Ausgabe 
29.11.1933 Erstes Blatt
 
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Die ersteSynobe dervereiniglen heffen-raffauischenLandrskirchen

Heil Hitler.'

Gez. Dr. von Renteln.

als Kirchenminister zurückgetreten

der NSDAP, die Pfarrer von

lchrichtendienstgefell» dahin verständigt.

schäft mit beschränkter Haftung daß die in Deutschland nen Dienste der beiden

-erausoegebe» Gesell sch aftea

Union Internationaler 9lai

Wesen und Zukunstsaufgaben -er Deutschen Arbeitsfront.

Berlin, 28. Roo. (TU.) Die verlautet, ist Bi­schof hosscnfelder, der Reichsleiter der Glau- bensbewegung Deutsche Christen, von seinem AmtealsKirchenministerzurückgetre- le n. Der Rücktritt ist wohl auf die Dorlommniffe in der Sportpalaskkundgebung der Deutschen Chri­sten zurückzuführen, wo der inzwischen seines Amtes enthobene Berliner Gauleiter Dr. krause die Be- kennlnisgrundlage der evangelischen Kirche angriff, ohne daß ihm, wie man der Leitung der Glaubens- bcwegung vorwirfl, schon in der Versammlung selbst enlgegengetreten worden wäre. I

E ne Erklärung Frankfurter Geistlicher.

WSN. Frankfurt a. M., 28. Nov. Anläßlich der Evangelischen Volksmissionswoche verlas Pfar­rer Karl Veidt eine Erklärung der Frankfurter Geistlichen, die sich nicht der Glaubensbewegung Deutsche Christen" angeschlossen haben und in der es u. a. heißt:Unsere evangelische Kirche steht in einer der ernstesten Krisen, die sie je erlebt hat. Es konnte nicht ausbleiben, daß die Neugestaltung

Feierliches Geläute rief gegen 10 Uhr das evan­gelische Mainz zum Erösfnungsgottcs- d i e n ft in die Christuskirche. In feierlichem Zuge betraten unter Vorantritt einer ~ '

Prälat Diehl und Pfarrer Dietrich-Wiesbaden zur Berufuno in das Bischofsamt vorgeschlagen. Darmstadt Eih des Landesbischoss.

zusammengelegt werden. Zu diesem Zweck« wird eine neue Gesellschaft gebildet, die sich Deut* lches Nachrichtenbüro GmbH, nennt. Zum Vorsitzenden des Vorstandes der neuen Gesellschaft ist Herr Otto M e j e r (bisher Tel.-Un.), ju seinem

der Dinge im Reiche sich auch in der evangelischen Kirche auswirken mußte. Wir haben es begrüßt, daß der Zersplitterung in der Kirche ein Ende gemacht wurde. Aus Gcwiftens- gründen konnten wir uns nicht an die Glaubens­bewegungDeutscher Christen" anschließen. Der Zweck der Volksrnffsion ist, Wegweiser zu geben für unser kirchliches Leben. Die Vorgänge im Sportpalast zeigen deutlich, daß das Bekenntnis der Kirche in schwerer Gefahr ist. Die Erklärung, mit der der Reichsbischof jener Kundgebung und ihren Irrlehren entgeaengctreten ist, zeigte die außerordentliche Gefahr, die für die Kirche besteht. Nichts wäre verantwortungsloser, als wenn, nach­dem der Marxismus und seine Irrlehren zusam­mengebrochen sind, die Feindschaft gegen die evan­gelische Kirche unter derMaskeeinerger- manischen Religion neuen Eingang finden sollte. Das Evangelium kann nur seine helfende und aufbauende Wirkung entfalten, wenn es rein bleibt. Wir haben die theologischen Gegensätze überwunden, wir haben uns z u einer Front christusgläubiger Evangelischer zu­sammengefunden; der theologische Streit gehört damit in unserer Stadt der Vergangenheit an

Arbeitsbeschaffung in Öen Wmiermonaten.

