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28.7.1933 Erstes Blatt
 
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Wirtschaft

Tagung des deuMen Schuhhandels

leutnant Hasse mitDerbys und Oberlt. ® r o ß kreutz mitBenno" absolvierten beide Gange fehlerfrei. 2m Bild: Der Hindenburg-Pokal

len und an die Kreis- und Stadtschulämter dar­auf hin, dah mit Nachdruck und nach Rücksprache mit den Eltern zu erstreben ist, dah nach und nach alle Schüler und Schülerinnen an dem Unter­richt einer anerkannten Religionsgemeinschaft teilnehmen, falls ein Unterricht in sittlicher Le­benskunde nicht stattfindet.

* Schulpersonalie. Der Rektor an der Gewerbeschule zu Alsfeld, Wilhelm Al ü l l e r, wurde aus sein Rachsuchen und unter Anerken­nung seiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. November an in den Ruhestand versetzt.

Wem gehört das Kalb? Nach der Deendigung des Viehmarktes am vergangenen Dienstag blieb ein männliches Kalb herrnlos auf dem Platz zurück. Dem rechtmähigen Eigen­tümer wird empfohlen, seinen Anspruch bei der Kriminalpolizei geltend zu machen.

Die Einholung des Bundesbanners vom Hauptbahnhof in Stuttgart, nachdem es aus Köln, der Feststadt des letzten Turnfestes, In der schwäbischen Hauptstadt eintraf.

Alle Schulkinder sollen am Re­ligionsunterricht teilnehmenl Die Nlinisterialabteilung für Rildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum weist in einem Schreiben an die Direktionen und Leiter der Höheren Schu-

Wettervoraussage.

Zwar steigt der Luftdruck über Frankreich wieder an, aber dennoch dürfte durch die an­grenzende Störungstätigkeit feuchte Lust bis in unser Gebiet Vordringen, so dah zunächst die Möglichkeit zu Gewitterbildung sortbesteht. Die Beeinflussung wird aber nur vorübergehend sein, so dah sich zwischendurch immer wieder die Schönwetterlage herstellt. Die Tempera Uten gehen zunächst etwas zurück, behalten aber noch sommerliche Werte.

Aussichten für Samstag: Nachlassen der Hitze, aber noch sommerlich warm, aufheiternd und wolkig mit Gewitterstörungen.

Lufttemperaturen am 27. Juli: mittags 30,3 Grad Celsius, abends 24 Grad; am 28. Juli: morgens 21 Grad. Maximum 30,6 Grad; Minimum 16 Grad.

Dor einiger Zeit wurde bei der Preuhifchen Klaffenlotterie eine Herabsetzung der Lospreise angeordnet, lieber diese begrüßenswerte Maß­nahme äußerte sich jetzt der Präsident der Staatlichen Preußischen Klassenlotterie, Dr. Schlange, und führte dabei aus, daß er die Lotterte als eine öffentliche Ein­richtung ansehe, die jedem Volksgenossen zu- gute kommen müsse. Haben sich auch im Laufe Der Zeit immer weitere Kreise des Volkes an der Staatlichen Lotterie beteiligt, so machte es sich doch in den letzten Fahren infolge der zuneh­menden Verarmung bemerkbar, dah die

Lospreise viel zu hoch

waren. Daraus ergab sich ein ständiger Rück­gang der Teilnehmeyahl. Die Lotterie enthält 800 000 Nummern, d. h. zwei Reihen zu je 400 000. Von diesen wurden im vergangenen halben Fahr nur rund 3/. der Gesamtzahl ausgegeben. Hinzu kommen noch 60 000 ganze Lose, von denen etwas über die Hälfte gespielt wurde. Fnsgesamt wur­den zuletzt nur 54 bis 58 Prozent aller Lose ge­spielt. ein Beweis dafür, wie hoch die Zahl der­jenigen ist, die durch den teuren Lospreis am Spielen verhindert werden. Aber nun ist auch ihnen Gelegenheit gegeben, ihr Glück zu ver­suchen. Selbstverständlich läßt sich die Auswir­kung der Preisherabsetzung noch nicht übersehen. Dies wird erst Ende September vor der ersten Ziehung möglich sein.

Kunst und Wissenschaft.

Befudjerorganifation für den kulturell wertvollen Jilm.

