Ausgabe 
30.10.1933 Erstes Blatt
 
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tag feiern: Vizekanzler von Pap das 54. Lebensjahr vollendet, und Reich

eichsminister

.qeiwffen herangezogen zu werden, und zwar durch

Steuerbefreiungen bei Reubauten.

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Kostenlose Rechtsberatung für unbemittelte Volksgenoffen.

i. in den Gaurechtsstellen für arteigenossen geschaffene D r "" imgeitig bittet die Reichsfach.

,ge nach wie vor, daß ich nie« stag war, da ich am 21 q, nach Berlin kam und niemals muniften irgendwie in Serbin-

zwei Mitglieder des Reichskabinetts ihren Geburts- "' ' ' <vx ) e n, ber

Die Feier des Hv.Iahrestages der türkischen Republik.

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Zeugen Moen tzieW gInifation. Gleichzeitig , , ,

ne Bekundung eT halt gmippe Rechtsanwälle im BRSDJ. darum, daß die per Zeuge ^MrW zwr Sicherstellung eine erinnert, als . -

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... BRSDJ. darum, daß die w w___ , ftellung einer volksoerbun-

MdanndS ü-nen Rechtsberatung erforderlichen ge- " 11 !«tzlichen Maßnahmen mit größter Beschleu« nizung in Angriff genommen werden.

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mit seinem Kollegen Drösche bmungen bezüglich Taneffs un)

für Volksaufklärung und Propaganda, Dr. G o e b . b e l s , der 36 Jahre alt wird. Reichspräsi­dent von Hindenburg suchte Sonntag vor­mittag den Vizekanzler von Papen auf, um ihm seine Geburtstagsglückwünsche persönlich zu überbringen. Reichsminister Dr. Goebbels be­ging feinen Geburtstag im Streife feiner Familie und seiner nächsten Mitarbeiter. Am Morgen spielte die Kapelle der SS.-Leibstandarte Adolf Hitlers vor seinem Hause. In Tausenden von Telegrammen und Briefen gratulierten die Parteigenossen aus Berlin und aus dem ganzen Reich. Vom F ü h - r e r ging folgendes Glückwunschtelegramm ein: Mein lieber Doktor! Zu Ihrem heutigen Geburts­tag sende ich Ihnen meine aufrichtigsten Glück­wünsche. In herzlicher Freundschaft und Verbunden­heit Adolf Hitler."

Verhaftung

eines englischen Journalisten.

Berlin, 28. Okt. (WTB.) Der Münchener Kor­respondent desDaily Telegraph", Roel Panter, der sich dringend verdächtig gemacht hat, sich auf unerlaubte Weise Nachrichten mili­tärischen Charakters verschaffen zu wollen, wurde verhaftet. Panter hat einige Zeit mit einem in München wohnhaften Reichsdeutschen Ver­bindung gehabt, der im Verdacht der Spio­nage und der Uebermittlung von Greuelnachrichten ins Ausland steht. Die Er. mittlungen beziehen sich also auf Verfehlungen, die ein Verfahren wegen Landesverrats nach sich ziehen könnten. Der englische Generalkonsul in München hat die Erlaubnis erhalten, den verhafteten Eng- länber zu besuchen und hat sich dabei überzeugen können, daß diesem alle Erleichterungen gewährt werden, um die er gebeten hat. Die britische Bot- schaff ist entsprechend unterrichtet worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der russische Außenkommissar Litwinow ist auf der Durchreise nach Washington Samstag in Berlin eingetroffen und am späten Nachmittag weitergereist. Litwinow hat die Gelegenheit seines Aufenthaltes in Berlin dazu benutzt, dem Reichs­minister des Auswärtigen Frei Herrn v. Neu­rath einen Besuch abzustatten.

