Ausgabe 
30.9.1933 Erstes Blatt
 
Einzelbild herunterladen

R. Schimmel.

Zur Sraunen Hiesse

Stand 70

5972 D

5947 A

Das Neueste für Damen und Herren!

nebst Stoffneuheiten jeder Art.Aus unserer Abteilung:

Weißwaren, Wäsche, Aussteuer-Artikel

zeigen wir neben billigeren und mittleren Preislagen

das Beste der Hessischen Leinen-Industrie

L. Ming, Groß-Felda

Sattlermeister und Hoflieferant

601OD

Werkstätte für kunstgewerbliche Sattlerarbeiten

Verkauf zu billigsten Preisen!

Stand z

WfaessMcuM-

cktzavl VeBev II

Kreuzplatz 15

Fernruf 2773.

5984 C

Bahnhofstraße 16

RM. 0.30

5948 D

vom 30. September bis 8. Oktober 1933 zeigen wir auf

Stand 5 und 6 aus unserer Abteilung Konfektion:

in Bettüchern, Handtüchern, Tischzeugen, Tafel­tüchern und Mundtüchern aus Leinen und Halbleinen

Braune Messe

Stand Nr. 71

Wir bitten höflichst um Beachtung unserer Ausstellung. Kaufinteressenten steht der Geschäfts wagen zur Fahrt ins Geschäft kostenlos zur Verfügung!

Lederfabrik, eigene Erzeugnisse

Lederhandlung, Lederwaren

Nach diesem Grundsatz Ist alles, was ich Ihnen anblete, ausgewählt; Sie kaufen damit das Billigste und sind zufrieden.

Wäsche. Betten u.Stoffe Braut-Ausstattungen Eigene Maöanfertigung

Großwäscherei Edelweiß

Wäscherei Heißmangel Rasenbleiche

fuhren wird. Heil Hitler!

INH: WILHELM HORN UND S OH N

Niederhausen zeigt

Büromaschinen

für alle Zwecke

Füllfederhalter

der bekanntesten Marken (Haro,

Kaweco, Pelikan) von RM.2.70 an

Jeder am Stand gekaufte Füllhalter wird sofort gratis mit dem Namen des Käufers graviert, für andere Halter

Reuter

Seltersweg 61 5950c

AFM., Arbeitsgemeinsch. d. Förderer zeitgern. volks- fümL Musikkultur, I. Zirnrner-Korschus, Stephan- straße 11.

Appel, Willi, Motorfahrz., Reparot., Kaiserallee 49.

Arnold, Ehr., Teppiche, Gardinen, Polstermöbel und Linoleum, Bahnhofstraße 31.

Aßmann, Fahrradhaus, Fahrräder, Nähmaschinen, Beleuchtungen, mechanische Reparaturwerkstatt, Neustadt 20.

Beck, Karl, Maschinenstrickerei, Holz- und Bürsten­waren, Wetzsteingasse 9/11.

Becker, Lark II., Lederfabrik, Lederhandlung, Leder­waren, Schuhmacherartikel, Bahnhofstraße 16.

Becker, Emil, Reklamemaler und Graphiker für Han- del und Industrie, Plockstraße 1.

Benner, W.» Schuhhaus, Marktstraße 34.

Berle, Max, Holzbildhauer, kunstgewerbliche Werk- stätte, Wernerwall 31.

Bernhardt Schuhhaus, Schulstrahe 10.

Bienenzüchter» er ein Gießen und Umgebung, Deut­schen Bienenhonig.

Borne, Theo, Tuch- und Maßgeschäft, Verkaufsstelle fürLodenfrey", München, Walltorstraße 25.

Bornemann, Richard, Motorrad-, Fahrrad- und Näh­maschinenhandlung, Ersatz- und Zubehörteile, Re­paraturwerkstatt, Sonnenstraße 5.

Bonmann, Edgar, Eisenw., Werkz., Beschläge, Herde, Oesen, Haus- u. Küchengeräte, Sonderausstellung Iungsche Brikettöfen, Neustadt 5.

Brinkmann, hch., Ingenieur, Ingenieurbüro, Radio- Fachgeschäft, Bahnhofstraße 58.

Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Schulstrahe 7/9.

Ehallier, Ernst, Musikalien, Musikinstrumente, Ra­dio, Phono, Neuenweg 10p.

Christ, Justus, Buch- und Steindruckerei, Wetzstein- straße 8.

Deutschen Wein

aller Weinbaugebiete in bester Qualität probieren Sie an meinem Stand 128/165

Weingroßhdlg. Heinrich Elges

Inhaber: HERMANN ELGES / Gießen

Wenn ich als Vertreter der Arbeitsfront über den Sinn und den Zweck derBraunen Messe" zu eini­gen Zeilen aufgefordert werde, so liegt hier schon das Neue unserer Idee zu Grunde.

Niemals wäre es unseren Vorgängern, den marxi­stischen Führern der früheren Freien Gewerkschaften, eingefallen, an dem Schicksal und der Existenz des Handwerks teilzunehmen. War doch für sie das Handwerk derjenige Teil des Mittelstandes, der nach dem alten sozialdemokratischen Erfurter Programm unbedingt verschwinden müsse. Kein geringerer wie August Bebel war es, der die ganze Einstellung der marxistischen Wirtschaftspolitik mit folgenden Worten kennzeichnete:Unser Wirtschaftsprogramm geht erst dann in Erfüllung, wenn Produktion und Verkauf nur in Händen von Großbetrieben liegen." Das bedeutete für den Handwerker die Kampfansage zur völligen Vernichtung. Die letzten Jahre haben uns gezeigt, daß im Zuge der liberalistischen Wirt­schaftstaktik dieses Ziel bald erreicht worden wäre, und der Marxismus hat keine Mittel gescheut, um das ehrsame Handwerk zu verproletarisieren.

Wenn wir nun heut^ von der Deutschen Arbeits­front dem Handwerk zu seiner neuen Entwicklung und zu feinem Aufstieg vollstes Interesse und Ent­gegenkommen zeigen, dann ist dies von. unserer grundsätzlichen Weltanschauung bedingt. Bedeutet doch gerade für uns das Handwerk in der Erhal­tung des gelernten Arbeiters die Erziehungsstätte, welche man unbedingt braucht, um den Arbeiter zu dem deutschen Arbeiter zu machen, der stolz einmal auf sein Handwerk und noch stolzer auf seine

spezialisiert, daß man im wahrsten Sinne des Wor- tes nur von einer mechanisch angelernten Arbeit sprechen konnte. Dies hatte zur Folge, daß sehr viele Eltern auf dem Standpunkt standen, daß eine Lehr­zeit, um das Handwerk gründlich zu erlernen, nicht mehr so akut sei da man ja als ungelernter Ar­beiter in der Fabrik bei einigermaßen Geschick ohne weiteres zum Angelernten und später zu dem söge- nannten Facharbeiter aufrüden könne. Die Folge dieses Gebarens war, daß die deutsche handwerk­liche Arbeit immer mehr zurückgedrängt wurde und Fabrik- und Massenware immer mehr an Boden gewann. So wie die Arbeit verflachte, so verflachte auch die Ausbildung des Arbeiters, und nur wenige Jahre in dieser Art weiter gearbeitet, hätte zur Folge gehabt, daß Deutschland aufgehört hätte, das Land der Qualitätsware zu fein.

Nun tritt das Handwerk, durch die nationalsozia­listische Revolution an die alte, ruhmvolle Veraan- genheit erinnert, von unferm Führer vor neue Auf­gaben gestellt, vor die Oefsentlichkeit.

Das Handwerk will in dieser Braunen Messe zei­gen, daß noch der alte Handwerksgeist vorhanden ist und daß es selbst den verwöhntesten Ansprüchen in jeder Richtung genügt.

Wir von der Arbeitsfront versprechen uns aber, wenn durch mhen Willen das Handwerk wieder zu den alten^Eyren gelangt, gerade für den Arbiter den größten Vorteil.

