Ausgabe 
29.3.1933 Erstes Blatt
 
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Hausbesitzer gegen die nationalsozialistische Bewe- . gung und ihr Programm verschwunden sei. Er be­tont? hafe aerobe die Nationalsozialisten Hüter des I

Wird -erLügenfeldzug abgestoppi?

Herr vom Stein, ein Bismarck vorbildlich arbeite­ten, eine Ausgabe, die die Geschichte nunmehr durch Adolf Hitler lösen wird.

Oie Ham - ur d Grundbesitzer beim Staatspräsidenten.

Amtlich: Unter Führung seines Vorsitzenden Joy. K e i s e r sprach am Dienstagoormittog der Schutz- verband der Haus- und Grundbesit- t e r bei Staatspräsident Dr. Werner vor. Herr K eis er drückte dem Staatspräsidenten zu seiner Wahl herzliche Glückwünsche aus, für die Dr. W c r- ner aufrichtig dankte. Der Staatspräsident gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß, ganz ab­gesehen von dem ausgesprochenen persönlichen Ver­trauen, nun anscheinend das Mißtrauen einzelner

Sir zeitgemäßen Ausgaben des deutschen Films

Ein Vortrag des Reichsministers Or. Goebbels über die Zukunst des Alms.

General-Anzeiger für Oberhessen

vrrS vnd verleg: vrühl'sche Univeisttälr-Vuch- und Stemöruderei R. Sange in Stehen. Schristleltunq und Seschaftr^telle: §chu!ttrahe 7.

Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher.

Preis für l mm höhe für Anzeigen von 27 mm Breite örtlich 8, auswärts 10 Reichspfennig; für Re­klameanzeigen von 70 mm Breite 35 Reichspfennig, Platzoorschrift 20u , mehr.

Chefredakteur

Dr. Friedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.THyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für denAn- zeigenteil i.D. Th.Kümmel sämtlich in (ßieyen.

Das habt Ihr angerichtei!"

DasBerliner Tog^b alt" an die Hetzer

im Ausland.

(Berlin. 29. März. (CAD.) Das Berliner Tageblatt nimmt anläßlich des Boykottauf­rufs der RSDAP. erneut in einem Leitartikel aufs schärfste gegen die Greuelpropaganda Stel­lung. Das Blatt schreibt u. a.: Seit Tagen hat die deutsche Presse, hat auch unsere Zeitung immer wieder sich bern-ht, dem Ausland in jeder Form d i e Berichtigung der bösarti­gen Kampagne entgegenzuhalten, die eine Hetze gegen Deutschland war, und lediglich den Feinden Deutschlands, niemals aber auch nur einem einzigen deut­schen Juden nutzen könnte, der im Lande geblieben ist und als anständiger Staatsbürger sein Leben in Erfüllung der staatsbürgerlichen Pflichten fortzuführen entschlossen war. Hun ist der allgemeine "Bot)tottaufruf ausgegeben und die Boykottorganisation ingang gesetzt worden. Der Boykott wird ausdrücklich als eine Ab - wehrmaßnahme bezeichnet, die Deutschland durch die Auslandpropaganda aufgezwungen wurde. Tlnd der Boykott enthäll ausdrücklich den Aufruf zu vollster Ruhe und größter Disziplin: Krümmt auch weiterhin keinem Juden auch nur ein Haar!" Es ist eine Abwehraktion, die das Ausland in ihrer ganzen Wucht erkennen muß, und die gerade diejenigen trifft, welche eine gewisse Propaganda z u schützen vor­gab. Die deutschen Juden lehnen es ab, sich von Leuten schützen zu lassen, die nicht nur ihre mangelnde Kenntnis der Lage Deutschlands durch Hetze ausgleichen, sondern auch überhaupt mit der Wirklichkeit auf gespanntem Fuß zu stehen scheinen. Wenn diese Leute im Ausland aber ge­wußt haben sollten, was sie tun und

Der Einzelhandel unter nationalsozialistischer Führung.

