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30.11.1933 Drittes Blatt
 
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Nr. 281 Drittes Blatt

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 50. November (955

Raffenhygienische Fragen vor der SA-Reserve.

Oer Führer der oberhefsischen Aerzie, Sturmsührer 0r. Kranz-Gießen, (pncht vor rund 1000 SA-Kameraden über die rasienhyqienischen Ausgaben des deutschen Volkes. Gutes geistiges Rüstzeug zum Kampf für das Werk des Führers.

Gießen, den 30. November 1933.

Gestern abend versammelt« sich der Sturm- b a n n i d e r S A. - R e s e r v e 1 1 6 im Cafä Leib, um einen Vortrag anzuhören, der diesen politischen Soldaten Adolf Hitlers das geistige Rüstzeug zum Kampfe für das Werk des Führers und Volks­kanzlers an die Hand geben bzw. es noch verstärken sollte. Etwa tausend Kameraden der SA.-Reserve hatten sich unter dem Kommando ihrer Sturmfüh­rer eingefunden und füllten den Saal des Eaf6 Leib bis auf den letzten Platz.

Der Abend stand unter der Leitung des SA.- Reserve-Sturmbannführers S o l d a n (Gießen), der mit den Kameraden seines Stabes auf der Bühne Platz nahm, wo im Verlaufe der Kundgebung auch der mit der Führung der SA.-Reserve-Standarte

beauftragte Sturmbannführer M ü n k e r (Gießen) erschien.

Sturmbannführer Soldan-Gießen

betont nach seinen Begrüßungsworten, daß der Abend den dienstjungen SA.-Kameraden die Mög­lichkeit geben soll, die Weltanschauung des Natio­nalsozialismus kennenzulernen, damit sie sich ein­gehend mit dem Sinn und dem Ziel der national­sozialistischen Bewegung befassen können. Jeder SA.-Kamerad möge das, was er hier hört, in sich aufnehmen, es in sich verarbeiten und weiterver­breiten, damit das Ziel unseres großen Führers erreicht wird.

Der Führer der NS-Aerzieschafi Oberheffen Är. Kranz-Gießen

spricht hierauf über das Thema:Unsere ras­senhygienische Aufgab e".

Die Geschichte des rassischen Verfalls unseres deutschen Lölkes hat mit der Machtergreifung Adolf Hitlers ihren Abschluß gefunden. In letzter Minute sandte uns ein gütiges Geschick einen Führer, der Held, Genie und Staatsmann zugleich die

Volkes verstand, seinen schlummernden rassischen Instinkt weckte und mit einer neuen Weltanschauung ein neues Jahrhundert, ja vielleicht ein neuesJahrtausenddeutscher Geschichte eingeleitet hat.

Als ein ganz Großer hat unser Führer in das Rad der Geschichte eingegriffen. Er hat die Saite des Blutes im deutschen Volke zum klin­gen gebracht und den Anfang geschaffen für die unzerstörbare Volksgemeinschaft eines nordisch bedingten deutschen Herrenvolkes.

Die Voraussetzungen sind nunmehr geschaffen. Durch einen zähen, opferbereiten und blutigen Kampf der SA., der Getreuesten unseres Führers, ist die Macht im Staate errungen worden. Jetzt gilt es, die vielen, die bisher abseits stunden und das gewaltige Geschehen einer Zeitenwende nicht begriffen, zu gewinnen und zu aufrichtigen und opferbereiten Mitkämpfern zu e^ziehen, ihnen den Ab­

grund zu zeigen, von dem uns unser Führer zu­rückgerissen hat und ihnen klar zu machen, wofür ein S ck l a g e t e r fiel, wofür ein H o r st Wessel abgeschlachtet wurde, wofür ein Herbert Nor - k u s sein junges Blut und Leben hingab.

Mit der Erringung der Macht ist unsere Auf. gäbe nicht erfüllt, jetzt müssen wir unsere Ideen in die Tat umsetzen. Ungeheure Aufgaben und Pflichten erwachsen vor uns, die wir aber genau so zwingen werden, wie wir das ver­gangene materialistisch.liberalistische Zeitalter in die knie gezwungen haben, wenn wir treu sind unserem Führer und von unserem Wege keinen

Schritt abweichen.

