folgte bald nach der Ernte, wurde dann auf den folgenden Sonntag und schließlich auf den folgenden Kalendersonntag verlegt. Bald mischten sich im Ernteschlußbrauch christliche mit heidnischen Zugen. So wurden beim Einfahren des letzten Fuders neben lustigen Volksliedern geistliche Gesänge an- gestimmt; nach eingebrachter Ernte versammelte sich die Gemeinde auf einem S)of, um unter Gesang, Gebet und Posaunenschall Gott zu danken, wie dies aus Westböhmen berichtet wird; die Kinder zogen mit brennenden Kerzen und dem Erntekranz zur Kirche, um den Kranz auf dem Altar niederzuleaen ufw. Andererseits drangen Elemente des Dolks- brauches in den Gottesdienst ein. Auf dem Altar der bekränzten Kirche wurden Früchte des Feldes aufgestellt, die eine Art Opfer für die Dorfarmen bedeuteten. Der Kranz an der Kanzel ward mit aus Aehren geflochtenen oder aus Holz geschnitzten Sensen und Rechen geziert. Von den am Altar angebrachten Aehren nahmen die Bauern einige mit, um sich eine reiche Ernte im nächsten Jahre zu sichern. Danksagunasumzüge fanden statt, bei denen weißgekleidete Mäocken, Früchte und Aehren tragend, im Zuge mitscyritten.
Uraltes Bauernfest.
Das christliche Hauptfest im Herbst war die Kirchweih, die zur Erinnerung an den Tag der Weihe des neugebauten Gotteshauses begangen und deshalb meist in den Herbst verlegt wurde weil in dieser Jahreszeit die Feldarbeit beendet war, und man sich nach den schweren Monaten Muße und Vergnügen gönnen konnte. Die Kirchweih oder Kirmes, der fröhliche Abschluß des Wirtschaftsjahres, verschmolz schließlich mit dem Erntedankfest und das ganze reiche Brauchtum floß zusammen in der Gestaltung und Verschönerung dieser Festzeit. Die Kirmes ist das beliebteste und vielseitigste Fest der Bauern, ein Gemeinde-, Sippen- und Familienfest. Es wurde früher in jedem Dorf und Dörfchen abaehalten, wie das Sprichwort sagt: „Es ist keine Kirche so klein, des Jahres muß einmal Kirmes drin fein." Dabei wirkte stark die Erinnerung an ein heidnisches Herbstfest mit, und die ausgelassene Lustigkeit erregte Anstoß, so daß die Geistlichen, auch Luther, dieses Volksfest oft heftig angegriffen. In den oro- testantifchen Ländern Niederdeutfchlands starb dar- auf die Kirmes ziemlich aus und wurde durch den Herbstjahrmarkt ersetzt. In den anderen Teilen Deutschlands aber hat sie sich erhalten, als „Plankfest" der Thüringer, „Körbe" der Franken, .Kirbe" ober Kibbe" der Alemannen, ,Kirba" oder ,Kirta" der Bayern und Oesterreicher.
