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30.9.1933 Erstes Blatt
 
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18 Mitgliedern bestehen.

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, Berlin, 29.Sept. sZ 'Kundgebung kam es am [ liner Dom, wo die et Nerlins den Reichsbis zahlreichen großen Fackel ' abteilungen zum Dom ge ; bischos um 20 Uhr in 5 sämtlicher Ministerien, l der Behörden und Dertre dem Portal des Doms e der vieltausendköpiigen ' begeisterte chochruse entc der Generalsuperintendcr rer der Evangelischen 31 Iugendsichrer Danntm unb bie Pfarrer Ibemel, Pfarrer 2r. o. Berg > ! NihsbWj, da^ 16000 Mädels vor ihm aajmeah

Nach einünhalMMarr der Aeichsbischof ach mt wo er zunächst von Dr. alsdann von Pfarrer h Deutscher Studenten uri Plärrer Jakubski fi Kirche und die Heilsarm Vertretung des Bischofs geschaffene evangelische den und von D. Stan SW- Jugend. Der Rc die deutsche Jugend und aut aus den B)eg geben vertrauen und Beri Zwischen Gut und Böse Eiland rufe sie auf z Sodann betete «unser und sprach 8000 helleuchtenden A '°che Siegchül entgegen.

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Rau, Ernst, Wohnungseinrichtungen, Polsterroerk. statten, Brandplatz (gegenüber dem Alten Schloß). Reformhaus Reuform für gesundheitliche Lebens­und Nährmittel, Kosmetik, Kreuzplatz 5.

Reinig, A., Stahlwaren- und Besteckhaus, Waffen- handlg., Schleiferei und Messerschmiede, Optisches Institut, Seltersweg 30.

Reuter, E., Zigarrenhaus, Pfeifen, Tabake, Neuen Baue 11.

Reuter, E. 0., Wäscheausstattungsgeschäft, Selters­weg 61.

Rüdiger, Rudolf, Spenglerei, Installation, Radio, Heizungen. Walltorstraße 35.

Röhr, C.» & Co.. Betten-, Wäsche- und Leinenaus­stattungshaus, Webrahmen zum Handweben, Bahnhofstraße 44.

Rohrbach, Gustav, Kunstmaler und Graphiker für Handel, Gewerbe, Industrie u. Verkehr, Stephan- straße 34.

Ruhl & Fetzer, Bosch-Dienst, Barta-Dienst, Schau- zenstraße 3.

Ruhl, Aug. jun., Photo- und Radiohandlung, Plock- straße 12.

Sauer, Hermann, & Eo., Kohlen- und Landespro­dukte, Walltorstraße 48.

Schmidt, Brüder, Inh.: Hch. Guthardt, Fachgeschäft für Haus- und Küche, Seltersweg 77.

Schmidt, Karl, Schlossermeister, Bau- und Waagen­schlosserei, Löberstraße 19.

Schmiltgall, Ludwig, & Co., Feinmechanische Werk­stätte, Metallgießerei, Wirtschastsbüfetts und Zu­behör, Wernerwall 7.

Schunck, Carl, Elektrotechniker, Technisches u. Haus­haltungsgeschäft, Groh- und Kleinhandlung, Bahn­hofstraße 64.

Schwarz, E., Gartenbauarchitekt, Am Kugelberg 2.

Seelbach, (Bebt., Gardinen, Betten und Polstermöbel, Seltersweg 20. ______________

Die Gießener Aussteller der Vraunen Reste

Auf Grund ihrer eigenen Angaben veröffentlicht. Nachträge erdeten.

Der Zauernstaud auf derVraunen Reffe"

Von Dr. Rudolf Becker, Gießen.

Wünsche und Hoffnungen des Gartenbaues.

Don Rudolf (Schneider, Gießen.

Wenn jahrelang dem deutschen Gartenbau Ver­sprechungen gemacht wurden, die darauf hinaus- liefen, daß sich der deutsche Gärtner selbst helfen müsse, so ist doch nunmehr durch den gewaltigen Umbruch der gesamten Nation vieles anders ge­worden. . ..