Ersatz* und Arparaturarbciten sollt» nicht * hinausgczögert werden.

Nou. (CNB.) Der Präsident des Reichsstandes der Deutsch, n Industrie Dr. Krupp P?. y>albad> Hal sämtliche 'JÖuflrienen «pitzenorganijalionen aufgefordert, die Ziele der Rcichsregierung in ihrem Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit allen ihr zu Gebote stehenden Kräften zu fördern. Ein wich- tlges Mittel erblickt der Prasidem darin not- wendige Ersatz - undReparaturarbeiten nicht mehr länger hinauszuzögern, sondern unverzüglich alle Betriebe durchzuprüsen, 'n welchem Ausmaß derartige Arbeiten während der nächsten Monate beschleunigt in Angriff ge­nommen werden können. Dabei ist zu berück­sichtigen, daß selbst k l e i n st e Reparaturen in ihrer Häusigkeit zur Belebung wesentlich bei- tragen. Dort, wo der Unternehmer in der Lage ist, Abschreibungen zu erübrigen, kann von ihm m der jetzigen Zeit erwartet werden, daß er diese Beträge nicht thesauriert, sondern sie ebenfalls dem wirtschaftlichen Zweck der Abschreibung ent- sprechend für weitere A r b e i t s b e s ch a f - s ung ei n setzt. Auf diese Weise leiste, di­deutsche Wirtschaft zugleich wertvolle Vorarbeit für die notwendige Durchführung weiterer Maßnahmen auf dem Gebiet der Senkung von Steuern und Zinsen.

Weihe Wochen b eiben vorerst bestehen

Berli n, 28. Nov. (WTB) Bei Den Verhand­lungen, die im Reichswirtschaftsministerium in den letzten Tagen über die Frage der Abschaffung der Weißen Wochen stattgefunden haben, ist festgestellt worden, daß eine Abschaffung der Wei­ßen Woche bereits für das Jahr 1934 nicht in Betracht kommen kann, weil sic für die be­troffenen Unternehmungen in Industrie und Han­del eine gewisse Umstellung und Verfügung a u f weite Sicht notwendig macht. Die Frage, ob die Weißen Wochen nach dem Jahre 1934 noch zu­gelassen werden sollen, wird noch geprüft.

'Ißort' wurden folgende drei Telegramme be- kanntgegeben:

1. A n den Reichspräsidenten:Von althistorischcr Stätte, die soeben den Zusammen­schluß der drei evangelischen Landeskirchen von Hessen, Nassau und Frankfurt erlebte, entbiete ich namens Der Synode Ew. Exzellenz ehrerbietigen Gruß und deutsches Tr-ucgclöbnis. Gott schütze Haupt und Glieder."

2. 21 n den Reichskanzler:Mein Führer! Dom freien, deutschen Rhein, der soeben Zeuge ward einer deutschen evangelischen Kirche, einig geworden aus den drei Kirchen Heften, Nassau und Frankfurt a. M., grüße ich namens der Synode mit Dem Gelübde: Die Fahne hoch, die Reihen fest geschlossen, vorwärts mit Gott!"

3. A n den Reichsbischof:Wir grüßen Sie m't der Bitte, daß Sie nicht müde werden im Kampfeswillen. Wir geloben Ihnen, daß wir zu Ihnen stehen und eine einige evangelische Kirche wollen Wir vertrauen, daß wir durch Gottes Gnade unter Ihrer starken Führung eine Kirche werden. Gott mit Ihnen und Gott mit uns!"

Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Reichsbischof, den Reichspräsidenten und den Reichskanzler, dem D?m'chland- und dem Horst-Wesf-l-Lied schloß gegen 13 Uhr die 1. Großhessische Synode.

reiches auf Erden heraus. Wir erblicken unsere be­sondere Aufgabe darin, unsere ganze Kraft dem neuen Deutschland zur Verfügung zu stellen, auf daß im Dritten Reich nach Gottes Wil­len Gottes Reick mehr und mehr Gestalt ge­winne." Die Bach-KantateGott, der Herr, ist Sonne und Schild", unter der Leitung des von seiner Mainzer Tätigkeit her noch bekannten Kan­tors Utz, gesungen von dem Wiesbadener Bach- Chor, gab einen wundervollen Auftakt zu der Pre­digt des Wiesbadener Bevollmächtigten, der eben­falls von feiner Mainzer Wirksamkeit her noch in guter Erinnerung steht. Mit dem einmütigen Be­kenntnis der Gemeinde, dem stehend gesungenen Luthcrlied, sand der erhebende Gottesdienst seinen Abschluß.

Die Eröffnung der Synode.

Pfarrer D Verck zum Präsidenten gewählt.

Von der Christuskirche aus begaben sich die Sy- nodalen in geschlossenem Zuge in das Kur- fürstliche Schloß. Wie in der Christuskirche, 1° hatte auch hier die SA. und SS. in dankens- werter Weise den Ordnungsdienst übernommen. Der Akademiesaal bot ein farbenprächtiges Bild. Auf dem Präsidentenstuhl hatte der hessische Kirchen- bevollmachtigte, Dr. Klein (Darmstadt), Platz ge­nommen. In seinem Eröffnungswort hob er die Be- Deutung der Stunde hervor, die ein sichtbarer Be- roeis dafür sei, daß nun auch auf kirchlichem Gebiete Neuland beschritten werde; die Grenzen zwischen den einzelnen Landeskirchen seien gefallen, hoffnungsvoll dürfe man in die Zukunft der wer- Lenden großhessischen Kirche blicken.

Landeskirchenrat Walther (Wiesbaden-Bier- stadt) sprach hierauf ein Gebet.

Genehmigung der Geschäftsordnung nahm Rechtsanwalt Klein die Verpflichtung der Synodal- vertreter auf die Kirchenverfaftung durch Handschlag var. Einstimmig wurde sodann Pfarrer D. B e r ck (Roßdorf) das Amt des Präsidenten der er st en Synode der vereinigten Kir- ck e n übertragen, der nach vankesworten und dem Gelöbnis, |em Amt mit Gerechtigkeit zu führen zum stellvertretenden Präsidenten ?lro- r i f t f ü h r e r Landeskirchenrat Wal- ther Wiesbaden) und Stadtrat Niemeyer (Frankfurt a M.) berief Der Präsident dankte hier- aus den Landeskirchenraten und den Bevollmächtig, ten die der vereinigten Kirche 'grundlegende Der- sasiung gegeben und sich um die Form der neuen er »''n historisches Verdienst erworben hätten. Er dankte ferner den Landeskirchenregierungen und den Staatsregierungen und der evangelischen Kir- chenleitung daß sie den Weg bereitet und die Rich

bCn unbCm rnÖ0cn Öi'tnifo sein, daß wir auf dem alten Grund, der Christus ist, weiter­bauen, und in den Bahnen, die Gott uns Deutschen ausgetan, weiterschreiten, Kirche und Volk zum Heil.

Die Neschiüffe der Synode. Die Synode beschloß sodann einstimmig, dem Reichsdischos zur Berufung in da. Bi­ld) o f a m I der vereinigten Kirchen Heftcn- Darmstadt. Nassau und Frankfurt a. IN. die Herren Prälat D. Dr. Dr. Diehl (Darmstadt) und Pfarrer Lic. Dr. Dietrich (Wiesbaden) vorzuschlagen. Jür den theologischen Kirchen- eat schlug die Synode dem Landesbischos fol- gende Herren vor: Pfarrer Lic. Dr. Dietrich (Wlesbaden), Pfarrer petermann (Jranl- furt a. IN ), Landeskirchen, rat Walther (Wles- baden), Pfarrer 01 f f (Bodenheim), Pfarrer B r ü ft (c i n (Offenbach), von den Laien de»

| Geschäftsbetrieb einheitlich und verbilligt durchge- führt werden könne.