Das Fest dauert jetzt gewöhnlich einen bis drei Tage; früher währte es wohl gar eine volle Woche oder eine Nachfeier fand am folgenden Sonntag statt. Umständliche Vorbereitungen gehen voraus. Die Burschenschaft des Ortes tut sich zusammen, Platzburschen oder Kerbmänner, die die nötigen Sammlungen veranstalten, sich mit den Gastwirten in Verbindung setzen, für die Ordnung und einen guten Verlauf des Festes sorgen. Sie werden dabei von „Platzjungfern" unterstützt. Mancherorts wird das Recht, die Kirmes zu veranstalten, meistbietend von der Gemeinde versteigert. Auch die Mädchen des Dorfes werden für die Festzeit ausgelost und verauktioniert, und die aus diese Weise oder durch Wahl vereinigten Paare bleiben zusammen, namentlich beim Tanz. In den Häusern wird gewaschen und geputzt, gebraten und gebacken, Vieh und Geflügel geschlachtet, Bier und Schnaps angeschafft, Berge von Kuchen und Fladen, die in eigenartigen Formen an den verschiedenen Orten her- gestellt sind, häufen sich auf. Denn die Kirmes ist ja eine Gelegenheit, bei der es hoch hergeht und bei der die aus der ganzen Umgegend zusammenströ- menden Freunde und Gäste freigebig bewirtet werden. Das Gesinde hat in dieser Seit ausgedehnte Freiheit, darfs sich wohlsein lassen; die Armen werden reich bedacht. Doch auch auf ernste Dinge richten sich die Gedanken. Wie dies vielfach bei Erntefesten der Brauch ist, vergißt man der Verstorbenen nicht, besucht ihre Gräber und glaubt sogar, daß sie am Tanz unsichtbar teilnehmen. Das Fest beginnt gewöhnlich mit einer Vorfeier, bei der noch einmal alles für die großen Tage besprochen und angeordnet wird. Früher ritt auch wohl der bekränzte Kirmesbitter von Haus zu Haus und lud zur Feier ein, oder von der Kanzel wird Mitteilung vom Beginn der Kirmes gemacht. In Bayern ist der Kirmessonntag das Fest der Burschen, die dann „die Spendierhosen anhaben", während am Montag die Mädchen ihren Sparstrumpf unter dem Strohsack hervorholen und die Burschen freihalten.
Schimmelreiter und Kerbebaum.
Nun ist der Festtag da. Vom Turm herab flattert die Fahne und die Glocken läuten zum Gottesdienst. Ueber die frischgekehrten Straßen zieht die Gemeinde in manchen Gegenden in feierlichem Zug zur Kirche. Die Umzüge gemahnen in den lustigen Vermummungen, die man anlegt, an die Fastnacht. Die lustige Person fehlt nicht, Hanswurst und
Pritschmeister treiben Ihre Scherze, Sch1 ™ J* *} ’ reiter und Äirmesbar werden umjubelt. Die Musikanten ziehen von Haus zu Haus, brm- aen Ständchen und sammeln Oaben ein; auch die alten firauen die Hirten und die Knechte oeran- ftalten Bittgänge, bei denen sie Eier, Speck, Kuchen oder auch Seit) empfangen. Die Belustigungen wer- sen neben allerlei Jahrmarktstrubel noch uralte fiormen auf. Hammel und Hahn, zwei Srnnbilder der Fruchtbarkeit, die zum Erntefest gehören stehen im Mittelpunkt. Ein Hammel oder em Hahn wird ausgelonzt und dann geschlachtet, wobei dte Er- innerung an ein altes Opfer nachklingt. Ring kämpfe werden veranstaltet. Auch em Hahnenschla- gen findet statt. Eine besondere „Belustigung> ist die ^Kirmesschaukel". Wie hier gewisse Maibrauche wie» der ausgenommen werden, die den Frühlings- mit dem Herbstbrauch verknüpfen, so ist dies auch bei dem „K i r m e s b a u m" (,Kerbebaum ) der Fall, der dem „Erntemai" entspricht. Dieser Baum, meist eine Fichte, der den Mittelpunkt beim Tanz auf dem Anger und bei manchen Wettkämpfen bildet, ist schon lange vorher heimlich aus dem Wald geholt, mit Kränzen, Blumen, Bändern, auch wohl mit Eiern, Würsten, Weinflaschen behängt worden. Die Jugend klettert bann hinauf, um bie Gewinne zu erhaschen.
Die ganze Fülle ber Kirmesfreuben entfaltet sich am Nachmittag bes ersten Tages beim Tanz, und dieser wirb bann am nächsten Tag eifrig fortgesetzt, entroeber auf bem Gemeinbeplatz ober häufiger im Wirtshaus. In buntem Zuge schreiten bie Paare bahin, jeber Bursch von seinem Mädchen mit dem Kirmesstrauß von Blumen und Flitter- golb geschmückt. Dabei bevorzugt man bie alten
Volkstänze mit Ihren altertümlichen Weisen. Der Wirt eröffnet bisweilen den Tanz mit einer aus Garben hergerichteten, mit Bänbern geschmückten Erntepuppe. Bei allerlei „Hänseltänzen" wirb Schabernack getrieben, unb manchmal gibt gar einer ben alten Siebensprung zum besten. Von ber Decke bes Tanzsaales hängt bie Erntekrone herab, bie in feierlicher Form „abgetanzt" wirb, indem man sich um sie herumdreht.