In fast allen deutschen Städten wird für die Berufsstände auf die verschiedenste Art geworben, und man hat dabei den deutschen Gartenbau als einen der bedeutendsten Berufsstände nicht ver­gessen. Er ist es auch gewesen, der neben der deutschen Landwirtschaft für die Ernährung des deutschen Volkes während der Kriegsjahre durch völlige Umstellung vieler Betriebe unter größten Opfern eingetreten ist. Nach dem Kriege nahm der Berufsstand einen scheinbaren Aufstieg. Heute durch­kämpft der Gartenbau durch die Mißwirtschaft der Nachkriegszeit eine seiner schwersten Krisen.

Es ist deshalb heute nötiger denn je, daß für den deutschen Gartenbau und feine Erzeugnisse ge­worben wird. Der Auslandsmarkt hat es in den vergangenen Jahren verstanden, die deutschen 2ßaren stark zurückzudrängen, trotzdem der. deutsche Gärt­ner in der Lage war, den Inlandsbedarf fast völlig zu decken. Durch die modernen Kultureinrichtungen, die überall zum Teil unter erheblichen Opfern ent­standen sind, ist der deutsche Gartenbau in der Lage, jederzeit hochwertige Gemüse, Früchte und Blumen in hervorragender Qualität.für den Be- darf des gesamten Volkes zu erzeugen. Wenn trotz­dem das Ausland noch erhebliche Mengen feiner Gartenbauerzeugniffe bei uns auf den Markt wirft, die durch das günstigere Klima in besserer Auf­machung angeboten werden, so sollten sich doch die deutschen Hausfrauen heute dazu entschließen, die gute und frische einheimische Ware vorzuziehen.

Von allen Erzeugnissen des Gartenbaues gerat zur Zeit eines in den Hintergrund: die deutsche Blume. Warum lehnt man sie ab? Gehört sie nicht in Freud und Leid zu uns Menschen? Trotz der wirtschaftlichen Nöte unserer Zeit sollte man sich ihrer nicht entwehren. Schon zu allen Zeiten war es bei allen Kulturvölkern Sitte, ihren Toten die letzte Ehre und Dankbarkeit und den Hinterbliebe-

fieri Mitgefühl durch sie zu erweisen. Für die deutsche Blume, die im Leben des Menschen bei Freud und Leid immer unentbehrlich sein sollte, wird auch gelegentlich derBraunen Messe" von unseren Berufsangehörigen geworben werden.

Der gesamte deutsche Gartenbau erhofft von der überall schlagartig einfetzenden großen Werbetatig- Feit und durch alle Maßnahmen, die die Regierung Adolf Hitlers im Verein mit den Verbänden durchführt, nicht nur den Wiederaufstieg unseres Berufsstandes, sondern unsers ganzen deutschen Volkes.

Saufparfaffen und Arbeitsbeschaffung

Man schreibt uns: Im Einklang mit den Arbeits- beschaffungsmahnahmen der nationalen Regierung ist es dem Preußischen Justizminister Kerrl in Zusammenarbeit mit verschiedenen Ministerien und dem Reichsverband deutscher Bausparkassen gelun- gen, den deutschen privaten Bausparkassen ein Dar­lehen von rund 100 Millionen Reichsmark zu er- wirken. Zehntauscnde arbeitsloser Bauhandwerker werden hierdurch Arbeit und Brot erhalten, rund 10 000 Bausparer werden bald mit dem Bau des ersehnten Eigenheimes beginnen können.

Dieser Entschluß der maßgebenden Stellen be­deutet eine rückhaltlose Anerkennung des Spar- willens und der Sparkraft der deutschen Bausparer und der Bedeutung der Bausparkassen für den Auf- bau der nationalen Wirtschaft. Den gegebenen Maßstäben entsprechend erhält die Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot, die älteste deutsche Bauspar­kasse, auf Grund ihrer unbestreitbar größten Sti­ftungen einen beträchtlichen Teil dieses 100-Mil- lionen-Kredites. Der Ausstellungsstand dieser größ­ten deutschen Bausparkasse auf derBraunen Messe" zu Gießen wird Freunden und Interessen- ten der Eigenheimbewegung einen übersichtlichen Einblick vermitteln.

