Ausgabe 
30.9.1933 Erstes Blatt
 
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ig der Hotelräume sind e zeitgemäße Basis ge« flimmer. Der wirtschaft« 'mir! uni) bas Gewerbe rofaüglgen Umbau er» 10-

en wurden nach dein des Architekten Paurat und ÄüÄtch ausge«

>er Arbeiten wurden er« er Handwerker in An- sürlandwirtschast' rdlung.

leichsernährungsministers Nische Reichsbahn-Gesell« die Besorderuna aller

>lbar als Baustoffe sür unq neuer Bauernhöfe ngsoorhaben) gebraucht igung in hohe von 20 war unabhängig davon, men eines bet Arbeite« r Reichsregierung durch- eren Bestimmungen über

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Derjenige, der diese Bauernrechte zu Vorteil ausbeuten will, ist ein Verräter Revolution. Ebenso soll nicht mehr Milch werden, als zum jetzigen Zeitpunkt.

Vorträge: Donnerstag, 5. Oktober: Dr. Walther Bruns (Neubabelsberg) über25 000 Kilometer durch Sibirien": Donnersta " Dr. Wilhelm Credner (

Den heffen-naffam'schen Bauern zum Erntedankfest.

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Ich gebe hierdurch bekannt, daß ich meine Praxis von Ludwigstr. 47 nach

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Ecke Frankfurter Straße (Erdgeschoß) verlegt habe.

Auftrieb: 8 9 Uhr

Prämiierung: 911 Uhr

11 Uhr Beginn der Versteigerung Anfragen an das Tierzuchtamt der Hess. Bauernkammer in Gießen

Der

Alicefrauenverein vom Roten Kreuz

Zweigvereln Gießen

macht bekannt, bah am 4. Dezember d. I. wiederum

eine Ehrung der Hausangestellten die b Jahre, 10 Jahre, 15 Jahre in einem Hause gedient haben, stattstndet. Es ist dies eine hochherzige Stiftung und wird zum sechstenmal gefeiert.

Die Unterzeichnete bittet die betreffenden Dienstherr­schaften, schriftliche Anmeldungen mit polizeilicher De- stätigung der Daten an ihre Adresse zu gehen zu lassen Die Listen für das Jahr 1933 werden am 1. November geschlossen. 6037D

Wilhelmine Kramer,i.Vorsitzende,LubVigspl.io'^

In dem herrlichen Land am Rhein, am Main und am Neckar feiert morgen das ganze deutsche Volk den Bauerntag. Wir Bauern danken unserem Dolkskanzler Adolf Hitler, daß er sei­nem Reichsbauernführer R. W. Darrö die Voll- machten gegeben hat, um

das deutsche Bauerntum aus dem Kapitalismus und Liberalismus herauszuführen in eine neue

Zeit.

Das gesamte deutsche Volk freut sich mit dem Bauern, denn es weiß, daß der Bauer die Ernäh- rungsgrundlage für alle schafft. Aber wir Hessen- nassauischen Bauern Haden noch einen besonderen Grund zu feiern: durch die zielbewußte Arbeit unseres Gauleiters und Neichsstatthalters Spren­ger sind

Zwei Gebiete, die zusammengehören, auch zu- fammengefommen.

Rhein, Main, Neckar schließen uns eng zusammen. So haben auch wir in unserer berufsständischen Dr- ganisation die Zusammenfassung der hessischen und nassauischen Bauern zum hessen-nassaui- schen Bauernstand vorgenommen.

Die Führer dieses Berufsstandes kennen keinen Unterschied der Gebiete, sondern sie werden mit ihrer ganzen Kraft die Einheit und die gegenseitige Ergänzung fördern.

So steht dieses große deutsche Ernte- d a n k f e st im Zeichen der nationalsozia- l i ft i schen Revolution.

Die letzten Gesetze, die den Reichsernährungs­minister ermächtigen, den Aufbau des Reichsnähr­standes vorzunehmen, die Erzeugung, ^en Absatz, sowie die Preise und Preisspannen landwirtschaft­licher Erzeugnisse zu regeln, wenn dies unter Wür­digung der Belange der Gesamtwirtschaft und des Gemeinwohles geboten erscheint, sowie das Gesetz über den Zusammenschluß von Mühlen,

geben dem deutschen Bauer Rechte. Aber ebenso groß, größer sind seine Pflichten, seine Pflichten dem deutschen Volke gegenüber, feine pflichten

für seinen Berufsstand.