Die Mitgliedschaft der Deutschen Arbeitsfront. Der Leiter des Organisationsamtes der Deut- schen Arbeitsfront, Claus Selzner, hat verfügt, daß werktätige deutsche Volksgenossen mit sofortiger Wirkung die Einzelmitgliedschaft erwerben können. Die Baubetriebs 3 eilen - Abteilungen fuhren die Werbung dieser neuen Mitglieder durch. Die Beitrittserklärung enthält u. a. den Satz:Ich verpflichte mich, in all meinem Denken und Han­deln nach dem nationalsozialistischen Gesetz: Gemein­nutz geht vor Eigennutz zu streben." Jeder schassende deutsche Mensch kann Einzelmitglied der Arbeits- front werden einschließlich Erwerbslose und Pensio- nare, mit Ausnahme von Beamten. In Deutsch­land arbeitende Ausländer können als zahlende Mitglieder ausgenommen werden. Zur Aufnahme 'ft die Erfüllung der Arierparagraphen notwendig. Die Neuanmeldung ist nur für Einzelperso - n e n möglich. Unternehmer treten also nicht für die ("Yirma, sondern für ihre Person als Einzelmitglied em. Eine Trennung nach sozialen Funktionen (Un­ternehmer, Arbeiter oder nach Beruf) darf von den örtlichen Dienststellen nicht oorgenommen wer- den. Di.' Aufteilung nach Gruppen bleibt oorbehal- ten. Mit Wirkung vom 1. Januar 1934 tritt abgesehen von der erwähnten Mitglieder- sperre für die Verbände der Arbeitsfront, die sofort wirksam wird zur Aufarbeitung cingelaufener Aufnahmererklärungen eine Mitgliedersperre für die gesamte Deutsche Arbeitsfront ein.

Schließlich erklärt Selzner Die Schaffung einer großzügigen Sozialoerfassung, hie dem schaffenden Menschen die Sorge für den Le­bensabend obnimmt, die Betreuung all ihrer Mit­glieder in den Rechtsfragen, die Erziehung ihrer Mitglieder zum nationalsozialistischen Denken sind die nächsten Aufgaben der Deutschen Arbeitsfront. Eine weitere Organisationsanordnung Selzners be­stimmt, daß alle Dienststellen der Deutschen Ar- beitsfront in Personalunion von den Dienststellen der NSBO. durch die Amtswaller der NSBO. -u führen sind.

Schumann habe zu Zweifeln geführt, ob neuer- Omgs auch die dem Handwert, Handel und Ge- PfJ. ail£^\nöcn selbständigen Unternehmer ourA die NsBO. geworben und in die Deutsch« drbertsrront eingegliedert werden sollen. Nach einer heule mir dem tfuhrer der DAF. Pq. Dr. Ley und br -i580 Pg ZBili.-r edjumann fle-ablen Umerrebung wurde diese Frage dahin- gehend geriert, daß die i nb u ft r ielIe n U n t e r- ?nfInxc xUrd> bie 91 «SO. -rsaßt werden loben, daß dagegen die selbständigen Unternehmer oes Handwerks, Handels und Gewer- des nach wie vor durch die NS.-Hag o in den Gesamwerband der Handwerker, Kaufleute und Gewerbetreibenden in der DAF. geworben und organisiiert werden.

Landeskirchenrals Rechtsanwalt Klein (Darm- stadt). punkt 6 der Tagesordnung, der eine Beschlußfassung über ein Beamtengeseh vorsah. wurde von der Tagesordnung a b g e | e tj t, nachdem der Rcichsbischos eine Regelung in Aussicht gestellt hatte. Statt dessen wurde auf Antrag von Pfarrer Olff (Boden- Helm) einstimmig beschlossen, daß der Londes- dlschos feinen vorläufigen Sih in Darmstadi hat.

