Ausgabe 
28.7.1933 Erstes Blatt
 
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Nr. 174 Erstes Blatt

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185. Jahrgang

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Gietzeim Anzeiger

General-Anzeiger für Gberhessen

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Chefredakteur

Dr. Fnedr. Wilh. Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr H.Tkyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein undfür denAn. zeigenteil i. D.Th.Kümmel sämtlich in (Biegen.

Berlin, 28.3uIL (ERB. Funkspruch.) Die große Weltwirtschaftskonferenz 1933 ist rasch von ihrem Schicksal ereilt worden. Man wird die wahren Gründe dafür in der Tatsache zu suchen haben, daß diese Konferenz nicht einem großzügigen Plan zur uni­versellen Bekämpfung der Wirtschaftskrise ihre Entstehung verdankte, sondern selbst bereits

ein Produkk der kompromißpolikik

war. Die Fragen nämlich, die von den Politikern auf der vorjährigen Zusammenkunft in Lausanne eigentlich einer raschen und definitiven Lösung hätten zugeführt werden sollen, wurden sorg­sam in einem Annex des Vertrages einge­packt an die möglichst umgehend einzuberufende Weltwirtschafts, und Währungskonferenz weiter- geleitet. Die sich anschließende Entwickelung ent­sprach mit ihren vielfachen Berhandlungen, den fortgesetzten Berzögerungsversuchen der Franzosen, der nur unter Schwierigkeiten zu erreichenden Berichterstattung des Vorbereiten­den Ausschusses, ganz und gar dem Beginn.

So kann es nicht wundernehmen, daß die jetzt erzielten Ergebnisse" noch nicht einmal denen entsprechen, die von der Vorläuferin dieses öko­nomischen Konzils im 3ahre 1927 zutage gefor­dert wurden.

Hat aber damals erst der weitere Verlauf der Ereignisse erwiesen, daß die einzelnen Staaten nicht gesonnen waren, ihre nationalwirtschaftlichen Interessen allgemeinwirtschaftlichen Wünschbar- keiten unterzuordnen, so ist jetzt insofern ein

Der ungarische Staatsbesuch in

Völlige Einmütigkeit in allen Fragen.

Der deutsche Wiederaufbau.

Bedeutsame Erklärungen der politischen und gewerkschaftlichen Führer

Weltwirtschaft am Wendepunkt

Ein Berliner Rückblick.

berücksichtigt werden. Wan beginne soeben mit dem Pau einer großen Straße KönigsbergDanzig, wo­durch rund 30 000 Menschen auf Jahre hinaus-Ar- beit erhielten. Gauleiter Noch rechnet damit, daß der Plan der Industrialisierung Ost­preußens in fünf bis acht Jahren durchgefuhrt sein würde Wenn dann eineinhalb Millio­nen Esser in Ostpreußen mehr vorhanden seien, könne man den Bauern mit gutem Gewissen anraten, Peredelungswirtschast zu treiben.

Schon im nächsten Frühjahr würde mit der großen Umsiedlung begonnen werden können.

Einst rief man hier in Ostpreußen die Stände aus, wir rufen die ganze Nation auf, diesen Anfang einer neuen deutschen Geschichte zu schaffen".

Nach der mit starkem Beifall aufgenommenen Rede des Oberpräsidentcn dankte Landeshauptmann Blunk dem Obcrpräsidenten im Namen der Be- Hörden. Im Anschluß sprach Regierungsrat G i s e - v i u s über die Maßnahme für die Wintermonate. Vizepräsident Dr. B e t h k e sagte jeglicher Sabotage des großen Aufbauwerkes kräftigsten Kampf an. In einem kurzen Schlußwort feierte daraus Gau­leiter Koch die glückliche Synthese zwischen stolzer Vergangenheit und stolzer Zu- tun ft, die durch die Zusammenarbeit zwischen dem Reichskanzler und dem Reichspräsidenten ge- schaffen sei.

Zurückziehung

NGBO -Beauftragter.

Berlin, 28. Juli. (OB. Funkspruch.) Die RSBO-Leitung vrössenllichl folgende Lrklä- rung:

Besondere Umstände zwingen die JtSBO.-Ceilung, alle bisherigen Beauftragten für Konzerne, Behörden u s w. wieder zu- rückzuziehen. Keiner Hal daher das Recht, sich künftig alsBSBO.-Beauflragter für Betriebe usw. zu bezeichnen.