Zwischen der Reichsleitung Deutsche Bühne und der Deutschen Gesellschaft für Ton und Bild wurden die Grundlinien vereinbart für eine in Verbindung mit der Deutschen Bühne zu schaf­fende .Besucherorganisation im Reich, die den Zweck hat, den kulturell wertvollen Film in engster Zusammenarbeit mit dem in Frage kommenden Gewerbe zu fördern.

Zur Reform der Klaffenlotterie

Das Glück wird verbilligt.

Bluttat einer Ehefrau.

WER. Frankfurt a. M., 27. Juli. Gestern abend versuchte die Frau des Chauffeurs Philipp Spielmann in ihrer Wohnung in der Wittels­bacher Allee ihrem Mann mit einem Rasiermesser den Hals zu durchschneiden. Zwischen den Eheleuten war es wiederholt zu Streitigkeiten gekommen, die in begründeter Eifersucht der Frau ihre Ursache hatten. Als sich der Mann gestern abend zu Bett begeben hatte, kam es wiederum zu einem heftigen Streit, in dessen Verlaus die Frau ein Rasiermesser ergriff und ihrem im Bett liegenden Mann einen tiefen Schnitt am Hals beibrachte. Die Frau flüchtete dann zu Nachbarsleuten, wo sie später von der Polizei fe ft genommen wurde. Der schwer­verletzte Ehemann hatte noch die Kraft, aus dem Fenster um Hilfe zu rufen, worauf er in­folge des starken Blutverlustes bewußtlos zu­sammenbrach. Er wurde in das benachbarte israe­litische Krankenhaus gebracht, wo er nach einer sofort vorgenommenen Operation in bedenk­lichem Zustand darniederliegt.

Frankfurter Greuelmärchenverbreiter verhaftet.

O b er lohnst ein, 27. Fuli. (WSN.) Wegen mündlicher Verbreitung von Greuelnachrichten wurde hier ein Reisender aus Frankfurt fest­genommen. Er wurde in das Amtsgerichts­gefängnis in Niederlahnstein eingeliefert.

Weitere Ergebnisse vom Oeutschen Turnfest.

Die Wettkämpfe des Donnerstags brachten noch folgende weitere Ergebnisse:

Sieger des Fünfkampfes wurde der Stettiner L e i ch u m vor Stock, Universität Greifswald. 3m Vierkampf der Frauen Elfe Nieder hoff vor Mauermeyer, München. Die 100x100- Staffel, zum erstenmal gelaufen, gewann der MTV. München 1879 vor TB. Stuttgart. Sieger im Zehnkampf (reiner Gerätekampf) wurde der Schweizer Edi Steinmann, St. Gallen, vor Walter Dettermann, Leipzig. 2m Sieben­kampf der Frauen siegte Paula P o h l s e n, Hamburg, vor Schmitt, München. Den Neun­kampf der Altersturner gewannen S a ch l e, Ham­burger Turnerfchaft, Brosch, Hannover, und 2 ö r g, Augsburg. Den Zwölfkampf der Männer der Klasse II holte sich der Schweizer Müller vor K u p k e, Görlitz.

Deutscher Sieg im Großen freier der Nationen.

Dor 15 000 Zuschauern gewann Deutschland auf dem Aachener Reitturnier den Großen Preis der Rationen. Dem Turnier wohnte auch der preußische Ministerpräsident Göring bei. Deutschland gewann den Preis der Nationen, der zum ersten Male mit dem Hindenburg-Pokal, einem Ehrenpreis des Reichspräsidenten, ausgestattet war, überlegen. Alle drei Reiter, Oberlt. M o m m mitBaccarat", Ober-