auszusehen hat, darüber brauche ich sicher den zu­ständigen Herren nichts zu sagen. Der Verputz in der Kapelle ist noch dazu an vielen Stellen schad­haft. Dieser Zustand trägt auch nicht gerade zur Verschönerung des Bildes bei, aber vielleicht nimmt die Verwaltung Veranlassung, gelegentlich der dringend notwendigen Ausbesserung auch gleich den oben bargelegten Wünschen Rechnung zu tragen. Für Menschen mit Gefühl unb nur ein wenig Ge­schmack ist der Aufenthalt in ber Kapelle wegen ber geschilderten Mängel zur Zeit wirklich eine Tortur, über die die schönste Ansprache des Pfar-

ig, 9. November: Prof. (München) überGeo- graphische Reisen und Forschungen im Süden Chinas"; Donnerstag, 7. Dezember: Dr. Franz Kühn (Kiel) überDie wirtschaftliche Differenzie­rung Argentiniens in ihrer Abhängigkeit von Natur und Mensch": Donnerstag, 11. Januar: Dr. Paul Rohrbach (München) überAfrika 1933 und die deutsche Kolonialfrage": Donnerstag, 8. Fe- bruar: Prof. Dr. Hermann L a u t e n f a ch (Gießen) überReifen in Korea". Auf die heutige Anzeige fei besonders aufmerksam gemacht.

Denkt immer daran, daß das Volk und ihr selbst I wieder gesunden könnt im gemeinsamen Zu- sammenhelfen. Und so darf kein Bauer aus |

rers, bte feinste Harmonkum-Musik und der vollen­detste Chorgesang nicht hinweghelfen können. B.

(Eine Bitte aus dem IDehlarer Deg.

Tiit Freuden werben es alle Anwohner der un­teren Klinikstraße begrüßen, daß diese Strohe jetzt endlich in einen vernünftigen Zustand gebracht wird. Sämtliche ^Einwohner des oberen Stadtviertels roaren ber Stadtverwaltung dankbar, wenn auch der Bürgersteig im Wetzlarer Weg bis an die neu eingerichtete Kirche der Petrusgerneinde in solcher We.se hergestellt würbe.

Einer für alle.

ber für ben ganzen Stanb geltenben Regelung für sich befonbere Vorteile gewinnen wollen.

Und so werden wir auch nach diesem Erntedank- fest uns derer erinnern, die heute noch arbeitslos find. Was ist unser Opfer, gemessen an der politischen­leiblichen Not dieser Volksgenossen?

keiner soll diesen Winter hungern ober frieren.

Wir hessen-nassauischen Bauern sinb National- sozialisten unb werben mit Begeisterung ben armen Volksgenossen helfen. Voll froher Zuversicht blicken wir auf Abolf Hitler, voll Vertrauen folgen wir unserem Reichsbauernführer! Bauern, wir sinb bie Grundlage ber beutfdjen Nation, deshalb wollen wir bescheiben unseren Dienst am Volke tun.

(Einer für Alle, Alle für (Einen.

Heil Hitler I Lanbesbauernführer Dr. Wagner,

Oie Verordnung über preise für Getreide.

Im Reichsanzeiger vorn 29. September ist die vom gleichen Tage batierte Verorbnung über Preise für (Betreibe veröffentlicht. Für ben Verkauf von inländischem Roggen burch ben Er- Zeuger sind neun Preisgebiete festgesetzt worden mit gestaffelten Pressen von 140 bis 158 Mark je Tonne, sür Weizen 11 Preisgebiete, in denen sich die Preise gestaffelt von 175 bis 193 Mark je Tonne stellen. Diese Preise gelten jedoch nur für ben Fall, daß bie Lieferung im Monat Oktober 1933 zu erfolgen hat. Erfolgt spätere ßieferung, so treten hierzu je Tonne folgende Zuschläge: bei Roggen im November 1933 1 Mark, im Dezember 3 Mark, im Januar 1934 6 Mark, im Februar 8 Mark, im März 10 Mark, im April 12 Mark, im Mai 15 Mark und im Juni 18 Mark: bei Weizen: im November 1933 1 Mark, im Dezember 2 Mark, im Januar 1934 4 Mark, im Februar 5,50 Mark, im März 7 Mark, im April 9 Mark, im Mai 11 Mark unb im Juni 13 Mark. Die Preise gelten für gefunbe, trockene Ware von durchschnittlicher Beschaffenheit der Ernte 1933.

