bolkskanzler für feine Großtaten zum Besten des deutschen Volkes brachte der Red­ner in dreimaligen, mit großer Begeisterung auf- genommenen Sieg-Heil-Rufen auf den Führer zum Ausdruck Anschließend wurde gemeinsam der erste Vers des Horst-Wesiel-Liedes gesungen.

vor Beginn der Versammlung und nach den Reden erfreute die T A. - R e s e r o e -K a p e l l e unter ihrem Kapellmeister Herrmann durch schneidige Märsche und ausgezeichnete Konzertmusik, die dos hohe Können der trefflichen Musikerschar eindrucksvoll bewiesen. Den prächtigen Darbietun­gen wurde mit Recht stärkster Beifall gespendet. Daß die TA.-Reserve kurz vor Schluß des Abends noch gemeinsam ihr SA.-Reserve-Marschlied fang, ver­steht sich von selbst.

Der Abend war für alle Teilnehmer ein erhe­bendes Erlebnis, dos noch lange in bester Erinne­rung bleiben wird.

Gereiieie Naturdenkmäler.

Ein Bo k und fein Wild werden vor dem Aussterben bewahrt.

Bon Herzoa D von Leuchtenberg.

Der Verfasser dieses Aufsatzes ist kürzlich von einem mehrjährigen Aufenhalt in Ame­rika und Kanada zurückgekehrt.

Indianer und Büffel: Wir kennen die traurige Geschichte eines stolzen Volkes und seines wichtigsten Zagdtieres, die beide vom weißen Mann solantze erbarmungslos bekämpft und verfolgt wurden, bis sie kurz vor dem völligen Aussterben standen. Er­freulicherweise hat man aber in Amerika gerade noch rechtzeitig die Notwendigkeit erkannt, für die Erhaltung dieser beidenNaturdenkmäler" etwas zu tun und sie vor der völligen Vernichtung zu bewahren. Schon seit längerer Zeit besteht eine Gesetzgebung, die den Indianern wenigstens die Er­haltung des kümmerlichen Bolksrestes, der von ihnen noch übrig geblieben ist, ermöglicht; man hat ihnen bekanntlich eigene Reservationen ange­wiesen und ist auch sonst bestrebt, sie auf jede Weise zu unterstützen und so wenigstens einen kleinen Teil der Schuld abzutragen, den die amerikanischen ,Fko- lonifatorcn" auf sich geladen haben. In den meisten Reservationen haben heute die Indianer freie Schule für ihre Kinder, In denen sie mit großer Sorgfalt erzogen werden und zu völlig gleichberechtigten Bürgern des Staates heranqebildet werden. Außer­dem wird sehr viel für die Gesundheit der Indianer getan; bei Erkrankungen genießen sie die ärztliche Behandlung in Krankenhäusern und durch eigens für sie angestellte Aerzte völlig umsonst. Endlich läßt sich naturgemäß auch die Kirche das Schick­sal der Indianer angelegen sein heute ist der weitaus größte Teil von ihnen getauft und besucht (selbstverständlich ebenfalls umsonst) die Kirchen. Daneben hat freilich der Medizinmann der Arzt und Priester zugleich zu sein siegt, seine Macht durchaus nicht vollkommen verloren und in vie­len Fällen beten die Indianer ebenso gläubig in der Kirche, wie sie anderseits Ihre alten Kultge- b r ä u rh e beibehalte n. Durch die Taufe be­kommt Der Indianer einen christlichen Namen; da- n^ben werden aber in den meisten Fällen die india­nischen Bezeichnungen beibehalten, die auch heute noch ebenso lang und blumenreich sind, wie wir es von den ^ndianergeschichten her kennen.

An feste Häuser haben sich die in den Reserva­tionen lebenden Indianer nur zu einem ziemlich ge­ringen Teil gewöhnen können: häufig leben sie noch ebenso in Zelten wie ihre Vorfahren und nur einige besondersFortschrittliche" haben sich Blockhäuser gebaut. Ein indianisches Zelt ist übrigens eine kei­neswegs allzu primitive Behausung: die Zelte sind sest und sehr geräumig gebaut und bieten durchaus genügenden Schutz vor den Unbilden der Witterung.