schlechtes Wetter Bescheid wissen. Die Flieger, der Sport, der Ausflügler und Sommerfrischler kann ebenso wie der Bauer in den meisten Tagesze.tun-

au ergründen. Leider hat der Mensch nicht nur mit gesunden Tieren und Pflanzen zu tun, denn diese finö ebenso wie der Mensch selbst von Krankheiten geplagt. Nach dieser Richtung zeigt die Beten- närhygieneundTierseuchenforschung zahlreiche Krankheiten aus dem Institut unserer hessifchen Universität. So sind ansteckende Rinder-, Pferde-, Schweine-, Pelztier-, Geflügel- und Bie- nenkrankheiten, unter denen die Maul- und Klauen­seuche, die Tuberkulose und der Schweinerotlauf be­sonders heroortreten, zu sehen. Als Beispiel für die gute Wirksamkeit der Schutzimpfungen gegen eine Reihe von Tierseuchen wird der Wert der Rotmuf- impfung in überzeugender Weise bargestellt. oum Schluß meiner Ausführungen komme ich auf den entwicklungsgeschichtlichen Gedankengang zuruck und weise noch auf den jungen Bruder der Tierheil­kunde, auf den Pflanzenschutz, hm. Es gilt nicht nur Werte zu schaffen, sie müssen bis zum Verbrauch in gleicher Menge und Gute erhallen bleiben. So ist es Aufgabe der Abteilung für Pflan- zenkrankheiten, für Lehre und Forschung baran zu arbeiten, daß wir die Riesenverluste durch Pflanzen- krankheiten von zwei Milliarden im Jahr minde­stens zur Hälfte verringern. .

Für die Zukunft muß es Aufgabe der Landwirt- schaftswiffenschaft mindestens fern, Nachwuchs zu chulen, der zu Führern der deutschen Landwirt- chaft heranwächst, und Forschungsarbeit zu leisten, auf die der deutsche Dauer zurückgreift und die ihm in seinem schweren Daseinskampf hilft.

Teppiche tmd Polsftermobel

stets vorteilhaft, preiswert und in größter Auswahl bei

sich der Bauer draußen in der Praxis wenden' kann, wenn er Rat und Auskunft über iraendwelchö ihn interessierende Fragen haben will; sollen doch auch gleichzeitig durch die Berufsvertretung die praktischen Ergebnisse der Wissenschaftssorschung bet Bauernschaft übermittelt werden. Vertreter sind hier das Landwirtschaftsamt Gießen mit der Obft- bauinspektion IV Gießen-Friedberg, die Hessische Hauptstelle für Pflanzenschutz, sowie das Tierzucht­amt Gießen.

Das Landwirtschaftsamt, als die Zentrale für bie Berufsberatung im Kreise, bringt aus ber Fülle [eines Arbeitsbereiches nur ein Moment: Die Be­deutung des Saatgutes für die Bauern. So kann nach den umfangreichen Sortenanbauverfuchen der Bauernkammer und anderer Stellen fein Landwirt mehr daran zweifeln, daß durch die Auswahl der richtigen, dem Boden und Klima angepaßten Sorte allein schon der Ertrag ganz bedeutend gesteigert werden kann. Welche Getreidesorten, welche Kartof­felsorten für die hiesige Gegend zum Anbau in Frage kommen, zeigt die Ausstellung. Es ist so nicht nötig, daß der Bauer im Dunkeln tastet und erst versuchen muß, welche Sorte sich für ihn, für feine Verhältnisse sich am besten eignet; diese Ar­beit ist ihm abgenommen.

Selbstverständlich muß bas Saatgut auch ein­wandfrei fein, wenn es die Entwicklung der Pflan­zen und den Ausfall der Ernte günstig beeinflussen soll. Ein Hinweis auf dieSaatstelle G.m.b.H« Darmstadt" zeigt dem Bauern eine ®e»uasqueUe, die dem Käufer von Saatgut Gewähr gibt, nicht nur Driginalfaat, sondern auch vor allem die! billi­gere erste oder zweite Absaat von Driginalfqatgut zuverlässig beziehen zu können. Nicht umsonst heißt der Spruch:Wie die Saat, so die Ernte". Nu» sortenechte und fortenreine Saat, Saatgut von gu­ter Abstammung gibt Gewähr, daß gesunde und reichliche Ernte entsteht. Alle Betriebe, in denen dis angebaute Pflanzensorte in der Ertragsfähigkeit, oder in der Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten und Witterungseinflüsse nicht genügen, in denen das Saatgut infolge fchlechten Erntewetters in, seiner Keimkraft gelitten hat ober durch Unkraut­famen oder Schmarotzer wertlos geworden ist, wer­den zu Saatgutwechsel schreiten müssen.