Zurückgezogen sind die Ausweise der bisherigen KSBO.-Beauftragten Draeger für die (Spa-Be­triebe und v o n K i e n i h für den Karstadt-Konzern.

Das neue Deutschland stehe gefestigt da und keine Macht der Erde könne uns jemals von dort entfernen, wo Hitler uns hingestellt Hobe.

Die Machthaber der Vergangenheit berufen sich dar­aus, daß die mit den Verträgen und Diktaten ver­bundenen Opfer den Staat zerbrochen hätten. Das sei nicht wahr. Die NSDAP, hätte m e f) r ge­opfert und sei doch nicht zerbrochen. Wo seien die Opfer der Herren Scvering, Brü­ning und Braun? hätte Deutschland durch bil­lige Versprechen gerettet werden können, so wäre dies in den letzten 14 Jahren geschehen. Jeder Ar- beitsmann hätte das größte Opfer für Deutschland und für das deutsche Volk zu bringen. DenArbeitern ergeht es heute nicht schlechter, als zur Zeit der Bonzenherrschaft. In sechs Monaten Regierungszeit Hitlers seien zwei Millionen Erwerbslose weniger geworden. Heute gelte ein Wort eines Betriebszellen­obmanns mehr als alle Tarifverträge zusammen. Der Arbeiter habe um seine Gleichberechtigung im Volk gekämpft.

Die Arbeiterschaft sei im alten Staat oon den Gewerkschaften in das Minderwertigkeitsgefühl des Proletariers hineingepreßt worden. Dieses Minderwertigkeitsgefühl müsse der Arbeiter aus- merzen. Lr müsse stolz sein auf seine Leistung, seine Rasse und feine Ration. (Anhaltender Bei­fall.) Das beste Kapital des Unternehmers fei nicht die Maschine, nicht das Werk, sondern die Arbeiterschaft.

Der Unternehmer habe die Verantwortung zu tragen für den Betrieb, den ihm die Nation als Pfand über­geben habe, und er werde dafür einstehen müssen, was er aus seinem Arbeiter mache. Der Arbeiter solle nicht unterwüi^ig fein, sondern ftoh und auf­recht. Aber er dürfe auch nicht injedem Un­ter n e I) me r einen Unterdrücker sehen. Das D e r t r a u en sei das beste Arbeitsbeschaffungs­programm.

Die Einheiisfront der deutschen Arbeit.

Düsseldorf, 27. Juli. (TU.) Düsseldorf stand am Donnerstag im Zeichen einer gewal­tigen Kundgebung der Deutschen Arbeitsfront. Schon am Rachmittag trafen Zehntausende von RSBO.-Mitgliedern von auswärts ein. Bis zum Abend hatten zahlreiche Sonderzüge viele Hun­derte von Lastwagen und sonstige Verkehrsmittel, etwa 150000 Menschen aus dem RSBO.- Gaubezirk Düsseldorf befördert. Endlose Kolon­nen marschierten mit Musik zu den Rheinwiesen, wo sich rund 200 000 Arbeiter und Arbeiterinnen der Stirn und der Faust versammelt hatten.

Rach der Eröffnungsrede des stellvertretenden Gaubezirksobmanns Bangert, Düsseldorf, und den Degrühungsworten des Oberbürgermeisters Dr. Wagenführ ergriff Reichsleiter der RSBO., Staatsrat Schumann, Berlin, das Wort. Am 1. Mai sei der deutsche Arbei- t e r endgültig vom internationalen So­zialismus abgerückt und habe sich im deutschen Sozialismus wiederge­funden. Unerhört sei die Korruption gewesen, die in den Gewerkschaften aufgedeckt worden sei. Erst jetzt sei wahr gemacht worden, was man bisher dem deutschen Arbeiter nur ver­sprach e n habe. Der Glaube an die ©entölt- t ä t des Führers übertrage sich automatisch aus die ganze deutsche Volksgemeinschaft.

hinter der Aufgabe, den Millionen verzweifelter deutscher Menschen wieder Arbeit zu beschaffen, hätte zunächst alles andere zurückzuflehen.