Oie Kirmes wird begraben.
Den Schluß der Kirmes bildet das komisch- feierliche Begraben; es ist das Sinnbild dafür, daß nun von Lust und Tanz Abschied genommen werden muß. Das Bedürfnis nach Anschaulichkeit, das im Volksbrauch herrscht, führt zu einer Verkörperung ber Kirmes; sie wirb etwa durch eine Puppe dargestellt, die während ber Feier irgenbroo sichtbar angebracht ist; im Rheinland heißt sie „Zacheies". Diese Puppe wird unter Weh- klagen in bie Erbe verscharrt, verbrannt ober auch ins Wasser geworfen, mit ber Hoffnung, baß sie im nächsten Jahr fröhliche Urftänb feiern möge. Bisweilen übernimmt auch ein lebenber Bursche bie Rolle der Kirmes; er heißt bie „Kirbe-Sau". Bei biefer Schlußfeier schüttet man hie unb ba Branntwein in ein Loch, vergräbt ein Glas ober eine Flasche mit Wein, Schnaps ober Bier, ein Stück Kuchen, den Kopf des geschlachteten Hahnes unb anberes in ber Erbe. Damit ist das Herbstfest bes beutschen Bauerntums zu Enbe unb bie Aussicht auf bas künftige bereits eröffnet, denn zu Beginn der nächsten Kirmes wird das eingegrabene Symbol feierlich wieder hervorgeholt.
Wirtschaft.
Beirat für Energie-Wirtschaft.
Durch Verordnung des hessischen Staatsministers vom 26. September 1933 wirb zur Beratung ber Gestaltung auf bem Gebiete ber Energie-Wirtschaft ein Beirat gebilbet, ber aus bem hessischen Staats- minifter unb ben von ihm zu ernennenben Mit- gliebern besteht.
Die deutschen Sparkassen im August.
Für die Spareinlagen bei den deutschen Spar- faffen ergab sich im Monat August ein Einzah- lungsüberschuß von 50,2 Millionen Mark. Die Einzahlungen verminderten sich gegenüber bem Vormonat um 7,6 Millionen Mark auf 417,3 Millionen Mark, bie Rückzahlungen um 44,6 Millionen Mark auf 367,1 Millionen Mark. Das günstige Ergebnis ist in ber Hauptsache barauf zurückzuführen, baß sich bie Einzahlungen gegenüber bem Vormonat bei beträchtlich gesunkenen Auszahlungen nur wenig oerminberten. Abgesehen von bem aus jahreszeitlichen Grünben günstigen Monat Januar 1933 konnten bie beutschen Sparkassen im August ben höchsten Ueberschutz ber Einzahlungen über bie Auszahlungen seit ber Krise erzielen. Diese auswärts gerichtete Tendenz zeigte sich in allen preußischen Provinzen und deutschen Ländern, ein Zeichen dafür, daß das wachsende Vertrauen zu den Sparkassen sich wieder allgemein durchgesetzt hat. Einschließlich 1,4 Millionen Mark Zins und 3 Millionen Mark Aufwertungsgutschriften stieg der Spareinlagen» beftanb auf 10 545,4 (10 489,9 Ende Juli) Millionen Mark unb überschritt bamit mieber ben Stanb vom Dezember 1930. Die Giroeinlagen einschließlich dem sächsischen Gironetz wiesen mit einer Steigerung um 52,7 Millionen Mark auf 1422,6 Millionen Mark den höchsten Einlageüberschuß seit ber Krise auf. Auch bei ben Giroeinlagen trat in allen Bezirken eine Steigerung ein.
*
* Neueinstellungen bei Nora-Rabio. Infolge ber günstigen Auswirkung ber Funkausstellung hat die Nora-Radio G. m. b. H. ihre Belegschaft ab 1. 8. um etwa 700 Mann erhöht. Weitere belangreiche Neueinstellungen sind zu erwarten.