Berlin, 28. März. (CAB.) Durch das Zu- standekommen der Vereinbarung zwischen der Hauptgemeinschaft des Deutschen Einzelhandels und dem Rationalsozialistischen Kampfbund des gewerblichen Mittelstandes ist erreicht worden, daß weitaus die Mehrzahl aller ge- werblichenTlnternehmungenDeutsch- l a n d s auch in wirtschaftlicher Hinsicht unter nationalsozialistische Führung kommt. Bon den etwa 670 000 Betrieben des Einzel­handels, die in ganz Deutschland vorhanden sind, gehören mehr als 403 000 Betriebe der Haupt- gemeinschaft an. Die Hauptgemeinschaft bildet die maßgebende Spihenorganisation für eine große Zahl von einzelnen Fachverbänden des Deutschen Einzelhandels. Da nach den Berein- barungcn 51 Prozent der maßgebenden Positionen der Hauptgemeinschaft Rationalsozialisten über­tragen werden, dürfte für den endgülti­gen Reichswirtschaftsrat die Bertre- tung des Einzelhandels von der RSDAP. be­stimmt werden.

Hinsichtlich der Geschäftsführung ist die Regelung getroffen worden, daß neben das in seinem Amte verbleibende geschäftsführende Bor­standsmitglied Dr. Tiburtius mit den gleichen Rechten Dr. Paul H i l l a n d tritt. Weiterhin wird dem Mitglied der Reichskampfbundführung Erich W i l d t das Recht des Einblicks in die Arbeiten der Hauptgemeinschaft eingeräumt, um eine ständige Uebereinftimmung zwischen der Reichskampfbundführung und der Hauptgemein­schaft zu gewährleisten. Dr. Hilland übernimmt u. a. persönlich die Leitung der Pressestelle der Hauptgemeinschaft, während deren bisheriger Lei­ter Dr. von Poll die sozialpolitische Leitung bei­behält. Es ist selbstverständlich, daß die Haupt­gemeinschaft nunmehr auch den Schuh der natio­nalsozialistischen Bewegung und insbesondere des Kampf bundes des gewerblichen Mittelstandes genießt.

Oie Rechtspflege im nationalen Staat.

Oer kommissarische preußische Zusiizmmister Kerrt über die Aufgaben der Justiz beim nationalen Neubau.

Der Deutsche Buchdrucker-Verein unterstützt die Reichsregierung.

Berlin, 28. März. (SU.) Der geschäftsfüh­rende Ausschuß des Deutschen Buchdrucker-Ber- eins gab einstimmig seiner Meinung dahin Aus­druck, daß es Aufgabe der deutschen Buchdruckerei- besiher ist, die Ziele der nationalen Reichsregierung mit allem Rach­druck zu unterstützen. Der Deutsche Buch- bruder-Berein ist der Ueberzeugung, daß die star­ken lebendigen Kräfte, die in der Rationalregie­rung strömen, sich zum Segen des deutschen Bol­les und zum Wohle der schwer geprüften deutschen Wirtschaft auswirken toerben. 3m besonderen he­gt ü fj t er bie Erklärung im Wirtschaftsprogramm bet Reichsregierung, bah sie berPrivatini- tiative bie stärkste Förberung zuteil werben lassen wirb. Der Persönlichkeitsgebanke hat in dieser Erklärung seine kraftvolle Ausprägung

Erscheint täglich,außer teonniags und Feiertags Beilagen: Die Illustriert, eigener Familiendlatter Heimat m Bild Die Scholle monats>Be$ng$prei$:

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Wahrheiten unb Fälschungen fest. Die deutschen Katholiken- warnen d r r n g e n d v o r einer weiterenBergiftung derWelt- Meinung, die geeignet ist, den Weltfrieden zu gefährden. Sie appellieren an den Gerechtigkeits­sinn der katholischen und der ganzen christlichen Welt und fordern die Christen aller Länder ohne Unterschied der Bekenntnisse auf, eine Welt­abwehrfront gegen das den wahren Frieden stirende jüdische Treiben zu bilden. Es handelt sich letzten Endes ja nicht nur um einen Feldzug Alljudas gegen Deutschland, als vielmehr um einen gerisscn:n, rücksichtslosen Bernichtungsseld- zug der jüdischen Weltalliance unb Gelbmacht gegen das Selbstbestimmungsrecht der Böller unb alle christliche Kultur.

OieHapag lädtAmerikaner zurZnaugen- scheinnahme nach Deutschland ein.

Hamburg, 29. März. (WTD. Funkspruch.) Die Hamburg-Amerika-Linie hat den Präsidenten der Deutsch-Amerika­nischen Handelskammer Hermann A. Metz gebeten, sich im Interesse der deutsch- amerikanischen Beziehungen gegen d i e un­wahren Greuelmeld ungen in ameri­kanischen Zeitungen zu wenden. Um brei­teste Kreise in Amerika von der Unwahrhaftig- feit der gegen Deutschland gerichteten Propaganda zu üb215Lugen und dec amerikanischen Oesfentlich- feit ein Bild von der tatsächlichen Si­tuation in Deutschland, die durch abso- lute' Ruhe und Ordnung gekennzeichnet ist, zu vermitteln, fei die Hapag bereit, einige Promi­nente amerikanische Bürger zu einer In­formationsreise nach Deutschland einzuladen.