Ihren Lebensunterhalt bestreiten die Indianer teils durch Iaad und Fischerei, ferner spielt die Viehzucht (Pferde und Kühe) eine große Rolle, und endlich verschaffen sich die indianischen Stämme häuiig nicht unbeträchtliche Neb-neinnahmen durch verkauf selbstgefertigter Decken, Schuhe usw. an die zahlreichen Touristen, vielfach bekommen sie übri­gen» von der Regierung einen gewissen finanziellen Zuichuß (in Kanada sind es 20 Dollar pro Jahr), soweit sie in den Reservationen leben; dieser Zu­schuß stellt einen gewissen Ausgleich dafür dar, oaß der ehemals ausschließlich den Indianern ge­hörige Boden von den Weißenenteignet" word"n ist.

Daß Och die Regierung besonders um den Gesund- heitszustand der Indianer kümmert, ist schon des­halb notwendig, weil vielfach unter ihnen schw re Ernährungskrankheiten auftreten die Indian"r noss-n sich nur sehr langsam an die nor­malen Deköstia,innen an. weil sie jahrelang aewöhnt gewesen, ihren Nahrungsbedarf fast ausschließlich

von ihrem wichtigsten Iagdtier, dem Büffel zu decken. Der rapide Rückgang der indianischen Be­völkerung hängt sehr eng damit zusammen, daß mit dem Vordringen Der Weißen die Büffel au Tau­senden und Abertausenden erlegt und schließlich fast ausgerottet wurden, so daß den Indianern diele Nahrung kaum mehr zur Verfügung stand. Seit einiger Zeit, mit besonderer Intensität aber in den Jahren nach dem Kriege, wird daran gearbeitet, den Büffel wieder anAufieoeln, in den vereinigten Staaten und in Kanada sind riesige Düffel- »arte eingerichtet worden, in denen die Tiere in freier Wildbahn leben und sorgfältig geschäht wer­den. Der Abschuß des Büffels ist auch außerhalb dieser Schongebiete überall in Amerika völlig ver­boten.

Diese Maßnahmen haben sich erfreulicherweise außerordentlich gut bewährt, und heute kann man in Den großen Schutzgebieten schon wieder zahl­reiche Büffelherden beobachten wenn sie natür­lich auch nicht entfernt an jenes Bild heranreichen. Das Die kanadischen Steppen mit ihren Zehntausen­den von Büffeln noch vor etwa 50 Jahren dem Beschauer boten. Immerhin es geht wieder auf­wärts mit Dem Büffel unD Die Gefahr des Sius- sterbens scheint endgültig gebannt zu sein: man hat sogar durch staatlich Beauftragte Büffel ab- schießen lassen müssen, weil sich die Tiere so stark vermehrten, daß ihnen ihr eigentliches Schutzgebiet au klein wurde und sie in die unter Kultur stehen­den Gebiete herüberzogen, wo sie natürlich erheb­lichen Schaden anrichteten.

Es sind übrigens mehrfach versuche unternommen worden, durch Kreuzungen zwischen Büf­fel und Hauskuh eine besonders wertvolle Mischrasse zu züchten. Diese mit großen Mitteln unternommenen versuche müssen jedenfalls vor­läufig als fehlgeschlagen gelten, weil die Kreuzungs- Produkte schlecht schmeckendes Fleisch aufwiesen und nur relativ wenig Milch gaben, vielleicht gelingt es aber den noch immer fortgesetzten Bemühungen in dieser Richtung doch noch, die Schutzmaßnahmen für den Büffel auch wirtschaftlich nutzbar zu machen.

Buntes Allerlei.

Saae mir was Ou riechst ...

Der Geruchsinn spielt eine wichtige Rolle bei Er­regungen und Erinnerungen. Der amerikanische Psychologe der Eolgate-Unioerfität, Prof. Donald A. Laird, erhebt daher die Forderung, daß Aerzte und in erster Linie Psychiater auf die Unter­suchung der Geruchseigenart ihrer Patienten mehr Aufmerksamkeit verwenden müßten und daß auch die Lehrer aus den Reaktionen ihrer Schüler auf Gerüche viel für die Erkenntnis ihres Charakters lernen könnten. Seine Studien, die er an dem Geruchsinn von 254 hervorragenden Personen an- gestellt hat, führten zu dem Ergebnis, daß das Er­innerungsvermögen, vor allem das an roeihurürf- liegende Zeiten, durch nichts so gestärkt roiro, wie durch den Geruch. Laird führt merkwürdige Be­spiele für diese Arbeit des Geruchssinnes an. So schreibt eine Dame:Als ich 25 Jahre alt war, wurde Ich eines Nachmittags beim Lesen eines Buches plötzlich von zahlreichen Erinnerungen an meine Kindheit überfallen, die mir vorher ganz entschwunden waren. Besonders erinnerte ich mich an die Bücher, die ich als kleines Mädchen gelesen hatte. Ich konnte zunächst in dem Inhalt des Buches, das ich gerade las, feinen Grund für dieses plötzliche Auftreten so lebhafter Erinnerungsbilder erkennen. Da fiel mir auf, daß die Druckerschwärze