In ganz Kuba ist ein dreitägiger General- streik proklamiert worden, der sich auf die Be­förderungsmittel und die Elektrizitäts- und Wasser- werke erstrecken soll. Die Oelgesellschaften haben ihre Angestellten aus gesperrt. Die Regierung ist anscheinend nicht imstande, der Lage Herr zu werden.

In der Nord- und Westschweiz und auch in Süd- baden ist am Sonntagvormittag ziemlicher Schnee gefallen und zwar bis in die Niederungen herunter. -Die Berge prangen alle im weißen Kleid. Am Sonntagvormittag setzte sich der Schneefall fort. Die Hochstationen in der Schweiz melden naturgemäß den stärksten Schneefall. So verzeichnet der Rigi 20 Zentimeter Neuschnee bei fünf Grad Kälte. Auch der Südzug der Alpen wurde von Niederschlägen heimgesucht. Größtenteils bestanden diese jedoch aus Regen. Die Temperaturen sind allenthalben stark gesunken.

Dinier in England.

In ganz Groß-Britannien ist in den letzten Tagen winterliches Wetter eingekehrt. Die meisten Landesteile haben Graupel-, Hagel- und Schneeschauer zu verzeichnen. An der Ostküste herrscht Sturm. Der Schnee ist in einem Teil von Nordengland und Schottland so reichlich ge­fallen, daß der Verkehr behindert ist. Wegen des Sturmes auf der Nordsee haben mehrere Schiffs in der Bridlington-Bucht Schutz gesucht, darunter das holländische MotorschiffEuropa" aus Gro­ningen, dessen Deckbauten teilweise weggerissen wurden.

Wie die Blätter aus München-Gladbach melden, ist gegen den ehemaligen Zentrumsabgeordneten Professor D e f f a u e r in Frankfurt a. M. und den Geschäftsführer der Carolus-Druckerei G. m. b. H. Anklage wegen Anstiftung und Beihilfe zur Untreue erhoben worden. Das Verfahren schwebt bei der Großen Strafkammer des Landgerichts in München-Gladbach, die Straf­kammer hat Haftbefehl gegen Prof. Dessauer erlassen. Prof. Dessauer liegt schon seit mehreren Wochen krank im Marienkrankenhaus in Frank­furt a. M.

*

Das Personalamt der hessischen Regierung teilt mit: Ernannt wurde am 20. Oktober der Haupt­mann a. D. Hans-Werner von Zeugen unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Ministerialrat und stimmführenden stellver­tretenden Reichsbeoollmächtigten für Hessen, mit Wirkung vorn 1.Oktober 1933 an.

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Ankara, 29. Okt. (WTB.) Aus Anlaß des 10. Jahrestages der Republik hat die ganze Stadt festlichen Schmuck angelegt. Usberall wehen Fahnen und feiern Inschriften den großen Tag. In den Straßen wogt eine festlich ge­stimmte Menge. Auch vom Lande ist die Bevölke­rung in Scharen herbeigeströmt. Das Standbild von Ghasi Mustafa Kemal Pascha ist mit Blumen geschmückt. Außer der deutschen Abordnung unter Führung des Botschafters Nadolny sind Abordnungen aus Bulgarien, Griechenland, Sowjet­rußland und Ungarn eingetroffen. Ausländische Pressevertreter sind in einer Anzahl zur Stelle, wie sie Ankara noch nicht gesehen hat. Die drei der Türkei von der Sowjetunion als Geschenk über­sandten Flugzeuge sind heute ebenfalls eingetroffen.

Ghasi Mustafa Kemal empfing in Gegenwart der Großen Nationalversammlung das diploma­tische Korps, in dessen Namen der Doyen, der Gesandte der Sowjetunion Suritsch den Präsi­denten beglückwünschte und mit Bewunderung den Erfolg heroorhob, den die türkische Republik in den letzten zehn Jahren im Kampfe um die Unabhängig­keit des türkischen Volkes errungen habe. In seiner Antwortrede sagte der Ghasi, er, der persönlich die Geburtsstunde des jungen Reiches miterlebt und seine Erstarkung begleitet habe, begrüße mit beson­derer Freude den Doyen als bewährten Freund der Türkei. Die türkische Revolution besaß, so sagte er, einen ausgesprochenen aufbauenden Cha­rakter, sie war das Werk der Vaterlandsliebe des Volkes, verbunden mit einem menschlich hohen Ideal, das die Kinder des Volkes lehre, alles Schöne und Große zu erfassen und den Bedürftigen mitfühlend zur Seite zu stehen.