Die Freilassungen in Braunschweig.

Braunschweig, 28. März. (WTD.) Die Schutzpolizei begann kurz nach 22 Uhr mit der Freilassung der 1 350 im Kranken­kassengebäude Verhafteten. In Trupps von 50 Mann verliehen sie das Gebäude. Auf der Strahe hatte sich eine große Menschen­menge eingefunden. Die polizeilichen Ab - spevrungsmahnahmen waren auch wie­der aufgehoben. Die Berhafteten haben rund 25 Stunden im Gebäude der Ortskranken­kasse zugebracht. Gegen Mitternacht waren die Entlassungen bis auf die rund 100 B e r- hafteten, die nach Wolfenbüttel ge­bracht werden, in der Hauptsache erledigt.

je schärfer feine völkische Kontur her- ausgearbeilel sei. Bisher sei aber der Film an fei­nen großen Möglichkeilen vorübergegangen. 3n einer Zeil, in der sich ein revolutionäres Drama ohnegleichen vollziehe, fehle es nicht an Stoff, wie so oft beklagt werde, sondern nur an dem Mut, ihn anzupacken, hier liege der eigentliche Grund der Filmkrise. Anstatt sich den großen Ausgaben der Zeitgestaltung znzuwenden, habe man sich mit Amüsements begnügt Jetzt in der neuen nationalen Umwelt müsse der Film statt hinter der Zeil herzulaufen, zum Fahnenträ­ger der Idee werden.

Dafür mühten freilich neue Äräft gewon­nen werden. Wer künftig am Film mitschaffen wolle, habe dies zu tun in vollem Bewußtsein, bah nichts Lebendiges entstehen könne ohne Wil­lensrichtung, ohne klare Tendenz. Wir sind ehr­lich genug, bas offen auszusprechen, was bas System vor uns verhüllte. Aber unsere Absicht ist nicht parteipolitisch begrenzt. Sie gilt be m ganzen Bo 11 Diesen Smn sehe bie Regierung nicht nur in der Zensur, sondern noch mehr in der Förderung des Films. Die Kunst sei frei und müsse frei bleiben, allerdings mit dem einen -Vorbehalt, daß sie sich an bestimmte poli­tische, sittlich-nationaleRormen ge­bunden fühle, ohne die ein völkisches Zusammen­leben unmöglich sei. Es sei ein weiter Spielraum von dem Punkte, wo die Zensur einsehe, bis zu dem Film, den die Regierung als Muster einer ganzen Jahresproduktion hervorheben werde. Genug De- wegungsfreih'.it um dem ganzen künstlerischen Schaffen zu einem neuen Epos zu 'verhelfen.

So ist es einmal eine Selbstverständlichkeit daß die Justiz eines auf Tod und Leben kämpfendes Volkes nicht tote Objektivitätsanbe­tung betreiben kann. Die richterlichen staatsan- waltschaftlichen und rechtsanwaltschastlichen Maß­nahmen müssen sich nur von einer einzi­gen Richtschnur leiten lassen: was frommt dem Leben der Ration? Das rettet das Volk? Ich glaube, daß der deutsche Richter fähig ist, den ..königlichen Richter", den innerlich souve- ränen und damit wahrhaft freien Mann, den Diener des Volkes zum Urbild und Ziel des deulfchen Rechtes herauszubilden und ich finde, ge­rade in dieser Zeit des grundfätzllchen Wandels der Betätigungsrichtung des Richters kann ich als Mann des Rechtes und der Rechtsanwendung und gleichzeitig als Mann des Volkes den Kern des Rechtes erkennen und pflegen. Mein höchstes Ziel soll es sein, den Richter als einen der ersten Kämpfer für eine neue Einstellung des Rechtes gegenüber dem Volk zu schützen und zu fördern und ihn als gleichwichtigen Streiter für ein lebendiges deutsches Recht neben alle anbe- ren zu stellen.