einen angenehmen Geruch ausströmte. Ich sah nun vorn im Buch nach und fand, daß e» in London gedruckt war. Ich hatte nur englische Bücher ge­lesen, und ich habe seitdem gefunden, daß -der englische und der amerikanische Druck sehr Der- schieden riechen. Oesters habe ich von nun an be­obachtet, Daß in London gedruckte Bücher bei mir Äinötjeitserinnerunqen auslösten." Eine andere Dame, eine Schriftstellerin, schreibt:Mit fremden Städten verbinden sich für mich ganz bestimmte Geruchsempfindungen. Der Geruch von Paris ist ähnlich wie Ahorn, vermischt mit den von rauchen­dem Hol,;. London riecht feucht, dumpfig wie eine alte Kiste Mit Der Vorstellung von Spanien ver­bindet sich für mich ein Geruch von Orangenblüten und frischem Holz, das in der Sonne trocknet. Ge­ruch ist eine der wichtigsten Quellen, aus denen sich meine Dorstellungswelt nährt." Eine andere Dame berichtet, daß der Geruch der Seife, die sie vor 31 Jahren bei einer Ueberquerung des Atlan­tischen Ozeans benutzte, ihr sofort das Bild des DampfersÄaifer Wilhelm II.", auf dem sie fuhr, oors geistige Auge bringt. Jeder der Untersuchten hat bestimmte derartige Assoziationen, und Laird glaubt, daß die Verschiedenartigkeit des Charakters sich daraus erkennen läßt.

Oer längste Roman der Welt.

Wie die Chinesen in ihren Enzyklopädien die bändereichsten Werke der Weltliteratur geschaffen haben, so Dürfen sie sich auch rühmen, in ihrer er­zählenden Literatur alle übrigen Literaturen an Umfang einzelner Werke zu übertreffen. Ein Buch, das als der längste Roman der Welt bezeichnet wird, ist jetzt Aum erstenmal in einer englischen Bebersetzung erschienen. Das Werk, das den Titel

Alle Menschen sind Brüder" führt, hat in Der englischen Ausgabe 1300 eng beDrutfte Seiten und eine Gänge, Die etwa das zehnfache eines Durch- schnittsromans ausmacht. Dabei ist diese Riesen- geschichte von der Uebersetzerin, Der Dichterin Pearl Buck, die lang in China gelebt hat und von Der auch bei uns einige Bucher Erfolg gehabt haben, noch stark gekürzt worden. Der BersaNer Dieser aus dem 13. Jahrhundert stammenden Erzählung, Die im Original alsShui Hu Chan" bekannt ist, ift in Dunkel gehüllt, aber von Anfang an war Das Werk von einem düsteren Geheimnis umgeben. Ein chinesischer Gelehrter berichtet, daß das Buch so böse sei, daß ein Fluch Dem Verfasser auferlegt wurde, demzufolge seine Nachkommen durch drei Generationen taub und stumm fein sollten, und da drei Generationen Der Nachkommen des Lo Kuan Chung taub und stumm waren, so ist er oft als der Schöpfer des Werkes erwähnt worden. Die Erzählung beschäftigt sich mit den Abenteuern einer Bande von 108 Männern, die aus der Gesellschaft ausgestoßen werden und in einem Gebirge Zu- flucht nehmen, indem sie eine eigene Gemeinschaft mit merkwürdigen Gesetzen und Gebräuchen be­gründen. Der Fluch lastete übrigens auf Dem Buch durch die Jahrhunderte, denn obwohl es heimlich sehr viel gelesen wurde, war doch die Lektüre zu verschiedenen Zeiten in China verboten Pearl Buck erwähnt ein Beispiel aus dem Jahre 1799. in dem ein kaiserlicher Erlaß die Zerstörung aller vor- handenen Eremplare anordnete und befahl, daß, wenn trotzdem das Buch noch weiter vervielfältigt würde, der verantwortliche Beamte sein (Behalt für sechs Monate verlieren, wenn er das Buch aber selbst lese, ein ganzes Jahr lang kein Gehalt be­kommen solle.