Kehren wir wieder zu der alten LehrlingsauMl- düng zurück, werden unsere Arbeiter wieder Hand- merklich ausgebildet, dann steigt mit der Ausbildung und den) Können des einzelnen auch die Achtung des Berufes und die Achtung vor der Arbeit. Wir brau\ chen heute mehr denn je die gute Qualitätsarbett, um in der Weltkonkurrenz bestehen zu können und die Arbeiter zu erziehen, die für alle Zukunst die ehrsame deutsche Arbeit hochhalten zum Nutzen des gesamten deutschen Vaterlandes. Das ist die Auf­gabe des einzelnen deutschen Handwerksmeisters.

Das Handwerk hat einen goldenen Boden", so sagten unsere Vorfahren, und wiederum ist eine Ge­legenheit gegeben, den goldenen Boden zurückzuge- roinnen, d. h., das größte Glück und die höchste Ehre für einen Menschen besteht darin, u m s e i n e r A r - beit Willen geachtet z u werden. Möge das Handwerk den Geist der Zeit verstehen, sich von den Proletarierketten frei machen, wieder die alte Meisterehre zur Geltung bringen und die deutsche Jugend erziehen nach dem Grundsatz: ,chas Hand­werk muß den Meister loben".

Möge es dem Handwerk gegeben sein, auf der Braunen Messe zu beweisen, daß nicht die Billigkeit der Maßstab der Tüchtigkeit des Handwerks ist, sondern daß Qualität und Fleiß zu den besten Tu­genden des Handwerks gehören und es gewillt ist, dies wieder zum alten Recht kommen zu lassen. Dann ist der deutschen Jugend wiederum die Aus- bildungsstätte geschaffen, die sie braucht, um ihren großen Aufgaben im Leben, zum Nutzen des Vater­landes, gerecht zu werden.

Genau dasselbe ist vom Kleinhandel zu sagen. So wie in der Produktion der Große einen Kleinen nach dem andern zu verdrängen suchte, genau so ist man im Einzelhandel verfahren. Nach dem Grundsatz der marxistischen Wirtschaftspolitik sollte auch der Ver­kauf nur in Händen von Großbetrieben liegen. Auch hier zeigte sich, inwieweit die Praxis des verflossenen Systems Fortschritte gemacht hatte. Man braucht sich nur die Konkursverfahren des Kleinhandels in den letzten Jahren näher anzusehen, und man merkt, wie gewaltsam man den Kleinkaufrnann zu Grunde richtete.

Auch der Handel will in der Braunen Messe feine Leistungsfähigkeit beweisen. Er kämpft mit allen zu Gebote stehenden Mitteln in seinem Existenzkampf gegen Warenhaus und jüdische Geschäfte. Dem Han­del ist noch einmal eine Chance gegeben, sich das Vertrauen des Konsumenten zu sichern. Hoffentlich gelingt es in gemeinsamer zäher Arbeit, die deutsche Frau von der Parole der.Warenhäuserbillig und noch billiger", abzubringen. Denn die Statistik hat erwiesen, daß durch dieses Geschäftsgebaren das Le- bensi^vecm der herstellenden Arbeiter weit unter

Das Gute ist das Beste

Arbeitsfront und Braune Messe

Don Heinrich Bartholomäus, Gießen.

Achtling!

Spezialitäten (n Sattlerarbeiten aller Art - In Geschirren, Kummeten und Reitzeugen stellt aus zur Äraunen Messe, Liebigshöhe Gießen unter dem Motto:

Qualitäts-Wahrheit und preis - Ehrlichkeit!"

Sie Gießener Aussteller der Braunen Beste

Auf Grund ihrer eigenen Angaben veröffentlicht. Nachträge erbeten.