Ein beinahe tragisch zu nennendes Geschick hat unsere Generation in diese Zeitenwende gesetzt, bat uns in den Schrecken des größten aller Kriege und auch in der Schmach der Nachkriegszeit großwerden und formen lassen. Wir haben aber dafür den Um­bruch erkämpfen helfen und ein neues Morgenrot schauen dürfen. Was wir für unsere Arbeiten und Kämpfe verlangen, sind nicht wirtschaftliche Vor­teile, sondern einzig und allein die Gewißheit, daß nach uns glückliche und gesunde Ge­schlechter kommen mögen, die das vollenden, was wir begonnen haben.

dern weil die alten Leute älter werden. Darin liegt die nur scheinbare, die trügerische Zu­nahme unseres Volkes begründet. Wenn diese Ent­wicklung sich fortsetzt, werden in wenigen Jahr­zehnten bei uns mehr Greise vorhanden sein, als Kinder geboren werden.

Was dann aus unserem Volke wird, sollte jedem klar sein. Ein anderes wachsendes Volk wird dann nicht vor unseren Grenzen Haltmachen, wenn es weih, daß in Deutschland so viele Greise wohnen.

Betrachten wir die Fruchtbarkeit un­serer Nachbarvölker! Die Beoölkerungszahl geht auch in Frankreich zurück, trotzdem hatte man dort im Jahre 1930 noch eine höhere Ge­burtenziffer als in Deutschland. In Frankreich wird der leere Lebensraum von fremden Völkern (Ne­gern usw.) ausgefüllt. Daher ist S ü d f r a n k - reich schon weitgehend bastardisiert. In Marseille allein sind heute schon 25 000 Schul­kinder, die aus Ehen zwischen Schwarzen und Weißen stammen. Frankreich ist sich darüber klar, daß die Neger auf einmal ihre Ansprüche an­melden werden. Dos französische Volkstum wird eines Tages verschwunden fein. Von diesem Rasse­gesichtspunkt aus betrachtet, wird manches klar. Frankreich will bei dieser Lage, daß es Deutsch­land nicht gut geht. Das ist auch der tiefere Sinn des Versailler Diktats: die rassische Ver­nichtung unseres Volkes! Denn sonst wird ja Deutschland das mächtigste Volk in Europa werden!

von diesem Gesichtspunkte aus muß man die große Sendung unseres Führers betrachten, daß er als erster Staatsmann Europas die unge- heure Bedeutung der Rassenkunde begriffen und in die Tat urngeseht hat.

In Italien ist heute unter der Führung Musso- linis wieder ein wachsendes Volk zu sehen, das seinen Ueberschuß dorthin bringen wird, wo leere Räume entstanden sind. Polen heute mit einer Einwohnerzahl von 30 Millionen, hat sich in den letzten Jahrzehnten um 20 Prozent ver- mehrt. Wenn das so weitergeht, wird Polen im Laufe der nächsten Jahrzehnte auf annähernd 60 Millionen Menschen kommen. Wir dagegen werden auf 50 ober 40 oder gar 35 Millionen zurückgehen. Ob uns der deutsche Osten dann weiter ge­hören wird, wenn ein junges, wachsendes Volk der Polen dort steht und wir ein Volk von Greisen sein werden? Und sehen wir auf die Asiaten!

China hatte im 18. Jahrhundert 149 bis 157 Millionen Einwohner, im Jahre 1923 waren es 436 Millionen. Aehnlich ist die Entwicklung in Japan.

wenn in unserem Osten der slawische Einbruch erfolgt ist, dann wird der asiatische Despotismus folgen und Europa verloren sein, von diesem Gesichtspunkt aus gesehen hat unser Führer eine rassische Sendung für das ganze Abendland zu erfüllen.