Wirtschaft.

Frankfurter Börse.

2ni(lag»börfe: schwankend.

3 r*n t f u r t a. M., 29. Noo. Der Beginn der Mittagsbörse stand im Zeichen größerer Käufe in Neubesitzanleihe, Deren Auftraggeber in­dessen nicht zu ermitteln war. Neubesitz eröffneten mit 16,75 um 20 Pfennig über gestern abend, zogen aber bald bis auf 17,10 an. Späte Reichsschuldbuch­forderungen paßten sich der Bewegung mit plus 0,25 v H. an. Dagegen waren Altbesitz zunächst ver­nachlässigt und 0,25 o. H gedrückt, konnten aber die­sen Verlust nach Den ersten Kursen wieder einholen. Von InDustrie-Obligationen waren Reichsbahn-VA. 0,13 v. H. niedriger, auch Stahlverein-Bonds lagen rückläufig. Besonderes Interesse zeigte sich wieder für Auslandrenten, insbesondere für Rumänen, Türken und Mexikaner, die 0,25 bis 0,40 v. H. ge­wannen.

Die Aktienmärkte wiesen bei Eröffnung im allgemeinen weichende Tendenz auf. Mit dem Ul­timo dürfte dies aber nur insoweit Zusammenhän­gen, als die Spekulation Gewinn« mitnahm. Nach Ausführung der Orders kam aber wieder eine freundliche Stimmung zum Durchbruch. Das Kurs- Niveau hat sich um etwa 0,50 v. H. nach beiden Sei­ten verschoben, von Montanpapieren lagen nur Phönix 0,25 v. H. fester, eine größere Einbuße ver­zeichneten Deutsche Erdöl (minus 2 v. H.). von Clektrowerten gaben Gessürel 1,75 v. H., Siemens 0,75 v. H. und Bekula 0,65 o. H. nach, während Rhein. Elektro 1,25 v. H. und Felten 0,50 v. H. ge­wannen. IG.-Farben eröffeten 0,65 o. H. gedrückt, konnten sich aber bald wieder auf 128,25 o. H. er­holen. Als gebesiert sind noch Aku (plus 0,50 v. H.) und Zellstoff Aschaffenburg (plus 2,25 v. H.) zu er­mähnen, Dagegen verloren Waldhof 0,5 o. H. von ihrem gestrigen Gewinn.

Der Verlauf brachte verschiedentliche Schwan­kungen. An den Aktienmärkten wurde es nach der erstenBörsenstunde sehr ruhig und die Erholung, Die nach Eröffnung teilweise eingetreten war, wurde vielfach rückgängig gemacht. Fest Iggen Kaliaktien, ferner waren Aku um weitere 0,90 o. H. auf 37,65 v. H. erhöht. Dagegen lagen besonders IG.-Farben 127,65 bis 128,25 bis 126,50, Reichsbank 173 bis 170,50, Licht 6-Kraft 101,50 bis 100, Phönix 43,50 bis 42,25 v. H., Buderus 72,50 bis 71,50, Gelsen- kirchen 56,50 bis 55,25 und Deutsche Erdöl 105,50 bis 106,50 bis 105 schwach Auch Neubesitz konnten ihren Gewinn nicht voll behaupten und gingen bis auf 16,85 v.H. zurück.

Am Psandbriesmarkt mären Goldpsandbriefe fast sämtlich unverändert, während Äommunal-Dbliga- Honen vereinzelt etwas anzogen. Stadtanleihen lagen im engen Rahmen uneinheitlich, Staats- und Länderanleihen unverändert. Tagesgeld war stärker gesucht und wurde um 0,50 v. H. auf 3,75 v. H. erhöht.

Abenddörse: zurückhallenD.