Der höchste Grunbsatz bes beutschen Richters istGerechtigkeitgegenüberbemVolk, Gerechtigkeit gegenüber bem Einzelnen, Gerech­tigkeit auch gegenüber bem Mitarbeiter. Unb so sehr ich weiß, bah der Richter seine Arbeit niemals als minbertoertig betrachten wirb, so sehr bin ich auch bavon überzeugt daß der gerechte Richter bie Arbeit ber übrigen Rechts- Pflegeorgane ber Gesamtjustiz als voll unb gleich- berechtigt neben sich anerkennen wirb. Wer ar­beitet, soll geachtet werben. Wer bie Arbeit leistet, ber soll bie Last ber Verant­wortung tragen, aber auch Ehre unb 2ln- er kennung finben, einerlei, wer es ist. Ich habe gleich beute am ersten Tage meines Wir» kens im preußischen Justizministerium Erhö­hung ber Arbeitsleistung verlangt Denn bas Boll als Ganzes muh opfern, weil nur bie Arbeit uns retten kann. Ich habe deshalb trotz Vermehrung bes Aufgabenkreises meiner Behörde die Verminderung meines engsten Mit­arbeiterstabes um einen Ministerialdirektor un­geordnet Ich spare damit nicht nur, sondern ich will dadurch meiner Behörde ein Beispiel von oben her geben. Weiter habe ich, um zu zeigen, bah alle Diener des Rechtes gleicher Formen bedürfen, bie bisherige Verschiedenheit in ber Betrauung ber richterlichen unb Nichtrichter. lieben Iustizbeamten auch organisatorisch auf- gehoben unb sie alle einer einheitlichen Be­trauung angegliedert.

Das Leben der Ration ist ein rauschender Strom, der wahr ist und sein wird. Unwürdig und Aus­druck einer anationalen Gesinnung ist es. daß meine Behörde bisher einer Selbstverständlichkeit nicht Rechnung trug, nämlich, daß sie an keiner einzigen Stelle auch nur irgendein Referat besah, das sich derer annimmt, die da kommen sollen des jungen hoffnungsvollen Rachwuchfes auf den Uni­versitäten. Ls war für mich eine Selbstver­ständlichkeit, auch diesen Mangel gleich heute zu beseitigen, viel Arbeit wartet noch auf mich, Arbeit an der Aufgabe, die der Führer mir gestellt hat: Linen sauberen, wahrhaft völkische Gemeinschafts­leben fördernden Staat bauen zu Helsen, eine Auf­gabe, au der der große Preußeukönig. ein FrÄ-

Berlin, 29. März. (TU) Der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda D r. Goebbels, sprach auf einer Veranstaltung der Dachorganisation der Filmschaffenden Deutschlands". Dr. Goebbels begann mit der Feststellung, daß der Film einer schweren Krise verfallen sei, einer Krise nicht materiellen, sondern geistigen Ursprungs. Eine durchgreifende Reform sei notwendig. Zur Erläute­rung der Richtlinien, nach denen sich künftig die Produktion vollziehen soll, benannte er fünf Filme, in denen sich ihm die Produktionsmöglichreiten positiv und negativ am deutlichsten ausgeprägt hätten. In erster Linie ber P 0 t e m k i n - F i l m. Dieser Film sei trotz ausgesprochener Tendenz ein Kunstwerk ohnegleichen, ein Vorbild dafür, wie politisch­weltanschauliche Gesinnung mit allen Mitteln m 0 d e r n st e r Technik zum Aus- druck gebracht werden könne. Freilich sei es gerade die Gesinnung gewesen, bei das nationale Deutsch­land veranlaßt habe, gegen den Film Stellung zu nehmen.

Dann bie Anna Careninaber Garbo, bie den Beweis geliefert habe, baß ber Film Eeie \ Surrogat sei, sondern im höchsten Maß eigene künstlerischeWerte besitze, bieAibelun - gen hätten gezeigt, bah auch ein so abgelegenes Thema sehr aktuell sein könne, währenb ber so­genannte patri 0 tische Film der letzten Jahre alles, nur nicht zeitgemäß gewesen fei. Hier sei vielfach Gesinnung in so primitiver Form vermittelt worben, daß man glauben konnte, bie Zeit bewege sich nur in Parademarsch unb Trom- petengeschmetter. Schließlich nannte Goebbels noch ben Rebell, bas Vorbilb eines nationalisti­schen Films, ber auch ben politischen Gegner über­zeugen müsse.