Staatsrat Schumann schilderte darauf die Gründe, die die deutsche Abordnung zum Ver­lassen des Konferenzortes veranlaßt hätte. Der Marxismus in der ganzen Welt hätte überall das gleiche Gesicht. Heute sei cs aber ausmitderDemütigung. Das sei der große Gewinn.

heule arbeite der deutsche Arbeiter mit dem Unternehmer Hand in Hand. Denn wir ver­eint an die Arbeit gingen, gebe es in zwei Jahren in Deutschland'keine Menschen mehr,

die keine Arbeit bekommen tynnen.

Das gemeinsam gesungene Deutschland- und Horst- Wessel-Lied beendet die nächtliche Riesenkundgebung. Ostpreußens Kampf gegen die

Arbeitslosigkeit.

Königsberg, 27. Juli. (TU.) Am Mitt­woch fand unter der Leitung von Oberpräsident Gauleiter Koch eine Konferenz statt, an der sämtliche Kreisleiter der RSDAP., Regierungs­präsidenten. Landräte und andere Dehörden- vertreter teilnahmen.

Im Mittelpunkt der, Tagung stand eine Rede des Oberpräsidenten über den K am p f Ost­preußens gegen die Arbeitslosig­keit, wobei Gauleiter Koch u. a. folgendes ausführte: _ .

Heute meldet die deutsche Presse, daß tn Ost- Preußen 30 Kreise der Arbeitslosigkeit Herr ge­worden seien. Was unmöglich schien, sei Wahr­heit geworden, und auch die völlige Besiegung der Arbeitslosigkeit werde zu dem angegebenen Termin geschafft werden.

psychologischer Fortschritt erzielt worden, als allgemein und eindeutig festgestellt wird, daß das Fiasko von London eine grundsätzliche Krise der Konserenzidec, zugleich aber einen Wendepunkt der Weltwirtschaft darstellt. Die Rachkriegszeit hat hier eine Ent­wickelung rascher vorwärts getrieben, die ohne­hin gekommen wäre und deren Grundtendenz man in der Abkehr von einem auf meistbegünstig­ter und ungehemmter Konkurrenz aufgebauten Liberalismus und seiner Ersetzung durch ein System von in sich ausgewogenen Rationalwirtschaften erblicken kann. Die von den Traditionen eines Colbert niemals ganz freigewordene Wirschaftspolitik, der radikale wirt­schaftspolitische Umschwung in Großbritannien, das Experiment Amerikas und schließlich die groß­zügige und durchgreifende Reform des deutschen Wirtschaftskörpers sind Marksteine auf die­sem Wege. Die Abkehr von veralteten manche st erlichen Gedankengängen be­deutet

nicht einen Verzicht auf internationale Kooperation,

sondern eröffnet im Gegenteil alle Möglichkeiten zu einer sinnvollen Planung, die in der Na- tionalwirtschaft, wie im Bereich ber_ ökonomischen Beziehungen des internationalen Staatensystems allein auf die Dauer Gewähr dafür bietet, daß chaotische Z u st ä n d e und damit eine Welt- arbeitslofigfeit in Permanenz, wie sie das Ergebnis des in London zu Grabe g e t r a g e y n Systems ist, vermieden werden.

R o m , 27. Juli. (DTB. Agenzia Stefani.) Mus­solini empfing gestern den ungarischen Minisler- präsidentea G ö m b ö s und Außenminister Kanya in Anwesenheit des italienischen Unterstaatssekretärs des Aeuheren S u v i ch. In der langen, herzlichen Unterredung wurde von neuem volleEinmütig- keit über alle die Beziehungen zwischen Italien und Ungarn berührenden Fragen feftgefteUt.

Ein Berliner Kommentar.

Berlin, 27. Juli. (ERB.) Die sorgfältigen diplomatischen Vorbereitungen, die der zweiten Romsahrt des ungarischen Minister­präsidenten voraufgingen, sind ebenio wie die gleichzeitige Anwesenheit des ungarischen Außenministers in Rom ein Beweis für die hohe Bedeutung, die man in Budapest den gestern begonnenen Gesprächen beimißt. Die ungarische Hal­tung wird verständlich, wenn man an die erhöhte Aktivität denkt, mit der sich der Quai d'Orsay den Entwicklungen im Donauraum zugewendet hat.