Frankfurter Börse.
IHlffagsbörfe: sehr still.
Frankfurt a. M., 29. Sept. Die Ausführungen Dr. Goebbels in Genf machten einen günstigen Eindruck, zu einer Belebung bes Geschäftes trugen sie aber nicht bei, fo daß bie bereits an ber gestrigen Abenbbärfe herrfchenbe Geschäfts stille auch im heutigen Mittagsverkehr wirksam blieb. Die Kulisse übte im Hinblick auf den Ausfall der morgigen Berliner Börse und im Zusammenhang mit bem Quartalsultimo weiter Zurückhaltung, während bie Kunbschaft nur mit minimalen Aufträgen gekommen war. Verschiebentlich erfolgten kleine Glattstellungen zum Wochenschluß, boch war die ©runbftimmung nicht unfreundlich.
Die Kurse zeigten erneut ein uneinheitliches Bild, wobei aber die Veränderungen wieder nur klein
waren. Ueberroiegenb um 0,50 bis 1 v. H. fester lagen Montanaktien, darüber hinaus gewannen Gelsenkirchen und Harvener je 1,25 v. H. und Mannesmann 1,90 v. H. Von Chemiewerten setzten JG.- Farben 0,38 v. H. unb Dt. Erböl 0,75 v. H. niebri- ger ein, Rütgerswerke unb Metallgesellschaft waren leicht erhöht. Am Elektromarkt gaben Siemens nach der jüngsten Befestigung 1,25 v. H., Bekula 0,50 v. H. nach, während Lahmeyer um 1 v. H. erholt waren. Von sonstigen Werten eröffneten Holzmann 1 v. H. höher, ferner ist die weitere Befestigung von L. Tietz um 1,50 v. H. auf 14,25 v. H. bemerkenswert. Auf den übrigen Marktgebieten hielten sich die Veränderungen im Ausmaß von 0,25 bis 0,50 v. H. — Im Verlaufe hielt bie Geschäftsstille an, doch zeigten bie Kurse größtenteils keine Veränbe- rungen gegenüber bem Anfang. Montanwerte waren z. T. weiter erhöht, auch Siemens zogen 0,75 v. H., Lahmeyer nochmals 1 v. H., Reichsbank 0,75 v. H. an, während Holzmann von 60 auf 58,25 v. H. zurückgingen. Chadeaktien kamen mit 156 um 2 Mk. höher zum Kurs. JG.-Farben schlossen mit 116,50 nach 116,75 unb anfangs 116,25 v. H.
Der Rentenmarkt zeigte für deutsche Anleihen, Reichsschuldbuchforderungen, Stahlverein- Bonbs unb Reichsbahn-VA. bis zu 0,38 v. H. niebri- gere Kurse, Neubesitz waren später um 10 Pf. auf 11,20 erhöht. Golb- unb ßiquibationspfanbbriefe sowie Kommunal-Obligationen blieben meist unoer- änbert, auch Staats- unb Länberanleihen wiesen nur unwesentliche Abweichungen auf. Dagegen waren Stabtanleihen etwas angeboten unb meist 1 v. H. schwächer, stärker gebrückt waren 6 v. H. Darmstabt von 1928 mit minus 2,50 v. H. aus 67 v. H. Von fremben Werten lagen Anatolier unb Tehuantepecs je 0,13 v. H. höher, fest waren Schweiz. Bunbesbahn-Anleihen, bie bis zu 3 v. H. anzogen. — Tagesgelb war zum Ultimo stark gesucht und wurde um 0,50 v. H. auf 4,50 v. H. erhöht.
Abendbörse: still.
Die Abendbörse hatte nur schwachen Besuch zu verzeichnen unb verkehrte in außerorbentlich stiller Haltung. Vereinzelt erfolgten noch kleine Glatt- ftellungen, so baß bie Berliner Schlußkurse nicht immer voll behauptet blieben. Etwas Angebot bestaub in Siemens, bie um 1,75 v. H. auf 144,75 v. H. nachgaben. Ferner bröckelten bei Eröffnung IG. Farben um 0,40 v. H. unb Aku um 0,25 v. H. ab, bagegen konnten sich Deutsche Erböl um 0,25 v. H. erhöhen.