Wenn gesagt wird:Wir Haden so wenig Kinder, weil es uns wirtschaftlich außerordentlich schlecht geht", so ist das nur bis zu einem gewissen Grad richtig, in der Mehrzahl der Fälle aber nur eine be­queme Ausrede. Die Geburteneinschränkung haben diejenigen begonnen, denen es wirtschaftlich noch gut geht, die andern haben es nur nachgemacht. Unsere Großeltern waren wirtschaftlich schlechter gestellt als wir und hatten trotzdem mehr Kinder. Schuld an unserem Geburtenrückgang ist nur der Verlust unseres Rassegewissens, der Individualismus und Materialismus, die Bequemlichkeit, der Luxus, der Mangel an Volk- und Rassenbewußtsein.

Wir müssen wieder dahin kommen, daß die deutsche Frau ihr Glück findet in einer großen Zahl von gesunden Kindern, daß sie mehr Freude hat an einem rassischen Kind in der Wiege, als an einem rassigen Mercedes-Benz. Es darf so wie bisher nicht weitergehen, denn sonst hätte die Sendung Adolf Hitlers und der Kampf der SA. nichts genützt. Wir müssen pro Familie im Durch sch nitt 4 Kinder haben, wenn wir unseren Bestand des volks- körpers erhalten wollen. Rur ein wachsendes Bolt hat Anrecht auf Lebensraum, ein sterbendes

Volk hat dieses Anrecht nicht!

Wichtig ist aber nicht allein die Volkszahl, sondern auch der Volkswert. Im Kriege sind die besten, die wertvollsten deutschen Menschen ge- fallen. Das sind Verluste, die nie wieder einzu­bringen sind. Im Hinblick auf diese Opfer ist es ganz sinnlos, wenn unsere Gegner sagen, wir rüsteten zum Kriege. Wir wissen, was Krieg heißt, wir wissen, daß wir in einem neuen Krieg wieder die Besten des Volkes verlieren würden, daß das für uns den rassischen Tod, den Untergang unseres Volkes und den Untergang des Abendlandes über­haupt bedeuten würde. Wir wollen ein wehrhaftes Volk fein, aber wir wollen keinen Krieg!

Was ist Nationalsozialismus?

Wenn Sie mich fragen:Was ist Nationalsozia­lismus?", so kann ich darauf antworten:

Rakionalsozialismus ist nichts anderes als in die Tat umgefehte Rafsenkunde. Der Rational­sozialismus baut auf den Raturgesehen auf. Er Zieht die Ruhanwendung aus den biologischen Erkenntnissen. Er ist nichts anderes als die Zu­sammenfassung logischer Folgerungen aus den ewigen Gesehen der Ratur.

Daher sind wir Wecker und Verkünder eines natur- gegebenen Selbsterhaltungstriebes unseres Volkes.

eher unserer Weltanschauung steht das große Wort unseres Führers:Gemeinnutz geht' vor Eigennutz!" Nach diesem Wort geht das Wohl der Gesamtheit unseres Volkes vor dem Wohl des Ein­zelnen. Daher haben wir das Wohl der Volks­gemeinschaft unserer Nation zu pflegen. Wir müs­sen in erster Linie Gesundheitspflege des ganzen Volkes treiben, erst in zweiter Linie Gesundheitspflege des Einzelnen. Jeder von uns ist nichts anderes als das, was er von feinen Vorfah­ren ererbt hat. Daher müssen wir auch Pflege der Erbmasse, der Erbgesundheit trei­ben.

Die Pflege der Erbgesundheit ist entscheidend für die Zukunft unseres ganzen Volkes. Darüber hinaus ist die Wesensart, die kulturelle Be­gabung und Leistung eines Volkes bedingt durch die rassische Zusammensetzung eines Volkes und durch seine Rassenseele. Für die Leistung eines Volkes ist immer verantwortlich ein ge­wisser Rassenbestandteil. Diesen Rassenbestand­teil und für unser Volk ist es der nordische Rassenanteil zu pflegen ist eine der Haupt­aufgaben des Rationalsozialismus. Deshalb auch Rassenhygiene.