Die in letzter Zeit öfters wiederholten versuche, Ungarn in das durch den Organisationspakt vom

16. Februar stabilisierte System der Kleinen En­tente in irgendeiner Form einzubeziehen, stoßen nach wie vor aus die grundsätzlich revisionistische Einstellung Budapests.

Offenbar Hot Gombos jetzt in Rom erneut darauf hingewiesen, daß es diese aus den ungarischen Lebensnotwendigkeiten heraus geborene Haltung ihm nicht gestattet, den Beitritt zu einem Oft« locarno auch nur in Erwägung zu ziehen. Mit­bestimmend für die Romreise dürften auch die In­terpretationen sein, die man in Poris direkt oder besonders durch den französischen Botschafter in Rom d e Jouvenel dem V i e r - M ä ch t e - P a k t gegeben hat, der nach französischer Auffassung seine ursprünglich revisionistische Bedeutung verloren hoben, ja sogar zu einem Instrument der Erhaltung des status quo geworden sein soll. Diese Auslegungen, die naturgemäß die ungarischen Be- sürchtung-.n Hervorrufen mußten, um so mehr als von gewissen Seiten her die Möglichkeiten einer gleichgerichteten italienisch ° französischen Donau­politik diskutiert wurden, sind von der italienischen Presse mit aller Deutlichkeit zurückgewiesen worden.

Gerechtigkeit für Ungarn aus diesen Ion find die offiziösen Kommenlare abgeftimmt, w--

Der große Erfolg sei nichts anderes als die Mobilisierung der seelischen und moralischen Kräfte des Volkes, zusammengefaßt unter ein­heitlicher Führung.

Dis zur Stunde sei nicht ein einziger Pfennig aus besonderen Mitteln eingesetzt worden, son­dern alles, was geschafft ist, sei aus Ost­preußen selb st geschaffen worden. 15 000 Er- werbslofe aus dem Westen hätten bereits in Ostpreußen Arbeitsstellen gefunden. Jetzt würde die Voraussetzung dafür geschaffen, daß noch in diesem Jahre 1 00000 bis 150000 Er» werbs 1 ose aus dem Westen in Ost­preußen eingesetzt werden könnten. Die Stimmung der Arbeiterschaft in der Provinz sei zuversichtlich und vertrauensvoll.

Gauleiter K o ch ging bann auf Einzelheiten des Arbeitsbeschaffungsprogramms ein und erklärte da­bei u. a., daß man den Bau von 2000 Häu­sern in Angriff genommen habe Dies sollten jedoch nicht Stadtrandsiedlungen werden, sondern Dorfrandsiedlungen, freundliche Wohnstätten, in denen sich der Arbeiter wohlfühlen könne.

Lin historischer Vorgang habe begonnen: Das Gesicht des deutschen Volkes vorn kapitalisti­schen Westen zum sozialistischen Osten zu wen­den. Für jede Fabrik, die in Ostpreußen ent­stehe, müsse eine im Reich verschwinden. Zahl­reiche Industrielle seien bereit, ihre Zelte im Westen abzubrechen und ihre Industrien nach dem Osten zu verpslanzen.

Der deutschen Arbeitsfront erwachse die gigantische Aufgabe der r i ch t i g e.n A n s i e d l u n g, die nach dem Vorbilde Württembergs erfolgen müsse, wo Arbeiter und Angestellte durch Haus und Be­ben Krisenfestigkeit besäßen. Auch bei den Plänen für die Auto st raßen werde Ostpreußen

Minister ör. Goebbels spricht vor alten Kämpfern.

Kulmbach (Bayerns, 27. Juli. (TU.) Am Mittwoch besichtigte Reichsminister Dr. Goeb­bels zusammen mit dem Prinzen August Wilhelm die Landesführerschule auf der Plassenburg. Dor den Kursteilnehmern hielt der Reichsminister eine Ansprache, in der er u. a. betonte: Hier in Kulmbach würden die Führer des Staates ausgebildet, wobei besonderer Wert auf die alten Parteigenossen gelegt werde. Dies richte sich nicht gegen bie neuen Mitglieder der RSDAP., sondern solle nur darlegen, daß die Bevorzug ung der älteren Parteigenossen seine historische Berechtigung habe. Die deutsche Revolution von 1933 werde ebenso, wie die französische Revolution, Voretappe einer eu­ropäischen Umwälzung sein.