von Bürgern unserer Stadt gemeinsam an der er­folgreichen Lösung einer Ausgabe, von der nicht nur der einzelne Aussteller und Wirtschaftszweig, sondern auch die Gesamtheit unserer Stadt wirtschaftliche Auftriebsmöglichkeiten erwarten darf. Der jetzige Gemeinschaftsgeist auf diesem Gebiete wird hoffent­lich über die Zeit der Ausstellung hinaus feine leben- dige Kraft erhalten und zum Wahle der Gesamtheit unserer Stadt fruchtbar werden. Wir denken dabei an die Aufgaben der städtischen Verkehrswerbung, die von dem Verkehrsverein in enger Zusammen­arbeit mit den maßgebenden Führern des Kampf­bundes für den gewerblichen Mittelstand betrieben wird. In den letzten Jahren wurden die Verhältnisse auf dem Gebiete der gemeinnützigen Werbung leider immer zerfahrener und unhaltbarer. Immer metjr Bürger, die schon wegen ihrer Stellung im Wirt­schaftsleben an der Verkehrswerbung regen Anteil hätten nehmen müssen, stellten sich abseits; zmn Teil kehrten sie dem Verkehrsverein sogar den Rucken, obwohl der Jahresbeitrag für die gemeinnützige Tä­tigkeit dieses Vereins sich nur auf 6 Mark für jeoes Mitglied beläuft. Daß unter diesen Umstanden Die Werbekraft für unsere Gießener Wirtschaft zwangs­läufig Nachlassen mußte, liegt zweifelsfrei auf der Hand. In erfreulicher Weise haben die Führer des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand in Gemeinschaft mit alten Vorstandsmitgliedern des Verkehrsvereins die Weiterarbeit für bie Oie&ener Verkehrswerbung energisch wieder in Gung ge­bracht. Aus diesem Geiste des vom Gemein- n u tz d i k t i e r t e n T a t w i 1 l e n s heraus ist un­ter Mitwirkung der Leitung des Kampfbundes für den gewerblichen Mittelstand auch die jetzige »Braune Messe" in unserer Stadt verwirklicht worden. Diese Tatkraft wird ihre erfreuliche Fortsetzung nach der Ausstellung in der verstärkten Verkehrswerbung für unser Gemeinwesen finden müssen. Dabei ist es aber erforderlich, daß vor allem die Geschäfts­welt selbst eifrig bei der Lösung der großen Verkehrswerbeaufgaben mithilft. Das kann dura) die Mitgliedschaft in den in Betracht kommenden gemeinnützigen Organisationen und durch praktische Mitarbeit geschehen. Hoffentlich wird dieBraune Messe" auch nach dieser Richtung hin ein neuer Ansporn werden.

Oie Braune Messe als Erziehungsaufgabe.

Punkt 16 des Programms der NSDAP.:

Wir fordern die Schaffung eines gefunden Mittelstands und feine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichti­gung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden."

Der wahre Nationalsozialist glaubt an sein Pro- gramm und weiß, daß die restlose Durchführung desselben zunächst die Erziehung des deutschen Men- scheu zum Nationalsozialismus bedingt. So ist die Braune Messe eine dieser vielen Erzie­hungsaufgaben, denn sie soll den natio­nalen K a u f g e d a n k e n in den breiten Massen des Volkes stärken und dazu mahnen:

Fördert das Handwerk! kauft deutsche Erzeug­nisse in deutschen Geschäften!

Wir wollen hoffen, daß auch die Braune Messe in Gießen zu einem vollen Erfolg in dieser Hinsicht

Arbeitsbeschaffung durch die Braune Messe.

Don Handelskammer-Syndikus Or. Zeidler.

Die letzte größere Gewerbeschau in Gießen hat im Jahre 1914 stattgefunden und von dem hohen Stande oberhessischen Gewerbefleihes glänzendes Zeugnis abgelegt. Inzwischen sind fast zwei Jahr­zehnte schwerster wirttchastlicher Not über Deutsch­land dahingegangen. Nun schicken Handwerk, Han­del und Industrie unserer engeren Heimat in treuer

Edeka - Großhandel G. m. b. f) Lebensmittelgroß­handel, Marktplatz 21II.

Edelweiß, Großwäscherei, Wäscherei, Heißmangel, Rasenbleiche, Schützenstraße 12.

Elges, hch., Inh.: Hermann Elges, Weingroßhand-- lung und Spirituosen, Seltersweg 68a.

Euler, Gg., Schlosserei, Hammstraße 1.

Freessche Univ.-Buchh., Inh.: K. Holderer, Rassenk. Literatur, Nat.-soz. Schrifttum, Seltersweg 85.

Gießener Anzeiger, Schulstrahe 7/9.