Auch der R e n t e n m a r k t lag sehr ruhig. Neubesitz gaben um 5 Pfg. nach, während Altbesitz, anleihe und späte Reichsschuldbuchforderungen, sowie Stadtanleihen meist unverändert waren.
33,25, Rheinstahl 73, Stahlverein 32,25, Reichsbahn- VA. 99,75, Norddeutscher Lloyd 11,13.
Maittzer Getreidemarkt.
Mainz, 29. Sept. Bei ruhigem Geschäft waren die Preise gehalten, Käufer unb Verkäufer verhielten sich abroartenb. Es notierten (Großhcmbels- Einstanbspreis per 100 kg loko Mainz): Weizen 19,25, Roggen 16,00, Hafer 13,75 bis 14,25, Braugerste 18,50 bis 19,00, 3nbuftriegerfte 17,50 bis
18,00, Malzkeime 11,75 bis 12,25, Slidd. Weizenmehl Spez. 0, 29,15, Roggenmehl, 60proz. Ausmahlung, 23,00 bis 23,50, Weizenkleie, fein, 9,40 bis 9,75, do. grob 10,10 bis 10,50, Roggenkleie 9,25 bis 9,50, Weizenfuttermehl 11,00, Biertreber 15,25 bis 15,50, Soyaschrot 15,00, Trockenschnitzel 8,60 Mk.
Mannheimer Klein-Biehmarkt.
Mannheim, 29. Sept. Auftrieb: 104 Kälber, 26 Schafe, 651 Schweine, 810 Ferkel unb 1 Ziege» Es kosteten: beste Mast- unb Saugkälber 39 bis 42, mittlere Mast- unb Saugkälber 34 bis 38, geringe Kälber 29 bis 32, geringste Kälber 25 bis 28 Mark; Fettschweine über 300 Pfund 50 bis 53, vollst. 240 bis 300 Pfund 49 bis 52, vollst. 160 bis 200 Pfund 48 bis 51, fleischige 120 bis 160 Pfund 44 bis 47 Mark; Ferkel bis 6 Wochen 6 bis 8, über 6 Wochen 10 bis 13. Läufer 13 bis 18 Mark. —i Marktoerlauf: Kälber, Schweine unb Ferkel ruhig.
Kölner Buttermarkt.
Köln, 29. Sept. Bei sehr ruhiger Tenbenz waren bie Preise wenig oeränbert. Es notierten: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, Deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132, bito 2. Qualität 127, dito 3. Qualität gestrichen.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelische Gemeinden.
Sonntag, 1. Oktober. 16. Sonntag nach Trinitatis. Erntedankfest.
Stabtkirche. 9.30 Uhr: Pfr. Mahr; 11: Kinderkirche für die Matthäusgerneinde; Pfr. Mahr. — Johan- neskirche. 9.30: Pfr. Bechtolsheirner; 11: Kinberkirche für die Lukasgerneinbe; Pfr. Bechtolsheirner; 20i Missionsstunbe im Johannessaal; Pfr. Groh. — Kapelle bes Alten Friedhofs. 9.30: Kandidat Geißler; 11: Kinberkirche für bie Luthergerneinbe; Kandidat Geißler. — Petruskapelle. 9.45: Pfarrassistent Dör° sarn; 11: Kinderkirche für bie Petrusgerneinde; Pfarrassistent Dörsarn. — Saal ber Reuen Krippe. 11: Kinberkirche für bie Johannesgerneinbe; Pfr. Ausfelb. — Feldgottesdienst auf dem Trieb. 9.30: Pfr. Lenz. — Wieseck. 9.30: Erntedankfest; Chorschule; Kollekte. — Alten-vuseck. 11: Erntedankfest; Pfr. Sattler (Wieseck); Kollekte. — Grohen-Buseck. Deutscher Erntebanktag. 10.30: Festgottesbienst; Posaunenchor; Kollekte. — Oppenrod. 8.30: Festgottes, dienst; Kollekte; 20: Liturgische Erntefeier; Kinder- chor; Grntefpiel; Lichtbilder; Kollekte. — Steinbach. 10: Erntedankfest; Mitwirkung des Frauenchors und ber Konfirmanden; Kollekte. — AIbach. 12.30: Erntebankfest; Kollekte. — Klein-Linden. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 9.30: Festgottesdienst unter Mitwirkung bes Kirchenchors und mit Darbietung eines Erntefestspiels durch eine Gruppe Konfirmanden; Kollekte für die NS.-Volks- Wohlfahrt. Der Festgottesbienst findet in ber großen Turnhalle statt. 13: Erntebankfestbeklamatorium burch eine zweite Konfirmanbengruppe in ber Kirche; Kollekte für die Wiederherstellung ber evangelischen Kirche in Deckenbach. — Kirchberg. 10: Erntebank- fest; Kollekte für bie Winternothilfe; 11: Christen- lehre für bie konfirmierte männliche Jugenb. — Lollar. 13: Erntedankfest; Kollekte. — Wahenborn- Steinberg. 8.30: Erntedankfest; Pfr. Steiner (Hausen); Kirchenchor; Kollekte. — Grüningen. 8.30: Pfr. Reusch (Leihgestern); Kollekte. — Lich. 9.30: Stifts- dechant Kahn; Erntespiel; Kirchengesangverein; Po- saunenchor; Kollekte.
katholische Gemeinden. Samstag, 30. September.
Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte.
Sonntag, 1. Oktober. Rosenkranzfest.
Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion ber Männer unb Jünglinge und ber Mitglieber bes Katholischen Kaufmännischen Vereins; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt. — Rosenkranzandacht ist Montag, Mittwoch unb Freitag 20 Uhr, Dienstag, Donnerstag und Samstag 18 Uhr. — Grünberg. 9.45: Messe mit Pre- bigt. — Hungen. 17.30: Vortrag unb Andacht. — Laubach. 10: Hochamt, mit Prebigt; 14.30: Christenlehre unb Anbacht. — Lich. 7.30: Hochamt mit Pre- bigt; 20: Vortrag und Andacht. — Ridda. 8.30: Hochamt mit Predigt. — Schatten. 10.30: Hochamt mit Predigt.
Mittwoch, 4- Oktober.
Hungen. 6.15 Uhr: Messe.
Freitag, 6. Oktober.
Gießen. 7.30 Uhr: Amt mit Segen. — Lich. 6.15; Segensmesse.
Oeffentlicher Sonnfagsbienft
Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01.
Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf leie* son 02.
Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr.
Stadtpostamt: Für Schließsachabholer 1 bis 13 Uhr.
Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte : Dr.Mehl, Dr. Wolf.
Zahnarzt: Dr. med. Kockerbeck. Apotheke: Pelikanapotheke.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H-, Lombarbzinsfuß 5 v. H.
Jranffun a. 2JI.
Berlin
Schluß- für«
Schluß». Abend- börse
Schluß- furd
Schluß». Ulittag» börse
Datum
28-9.
29.9.
28-9.
29.9.
6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927
84,73
85
85
85
6% etjem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929
98,9
98,6
98,5
98,25
654% Doung-Anieihe von 1930 ..
86,25
85,4
86
85,75
Deutsche Ant.-Abios.-Schuid mit
79,9
79,65
79,75
AuSlos.-Rechtea .............
79,75
Desgl. ohne Auslos.-Rechte......
11,15
11,15
11,13
11,2
6% eljem.8% Hess. Bollsstaat 1929
81,1
trückzahlb. 102%)............
6% Hess. Landesbank Darmstadt
Gold R. 12..................
80
—
81,5
82,5
82,5
82
—
654% Hess- LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Ligut.........
84,75
85
—
—•
Oberhessen Provinz-Anleihe mit
72
72
Auslos.-Rechten .............