Weiter teilte der Reichsminister mit, daß im Laufe der nächsten acht Jahre fünf deutsche Universitäten gegründet würden, an denen die alten Nationalsozialisten, die zu Führern auserkoren seien, ihre höchste Vollendung bekommen würden.

Unter Führung von Bürgermeister Hain fuhr der Reichsminister dann zum Rathaus, um sich dort in das Goldene Buch der Stadt ein­zutragen.

Ministerpräsident Göring in Aachen.

Aachen, 27. Juli. (TU.) Ganz Aachen steht im Zeichen des Besuches des Ministerpräsibenten Go- ring. Alle Straßen haben reichen Feftschmuck ange­legt Der Minister weilte aw Mittwochnachmittag bet ber Hochzeit bes bekannten deutschen Reiterossi- ziers und Turnierreiters Oberleutnant v. Nagel auf Schloß Rahe. Kurz nach 10 Uhr verkündeten am Donnerstag Böllerschüsse bie Ankunft bes Mi- nistcrpräsibenten am altertümlichen Ponttor, wo sich bie hitlerjugenb zur Begrüßung eingefunben hatte. Nach kurzen Begrüßungsworten bes Gauleiters Gr oho ergriff Ministe'rpräsibent Goring bas Wort. Er führte u. a. qus: Erbrückt werben wir nicht von ber Arbeit, erbrüten kann uns nicht bie Ver­antwortung, bie wir vor Gott unb ber Zukunft un­seres Volkes übernommen haben. Ader eins vermag uns wirklich zu erbrürfen: Die grenzenlose Liebe, bieses unerschütterliche Ver­trauen, bas aus bem beutschen Volke, aus Mann unb Frau, Mäbel unb Bub uns entgegenstrahlt.

Ich habe nur den einen Wunsch, baß immer unb für alle Zeilen biese unerschütterliche Zusammen­gehörigkeil bewahrt bleibe, solange bas beulsche Volk gläubig unb voll vertrauen seinen Füh­rern folgt unb solange biese Führer wissen, baß alles, was sie tun, nur bem Volke bient, nur bem Volke geweiht fein bars.

Ihr steht hier an ber Grenze, unb bamit habt Ihr eine befonbere Aufgabe übernommen. Vergeßt nie in Eurem Leben, baß biese Stabt feit Jahrhun­derten zurückblickt auf eine gewaltige Ver­gangenheit. Jahrhunderte der Geschichte haben sich in diesen Mauern abgespielt und das, Kame­raden, verpflichtet Euch. Ohne Adolf Hit­ler war Deutschland verloren. Die Zeit mag glücklich ober schwer sein, eines barf es nie toieber geben:

Rie darf sich bie Kluft auftun zwischen Volks­genossen unb Volksgenossinnen, unb nie wieber barf etwas stehen zwischen bem Führer unb bem Gefolgsmann. Die Treue ist doppelseitig.

Im Anschluß wurde bie Fahrt zum Rathaus fortgesetzt, in besten Krönungssaal ein feierlicher Festakt ftattfanb, wobei ber kommissarische Oberbür­germeister bem Ministerpräsibenten ben Ehrenbürgerbrief ber Stabt Aachen überreichte. Ministerpräsibent Göring dankte mit herzlichen Worten und erklärte: Mögen die Ehrun­gen auch noch so zahlreich sein, die Aufgaben und die Verantwortung sind zu ge­waltig, als daß der Blick auch nur einen Augen­blick abgewendet werden dürfe von ber großen Auf­gabe unb bem eigentlichen Ziel. In das Golbene Buch ber Stabt Aachen trug sich ber Ministerprä- [ibent ebenfalls ein: Anschließend begab sich der Ministerpräsident zum Turnierplatz, wo er dem Kampf der Nationen, um ben zum ersten Male in Aachen ausgetragenen Golbenen hindenburgpokal beiwohnte.

Der ständische Aufbau im Dritten Reich.

Dortmunb, 27. Juli. (TU.) Die Kreisleitung der NSBO. veranstaltete am Donnerstagabend in der überfüllten Westfalenhalle eine große Kund- E-bung, auf der der Führer der Deutschen Arbeits- onk, Dr. Ley, zu dem ThemaDer ständische ufbau im Dritten Reich" sprach. In 60 Jahren sei nicht so viel erreicht worden, wie bie nationalsozialistische Revolution in sechs Monaten durchgeführt habe.