Generalversammlung des Nord­deutschen Lloyd. Die Generalversammlung erledigte ohne Widerspruch die Regularien. Der neue Aufsichtsrat ist der gleiche wie der gestern bei der Hapag gewählte. Der Aussichtsratsvor- sitzende Karl Lindemann betonte, daß es auch für den Norddeutschen Lloyd keine hamburgische oder bremische, sondern nur eine deutsche Frage gebe und daß er hoffe, in treuem und loyalem Zusammenwirken mit der Hapag zum Wieder­aufbau der deutschen Wirtschaft beitragen zu können. Ebensowenig wie im Geschäftsbericht 1932 könne die Verwaltung zu den im neuen 2ahr aktuell gewordenen Fragen der Dezentralisation der Schiffart Stellung nehmen. Die Aussichten für das laufende Geschäftsjahr seien z. Z. als ungünstig zu bezeichnen. Eine entscheidende Bes­serung der Geschäftslage fei nicht zu verzeichnen. Es werde vielmehr größter Anstrengungen be­dürfen, die aus deyi Währungsverfall sich er­gebenden Mindereinnahmen soweit als möglich auszugleichen. Indessen erkenne die nationale Regierung die Bedeutung der Seeschiffahrt an und werde ihr im Kampf gegen die hochfubven- tionierte, ausländische Konkurrenz zur Seite stehen. Eine endgültige Lösung aller Schwierig­keiten könne aber erst der Wegfall aller Subven­tionen und eine internationale Währungsver­ständigung mit sich bringen.

Frankfurt lustlos.

Frankfurt a. M., 28. Juli. (WTB.-Drahtmel- düng.) Entgegen vielfach gehegten Erwartungen eröffneten die Aktienmärkte heute eher teilweise leichter. Die Realisationen zu Geldbeschaffungs- Zwecken für den Ultimo hin scheinen sich fortgesetzt und in ihren Auswirkungen die vorliegenden posi­tiven Momente übertönt zu haben. So konnten sich weder auf Grund der gemeldeten Produktionssteige, rungen für Roheisen und Kali noch infolge der vorwiegend festeren Tendenz an der gestrigen Neu« yorker Börse oder des Erlasses des Reichsarbeits- Ministers eine allgemeine Befestigung durchsetzen. Immerhin hielten sich die Abgaben in mäßigen Grenzen. Demzufolge zeigten allerdings einige Spe- zialwerte über den Durchschnitt von 0,25 bis 0,75 Prozent hinausgehende Veränderungen. Der Man- tanmartt erwies sich indes als widerstandsfähig und fester; an ihm zeigten Harpener eine Besserung von 1,75 Prozent, Gelsenkirchen eine solche von 0,40 Pro- zent, Klöcknerwerke, Mannesmann und Rheinstahl lagen gut, Phönix knapp behauptet. Don Elektro­werten fielen Licht & Kraft durch einen 2prozen- tigen Gewinn und andererseits Gesfürel mit einem Verlust von 1,50 Prozent auf. Bei den sonstigen Spezialwerten war der Rückgang von 2 Prozent bei Deutsche Erdöl, von je 1,25 Prozent bei Zellstoff Waldhof und Rütgerswerke bemerkenswert, Akku­mulatoren lagen 0,50 Prozent gebessert. Farben gaben 0,25 Prozent nach, dagegen befestigten sich Daimler auf die beabsichtigten Erleichterungen im Kraftfahrwesen um 0,75 Prozent, Schiffahrtswerte lagen uneinheitlich: Hapag 0,25 Prozent höher, da­gegen Norddeutscher Lloyd 0,40 Proz. abgeschwächt.

Am Rentenmarkt litten Deutsche Anleihen unter mangelnden Interesse. Altbesitz notierten 0,13 v. H. niedriger, allerdings zogen späte Reichsschuld- bucyforderungen bei kleinen Umsätzen um 0,40 v. H. an. Stahlvereinbonds waren neuerlich um 1,5 v. H. gebessert. Der Verlauf war außerordentlich still und weiterhin uneinheitlich. IG. konnten sich leicht be­festigen, anderseits gingen u. a. AEG. weiter leicht zurück. Ferner büßten Harpener ihren Anfangs­gewinn wieder ein. Arn Montanmarkt kamen Stahl- verein 1,13 v. H. schwächer zur Notiz. Deutsche An- leihen blieben auf dem Anfangsniveau unoeranbert, päte Reichsschuldbuchsorderungen waren um Bruch- teile eines Prozents höher. Am Pfandbriefmarkt ergaben sich mit Ausnahme von Pfälzische Hypo- thekenbank, die 0.5 bis 1 o. H. nachliehen, keine gro-

Als ein erfreuliches Zeichen stellt Dr. Schlange fest, dah dos vertrauen zur Staatlichen Lotterie in allen Publikumskreisen wieder vorhanden ist.