Das vergangene marxistische und liberalistische Zeit­alter hat die Sorge um das Wohl des Einzelnen außerordentlich übertrieben. Darüber ist beinahe unser Volk zu Grunde gegangen. Wir National­sozialisten glauben nicht an die frühere Redens­art:Geht es dem Einzelnen gut, dann auch dem Volke". Dem Einzelnen kann es nur gut gehen, wenn es d e m ganzen Volke gut geht. Die Minderwertigen wurden bisher groß-

gezogen, und man sorgte auch noch dafür, daß sie sich fortpflanzen konnten. Die Gesetze der Natur hat man außer Acht gelassen. Man muß sich dar- über entsetzen, wie früher Ehen geschlossen wurden. Man hat nicht nach der Gesundheit der Ehe­schließenden und chrer Vorfahren gefragt, sondern nach dem Geldbeutel. Man hat auch nicht nach dem Rassischen gefragt. Durch solche Eheschließungen ist nicht nur Unglück in den Ehen entstanden, wenn die minderwertigen Kinder kamen, sondern auch wirtschaftliche Opfer in unerhörtem Ausmaß waren zu bringen, für die dann meistens der Staat auf­kommen mußte.

Das Leben ist nichts anderes als ein steter Wechsel am Werden und vergehen. Der Sinn des Lebens ist nichts anderes als die Fort­pflanzung und Erhaltung der Art.

Wir sind, was wir unseren Vorfahren verdanken, unsere Kinder sind das, was sie uns verdanken. In diesem Sinn werden wir unsterblich sein, wenn wir das Erbgut von unsren Vorfahren gesund erhalten und auf unsre Nachkommen übertragen. Früher wurde gesagt:Ein Volk muß eines Tages einmal unter­gehen, genau wie der einzelne Mensch." Wir Natio­nalsozialisten stehen nicht auf diesem Standpunkt. Der aus vielerlei Organen und Zellen zusammenge­setzte Einzelmensch muß eines Tages sterben, weil die verbrauchten Organe und Zellen nicht durch neue ersetzt werden können. EinVolk braudjt aber nicht zu sterben, weil es die einzelnen Zellen und Menschen durch die Fortpflanzung immer wieder ersetzen kann.

Es gibt daher keinen biologischen Völkertod, sondern nur einen Rasseselbstmord.

Die alten Kulturvölker sind untergegangen, weil sie gegen die ewigen Gesetze der Natur verstoßen hat­ten: weil sie in den hochwertigen Volksschichten die Kinderzahl herabsetzten, die Minderwertigen aber ihre Kinderzahl erhöhten und infolgedessen die Min­derwertigkeit sich stärker fortpflanzte: weil sie sich mit wesensfremden Rassen vermischten. Wir Na­tionalsozialisten haben das erkannt und sagen: Unser Volk braucht nicht zu Grunde zu gehen, wenn es nicht will! Ein Volk geht nur dann zu Grunde, wenn es den Willen zum Leben verliert.

Deutschlands VevMenmgsbeweglW im Kreise der europäischen Völker.

In Deutschland hat leider das Zwei-Kinder-System allmählich überall Eingang gefunden. Im Jahre 1876 kamen in Deutschland auf je 1000 Einwohner über 42 Geburten, im Jahre 1931 aber nur noch 15 auf je 1000 Einwohner.

Diese Zahlen bedeuten, daß wir ein schrumpfen­des und sterbendes Volk geworden find.

Im Jahre 1890 kam auf jede dritte Frau im gebärfähigen Alter ein lebendes Kind, im Jahre 1910 nur noch auf jede vierte Frau, 1925 nur noch auf jede siebente und 1930 nur noch auf jede achte Frau ein lebendes Kind. E s fehlen uns jetzt bereits jährlich 300000 Kin­der zur Erhaltung des Bestandes un­