Im Anschluß an den Empfang des diplomatischen Korps emofing der Staatspräsident in Sonderaudisnz den deutschen Botschafter N a d o l n y , der ein Glückwunschschreiben des Reichspräsi­denten von Hindenburg mit einem Bild Hindenburgs im goldenen Rahmen überreichte. Da­nach überreichte Botschafter Nadolny sein Abbe-

r mir natürlich erzählt. doch nun ab zur R e ch t s b e r a t u n g unent- m -1 M) also über diese W zeitlich zur Verfügung zu stehen, unabhängig h ft fab um Zeugen, bie p \ davon, ob sich aus der Rechtsberatung im späteren . non henen bet eint verlaufe eine Prozeßvertretung ergäbe oder nicht. cnbeI6i jtje :m BNSDJ. zusammengeschlossene deutsche An- panerf um ' mlltschaft bat den Reichsjustizkommissar Dr. esehen u- veröd F-ra n k zur kameradschaftlichen kostenlosen Rechts-

meint je») bsratung für alle unbemittelten deutschen Volks-

illt den uno gsnossen herangezogen zu werden, und zwar durch

Berlin, 29. Okt. (VdZ.) Eine Durchführungs- oerorbnuna des Reichsfinanzministers über die Steuerbefreiung für neu errichtete Kleinwohnungen und Eigenheime ge- wchrt Steuererleichterungen, sofern sie der Steuer- pffiichtige ausdrücklich unter Hinweis auf die Durch­führungsverordnung b e a nt r a g t. Als Klein­wohnungen gelten solche mit höchstens 75 Qua- teatmeter nutzbarer Wohnfläche. In Ausnahmefäl­le:,! kann dieses Maß um ein geringes überschritten : -1 Soaiouu, ' ll) irden. Als Eigenheim kommen nicht nur

höt(ti0 üizelhäuser, sondern auch Doppelhäuser und '' - 0 1000 v , gial s i)r.ühenhäuser in Betracht. Die nutzbare Wohnfläche - luflnfi Der » ü hakv jtiarf 150 Quadratmeter nick' überfteigen. Nur wenn " on d Eigentümer mehr a . s drei Kinder hat,

Ide D'^ gesch^ iinb für das vierte und jedes weitere Kind weitere *?Vwur&etL ?*flibedL | ie 15 Quadratmeter erlaubt. Nebenräume in orts- unt» feft*1^, geifert-1 Blichen Grenzen rechnen nicht zur nutzbaren Wohn- M". W.elnIJ=»- ........

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Araberunmhen in Palästina.

Auch in Jerusalem und Haifa blutige Zusammenftötze mit der Polizei.

London, 29. Okt. (TU.) Die iudenfeindlichen Kundgebungen der Araber in Palästina nahmen am Freitag einen sehr bedrohlichen Umfang an. Die Unruhen griffen von Jaffa auf andere Städte, darunter Jerusalem und Haifa über. Ein englisches Flugzeuggeschwader wurde von Aegypten nach Jaffa in Marsch gesetzt. Größere Truppen­abteilungen werden in Bereitschaft gehalten.