Nach den lebhaften Schwankungen der Mittags­börse machte sich an der Abendbörse eine ge­wisse Unlust bemerkbar, die sich in verstärkter

Zurückhaltung äußerte. Berschiedentlich mag auch noch etwas Material aus Gewinnmitnahmen herausgefommen sein, so daß Momente, wie die Festigkeit des Dollars und der Neuyorker Bors«, un­beachtet blieben. Die meisten der wenigen Papiere, die zunächst zur Notiz kamen, lagen auf Berliner Schlußnioeau behauptet. Später neigte die Haftung jedoch eher nach unten, und die Kurse bröckelten meist etwas ab. Zellstoff Aschaffenburg verloren !,$> v. H., andererseits waren Aku um 0,50 v. H. und Reichsbank um 1 v H. erhöht. Am Rentenmarkt herrschte die gleiche Situation, insbesondere ließ das Geschäft in Neubesitz stark nach, und diese An­leihe notierte mit 16,70 bis 16,40 um 30 Pfennig niedriger. Altbesitz tarnen mit 90,75 unverändert zum Kurs, soäte Reichsschuldbuchsorderungen gaben um 0,40 v. H. nach. Neubesitz 16,70 bis 16,40, Alt­besitz 90,75, Schutzgebiete 8,45, Reichsbank 171 bis 171,25. Harpener 85, Phönix 42,50, Rheinstahl >6, Aku 38 bis 38,25, Hemberg 44,50 bis 43,75, IG - Farben 126 bis 125,50, Gessürel 86,50, Zellstoss Aschaffenburg 36,75, Zellstoff Waldhof 50 bis 49,75, Reichsbahn-VA. 107,50, Lloyd 11,90.

Frankfurter wetretvebörsc.

Frankfurt a. Ti., 29. Noo. Die feste Stim­mung hielt zwar an, au nennenswerten Preis­erhöhungen ist es indessen nicht mehr gekommen. Bon Brotgetreide war Roggen weiterhin bevorzugt, doch lag auch Weizen etwas angenehmer. Das An­gebot war allgemein knapp Mehle lagen ruhig und unverändert, Futtermittel blieben bei knappem An­gebot feft Es notierten: Weizen 194, Roggen 170, Braugerste 181 bis 183,50, Hafer 142,50 bis 145. Weizenmehl SpcA. 0 mit Austauschweizen 28,75 bis 29,65, do. ohne Austauschweizen 27,25 bis 28,15, Roggenmehl 0 bis 60proz 23,50 bis 24. do. südd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,75 bis 10,85, Rog- genfleie 10,35 bis 10,60 Mark. Allgemeintendenz: stetig.

frankfurter Lchlachtviehmarkt.

Frankfurt a. TL, 30. Noo. Dorauftrieb: 69 Rinder, 1093 Kälber, 607 Schafe, 567 Schweine. Es kosteten Kälber 20 bis 37 Mark, Schafe 16 bis 26, Schweine 44 bis 49 Mark. Marktverlauf: bei allen Biehgattungen langsam.

Allgäuer Butter« und .Käsebörfe.

Kempten, 29. Nov Allgäuer Molkereibutter 1. Qualität 125 (zuletzt 125), dito 2. Qualität 123 (123), Landbutter 116 (116). Rahmeinkaui mit 43 Fetteinheiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123). Allgäuer Weichkäse mit 20 o. H. Fettgehalt, grüne Ware, 23 bis 26 (23 bis 25). Markttage: freundlich. Allgäuer Emmenthaler mit 45 o. H. Fettgehalt 1. Sorte 70 bis 72 (70 bis 72), 2. Sorte 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage: ruhig. Die Preise sind Er- zeugerverkaufspreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund.

Sprecununden der Älcva'tion.

1130 bis 12 30 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beichlossenen Dividende an. TeidjsbanfDistont 4 v H Lombardzlnsfuß 5 o. H

frrannur

ri

fitr

C*<biuii, furt

e5d>'.u|i!. et-tub.

C*d>IUR- tur#

Pliifo* Mrfe

Oatum

n. ti

29-11

28.11

2911.

% T-#ui1<*)f KdcboanlellK o 1927 % fhf m.7% Ti «cldxonl. d. 19jj

Dounfl-flnlrtbf oon 1930 Seutidw ?lrti..eblöl.-6diul6 mit ilu.-lul -tRrdjkn ohne eiuelv, Rechte

% rb#tn tf% HeN »olltNoat ifltg (rückzadld ioj%)

% Dell tianfetbanl Tarmfiabl Gl-ld R \ 3

dell Vant-H^C-apotbfttn*

dank eartnftaot «taut

ObtdKllen -tiruoliu-anlrtSr mit fluilol.-iNrdirtn

®fui|d* flom« SammelaN Sn- letbr eerie l alt Auloi.-Siectuen

% cbein 8% Frankl OOP.-Öanl «olDoft. 15 untunbbar 6t# >SU S% eben. T% frranfi fnp .«an!

olftple. 1« u I 61? 11)34

654% ehem < ' ifl bWM

Banf-etflu -x: *iw e 654% ebem Hbdntldw

V« P-iHant-v w u.