—
—■
Deutsche Komm. Sammelabl. An-
74,5
74,4
74,4
74,13
leihe Serie 1 mitAuSlos.-Rechlen
6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank
Goldpse. 15 unkündbar bis 1935
84
84
—
—
6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bi» 1936
84
84
—
—
654% ehem. «54% Franks. Hyp^- Bank.Ll<,u..Psandbrtese.......
84,75
84,5
—
—
654% ehem. «54% Rheinische Hyp.-Bank.Llau ^Goldpse.....
86,5
86,25
—
—
6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand- briesanstalt, Psandbriese R. 19
85,5
85
85,5
85,5
6% ehern. 7% Pr. Lmdesptand. briesanstalt, Psandbriese 8t. 10
85
85
85
Eteuergutsch. Verrechnungskurs..
86,75
86,75
86,75
I 86,75
«% Oesterreichssche Goldrente....
4,20% Oesterreichssche Silberrente
0,70
0,76
0,80
10,13
0,75
«°/o Ungarische Golbrente ------- «% Ungarische Staatsrente v. 1910
5,15
4,6
5,5
5,1
4,9
4,2
4,5
4,9
6,15
4,4
5,6
«54% desgl.von 1913..........
5% abgest. Goldmexikaner von 99
5,5
«% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe
5,05
4,7
5,05
Serie 1.....................
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß» kurS
Schluß». Abmdbörse
Schluß» kurs
Schluß», mittag» börse
Dalum
28-9-
29-9.
28.9.
29.9.
4% deSgl. Serie 11 .............
5% Rumän. vereinh. Mente v. 1903 «k%RumSn.verelnh.Rentev.i913
4% Rumänische vereinh. Rente ..
214% Anatolier ...............
Hamburg-Amerika-Paket .....0
Hamburg-Südam. Dampsschlss. 0
Hansa-Dampsschlss...........o
Norddeutscher Lloyd .........0
A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0
Berliner Handelsgesellschaft ... 4
Commerz- und Prlvat-Bank... 0 Deutsche Bank und DiSconto»
Gesellschaft................o
Dresdner Bank.............. 0
Reichsbank ............... 12
A.E.G...................... 0
Bekula.....................0
Elektr.LieferungSgesellschaft... 6
Licht und Kraft ............. 6
Felten & Guilleaume.........0
Gesellsch.f.EIektr.nnternehmung. 6
Rheinische ElekMzität ........0
Schuckert L Co...............6
Siemen« L Halike............
Lahmeyer L Co............. 10
Buderu» ...................
Deutsche Erdöl..............
Gelsenkirchener..............
Harpener...................
Hoesch Essen—Köln-Neuessen ..
Mse Bergbau ...............
51fe Bergbau Genüsse........
Klöcknerwerke...............
Mannesmann-Röhre« ........
4,85
4,5
2,5
25
10,5
11,25
44
45,5 37
141
18.25 113
90
41
89,5 146.5
110
64
96,5 46
80,75
-
126 95
51,75
61.5
4,9
2,8
4,5
2,5
25,25
10,25
11,13
40
42,5
45
36.5
141,25
18,5 112^5
90,5
41,5
144,75
112
64.5
96,25
47
82
94,5
52
52,5
4,9
4?5
2,65
25,1
10,25
22,25 18,5 11,5
40.5
84
44
45,5
37
141,4
17,9 113
72,25 90,25
41,5
72,9
88,5
146,75
110
64.5 95.25 45,75
81
53
126
95,5
51,13
61
5
4,4
2,55
25
10,25
22 20,25 11,13 40,13 84,75
43
45
36,5 140,9
18,13
113,25 72,5
90,25 41,75
73,65
79
90 146,5 112,25
65
96 47,25 82,25
55
129 95,25
63,5 52,65
Franllurt a. M.
Serlln
Schluß» »urS
Schluß», Abend» börse
Schluß» für«
Schluß». Minag- börse
Datum
28-9-
29-5.
28.9-
29-9-
Mansselder Bergbau.......
KokSioerke................
. 0
. 0
22
23,75
22,25
67,13
23,75
68,25
Phönix Bergbau...........
. 0
31,5
33,25
31,5
33.13
Rheinische Braunkohlen ....
10
180,5
—
179.75
182
Rhetnstahl................