In den vergangenen Jahren wurde in zahlreichen Zuschriften an die Lotteriedirektion vor allem gegen die Art der Ziehung polemisiert, und man erblickte mit Mihtrauen überall das Anzeichen von Unregel­mäßigkeiten. Das hatte zahlreiche Verbesserungs. Vorschläge zur Folge, in der Absicht, eine möglichst vollkommene Mechanisierung der Ziehungsmetho- den zu erreichen.

Als ein Uebel wird auch die übergroße Zahl der Lotteriekollekteure angesehen. Es gibt gegenwärtig in Deutschland, Hamburg und Sachsen ausgenom­men, über 1 260 000 Lotterieeinnehmer. Auch hier muß ein Wandel geschaffen werden.

Als Beispiel soll Süddeutschland dienen, in dem auf 100 000 Einwohner ein Lotlerieeinnehmer kommt.

Es ist beabsichtigt, dieses Verhältnis sowohl im Interesse der Allgemeinheit als auch der Lotterieein­nehmer in ganz Deutschland durchzuführen. Mit diesen Maßnahmen und anderen Richtlinien, die sich aus der Entwicklung ergeben werden, wird eine Belebung des ß o 11 e r i e ro e f e n s zugunsten der gesamten Wirtschaft erhofft.

f Versammlung bestätigt wurde. Für den Unterver­band Rhein - Maingau wurde Karl Wald- schmidt, Gießen, als Vorsitzender gewählt. Erster Vorsitzender des Reichsverbandes wurde wiederum Herr P f i tz n c r Erfurt. Eine besondere Ehrung wurde dem Vorstandsmitglied Josef Nico- 1 i n i, Köln, zuteil, der bereits 25 Jahre lang für die Interessen des mittelständischen Schuhhandels wirkte.

Der Kassenbericht wurde sodann erstattet und von der Versammlung gutgeheihen. Der Vor­sitzende des Verbandes teilte mit, daß sich der Ge­samtvorstand entschlossen habe, eine Spende in Höhe von 6000 Mark für die Förderung der na.tionalen Arbeit zur Verfügung zu stellen.

Eine wesentliche Bereicherung erfuhr das Pro- gramm des Derbandstages durch einen tiefschürfen­den Vortrag von Dr. Hillebrand, Berlin, der über die wirtschaftlichen Aufgaben des Schuhhan­dels sprach. Im Anschluß an den mit spontanem Beifall aufgenommenen Vortrag wurde eine Ent- schließung genehmigt, in der der deutsche Schuhhan­del die Erklärung abgab, daß er alles daran setzen werde, an der Behebung der Arbeits­losigkeit zu seinem Teil m i t z u w i r k e n. Im Laufe der Versammlung wurde ferner der Beschluß gefaßt, eine große Werbeaktion für den Lederschuh durchzuführen, an der sich auch die Lederindustrie, die Schuhindustrie und der Leder- handel beteiligen sollen. Geraume Zeit beschäftigte man sich mit der Beratung von etwa 150 einge­gangenen Anträgen, die manche Anregung für die Besserung der Lage im Schuhhandel brachten. Mil dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die an­regende Tagung geschlossen.

Der Reichsverband der Deutschen Schuhhändler hielt am Samstag und Sonn­tag in Erfurt seine Reichstagung ab. Der eigent­lichen Mitgliederversammlung ging eine Sitzung des Vorstandes voraus, in der beschlossen wurde, der Mitgliederversammlung vorzuschlagen, daß der bisherige Vorstand im Amte bleiben soll, und zwar für die Dauer eines Jahres Ferner wurde beschlos­sen, der Mitgliederversammlung die Beibehaltung der beiden Geschäftsstellen in Berlin und Erfurt zu empfehlen. Sodann nahm man Stellung zu der Frage der Preissteigerung von Schuh­waren seitens der Lieferanten. Im Zusammen­hang damit und zur völligen Klärung dieser Frage wurde eine Zusammenkunft der Arbeitsgemeinschaft der Schuhindustrie und des Schuhhandels ge­wünscht. Großen Raum nahmen die Beratungen der eingebrachten Anträge der Unterverbände, Ortsgruppen und Mitglieder ein.