6% ebem 8% it tfanbrlDfanfr ortrfanftalt, 8|an ob riefe N 19 % edcrn. 2% l<r 8anbc«p|an> brtefanftalt. tllanobnele K. 10 CtrurrauTldi iSrrwtmunathiri

4% C<Utn#td)ii3K »uterrnu MO% CdtrnddiilAf cübeaente 4% Ungarlfdit ®olbttiUe

4% Ungarn* ®taaxftente. 1910

Mal oon 1918

1% abflcfi. Gold Mexikaner oon 99 4% tfirfifdx flt-nanlefl'e oon 1911 4< turfllfl« iy«|ba61-j6Ti-flnl«5f

93 100 0.75

91 16,55

91,75

91

90

85,5

a.s

91.25

90,25

91.25

92

92 »5.25

15 ,975 5,25 5.25

6,1 5.2

93 100,25 91

90,75 16.4

91.5

91

90

86

88

91.25

91.25

90,25

91

92

92 95.13

15,75

5,25 5.4 5J 7 9,3

93,13 100 0.5

0,75 16,4

92

91

88.75

92

92 95,13

15,16

1 5,25 5.25

*.d 7

9,2

93.13 100

91

90.75 16.7

91,5

91

88,75

92.25

92 95,13

16,25 0.95 5,05 5,05

1 5,3

7.13

! 5,4

^rantur a. Pl

Berlin

e^dituB» furt

edjiuti.. »btnb- b#r

Mr»

e-aiuti!

VN Ü4» b»rfe

"Datum

28-11

29-11-

28.11.

29.11

4% etrit II

5% Rumän oereint). Rente v. 1903 4H%lRum4n.Bereint).Mentet). 1913 4% Rumaniftbe oeretnä. Sterne . i 14% Anaiolt.-r ...

cambutg.iamenfa»«alet 0

pamburg-SüDam. Dampflchtss 0

vanla-DamvfsmtN .. 0

«orbbeurtmer Lloyd ..... 0

2.G lür Gerieten)roelen 9Ul 0 «etlüter ©anbelegefellfthaft 4 ttommeri1 und Prwatifianl 0 leutfiiie Bant unb Dioconto-

®eleU|djali...............0

TtHbner Bant.............. 0

ÄrtdUbanf .............. tt

UM.....................o

Öehda .................... o

«efa. LtefeningsseieMLaft .. 6

LiLi unb (haft 6

Jelttn & Guilleaume . 0

®eleUfi).f.(Jleftr Unuartmuna. 5

Kdetntlcde erietlTtfUdl .. 6

Sdiudrn S kLo. »

iwtnene Ä Halske............ 7

8abm»D«Sita. ............ 10

AuDenii . .....ee.eee.. 0

frutldx «rvLI .............. 4

eilenftrtbene*..............0

darvenee ...............0

6.x'4 (hfen.. 0

Jlfe Setfl bau 4

;> Beroda» eennjw........ 4

ÄiMntnrtrtt ...... o

' . - r-rtma-MUtwi........«

5.2

3,9

6,5

3.4 24.75

H.25

12 54,5 86,5

47

56,5 59,5

173

22 1235 93.5

101

19.5

90

92 7.25 '44.5

«15

72 >07.5

56 87

105 59.5 65.25

5,3

4,1

6,7

3.4

25

11.9

55 86,25 46.25

55

59

171,25

>22.13

93.5

100

49

86.5 93,25 96.25

143 114.5

71,5 105,5 55.25

15

105

58 63.29

5.2

3.2

24,9

10.9

11,9

54.13

86,25

47

56

59.5

172

2175

122.5

93.5 '00.5

49

88.75

91.5 97

'44.5

115

72,75

106.5

55.65

86.9

65.5

103,5 59.5

64.7»

5.5

4,15

6,5

3.3

25.25

10.9 24.4

11,75

58.75

86

46.5

55 59 170,25

22 122.4

93.5 99.25 49,25 87,13

93

96,25 143

114.5

71,5 104.26

M.13 85

64,65

104

57.75

63 5

^ranirun a. FI

8enu

<*®iuS- hirt

ed>iuüt. Mbenb- b4r<-

ur«

IRma* bSrl«

Datum

28.11.