Bevor sich die Landessynode vertagte, hielt der Präsident, Pfarrer D. Serif, eine ergreifende Ansprache, in der er ausfuhrtc:Die Kirche Philipps des Großmütigen ist in der Wiederertle- hung begriffen. Mit Dank schauen wir in dieser Stunde auf das Erreichte zurück; in neuem Ver­trauen sehen wir in die Zukunft. Persönlichkeiten wie Luther und Bueer gewinnen für uns Hessen in diesem Augenblick wieder Gestalt und Leben. Luthers 62. These: ,Der wahre Schatz der Kirche ist das allerheiligste Evangelium der Herrlichkeit und Gnade Gottes' weise uns Grund und Weg zum Ziel. Gottverbunden sind wir volksverbunden und fugen so das Beste zum Bau des Dritten Reiches ein, auf daß das Volk wieder Kirche und die Kirche wieder Volk werde."

Nach dem Choral:Erhalt uns, Herr, bei deinem

Mainz, 28. Nov. Der 28. November bedeutete einen geschichtlichen Moment für die evangelische Kirche Deutschlands. Die seit Jahren erstrebte, am 12. September von den drei Landeskirchen Hessen, Hessen-Nassau und Frankfurt beschlos­sene Vereinigung zu einer oroßhessischen Kirche ist mit der Abhaltung der 1. Großhessischen Synode zur Tatsache geworden.

Das altehrwürdige Mainz, das auch ursprünglich als Sih des Landesbischofs der großhessischen Kirche vorgesehen war, durfte in seinen Mauern neben den Synodalen zahlreiche Gäste und Freunde der evangelischen Sache aus den ver­schiedensten Landesteilen des Rhein-Maingebietes begrüßen. Erschienen waren Vertreter der Reichs­und Staatsbehörden, sowie der seitherigen Kirchen- regierungen von Darmstadt, Frankfurt und Wies­baden. Unter den Ehrengästen sah man u. a. den Prälaten der Hessischen Landeskirche D. Dr. Dr. Diehl (Darmstadt), die Kirchenräte St ruck- mager und Drommershausen von Frank­furt, den Bevollmächtigten der Landeskirche Hessen- Nassau, Pfarrer Lic. Dr. Dietrich (Wiesbaden), sowie den Superintendenten der Provinz Rhein­hessen, die Rektoren der Universitäten Marburg und Gießen, ferner den Vertreter des Herrn Reichsstatthalters, Ministerialrat Rings- häufen (Darmstadt), Provinzialdirektor Weh­ner (Mainz), Oberbürgermeister Dr. Barth und den stellvertretenden Kreisleiter E h r g o 11. Infolge dringender Amtsaeschäste war der Herr Reichs- bi schof, mit dessen Erscheinen man noch bis zum letzten Augenblick gerechnet hatte, am Kommen verhindert; er ließ sich durch zwei Adge- sandte vertreten.

Festqottesd.enst in her Christuskirche.

Zur Vermeidung von Irrtümern sei ausdrücklich darauf hing wiesen, daß die der Deutschen Arbeits- front angeschlossenen Verbände nicht a u f g e I ö ft sind, es besteht für sie lediglich eine Aufnahme- sperre, die nicht mehr aufaeboben werden wird. Dagegen können werktätige deutsche Volksgenossen die Einzelmitgliedschaft bei der Deutschen Arbeits- front erwerben.

Oie Eingliederung der Unternehmer.