Die Verordnung enthält im übrigen die Ausfüh­rungsbestimmungen zu dem Gesetz, lieber die Ab­wicklung handelsrechtlicher Lieferungsgeschäfte be­stimmt die Verordnung, daß die Reichsstelle für Ge­treide, Futtermittel und sonstige landwirtschaftliche Erzeugnisse, Geschäftsabteilung, mit Zustimmung des Reichsernährungsministers eine besondere Regelung treffen kann. Kaufverträge, die vor dem Inkraft­treten dieser Verordnung abgeschlossen worden find, bleiben vorbehaltlich der vorstehenden Vorschrift un­berührt. Das Gesetz zur Sicherung ber Getreidepreise vom 26. d. M. tritt mit bem 1. Oktober 1933 in Kraft. Mit dem gleichen Tage tritt auch diese Der- orbnung in Kraft.

Saatbeizmittel: Germisan,Uspulun und Ceresan Prospekte und Herbstpreisliste zu Diensten 6043A Samenhaus Heinrich Hahn, Gießen

* Anlagenkonzert finbet morgen, Sonn­tag, 1. Oktober, von 10.45 bis 11.45 Uhr burch bas Musikkorps bes I. (Hess.) Gren.-Batl. unter Leitung von Dbermufifmeifter Krauße in ber Sübanlage statt. Die Musikfolge ist: 1. Die Himmel rühmen bes Ewigen Ehre.', P. o. Beethoven: 2. Ooertüre zu Schillers: Wallensteins Lager, Fr. Rosenkranz: 3. Zwei Stücke aus: Sigurd Jorsalfar, a) Nordland- volk, b) Königslieb, E. (Brieg; 4. König Heinrichs Aufruf unb Gebet aus ber Oper Lohengrin, R. Wagner; 5. Großer Kriegsmarsch, Hymne unb (Be­bet aus ber Oper: Rienzi, R. Wagner.

** Besuchszeiten ber Museen. Das Oberhessische Museum im Alten Schloß (Branbplatz) unb das Völkermuseum int Neuen Schloß (Landgraf- Philipp-Platz) sind am Sorntag zwischen 11 unb 13 Uhr geöffnet. Das Kriegsmuseum ist bis auf wei­teres geschlossen.

** Abschiedsvorstellung Liesel Se­ll n g. Aus bem Stabttheaterbüro wirb uns ge­schrieben: Das beliebte Mitglieb unseres Ensembles, Liesel Beling, wird mit Beginn der Spiel­zeit Gießen verlassen, um ihren Filmverpflichtungen in Berlin nachzukommen. Die Intendanz hat es ermöglicht, der begabten Künstlerin den Weg zu ebnen und hat Frl. Beling daher zunächst auf meh­rere Wochen beurlaubt. In der OperetteSchwarz- waldmädel" am Sonntag, 1. Oktober, wird die Künstlerin zum letzten Mal die Rolle der Bärbel spielen, um bereits wenige Tage später dieselbe Rolle im gleichnamigen Tonfilm zu übernehmen. Wir entlassen die Künstlerin nur ungern aus unte­rem Verbände und hoffen, sie in einigen Wochen wieder in unserer Mitte auf der Bühne begrüßen zu können.

"SpendenfürdasWinterhilfswerk. Als Spende zum Winterhilfswerk des Deutschen Volkes 1933/34 hat die Firma GießenerBrau- baus und Spiritusfabrik A. & W. Benning- hoff in Gießen den Betrag von 1000 RM. an die Gauführung Hessen-Nassau der NSDAP, abgeführt. Ferner hat die Altersvereinigung 1882/1932 auf das Konto der NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen bei der Bezirkssparkasse Gießen 50 Mark als Spende für benKampf gegen Hunger und Kälte" einge- zahlt.

* e t r a 6 e n f p e r r u n g s - a d) r i th t e n, mitgeteilt vom Oberhessischen Automobil-Clud E. V. (A. v. D.), Gießen: Wegen Ausführung von Gleis­arbeiten wird der Uebergang am Bahnhof Groß- färben an ber Provinzialftraße Großkarben Kloppenheim am 3. Oktober von 6,30 bis 16 Uhr für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt über Selzerbrunnen. Die Sperrung ber Strecke Simtshausen Münchhausen im Zuge ber Straße Marburg Frankenberg ist auf­gehoben.

* FettverbiUigungsscheine. Die Aus­gabe der Fettverbilligungsscheine für den Monat Oktober erfolgt an die seitherigen Bezugsberechtig­ten ab sofort bei den zuständigen Für orgestellen des Wohlfahrtsamts.

Heute schon muß ich sagen, daß kein Bauer im Herbst und Frühjahr mehr Getreide anbauen darf, als im Vorjahr. Ich werde eine strenge ' wachung der Anbauflächen durchführen.