seres Volkskörpers! Die Zahl der Ab­treibungen in Deutschland ist nach vorsichtigen Schätzungen jährlich auf rund 500 000 zu bemessen. Wenn wir nur die Hälfte davon als wertvolle Menschen annehmen, dann können wir uns vor­stellen, welchen Aderlaß das für unser Volk jedes be­deutet. Dieser erschreckende Rückgang unserer Ge­burtenzahl ist auf völkischem Gebiet van ausschlag­gebender Bedeutung. Welche Folgen hat dieser Rückgang für unsere Wehrkraft! Wenn das so weiter geht, wird Deutschland im Jahre 1975 nur noch die Hälfte der heutigen waffenfähigen Men­schen haben. Zwar hat unsere Bevölkerungsziffer in den letzten Jahren noch zugenommen, aber nicht dadurch, daß mehr^ Kinder geboren werden, son­

Die Zukunst unseres Volkes.

Die Zukunft unseres Volkes liegt in den Kindern. Unter dem früheren System hat man den Verbrechern und Idioten Paläste gebaut, in kümmerlichen Wohnungen aber sind unsere wert­vollen Arbeiterfamilien verhungert. Heute kostet in Deutschland ein Strafgefangener jährlich 1200 Mk. Menschen mit angeborener Blindheit kosten den Staat 26 000 Mk. für ihre Ausbildung. 10 000 Schwerverbrecher kosten jährlich 10 Millionen Mk. Das Geld für diese Minderwertigen muß aber auch der Arbeiter opfern.

An Unterhaltungskosten stehen pro Kopf und Tag zur Verfügung: für einen Verbrecher 3,50 Mark, für einen Geisteskranken 4,50 Wart, für einen Fürsorgezögling 4,85 Mark, für einen Krüppel 6 Mark, für einen Taubstummen 6 Mark dagegen für einen gesunden deutschen Arbeiter 2,50 Mark, für einen qualifizierten Angestellten 3,50 2Nark. Der preußische Staat gibt jährlich aus: für einen normalen Volks­schüler 125 Mark, für einen Hilfsschüler 573 Mark, für einen bildungsfähigen Geisteskranken 950 Mark, für einen blind- und taubgeborenen Schüler 1500 Mark.

Und dabei war die Fortpflanzung der Minüerwerti- gen bisher stärker als die der Gefunden!

Die Sorge um die Erhaltung unseres nordischen Erbgutes muß im Mittelpunkt unserer Politik stehen. Nordisches Blut ist das Bindeglied aller Deutschen. Das deutsche Volk ist heute immer noch ein nordisches Volk, über 50 Prozent nordisches Blut fließt noch im deutschen

Volkskörper. Die Volksgemeinschaft ist nur möglich in dieser alle umschließenden Blutsgemeinschaft. Der Rasienbegriff bildet für uns den Anfang und Ausgang aller Grundwerte völkischen Lebens. Ras- senmischung bedeutet Rassen-Seldstmord und Dolks- tod. Die Rassenmischung können wir uns nicht leisten.

In diesem Zusammenhang ein kurzes Wort zur Judenfrage. Die Juden sind fein reinrassiges Volk, es ist daher falsch, von einer jüdischen Rasse zu sprechen. Der große Blutsanteil des jüdischen Volkes ist der vorderasiatische. Diesen Blutsanteil können wir nicht brauchen. Wir als Nationalsozia­listen fühlten uns verpflichtet, dieses Problem, das auck Bismarck nicht anzufassen wagte, in An­griff 3U nehmen. Denn der jüdische Einfluß bei uns war schon hunderprozentig. In Berlin waren von 3450 Rechtsanwälten 1925 Juden, in Frankfurt am Main von 659 Rechtsanwällen 432 Juden. 30 Pro- zcnt der deutschen Universitätsprofessoren waren jüdischer Abstammung. In Berlin waren schon im Jahre 1928 von den Aerzten 52 Prozent Juden, die führenden Anstalten waren fast alle in jüdischen Händen. Die Berliner Theaterleiter waren zu 80 Prozent Juden. 75 Prozent aller in den letzten Jahren aufgeführten Theaterstücke stammten von Juden. Diese Angaben sollen keine Aufforderungen zu Pogromen fein, sondern nur eine notwendige Feststellung mit dem Ergebnis:

Der jüdische Anteil am deutschen Volk beträgt 2 Prozent, infolgedessen darf der jüdische Ein­fluß im deutschen Volke auch nur ein zweipro­zentiger, nicht aber ein hundertprozentiger sein. (Starker Beifall.