In Verbindung mit dem Landwirtschaftsamt hak die Obstbauinspektion eine Reihe von Obstsorten zur Ausstellung gebracht, um allen Landwirten und Obstzüchtern zu zeigen, welche Apfel-, welche Birn- sorten in hiesiger Gegend zum Anbau zu empfehlen sind. Leider hat Platzmangel nicht erlaubt, weiter« Obstarten zu zeigen.

Welche Bedeutung ein richtig durchgeführte» Pflanzenschutz für die Erzeugung großer und ein­wandfreier Ernten hat, zeigt die Hessische Haupt' stelle für Pflanzenschutz eindrucksvoll an DbfU Wem sollte dies nicht einleuchten, wenn er nebeneinander schorfiges und schorffreies Obst sieht; letzteres nur zu erreichen durch sachgemäße Schädlingsbekämp­fung. Groß ist der Prozentsatz der Ernte, der fahr- aus jahrein Krankheiten und Schädlingen zum Opfer fällt. Es wäre nicht zu verantworten, solchen Schäden an der Volkswirtschaft tatenlos zuzufehen. Es mahnt die Ausstellung, daß, wie es jetzt schon im Weinbau der Fall ist, auch der Bauer, Garten- bescher und Obstzüchter in seine Kulturmaßnahmen die erforderlichen Pflanzenschutzarbeiten aufnehmen muß. Daneben sehen wir noch Präparate von Kar­toffelkrebs, einer Krankheit unseres Kartoffelbaues, die leider immer weiter um sich greift.

Auch das Tierzuchtamt konnte nur auf ein Teil­gebiet Hinweisen; es zeigt in einer Tabelle, wie groß der Einfluß der Milchkontrolle auf die Lei- stung ist. Staunend erkennt der Beobachter, wie es möglich ist, durch einwandfrei durchgeführte Kon­trolle verbunden mit fachgemäßer Fütterung und Haltung den Milchertrag Der einzelnen Kühe in die Höhe schnellen zu lassen und ihn auf der Höhe zu halten. Zum weiteren Ausbau der Kontrolle soll angeregt werden; denn ohxie Kontrolle verliert man den Ueberblick über den Stall, man kann die Füt­terung nicht den Leistungen anpassen unb keine Zucht nach Leistung treiben.

DerRährstand" ist von allen Berufsständen der wichtigste; er ist es, auf den sich der neue Staat aufbauen wird, er ist es auch, der den Jungborn darstellt, aus dem alle anderen Berufe stets neue Lebenskraft fchöpfen. Ist es da ein Wunder, wenn von Staats- und Berufsvertretungsseite alles ge­tan wird, um der schwer um ihre Existenz kämp­fenden Bauernschaft helfend zur Seite zu stehen und sie vor dem Untergang zu bewahren? Auch an der Braunen Messe" zu Gießen wird der Nähr st and als geschlossenes Ganzes sich beteiligen, und es ist zu begrüßen, daß alle Stellen, die die Berufsvertretung der Bauernschaft barftetten, sowie bie Stellen, bie bie Mittel unb Wege zur Förberung finben sollen, gemeinsam aus- stellen; es ist boch so möglich, ein geschlossenes Bilb zu geben von bem Arbeitsbereich bes Bauernstan­des, wenn selbstverstänblich auch bei ben beschränk» ten Raumverhältnissen ber Aufgabenbereich ber einzelnen Institute nur angebeutet werben kann.

Der interessierte Beobachter wird nun fragen: Welche Stellen kommen hier in Frage?" Die Be­antwortung finben wir in einer Uebersicht aller Institute unb Stellen, bie bie Bauernschaft zu för» bem haben. Diese Uebersicht befindet sich am Ein­gang zum Ausstellungsraum bes Bauernstanbes. Wir sehen hier auf ber einen Seite biefer Tabelle bie Stellen bargestellt, beren Aufgabe es ist, neue Mittel unb Wege zu finben, helfenb ber Bauern­schaft zur Seite zu stehen, bargestellt burch die Lanbwirtschaftlichen Institute unserer Universität Auf ber anberen Seite biefer Uebersicht finben wir bie Bauernkammer mit ihren Unterorganifationen. Sie stellt bie eigentliche Berussoertretung ber Bauernschaft bar, unb ihre Stellen sinb es, an bie

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Marx, hch., Glaserei, Bilbereinrahmung, Anfertig, sämtlicher Patent-Schiebefenster, Löwengasse 5.

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