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SemesterbeginnTAovember Auskunft durch d. Direktion, Liebigstr, 16. Zenlral-Eherversleiiennig in fließen, am Freitag, dem 6. Oktober, au! dem Städtischen Viehmarktplati an der Margaretenhtttte

Zum Auftrieb kommen 20 Eber des deut­schen Edelschweins und 30 Eber des ver-

" Sturz vom Fahrrad ins Schau- f e n st e r. Gestern kurz nach 20 Uhr ereignete sich an der Ecke SelterswegWolkengasse ein Unfall, der zum Glück noch glimpflich verlief. Eine Rad­fahrerin kam dort in schnellem Tempo den Selters­weg herauf und wollte in die Wolkengasse ein- biegen. Bei ber raschen Fahrt konnte sie bie Kurve nicht richtig nehmen, sie sauste auf ben Bürgersteig, stürzte vom Rab unb flog unglücklicherweise in bas große Schaufenster bes Schokolabengeschästs von Weiht. Zum Glück kam bie Rablerin mit einigen leichten Schnittwunben noch glimpflich bavon, Da­gegen würbe bie große Schaufensterscheibe etwa zur Hälfte zertrümmert. Der Vorfall hatte eine größere Menschenansammlung zur Folge.

** D e r Gießener Wochenmarkt beginnt vom nächsten Dienstag ab um 8 Uhr unb enbet um 14 Uhr.

** Viehmärkte in Gießen. Nächsten Diens­tag ist hier Rinboieh- (Nutzvieh-) Markt, am Mitt­woch Schweinemarkt.

Strafkammer Gießen.

Ein Arbeitgeber aus Griebel hatte feinem schon früher abgeurteilten Gehilfen längere Zeit ein Arbeitsverhaltnis bescheinigt, bas überhaupt nicht beftanb. Aus diese Weise wollte der Ange- klagte dem Gehilfen die Arbeitslosenunterstützung verschaffen. Vom Amtsgericht in Butzbach wurde er deshalb zu 14 Tagen Gefängnis verurteilt. In der gestrigen Berufungsverhandlung wurde das Urteil des Vorgerichts insofern abgeändert, als das Gericht wegen des schon vorgeschrittenen Alters des Angeklagten eine Geldstrafe von 150 Mark am Platze fand.

Wegen Körperverletzung wurde der aus Rod- heim v. d. H. stammende L. K. vom Amtsgericht in Friedberg zu zwei Monaten Gefäng­nis verurteilt. Die gestrige Berufungsoerhandlung ergab, daß der Angeklagte den in demselben Hause wohnenden K. anläßlich eines Streites blutig ge­schlagen hatte. Der Staatsanwalt beantragte, die Berufung zu verwerfen. Das Gericht erkannte ent­sprechend dem Antrag des Staatsanwalts. Der An­geklagte erhält fünf Jahre bedingten Strafaufschub.

Eingesandt.

(Für Form unb Inhalt aller unter bieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt bie Redaktion dem

Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Blängel auf bem Neuen Friedhof.

Unser Neuer F r i e b h o f ist wunberschön, ebenso bie baulichen Anlagen mit ber Kapelle, na­mentlich jetzt im Schmuck bes herbstlichen Weinlaubs. Bedauerlich ist, baß man bie gärtnerische Anlage im Vorhof entfernt unb burch eine wenig schon wirkende Kiesfläche ersetzt hat. Das Kreuz in Form lebenber Blumen inmitten ber grünen Rasenfläche wirkte boch früher so feierlich unb bildete eine Zierbe Des ganzen Friedhofs. Schlimmer noch allerbings ist es mit bem Innern der Kapelle bestellt. Nament­lich bei Hellem, sonnigem Wetter kann infolge der weißen Verglasung ringsum keine rechte Feier- ftimmung aufkommen. Der Blick nach der Nische, in welcher der Geistliche seines Amtes waltet, ist manchmal, namentlich für Menschen mit empfind­lichen Augen, geradezu eine Qual. Wie schön wäre es, wenn Die Fenster, wie das doch auch sein sollte, ringsum, mindestens aber in der Nische und nach der Sonnenseite, bunt verglast wären. Dann das sonstige unschöne Aussehen der Wände mit dem gelben und blauen Kalkfarbenanstrich, der mir für oiefen besonderen Zweck absolut unangebracht er­scheint. Solche Farben sind für Vorplätze, Treppen- 1)0^6!^ ®afd)tücf)en und dergleichen bestimmt. Wie eine Kirche, und namentlich eine Friedhofskapelle,