29-11.

28.11. 29.11.

<Xant|elbCT Bergbau......... 0

toMrocrfe 0

PdonU Bergbau ............0

RbtinMe Braunlodlen .....10

WbrinftaljJ 0

bereinigtetafclroer!e........0

Ctanl Minen . ........0

taltroerte Alkersleben........6

SaUwerte Westeregeln........5

Baltroerfe caUberfurtb.....7%

3. (Wrben.JnöBftn«....... 7

cdjdbeanftall ......... 1

G?lblck>mldt ...............0

«ütgertroerfe ............ 0

26,25

43

88.13

36,5

13

118,5

118.5

151

128,25

179.5

47,75

54.75

25

42,5 195

86

36

12.75 119

118 25

155

125.5 179

48

53.5

25,9 85.9 42.5

194,5 87.75 36,13 12.65

118 117.5 150,5

127,5

471 M.75

25.4

84.4

42,5

86

35.65

12.5

119

118.5

153.5

'26

48.75

53.25

62 75

63

63

63,5

Obtltvv Hol-mann........... <

Äeaierutvcd Herbelbertz ......0

1 s

1 85

i?

85

SdmUVtt «asenbof« ......

2Uu (ÄUflememe tunMdSt) .. t

Betnberg <

fierftcli eafbbof ...........0

Zellt!,'« filSaffeefaite .......0

teilauet Gas

Totaler iRotottu ............ < ieuttfte Linoleum ........... < Crm'trtn Aoepd .......... t Seonbarb Hetz ...... 0

Hase .................10

eetuaulamtrn^oScÄ ....... 0 isnrt^nenn.........

36,25

42.5

50

4.5

L

16.5

44,5

175 144.25

38.25 43,75

49,75

38.75

314 44,5

>6.5 1454

174 144,5

93,25 35.75

41.9 49.5

91,9

37.75

44,5

50

114.75

33.13

44,5

32.75

16,4

144,25

175

144.5

113,75

31,5

44.5

32

16

145.5

>74 143,75

eninet............... oi 22.13

-

224

224

tRainfraftoede a_WL*.. 4

0b6rud6et findet ......... 1

69.25 1179.75

374.5

I m3

175

Devisenmarkt Berlin Jrankfnri a. M

28.71 owm her

29.7loecnb«r

tlraiiidw

Höherem) Arie

«mrli»< flleth

Tiehcrunti ynr

t*!Hngf*8 ..

6.104

6,116

6.104

6.116

toten ......

48.05

48.15

48 05

43.15

Prag ......

12.415

12.435

12.415

12.435

«udaoetz ...

L.'f-a .....

3.047

3,053

3.047

3.053

Holla» ...

168,83

169,17

168.68

169.02

C4U> .....

69.43

^9.57

69.28

63.42

Ooventzageu.

61.69

61,81

61.59

61.71

Stetfboltn

71.23

71.37

71,13

71.27

London . .

13.82

13.86

13.79

13.33

Buenos

0.963

0.967

0.963

0.967

Weugod .

2.722

2,721

2.657

2.6f3

»rüilei.....

58.24

58.36

58.21

58 3

Hraltee.....

22 05

22.«

22.09

2? 13

%arM ......

16.39

16.43

18.40

16.44

LLwetz ....

81,12

61.28

81.20

81.36

Spanten ....

4.27

34.33

34.27

34.33

Tan^ig.....

8147

81 63

81.47

81.63

3apan .....

0.821

0,823

0.819

0.821

Rio be 3«n.

0.229

0,231

0,229

0,231

tt**'

5.295

5.305

5.295

5.305

CJiaban ....

12.60

12.62

12.59

12.61

Bantnoten.

Berlin, 29.3t« mber

«eli-

Ämenfanilcbe #atm.............

Cdflfld* Hotel ................

Ttirtfdw Koten .................

8nglt1<tw Koten .................

Äranfoftid» Katta ...............

KoUanbtfAe Sctea...............

Jtolientllx Ke«...............

WotK-'jtiöe Koten ..............

leuri Ceftmei* 6 100 Sdbütos 8him4rrtfd* Noten...............

tzSseotlLe Noten...............

kL-oetzt Koten.................

EvamiLe iietta.................

Uaeati* V oten.........

es« 1

2,63 58,29 61.57 13.81 16,42

168.94 22.05 69.39

fl-s 34,27