Häuser, 3. B., Eisenw.-Groß- u. Kleinhandlg., Haus- u. Küchengeräte, Beschläge, Werkz., Sonderabt.: Defen, Herde, Kessel, Waschmasch., Zentrifugen, Neustadt 42/44.

helnzerling, Fritz, Mineralwasser-Großhandlung, Ge­neralvertreter der Staatsquellen Bad-Nauheim, Schiffenberger Weg 32.

Henkel, Julius, Rohrmöbelhandlung und Korbwaren, Sonnenstraße 18.

hennecken, Franz, Markenmilch und landwirtschaft­liche Erzeugnisse, Marburger Straße 65.

Hensel, Earl, Inh.: Fritz Jung, Eisenwarenhandlung, Walltorstraße 10.

Herr, wilh^ Druckerei, Graphische Kunstanstalt, Buch- und Steindruckerei, Walltorstraße 77.

heyd & Sohn, Küchengeräte, Werkzeuge, Defen, Herde, Seltersweg 12.

Huntemann. Maria, Deutsches Schokoladenhaus, Schokoladen, Konfitüren, Kaffee, Tee, Kakav, Sel- tersweg 39.

Imhlufer, Gebr., Kleiderstoffe, Damenkonfektion, Marktplatz 9/10.

kaeß, h., Nachs.» wilh. Horn u. Sohn, Manufaktur­waren, Herren- und Knabenbekleidung, Damen­mäntel, Kreuzplatz 15.

ffern, Wilhelm, Chabesofabvik, Orangeade, Plockstr. 7.

Kraft, h» Pfaff-Nähmaschinenhandlg., Seltersweg30.

Gießen

5969 V_________________

Verbundenheit sich wiederum an, mit derBaunen Messe" vor die Oeffentlichkei hinzutreten und ihr vor Augen zu führen, was Unternehmergeift und der starke Wille eines arbeitsamen Geschlechts zu

Das Au^tellungswerk fleht im Zeichen des großen und alles überragenden Gedankens der Arbeits- beickaffunq. Arbeit und Brot für leben arbeits­fähigen und arbeitswilligen deutschen Menschen dies ist heute die vornehmste Aufgabe und das höchste 3iel des Nationalsozialismus. Mit ihrer ganzen Macht und mit großen Mitteln setzt dle Reichsregie- runq sich hierfür ein. Der Erfolg zeigt sich auch schon allerorten; doch der Staat kann nur mit gutem Bei­spiel vorangehen; jede wirtschaftliche Organisation, jedes Unternehmen und jeder einzelne Deutsche mutz sich selbst für das große Werk einsetzen

Darum muß es auch als ein glücklicher Gedanke bezeichnet und begrüßt werden, daß die Veranstalter derBraunen Messe" sich ebenfalls in den Dienst der Arbeitsbeschaffung gestellt haben. Sie wollen mit dieser Ausstellung die Bevölkerung aufrufen zur Mitarbeit; sie wollen mit ihrem Werk den Glauben an den Erfolg in der Wirtschaft stärken und ver- breiten helfen. Dazu braucht es das Verständnis und den festen Willen der Bevölkerung, zu bekunden, daß sie bereit ist, das Gewerbe in feinem Streben, Höchstleistungen zu vollbringen, auch durch die Tat zu unterstützen. _ , , ,

Darum muß jeder einzelne Besucher der Ausstel­lung es als Pflicht ansehen, Einkäufe zu tätigen, Bestellungen aufzugeben, Aufträge zu erteilen. Da­mit trägt er zur Beschäftigung von brachliegenden Arbeitskräften, zur Belebung der Wirtschaft und zur Stärkung der Kaufkraft weiter Schickten unserer heimischen Bevölkerung bei. Wer so handelt, ver- richtet in wirtschaftlicher, sozialer und kultureller ^'Sföqe ber'oülfältige'Segen der Arbeitsbeschaffung ] geleistete Arbeit ist. Man hat in den letzten Jahren auck aus der Braunen Messe" hervorgehen. gerade in den Großbetrieben den gelernten Hand-

--------- 1 roerter derartig herabgesetzt und feine Arbeiten so