. 0
72,5
73
73
73,13
Bereinigte Stahlwerke......
. 0
31
32,25
31
32,13
11
Otavi Minen .............
. 0
11
11,25
11
Kaliwerke Aschersleben......
.. b
—-
111
111
113
Kaliwerke Westeregeln......
—
112
113
111
Kaliwerke Salzdetfurth.....
7%
160
—
158
157
3. G. Farben-Industrte.....
Scheideanstalt.............
.. 7
.. 0
116,65
169
116,5
169
116,25
116,4
Goldschmidt ..............
.. 0
41
40,5
40-25
40,5
Rütgerswerke .............
.. 0
46,5
47,5
46,75
47
Metallgelellschast..........
.. u
52,5
52,5
52,5
52,5
Philipp Holzmann.........
Zementwerk Heidelberg ....
Cementwerk Karlstadt.......
.. 0
.. 0
.. 0
59
73
5Z
58,25
Schultheis Patzenhofer .....
Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg.................
.. 0
.. 0
.. 0
28,75
39,25
29
38,5
91,5
29
38
91,5
29,25
38,5
Zellstoff Waldhof..........
.. 0
33
32,75
32,5
32,5
Zellstoff Aschaffenburg .....
.. 0
20
—
20
18,75
Dessauer GaS .............
.. 7
—
—
100,75
99,7b
Daimler Motoren..........
.. 0
24,25
24,25
24
24,13
Deutsche Linoleum.........
.. 0
39,25
39.5
38,5
39,5
Orenstein & Koppel.......
.. 0
—
—
27
26,5
Leonhard Tietz...........
.. 0
12,75
14,25
1 2,25
14,13
Chadc ...................
..10
——
—
154
157
Aecumulatoren-Fabrik.....
.. 0
160
160,5
Contt-Gummt.............
.. 0
133
133,5
133
133,5
Gritzner.................
Mainkrastwerke Höchst a.M.
..
| 16,65
.. <
55
1 55,5
1
—■
Eüddeusscher Zucker......
..
1 156
166,25
156,76
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2H.
28-September
29-September
Amtliche Dloticrung
Amtliche
Geld
Notierung
Srie>
Geld
Sric
Helsingsor»..
5,754
5,766
5,754
5,766
48.D
48,1
48,05
48.15
Prag.......
12,405
12,425
12,415
12.435
Budapest ...
Sofia......
3,047
3,053
3,047
3,053
Holland ....
169,03
169,37
169,08
169,42
Öölo.......
65.68
Kopenhagen.
8 39
58,51
58,14
58,26
Stockholm...
67.38
67.52
67,13
67,27
London.....
13,07
13,11
13,02
13,06
Buenos Aires
0,963
0,96/
0,963
0.967
Reuyorl....
2,777
2,783
2,747
2,753
Brüssel.....
58.44
58,56
58,42
58,54
Italien.....
22,09
22,13
22,08
22,12
Paris......
16,40
16,44
16,40
16.44
Schwei- ....
81,17
81.33
81,17
81,33
Spanien....
35,06
35,14
35,01
35,09
Danzig.....
81,62
81,78
81.62
81,78
Japan......
0,769
0,771
0,766
0,768
Rio de Jan. .
0,230
0,232
0,230
0,232
Jugoslawien.
5,295
5,305
5,295
5,305
Lissabon ....
12,68
12,70
12,68
12,r-
Banknoten.
Aerlln, 29.September
Geld
Äries
Amerikanische Roten..............
2,70
2,72
Belgische Noten..................
58,26
58,50
Dänische Noten .................
57,88
58,12
Englische Noten .................
12,98
13,04
Französische Noten...............
Holländische Noten...............
16,36
168,66
16,42
169,34
Italienische Noten................
21,96
22,04
Norwegische Noten ..............
Deutsch Oesterreich, fc 100 Schilling
65,27
65.53
Rumänische Noten...............
—
—
Schwedische Noten...............
Schweizer Noten.................
66,97
80,99
67,23
81,31
Spanische Noten.................
Ungarische Noten ................
34,88
35,02