In Jerusalem sammelten sich tausende von Arabern am Damaskustor vor dem Gebäude des englischen Oberkommissars und nahmen eine drohende Haltung ein. Als aus der Menge auf die wachthabenden Polizisten ein Schuß abaegeben wurde, eröffneten diese das Feuer auf die Demonstranten und zerstreuten sie. Beim Herodestor wurde ein englischer Nachrichtenreiter von der Menge mit Steinen beworfen. In der Mittagsstunde versuchten die Araber, die von auf den Dächern stehenden verschleierten mohame- dänischen Frauen durch schrille Schreie angefeuert wurden, bie Polizeikette am Iaffator 3 u burchbrechen. Die Polizei war gezwungen. Den Gummiknüppel zu gebrauchen unb einige Schüsse abzufeuern. Zu Zusammenstößen kam es auch auf ber Hauptstraße in ber Altstadt, als die Araber jüdische Geschäftsinhaber zwangen, ihre Läden zu schließen. Die Polizei zer­streute die Menge, konnte aber nicht verhindern, daß ein Laden zerstört wurde.

In Haifa haben die arabischen Führer mit Gewaltmaßnahmen gedroht. Panzerwagen durch­fahren die Straßen, und ein englisches Flugzeug­geschwader hat bie Stabt mehrere Male zur War­nung überflogen. In Damaskus fanben am Samstag auch englanbfeinbliche Kunbgebungen statt.

rufungsfchreiben. Der Ghasi sprach dem Botschafter in einer persönlichen Unterrebung seine Anerken­nung für seine außergewöhnlichen Verdienste aus.

Die SA ehtt den fiittischen Sundesgenossen des Weltkrieges

Berlin, 29. Okt. (WTB.) Am Tage der zehnten Wiederkehr des Grünbungstaaes des neuen türki­schen Reiches marschierte als Ausdruck ber deutsch- türki-schen Bundestreue während des Weltkrieges eine verstärkte SA.^LHre nwache vor der tür­kischen Botschaft auf. Zwei Doppelposten, alte deutsche Asienfrontkämpfer, die für beson­ders verdienstvolles Verhalten an der türkischen Front mit dem türkischen Halbmond ausgezeichnet worden waren, hielten am Palais die Ehrenwache. Gegen 12 Uhr erschien ber Chef bes Stabes der obersten SA.-Führung Röhm, um persönlich bie Glückwünsche der gesamten SA. und ber beutschen Frontgeneration sowie ber in ber SA. zu- sammengeschlossenen beutschen Jugend zu über­bringen. Der türkische Botschafter, Kemalebbin Sami Pascha, ber im Kriege 17mal verwundet worben ist, trug die Generalsuniform mit bem Eisernen Kreuz 1. Klasse. Vor bem Palais ber Bot- schäft war ein Ehren st urm ber SA. auf- marschiert. Die Musik spielte das Horst-Wessel-Lieb, bie türkische Nationalhymne unb bas Deutschlanb- lieb. Grüßend standen der Botschafter mit feiner Gattin, der Stabschef Röhm unb bie anberen Gäste auf dem großen Balkon, der mit kostbaren tür­kischen Teppichen unb mit dem türkischen Halbmond geschmückt war. Unter den Klängen des Präsentier­marsches schritt der Botschafter in Begleitung des türkischen Militärattaches in Berlin, sowie Stabs­chef Röhm und seines Gefolges die Reihen des Ehrensturms ad. Den Abschluß bilbete der Vorbei­marsch des Ehrensturms.

Der Reichsbischof empfing den Lanbesbischof der evangelischen Kirche augsburgischen Bekennt­nisses in Rumänien, Dr. Glonby. Der Bischof ber (Siebenbürger Sachsen gab bem Reichsbischof einen Bericht über bie Lage bes evangelischen Deutschtums unb über ben Zusammenhang von Kirche unb Volkstum in ben fiebenbürger Gemeinben.