Man habe hier den Beweis, daß ein Film umso größere Dirkuugsmögllchkeiten habe, |

Berlin, 28. März. (TU.) Der neuernannte Reichskommissar für das preußische Justizmini­sterium, Kerrl, erklärte bem Hauptschrrsttetter desZeitungsdicnst", G r a f R e i schach , u a_: Ich bin mir barüber im klaren, daß ich auf bem Gebiete der Rechtspflege unb Justizverwaltung bie neue Weltanschauung fest zu ver­ankern bie Ausgabe habe. Es ist eine klare Selbstverständlichkeit, bah rem äußerlich die Aus­gabe einer siegreichen Revolution barm besteht, einen Apparat zu schaffen, ber imDienste ber revolutionären Idee feine Funktion erfüllt. Das erfordert zunächst einmal persön­liche Maßnahmen, wie ich sie treffen mußte.Das Vorurteil des formalliberalistischen Rechtes ist, dahderGöhederRechtssprechung die Objektivität sein muß. Jetzt smd wir auch zu einer Quelle der Entfremdung zwi­schen Volk und Justiz vorgedrungen unb biele ©ntfrembung ist letzten Endes immer Schuld ber Justiz. Was ist denn Objektivität im Augen­blick des Lebenskampfes eines Volkes? Kennt ber kämpfende Soldat, kennt das ringende Heer Ob­jektivität? Der Soldat unb bas Heer kennen nur eine«: Eine Richtschnur, eine Frage: Wie rette ich Freiheit unb Ehre? Wie rette ich bie Ra­tion?

anrichten, bann haben sie in verbre­cherischer Weise mit bem Schicksal der deutschen Juden gespielt und sie eingeschlossen in den Haß gegen Deutschland, dessen Mobilisierung offenbar ber wirkliche Zweck der Hebung war. Der Zusammenstoß weltfremden Literatentums mit der Wirklichkeit, die Ver­schmierung wirklicher oder vorgetäuschter Humani­tät mit politischen und wirtschaftlichen Geschäf­ten ist wohl noch nie erbärmlicher und gleichzeitig folgenschwerer zutage getreten als in dieser Hetze gegen Deutschland. Die Zeiten sind vorbei, in denen Deutschland wehrlos einer Propa­ganda gegenübersteht, bie noch niemals verlegen war um Anlässe, und bie sich jetzt einen Anlaß ausgesucht hat, der bie angeblichenEchuh- bebürftigen in Opfer ber Abwehr verwanbeln konnte. Gerade im Rainen derjenigen Humanität, die die Auslandpropaganda sich als moralisches Kostüm zugelegt hat, kann man nur fordern: Stellt diese Lügen endlich ein!

Katholischer Protest gegen die Greuellügen.

Berlin, 29. März. (ERB.) Im Preußischen Pressedienst der RSDAP- wird folgender Auf­ruf der Arbeitsgemeinschaft katho­lischer Deutscher unter der Tleberschrift Aufruf an alle Christen" veröffentlicht: Die dectchrn Katholiken haben mit Entrüstung von ben Lügen über Pogrome Kennt- nis genommen, die in verschiedenen, haupt­sächlich jüdischen Zeitungen, durch bie Welt ge­gangen finb. Da trotz ber amtlichen beutschen Erklärungen unb Richtigstellungen gegen Deutsch- lanb weiterhin in unverantwortlicher Weise ge­hetzt wirb, stellen bie deutschen Katholiken jene Ausstreuungen als bewußte grobe 41n*

Nr 75 Erstes Blatt 185. Jahrgang mittrood), 29.März 1953

Gießener Anzeiger

wohlerworbenen Vermögens seien. Im Namen der Abordnung bemerkte Herr Nikolaus, daß der Haus- und Grundbesitz immer ein wichtiger Faktor des Staatslebens gewesen und ein gesunder Mittel- stand auch in Zukunft einer der wesentlichsten Pfei­ler des Staatsgebäudes sein werde. In Zukunft möge der Herr Staatspräsident bei Entscheidungen, die den Hausbesitz betreffen, auch den Schutzverband der Haus- und Grundbesitzer zur Aeußerung heran­ziehen.

Eingehend erörtert wurde die Frage der Son­dersteuer für bebauten Grundbesitz und die Verwendung der Hauszinssteuer und der vor­genannten Steuer zur Arbeitsbeschassung. Bekanntlich erreicht diese Steuer eine Höhe von 1)4 Milliarden RM., die, wenn der Staat ein Jahr auf diese Steuer verzichten und zur Arbeitsbeschaffung verwenden würde, eine große Bresche in die Arbeitslosigkeit schlagen könne. Wenn man annehme, daß diese 1)4 Milliarden in einem Jahr rund viermal umgesetzt würden, könne man die ungefähre Bedeutung des tonte, daß gerade die Nationalsozialisten Hüter des I deutschen Hausbesltzes ermessen.