Oie Weckung des

Raffegewiffens.

Raffenpflege heißt Pflege des Raffengewissens. Wir muffen zurückkehren zu den Gesetzen der Na- tur und einen gesunden, ausreichenden Nachwuchs bekommen, wir müssen dem Individualismus ent­sagen und zur Volks- und Rassengemeinschaft wer­den. Natürlich spielt dabei die wirtschaftliche Mög- lichkeit eine Rolle, aber nicht die ausschlaggebende. Der völkische Staat Adolf Hitlers wird dafür sorgen, daß auch wirtschaftlich für die Kinderreichen gesorgt wird und diese Opfer von den Kinderarmen getragen werden. Das minderwertige Erbgut müssen wir aus unserem Volke ausscheiden, es darf sich nicht weiter fortpflanzen. Das ist völkische Notwendigkeit, völkischesNot- wehr recht. Wir wollen, daß diese Menschen durch die Sterilisierung an ihrer Fortpflanzung ge« bindert werden. Die Mischung mit unerwünschten Kaffen muß vermieden werden. Wir müssen bereits in den Familien Rassenhygiene treiben, jeder ein« 3clne mufj seine Verpflichtungen in rassischer Hin- ficpt kennen. Durch die Bindung des Blutes werden wir ein geeintes nationales und rassenftolzes Volk werden. Unsere Nachkommen werden uns dankbar sein dafür, daß wir diesen Grund gelegt haben. Auf dieser Grundlage wird das deutsche Volk seinen Platz an der Sonne wieder erringen, seine Sen« bung in der Welt erfüllen, und unsere Kinder wer­den ein unsterbliches Herrenvolk sein. In unseren Grenzen werden dermaleinst glückliche und gesunde Menschen wohnen

Rassenhygienisch denken heißt glauben an Deutschlands Zukunft, Rassenhyglene treiben heißt Deutschlands Zukunft erkämpfen Helsen.

Gelingt uns die innere und rassische Erneuerung unseres Volkes, dann haben wir wirklich das Dritte Reich erkämpft, das Reich der deutschen Nation und der tausendjährigen Zukunft.

Die SA. war von jeher der erfolgversprechende Trager der nationalsozialistischen Weltanschauung und em Werkzeug, auf das sich der Führer in allen Sagen verlassen konnte. Sie hat ein Recht darauf stolz ZU fein, an der Nahtstelle eines neuen Jahr- tausends bestimmend und entscheidend mitgewirkl zu haben. Ihr alle, die Ihr das braune Hemd tragen durst, seid immer dessen eingedenk, daß Ihr Ratio- nalsozialisten der Tat seid und daß es kein große- res Gluck gibt, als unserem herrlichen deutschen Volk zu dienen. Ihr steht am Webstuhl eures Volkes und habt eine geschichtliche Aufgabe zu erfüllen, wie sie noch keinem Geschlecht vor Euch gestellt war, die auch keinem deutschen Geschlecht mehr gestellt wer« den wird, wenn Ihr sie nicht erfüllt. Seid Eurer Verantwortung bewußt, denn Ihr seid die erprob­ten Garanten der Ideen unseres herrlichen Führers und die Garanten der deutschen Zukunft. (Langan­haltender, stürmischer Beifall.)

Sturmbannführer Goldan dankte dem Redner für feinen lehrreichen und In« tereffanten Vortrag. Weiter erinnerte er daran, daß der Führer bereits im Jahre 1919 das Ver­sailler Schanddiktat als den unerhörtesten Wahne sinn, der jemals geschehen ist, charakterisiert, daß er dieses Schanddiktat als den Tod des deutschen Vol- kes und ganz Europas bezeichnete, und schon da­mals mit dem kleinen Häuflein von sieben Getreue«