Die Zurückziehung ber vor bem Haager Schieds­gericht anhängigen deutschen Minderheits­klagen wegen der polnischen Agrarreform und der Maßnahmen gegen den Fürsten Pleß erfolgte, weil Deutschland diese Klagen in seiner Eigen­schaft als Ratsmacht auf Grund des § 12 her Minderheitenverträge anhängig gemacht hatte. Nachdem nun durch den Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund auch die Funktion als Ratsmacht erloschen ist, ergibt es sich als logische Folge, daß Deutschland jetzt auch die Klagen vor dem Haager Gerichtshof zurückziehen muß.

Eine ungeheure Menschenmenge hatte sich vor der Moschee angesammelt, um Rache für die Todesopfer in Jaffa zu fordern. Um die Demon­stranten zu zerstreuen, feuerte die Polizei mehrere Salven in die Luft. JnNablus wurde das Feuer auf Hunderte von Arabern eröffnet, die den Bahn­hof angriffen. Ein Mann wurde getötet. Die Lage in Jaffa ist äußerst gespannt. In den Bezirken von Jaffa und T e l a v i v ist angeordnet worden, daß nach 18 Uhr niemand das Haus verlassen darf. Der von den Arabern verkündete General­streik nimmt an Umfang zu. Die Truppen be» finden sich an allen strategisch wichtigen Punkten m Bereitschaft. Auch die Städte Nazareth und das nördlich vom See Genezareth gelegene <5 a f e b, bas ben Juben als Heilige Stabt gilt, stehen unter verstärktem Schutz. In ben Straßen ber vorwiegend von Arabern bewohnten Stabt Nablus, bas Sichern ber Bibel, finb Tankpatrouillen eingesetzt.

Bisher haben sich die Kunbgebungen fast aus- schließlich gegen bie englische Dermal- tung gerichtet. Trotzbem sinb bie j ü b i sch e n Fa - milien in großer Angst unb haben sich teil­weise in ihren Häusern eingeschlossen.

Der Präsibent ber arabischen Natio- n a 11 i ga hat bem englischen Kolonialminister e i n Protesttelegramm gesanbt, in bem es u. a. heißt:Wir fordern den Schutz ber Araber in Pa- läftina und bie Erfüllung zugestandener Rechte. Eine ganze Bevölkerung kann nicht burch Gewalt zu ber Annahme von Debingungen gezwungen werben, die nicht ber Überlieferung Englanbs als einem christlichen unb zivilisierten Staate entspre­chen. Wir protestieren gegen das Mär­tyrertum ber ganzen arabischen N a - t i o n, bie 73 v. H. ber Bevölkerung Palästinas ausmacht unb beklagen bie Anwendung von Ge­walt gegenüber einem unbewaffneten unb frieb- kichern Volke." lichen Volke."

Aus aller Welt.

Der erste Schnee.

In ben Vormittagsstunden bes Sonntag sind in ganz Sübbayern, insbesondere in ben Bergen, starke Schneefälle eingetreten. Wenn auch ber Schnee im Flachlanb, in den Straßen ber Stäbte, nicht liegen blieb, so überzogen sich doch die Felber unb Wiesen auf dem Lande mit einer zusammenhängen­den Schneedecke. Besonders stark waren die Schnee­fälle im Gebirge. So erfahren wir von der Zug­spitze, daß dort 30 Zenttmeter Neuschnee auf 80 Zentimeter Altschnee gefallen sind. Die Tempe­ratur betrug in den Nachmittagsstunden bes Sonn­tag minus 8 Grad. Auf der Rotwand, die eben­falls eine beträchtliche Schneelage aufweist, sank das Thermometer am Sonntagnachmittag auf minus 7 Grad. Auf der Zugspitze sind am Sonntag schon die ersten Skifahrer eingetroffen.

fläche. Die Steuerbefreiung hat zur Voraussetzung, daß nur deutsche Baustoffe verwendet werden. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn geeig­nete inländische Baustoffe nicht vorhanden find oder die fßerroenbung zu unverhältnismäßiger Verteue­rung führen würde. Der Steuerpflichtige hat bei dem Finanzamt einen Antrag auf Anerkennung der Steuerbefreiung zu stellen. Das kann schon vor Errichtung des Neubaues geschehen.