Berlin, 28. Nov. (TU.) Die Reichsamts, le kung der NS Hago teilt mit: Die Anord­nungen der Deutsch e Arbeitsfront Nr. 13 33 und 14 33 sowie der Inhalt einer Rede von Pg. Walter

Berlin, 28. Nov. (TU.) Der Führer der Ar­beitsfront, Staatsrat Dr. Ley stellte vor der Presse einige Unklarheiten über das Wesen der Arbeitsfront richtig. Dr. Ley führte u. a. aus, er sehe seine Auf­gabe darin, die Einheit durchzuführen. In­te re s s e n k ärn p f e wirtschaftlicher Art müßten auf ein Mindestmaß herabgeschraubt wer­den, vor allem dürften sie nicht auf die P o l i - tik eines Volkes Einfluß haben. Das Arbeitsverhältnis müsse geordnet werden, aber dies dürfe nicht der Inhalt von Organisationen sein, die sich dann noch politischen Einfluß verschafften und mit Hilfe dieses Enslusfes ihre persönlichen wirt­schaftlichen Interessen förderten. Innerhalb eines halben Jahres sei es gelungen, das gewerkschaftliche Denken aus den Verbänden herauszubringen. Der Begriff Arbeitsfront habe sich gegenüber dem Verbandsgedanken durchgesetzt. Bewußt habe man nicht das Wort Arbeitsfront ge­wählt, da die Organisation Arbeitgeber, A n - ge st eilte und Arbeiter umfassen und die große Schule der Erziehung für das deutsche Volk sein sollte. Die Partei sei das Predigertuni, die Hüterin der Weltanschauung, während die Arbeits­front die Gemeinde sei, in die diese Gedanken ge­geben und wo sie verwertet würden. Die Arbeits­front sei die große Klammer um die Massen des Volkes, in der jeder Deutsche Anteil am Staat, am Aufbau, am Gesellschafts-, Kultur- und Wirt­schaftsleben habe. Im neuen Staat könne keine Masse gebraucht werden, die n i ch t A n t e i l a m politischen Leben nehme. Diktate von oben seien leicht, aber Diktate hätten keinen Mert, wenn es nicht gelungen sei, vorher den Menschen klar zu machen, aus welchem Grunde man so han­dele. Der neue Staat dürfe keine Verordnung er­lassen, die das Volk nicht bis zum Letzten anerkenne. Um die Einheit herzustellen, habe er die Verordnung erlassen, daß die Verbände mit sofortiger Wirkung keine Mitglieder mehr a u i n e ti­men sollen. Nunmehr gäbe es nur noch einzelne Mitglieder, Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Sie müßten in der Riesenorganisation geordnet werden. Man weLde sie am besten nach dem einordnen, was den einzelnen Menschen und seine Entwicklung för­dere. Das sei der Beruf, die Fachschaf:. Eine Ordnung nach Klaffen, Ständen oder Schichten gebe es nicht mehr. Arbeitgeber und Arbeitnehmer gehör­ten zusammen Augenblicklich beständen noch drei Arten von Mitgliedschaften.

1. Die Verbandsmitgl ieder; durch die heutige Verordnung schlöften die Verbände ihre Reihen, sie verwalteten zwar noch Vermögen l.nd Beiträge, sie hätten aber genau dieselben Ausgaben wie die Arbeitsfront im großen: Die Erziehung.

2. Die Korporationen: wie die Reichskul­turkammer. die als Korporation Mitglied ist.

3. und vor allem die Einzelmiglied- schäft. Die Dienststellen, dl« die Aufnahmen tätig- ten, seien die Dienststellen der Partei, das heißt, die N S B O. - D i c n st st e l l e n des Land s, die' gleichzeitig Dienststellen für die Arbeitsfront feien. Damit eine einheitliche Führung gegeben ist und der

Oeburtstagsehrungen für Stabschef Höbni

Am Vorabend des 46. Geburtstages des Stabs­chefs Röhm sammelten sich vor dessen Wohnung in München aroße Menschenmaften an, so daß die Polizei den Verkehr umleiten mußte Teile der Münchener SA. unter dem Kommando von Ober­führer Wecker le führten den großen Zapfen­streich aus.^Neben zwei Stürmen der SA stellte auch die 55 eine EhrenbereUschaft. Stabschef Röhm wurde von den auf der Straße wartenden Volksgenossen immer wieder aufs herzlichste be- grüßt. Der bayerische Ministerpräsident hat dem -Stabschef mit einem prächtigen Blumengebinde eine künstlerisch ausgestattete Ehrenbürgerurkunde über­reicht, durch die Stabschef Röhm das Ehren- bürgerrecht des Freistaates Bayern verliehen wird