Die Mitglieder - Versammlung des Reichsverbandes, die am Sonntag stattfand, wurde durch den Vorsitzenden Herrn Pfitzner im Stabt- Haussaale zu Erfurt eröffnet. Der Saal war mit den Farben und Zeichen des neuen Reiches geschmückt. Oberbürgermeister Dr. P i ch i e r - Erfurt begrüßte die deutschen Schuhhändler in den Mauern der Stabt. Er betonte, baß bie Schuhhänbler bemüht sein müßten, bie besten Bezugsquellen gemeinsam mit ben Lieferanten auf bem Wege eines gesunden Wettbewerbes auszubauen. Herr Heinrich Schim­mer erstattete fobann ben Geschäftsbericht, ber von ber Versammlung angenommen würbe. Der Ge­schäftsbericht vermittelte ein umfassendes Bild der Lage des Schuhhandels. Der Redner beschäftigte sich zunächst mit der gegenwärtigen politischen Lage und kennzeichnete die Auswirkungen, die die Neuordnung in Deutschland auch für den Schuh­handel im Gefolge habe. Es sei der Regierung ernst mit der Pflege und der Förderung des Mittelstan­des und damit des mittelständischen Handels. Der Führer fordere aber auch, daß man die Hände nicht in den Schoß lege. Für die Lage im Schuhgeschäft sei nicht die Konsumfähigkeit, so nber n öic Konsummöglichkeit der B ev o l k e - rung von ausschlaggebender Bedeutung. Der Jah­resverbrauch jedes Deutschen sei im Durchschnitt auf noch nicht einmal ein Paar Schuhe gesunken. Der Verbrauch an Lederschuhwerk müsse auf li Paare pro Person und Jahr steigen, wenn der Schuhhan- del eine merkliche Belebung erfahren solle. Das Schuhwerk sei im Preis nach 1932 unter die Satze des Jahres von 1913 gesunken. Die Beobachtung der Umsatz- und Unkostenziffern sei für die Zukunft von besonderer Bedeutung. In seinen weiteren I Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit einer I Reihe fachlicher und organisatorischer Fragen und schloß mit einem Bekenntnis zu dem Führer und Reichskanzler Adolf Hitler.

Sodann schritt man zur Neuwahl des Dorstan- des, der in seiner Zusammensetzung vom Gescnnt- l vorstand vorgeschlagen worden war und von der

verstehen, die für den Fall, baß bie Besichtigung zu ber gewünschten Zeit nicht mehr möglich ist, eine Rückantwort an bie Interessenten noch frühzeitig genug ermöglicht.

Borrrotizen.

Tageskalenber für Freitag. Licht- spielhaus (Bahnhofstraße):Wege zur guten Ehe"

Der Stahlhelm, Bunb ber Frontsoldaten, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet am morgigen Sams­tagabend in derBergschenke" einen Familienabend mit Ball. Eine Abteilung des Stahlhelms wird vom Heim in der Moltkestraße aus durch einige Straßen ber Stabt zurBergschenke" marschieren.

ßeren Veränderungen. Die Umsatztätigkeit war, wie bei Staats- und Stabtanleihen sehr gering. Am Markte der Inbustrieobligationen erschienen Voigt- Lc-Häffner-Obligationen mit Minus-Minus-Zeichen, bie Taxe lautete 64,5 v. H. nach zuletzt 67,5 v. H.

Am Markte ber Auslanbrenten waren Anatolier 0,65 v. H. höher, auch Türkenwerte waren meist leicht erhöht, Rumänen blieben nur knapp behauptet. Tagesgelb war in Vorbereitung zum Ultimo zu 3,5 o.H. gesucht.

Ein sonderbarer llnglücksfall in einem Schwimmbad.

WSN. Darmstadt, 27.2uli. Einem ver­hängnisvollen Unglücksfall fiel im 21 r h e i l g e r Gemeindeschwimmbad die 42jährige Ehe­frau Martha Steinblockesch aus Darmstadt zum Opfer. Die Verunglückte berührte auf dem Laufsteg des Vassins einen Mast der elektrischen Beleuchtung, der auf unerklärliche Weife Strom bekommen hatte und stürzte betäubt ins Wasser, wo sie ertrank. Wiederbelebungsversuche im Stadtkrankenhaus blieben ohne Erfolg.________

Verantwortlich für Politik: L D.: Ernst Blumschein.