Zwei Geburtstagskinder im Reichskabinett.

Berlin, 30. Okt. (TU.) Am Sonntag konnten

Wettervoraussage.

Die gestern noch über Deutschland gelegene Stö­rung wandert mit ihrem Kerngebiet über bie Ostsee in nordöstlicher Richtung weiter. An ihrer Rückseite fließt allerdings noch Kaltluft südwärts, die bei ihrem Auftreffen auf das Festland wechselhafte Bewölkung unb vereinzelt auch leichtere Schauer verursachen wirb. Mit ber Kaltlut steigt allerbings ber Luftbruck weiter an, so baß sich ein Zwischenhoch bilden wird, bas die Wetterlage ruhiger gestalten dürfte. Die Besserung wird aber nicht von allzu langer Dauer fein, denn über Island entwickelt sich bereits neue Störungstätigkeit.

Aussichten für Dienstag: Wechselnd­wolkig mit Aufheiterung, Temperaturen ziemlich niedrig, nachts stellenweise unter dem Gefrierpunkt, nur vereinzelt leichtere Schauer.

Aussichten für Mittwoch: Stellenweise Frühnebel, sonst wolkig mit Aufheiterung, tagsüber etwas milder, meist trocken.

Lufttemperaturen am 29. Oktober: mittags 5,1 Grad Celsius, abends 2,3 Grad: am 30. Oktober: morgens 4,2 Grad. Maximum 5,3 Grad, Minimum 2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Oktober: abends 5,2 Grad: am 30. Oktober: mor­gens 5,1 Grad Celsius. Niederschläge 0,3 mm. Sonnenscheindauer V» Stunde.

Ein falscher Slandpunkt ist es, eine Glühlampe lediglich nach ihrem Anschaffungspreis zu beurteilen. Die Glühlampe wirb täglich gebraucht, weshalb die Betriebskosten die Hauptrolle spielen. Sie faüen relativ um so niedriger aus, je besser bie Glüh­lampe die von ihr aufgenommene elektrische Energie in Lichtleistung umsetzt. Deshalb sollten Sie beim Kauf von Glühlampen nicht auf ben Preis, sonbern auf Qualität achten. Sie können zwar die Qualität der Lampe nicht ohne weiteres beurteilen, aber Sie können auf ben Märkennamen achten. Wählen Sie Osram-Lampen, so gewährleistet Ihnen dieser welt­bekannte Markenname beste Lampenqualität. O.

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gegenüber gestanden haben. Nicht nur durch eigene schuld sind so viel Volksgenosien arm und elend geworden. Das Volk wäre nie in solche Armut ge­raten, hätte nicht eine verbrecherische Politik so vieles zerstört. Deshalb ist bas, was wir euch heute ge­ben, nicht ein Almosen, sonbern es ist Wieber- gutmachung. Pflicht eines jeben ist es, bem Nächsten beizuspringen unb zu helfen. Unb so er­warte ich, baß Das Winterhilfswerk bem Volke hilft unb es am Leben erhält.

Arbeitnehmer im SA-Oienst.

Berlin, 28.Ott. (VDZ.) Der Reichsstanb des beutschen Hanbwerks teilt über bie Einberufung von Betriebsangehörigen zur D i e n ft- leistung bei SA., SS. unb St. folgenbe Verfügung der Obersten SA.-Führung mit:

Das erste Ziel ber nationalsozialistischen Bewe­gung ist, für jeben deutschen Volksgenossen A r - beit z u schaffen. Wenn allmählich die Ange­hörigen der SA. Arbeit bekommen, darf nicht burch unzweckmäßiges Ansetzen von 5A.- Appellen unb Hebungen ber Ver- iblenft ber Arbeitnehmer gefdjmälert ober ber Arbeitgeber gezwungen wer­den, für nicht geleistete Arbeit Lohn rif m. z u bezahlen. Aus biesem Grunb finb Appelle unb Hebungen zeitlich so anzusetzen, haß bie SA.-Männer, um ihrer Pflicht nachzukommen, iiiicht ihre Arbeit verlassen müssen. JäUe, baß z. B. Heizer von Fabrikanlagen ober »Eisenbahner ihre Arbeitsstelle vorzeitig verließen, m bem Befehl ihres SA.-Führers zu folgen, finb Zwar ein erfreulicher Beweis ber Dienstbereitschaft, Öer Schaben aber, ber baburch entstehen kann »nb in ber kaum aufstrebenben Wirtschaft hervorgeru- fien wirb, b a r f nicht übersehen werden, ejür Schäden muß daher nicht ber Gehorchenbe, Ambern ber ben Dienst ansetzenbe S A. - Führer sich verantwortlich fühlen.

Im allgemeinen kommen für ben Dienst b i e SKbenbftunben nach Geschäfts- unb A r - beitsschluß in Frage, für länger bauernbe Ulebungen bie Samstagnachmittage, so- aelt bie einzelnen Berufsschichten zur Verfügung f>ehen, unb bie Sonntage. Keinesfalls aber bürfen Berufstätige einen Ausfall in ihrer Berufsarbeit unb bamit eine Lohneinvuße erleiben unb Arbeitgeber nicht zu einem Verlust burch zu lüftenbe Ersatzeinstellung veranlaßt ober zur Pro- touttionsoerminberung gezwungen werben.

Die SA. hat ben neuen Staat erkämpft, sie ist auch bie Trägerin ber Arbeitsförde- rru n g unb bamit bes Wieberaufbaues einer gefun» denn Wirtschaft. Für eine mehrwöchige volle Be­urlaubung zu ben Uebungskursen in ben Schulen unb Lagern ergehen befonbere gesetzliche Be° frtimmungen.

Der Chef bes Stabs: gez.: Röh m."

Der Reichsarbeitsminister

f-rbert vermehrte Unterbringung von Kriegsbeschädigten.

Berlin, 28. Okt. (CNB.) Reichsarbeitsminister Selbte hat in einem Runbfchreiben an bie Sozialministerien ber Länber erneut auf bie Not- teenbigteit einer verstärkten Unterbrin =

bdt ^Berlin, 28.Oft. (CNB.) Unter Vorsitz bes

j «-.'ellvertreters bes Reichsjustizkommissars, Pg. Ober-

- Ucher über feine W regierungsrat Schraut, beschlossen bie burch ihre huf! e? limißoft >m Deichs- z-ihrer vertretenen deutschen Anwälte j e b e m un» I & emittelten deutschen Volksgenossen

gung ber Kriegsbeschädigten aufmerksam ; T-effeoertrcermiläte, wenn gemacht. Die Hauptfürsorgestellen haben die Pflicht, abgeriffen getkibei war. Die alle Handhaben, die ihnen das Gesetz über die Be- entynei, als ber \\ä) scchäftigung Schwerbeschädigter gibt, mit Nach- n 22 uxto W in bos druck und erschöpfend anzuwenden, tpr W& XÜjr habe t: zumal noch immer nicht alle Arbeitgeber ihre Ver- > ctyibt entdeckt Die Kräh p flichttmgen aus diesem Gesetz erfüllt haben. Es iterbrttt waren ganz frisch, (k- inuß angeftrebt werden, Schwerkriegsbeschädigte in j berausgellettert sein einem höheren Hundertsatz, als ihn bas Gesetz vor- v 1 -1- sieht, unterzubringen, wie es z. B. auch bei ben Keichsbehörben, ohne baß fick irgenbwelche Schwie­rigkeiten ergeben haben, geschieht. Zu biesem Zweck I ist engste Zusammenarbeit von Fürsorgebehörben unb NS.-Kriegsopferversorgung unerläßlich.

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