Der Stahlhelm hat folgendes Telegramm an Röhm gesandt:Seinem Stabsführer sendet zum heutigen Geburtstag die herzlichsten Glückwünsche SA.-R. I. (Der Stahlhelm). ®e,y v. Stephani."

Der Führer der Deutschen Studentenschaft und Reichsführer des NSDStB. sandte folgendes Glück­wunschtelegramm:Die gesamte Deutsche Sludcnten- schaft gedenkt Ihrer am heutigen Tage in treuer Verbundenheit und Gefolgschaft. Gez.: Dr.S t ä b e L

Der Gau München-Oberbayern der NSDAP, ehrte in St. Quirin, wo Reichsschatzmeister Franz Taver Schwarz das Wochenende verbrachte, einen der ältesten und verdienstvollsten Mitkämpfer Adolf Hitlers. Ein saft unübersehbarer Fackelzug be­wegte sich von Grund am Tegernsee am Vorabend des 58. Geburtstages des Reichsschatzmeisters nach St. Quirin, wo der stellvertretende Gauleiter Otto N i e p o l d die innigsten Glückwünsche des Gaues München-Oberbayern überbrachte und der Der- dienste des Jinanzminiftcrs der größten Bewegung, die die Welt überhaupt kennt, für den Sieg der Be- roegung gedachte.

Heine (Sonbcrumform für AS.-Gtubenten.

Berlin, 2*. Roo. (Bdz.) Der Reichsführer des Nationalsozialistischen Deutschen Studenten.Bundes und Führer der Deutschen Studentenschaft Stan- dartenführer Dr. Stadel hat eine Anordnung erlassen, wonach mit sofortiger Wirkung das Tra­gen von Sonderunlformen sämtlichen Mitgliedern des NSDStB. strengstens untersagt wird. Die Anordnung lautet weiter: Der Platz des NSDStB.»Kameraden ist in der SA. b z w. in der SS. Ich erwarte, daß meine Anordnung vorn 5. März 1933, nach der sämt­liche SludeNtenbund-Kameraden der SA. bzw der SS beizutreten haben, rücksichtslos durchgeführt wird. Wer sich für den SA,- ober SS.-Dienst 3U gut dünkt, für den ist auch im Studentenbund fein Platz.

Neuordnung

des deutschen Nachrichtenwesens.

Berlin, 28. Nov. (CNB ) Angesichts der wirt- schaftlichen Entwicklung in der deutschen Presse haben sich die Inhaber der Continental Telegraphen- Kompagnie Wolffs Telegraphisches Büro AG. und die Gesellschafter der Telegraphen-

Fahnenadteilung Groß-Mainz im Ornat, die Synodalen und die Ehrengäste das Gotteshaus, begeistert begrüßt von der auch vor der Kirche zahlreich versammelten Gemeinde. Während­dessen intonierte die mächtige Orgel das Präludium in C-Dur von Bach, gespielt pon den Meisterhän­den des Organisten Kuhnert. Die Liturgie wie auch die Predigt über die Bitte:Dein Reich komme!" hielt Pfarrer Lic. Dr. Dietrich, Wies- haben. Die Predigt bewegte sich etwa in folgenden Öebanfengängen:Wir evangelischen Christen wis­sen, daß Reich Gottes und Drittes Reich niemals Gegensätze sein könnten. Wir hören aus der jüng­sten Geschichte der deutschen Nation das uralte Sehnen des Volkes nach dem Kommen des Gottes-

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